Sonntag, 6. September 2015

Maulbeerbäume: Eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit




Maulbeerbäume und ihre Früchte 



(Quelle: Wiki)

Geschichte


Maulbeeren gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit.

Der beeindruckende Baum hat einen festen Platz in den Geschichten und Mythen der alt-orientalischen Völker. Maulbeeren verhießen Reichtum und Wohlstand. Die alten Griechen verehrten die Früchte als Nahrung der Götter, die Römer den Baum als Sitz der Weisheit, sie verbreiteten den Baum in alle Provinzen, also auch in den deutschen Raum. 


Der Maulbeersaft ist in der Bibel bei 1. Makk. 6,34 erwähnt, er sollte die syrischen Kriegselefanten erregen! In China wird die Weiße Maulbeere seit 4500 Jahren als Futterpflanze für die Seidenraupenzucht angebaut. Im 18. Jahrhundert wurde in Frankreich und Preußen die Seidenproduktion versucht und zu diesem Zweck Weiße Maulbeerbäume angepflanzt, und in den 30igern nochmals für die Herstellung von Fallschirmseide. 


In historischen Gartenanlagen, Alleen, Friedhöfen, Pfarr- und Schulgärten und in einigen bäuerlichen Gärten kann man noch alte Exemplare von Weißen und Schwarzen Maulbeerbäumen finden.


Botanisches


Botanisch gehört die Maulbeere mit Feigen und Gummibäumen zu den Maulbeergewächsen, den Moraceaen. Die Bäume sind meist zweihäusig, jedoch hat man durch Zuchtauslesen zumeist weibliche Pflanzen selektiert, diese tragen reichlich Früchte, die jedoch taub sind. Es handelt sich bei der Frucht um eine brombeerähnliche Scheinfrucht. Der Baum kann sehr alt und mächtig werden, sein Holz ist gelblich und sehr hart. Früher beliebt für Fußböden, Möbel, Hockeyschlägern (in England).

Maulbeeren werden bei uns stattliche, eher breite Sträucher oder Bäume von 5 bis 15 m Höhe mit einer leuchtend goldgelben Herbstfärbung.

Arten und Sorten:

In den wärmeren Regionen unseres Kontinents, Weinklima, kann die Maulbeere gut kultiviert werden.

Es gibt insgesamt 30 verschiedene Arten, von denen bei uns drei zu den Wichtigsten zählen: Weiße Maulbeere aus China (Morus alba), Schwarze Maulbeere aus Persien (Morus nigra), Rote Maulbeere, Nordamerika (Morus rubra L.). 

(Quelle: Wiki)


Die Schwarze Maulbeere unterscheidet sich von der weißen Art durch ihre Blätter, die oberseits rauh und unterseits flaumig sind. Besonders die Blätter der Weißen Maulbeere sind vielgestaltig: Linden- bis Feigenblatt ähnlich. Schwarze Maulbeerbäume entfalten die Knospen erst wenn keine Frostgefahr mehr besteht, daher galten sie bei den Römern als weise Bäume. Es gibt auch etliche Auslesen der Schwarzen Maulbeere 'Wellington', 'Black Tabor' und Fruchtsorten der Kreuzungen von Weißen x Roten Maulbeere wie rosea, 'Collier', etc.



(Quelle: Wiki)


Frucht:

Bei allen Maulbeerbäumen wachsen die Blätter und Beeren gleichzeitig ab April am Zweig.

Erst mit der Reife, Juli bis August bildet sich auch die Fruchtfarbe aus. Die Früchte fallen in der Reife ab, und müssen dann sofort gesammelt und verarbeitet, bzw. verzehrt werden, die Ernte fällt reich und regelmäßig aus. Die Früchte haben eine enorme Farbkraft, deshalb bei der Ernte alte Kleidung und Handschuhe tragen. Die Bezeichnung „Schwarze“ und „Weiße Maulbeeren“ hat nichts ihrer Fruchtfärbung zu tun. Reif sind sie weich, süß, saftig, rot bis dunkelviolett, mit angenehmen Duft. Da sich die köstlichen und heilsamen Früchte aufgrund ihrer hohen Empfindlichkeit und hohen Verderblichkeit nur schlecht transportieren lassen, werden sie in Deutschland auf dem Markt i. d. R. nicht frisch angeboten.

Die in Asien und Nordamerika beheimateten Früchte stehen uns meist nur in konservierter oder getrockneter Form oder zu Saft und Sirup verarbeitet, zur Verfügung.

Die Früchte der Schwarzen Maulbeere sind süßsäuerlich, dafür aber aromatisch und auch größer als die der weißen Maulbeere. Man kann sie roh und getrocknet genießen, zu Mus, Gelee, Marmelade bereiten. Die Früchte der Weißen Maulbeerbäume sind kleiner, hell und sehr süß, sie werden gern wie Rosinen verwendet.

Als die Hühner noch in den Obstgärten laufen durften, waren häufig auch Maulbeeren gepflanzt, damit sie besonders schöne Eier mit goldgelbem Dotter legen.


Medizinische Wirkung der Maulbeeren


Die Maulbeeren enthalten wichtige Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Kalium und zahlreiche Vitamine, auch das wertvolle B3.

Dem Blatt -Tee, Saft und dem Sirup wird seit der Antike bis zu Hildegard von Bingen, heilende und gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. In der Volksheilkunde gelten sie als wichtig für die Leber, die sie vor Entzündungen schützen sollen. Auch bei Fieber, Husten, Halsschmerzen werden Maulbeeren wegen ihrer schleimlösenden Wirkung geschätzt.

