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Dienstag, 26. Juli 2016

Spitzwegerich-Salbe – zum Selbermachen

Spitzwegerich-Salbe – damit Insektenstiche nicht mehr jucken


Besonders im Sommer machen sie uns häufig das Leben schwer. Rötlich verfärbte, angeschwollene Insektenstiche, die einfach nicht aufhören wollen zu jucken. Bei empfindlicher Haut entwickeln sich aus den an sich harmlosen Stichen mitunter großflächige, schmerzhafte Schwellungen und Entzündungen, die über mehrere Tage anhalten können. Für Abhilfe sorgt eine Salbe mit Spitzwegerich. Sie lindert den Juckreiz, wirkt kühlend, mindert Schwellungen und beschleunigt die Heilung.
Was eine Spitzwegerich-Salbe sonst noch alles kann und wie du sie mit wenig Aufwand selbst herstellst, erfährst du in diesem Beitrag.



Die Heilpotenziale des Spitzwegerichs


Spitzwegerich ist eine wichtige Erste-Hilfe-Pflanze, er hilft bei Wunden, blauen Flecken und Prellungen. Bei Stichen durch Bremsen, Wespen, Bienen und Mücken, aber auch bei einer Berührung mit Brennnesseln kann Spitzwegerich vor Schwellungen und Juckreiz schützen. Dazu lässt sich sowohl das frische, zerquetschte Kraut als auch die Spitzwegerich-Salbe verwenden.
Neben der Wirksamkeit bei Verletzungen der Haut ist Spitzwegerich eine der bekanntesten Hustenpflanzen. Er wird zur Stärkung des Lungengewebes, bei Asthma und zur Schleimlösung bei Bronchitis innerlich in Form von Tee oder Spitzwegerichsirup eingenommen. 
Die Spitzwegerich-Salbe kann die heilende Wirkung von Sirup und Tee unterstützen. Als Einreibemittel für die Brust und den oberen Rücken wirkt sie Husten lindernd. Außerdem ist sie auch für Kinder hervorragend geeignet.


(Quelle: Wiki)

Herstellung der Spitzwegerich-Salbe


Die Salbe wird in zwei Arbeitsschritten hergestellt. Zunächst bereitet man einen Ölauszug zu, woraus dann die Salbe gerührt wird. Für den Ölauszug benötigst du folgendes:
  • frische Spitzwegerichblätter, die nicht mehr feucht von Tau oder Regen sein sollten
  • Olivenöl
  • optional Kokosöl – ein sehr gutes Hautpflegemittel mit vielen heilenden Eigenschaften
  • 1 desinfiziertes Schraubglas mit Deckel
So gehst du vor:
Spitzwegerichblätter kleinschneiden und in das Schraubglas geben.
  1. Mit Olivenöl auffüllen, so dass alle Blätter bedeckt sind.
  2. Optional Kokosöl, etwa 20% der Menge des Olivenöls, dazurühren. Sollte sich das Kokosöl zunächst nicht auflösen, stelle das Glas einfach für ein paar Stunden an einen warmen Ort.
  3. Glas verschließen und unter täglichem Schütteln für zwei Wochen bei Zimmertemperatur ziehen lassen.
  4. Das Öl durch ein Sieb gießen, wiegen und in einen kleinen Topf geben.
Zur Herstellung der Salbe benötigst du noch etwas Bienenwachs. Dieses Naturprodukt bekommst du am besten von deinem lokalen Imker oder alternativ online. Pro 100 ml Öl kannst du mit zwölf Gramm Bienenwachs rechnen, für eine etwas weichere Variante nimmst du zwei Gramm weniger, für eine etwas festere zwei Gramm mehr. Das Rühren der Salbe ist ganz einfach:
  1. Bienenwachs zu dem Ölauszug in den Topf geben.
  2. In einem Wasserbad erhitzen, bis das Wachs schmilzt.
  3. Mit einem Holzlöffel oder -stäbchen verrühren.
  4. Um die Konsistenz der Salbe zu testen, kannst du eine Probe entnehmen und auf einem Teller erkalten lassen.
  5. Sollte die Salbe zu fest sein, gib noch etwas Öl hinzu, wenn sie zu weich ist noch etwas Bienenwachs.
  6. Sobald du mit der Konsistenz der Salbe zufrieden bist, ist sie fertig und kann in kleine desinfizierte Gläser oder Salbentiegel abgefüllt werden.
  7. Beschriften und kühl aufbewahren, so ist die Salbe mehrere Monate haltbar.
Bei Insektenstichen wird die Salbe möglichst zeitnah aufgetragen. Das Einreiben kann je nach Bedarf mehrmals am Tag wiederholt werden. Die Salbe ist darüber hinaus bei Hautekzemen hilfreich, die durch eine äußere Ursache entstanden sind. Sie entstehen unter anderem durch Windeldermatitis und allergische Reaktionen.

