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Sonntag, 13. März 2022

Abnehmen ohne zu Hungern und ohne Diäten: Das hypnotische Magenband

Schlank durch Hypnose




 

Lass einfach dein Unterbewusstsein für dich arbeiten. Es ist dein zuverlässigster Helfer. Es lässt dich abnehmen ohne Diäten und ohne zu Hungern. Mache dein Unterbewusstsein zu Deinem Verbündeten.

Das Gewichtsmanagement mit Hypnose zählt zu einer der häufigsten Standardanwendungen, die in der modernen Hypnosepraxis angeboten werden. Viele Klienten haben das endlose Kalorienzählen, die erfolglosen Diäten und den immer wieder auftretenden Jojo-Effekt gründlich satt.

Hypnose verspricht hier schnelle Abhilfe: Statt die Ernährung über den Kopf und die eigene Ratio zu steuern, wird mittels hypnotherapeutischer Strategien und Interventionen der natürliche Draht zwischen Bauch und Kopf wieder freigelegt. Das Ziel: Eine natürliche Körperintuition, die den Klienten in die Selbstermächtigung führt und die inneren Sensoren dafür schärft, welche Lebensmittel einem gut tun und welche Mengen davon die richtigen sind.

Die praktischen Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass diese Strategie überaus erfolgversprechend ist. Dies ist auch mehr als plausibel, schließlich wird eine natürliche und körpereigene Ressource wieder freigelegt, statt die Ernährung mit künstlich auferlegten Ver- oder Geboten zu hemmen oder zu verkomplizieren.

Als Standardintervention hat sich mittlerweile ein Ansatz etabliert, der stark ressourcenorientiert funktioniert und dem Unterbewusstsein wertvolle Impulse gibt, diese natürliche Körperweisheit wieder freizulegen. Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder Klienten, die mit diesem bewährten und häufig genutzten Ansatz nicht die erwünschten Erfolge erzielen. Seit einigen Jahren wird deshalb auch immer wieder gerne mit dem sogenannten hypnotischen Magenband gearbeitet.

Urheberin dieser Intervention dürfte vermutlich die britische Hypnotherapeutin Sheila Granger sein, die das hypnotische Magenband vor vielen Jahren populär gemacht hat und ebenso Ausbildungen dazu angeboten hat (wenngleich Variationen dieser hypnotischen Intervention schon vorher von anderen Hypnotherapeuten genutzt wurden).

Über die Jahre hinweg wurde das hypnotische Magenband nun immer weiter verfeinert, adaptiert und angepasst, sodass es einerseits den Zeitgeist und den Geschmack der Klienten trifft, andererseits einen sehr hohen Wirkungsgrad aufweist.

Auf den folgenden Seiten finden Sie nun eine moderne, vielfach erprobte Variante des hypnotischen Magenbands, die Sie mit Ihren Klienten nutzen können. Selbstverständlich ist eine fundierte, hypnotherapeutische Ausbildung die Basis für den Einsatz des Skriptes; Sie sollten sowohl mit

Induktionen, Vertiefungen und Exduktionen vertraut sein, als auch eine hohe Kompetenz im Umgang mit Klienten aufweisen (Anamnese, Differentialdiagnose, Zielsetzung und Verlauf –/Erfolgskontrolle). 

Indikationen für das hypnotische Magenband

Da es sich bei dem hypnotischen Magenband um eine relativ intensive Intervention handelt, sollte diese bestenfalls nicht als Standardintervention zum Einsatz kommen. Wir empfehlen die Anwendung deshalb dann, wenn die Standardintervention zu hypnotischen Gewichtsreduktion selbst nach mehreren Sitzungen nicht von Erfolg gekrönt ist.


Ratgeber zum Hypnotischen Magenband -->

Montag, 15. August 2016

Manche Menschen halten Hypnose für faule Zauberei – zu Unrecht, wie die Medizin heute weiß.

Was im Gehirn unter Hypnose passiert


Hirn im Ausnahmezustand: Forscher haben erstmals beobachtet, was im Gehirn bei Hypnose genau vor sich geht. Ihre Studie zeigt: Der Trancezustand offenbart sich durch drei typische Veränderungen in der Hirnaktivität. Das Wissen darüber, welche Regionen im Gehirn an einer erfolgreichen Hypnose beteiligt sind, eröffnet nun neue Ansätze für Therapien. Vor allem Menschen, die sich bislang nur schlecht hypnotisieren lassen, könnten davon profitieren.
Manche Menschen halten Hypnose für faule Zauberei – zu Unrecht, wie die Medizin heute weiß. Tatsächlich lassen sich mit dieser Methode psychische und körperliche Prozesse beeinflussen, die sonst nur schwer steuerbar sind. Studien belegen: Hypnose hilft Patienten mit Angststörungen, lindert chronische Schmerzen und kann sogar die Schlafqualität verbessern.

