Freitag, 17. Juli 2015

Sommerdurchfall: Was tun?

Sommerdurchfall: Was tun?



Sommerdurchfälle werden hauptsächlich durch Bakterien verursacht, allen voran die Darmbakterien E. coli. Sie werden durch mangelhafte Hygiene entweder mit Kotpartikeln bei der Nahrungszubereitung auf die Lebensmittel übertragen oder bereits bei der Düngung mit Fäkalien von Nutztieren.
 Unsachgemäße Lagerung und unzureichende Kühlung bieten dann den Erregern bei sommerlich-warmen Temperaturen die optimalen Bedingungen zur Vermehrung in den Lebensmitteln.
Beim typischen Sommerdurchfall lösen die darin enthaltenen Keime dann eine erhöhte Flüssigkeitsabsonderung aus, die schon fünf bis 72 Stunden später zu Durchfall führt. In diesen Lebensmitteln stecken besonders häufig Bakterien:
  • Eier und ungekochte Eierspeisen (z. B. Mayonnaise, Tiramisu)
  • rohes Fleisch (Mett, Tartar, Carpaccio)
  • nicht richtig durchgegartes Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte und Geflügel
  • Rohmilch, Softeis und Sahne aus Sahnebereitern

Gefahren birgt auch Tiefkühlkost, vor allem tiefgefrorenes Geflügel. Zwar werden beim Einfrieren die Coli-Bakterien abgetötet, nicht aber eventuell vorhandene Salmonellen. Diese Keime werden lediglich inaktiv und beginnen bereits bei 6 C wieder, sich zu vermehren. Diese Hygienemaßnahmen schützen Sie vor Darminfektionen:
  • Braten Sie Fleisch und Schalentiere gut durch. Bakterien müssen zu ihrer Abtötung mindestens 10 Minuten lang bei 70C erhitzt werden.
  • Waschen Sie Obst und Gemüse vor dem Schälen ab, damit Sie eventuelle Keime nicht mit dem Messer verschleppen.
  • Fangen Sie das Tauwasser von Tiefkühlkost auf. Gießen Sie es in den Ausguss und reinigen Sie alle Küchenteile und Arbeitsflächen, die damit in Berührung gekommen sind, gründlich mit heißem Wasser.
  • Unterbrechen Sie die Kühlkette nicht und verstauen Sie Tiefkühlprodukte zum Transport nach Hause in einer Kühltasche.
  • Wechseln Sie Spüllappen in der Küche täglich und geben Sie sie in die 60-Wäsche.


Natürliche Behandlung


Durchfall ist eine Art Reinigungsprozess, mit dem Ihr Körper versucht, die Keime abzugeben. Daher sind Medikamente, die den Durchfall durch eine Verlangsamung der Darmbewegungen stoppen (z. B. Immodium®), für den Heilungsprozess nicht förderlich. 
Sinnvoller ist die Einnahme von Präparaten aus Medizinkohle oder Kaffeekohle, die die Bakterien und Ihre Toxine binden können. 

Diese natürlichen Substanzen schränken die Darmbewegungen und damit den Abtransport der Bakterien nicht ein.

Auch Myrrhekarz und Kamille kann eingesetzt werden:

Pflanzliche Unterstützung für den Verdauungstrakt



Das Wichtigste bei der Behandlung eines Sommerdurchfalls ist der Ausgleich der mit dem wässrigen Stuhl ausgeschiedenen Flüssigkeit und Mineralien. T

rinken Sie daher täglich mindestens zwei, besser drei Liter stilles Wasser, dünnen Schwarztee und so genannte Rehydrierungslösungen mit Mineralsalzen. Alternativ können Sie auch fettfreie, leicht gesalzene Gemüsebrühe trinken. Kohlensäurehaltige Getränke sollten Sie meiden, da sie zu Blähungen führen und den Darm reizen. Am ersten Tag sollten Sie zusätzlich außer eventuell ein paar Scheiben Toast keine feste Nahrung zu sich nehmen.


Mittwoch, 15. Juli 2015

Olivenblätter: ein altes Heilmittel mit hohem Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen


Olivenblätter: Was können Sie für Ihre Gesundheit tun?




In klassischen Olivenölanbauländern ist die gesundheitliche Wirkung von Olivenblättern ein altes offenes Geheimnis. Nicht nur die Frucht der Bäume, also die Olive an sich, sondern auch die Blätter strotzen vor Antioxidantien. Die Kraft dieser Inhaltsstoffe reicht von antibiotischer Wirkung über Blutzuckersenkung, Senkung des Cholesterinspiegels, Schilddrüsen schützenden Eigenschaften (Stoffwechsel anregend) bis hin zu antiviralen und entzündungshemmenden Eigenschaften (1). Ein Tausendsassa sozusagen!



Olivenblätter – Was ist drin?