Samstag, 25. Juni 2016

Margarine zum Selbermachen




Margarine zum Selbermachen





Prinzip der Margarinenherstellung


Öle und Fette bilden mit den fettlöslichen Vitaminen A, D und E sowie Carotin und Lecithin die wesentliche Bestandteile der sogenannten Fettphase der Margarine.
Carotin dient zum Anfärben der Margarine, Lecithin aus Hühnerei oder aus Sojabohnen erleichtert die Emulgierung der Fette.

Alle wasserlöslichen Bestandteile der Margarine (Salz, entrahmte Milch) werden mit Wasser zur sogenannte wäßrigen Phase gemischt. Beide Gemische (Fettphase und wäßrige Phase), werden beim Fabrikationsprozeß getrennt zu einem Schnellkühler geleitet, dort gemischt, gerührt, gekühlt und geknetet. 


In wenigen Minuten entsteht dabei die streichfähige Margarine als Emulsion.


Rezept zum Selbermachen


Zutaten:


100g Kokosfett (45°C)
50g Pflanzenöl (45°C)
15g Vollmilch vorgekühlt
15g Wasser
1g Salz
1 Eigelb

Zubereitung:














Kokosfett und Pflanzenöl mit Rührer vermischen bis Zimmertemperatur erreicht ist und
in ein Eisbad stellen, weiterrühren.
Nacheinander Vollmilch, Wasser, Eigelb und Salz hinzugeben. Bei mittlerer bis hoher Stufe des Rührers Masse steifschlagen.

Montag, 23. Juni 2014

Rosenöl zum Selbermachen

Rosenöl aus frischen Blüten selber machen





Wer selbst keinen Garten hat, kann Nachbarn, Freunde oder Verwandte danach fragen. Keine Blumen aus dem Geschäft verwenden, diese sind nicht lebensmitteltauglich und mit Pestiziden behandelt!

Ihr braucht:

  • Die gewaschenen, abgetropften Blütenblätter von 6-8 Rosen (über Nacht auf einem Handtuch antrocknen lassen)
  • 500 Milliliter Sesam- Mandel- oder Sonnenblumenöl
  • 2 Wochen Geduld oder einen Topf
  • Ein großes Weckglas

 



1. Methode – wenn man 2 Wochen Zeit hat:

Das Öl in einen Topf geben und leicht erwärmen. Die Blüten in das Weckglas geben und mit dem warmen Öl übergießen. Das Gemisch mit einem Holzlöffel rühren und darauf achten, dass alle Blüten mit Öl bedeckt sind. 

Das Glas verschließen und 2-4 Wochen an einen durchgängig warmen Ort stellen (Fensterbänke werden Nachts zu kalt). Anschließend das Öl durch ein Küchentuch abseihen und in Flaschen füllen.



2. Methode – wenn man 2 Stunden Zeit hat:

Das Öl und die Blüten in das Glas geben. In einen mit heißem Wasser gefüllten Topf (= Wasserbad) stellen und auf niedrigster Stufe 2 Stunden durchziehen lassen (nicht kochen). Alle halbe Stunde mit einem Holzlöffel durchrühren und nachsehen, ob noch genug Wasser im Topf ist. Anschließend das Öl durch ein Geschirrtuch abseihen und in Flaschen füllen.