"Hypnose ist die älteste Form westlicher Psychotherapie", sagen Wissenschaftler um Heidi Jiang von der Northwestern University in Chicago. "Sie ist ein effektives Mittel, um die Art und Weise zu verändern, wie wir unser Gehirn benutzen – und kann damit unsere Wahrnehmung und unseren Körper kontrollieren." Doch obwohl das medizinische Potenzial der Methode immer mehr Anerkennung finde, wisse man nur wenig darüber, wie sie auf der physiologischen Ebene funktioniere. Das Forscherteam hat diese Wissenslücke nun geschlossen – und herausgefunden, was im Gehirn unter Hypnose passiert.



Gehirn unter Beobachtung


Für ihre Studie akquirierten die Wissenschaftler 36 Probanden, die sich in Eignungstests als besonders gut hypnotisierbar erwiesen hatten, sowie 21 Teilnehmer, die sich nur sehr schwer in Trance versetzen ließen. "Diese Kontrollgruppe ist wichtig. Denn nur so können wir sicher sein, dass das, was wir sehen, tatsächlich auf die Hypnose zurückzuführen ist", erklären die Forscher.


Mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) beobachtete das Team die Gehirnaktivität der Versuchsteilnehmer unter vier verschiedenen Bedingungen: während sich die Probanden ausruhten, während sie sich an etwas erinnern sollten und zweimal, während sie hypnotisiert wurden.

Veränderungen im Trancezustand


Tatsächlich konnten Jiang und ihre Kollegen dabei eindeutig bestimmte Hirnregionen identifizieren, die sich im Trancezustand verändern. So sinkt unter Hypnose zum einen die Aktivität im dorsalen anterioren Gyrus cinguli.




Dieser Bereich gehört zum sogenannten Salienz-Netzwerk: Es entscheidet, wie stark wir auf bestimmte Reize reagieren und signalisiert damit, was besonders relevant ist.

"Während der Hypnose ist man so versunken, dass man sich um nichts Anderes von außen kümmert", erklärt Mitautor David Spiegel von der Standford University.

Zweitens beobachtete das Team eine erhöhte Aktivität der Verbindung zwischen einem Teil des präfrontalen Kortex und der Inselrinde. Laut den Forschern hilft diese dem Gehirn dabei zu verarbeiten, was im Körper geschieht.

Die dritte Veränderung passiert zwischen dem präfrontalen Kortex und dem sogenannten Default Mode Netzwerk, jenen Regionen, die beim Nichtstun aktiv sind und beim Lösen von Aufgaben deaktiviert werden. Die Verbindung zwischen diesen beiden Bereichen wird im Hypnosezustand schwächer.

Die Forscher glauben: Das zeigt an, dass die eigenen Aktionen und das Bewusstsein darüber nicht mehr verknüpft sind. 

Während der Hypnose führe dieser Zustand dazu, dass man sich in seinem Tun unbewusst von anderen leiten lasse.

Interessanterweise beeinflusst auch regelmäßige Meditation die Verknüpfungen im Default Mode Netzwerk, wie Studien belegen.

Chance für schwer hypnotisierbare Menschen?


Diese neuen Erkenntnisse könnten künftig vor allem Patienten helfen, bei denen die Hypnose bislang nicht funktioniert. "Jetzt, wo wir wissen, welche Gehirnregionen an einem Trancezustand beteiligt sind, können wir die Effektivität einer Hypnose womöglich beeinflussen", sagt Spiegel.

Die Idee: eine Therapie, die Hirnstimulation und Hypnose vereint. "Uns reizt der Ansatz, die Hypnosefähigkeit einer Person zu verbessern, indem wir gezielt bestimmte Bereiche in ihrem Gehirn stimulieren", so Spiegel.

Bislang gelten den Forschern zufolge nur rund zehn Prozent der Bevölkerung als außerordentlich gut hypnotisierbar, rund die Hälfte spricht mittelgut auf die Methode an.

Die von dem Team erdachte Behandlung könnte unter Umständen auch den bislang nur schwer mit Hypnose therapierbaren Menschen helfen – und ihnen dadurch zum Beispiel starke Schmerzmedikamente ersparen. Bevor das möglich werde, sei aber noch mehr Forschung nötig, schließt das Team. (Cerebral Cortex, 2016)
(Stanford University Medical Center, 29.07.2016 - DAL)