Mittwoch, 26. August 2015

Noroviren verändern durch Zitronensäure ihre Struktur und werden unschädlich

Zitronensaft gegen Darm-Infektionen?



Noroviren verändern durch Zitronensäure ihre Struktur und werden unschädlich



(Quelle: Wiki)


Virusabwehr aus der Natur: Simpler Zitronensaft wirkt offenbar als Desinfektionsmittel gegen Noroviren. Die Zitronensäure bindet an die Oberfläche dieser Magen-Darm-Erreger und hindert sie daran, in menschliche Körperzellen einzudringen, wie Wissenschaftler nun herausgefunden haben. 

Etwas Zitronensaft am Essen oder auf den Händen könnte sich daher als einfacher, aber effektiver Infektionsschutz erweisen, berichten die Forscher im Magazin "Virology".
Noroviren sind äußerst unangenehm: Einige Vertreter dieser Virenfamilie verursachen schwere Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Außerdem sind sie äußerst ansteckend und verbreiten sich rasend schnell über ganze Gebäude, wie ein Experiment im Jahr 2014 bewies. 

So führen die Viren immer wieder zu regelrechten Wellen von Infektionen, besonders in Krankenhäusern, Schulen oder auch auf Kreuzfahrtschiffen.


(Hülle Norovirus, Quelle: Wiki)


Fruchtsaft drängt Noroviren zurück


Die Viren verbreiten sich vor allem über kontaminierte Hände und verunreinigte Lebensmittel. Mediziner bezeichnen diesen Übertragungsmodus als "fäkal-oral". "Daher ist es wichtig, ein sicheres und gesundheitlich unbedenkliches Desinfektionsmittel zur Verfügung zu haben", erklärt Grant Hansman vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.

Aus früheren Untersuchungen ist bekannt, dass Fruchtextrakte wie Orangen- oder Granatapfelsaft die Noroviren teilweise zurückdrängen. Durch Zufall hatte Hansman bereits herausgefunden, dass handelsübliche Zitronensäure an die Proteinhülle der Viren binden kann – genauer gesagt, das Citrat, also das Salz der Zitronensäure. Diesen Zufallsfund verfolgte der Virologe nun weiter.

Weil sich Noroviren nicht in Zellen in der Kulturschale oder in Versuchstieren vermehren lassen, verwendeten die Forscher für ihre Versuche keine intakten Erreger, sondern lediglich die leeren Proteinkapseln der Viren. Diese "virus-ähnlichen Partikel" haben die gleichen Oberflächeneigenschaften wie echte Viren.

Zitronensäure verändert Virus-Struktur


An diesen Modellviren haben Hansman und Kollegen nun herausgefunden, dass sie durch Citrat aus Zitronensaft oder aus citrathaltigen Desinfektionsmitteln ihre Gestalt verändern. Eine Röntgenstrukturanalyse zeigte, dass das Citrat genau an die Stelle bindet, mit der das Virus bei der Infektion mit den Körperzellen in Kontakt tritt. 

Diesen Bereich bezeichnen die Mediziner als "Blutgruppen-Antigene". Sind diese blockiert, gelangt das Virus nicht mehr in die Zelle und ist unschädlich gemacht.

"Vielleicht sind ja die paar Tropfen Zitronensaft, die man üblicherweise auf eine Auster träufelt, eine guter Infektionsschutz", spekuliert Hansman. 

Der Virologe schätzt, dass der Saft einer Zitrone ausreichen könnte, um beispielsweise die Hände zu dekontaminieren. 


(Citrat, Quellle; Wiki)


Die Forscher wollen nun untersuchen, ob Zitronensäure nicht nur eine Infektion verhindern, sondern auch die Symptome einer bereits eingetretenen Krankheit lindern kann.

 (Virology, 2015; doi: 10.1016/j.virol.2015.07.009)

Sonntag, 23. August 2015

Brennessel: Entgiftet und kann bei Rheuma, Arthritis und Gelenkenzündungen helfen

Brennnessel

Urtica dioica L., Urticaceae (Urticae folium)



(Quelle: Wiki)


Inhaltsstoffe

Gesunde Inhaltsstoffe sind die hohen Gehalte an 

  • Chlorophyll
  • Carotinoiden und 
  • Lutein, die 
  • hochwertigen Proteine und die 
  • Mineralstoffe, allen voran 
    • die Kieselsäure (Silicium) und 
    • Kalium sowie 
    • Kalzium und 
    • Eisen. 
Medizinisch wirksame Bestandteile des Brennnesselkrautes sind 

  • Flavonoide (Rutin, Quercetin), 
  • Phytosterole, 
  • Phenolcarbonsäuren und 
  • Scopoletin. 
In den Brennhaaren biogene Amine wie Acetylcholin, Histamin und Serotonin. 

In der Wurzel Steroide wie das ß-Sitosterin, Lectine darunter Urtica-dioica-Agglutinine, Lignane, Polysaccharide.


Die Brennnessel zur Entschlackung



Junge Brennnesseln stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe und haben einen höheren Proteingehalt als die meisten anderen Grünpflanzen. Daneben sind sie sehr reich an Silicium in Form von freier Kieselsäure. Silizium ist für den Aufbau von Bindegewebe und Knochen aber auch Haut, Nägeln und Haaren sehr wichtig. 

Der Körper kann die in Brennnesseln vorkommende Kieselsäure wesentlich besser aufnehmen und verwerten als den gebundenen Mineralstoff Silizium. 

Daneben regt Brennnessel den Stoffwechsel an. 

Brennnesseln und ihre Zubereitungen wie Tee und Frischpflanzenpresssaft sind seit Jahrhunderten erprobte und bewährte Heilmittel für Frühjahrskuren und Durchspülungstherapien, zur Ausschwemmung, Entgiftung und Entschlackung des Körpers sowie zur Unterstützung von Schlankheitskuren.


Brennnessel gegen Blasenentzündung und Nierengrieß


Brennnesselsaft hat harntreibende Wirkung. Die Diurese beruht auf dem Kaliumgehalt im Zusammenspiel mit anderen Wirkstoffen. 