Die Inhaltsstoffe, die dafür verantwortlich sind, sind die dieselben, die auch dem Olivenöl seine besonderen gesundheitlichen Effekte und den typischen Geschmack verleihen: die etwas bitter schmeckende Substanz Oleuropein, phenolische Verbindungen (Hydroxytyrosol, Kaffeesäure), organische Säuren sowie sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide (Olivin, Rutin, Hesperidin, Quercetin). Oleuropein bildet mengenmäßig die stärkste Fraktion.


Aussehen und Geschmack


Das Aussehen des Olivenblätter-‚Tees‘ erinnert etwas an griechischen Bergtee: silber-grünlich schimmernd, flauschig. Geschmacklich ein hervorragender Digestiv: leicht kräuterige süße aber auch herbe Noten, jedoch nicht so herb wie beispielsweise Löwenzahn oder Scharfgarbe, sondern dieser typische leicht bittere Olivengeschmack im Nachhall. Insgesamt schmeckt er weich, kräuterig. Im Nachhall kommt das Aroma grüner Oliven durch. Wer diese also gerne isst, dem wird auch dieser Tee sehr schmecken. Ich mag das sehr, finde allerdings, umso öfter ich das trinke, umso weniger herb empfinde ich diesen Tee.

Olivenblätter – Was können die denn?


Laut aktueller wissenschaftliche Studien eine ganze Menge:

· Gesundes altern: Etliche Studien befassen sich mit dem Einfluss der Ernährung auf das Altern. Umso höher die Versorgung mit Antioxidantien ist, umso gesünder und langsamer altern wir. Eine ganz aktuelle Studie der Christian Albrechts Universität Kiel (2) untersuchte den Einfluss verschiedener Substanzen aus sogenannten „Superfoods“ auf die Gesundheit. Dabei zeigte sich, dass eine kalorienarme gesunde Ernährung, die reich an Polyphenolen (Obst/Gemüse), Oleuropein (Olivenblätter, Olivenöl), Resveratrol (Trauben), Katechinen (Tee) vor Herzkreislauferkrankungen, Arteriosklerose, Schlaganfällen, Diabetes und entzündliche Erkrankungen wie Alzheimer schützt, ja sogar den Alterungsprozess verlangsamt. Weitere Studien zu hierzu finden sich in den Lesetipps unten, Stichwort „Japan-Diät“. (BILD)
· Schilddrüse: Schon länger ist aus etlichen Studien bekannt, dass sobald gesättigte Transfette, Margarine oder Pflanzenöle mit einem zu hohen Omega-6 Anteil durch Olivenöl ausgetauscht werden, das Bauchfett wegschmilzt. Einfach so, ohne dass der Gesamtkaloriengehalt des täglichen Essens verringert wird.

Wie kommt das? „Schuld“ an diesem Effekt ist der Inhaltsstoff ‚Oleuropein‘. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass dieser den „Stoffwechsel“ anregt, genauer gesagt: die Schilddrüse. Dieser Inhaltsstoff erhöht den Anteil des Stoffwechselaktiven Schilddrüsenhormons T3 (4). Dieser Fakt ist für alle Menschen mit einer leichten Schilddrüsenunterfunktion nicht zu verachten.
· Antioxidative Fähigkeiten: Ebenso wie die Katechines des grünen Tees vermögen auch Olivenblätter (und Oliven/Olivenöl) aufgrund ihrer Inhaltsstoffe freie Radikale unschädlich zu machen. Sie wirken auf bestimmte Enzyme – wie SOD (Superoxidase Dismutase), welches freie Radikale „entgiftet“ und schützen vor AGEs (Advanced Glycation Endproducts). Letztere sind wie eine Art giftige Substanzen aus der Nahrung oder von Stoffwechselprodukten – eine „Verzuckerung“ von Eiweißen. Sie können „gegessen“ werden (Backwaren mit Margarine, stark gegrilltes Fleisch, Süßwaren) oder auch im Körper gebildet werden. Vor allem Menschen mit Diabetes oder Prä-Diabetes (hohe Blutzuckerspiegel) neigen zu hohen AGE-Werten. Olivenblättertee, Oliven und Olivenöl verhindern im Körper die Bildung dieser Stoffe und schützen vor Schäden durch diese (3).
· Krebserkrankungen: Etliche Studien haben die krebshemmende Wirkung der Olivenblätterinhaltsstoffe untersucht. Insbesondere gegen Magenkrebs, Brustkrebs und Krebserkrankungen des Magen-Darmtraktes scheinen diese besonders wirkungsvoll zu sein. Sie lösen den programmierten Zelltod aus (Apoptose), und verhindern das Krebszellwachstum (6789). Auch die Haut profitiert, denn die Inhalstsstoffe schützen von innen vor lichtbedingte Hautalterung und Hautkrebs (110)

Fazit: Ein altes Heilmittel, mit extravagantem Olivengeschmack und einer Menge gesundheitlicher Vorzüge, dank dem hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Pur oder in Mischungen eine leckere Teezutat. Ran an die Blätter! 


Dienstag, 14. Juli 2015

Ernährungsstudie: Kaffee, die gesunde Sünde

Ernährungsstudie: Kaffee, die gesunde Sünde




Noch ein Tässchen für ein langes Leben? Einer großen US-Studie zufolge wirkt Kaffee positiv auf die Gesundheit. 