Tee aus Trockenfrüchten heilt Entzündungen der Mundhöhle. Saft und Kompott helfen bei Fieber und Verdauungsstörungen, sie stärken Herz und Gefäßsystem. Reiner Saft mindert Schleimhaut-Entzündungen in Hals- und Mundraum, wirkt aber auch schweißtreibend.

In der Literatur ist die Rede von: Schutz der Blutgefäße und Vorbeugung von Schlaganfällen und Infarkten, Hautschutz, Zellschutz vor freien Radikalen. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin ist diese Frucht von Bedeutung.

Gesundheitliche Wirkung von Maulbeerbaumblättern



In der chinesischen Volksmedizin wurde aus Maulbeerblättern Tee gebrüht, welcher eingesetzt wurde gegen Fieber und Erkältungen, aber auch um die jugendliche Haut und die schwarzen Haare zu bewahren.

Während Jahrhunderten wurden die Maulbeerblätter vorwiegend als Futter für die Seidenraupen verwendet, die praktisch nichts anderes fressen. Solange es noch keine Kunstfasern gab und Seide zu den edelsten Textilien gehörte, gab es auch grosse Maulbeerplantagen in Italien, die aber ihre Bedeutung längst verloren haben und beinahe verschwunden sind.

Erst die wissenschaftliche Forschung über die Heilwirkungen von Maulbeerblättern, die vor allem in Japan stattfindet, hat dieser Pflanze wieder die Aufmerksamkeit der Medizin geschenkt. Die FAO (Food and Agricultural Organisation der UNO) hat 1990 Maulbeerblätter als ideale Nahrung für Kühe und andere Wiederkäuer bezeichnet.


Inhaltsstoffe der Maulbeerblätter


Maulbeerblätter enthalten 15 – 25 % Protein, was für eine Pflanze ein sehr hoher Anteil ist. Der Reichtum an Vitalstoffen sieht im Vergleich zu Grüntee wie folgt aus: (bezogen auf 100 g getrocknete Blätter)

Stoff
Maulbeerblätter
Grüntee
Kalzium
Eisen
Natrium
Kalium
2700 mg
44 mg
3,4 mg
3100 mg
440 mg
20 mg
3 mg
2200 mg
Karotin
Vitamin A
Vitamin B1
Vitamin B2
Vitamin B3
Vitamin C
7,4 mg
4200 IU
0,6 mg
1,4 mg
4,0 mg
32 mg
13 mg
7200 IU
0,4 mg
1,4 mg
4,0 mg
250 mg
Fasern
Nicht wasserlöslich
Wasserlöslich
53 g
45 g
7 g
11 g

Auffällig ist der hohe Gehalt an Kalzium (6-mal mehr als Grüntee) und der doppelte Gehalt an Eisen. Wichtig sind auch folgende Spurenelemente:
Zink, Kupfer, Bor, Mangan, Fluor und Phosphor.


Welcher Inhaltsstoff hat eine Gesundheitswirkung?


Doch alleine wegen der Vitamine, Mineralien und Spurenelemente wären Maulbeerblätter nicht von besonderem Interesse. Viel wichtiger ist der Gehalt an Aminosäuren, Sacchariden und sekundären Pflanzenstoffen. In Maulbeerblättern kommen nämlich 17 verschiedene Aminosäuren vor (Bausteine der Eiweisse), besonders Asparagin- und Glutaminsäure.

Unter den Sacchariden (Zuckerstoffen) ragen Sucrose, Frucrose, Fructose und Glucose heraus.

Verschiedene Heilwirkungen gehen von den Flavonen aus (Rutin, Isoquercetin, Karotin u.a., insgesamt 3,3 g pro 100 g). Das absolut Spektakuläre an Maulbeerblättern ist jedoch ein Alkaloid namens

1-Deoxynojirimycin (DNJ).Dieses hat eine nachgewiesene Wirkung bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und ist ein Stoff, der in keiner andern Pflanze der Welt sonst noch vorkommt.

Wirkungsmechanismus gegen hohen Blutzucker


DNJ als sekundärer Pflanzenstoff hat eine dreifache Wirkung gegen Diabetes mellitus Typ 2, früher auch Altersdiabetes genannt:
  1. Im oberen Dünndarm kommt ein Enzym vor namens „Alpha-Glucosidase“, welches Mehrfachzucker (Disaccharide und Polysaccharide) aufspaltet, damit sie durch den Darm ins Blut gelangen können. DNJ blockiert dieses Enzym, die Zucker werden nicht aufgespalten und damit viel weniger resorbiert, was zu einem tieferen Blutzuckerspiegel kurz nach dem Essen führt (postprandiale Hyperglykämie ist geringer).
  2. DNJ verhindert die Bindung von Glucosemolekülen an das Hämoglobin. Es wird darum weniger Glucose im Blut  transportiert, was in vielen Fällen die Spätkomplikationen von Diabetes reduziert.
  3. DNJ hat die Fähigkeit, die insulinbildenden Langerhans‘schen Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse zu reparieren. Es wird danach wieder vermehrt natürliches Insulin gebildet, was die Blutzuckerverwertung im Körper steigert.
  4. Nebst DNJ enthalten Maulbeerblätter auch viel Glutaminsäure, welche im Körper in Gamma-Amino-Buttersäure (GABA) verwandelt wird. Diabetiker haben einen erhöhten Spiegel an Glucagon, das die Aufgabe hat, den Blutzucker zu erhöhen und folglich als Gegenspieler zum Insulin zu funktionieren. GABA hemmt das Glucagon, und als Folge davon auch den Blutzucker.