Zu den diuretisch wirksamen Bestandteilen zählen Kaffeoyläpfelsäure und Chlorogensäure, die außerdem entzündungshemmend sind. 

So wird Brennnessel-Presssaft oder -Tee bei bakteriell bedingten Erkrankungen und Entzündungen von Niere und Blase zum Durchspülen der Harnwege eingesetzt. Auch zur Vorbeugung und Behandlung gegen Nierengrieß sind Zubereitungen aus Brennnesselkraut geeignet.


Brennnesselkraut gegen Gicht, Rheuma und Arthritis


Die diuretische Wirkung des Brennnesselkrautes führt auch zu einer vermehrten Ausscheidung von Harnsäure. Harnsäure entsteht beim Eiweißabbau im Körper. Erhöhte Werte von Harnsäure im Blut können zur Bildung von Harnsteinen und zur Ablagerung in den Gelenken und damit zu Gicht führen. 

Diesem Prozess kann mit Brennnessel-Presssaft vorgebeugt werden. Auch rheumatische Erkrankungen können mit Harnwegsinfektionen oder einem hohen Eiweißgehalt in der Ernährung zusammenhängen. 

So unterstützt Brennnessel die Behandlung rheumatischer Beschwerden dank ihrer nachgewiesenen Eigenschaften die Durchspülung und Entschlackung zu fördern. 

In Patientenstudien konnte auch die Wirksamkeit gegen Arthritis bestätigt werden. 

Brennnessel hemmt dabei die körpereigene Produktion der für Rheuma, Arthritis und 
Gelenkentzündungen verantwortlichen Zytokine.

Brennnesselwurzel für Harnblase und Prostata


Extrakte aus der Brennnesselwurzel sind Mittel der Wahl bei einer beginnenden gutartigen Vergrößerung der Prostata und den damit verbundenen Beschwerden beim Wasserlassen. 

Die Indikation der Kommission E für Brennnesselwurzelstock heißt: "Miktionsbeschwerden bei Prostatadenom Stadium I und II". 

Diese Anwendung für Brennnesselwurzel beruht auf ihrem komplexen Wirkstoffgemisch. Brennesselwurzel wirkt krampflösend, entzündungshemmend und immunstimulierend. Es gibt auch erste Hinweise auf eine krebshemmende Wirkung beim Prostatakarzinom.



(Quelle: Wiki)

Was uns wirklich nährt - Präsentation





Was uns wirklich nährt - Link zur Präsentation

Montag, 17. August 2015

Heilkraft des Lindenbaumes

Heilkraft des Lindenbaumes


(Quelle: Wiki)


Obwohl die Blätter des Lindenbaumes bereits in der Antike als Arznei bekannt waren, wurde die Heilkraft der Lindenblüten erst im Mittelalter durch Lonice-rus und Matthioli entdeckt. Seither ist der Flor der Linde in ihrem Ansehen und ihrer Wertschätzung stark gestiegen. 

An­hand von wissenschaftlichen Erforschun­gen konnten die wirksamen Inhaltsstoffe der Blüten ausführlich analysiert werden. Es handelt sich hierbei um etwa 

  • 1 Prozent Flavonoide, 
  • etwa 10 Prozent Schleimstoffe, 
  • 0,01 bis 0,02 Prozent ätherisches Öl, 
  • etwa 2 Prozent Gerbstoffe sowie 
  • Kaffeesäurederivate. 
Durch dieses Wirkstoffgefüge be­sitzt die Lindenblüte 
  • schweisstreibende, 
  • fiebersenkende, 
  • entzündungshemmende, 
  • erwärmende, 
  • reizmildernde, 
  • schmerzstil­lende, 
  • beruhigende und 
  • hautdurchblutungsfördernde 
Eigenschaften. Ausserdem befreit sie den Körper von Giftstoffen und wird mit Vorzug bei Schwitzkuren ein­gesetzt.


Sammeltipps für Lindenblüten



(Quelle: Wiki)

Wer sich selbst die Lindenblüten besorgen möchte, kann im Sommer, von Juni bis Juli, die strohgelben, pergamentartigen Hochblätter samt Blüten (sowohl der Som­mer- wie auch der Winterlinde) pflücken und rasch am Schatten, auf einem Leinen­tuch ausgelegt, trocknen. 

Bei der Samm­lung ist darauf zu achten, dass keine Lin­denblüten mit Kolonien des schwarzen Russpilzes verwendet werden – diese müs­sen sorgsam aussortiert werden. Ausser­dem sollten keine Lindenbäume an Auto­strassen oder in Industriegebieten berück­sichtigt werden. Die Sammelware ist geschützt vor Feuchtigkeit und starken Lichteinflüssen aufzubewahren, am bes­ten in dunkel gefärbten, gut verschliess­baren Glasgefässen.

Heilrezepte des Lindenbaumes



Lindenblütentee


Der Lindenblütentee ist ein bewährtes Hausrezept zur Behandlung von Erkäl­tungen aller Art – mit oder ohne Fieber –, Katarrh, Reizhusten, Schnupfen, Hals­weh sowie bei Krampfzuständen in Ma­gen und Darm, Nervosität und Schlaf­losigkeit der Kinder.

Gebrauchsanweisung: 1 Teelöffel voll ge­trocknete Lindenblüten werden in einer Tasse mit kochend heissem Wasser über­schüttet, dann lässt man 5 Minuten zie­hen, filtriert ab und trinkt den Tee unge-süsst oder mit wenig Honig versüsst schluckweise nach oder zwischen den Mahlzeiten (4–5 Tassen pro Tag).

Bei Schwitzkuren wird 1 Esslöffel voll Lindenblüten in einem Porzellankrug mit 2 Deziliter kochend heissem Wasser über­schüttet, dann lässt man ebenfalls 5 Minu­ten ziehen, filtriert ab und trinkt den Tee ungesüsst oder mit wenig Honig versüsst schluckweise im Laufe einer halben Stunde. Dadurch wird die Schweisspro­duktion angeregt, was eine sanfte Entgif­tung des Körpers (zur Prophylaxe gegen Erkältungen) bewirkt. Nach Anwendung dieser Schwitzkur für 1 bis 2 Stunden nicht ins Freie gehen und sich vor Zugluft und Kälte schützen.