Trotzdem leben typische Kaffeetrinker im Schnitt kürzer - weil sie andere ungesunde Gewohnheiten haben.

In einem Punkt sind sich die Forscher sicher: Am Koffein kann es nicht liegen. Denn ihren Studiendaten zufolge beeinflussen entkoffeinierter und gewöhnlicher Kaffee die Gesundheit gleichermaßen. 

Falls also Substanzen aus dem Heißgetränk ein wenig vor Herzleiden und anderen Krankheiten schützen, müssen es andere sein als das für die aufputschende Wirkung verantwortliche Koffein.

Neal Freedman von den National Institutes of Health der USA und seine Kollegen werteten Informationen von rund 229.000 Männern und 173.000 Frauen aus, die seit Mitte der neunziger Jahre an einer großen Studie (NIH AARP Diet and Health Study) teilgenommen hatten. Alle hatten zu Beginn einen Fragebogen mit diversen Informationen zu ihrem Lebensstil ausgefüllt - Essgewohnheiten, Alkoholkonsum, Sportpensum und vieles mehr. Zu Studienbeginn waren die Teilnehmer zwischen 50 und 71 Jahre alt.

Bis zum Jahr 2008 starben 52.515 Teilnehmer, wie die Forscher im "New England Journal of Medicine" berichten. Das Team um Freedman berechnete nun, ob Kaffeetrinker eher oder später ums Leben kamen als die Teilnehmer, die vorzugsweise andere Getränke konsumierten.

Tatsächlich starben sie früher. Allerdings entpuppten sich Kaffeetrinker auch häufiger als Sportmuffel und als regelmäßigere Alkoholkonsumenten - zusätzlich verschmähten sie eher Obst und Gemüse und aßen häufiger rotes Fleisch. 

Der auffälligste Zusammenhang: 

Von den Männern, die überhaupt keinen Kaffee tranken, rauchten 4,8 Prozent. In der Gruppe mit dem höchsten Kaffeekonsum (täglich sechs Tassen oder mehr) waren dagegen 34,7 Prozent Raucher. 

Bei den Frauen waren es 8,1 beziehungsweise 48,1 Prozent. 

Unterm Strich zeigte sich also - wieder einmal: Wer viel Kaffee trinkt, lebt insgesamt eher ungesund.


Eher hilfreich als schädlich

Um herauszufinden, ob der Kaffee nur eine weitere schädliche Angewohnheit darstellt oder eher positiv wirkt, rechneten die Forscher die eben aufgezählten und weitere bekannte Faktoren heraus. So kamen sie zum Schluss, dass Kaffee wohl eher schützt als schadet.

"Im Vergleich zu Männern, die keinen Kaffee konsumierten, hatten Männer, die sechs oder mehr Tassen am Tag tranken, ein zehn Prozent geringeres Risiko, während des Studienzeitraums zu sterben", schreiben die Wissenschaftler. Bei Frauen sank das Risiko gar um 15 Prozent.

Ob der Kaffee Koffein enthielt oder nicht, spielte dabei keine Rolle. Möglicherweise wirken sich im Heißgetränk enthaltene Antioxidantien positiv aus, mutmaßen die Wissenschaftler.
Wie alle Studien, die darauf beruhen, Menschen einmal zu ihren Lebensgewohnheiten zu befragen und dann jahrelang abzuwarten und Daten zu sammeln, gab es auch hier das Problem, das am Ende niemand sicher sein kann, dass wirklich der Kaffee den beobachteten Unterschied ausgemacht hat. 

Vielleicht existieren weitere Verhaltensweisen, die Kaffeetrinker von Nicht-Kaffeetrinkern unterscheiden, die nicht erfasst oder beachtet wurden. Möglicherweise lässt sich die Beobachtung schlicht damit erklären, dass die Kaffeetrinker etwas mehr Flüssigkeit zu sich genommen haben als die anderen - oder dass sie weniger stark zuckerhaltige Softdrinks getrunken haben.



Montag, 13. Juli 2015

Sommergrippe: Wissenswertes

Sommergrippe: Wissenswertes


Wie auch der grippale Infekt in den Herbst- und Wintermonaten ist die sogenannte Sommergrippe eine Infektion mit Viren. Während im Winter jedoch vor allem die Rhinoviren die Schuldigen sind, verursachen im Sommer Keime wie Entero-, Coxasackie- und Echoviren die grippeartigen Beschwerden. Denn diese Viren fühlen sich im Gegensatz zu den „Winterviren" bei warmen Temperaturen sehr wohl. Die Symptome sind jedoch bei beiden Erkrankungen die gleichen. Daran erkennen Sie eine Sommergrippe:
  • Husten
  • Schnupfen, Halsschmerzen
  • Fieber bis 38,5 Grad
  • Kopfschmerzen
  • eventuell Ohrenschmerzen
Manchmal gesellen sich auch noch Magen-Darm-Beschwerden dazu.