Maulbeerbaum und Diabetes


Maulbeerblätter können also wegen DNJ und GABA als natürliches Mittel gegen Diabetes eingesetzt werden. In einer Vergleichsstudie mit dem Diabetes-Medikament Glibenclamid (z.B. Daonil, Glibenorm) haben 3 Gramm Maulbeerblätter pro Tag den Blutzucker stärker gesenkt als das Medikament.
Neben dieser Hauptwirkung zur Behandlung von hohem Blutzucker sind noch weitere Wirkungen beschrieben. Maulbeerblätter senken den Cholesterinspiegel, indem sie die Resorption von Cholesterin aus dem Darm behindern. LDL-Cholesterin und Triglyceride werden gesenkt, das „gute“ HDL-Cholesterin dagegen erhöht.

Maulbeerbaum und Blutdruck


Weitere Wirkungen sind Senkung des Blutdrucks (ca. 10%) und eine entwässernde (diuretische) Wirkung. Dabei wird nicht nur vermehrt Wasser über die Nieren ausgeschieden, sondern auch überschüssiges Wasser aus den Zellen entfernt.
Schliesslich sind auch noch die „historischen“ Wirkungen zu erwähnen, die schon den alten Chinesen bekannt waren, nämlich als Hustenmittel, gegen Fieber und bei Husten mit Auswurf. Nur vermutet, aber nicht nachgewiesen, sind noch positive Wirkungen auf Magen, Darm und Leber.
Ebenfalls scheint eine gewisse Wirkung gegen Krebs gegeben durch den Gehalt an Katechinen und Tanninen. Diese Polyphenole kommen aber auch in vielen andern Pflanzen vor und sind bekannt als Radikalfänger, was anticancerogene Substanzen sind. Maulbeerblätter stehen deshalb bei dieser Indikation nicht im Vordergrund.
Maulbeerblätter in Kapseln müssen speziell bei Fachpersonen bezogen werden, da diese nicht öffentlich zum Verkauf zugelassen sind.

 

Bei folgenden Krankheiten können Maulbeerblätter eingesetzt werden:

  • Diabetes mellitus Typ2
  • Hypertonie
  • Hyperlipidämien
  • Hohes Cholestrin
  • Arteriosklerose
  • Oedeme
  • Karies


Getrocknete Maulbeeren


kommen meist aus dem Iran und der Türkei. Die Beeren trocknen z. T. am Baum und werden mit den vollreifen Beeren in ausgelegte Tücher geschüttelt und sonnengetrocknet. Die weiße Maulbeere ist die süßeste Wildfrucht überhaupt. Sie schmecken sehr fein und süß - die grünen leicht nach Honig, die schwarzen etwas herber. Nicht nur Kinder lieben die kleinen, süßen Früchte: Ideal als Snack nebenbei, wie Rosinen in Süßspeisen, Joghurt und Müsli, anstelle von Zucker, zum Tee! Sie sind ein wahrer Hochgenuss und gut bekömmlich.

Von Kurdischen Frauen wird ein leckerer Dicksaft "Pekmez" und eine Art Fruchtgummi mit Nüssen, "Pestil", für lange Winterabende hergestellt. Der dunkelbraune eingedickte Maulbeersaft ist im Orient ein sehr beliebter Brotaufstrich und gilt energiereicher als Honig. Er ist süß, mit einem Geschmack, der an kandierte Früchte erinnert, mit einer leichten Schärfe. Erkrankte und geschwächte Kinder und Senioren werden mit "Pekmez", schnell wieder gestärkt.


Rezepte


Maulbeer – Joghurt

Eine schnelle, köstliche Nachspeise, auch zuckerfrei möglich. Die schwarzen Maulbeeren (frisch oder tiefgefroren) waschen, in eine Schüssel geben. Rahm und Buttermilch dazugeben, umrühren und nach Geschmack süßen. Eine schnelle und erfrischende Nachspeise. 


Feine Sauce aus schwarzen Maulbeeren


1 kg reife schw. Früchte, 600 g Zucker, 4 EL Zitronensaft, Kirschwasser oder Maulbeerlikör:

Früchte waschen, mit Zucker aufkochen, durch ein Sieb streichen, mit Zitronensaft und Kirschwasser abschmecken und abkühlen lassen. Mit Puderzucker überstäuben, mit Minzblättchen verzieren – zu Eis, Parfait, süßem Reis oder Griespudding reichen.

(Oder noch heiß in Gläser füllen, verschließen, auf den Kopf stellen, abkühlen lassen.).


Maulbeer – Creme

500g schwarze Maulbeeren, 200 g Sahnequark, 200g Sahnejoghurt, 4 EL Honig, 2 Eier,


1 Glas weißer Rum, Saft einer halben Zitrone: Maulbeeren durch ein Sieb streichen, mit Sahnequark, Sahnejoghurt, Honig, frischem Eigelb, Rum, einer halben Zitronensaft schaumig rühren, den steifen Eischnee (und steife Sahne) unterheben, eisgekühlt mit frischen Maulbeeren, kleinen Makronen und Walnußkernen verziert servieren.