(Quelle: Wiki)


Gurgelwasser


Das Gurgelwasser mit ungesüsstem, warmem Lindenblütentee wird bei emp­findlichen Entzündungen in Mund- und Rachenraum empfohlen (3-mal täglich während etwa 5 Minuten mit dem Tee gurgeln, anschliessend Flüssigkeit aus­spucken).

Gesichtswaschung


Die Gesichtswaschung mit ungesüss-tem, lauwarmem Lindenblütentee eignet sich zur Behandlung der entzündlichen Haut und verhilft zu einem rosigen Teint.



Lindenblütenöl


Das selbst hergestellte Lindenblütenöl ist ein mildes Pflegemittel zur Behandlung von entzündlichen Hautstellen, Sonnen­brand, Entzündungen im Genitalbereich und von Hämorrhoiden.

Gebrauchsanweisung: 1 Hand voll getrock­nete Lindenblüten in einem dunkel ge­färbten Glasgefäss mit 2 Deziliter Mandel­oder Olivenöl mischen und für 10 Tage verschlossen an die Sonne stellen. Danach abfiltrieren und in sterile Flaschen füllen.

Bei Bedarf kann man die entzündlich betroffenen Haut- oder Schleimhautstel-len morgens und abends mit diesem Lindenblütenöl sanft einreiben.

Lindenholzkohle


Die pulverisierte Lindenholzkohle (in Drogerie und Apotheke erhältlich) hat die Fähigkeit das Neunzigfache ihres Eigen­gewichtes zu absorbieren und zu binden, was besonders bei entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen und Durchfall von Vorteil ist.

Gebrauchsanweisung: 3-mal täglich 1 bis 2 Messerspitzen voll mit wenig Wasser vor dem Essen einnehmen.

Lindensplinttee


Der Lindensplinttee (in Drogerie/ Apotheke erhältlich), hergestellt aus dem zerkleinerten Bastholz der inneren, mitt­leren Rinde (in Frankreich als aubier de tilleul bekannt) ist ein bewährtes Mittel zur Entschlackung von Harnsäure, ferner zur Entwässerung (Ödeme), bei Neigung zu Nierensteinen, zur Behandlung von Rheuma und Gicht sowie bei schmerz­haftem, schwierigem Wasserlösen.

Gebrauchsanweisung: 1 TL voll Linden­splint wird in einer Tasse mit kochend heissem Wasser überschüttet. Dann lässt man 5 Minuten ziehen und trinkt den Tee ungesüsst 3-mal täglich schluckweise nach den Mahlzeiten.

Lindenblüten-Gemmomazerat


Das Lindenblüten-Gemmomazerat (in Drogerien/Apotheken von der Firma Kart oder Phytomed erhältlich) ist ein Auszug der Lindenblütenknospen, welche pflanz­liche Hormone wie Auxine und Giberel-line enthalten und positive Wirkung bei Nervosität, Schlaflosigkeit und Neural­gien besitzt.


Gebrauchsanweisung: 3-mal täglich 20 bis 25 Tropfen (Kinder pro Lebensjahr 1 Tropfen) in wenig Wasser verdünnt vor dem Essen einnehmen.


Vorsicht


Langzeitanwendungen mit Lindenblütentee (über 2 bis 3 Monate) sollten unterlassen werden, da empfindli­che Personen mit nervösen Herzbeschwerden reagieren könnten.




Die Linde strahlt in ihrer Erscheinung Herzlichkeit und Wärme aus. Entsprechend ist die Heilwirkung ihrer Blüten, welche manche krankhaften Beschwerden zu «lindern» vermögen.



Donnerstag, 13. August 2015

Goji Beere - wie sie auf unseren Organismus wirkt

Goji Beeren – Wirkung auf den menschlichen Organismus



(Quelle: Wiki)


Goji Beeren vereinen viele für den Menschen wichtigen Nährstoffe in einem Nahrungsmittel. Zusätzlich dazu finden sich darin einige Inhaltsstoffe, die sich vor allem im europäischen Raum nur noch selten in der Nahrung finden lassen. 

Die Goji Beere gehört zur Kategorie Superfoods, also zu jenen Lebensmitteln, die einen außergewöhnlich hohen Anteil an wichtigen Nährstoffen und Mineralien aufweisen. 

Sie spielt bereits seit 6000 Jahren eine wichtige Rolle in der traditionellen chinesischen Medizin: Sie hat dort einen wichtigen Platz zur Vorbeugung von Krankheiten durch eine Stärkung der Lebensenergie, des Qi, aber auch als Heilmittel. 

Studien beweisen die Wirksamkeit der Goji Beeren beim Zellschutz und zur Verbesserung der Immunabwehr, auch bei einer Krebs- oder Leukämieerkrankungen. 

In China werden Goji-Präparate daher parallel zur Chemotherapie eingesetzt, damit die Patienten die Behandlung besser durchstehen. Die positiven Eigenschaften der Goji Beeren wurden in mehreren Studien nachgewiesen.

Die Goji Beere und ihre Eigenschaften




Goji Beeren kommen ursprünglich aus dem asiatischen Raum und werden heute zum größten Teil im Nangxia-Tal in China angebaut und von dort getrocknet oder als Saft in alle Welt exportiert. In Deutschland ist die Beere auch als Wolfsbeere oder Bocksdornbeere bekannt.

Goji Beeren haben vielfältige Anwendungsgebiete. In der chinesischen Medizin werden sie bereits seit 6000 Jahren vor allem wegen Ihres ungewöhnlich hohen Gehalts an Mineralien und Vitaminen geschätzt, das sich in der Form in keiner anderen Frucht finden lässt. Sie sind besonders gut für die Augen, schützen durch ihre antioxidative Wirkung aber auch den ganzen Körper. 

Weiterhin stärken sie das Immunsystem und sorgen für eine ausgeglichene Darmflora. Die Goji Beere ist auch hervorragend für die Entgiftung des Körpers geeignet. Ihr wird sogar eine Schutzwirkung vor Krebs zugeschrieben.