Da die „Sommerviren" bei Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit besonders gut überleben, besteht die größte Ansteckungsgefahr in größeren Menschenansammlungen wie z. B. in Schwimmbädern, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Urlaubsfliegern. 
Übertragen werden die Viren dann beim Husten oder Niesen, wenn sie in feinen Tröpfchen durch die Luft transportiert werden. Normalerweise wird der Körper mit dem Eindringen dieser Keime problemlos fertig. Zur Krankheit führen sie erst, wenn sie die schützende Schleimhautbarriere in Nase und Rachen durchdringen können und das Immunsystem zusätzlich schwächelt.
Klimaanlagen im Auto und in Kaufhäusern trocknen die Schleimhäute aus. Große Temperaturunterschiede zwischen Außen- und Innenluft führen zu einer Minderdurchblutung der Schleimhäute. Diese Auswirkungen machen die Schleimhaut angreifbar und ebnen den Keimen den Weg. Wenn dann noch die Körperabwehr geschwächt ist, haben die Viren leichtes Spiel. Was Sie dann tun können, um den Keimen Paroli zu bieten, erfahren Sie gleich.

Das können Sie selbst gegen eine Sommergrippe tun


In der Regel können Sie eine Sommergrippe sehr gut mit natürlichen Methoden selbst behandeln. Zum Arzt müssen Sie nur, wenn die Beschwerden innerhalb von drei Tagen nicht nachlassen oder das Fieber über 39 Grad steigt. 
Da die Beschwerden durch Viren verursacht werden, helfen Ihnen auch keine Antibiotika. Ihr Immunsystem muss vielmehr selbst mit den kleinen Eindringlingen fertig werden. Dazu benötigt Ihr Körper in erster Linie Ruhe. Auch wenn es draußen noch so schön ist: Meiden Sie jetzt die Sonne und ruhen Sie im Kühlen. 
Stärken Sie Ihr Immunsystem mit:
  • Rotem Sonnenhut
  • Kapland-Pelargonie
  • Zink
  • Vitamin C
  • Vitamin D

Vitamin C sollten Sie bei den ersten Anzeichen einer beginnenden Grippe in einer Dosierung von zwei bis drei Gramm pro Tag zu sich nehmen.
Für eine bessere Verträglichkeit hilft es, diese Dosis auf mehrere Portionen pro Tag zu verteilen. Zink hemmt die Entzündungsreaktionen auf den Schleimhäuten und verkürzt dadurch die Krankheitsdauer. Nehmen Sie daher gleich zu Beginn des Infekts pro Tag 10 mg von diesem Vitalstoff in Form eines Fertigpräparats ein.
Der Rote Sonnenhut (Echinacea) verbessert die Immunabwehr indem er die Fresszellen (Makrophagen) aktiviert. 



Ganz ähnlich wirkt auch die Kapland-Pellargonie (Umckaloabo). Gerade bei viralen Infekten sind daher Präparate mit Extrakten dieser Heilpflanzen eine sehr gute Maßnahme.


Nehmen Sie diese Präparate gleich zu Beginn der Erkrankung ein, und setzen Sie die Einnahme drei bis fünf Tage lang fort. Längerfristig eingenommen bewirken diese immunstärkenden Mittel das genaue Gegenteil: Die Immunzellen werden träger, da sie sich jetzt auf die Pflanzenextrakte verlassen. Nach längstens fünf Tagen haben die Präparate allerdings fast immer eine deutliche Besserung der Beschwerden bewirkt.





Warum der Indianer keinen Schmerz kennt...


(Auszug aus: Die Apotheke des Manitou)
Aus der Echinacea angustifolia DC.; Purple Coneflower, Wild Niggerhead, Black Sampson, Kansas Niggerhead

Aus der geschnittenen Wurzel wurde ein Tee gewonnen, der die Schmerzempfindung reduzierte und die antiseptische Blutqualität verbesserte. 

Dosis: 
1 Teelöffel granulierter Wurzel auf 1 Tasse kochendes Wasser. Eine halbe Stunde ziehen lassen, absieben, hiervon drei bis sechsmal täglich einen Esslöffel voll. Gleichzeitig wurde das getrocknete Wurzelpulver auf die Wunde gestreut und entfaltete dort eine hohe antiseptische und hygroskopische Wirkung.




Wirkprofil der Wilden Karde - aus der Erfahrungsheilkunde

Wilde Karde


Von der Traditionsheilkunde in die moderne Phytotherapie?


Es gibt zahlreiche Heilpflanzen, die zwar in der Traditionsheilkunde einen festen Platz haben, nicht aber in den Listen der offiziellen nationalen Autoritäten (Kommission E) oder internationalen Schiedsstellen (ESCOP) erscheinen. Das ist immer dann der Fall, wenn die Anwendung nicht mit wissenschaftlichen Daten belegt ist. Die Wilde Karde (Dipsacus fullonum L., oder synonym Dipsacus sylvestris Huds.) gehört zu dieser Kategorie. 