Kompott von Maulbeeren nach Henriette Davidis 1875


250 g Zucker, 1/2 Liter Weißwein (oder 1/8 Weißwein mit 3/8 L Wasser) und abgeriebener Natur-Zitronenschale zum Kochen bringen bis sich der Zucker gelöst hat, 500 g frische schwarzen Früchte kurz darin aufkochen lassen, bis sie weich geworden sind. Beeren mit dem Schaumlöffel herausheben, den Saft sirupähnlich einkochen, abgekühlt über die Früchte gießen. Kompott kühl stellen! 


Maulbeer Gelatine
8 Blatt Gelatine einweichen, ausdrücken und in 50 ml erwärmten Zitronensaft auflösen. 500g Maulbeeren durch ein Sieb streichen, Fruchtmus mit 50 ml Cassis - Likör und dem Zitronensaft mischen und die Gelatine in eine mit Wasser ausgespülte Puddingform geben. Mit Sahne servieren. 


Marmelade aus weißen Maulbeeren
500 g weiße Maulbeeren, reif aber nicht zu weich, waschen und portionsweise durch ein Sieb streichen. In hohem Topf mit 250g Gelierzucker bedecken, zum Kochen bringen, 3 Minuten sprudelnd kochen, 2 EL Limettensaft unterrühren. Sofort in heiß gespülte Gläser füllen und verschließen.

Bohle mit Maulbeeren

250 g schwarze Maulbeeren in einer Schüssel halbieren, damit der Saft austritt, aber man die Früchte noch „beißen“ kann. Mit 1/16 Liter gebranntem Schnaps und 3 Esslöffel Zucker zirka 2-3 Stunden ansetzen. Dann 1/4 Liter Wein hinzugeben und mit 1/4 Liter Sekt und 1/8 Liter Sprudelwasser aufgießen. 


Maulbeeressig


250 g reife, nicht zu weiche Früchte in eine saubere Flasche geben, mit 3/4 l gutem Weinessig auffüllen. Die Flasche verschließen und solange bei Zimmertemperatur stehen lassen bis der Essig eine schöne rosarote Farbe

angenommen hat. Gelegentlich kurz schütteln. Nach 4-6 Wochen durchseihen, in Flaschen füllen und den fertigen Essig an einen dunklen Ort stellen.


Maultaschen mit Maulbeeren

Teig für vier Personen: 400 Gramm Mehl, ein Ei, ein Glas Wasser, Salz. Nudelteig herstellen, in fünf Laibchen teilen und eine Stunde ruhen lassen.

Füllung: 600 Gramm frische Maulbeeren, ein Eigelb, 200 Gramm Zucker, Semmelbrösel.

Früchte reinigen, mit Zucker vermischen. Teig ausrollen und mit einem Glas Küchlein ausstechen. Maulbeeren in die Mitte legen, die Ränder mit Eigelb einstreichen und zusammen drücken.

Tipp: Die fertigen Maultaschen vor dem Kochen 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, dann bleiben sie besser zu. Maultaschen ins kochende Wasser geben, warten, bis sie aufschwimmen, zehn Minuten ziehen lassen, mit dem Schaumlöffel vorsichtig herausnehmen. Auf eine Platte geben und mit gerösteten Semmelbröseln bestreuen. Mit saurer Sahne oder Schmand servieren. 


Konfekt aus Maulbeeren


kann man aus einer Masse getrockneter Maulbeeren, eingedicktem Maulbeersaft und gehackten Walnüssen zusammenkneten. Zum Schluss fein gehackte Pistazien darüber streuen.


Die Indianer Amerikas backen mit getrockneten, gemahlenen Maulbeeren (Morus rubra) eine Art Fladenbrot, ähnlich wie Maisbrot, ein Teil des Mehles wird durch Maulbeermehl ersetzt.

Auch kann man das Mehl in Süßspeisen, z. B. Quarksüßspeisen, oder Milchreis verwenden.


Quellen und empfehlenswerte Literatur:



Maulbeerbäume werden in *Ovids Metamorphosen einmal und in der *Bibel achtmal erwähnt. *Maulbeeren - Zwischen Glaube und Hoffnung, Reihe: Potsdamer Pomologische Geschichten, Heilmeyer, Marina; Seiler, Michael, Vacat, 1. Aufl. 2006, geb., 103 Seiten, zahlr. Abb.
*Seltenes Kern-, Stein- und Beerenobst, 1989, Friedrich/ Schuricht, *Henriette Davidis Kochbuch


Dienstag, 1. September 2015

Alpha-Liponsäure: Elementare Bedeutung für den Stoffwechsel

Alpha-Liponsäure (Liponsäure, Thioctsäure, Thioctacid)


Alpha-Liponsäure ist eine körpereigene, vitaminähnliche Substanz, die bereits in den 1950er Jahren aus Lebergeweben isoliert und in ihren Eigenschaften und Funktionen beschrieben wurde. Sie erhielt ihren Namen wegen der Verwandtschaft mit Fettsäuren. 
Als hervorragender Radikalenfänger wird sie häufig als „Universal-Antioxidans“ tituliert. 

Während andere körpereigene Antioxidantien spezielle Aufgaben erfüllen, ist die Liponsäure sowohl fett- als auch wasserlöslich, womit sie die Aktivität anderer Antioxidantien im Körper verstärken oder auch für sie einspringen kann, wenn die Depots anderer Antioxidantien aufgebraucht sind. 

