Dienstag, 11. August 2015

Dauerstress macht krank, dick und …

Auswirkung von Dauerstress 
auf den menschlichen Organismus

(Wiki: Stressreaktionen des Körpers)



Stress soll unseren Körper auf Kampf oder Flucht vorbereiten. Diese Alarmbereitschaft, welche wichtige Körperfunktionen aktiviert, war in archaischen Zeiten, wo die Menschen noch Jäger und Sammler waren und ums nackte Überleben kämpfen mussten, der Zweck. 

Ab und zu etwas Stress ist gesund für Körper und Geist. Wenn die Belastung nicht nachlässt, drohen jedoch ernsthafte gesundheitliche Schäden.


Adrenalin und Noradrenalin

Adrenalin


In einer akuten Stresssituation wird das Hormon Adrenalin von der Nebenniere ausgeschüttet und die Energieversorgung des Körpers für eine bestimmte Zeit erhöht. Adrenalin weitet die Atemwege, dadurch kann mehr Sauerstoff aufgenommen werden. Die Atmung beschleunigt sich, der Herzschlag wird schneller und der Blutdruck steigt, so dass mehr Blut durch den Körper gepumpt werden kann.

So werden Organe wie das Herz, Gehirn, Lungen und die Muskulatur angeregt, kraftvoller zu arbeiten, während andere energieverbrauchende Organtätigkeiten, wie die des Verdauungstraktes, der Haut und Extremitäten (führt z.B. zu kalten Händen) eine Weile zurückgehalten werden. 

Noradrenalin


Das ebenfalls aus der Nebenniere direkt ausgeschüttete Noradrenalin (Neurotransmitter und Hormon) sorgt für den inneren Antrieb und einen klaren Kopf. 

Es unterstützt die Entstehung von Angst bei Stress und sorgt durch die Verknüpfung von Situation mit Emotionen für eine erhöhte Aufmerksamkeit und Denkfähigkeit.



(Quelle: Wikipedia)



Cortisol


Die Adrenalin-Noradrenalin-Reaktion hat insgesamt eine kurzzeitige Wirkung. Bei anhaltendem Stress steigt die Cortisolproduktion stark an. 

Dieses Hormon hilft bei der Bewältigung von einzelnen Stresserlebnissen und sorgt dafür, dass genügend Glukose, also Zucker, bereitgestellt wird, denn Stress braucht viel Energie. 

Diese Energie wird als Kurzzeitspeicher im Inneren des Bauches angesammelt (bei einer Körperfettmessung gut ersichtlich: Mehr Informationen unter BioSignature) und war in früheren Zeiten sehr nützlich, da die Steinzeitjäger oft tagelang ohne Nahrung auf der Jagd waren. 

Dieses “Aufputschmittel” der Nebenniere hat eher eine Langzeitwirkung. Der Cortisolspiegel ist zwischen 6 und 8 Uhr morgens am höchsten und sinkt tagsüber kontinuierlich ab, bis er zwischen Mitternacht und 4 Uhr morgens die niedrigsten Werte erreicht.



(Quelle Wikipedia)


Stressfaktoren


Als Stressfaktoren werden alle inneren und äusseren Reize bezeichnet, die Stress verursachen und dadurch das betroffene Individuum zu einer Anpassungsreaktion veranlassen. Der Organismus interpretiert die auf ihn einwirkenden Reize und ihre Auswirkungen für die jeweilige Situation und bewertet sie entweder positiv oder negativ.


Positiver Stress motiviert einen Menschen und fördert die maximale Leistungsfähigkeit und Aufmerksamkeit, ohne ihm zu schaden. Man empfindet dabei Glücksmomente.


Die negativen Reize werden als unangenehm empfunden: Bedrohung, Überforderung, Existenzängste. 
Auch wird dieser Stress negativ interpretiert, wenn er häufig auftritt und keine Erholung erfolgt. 

Das führt zu einer stark erhöhten Anspannung des Körpers und auf Dauer zu erhöhter Reizbarkeit, Schlaf- und Gesundheitsstörungen.