Dennoch wird die Karde nicht nur bei uns genutzt, auch die Traditionsheilkunde in China, Korea und Japan hat sie schon vor langer Zeit entdeckt, hier sind es aber andere Arten, die genutzt werden (wie Dipsacus asper und D. asperoides). In den letzten Jahren wurde die Wilde Karde auch bei uns populärer, da sie als Heilmittel gegen die schwer zu behandelnden Borreliose-Infektionen gilt. 

Gerade Menschen, die mit der Schulmedizin nicht zufrieden sind, setzen große Hoffnungen in die Pflanze. Aber wie ist die wissenschaftliche Sicht, hat die lange Anwendungstradition ihre Berechtigung?



Hilft die Wilde Karde gegen Borreliose?



Ja, sagt der Ethnobotaniker Dr. Storl. Seiner Ansicht nach sind aus der Erfahrungsheilkunde ausreichend Fakten vorhanden, dass eine Tinktur aus der Kardenwurzel helfen kann. Dennoch ist dieser Standpunkt derzeit umstritten. Obwohl die Wilde Karde bei uns weit verbreitet ist und vielen bekannt sein dürfte, wurde sie von der Forschung bisher weitgehend ignoriert.


Die Wilde Karde, das Pflanzenbild


Die Wilde Karde (Dipsacus fullonum L. oder synonym: Dipsacus sylvestris Huds.) sieht zwar einer Distel sehr ähnlich, gehört aber zur Familie der Geißblattgewächse und der Unterfamilie der Kardengewächse. Die Stängel und oft auch die Blätter sind mit Stacheln versehen. Eine Besonderheit ist die Art, wie die Blätter den Stängel umschließen: An der Basis bilden sie ein kleines Becken, in dem sich Wasser und Tau sammelt. Daher auch der Name Dipsacus -  aus dem griechischen dipsa für Durst. Besonders charakteristisch für die Pflanze sind die kreisförmig aufblühenden kleinen violetten Einzelblüten am eiförmigen Blütenstand. Nach und nach wandern Ringe kleiner Blüten über den Blütenstand. In der vorwissenschaftlichen Zeit im Mittelalter, glaubte man, dass dieses augenfällige Zeichen die Wirkung der Pflanze anzeige. Nach dieser Lehre – sie ist auch als „Signaturenlehre“ bekannt – hilft also die Wilde Karde gegen kreisförmige und wandernde Hauterscheinungen (Erythema migrans oder Wanderröte), wie sie bei Lyme-Borreliosevorkommen. Aber das ist bei Weitem nicht die einzige Anwendung, man vermutet daneben weitere nützliche Eigenschaften.


Das traditionelle Wirkprofil der Wilden Karde


Nach den Erfahrungen der Traditionsheilkunde wirkt die Karde:
  • antibakteriell, antifungal → davon abgeleitet wird die Wirkung gegen Infektionen wie z. B. Borreliose, Wunden, Hautkrankheiten, aber auch Durchfall
  • blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend → entgiftend, ausleitend, leber- und nieren-stärkend → GichtGelbsucht Leberkrankheiten, Ödeme
  • anti-entzündlich →  KopfschmerzenRheumaArthritisGicht, entzündliche Hautkrankheiten
  • verdauungsstärkend → Magen-, Gallen-, Verdauungsschwäche
Auch die Homöopathie bedient sich der Karde in verschiedenen Verdünnungen. Die Urtinktur (D1) soll gegen diverse Hautleiden (AkneWarzen, kleine Wunden, Risse an den Lippen (Ragaden), Furunkel oder Schuppenflechte) und Tuberkulose helfen. Einreibungen nimmt man gegen Rheumatismus und zum Bleichen von Sommersprossen. Innerlich war die Wilde Karde früher als harn- und schweißtreibendes Mittel, gegen Kopfschmerzen und Gelenkrheumatismus in Gebrauch.
Welche Bestandteile werden genutzt?
Üblicherweise wird die gehackte Wurzel in Alkohol eingelegt, gebräuchlich ist aber auch ein Tee aus der Karden-Wurzel.
Karde: dünne Studienlage
Heute legt man natürlich andere Maßstäbe an: Nur Wirkstoffe oder klinische Studien sind als Beweis für die Wirksamkeit zugelassen. Immerhin, erste Versuche liegen vor:


Die Anti-Borreliose-Wirkung ist im Labor getestet


Ein erster Laborversuch liefert Anhaltspunkte zur Wirkung gegen Borrelien: So stellt eine Arbeitsgruppe an der Universität Leipzig fest, dass in einem Wurzelextrakt mit Ethylacetat eine Substanz enthalten ist, die das Wachstum von Borrelienkulturen hemmt. 

Hier ergeben sich übrigens gewisse Parallelen zur chinesischen Variante der Karde, Dipsacus asper, sie wird ebenfalls gegen die Lyme-Borreliose und Fibromyalgie verwendet. 

Jetzt muss noch gezeigt werden, dass dieser Stoff auch im lebenden Organismus wirkt, denn ob eine Aufnahme im Darm erfolgt, ist nicht selbstverständlich.