Sie hat die Fähigkeit, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und kann dadurch helfen, die negativen Auswirkungen eines Gehirnschlags wieder rückgängig zu machen und dort Schwermetallablagerungen zu reduzieren. Zudem leistet sie einen Beitrag zur Normalisierung der Blutzuckerwerte und vermag damit ernsten Komplikationen von Diabetes vorzubeugen.

Alpha-Liponsäure ist neben Vitamin B1 und Niacin für den Kohlenhydrat-, Fett- und Energie-Stoffwechsel von elementarer Bedeutung.

Mit dem Alter nimmt die körpereigene Produktion der Liponsäure ab, während ihr Bedarf steigt.






Alpha-Liponsäure - Die wichtigsten Vorzüge im Überblick


Alpha Liponsäure wurde 1951 entdeckt, als Wissenschaftler erkannten, dass diese eine zentrale Rolle in der Umwandlung der Nahrung in Energie innerhalb unserer Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) spielt. 

Nach und nach legten Forschungen weitere Vorzüge der Alpha-Liponsäure an den Tag, herauskristallisiert haben sich vor allem drei Eigenschaften, die die Alpha-Liponsäure in Perfektion beherrscht:


  • Schutz vor freien Radikalen (vor Zellalterung und Zellzerstörung)
  • Entgiftung von Schwermetallen, Radioaktivität und Toxinen, die sich häufig durch Haarausfall manifestieren.
  • Energieumwandler



Welche Funktionen erfüllt Alpha-Liponsäure im Körper?

Antioxidans: 

Durch ihre fettsäureähnliche Struktur kann die Liponsäure sowohl in den Membranen als auch in den Körperflüssigkeiten ( Blut, Zellen, Extrazellulärraum) wirken. Sie vermittelt zwischen Vitamin E in den Membranen und Vitamin C in den Flüssigkeiten.


Schwermetallentgiftung: 


Die Liponsäure kann Komplexbindungen mit Metallen wie Quecksilber, Blei, Cadmium, Arsen, Kupfer, Zink, Mangan und Eisen eingehen. Auf diese Weise mobilisiert sie Metalle aus Membranen und Geweben und kann den Körper schonend entgiften. Man hat festgestellt, dass sie die Schwermetall-Ausscheidung im Urin erhöht und die Leberfunktionswerte verbessert sowie die Leberentgiftung vorantreibt. 

Besonders bei der Kupferspeicherkrankheit Morbus Wilson steigert Liponsäure die Kupferausscheidung.

Coenzym-Funktion: 


Bei der Fettsäuresynthese kann Liponsäure das Coenzym A teilweise ersetzen und es wirkt als Cofaktor für verschiedene Enzyme.


Alpha-Liponsäure als Regenerator der anderen Antioxidantien:



Als würde die Rolle des "Maestros" innerhalb des Orchesters nicht reichen, betätigt sich Alpha-Liponsäure zusätzlich noch als "Coach" innerhalb des "antioxidativen Orchesters" und sorgt dafür, dass den anderen Mitspielern nicht die Puste ausgeht! 


Wie bereits geschildert, verfügen einige der Antioxidantien innerhalb des "antioxidativen Orchesters" über die wichtige Fähigkeit, anderen Antioxidantien ihre Kraft zurückzugeben, die im Kampf gegen freie Radikale verloren geht. 
Hier bringt es aber Alpha-Liponsäure wie kein anderes Antioxidans zur Spitzenleistung, in dem sie die anderen Antioxidantien wieder regeneriert! 

Dem Verlust von Vitamin C konnte dabei in Studien über die Einnahme von Alpha-Liponsäure vorgebeugt werden. Und auch dem Verlust von Vitamin E durch Oxidation konnte im Laborversuch unter Zugabe von Alpha-Liponsäure entgegen gewirkt werden. 

So unterstützt Vitamin C u.a. unser Immunsystem, schützt vor Erkältung und viralen Erkrankungen, ist am Kollagenaufbau beteiligt und schützt unsere Blutgefäße. Vitamin E stellt eines der wichtigsten Vitamine für unser Leben dar, neben der Funktion als Antioxidans ist es für die Membran-Bestandteile der Zelle unentbehrlich, schützt die Zellmembranen, ist für die Reparatur.

Alpha-Liponsäure als Schutz vor freien Radikalen


Freie Radikale sind nicht nur für das Altern zuständig, sondern auch für sehr viele, teilweise tödliche Erkankungen, darunter Arteriosklerose, Herzkreislauferkrankungen, Schlaganfall, Krebs Arthritis, Diabetes, Alzheimer, Atemwegserkrankungen, Blutgefäßerkrankungen, Mukoviszidose, Entzündungen, Hepatitis uva.

Alpha-Liponsäure versteht es wie kaum ein anderes Antioxidans uns gegen diese zerstörerischen freien Radikale (Oxidanten) zu beschützen und zeichnet sich innerhalb dieser Aufgabe wiederum durch drei einzigartige Fähigkeiten aus:

Unser Körper besteht aus wässerigen und fettigen Gewebeformen. Im Gegensatz zu den anderen Antioxidantien (das Vitamin C beispielsweise ist wasserlöslich und fungiert lediglich als Beschützer der wässerigen Gewebeformen, das Vitamin E ist dagegen fettlöslich und schützt die fettigen Gewebearten im Körper), vermag die Alpha-Liponsäure sowohl wässerige als auch fettige Gewebe unseres Körpers zu durchdringen und vor gefrässigen freien Radikalen zu beschützen. Somit beschützt sie alle Gewebeformen unseres Körpers, weswegen sie auch oft als "universelles Antioxidans" bezeichnet wird!