Wegen ihrer Eigenschaften wird ihr von den Chinesen eine lebensverlängernde Wirkung attestiert. Neben ihren medizinischen Wirkungen ist die Goji Beere auch prädestiniert dafür, einen wichtigen Baustein in einem ausgewogenen Ernährungsplan darzustellen.




(Quelle: Wiki)


Die Inhaltsstoffe der Goji Beere



Zunächst zeichnet die Goji Beere sich durch eine beachtliche Menge an 

  • sekundären Pflanzenstoffen und 
  • 19 verschiedenen Aminosäuren aus. 

Darüber hinaus besitzt sie eine sehr hohe Nährstoffdichte und hat mehr Vitamin C als die meisten Zitrusfrüchte. 
B-Vitamine und essentielle Fettsäuren, also solche, die der Körper nicht selber herstellen kann, fördern die Nervenfunktion, die auch durch den Gehalt an Mineralien wie Eisen, Magnesium, Phosphor und Kalium unterstützt wird. 

Wichtige Spurenelemente wie Selen und Zink sowie Betaine, Cyperone und Carotinoide erweitern das Wirkungsspektrum der Goji Beere auf den Körper.


In groben Kategorien ausgedrückt enthält eine Goji Beere 42 Prozent Zucker (davon 31 Prozent wichtige Polysaccharide), 21 Prozent Ballaststoffe, 15,60 Prozent Proteine und 0,45 Prozent Fett. 

Es lohnt sich auf jeden Fall, einen genauen Blick darauf zu werfen, was alles in einer Goji Beere steckt.


Lutein und Zeaxanthin




Die beiden Carotinoide Lutein in Zeaxanthin haben gleich eine zweifache Wirkung. Zum einen wirken sie als Antioxidantien. Doch dazu gleich mehr. 

Zum anderen schützen sie das Auge vor altersbedingter Makuladegeneration (AMD), einer der häufigsten Krankheiten bei Menschen über 60. H. C. Chan et al. von dem anatomischen Institut der medizinischen Fakultät der Universität Hong-Kong wiesen in einer Studie nach, dass die beiden Stoffe sogar bei bereits bestehender AMD den optischen Nerv vor weiterer Degeneration schützen können.


Neben den beiden genannten Carotinoiden enthalten Goji Beeren eine hohe Dosis an Beta-Carotin (etwa 8,55 µg/100 g), das im Körper zu Vitamin A umgewandelt werden kann und sich dort seine positive Wirkung ebenfalls auf das Auge sowie auf die Haut entfaltet.


Antioxidantien


Goji Beeren enthalten einen hohen Anteil an Antioxidantien (ca. 1000 Mal mehr als eine Orange). Durch unsere Lebensart sind unsere Zellen regelmäßig einem großem oxidativen Stress ausgesetzt. Als solcher wird ein Ungleichgewicht zwischen oxidierenden und reduzierenden Stoffen in der Zelle bezeichnet. 

Verantwortlich für oxidativen Stress sind häufig freie Radikale im Körper, die durch Hitze, Strahlung und natürliche Oxidation entstehen. Oxidativer Stress ist mitverantwortlich für den Alterungsprozess. 

Antioxidantien stellen das Gleichgewicht innerhalb der Zellen wieder her und reduzieren so den oxidativen Stress. 

Die antioxidative Wirkung der Goji Beere wurde von S. J. Wu vom Institut für Naturprodukte von der Universität Kaohsiung nachgewiesen.

Polysaccharide


Polysaccharide werden auch als Mehrfachzucker bezeichnet und sind eine Aneinanderkettung von Einfachzuckern. Sie haben eine immunmodulierende Wirkung, indem sie T-Lymphozyten aktivieren, die als Teil des spezifischen Immunsystems Krebszellen und Viren bekämpfen. Weiterhin sind Polysaccharide eine Energiequelle für Darmbakterien. Sie tragen also zu einer ausgeglichenen Darmflora bei.

Aminosäuren


Die Goji Beere enthält 19 Aminosäuren, darunter alle 10 essentiellen Aminosäuren, also solche, die vom Körper nicht selber synthetisiert werden können und ihm von außen zugeführt werden müssen.

Spurenelemente


Die kleine rote Beere bietet eine beeindruckende Anzahl an Spurenelementen:

Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Chrom, Selen, Aluminium, Arsen, Barium, Beryllium, Blei, Bor, Cadmium, Germanium, Kobalt, Lithium, Molybden, Nickel, Niobium, Silber-Strontium, Titanium, Vanadium, Yttrium, Zinn und Zirkonium sind enthalten. 

50 g getrocknete Goji Beeren reichen aus, um den Tagesbedarf an Eisen komplett zu decken. Eisen ist im Körper ein essentieller Bestandteil, um den Sauerstofftransport durch das Blut zu ermöglichen.

Vitamine


Goji Beeren enthalten mehrere Vitamine in ungewöhnlich hoher Dosis: Vitamin C, Vitamin E und Vitamin B. Von besonderem Interesse ist hierbei Vitamin E, da dieses heute nur noch vereinzelt in Früchten zu finden ist. 

Vitamin E, das am häufigsten als Tocopherol vorkommt, ist ebenfalls ein Antioxidans und wird für die Steuerung der Keimdrüsen benötigt. Neben der Goji Beere gilt auch die Mandel als zuverlässiger Vitamin-E-Lieferant.

Sesquiterpene


Sesquiterpene sind sekundäre Pflanzenstoffe, die ihre Wirkung an der Hypophyse im menschlichen Gehirn entfalten und dort die Ausschüttung von Wachstumshormonen anregen sollen. Die Produktion von Wachstumshormonen wird außerdem von der ebenfalls in der Beere enthaltenen Aminosäuren L-Arginin und L-Glutamin sowie von dem Spurenelement Kalium angeregt.


Wachstumshormone sind im menschlichen Körper neben dem Wachstum in der Entwicklungsphase auch für die Erhöhung der Muskelmasse zuständig. Außerdem haben sie eine positive Wirkung auf die Stressresistenz des Körpers.