Anhaltspunkt Inhaltsstoffe


Eine gewisse Wirkung lässt sich anhand bekannter Inhaltsstoffe abschätzen. Von den etwa 20 Kardenarten aus Europa, Asien und Afrika wurden bisher 89 Inhaltsstoffe isoliert: Ganz typische für die Gattung sind Terpene, meist Mono- und Triterpene (Saponine) und Phenole. Die Stoffe sind, so viel man weiß, auch in der Wilden Karde enthalten:

  • Iridoide
    Sie gehören zu der sehr vielgestaltigen Gruppe der Monoterpene, 27 verschiedene wurden bisher isoliert. Die Pflanzen produzieren sie, um sich vor Fressfeinden und Mikroorganismen zu schützen. In der Regel sind sie an Zucker gebunden (Iridoidglycoside), das macht die Verbindungen gut wasserlöslich. Iridoide zeigen sehr häufig antientzündliche, antioxidative und wundheilungsfördernde Effekte. Sie wurden aus den Samen der Wilde Karde isoliert. Mit der chinesischen Variante
    Dipsacus asper
     teilt die Karde die Iridoide Loganin, Swerosid, Sylvestroside und Cantleyosid. Für Swerosid weisen Versuche auf eine leberschützende und antitumor-Wirkung hin, für Loganin eine nervenschützende. Mit Loganin und Swerosid – vermutlich auch Cantleyosid - lassen sich außerdem verschiedene Bakterien und Pilze hemmen, ganz wie von der Traditionsheilkunde vermutet.
  • Bitterstoffe: 
    Einen weiteren Effekt lösen die
     Iridoide über ihre Bitternis aus. Schon beim ersten Kontakt mit Bitterstoffen reagiert die Zunge: Das alleine reicht schon, um über Reflexe die Speichel- und Magensaftsekretion anzuregen sowie die Produktion von Galle und Bauchspeicheldrüsensekret. So regen Bitterstoffe einfach und verbindlich die Verdauung und Appetit an. Nebenbei regulieren sie die Darmbewegung. Auch hier dürfte die Erfahrungsheilkunde mit der verdauungsfördernden Wirkung Recht behalten.
  • Saponine:

    Charakterisiert sind diese Stoffe durch ihre seifenähnliche Eigenschaft: sie schäumen und setzen die Oberflächenspannung herab. Die verschiedenen Saponine aus zahlreichen Heilpflanzen haben mannigfaltige Wirkungen: Sie besänftigen Entzündungen, stärken die Immunantwort oder haben hormonelle und schützende Eigenschaften (Herz, Kreislauf, Nerven). Einige Saponine hemmen außerdem Osteoporose, Pilzwachstum und bekämpfen Bakterien. Sie können Sekrete verflüssigen und kommen daher häufig bei Erkältungskrankheiten mit zähem Schleim zum Einsatz. Saponine schädigen auch Krebszellen, zumindest in experimentellen Situationen im Labor. Ins Blut dürfen Saponine nicht in größeren Mengen gelangen, denn sie lösen die Blutplättchen auf und beeinflussen die Blutgerinnung (positiv oder negativ).
    Für Karden sind Saponine typische Bestandteile, sie enthalten eine ganze Reihe davon. Bei der Wilden Karde ist bisher nur eines beschrieben (Scabiosid), neuere Bestätigungen des Befunds stehen aus. Welche individuellen Effekte das Saponin in der Wilden Karde speziell hat, ist darüber hinaus nicht untersucht. Wenngleich Saponine eine wirkungsvolle Stoffgruppe sind, kann hier keine Aussage über die Pflanze getroffen werden.
  • Phenole:

    Phenolische Säuren wie Kaffeesäure, Chlorogensäure, Protocatechusäure wirken antioxidativ und dämpfen daher die Folgen von Entzündungen, verlangsamen allgemein Alterungsvorgänge, die zu Herz-Kreislauferkrankungen, Arteriosklerose, die Entstehung von Krebs führen („anti-mutagen“). Phenole wie Protocatechusäure schützen vor den Folgen von Diabetes und erwiesen sich in Experimenten an Mäusen bei Arthritisauch schmerzlindernd. Auch hier trifft offensichtlich die traditionelle Annahme zu
    .
  • Gerbstoffe:

    Oftmals werden Gerbstoffe zu den Inhaltsstoffen der Karde gezählt. Sie wirken adstringierend und schließen Oberflächen ab. Sinnvoller Weise werden sie bei Durchfall und Wunden eingesetzt. Ob die Karde tatsächlich Gerbstoffe enthält, muss noch bestätigt werden.