Hier kann die Alpha-Liponsäure im Gegensatz zu den meisten anderen Antioxidantien aufgrund ihrer geringen Molekulargröße sogar die Blut-Hirnschranke passieren und unsere Hirnzellen beschützen (siehe auch unter "Wirkung" die Studie zur Erhöhten Intelligenz durch Alpha-Liponsäure!)

Desweiteren vermag die Alpha-Liponsäure (ALA) andere Antioxidantien zu regenerieren, damit diesen die Energie im Kampf gegen die freien Radikale nicht ausgeht!




Alpha-Liponsäure entgiftet Schwermetalle und wirkt radioaktiven Strahlen entgegen


Alpha-Liponsäure gegen Radioaktivität: In Studien konnte die Alpha-Liponsäure Schwermetalle wie Amalgam aus dem Körper leiten und der Radioaktivität entgegenwirken, wie Versuche in Tschernobyl an verstrahlten Kindern eindrucksvoll belegen konnten!


Alpha-Liponsäure zur Entgiftung von Schwermetallen: Zu den weiteren Talenten von Alpha-Liponsäure gehört auch die Entgiftungsfunktion, die an dieser Stelle angesichts unserer Belastung durch die Umwelt nicht unerwähnt bleiben darf! 


So wird Alpha-Liponsäure bereits seit einem halben Jahrundert zu Entgiftungszwecken therapeutisch eingesetzt. Studien konnten nachweisen, dass Alpha-Liponsäure bei einer Schwermetallvergiftung zur Verbesserung der Symptome führt, einschließlich einer erhöhten Ausscheidung von Schwermetallen über die Nieren und gleichzeitiger Verbesserung von Leberfunktionswerten.

Quecksilber-Entgiftung durch Alpha-Liponsäure: 


Der im letzten Jahrhundert breitflächige Einsatz von Amalgam als Zahnfüllung bei Millionen von Menschen dürfte auch in vielen weiteren Jahren schleichend Opfer nachsich ziehen! Die Langzeitauswirkungen von diesem unfreiwillig in unserem Körper eingelagerten Schwermetall, das man über Jahre oder Jahrzehnte über die Mundschleimheit direkt in unserem Organismus aufgenommen hat, ist bis zum heutigen Tag unvorhersehbar, dafür aber verheerend!


Alpha-Liponsäure als Energieumwandler


Die Alpha-Liponsäure spielt eine zentrale Rolle in der Energieumwandlung von Nahrungszucker in Energie innerhalb der Mitochondrien. Hier agiert die Alpha-Liponsäure als Coenzym bei zahlreichen energieuwandelnden Enzymkomplexen und versteht Nahrungszucker (und Nahrungsfette) in Energie umzuwandeln, eine Eigenschaft, die besonders für Diabetiker, Abnehmwillige und Sportler sehr interessant sein sollte! Für den Diabetiker ergibt sich daraus eine insulinsparende Wirkung, der Abnehmwillige speichert weniger Zucker in Form von Körperfett und der Sportler verfügt schlicht über mehr Kraft! 


Alpha-Liponsäure ist dabei eine körpereigene Chemikalie, die durch die Mitochondrien in ein wirkungsvolles Antioxidans umgewandelt werden, sofern genügend Liponsäure im Körper vorhanden ist. Die Versorgung mit Liponsäure muss dabei regelmäßig erfolgen, da die Mitochondrien nur alle 10 Tage im Körper wiederhergestellt werden. Der Körper vermag Alpha-Liponsäure zwar herzustellen, jedoch in unzureichend geringen Mengen.

Erhöhter Bedarf bei:


Diabetes, Grauem Star, Schwermetallbelastung, Alzheimer, AIDS, Arteriosklerose, Lebererkrankungen, Krebs ...


Sicherheit und Nebenwirkungen von Alpha-Liponsäure


Selbst in höheren Dosierungen konnten in den 30 Jahren Anwendung von Alpha-Liponsäure keine gravierenden Nebenwirkungen beobachtet werden, Alpha-Liponsäure gilt daher als sicher. Das Team um Prof. Dan Ziegler beobachtete erst bei höheren Dosierungen von über 600mg Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Schwindelgefühle, die jedoch bei einer Gabe von maximal 600 mg täglich nicht mehr auftraten.


Vorkommen in der Nahrung


Alpha-Liponsäure befindet sich in den meisten Lebensmitteln, allerdings nur spurenweise. Höhere Konzentrationen von Alpha-Liponsäure finden sich in Fleisch, vor allem in rotem Fleisch und besonders in Leber, Herz und Nieren. Aber auch einige Gemüsesorten, wie Spinat, Brokkoli oder Tomaten beinhalten spurenweise Alpha-Liponsäure!


Wissenschaftliche Studien

Studie zur Vorbeugung von Abbau von Vitamin C und Vitamin E durch Alpha-Liponsäure nach Packer, Sosin und Jacobs

Im Kampf gegen freie Radikale verlieren die Radikalfänger (Antioxidantien) ihre Energie und fehlen dann unserem Organismus, um diesen zu beschützen. Wie wohl kaum ein anderes

Antioxidans, zeigte Alpha-Liponsäure bemerkenswerte regenerative (schützende) Wirkung bei den äußerst wichtigen Vitaminen Vitamin C und E, die nicht nur als Antioxidantien fungieren, sondern viele zahlreiche andere wichtige Funktionen im Körper erfüllen!