Die Wirkung von Goji Beeren
gegen körperliche Leiden


Goji Beeren unterstützen das Immunsystem



Gerne werden die Beeren bei allgemeiner Abwehrschwäche eingesetzt. Durch die Stärkung des Immunsystems aufgrund der enthaltenen Vitamine und Spurenelemente können zahlreiche Folgekrankheiten gelindert oder gar geheilt werden. 

Dieser Effekt entsteht dadurch, dass komplexe Kohlenhydrate, die Polysaccharide, die T-Lymphozyten im Körper anregen, die für die Stärkung des Immunsystems eine große Rolle spielen. 

Auch die regulierende Wirkung auf ein überreagierendes Immunsystem, wie es bei Allergien, Asthma und Autoimmunkrankheiten der Fall ist, ist durchaus möglich.


Bei einer aufkommenden Erkältung kann es förderlich sein, mehrmals täglich einige Beeren zu verzehren. So kann diese in vielen Fällen verhindert oder in ihrem Verlauf abgemildert werden.

Unterstützung bei einer gestörten Darmflora


Auf den Darm können sich Goji Beeren ebenfalls positiv auswirken, wenn sie regelmäßig genossen werden. Da die nützlichen Darmbakterien sich von den Polysacchariden der Beeren ernähren, wird durch den Genuss der Goji Beeren die Darmflora wieder aufgebaut. Das kann vor allem nach Operationen, Medikamenteneinnahme oder langjähriger ungesunder Ernährung notwendig sein.


Eine gesunde Darmflora verhindert die Besiedlung von Pilzen und Keimen. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Verdauungsprobleme können ihre Ursache in einer gestörten Darmflora haben. Hier hilft eine gründliche Darmsanierung, die durch die Einnahme von Goji Beeren unterstützt wird.

Wirkung bei Augenkrankheiten


Aktuell wird angenommen, dass Goji Beeren positive Auswirkungen auf die Augen haben können, da sie die Carotinoide Zeaxanthin und Lutein enthalten, die sehr wichtig für die Leistungsfähigkeit der Augen sind. So sollen die Früchte den erhöhten Augeninnendruck, der bei Grauem Star auftritt, senken. Auch zur Prävention von Augenkrankheiten und (unter anderem altersbedingter) Sehschwächen eignen sich die Beeren.

Unterstützend bei Diabetes


Goji Beeren können den Blutzuckerspiegel leicht senken, wenn sie täglich verzehrt werden. Das macht sie zu einem idealen Begleiter für an Diabetes erkrankte Menschen.

Entzündliche Erkrankungen



Die kleinen roten Früchte haben eine anti-entzündliche Wirkung, damit können sie bei chronischen Krankheiten wie Arthritis, Morbus Crohn, chronischen Schmerzen und sogar Krebs unterstützend eingesetzt werden. Durch die Einnahme der Beeren ist es möglich, sämtliche Autoimmunkrankheiten zu lindern, da diese stets von entzündlichen Prozessen im Körper begleitet werden.

Können Goji Beeren vor Krebs schützen?


In der chinesischen Fachliteratur wird Goji Beeren eine Schutzfunktion vor Krebs zugeschrieben. Angeblich hindern sie die Proliferation von Krebszellen und können sogar deren programmierten Zelltod (Apoptose) induzieren. Es existieren zwei vielversprechende chinesische Studien, die zum einen die Auswirkungen auf den Zellzyklus von Krebszellen und zum anderen die Wirkung der Polysaccharide in der Goji Beere als Schutz vor Darmkrebs untersuchen. Goji Beeren werden in der chinesischen Medizin als Nahrungsergänzung neben der Chemotherapie verwendet. Jedoch steht der entsprechende Nachweis durch eine Studie unter Standardbedingungen noch aus.

Helfen Goji Beeren beim Abnehmen?


Allgemein werden die vital- und ballaststoffreichen Goji Beeren als Superfood besonders bei einer Diät empfohlen. Das hat seine Berechtigung, denn Goji Beeren machen lange satt und liefern neben Antioxidantien und Ballaststoffen über die vielen enthaltenen Vitamine auch gleich einen kleinen Energieschub mit. Auch bei Herstellern von Energieriegeln oder Müsli sind die „trendigen“ Goji Beeren sehr beliebt. Ein Wundermittel zum Abnehmen sind sie nicht, sie eignen sich nur hervorragend als Nahrungsergänzung auch während einer Diät.


Ihre Fülle an wichtigen Inhaltsstoffen macht sie zu dem perfekten Nahrungsmittel im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung. Sie verschafft sie nach dem Verzehr ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Daher ist sie im Rahmen einer auch anderweitig an die Diätpläne angepassten Ernährung ein gutes Ergänzungsmittel und kann hilfreich sein, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Wie bei jeder Diät gilt auch bei einer von Goji Beeren unterstützten Version: Langfristiger Erfolg ist nur durch eine ebenso langfristige Ernährungsumstellung und mehr Bewegung zu erreichen.

Allgemeine Stärkung



Sportler setzen auf die leistungssteigernde Wirkung von Goji Beeren, die durch die Polysaccharide erklärt wird. Diese entsäuern die Muskeln und sorgen so für mehr Muskelkraft bei körperlicher Belastung.

Aber nicht nur bei physischer, sondern auch bei psychischer Forderung können die Beeren helfen. So werden sie mittlerweile unterstützend bei Depressionen, Burnout und Müdigkeit eingesetzt. Das enthaltene Kalium und der Mineralstoff Magnesium stärken die Nerven und erhöhen die Konzentrationsfähigkeit. Daher sind die Beeren auch ein idealer Snack während dem Lernen.




Haftungsausschluss: 




Sämtliche Beiträge und Inhalte des Artikels sind sorgfältig recherchiert.
Dennoch ist eine Haftung ausgeschlossen.



(Quelle: Wiki)

Mittwoch, 12. August 2015

Heilkräuter – die natürliche Alternative zu Diätprodukten

Heilkräuter – die natürliche Alternative zu Diätprodukten



Es gibt einige Kräuter, die Sie wirkungsvoll beim Abnehmen unterstützen können.