Dauerstress macht krank, dick und …


Bei einem anhaltenden belastenden Stresszustand entsteht längerfristig ein Cortisolüberschuss und die typischen Folgen sind:

• Vermehrtes inneres Bauchfett 

Die ständige Produktion von Cortisol lässt das gefährliche innere Bauchfett anwachsen, auch wenn Sie nicht mehr futtern als sonst. Dieses Bauchwachstum beobachtet man auch, wenn Cortisol in Form des Medikamentes Cortison aus medizinischen Gründen verabreicht wird. Das Viszeralfett ist ein aktives Organ und produziert – im Gegensatz zum Fett an anderen Körperstellen – Stoffe (Entzündungen), die dem Körper nur Nachteile bringen: 

Es fördert die Entstehung der typischen Zivilisationskrankheiten wie 


  • Diabetes Typ 2, 
  • Depressionen, 
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen 
  • bis hin zu Krebs und 
  • Alzheimer. 
Das gefährliche Gewebe lagert sich zuerst zwischen den inneren Organen ab, bevor die zusätzlichen Pfunde äusserlich sichtbar werden. Deshalb bringt es auch nichts, Bauchfett absaugen zu lassen.


(Wiki: Fettleber in der Computer-Tomografie)


Begünstigt Übergewicht

Cortisol steigert den Appetit, weil die Produktion des Glückshormons Serotonin – unser natürlicher Appetitzügler – unterdrückt wird. 
Kurzfristig mag die Stressschokolade den Abbau von Zucker in der Leber und damit die Ausschüttung weiterer Stresshormone verhindern. Der hohe Blutzucker sinkt aber schnell wieder, weil Insulin ausgeschüttet wird, um die überschüssige Energie als Fett einzulagern. Sie brauchen noch mehr Süsses.

• Bluthochdruck 

Die Wirkung von Cortisol auf das Blutdruckregulationssystem der Niere kann zu Bluthochdruck führen.

Abwehrschwäche 

Cortisol ist ein Entzündungshemmer (Stichwort: Cortison) und bremst überschiessende Reaktionen des Immunsystems. Deshalb haben Menschen mit hohem Cortisolspiegel eine schwächere Immunabwehr.

Osteoporose 

Chronischer Stress blockiert ferner die Verdauung, was einerseits zu einer schlechten Nahrungsverwertung und damit langfristig zu einem Vitalstoffmangel führt. Der Organismus plündert in der Folge vermehrt lebenswichtige körpereigene Substanz in den Knochen, Zähnen und in der Muskulatur, um dem erhöhten stressbedingten Energiebedarf nachzukommen.

• Eiweissabbauend

Überdies wirkt Cortisol eiweissabbauend, denn es wandelt Eiweissbausteine im Gehirn in Zucker um und verbraucht sie. Diese fehlen dann, um aus ihnen die so wichtigen Stimmungs- und Antriebshormone herzustellen und den Stresspegel wieder auf ein angemessenes Mass abzusenken. Ein Teufelskreis beginnt.

Schlafstörungen/Müdigkeit/Burnout 

Fehlen die natürlichen Tagesschwankungen im Cortisolspiegel, kann der Körper nachts nicht mehr abschalten. Man fühlt sich tagsüber müde und schlapp. Es fehlt an Energie, Dynamik und inneren Antrieb, ausserdem hemmen Stresshormone die Produktion des Glückshormons Serotonin (wichtiger Neurotransmitter) und somit auch von Melatonin (dieses Hormon ist der Gegenspieler von Cortisol und sorgt für guten Schlaf), aber auch des Testosterons. Diese Kombination führt vielfach zu einem Burnout.

Herzinfarkt 

Anhaltender chronischer psychischer Stress, sei dieser privat, beruflich oder – am schlimmsten – beides zusammen, schädigt das zentrale Nervensystem und setzt dem Herzen zu. Unter gewissen emotionalen Bedingungen schüttet der Körper unverhältnismässig viel Adrenalin aus, der Stoffwechsel gerät ausser Kontrolle und löst einen Herzinfarkt aus.