Karde in China

Nicht nur die europäische Heilkunde, auch die Traditionelle Chinesische Medizin hat das Potential der Karde längst entdeckt. Dennoch: Auch in China haben noch keine Studien am Menschen stattgefunden, es sind aber mehr wissenschaftliche Grundlagen gelegt. So ist die Karde Dipsacus asper nicht nur durch die Überlieferung sondern auch durch Labor und Tierversuche charakterisiert. Insgesamt ist die Wirkung recht ähnlich zur Wilden Karde:
  • Dipsacus asper wird - wie die Wilde Karde bei uns - wegen des antibakteriellen und antientzündlichen Nutzens geschätzt. Darüber hinaus vermutet man eine antiviraleWirkung (gegen Hepatitis B Virus und HIV).
  • Kürzlich geprüft wurde der stimulierende Effekt für Knochenwachstum im Tierversuch, denn Dipsacus asper wird traditionell auch gegen OsteoporoseRückenschmerzen und Knochenbrüche eingesetzt.
  • Auch für einen Nutzen gegen Alzheimer gibt es Belege aus dem Labor: Offensichtlich schützen die Saponine und andere Bestandteile die Nervenzellen vor der Giftigkeit des Amyloid beta-Proteins. So verwendet man Dipsacus als Tonicum und Anti-Aging-Mittel.
  • Der reiche Gehalt an Antioxidantien wird ebenfalls als Rechtfertigung hierfür herangezogen, weshalb man neuerdings auch eine Wirkung gegen Arteriosklerose annimmt.
  • Saponine in höheren Mengen sind zellgiftig und tumorschädigend, weshalb man in der Zukunft daraus möglicher Weise ein Mittel gegen Krebs isolieren könnte.

Wie verträglich ist die Karde?

Gründliche Untersuchungen zur Toxizität und Pharmakologie der Tinktur gibt es leider nicht. Erfahrungen lassen annehmen, dass der alkoholische Extrakt meist gut verträglich ist. Möglicherweise löst Kardentinktur Hautausschläge aus, in seltenen Fällen Kreislaufprobleme, Herzrasen, Angstzustände oder Schüttelfrost. Zumindest bei den asiatischen Formen der Karde Dipsacus asper und D. asperoides liegen Tierversuche vor, die annehmen lassen, dass der Wurzelextrakt nicht für Schwangere geeignet ist, da die Pflanze hormonell aktiv ist und auf die Uterusmuskulatur wirkt.
Fazit: antibiotisch, antientzündlich und schützend 
Zwar liegen bisher keine aussagekräftigen Beweise für die Wirksamkeit zur Karde vor, auf Grund der Inhaltsstoffe lässt sich aber ableiten, dass die Wurzel der Karde gewisse antibiotische und antientzündliche sowie zellschützende Aktivitäten vereinen dürfte. Ob dadurch Borreliose geheilt wird, ist aus den vorhandenen Daten (noch) nicht abschätzbar. Gegen eine begleitende Anwendung zur schulmedizinischen Therapie (Antibiotika) ist bei derzeitiger Datenlage nichts einzuwenden. Dennoch ersetzt die Kardentinktur keine schulmedizinische Behandlung.

Bei chronischer Borreliose gilt die Karde allerdings als große Hoffnung im Rahmen eines naturheilkundlichen Gesamtkonzepts. Besprechen Sie diese Möglichkeit mit Ihrem behandelnden Therapeuten.



Planta Med 2008; 74 - PA226
DOI: 10.1055/s-0028-1084224


Source:

Antibacterial activities of Dipsacus sylvestris Huds. against Borrelia burgdorferi s.s. in vitro

T Liebold 1, RK Straubinger 2, HW Rauwald 1
  • 1Department for Pharmacy, Chair of Pharmaceutical Biology, Leipzig University, Johannisallee 21–23, 04103 Leipzig, Germany
  • 2Institute for Immunology, College for Veterinary Medicine, Leipzig University, An den Tierkliniken 11, 04103 Leipzig, Germany





Lyme borreliosis seems to be a new widespread disease of epidemic extent, controlled by a controversial discussed antibiotic based pharmacotherapy [1]. In actual ethnobotanical approaches herbal medicines are involved, such as treatment with hydroethanolic extracts of teasel [2], obtained from the roots of Dipsacus sylvestris Huds., Dipsacaceae, although antibacterial effects of the european teasel have not been described before. In this context, solely grapefruit seed extract was tested in vitro against Borrelia burgdorferi without any relation to therapeutical use [3].
Fresh first year roots from Dipsacus sylvestris were extracted with 70% – ethanol, ethyl acetate as well as dichloromethane. The extracts were solubilized in water – the lipophilic extracts with addition of polysorbate 80– and tested in vitro on their activity against Borrelia burgdorferi s.s. over 8 days. The hydroethanolic extract showed no inhibition of growth whereas the two less polar fractions showed significant growth inhibiting activity. Strongest inhibition was found in the ethyl acetate extract (99.7±1.0% on day 4). The influence of polysorbate 80 on the bacterial growth was examined and found to be negligible (5.6±7.6% on day 4). All extracts were characterized by TLC and CZE (Capillary Zone Electrophoresis) as well as the crude drug itself, allowing the differentiation from the Traditional Chinese Medicine drug Dipsacus asperoides Cheng. Especially CZE (λ=234nm; borate buffer 45mmol/l; pH 9.6) yields a typical fingerprint electropherogram mainly consisting of iridoids and phenolic acids.
References: 1. Berghoff, W. (2007) Deutsche Borreliose Gesellschaft e.V. Jena
2. Storl, W.D. (2007) Borreliose natuerlich heilen. AT-Verlag. Baden
3. Brorson, Ø., Brorson, S.H. (2007) Infection 35:206–208.