Infos auch auf meiner Facebook-Seite -->

Petersilie

(Quelle Wikimedia)


Die Petersilie dürfte den meisten Menschen bereits aus der Küche bekannt sein. Durch ihren frisch-würzigen Geschmack zählt sie zu den beliebtesten Küchenkräutern der Deutschen. Die Petersilie kann aber noch viel mehr. 

Sie enthält viel Vitamin C, welches belebend wirkt und den gesamten Verdauungstrakt anregt. Zudem kann die Petersilie helfen, einem unschönen Vitamin Mangel während einer Diät vorzubeugen. 

Die Petersilie kann roh auf dem Brot oder in einem Salat, sowie in Suppen oder Fleisch- und Gemüsegerichten verzehrt werden.

Beifuß



(Quelle: Wikimedia)


Der Beifuß ist eine stark unterschätzte Pflanze, die in Europa und Asien kultiviert wird. Besonders die vielen ätherischen Öle machen dieses Kraut so wertvoll. Aber auch andere Inhaltsstoffe der Pflanze wie die Sesquiterpenlactone fördern die Gesundheit. Die im Beifuß enthaltenden Bitterstoffe sorgen dafür, dass die Bildung von Magensaft und Gallenflüssigkeit angeregt wird und unterstützen so die Verdauung und regen gleichzeitig den Stoffwechsel an.

 Besonders gut passt der Beifuß zu Fleisch oder Kohlgerichten.

Rosmarin


Auch Rosmarin regt den Stoffwechsel an. Zudem können Menschen, die sich während einer Diät schlapp und ausgelaugt fühlen, zu Rosmarin greifen. Er regt nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch den Kreislauf an. Mit Rosmarin können nicht nur Kartoffeln oder Fleischgerichte zubereitet werden, als Tee getrunken entfaltet er besonders intensiv seine anregende Wirkung.



(Quelle: Wikimedia)


Die Verdauung regulieren und entwässern


Wassereinlagerungen können dazu führen, dass man sich aufgedunsen und unwohl fühlt. Zudem haben viele Menschen Probleme mit einer geregelten Verdauung. Auch hier gibt es Heilkräuter, die diese Leiden lindern und damit einen langfristigen Abnehmerfolg begünstigen können.

Brennnessel


Die Brennnessel gilt als Unkraut, aber kann viel mehr als nur schmerzhafte Pusteln auf der Haut zu hinterlassen. Die Brennnessel hat einen hohen Eisenanteil und gilt als natürlicher Wachmacher. 


Zudem fördert und reguliert die Brennnessel die Verdauung und kann als Suppe oder als Tee zur gesunden Entschlackung und Entwässerung verwendet werden. Der Körper wird entgiftet und der Verdauungsapparat kann wieder optimal arbeiten.



(Quelle: Wiki)

Dienstag, 11. August 2015

Dauerstress macht krank, dick und …

Auswirkung von Dauerstress 
auf den menschlichen Organismus

(Wiki: Stressreaktionen des Körpers)



Stress soll unseren Körper auf Kampf oder Flucht vorbereiten. Diese Alarmbereitschaft, welche wichtige Körperfunktionen aktiviert, war in archaischen Zeiten, wo die Menschen noch Jäger und Sammler waren und ums nackte Überleben kämpfen mussten, der Zweck. 

Ab und zu etwas Stress ist gesund für Körper und Geist. Wenn die Belastung nicht nachlässt, drohen jedoch ernsthafte gesundheitliche Schäden.


Adrenalin und Noradrenalin

Adrenalin


In einer akuten Stresssituation wird das Hormon Adrenalin von der Nebenniere ausgeschüttet und die Energieversorgung des Körpers für eine bestimmte Zeit erhöht. Adrenalin weitet die Atemwege, dadurch kann mehr Sauerstoff aufgenommen werden. Die Atmung beschleunigt sich, der Herzschlag wird schneller und der Blutdruck steigt, so dass mehr Blut durch den Körper gepumpt werden kann.

So werden Organe wie das Herz, Gehirn, Lungen und die Muskulatur angeregt, kraftvoller zu arbeiten, während andere energieverbrauchende Organtätigkeiten, wie die des Verdauungstraktes, der Haut und Extremitäten (führt z.B. zu kalten Händen) eine Weile zurückgehalten werden. 

Noradrenalin


Das ebenfalls aus der Nebenniere direkt ausgeschüttete Noradrenalin (Neurotransmitter und Hormon) sorgt für den inneren Antrieb und einen klaren Kopf. 

Es unterstützt die Entstehung von Angst bei Stress und sorgt durch die Verknüpfung von Situation mit Emotionen für eine erhöhte Aufmerksamkeit und Denkfähigkeit.



(Quelle: Wikipedia)



Cortisol


Die Adrenalin-Noradrenalin-Reaktion hat insgesamt eine kurzzeitige Wirkung. Bei anhaltendem Stress steigt die Cortisolproduktion stark an. 

Dieses Hormon hilft bei der Bewältigung von einzelnen Stresserlebnissen und sorgt dafür, dass genügend Glukose, also Zucker, bereitgestellt wird, denn Stress braucht viel Energie. 

Diese Energie wird als Kurzzeitspeicher im Inneren des Bauches angesammelt (bei einer Körperfettmessung gut ersichtlich: Mehr Informationen unter BioSignature) und war in früheren Zeiten sehr nützlich, da die Steinzeitjäger oft tagelang ohne Nahrung auf der Jagd waren. 

Dieses “Aufputschmittel” der Nebenniere hat eher eine Langzeitwirkung. Der Cortisolspiegel ist zwischen 6 und 8 Uhr morgens am höchsten und sinkt tagsüber kontinuierlich ab, bis er zwischen Mitternacht und 4 Uhr morgens die niedrigsten Werte erreicht.



(Quelle Wikipedia)


Stressfaktoren


Als Stressfaktoren werden alle inneren und äusseren Reize bezeichnet, die Stress verursachen und dadurch das betroffene Individuum zu einer Anpassungsreaktion veranlassen. Der Organismus interpretiert die auf ihn einwirkenden Reize und ihre Auswirkungen für die jeweilige Situation und bewertet sie entweder positiv oder negativ.