Ganzheitliche Massnahmen gegen Stress

Wer für Stress anfällig ist, sollte darauf achten, solche Massnahmen zu ergreifen, die einerseits auf eine Vermeidung von Dauerstress zielen und anderseits direkt die Nerven nähren und schützen, um wieder in ein gesundes Stoffwechselgleichgewicht zu gelangen. Wir stellen Ihnen nachfolgend ein paar wirksame ganzheitliche Massnahmen vor:

Stress abbauen

Langfristig sollte man sein Leben so einrichten, dass belastender Stress die Ausnahme ist. Analysieren Sie Ihre Strukturen und ändern Sie nach und nach die inneren und äusseren Faktoren, die Ihnen Kraft und Energie rauben. Dies braucht natürlich etwas Zeit. Eine kurzfristig und sehr effektive Lösung, welche ähnlich wie Meditation, Yoga oder EFT wirkt und überall, ohne grossen Zeitaufwand und spezielle Kenntnisse durchgeführt werden kann, sind tägliche Atemübungen.

Für Menschen mit Einschlafproblemen sollte diese Übung jeden Abend auf der Bettkante gemacht werden: Hand auf den Bauch, ohne Anstrengung durch die Nase in den Bauch einschnaufen, dabei sollte sich die Bauchdecke nach vorne wölben. Wieder ganz normal durch den offenen Mund ausschnaufen (nie den Schnauf anhalten), dabei ist es sehr wichtig, dass die Zunge oben am Gaumen bleibt (Zungenspitze sollte leicht hinter der obersten Zahnreihe sein). Das Ganze 2 Minuten durchziehen.

Positive Aktivitäten aufbauen 

Fragen Sie sich, welche Bedürfnisse zu kurz kommen, finden Sie die Ursachen und ändern Sie, was sich ändern lässt. Denn: positive Erlebnisse (und seien sie auch so klein) haben einen grossen Einfluss auf unser Gehirn.

Dieses wertet nicht, sondern passt sich genau an das an, was wir häufig tun. Das beeinflusst auch unsere Denkrichtung oder wie einst der römische Kaiser Marc Aurel sagte: “Auf Dauer nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an”.

Bewegung und Sport


Wer sich regelmässig bewegt, baut Stresshormone ab. Versuchen Sie, so oft wie möglich zu Fuss zu gehen oder Treppen zu steigen.

Massvolle Bewegung an der frischen Luft (Vitamin D), Joggen, Radfahren oder zügiges Spazieren, Wandern, im Fitnesscenter gezielt die Muskulatur der unteren Extremitäten trainieren (vom Bauchnabel abwärts ist die grösste Muskelmasse und diese ist für die Herzgesundheit wichtig), Meditation, Yoga oder EFT als Ausgleich praktizieren, oder was immer Ihnen Spass macht (auf keinen Fall soll es zusätzlichen Stress generieren!), führt zur Ausschüttung von Glückshormonen.

Schlaf

Gehen Sie möglichst vor Mitternacht zu Bett in ein dunkles Zimmer. Nur bei vollkommener Dunkelheit produziert der Körper Melatonin, welches den Tag-Nacht-Rhythmus reguliert. Der Cortisol-Spiegel sinkt normalerweise zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens auf seinen Tiefpunkt.

In dieser Zeit kann sich der Körper erholen und die Vitamine (z.B. Vitamin D) können ihre Wirkung sehr gut entfalten.

Es ist schon länger bekannt, dass Menschen, die in Wechselschicht arbeiten viel höhere Konzentration des Stresshormons Cortisol aufweisen und als Folge davon einen höheren Blutdruck und mehr Bauchumfang haben als Mitarbeiter im normalen Tagesdienst.

Genau so wichtig ist es, alle elektronischen Geräte (Computer, Handy, TV etc.) mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen auszuschalten, da die Hintergrundbeleuchtung (blaue Strahlen) wie Tageslicht auf unser Gehirn wirkt und so die Produktion von Melatonin reduziert. Und das nicht nur bei Kindern! 


Wenn Sie nachts aufwachen, so sollten Sie sich keine Sorgen darüber machen. Der Schlaf war bis zur Erfindung des künstlichen Lichts meistens in zwei Teile unterteilt. Allerdings sollten Sie kein Licht anmachen, da die Produktion von Melatonin unterbrochen wird.

Ungesunde Ernährung reduzieren


Minimieren Sie die „schnell verdaulichen“ Kohlenhydrate (wie Getreide, Zucker, verarbeitete Produkte, evtl. auch Reis, Mais und Kartoffeln) sowie vermeiden sie alle gezuckerten und Light-Drinks. Diese treiben Ihren Insulinspiegel in die Höhe, was für einen wohligen Schlaf nicht förderlich ist. Das gleiche gilt für Kaffee im Übermass und natürlich auch Alkohol.
• Nerven-Nahrung erhöhen:

Erhöhen Sie den Anteil an natürlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln und guten Fetten (v.a. Omega-3). 