Studie zur Entgiftung von Schwermetallen nach Burgstein 2000

In seinen Versuchen konnte Burgstein 2000 beweisen, dass Alpha-Liponsäure bei einer Schwermetallvergiftung zur Besserung der Symptome führt, einschließlich einer erhöhten Ausscheidung von Schwermetallen über die Nieren und gleichzeitiger Verbesserung von Leberfunktionswerten.


Studie zur Ausleitung von Radioaktivität aus unserem Körper durch Alpha-Liponsäure nach Korkina et al. 1993

Immer stärker werden wir unfreiwillig durch radioaktive Strahlen belastet. Die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl 1986 forderte bis zum heutigen Tage viele unschuldige Opfer, brachte aber auch Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Alpha-Liponsäure gegen Radioaktivität mit sich. Nach 28 Tagen der Gabe von Alpha-Liponsäure an einigen betroffenen Kindern fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Schäden durch freie Radikale im Blut bei diesen Kindern auf das Niveau von Nichtbetroffenen sanken. Erstaunlicherweise konnte Vitamin E im Alleingang bei diesen Opfern zwar keine positive Wirkung hierauf erzielen, in Kombination mit der Alpha-Liponsäure aber fielen die Werte sogar unter die Norm zurück! Zusätzlich besserten sich die Nieren- und Leberwerte der mit Alpha-Liponsäure behandelten Kinder, was auf die verbesserte Ausscheidung radioaktiver Stoffwechselprodukte durch die Alpha-Liponsäure zurückgeführt wurde!


Studien zur Normalisierung des Blutzuckerspiegels nach Passwater 1995, Biewenga et al. 1997, Ley 1996, Ziegler et al. 1999b

Alpha-Liponsäure konnte in Studien einen signifikanten Effekt auf die Normalisierung des Blutzuckerspiegels unter Beweis stellen, etwas das besonders für Diabetiker von großem Nutzen ist! Dabei aktiviert die Transportmoleküle Glut-1 und Glut-4, die ebenfalls für die Einschleusung der Glucose in die Muskelzellen zuständig sind, wo diese dann als Energie verbraucht wird. Der Abbau dieser Transportmoleküle wird verhindert und durch diese Mechanismen die Normalisierung unseres Blutzuckerspiegels unterstützt. Die Glucoseaufnahme konnte in Studien so um mehr als 50 % gesteigert werden. Weiterhin konnte Passwater in seinen Studien unter Beweis stellen, dass die Alpha-Liponsäure eine Verbesserung der Insulinempfindlichkeit erzeugt.

Studien zur Verbesserung der Insulinempfindlichkeit nach Packer L, Kraemer K, Rimbach G.

Die orale Einnahme von Alpha-Liponsäure in Dosen von 600 mg / Tag, 1200 mg / Tag oder 1800 mg / Tag über einen Zeitraum von 4 Wochen führte zu einer Verbesserung der Insulinempfindlichkeit um 25%.

Studien nach Nagamatsu et al. 1995: Alpha Liponsäure verbessert den Nervenblutfluß und die Signalübertragung der Nerven

Studien konnten nachweisen, dass die Alpha-Liponsäure die Signalübertragung und den Nervenblutfluß verbessert. Damit hat sich Alpha-Liponsäure bei der Behandlung der diabetischen Polyneuropathie sehr gut bewährt. Funktionsausfällen von Nerven wie Taubheitsgefühlen, Missempfindungen, Kribbeln, Schmerzen, Brennen (z.B. diabetischer Fuß) sowie Reflexausfällen kann damit die Einnahme von Alpha-Liponsäure entgegenwirken.

Studie zur Anwendung bei Diabetes

Prof. Dr. Dan Ziegler stellte auf einem Presseworshop in München eine bislang unveröffentlichte Metaanalyse vor, die vier randomisierte kontrollierte Doppelblindstudien mit insgesamt 1258 Diabetikern umfasste, die über 3 Wochen lang eine Infusionstherapie mit 600 mg Alpha-Liponsäure täglich (ausser am Wochenende) erhielten. Hauptsymptome wie Schmerzen, Taubheitsgefühl, Kribbeln, Parästhesien, sowie funktionelle Defizite wie Muskelreflexe konnten während der dreiwöchigen Beobachtungsdauer positiv beeinflusst werden.

Studie nach Ziegler et al.1997: Alphaliponsäure mindert Herzprobleme bei Diabetikern

Bei 20-40% aller Diabetiker manifestieren sich Herzprobleme, die die Sterblichkeitsrate drastisch erhöhen. Studien konnten nachweisen, dass Alpha-Liponsäure positiven Effekt auf diese Krankheitsfolgen hat.


Studie nach Dr. Burton: Alpha-Liponsäure bei Hepatitis C


Alpha-Liponsäure hat sich ebenfalls im Kampf gegen Hepatitis C bestens bewährt, Dr. Burton Berkson berichtete in seiner Studie zur Verwendung von Anitoxidantien bei Hepatitis C von durchschlagenden Heilerfolgen.