Positiver Stress motiviert einen Menschen und fördert die maximale Leistungsfähigkeit und Aufmerksamkeit, ohne ihm zu schaden. Man empfindet dabei Glücksmomente.


Die negativen Reize werden als unangenehm empfunden: Bedrohung, Überforderung, Existenzängste. 
Auch wird dieser Stress negativ interpretiert, wenn er häufig auftritt und keine Erholung erfolgt. 

Das führt zu einer stark erhöhten Anspannung des Körpers und auf Dauer zu erhöhter Reizbarkeit, Schlaf- und Gesundheitsstörungen.




Dauerstress macht krank, dick und …


Bei einem anhaltenden belastenden Stresszustand entsteht längerfristig ein Cortisolüberschuss und die typischen Folgen sind:

• Vermehrtes inneres Bauchfett 

Die ständige Produktion von Cortisol lässt das gefährliche innere Bauchfett anwachsen, auch wenn Sie nicht mehr futtern als sonst. Dieses Bauchwachstum beobachtet man auch, wenn Cortisol in Form des Medikamentes Cortison aus medizinischen Gründen verabreicht wird. Das Viszeralfett ist ein aktives Organ und produziert – im Gegensatz zum Fett an anderen Körperstellen – Stoffe (Entzündungen), die dem Körper nur Nachteile bringen: 

Es fördert die Entstehung der typischen Zivilisationskrankheiten wie 


  • Diabetes Typ 2, 
  • Depressionen, 
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen 
  • bis hin zu Krebs und 
  • Alzheimer. 
Das gefährliche Gewebe lagert sich zuerst zwischen den inneren Organen ab, bevor die zusätzlichen Pfunde äusserlich sichtbar werden. Deshalb bringt es auch nichts, Bauchfett absaugen zu lassen.


(Wiki: Fettleber in der Computer-Tomografie)


Begünstigt Übergewicht

Cortisol steigert den Appetit, weil die Produktion des Glückshormons Serotonin – unser natürlicher Appetitzügler – unterdrückt wird. 
Kurzfristig mag die Stressschokolade den Abbau von Zucker in der Leber und damit die Ausschüttung weiterer Stresshormone verhindern. Der hohe Blutzucker sinkt aber schnell wieder, weil Insulin ausgeschüttet wird, um die überschüssige Energie als Fett einzulagern. Sie brauchen noch mehr Süsses.

• Bluthochdruck 

Die Wirkung von Cortisol auf das Blutdruckregulationssystem der Niere kann zu Bluthochdruck führen.

Abwehrschwäche 

Cortisol ist ein Entzündungshemmer (Stichwort: Cortison) und bremst überschiessende Reaktionen des Immunsystems. Deshalb haben Menschen mit hohem Cortisolspiegel eine schwächere Immunabwehr.

Osteoporose 

Chronischer Stress blockiert ferner die Verdauung, was einerseits zu einer schlechten Nahrungsverwertung und damit langfristig zu einem Vitalstoffmangel führt. Der Organismus plündert in der Folge vermehrt lebenswichtige körpereigene Substanz in den Knochen, Zähnen und in der Muskulatur, um dem erhöhten stressbedingten Energiebedarf nachzukommen.

• Eiweissabbauend

Überdies wirkt Cortisol eiweissabbauend, denn es wandelt Eiweissbausteine im Gehirn in Zucker um und verbraucht sie. Diese fehlen dann, um aus ihnen die so wichtigen Stimmungs- und Antriebshormone herzustellen und den Stresspegel wieder auf ein angemessenes Mass abzusenken. Ein Teufelskreis beginnt.

Schlafstörungen/Müdigkeit/Burnout 

Fehlen die natürlichen Tagesschwankungen im Cortisolspiegel, kann der Körper nachts nicht mehr abschalten. Man fühlt sich tagsüber müde und schlapp. Es fehlt an Energie, Dynamik und inneren Antrieb, ausserdem hemmen Stresshormone die Produktion des Glückshormons Serotonin (wichtiger Neurotransmitter) und somit auch von Melatonin (dieses Hormon ist der Gegenspieler von Cortisol und sorgt für guten Schlaf), aber auch des Testosterons. Diese Kombination führt vielfach zu einem Burnout.

Herzinfarkt 

Anhaltender chronischer psychischer Stress, sei dieser privat, beruflich oder – am schlimmsten – beides zusammen, schädigt das zentrale Nervensystem und setzt dem Herzen zu. Unter gewissen emotionalen Bedingungen schüttet der Körper unverhältnismässig viel Adrenalin aus, der Stoffwechsel gerät ausser Kontrolle und löst einen Herzinfarkt aus.


Ganzheitliche Massnahmen gegen Stress

Wer für Stress anfällig ist, sollte darauf achten, solche Massnahmen zu ergreifen, die einerseits auf eine Vermeidung von Dauerstress zielen und anderseits direkt die Nerven nähren und schützen, um wieder in ein gesundes Stoffwechselgleichgewicht zu gelangen. Wir stellen Ihnen nachfolgend ein paar wirksame ganzheitliche Massnahmen vor:

Stress abbauen

Langfristig sollte man sein Leben so einrichten, dass belastender Stress die Ausnahme ist. Analysieren Sie Ihre Strukturen und ändern Sie nach und nach die inneren und äusseren Faktoren, die Ihnen Kraft und Energie rauben. Dies braucht natürlich etwas Zeit. Eine kurzfristig und sehr effektive Lösung, welche ähnlich wie Meditation, Yoga oder EFT wirkt und überall, ohne grossen Zeitaufwand und spezielle Kenntnisse durchgeführt werden kann, sind tägliche Atemübungen.

Für Menschen mit Einschlafproblemen sollte diese Übung jeden Abend auf der Bettkante gemacht werden: Hand auf den Bauch, ohne Anstrengung durch die Nase in den Bauch einschnaufen, dabei sollte sich die Bauchdecke nach vorne wölben. Wieder ganz normal durch den offenen Mund ausschnaufen (nie den Schnauf anhalten), dabei ist es sehr wichtig, dass die Zunge oben am Gaumen bleibt (Zungenspitze sollte leicht hinter der obersten Zahnreihe sein). Das Ganze 2 Minuten durchziehen.