Nehmen Sie unbedingt genügend und regelmässig Eiweiss zu sich, denn die essentiellen, gehirnaktiven Aminosäuren wie Tryptophan sind unentbehrlich für die Produktion des Stimmungshormons Serotonin.

Verschiedene Aminosäuren müssen zwingend laufend von aussen zugeführt werden, weil der Körper diese nicht selber herstellen kann. Die besten Quellen sind tierischen Ursprungs, v.a. Fleisch*. Zwar enthalten auch Pflanzen Eiweisse oder deren Bausteine, doch kein vegetarisches Lebensmittel liefert diese wichtigen Substanzen in so hoher Qualität wie Fleisch. Denn Tiere sind näher mit uns verwandt als Pflanzen, die Zusammensetzung ihrer Eiweisse und Aminosäuren ähnelt der unseren stärker.

Magnesium

Magnesium ist ein ganz besonders wichtiger Mineralstoff für die Nerven- und Gehirngesundheit dank seiner stark entzündungshemmenden, krampflösenden und stressmindernden Wirkung. Zusammen mit Potassium (wie es z.B. in Avocados vorkommt) soll es zentral sein für die Herzgesundheit. Achten Sie bei Stress also auf eine optimale Versorgung mit Magnesium!

Ein neues uns sehr potentes Konzept um das Blut zu verdünnen und somit das Risiko eines Herzinfarktes zu reduzieren ist “Grounding“. (Interview mit Dr. Stephen Sinatra ist sehr empfehlenswert, v.a. ab der 29. Minute super spannend!).

Vitamin D

Vitamin D3 ist streng genommen kein Vitamin, sondern ein Hormon, das zahlreiche Prozesse im Körper steuert. Entsprechend vielfältig sind die positiven Einflüsse auf verschiedene Krankheiten und neurologische Problematiken wie Depression (z.B. Winterblues).

• Andere Mikronährstoffe:

Hinter einem gestörten Hormonstoffwechsel steht häufig ein Mangel an B-Vitaminen, aber auch Zink und Eisen. Eine gestörte Darmflora wirkt sich ebenfalls negativ auf den Stress aus, da diese das Gehirn und das Immunsystem direkt beeinflusst.

Labortest

Die Analyse einer Stuhlprobe (nicht zu verwechseln mit Darmspiegelung), ein umfänglicher Blut-, Speichel- und Urintest kann Aufschluss über vorhandene Defizite geben. Damit kann das Problem an der Wurzel gepackt werden. Alles andere ist Symptombekämpfung. 



Dienstag, 4. August 2015

Rosmarin: Kleine Blätter mit starker Wirkung



Wirkung Rosmarinus officinalis (Rosmarin)



(Quelle: Wikimedia)

Der Rosmarinstrauch ist eine sehr mild wirkende Arzneipflanze mit einem großen Anwendungsspektrum. Die Blätter enthalten ätherisches Öl und haben eine schwach bakterien- und virenhemmende Wirkung sowie einen krampflösenden Effekt.

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl (Campher, Cineol), Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harze, Flavonoide
Wirkung: Kreislauffördernd (positiv inotrop), spasmolytisch (auch auf Galle und Darm), durchblutungsfördernd, desinfizierend, belebend, tonisierend, harntreibend.
Indikationen: Überanstrengung, Schwächezustände des Kreislaufes, niedriger Blutdruck, nervöse Herzbeschw., Rheumatische Beschwerden, Gicht, Anämie, stockende Periode, Weissfluss, kalte Füsse, Verdauungsschwäche – steigert Magensaftsekretion und Appetit, Oberbauchbeschwerden
Kontraindikation / Nebenwirkungen: Vorsicht bei Schwangerschaft


Innerliche Anwendung:


Bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl oder Blähungen helfen Rosmarinblätter oder Rosmarinöl. Auch leichte Magen- und Darmkrämpfe oder Gallenstörungen lassen sich damit behandeln. Pro Tag sollten vier bis sechs Gramm Blätter als Tee oder 10 bis 20 Tropfen Öl eingenommen werden.