Studie nach Zhang und Frei 2001: Alpha-Liponsäure verhindert Arteriosklerose



Herzkreislauf-Erkrankungen gilt als Todesursache Nr.1 in den Industrieländern mit ca. 50% aller Todesfälle, diese werden zumeist von Arteriosklerose, im Volksmund "Arterienverkalkung", eingeleitet. Zhang und Frei konnten in ihren Studien nachweisen, dass Alpha-Liponsäure die Produktion vieler Faktoren unterbindet, die zur Arteriosklerose führen.


Studie nach Passwater 1995, Packer und Colman 2000: Alpha-Liponsäure senkt den Cholesterinspiegel im Blut und steigert die Sauerstoffaufnahme des Herzens.


Laut Passwater haben russische Wissenschaftler bereits in den 70er Jahren herausfinden können, dass die Alpha-Liponsäure den Cholesteringehalt im Blut um 40% und in der Aorta um 45% reduzieren kann und die Sauerstoffaufnahme des Herzens um 72% ansteigt, in der Aorta sogar um 148% und in der Leber um 128%.


Studie nach Passwater 1995: Alpha-Liponsäure hilft gegen Reperfusion und erhöht die Überlebenschancen während des Herzinfarktes.

In einem weiteren Versuch konnte Passwater beweisen, dass die Gabe von Alpha-Liponsäure die Herzschäden aufgrund des vorübergehend unterversorgten Herzmuskels und dann des schlagartigen Ruckflußes ("Reperfusion") während eines Herzinfarktes von 80 auf 40% senken kann.


Studie nach Dr. Parker: Alpha-Liponsäure hilft gegen Reperfusion und erhöht die Überlebenschancen während des Schlaganfalls.

Dr. Packer konnte im Tierversuch an Ratten mit Alpha-Linolsäure die Sterberatte aufgrund einer Reperfusion beim provozierten Schlaganfall von 80 auf 25 % senken. Die 75% der verschonten Tiere trugen keinerlei Schäden nach sich.


Studie nach Dr. Parker: Alpha-Liponsäure hilft bei Grauem Star und Augenproblemen

Dr. Parker konnte in seinen Studien unter Beweis stellen, dass Alpha-Liponsäure das Auftreten bzw. die Symptome des Grauen Stars minimieren und allgemein die Augenfunktion verbessern kann. Alpha-Liponsäure kann einen Katerakt verhindern, was dem Einfluß von Alpha-Liponsäure auf den Glutathiongehalt zugeschrieben wird


Studie nach Münch et al. 2000 und Hager et al. 2001: Alpha-Liponsäure hilft bei Alzheimer und Demenz

Beobachtungen von Diabetespatienten, die Alpha-Liponsäure bekamen und die gleichzeitig an Alzheimer litten, zeigten, dass deren Alzheimer-Erkrankung sich nicht weiter verschlechterte und ihre Hirnleistung konstant blieb. Die antioxidative Wirkung von Alpha-Liponsäure, die aufgrund der geringen Molekulargröße von Alpha-Liponsäure sogar das Hirn schützen kann, ist hier vermutlich für die Stabilisierung des Krankheitszustandes zuständig!


Studie Packer und Colman 2000: Alpha-Liponsäure erhöht die Lernleistung und steigert das Denkvermögen

Die oben beschriebene Fähigkeit der Alpha-Liponsäure, die Bluthirn-Schranke zu überwinden und direkt im Hirn die Zellen und Blutgefäße vor oxidativer Zerstörung zu schützen erweist sich als konzentrationssteigernd und erhöht das Lernvermögen und die Denkfähigkeit! Die Liponsäure schützt aber nicht nur vor weiterer oxidativer Zerstörung, sondern kann sogar Hirnzellen regenerieren. Dr. Packer nimmt dabei an, dass die Alpha-Liponsäure verbrauchte Schaltkreise in gealterten Gehirnzellen repariert und revitalisiert.


Studie nach Bauer und Lands zeigt positive Wirkung von Alpha-Liponsäure bei HIV/AIDS

Wie in vitro Experimente von Bauer et al 1991 aufzeigen konnten, konnte die Vermehrung von HIV unter Einnahme von Alpha-Liponsäure gehemmt werden! Lands konnte 2001 an Patienten mit HIV deren Virenanzahl senken.


Studie nach Perricone 2001: Alpha-Liponsäure hilft gegen Falten, Tränensäcke, aufgedunsene Haut, fahle und fade Haut


Dr. Perricone konnte in seinen Studien nachweisen, dass Alpha-Liponsäure die folgenden Hautprobleme zu lösen vermag: Tränensäcke und aufgedunsene Haut, Linien und Falten, Fahle und fade Haut

Studie nach Dr. Perricone: Alpha-Liponsäure beseitigt Aknenarben

Nach einer sechsmonatigen, lokalen Anwendung konnte der Arzt Dr. Perricone einen Rückgang zwischen 70 und 80% an Aknenarben bei Probanden verzeichnen


Studie nach Altenkirch, H. et al: Alpha-Liponsäure entspannt und verschafft Unbeschwertheit


Laut Altenkirch, H., et al. Konnte als positive Nebenwirkung von Alpha-Liponsäure eine auffällige Entspannung und Unbeschwertheit beobachtet werden.


Literaturhinweise

Burgersteins Handbuch Nährstoffe, Haug Verlag 2002

Uwe Gröber: Orthomolekulare Medizin, Wissensch. Verlagsgesellschaft Stuttgart 2008 Earl Mindell: Die neue Vitaminbibel, Heyne Verlag 2007