Samstag, 4. Juli 2015

ständig feuchte Füße sind ein lästiges Sommer-Problem

Ständig feuchte Füße sind ein lästiges Sommer-Problem


Ständig feuchte Füße sind ein lästiges Sommer-Problem, unter dem etwa 30 % der Deutschen leiden. Dabei ist vor allem der typisch „käsige" Geruch, der entsteht, wenn die Hautbakterien durch den Schweiß zersetzt werden, den Betroffenen äußerst peinlich. 

Doch Schweißfüße sind nicht nur unappetitlich, sie sind auch der ideale Nährboden für Bakterien und Pilze und häufig die Ursache für Fuß- oder Nagelpilzbefall. Daher sollten Sie das Übel unbedingt an der Wurzel packen.

So legen Sie Schweißfüße trocken


Von einem krankhaften Fußschweiß (med.: Hyperhidrosis plantaris) sprechen Ärzte erst dann, wenn die Füße pro Minute mehr als 50 ml Feuchtigkeit absondern. Mit diesen Methoden bekämpft der Hautarzt Schweißfüße:

  • Salben und Lösungen mit Aluminiumchlorid
  • Reizstromtherapie (Iontophorese)
  • Botulinumtoxin
  • Blockierung der Nervenleitung (Sympathikusblockade)


Aluminiumchlorid verengt vorübergehend die Ausgänge der Schweißdrüsen, wodurch die Schweißproduktion als körpereigene Regulation gedrosselt wird. Sie können sich eine Salbe mit dem Wirkstoff vom Arzt verschreiben lassen oder ein entsprechendes Gel selbst herstellen.
Bei der Iontophorese werden Ihre Füße etwa 20 Minuten lang in einer flachen Fußbadewanne schwachem elektrischem Gleichstrom ausgesetzt. Dabei können Sie ein leichtes Kribbeln verspüren. Um die Schweißproduktion einzudämmen, müssen Sie zu Anfang jedoch drei bis viermal pro Woche beim Hautarzt behandelt werden. 
Nach einigen Wochen reicht eine einmalige Behandlung pro Woche, die Sie jedoch dauerhaft beibehalten müssen. Um dieses zeitaufwändige Verfahren für Sie zu erleichtern, kann Ihr Arzt Ihnen bei einer krankhaften Hyperhidrosis auch ein Heimgerät verordnen. Die Kosten von ca. 500 € übernimmt dann Ihre Krankenkasse.
Aber Achtung! Wenn Sie einen Herzschrittmacher haben, dürfen Sie keine Iontophorese-Behandlung durchführen.



Die besten Anwendungen gegen feuchte Füße


Diese Anwendungen sollten Sie unbedingt ausprobieren, wenn Sie unter Fußschweiß leiden:

Trocknendes Eichenrindenfußbad: Eichenrinde enthält Gerbsäuren, die zusammenziehen auf die Schweißdrüsen wirken. Kochen Sie 20 g getrocknete Eichenrinde (aus der Apotheke) in zwei Litern Wasser auf. Lassen Sie alles so lange köcheln, bis sich sie Flüssigkeit auf die Hälfte reduziert hat. Seihen Sie den Sud ab, lassen Sie ihn auf etwa 36 C abkühlen, und baden Sie Ihre Füße 15 Minuten lang darin. Dieses Bad können Sie bei Bedarf täglich anwenden.

Schweißbremsende Aluminiumchlorid-Einreibung: Vermischen Sie 20 g Aluminiumchlorid (aus der Apotheke) mit 100 mg Aloe-vera-Gel und füllen Sie es in eine Cremedose. Reiben Sie mit dem Gel zweimal wöchentlich nach dem Fußbad Ihre Fußsohlen und die Zehenzwischenräume ein.

Geruchsbindende Apfelessig-Waschung: Mischen Sie 1 l Leitungswasser mit 100 ml Apfelessig und waschen Sie sich damit täglich einmal die Füße. Das Wasser sollte dazu nur lauwarm sein. Trocknen Sie Ihre Füße anschließend sorgfältig ab.

Feuchtigkeitsbindender Heilerde-Puder: Heilerde (aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt) kann nicht nur den Schweiß sondern auch die darin enthaltenen Toxine binden. Streuen Sie dazu einfach etwas Heilerde auf ein Wattepad und pudern Sie damit nach der morgendlichen Waschung Ihre Fußsohlen ein.



Schweißmindernde Salbei-Abwaschung: Überbrühen Sie 2 EL getrocknete Salbeiblätter (aus der Apotheke) mit 250 ml kochendem Wasser. Seihen Sie den Sud nach 10 Minuten ab, und lassen Sie ihn abkühlen. Waschen Sie Ihre Fußsohlen täglich nach dem Baden oder Duschen mit dem Salbeisud ab.