Äußerliche Anwendung:


Auch bei Erschöpfungszuständen und zur unterstützenden Therapie von Zerrungen, Prellungen und Verstauchungen habe sich die Heilpflanze bewährt. Und bei schlecht heilenden Wunden und Ekzemen kann sie in Umschlägen genutzt werden.

Die enthaltenen Bitterstoffe regen den Appetit und die Magensaftsekretion an, zudem wird ein leichter Einfluss auf die Bildung des Gallensaftes angenommen. Das Öl hat zusätzlich eine anregende Wirkung auf das zentrale Nervensystem und besitzt eine leicht durchblutungsfördernde Wirkung.

Äußerlich wird Rosmarin angewendet, um Muskel- und Gelenkrheuma sowie Kreislaufbeschwerden bei niedrigem Blutdruck unterstützend zu behandeln. Dafür empfiehlt sich ein 20- bis 30-minütiges Bad: Dafür werden 10 bis 15 Tropfen Öl mit einem Becher Sahne gemischt und in das 38 Grad warme Wasser gegeben. 


Romarin - Pfirsich - Eiscreme







Zubereitung



1. Sahne und Milch in einem Topf erhitzen. Topf vom Herd nehmen. Nach und nach Eigelb und 180 g Zucker unterrühren. Noch mal erhitzen, aber nicht kochen lassen. So lange rühren, bis sich eine cremige Masse bildet. Abkühlen lassen.
2. Pfirsiche häuten, halbieren, entsteinen und mit Zitronensaft, übrigem Zucker und Vanille pürieren. Rosmarin untermischen.
3. Pfirsich- mit Sahnemasse mischen, in ein gefriergeeignetes Gefäß füllen und mindestens 5 Stunden gefrieren. Ab und zu umrühren, damit sich keine Eiskristalle bilden


Zutaten für 4-6 Personen:

300 gSahne
100 mlMilch
4 ganzeEigelb (M)
190 gZucker
500 gPfirsiche
1 ELZitronensaft
1 halbeVanilleschote
1/2 TLRosmarin (fein gehackt)
8 Stück"Eis am Stiel"-Bereiter


Catuaba lat. Erythroxylon catuaba martius : kombiniert mit Arginin, Avena sativa, Yohimbe u.a.

Catuaba lat. Erythroxylon catuaba martius


(Quelle Wikimedia)



Die brasilianische Naturmedizin sieht Catuaba als ein Stimulans des Gehirns an, wobei hervorragende Wirkungen bei Nervosität, Vergeßlichkeit, Schlaflosigkeit, Unruhe und, last but not least, Potenzschwäche vielfach bezeugt sind. 

Pharmakologische Analysen ergaben den Nachweis von Phytosterolen, also sexualhormonähnlichen Bestandteilen, die man im allgemeinen für die potenzfördernde Wirkung verantwortlich macht. 

Nebenwirkungen wurden auch nach Langzeitanwendungen bisher nicht beobachtet. 

Leider gibt es bisher erst eine wissenschaftliche Untersuchung über die Wirkungen dieser Pflanze: sie datiert aus dem Jahr 1992 und beschäftigt sich mit Wirkungen von Catuaba auf Bakterien und HIV. Erstaunlicherweise ist Catuaba in der Lage das Virus zu hemmen. 

Man vermutet, daß es, so wie auch viele andere Tonika, immunstimulierend wirkt. 

Die potenzsteigernde Wirkung von Catuaba wird von erfahrenen Anwendern als ganz besonders sicher eingeschätzt - es sollte daher in einem "Potenz-Cocktail" nicht fehlen! 

Kein Mittel kann alleine für sich schon 100% aller Problemfälle erfolgreich beeinflussen. 

Kombinationspräparate haben daher bessere Chancen. Catuaba kombiniert mit Arginin, Avena sativa, Yohimbe u.a. Stoffen trägt erheblich zu einem wirkungsvollen und gut verträglichen Mix bei. 

Seine rote Farbe gab Catuaba den lateinischen Namen "Erythroxylon catuaba martius". Catuababäume sind beheimatet in den tropischen Regenwäldern Südamerikas. Nur die Rinde des Baumes wird genutzt, die, wie beim Lapachobaum, schnell wieder nachwächst. 