Positive Aktivitäten aufbauen 

Fragen Sie sich, welche Bedürfnisse zu kurz kommen, finden Sie die Ursachen und ändern Sie, was sich ändern lässt. Denn: positive Erlebnisse (und seien sie auch so klein) haben einen grossen Einfluss auf unser Gehirn.

Dieses wertet nicht, sondern passt sich genau an das an, was wir häufig tun. Das beeinflusst auch unsere Denkrichtung oder wie einst der römische Kaiser Marc Aurel sagte: “Auf Dauer nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an”.

Bewegung und Sport


Wer sich regelmässig bewegt, baut Stresshormone ab. Versuchen Sie, so oft wie möglich zu Fuss zu gehen oder Treppen zu steigen.

Massvolle Bewegung an der frischen Luft (Vitamin D), Joggen, Radfahren oder zügiges Spazieren, Wandern, im Fitnesscenter gezielt die Muskulatur der unteren Extremitäten trainieren (vom Bauchnabel abwärts ist die grösste Muskelmasse und diese ist für die Herzgesundheit wichtig), Meditation, Yoga oder EFT als Ausgleich praktizieren, oder was immer Ihnen Spass macht (auf keinen Fall soll es zusätzlichen Stress generieren!), führt zur Ausschüttung von Glückshormonen.

Schlaf

Gehen Sie möglichst vor Mitternacht zu Bett in ein dunkles Zimmer. Nur bei vollkommener Dunkelheit produziert der Körper Melatonin, welches den Tag-Nacht-Rhythmus reguliert. Der Cortisol-Spiegel sinkt normalerweise zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens auf seinen Tiefpunkt.

In dieser Zeit kann sich der Körper erholen und die Vitamine (z.B. Vitamin D) können ihre Wirkung sehr gut entfalten.

Es ist schon länger bekannt, dass Menschen, die in Wechselschicht arbeiten viel höhere Konzentration des Stresshormons Cortisol aufweisen und als Folge davon einen höheren Blutdruck und mehr Bauchumfang haben als Mitarbeiter im normalen Tagesdienst.

Genau so wichtig ist es, alle elektronischen Geräte (Computer, Handy, TV etc.) mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen auszuschalten, da die Hintergrundbeleuchtung (blaue Strahlen) wie Tageslicht auf unser Gehirn wirkt und so die Produktion von Melatonin reduziert. Und das nicht nur bei Kindern! 


Wenn Sie nachts aufwachen, so sollten Sie sich keine Sorgen darüber machen. Der Schlaf war bis zur Erfindung des künstlichen Lichts meistens in zwei Teile unterteilt. Allerdings sollten Sie kein Licht anmachen, da die Produktion von Melatonin unterbrochen wird.

Ungesunde Ernährung reduzieren


Minimieren Sie die „schnell verdaulichen“ Kohlenhydrate (wie Getreide, Zucker, verarbeitete Produkte, evtl. auch Reis, Mais und Kartoffeln) sowie vermeiden sie alle gezuckerten und Light-Drinks. Diese treiben Ihren Insulinspiegel in die Höhe, was für einen wohligen Schlaf nicht förderlich ist. Das gleiche gilt für Kaffee im Übermass und natürlich auch Alkohol.
• Nerven-Nahrung erhöhen:

Erhöhen Sie den Anteil an natürlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln und guten Fetten (v.a. Omega-3). 


Nehmen Sie unbedingt genügend und regelmässig Eiweiss zu sich, denn die essentiellen, gehirnaktiven Aminosäuren wie Tryptophan sind unentbehrlich für die Produktion des Stimmungshormons Serotonin.

Verschiedene Aminosäuren müssen zwingend laufend von aussen zugeführt werden, weil der Körper diese nicht selber herstellen kann. Die besten Quellen sind tierischen Ursprungs, v.a. Fleisch*. Zwar enthalten auch Pflanzen Eiweisse oder deren Bausteine, doch kein vegetarisches Lebensmittel liefert diese wichtigen Substanzen in so hoher Qualität wie Fleisch. Denn Tiere sind näher mit uns verwandt als Pflanzen, die Zusammensetzung ihrer Eiweisse und Aminosäuren ähnelt der unseren stärker.

Magnesium

Magnesium ist ein ganz besonders wichtiger Mineralstoff für die Nerven- und Gehirngesundheit dank seiner stark entzündungshemmenden, krampflösenden und stressmindernden Wirkung. Zusammen mit Potassium (wie es z.B. in Avocados vorkommt) soll es zentral sein für die Herzgesundheit. Achten Sie bei Stress also auf eine optimale Versorgung mit Magnesium!

Ein neues uns sehr potentes Konzept um das Blut zu verdünnen und somit das Risiko eines Herzinfarktes zu reduzieren ist “Grounding“. (Interview mit Dr. Stephen Sinatra ist sehr empfehlenswert, v.a. ab der 29. Minute super spannend!).

Vitamin D

Vitamin D3 ist streng genommen kein Vitamin, sondern ein Hormon, das zahlreiche Prozesse im Körper steuert. Entsprechend vielfältig sind die positiven Einflüsse auf verschiedene Krankheiten und neurologische Problematiken wie Depression (z.B. Winterblues).

• Andere Mikronährstoffe:

Hinter einem gestörten Hormonstoffwechsel steht häufig ein Mangel an B-Vitaminen, aber auch Zink und Eisen. Eine gestörte Darmflora wirkt sich ebenfalls negativ auf den Stress aus, da diese das Gehirn und das Immunsystem direkt beeinflusst.

Labortest

Die Analyse einer Stuhlprobe (nicht zu verwechseln mit Darmspiegelung), ein umfänglicher Blut-, Speichel- und Urintest kann Aufschluss über vorhandene Defizite geben. Damit kann das Problem an der Wurzel gepackt werden. Alles andere ist Symptombekämpfung.