Dadurch wird der Regenwald ökologisch sinnvoll genutzt und nicht ausgebeutet und zerstört. Die Indianer des Jupi-Stammes entdeckten bereits vor Jahrhunderten den Catuababaum und gaben ihm den Namen, "Guter Baum". Noch heute zählt Catuaba in Brasilien, neben Lapacho, zu den beliebtesten Teesorten.

Vor allem seine belebende und stärkende Wirkung verhalfen Catuaba, den "Liebeszauber", zum bekanntesten Aphrodisiakum.

In Brasilien heisst es: Zeugt ein Mann bis zum Alter von 60 Jahren ein Kind, war er es selbst es selbst, geschieht es danach, war es Catuaba.

Der rote Farbstoff der Catuabarinde ist in Brasilien auch ein fester Bestandteil vieler erfrischender Getränke. 

Catuaba weist einen hohen Anteil an Mineralstoffen und Spurenelementen auf.

Vor allem Magnesium, Kalium und Calcium sind in beachtlichen Mengen enthalten.

Catuaba wirkt regenerierend und erfrischend und wird auch als sehr kostbarer Tee inzwischen weltweit geschätzt.

Catuaba verbessert die Durchblutung des ganzen Körpers und weckt die Lebensgeister.




Montag, 3. August 2015

Kiwi: Ein idealer Vitaminspender

Kiwi


Die Kiwi wird häufig auch als Chinesische Stachelbeere bezeichnet und trägt den lateinischen Namen Actinidia deliciosa. Der Name stammt vermutlich von der Ähnlichkeit der Schale der Kiwis mit den gleichnamigen Vögeln. Den Namen Chinesische Stachelbeere trägt die Frucht daher, weil sie ursprünglich aus China stammt. 
Die Kiwi gehört zur Pflanzenfamilie der Strahlengriffel, botanisch gesehen ist die Frucht eine Beere.

(Quelle: Wikimedia)

Beschaffenheit der Frucht


Die Schale der Kiwis, die eiförmig sind, ist braun und rau. Sie ist mit winzigen Haaren überzogen. Wird die Frucht quer durchgeschnitten, so erscheint ein weißer Mittelteil, an den sich strahlenförmig einzelne Kammern anschließen. In diesen Kammern sind die schwarzen Samen zu finden. Die Frucht selbst ist etwa so groß wie ein Hühnerei, das Fruchtfleisch ist grün.

Inhaltsstoffe


Gesundheitlich gesehen ist die Kiwi ein echter Alleskönner. Die Frucht ist reich an Magnesium, Phosphor, Kalium und Eisen. Außerdem gilt die Kiwi als Vitamin C-Bombe. Sie enthält sogar weitaus mehr Vitamin C als jede Zitrusfrucht. Das Allgemeinbefinden kann durch den täglichen Verzehr einer Kiwi verbessert werden, außerdem werden damit die Abwehrkräfte gestärkt. 
Die Frucht ist ganzjährig erhältlich und dient somit vor allem in den Wintermonaten als idealer Vitaminspender. Außerdem wirkt die Kiwi blutreinigend und harntreibend, sie hat eine entschlackende Wirkung. Nach einer Mahlzeit, die aus vielen Eiweißen bestand, ist die Kiwi eine ideale Nachspeise, da sie das Enzym Actinidin enthält, das Eiweiße spalten kann.
In der Kiwi sind des Weiteren verschiedene Fruchtsäuren enthalten, die zum Beispiel zur Anwendung auf der Haut als Maske und Feuchtigkeitsspender dienen können.


Nährwerttabelle: Kiwi (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
51

Fett


gesamt (g)
1

Kohlenhydrate


gesamt (g)
9

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
2
Kalium (K)
320
Calcium (Ca)
40
Magnesium (Mg)
25
Phosphat (P)
30
Eisen (Fe)
0,8
Zink (Zn)
0,1

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
45
Vitamin E (mg)
0,5
Vitamin B1 (mg)
0,02
Vitamin B2 (mg)
0,05
Vitamin B6 (mg)
0,02
Folsäure (µg)
20
Vitamin C (mg)
45


Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle


Kiwi in der Küche


Der Kauf von Kiwis ist nicht ganz einfach, denn häufig sind entweder völlig unreife oder stark überreife Früchte im Handel erhältlich. Wenn Kiwis überreif werden, erinnert ihr Geschmack an eine zu reife Stachelbeere. Außerdem sind weitaus weniger Vitamine enthalten. 
Die Kiwis sollten optimalerweise noch fest sein, die Schale darf nicht schrumpeln. Aufbewahrt werden kann die Frucht im Kühlschrank bis zu mehreren Wochen. Beginnen die Früchte auf Druck etwas nachzugeben, so sind sie reif und geben ihr bestes Aroma frei. 
Geschält und in Scheiben geschnitten können Kiwis kandiert werden. Sie können ebenfalls gedörrt oder in Alkohol eingelegt werden, sie vertragen aber auch das Einfrieren und das Einmachen zu Kompott. 
Für ein festliches Essen kann als Zwischengang das Kiwi-Sorbet gereicht werden, bei dem die Frucht püriert und gefroren wird, anschließend erfolgt das Auffüllen mit Sekt.
In der Regel werden die Früchte aber pur verzehrt. Sie werden dafür einfach halbiert und mit dem Löffel ausgegessen. Auch für Obstsalate sind Kiwis hervorragend geeignet. Sie werden für Cremes und Konfitüren verwendet, aber auch für Kuchen und Desserts. 
Kiwis können weiterhin zu pikanten Fleischgerichten gereicht werden, sie passen ausgezeichnet zu hellen Fleischsorten. Wer die Kiwi nicht als Hauptzutat verwenden möchte, der kann sie auch dekorativ einsetzen, denn die Scheiben sehen mit ihren Kernen sehr hübsch aus.

Geschichte


Die Kiwi startete ihren Siegeszug im 20. Jahrhundert und verbreitete sich von da an rasch um die ganze Welt. In ihrem Heimatland, in China, wurde sie aber schon vor rund 1000 Jahren als Kulturpflanze genutzt. Das Jangtse-Tal wird als Herkunftsort der Kiwi gesehen. Im 19. Jahrhundert wurde sie erstmals von den Europäern wahrgenommen. Um 1900 gelangte sie nach Europa, Neuseeland und in die USA. Das Jahr 1906 wird als das Jahr angesehen, in dem die Kiwi erstmals aus Samen in Neuseeland gezüchtet wurde. Aber erst 1910 trugen die Pflanzen die ersten Früchte, die auch geerntet werden konnten. Bis heute gelten diese Tals Grundstock für die Anpflanzungen in Neuseeland. Das Land ist inzwischen das Haupterzeugerland für Kiwis.


Weitere Informationen zur Kiwi


Die Hauptanbaugebiete der Kiwis liegen zwischen dem 35. und 40. Breitengrad. Doch auch Hobbygärtner können Kiwis anbauen. 
Es gibt Sorten, die Frost aushalten, die Früchte sind aber etwas kleiner als die normal im Handel erhältlichen Kiwis aus Neuseeland oder ähnlichen Anbaugebieten.
Wer Kiwis in der Küche verwendet, sollte beachten, dass das Enzym Actinidin in der Frucht verhindert, dass Gelatine fest wird, was besonders beim Backen von Kuchen zu beachten ist.
Übrigens: Viele Menschen reagieren mit Hautproblemen auf den hohen Vitamin C Gehalt der Früchte. Hier sollte der Konsum nicht täglich erfolgen.

Quelle


Lehari, Gabriele. 2002. Ulmers grosses Obst und Gemüse Buch: Sorten, Anbau, Rezepte. Stuttgart: Eugen Ulmer GmbH & Co.

Kiwi-Melissen-Sorbet in Prosecco

Zutaten
Für 2 Personen
50 g           Zucker
1 12 dl       Wasser
3                Kiwis
1                Bio-Zitrone, abgeriebene
       Schale und Saft 13 Bund Zitronenmelisse
2 dl            Prosecco Superiore DOCG
Carpenè Malvolti
  • Zucker und Wasser in Pfännchen auf­kochen, auf die Hälfte einköcheln, auskühlen. Kiwis in Stücke schneiden.
  • Zuckerlösung mit Kiwis, Zitronenschale und -saft sowie Melisse in hohes Gefäss geben, fein pürieren. Masse in Schale oder Schüssel füllen, ca. 3 Std. gefrieren, während des Gefrierens 3 – 4 Mal durch­rühren.
  • Prosecco in Gläser füllen, vom Sorbet Kugeln abstechen, in die Gläser geben, sofort servieren.