Rosenöl als Heilmittel

Sie ist die Königin unter den Blumen und berührt uns nicht nur mit ihrem betörenden Duft: Die Rose ist der Inbegriff der Harmonie und der Schönheit. Kaum zu glauben, dass manche Sorten auf sandigen, steinigen Böden gedeihen wie die Rosa damascena, aus der das kostbare Rosenöl gewonnen wird. Am Fuße des Balkangebirges in Bulgarien befindet sich das größte Rosenanbaugebiet der Welt. Dort kann sich der heckenrosenähnliche Strauch mit den rosafarbenen Blüten im Schutz der Gebirgsketten besonders gut entwickeln.

Echtes Rosenöl ist teuer

Die Erntezeit ist extrem kurz, denn nur im Mai und Juni blüht diese Rosensorte und muss von Hand gepflückt werden. Per Wasserdestillation wird dann das ätherische Öl aus den Blütenblättern gewonnen: Aus dreißig Rosenblüten bekommt man nur einen Tropfen Rosenöl! Somit ist klar, warum echtes Rosenöl so teuer ist. Als Nebenprodukt entsteht bei der Destillation ein sogenanntes Hydrolat, in diesem Fall das Rosenwasser, dessen Duft und Heilkraft durchaus mit der des Öls vergleichbar ist.

Die vielseitige Wirkung des Rosenöls

Rosenöl ist eines der komplexesten ätherischen Öle, das mehr als 400 chemische Verbindungen enthält. Es ist sehr hautfreundlich und daher für jede Altersstufe geeignet. Außerdem hat es einen stark harmonisierenden, ausgleichenden und beruhigenden Effekt auf die Seele, während es im körperlichen Bereich antiviral, antiseptisch, entkrampfend, entzündungshemmend, wundheilend und insektenabweisend wirkt. Rosenöl harmoniert auch mit allen anderen ätherischen Ölen und bringt diese sogar oft erst zur vollen Entfaltung bezüglich ihrer Wirkungen.

Anwendung des ätherischen Öls bei Fieber

Bei hohem Fieber über 39 Grad Celsius wird der Kreislauf sehr belastet, daher kann eine sanfte Methode helfen, das Fieber zu senken. Neben den bewährten Wadenwickeln bietet eine kühle Stirnkompresse zusätzliche Erleichterung: Auf einen Viertel Liter kaltes Wasser geben Sie einen Tropfen Rosenöl und tränken ein Baumwolltuch mit dieser Mischung. Alternativ können Sie auch fertiges Rosenwasser verwenden. Wechseln Sie die Kompresse etwa alle fünf Minuten, damit sie optimal kühlen kann.

Entspannendes Massageöl bei Stress

Bei zu hohem Blutdruck, der durch Stress und Anspannung entstanden ist, kann als begleitende Maßnahme zur einer vom Arzt verordneten Therapie eine Massage mit einem entspannenden Körperöl helfen. Dafür gibt man einen bis zwei Tropfen Rosenöl in 100 Milliliter Jojobaöl und verrührt sie gut. Diese Mischung kann auch durch andere ätherische Öle ergänzt werden, zum Beispiel mit sieben Tropfen Lavendel-, fünf Tropfen Zedern- und zwei Tropfen Muskatelleröl.

Kühlende Kompressen mit Rosenwasser

Entzündungen der Haut mit Symptomen wie Schwellungen, Rötungen und Schmerzen können als Erste-Hilfe-Maßnahme mit einer Kompresse beruhigt werden: Nehmen Sie 100 Milliliter kaltes Rosenhydrolat und fügen Sie zwei Tropfen Kamillenöl (römisch) hinzu. Befeuchten Sie einen Wattepad mit dieser Mischung und betupfen Sie vorsichtig die betroffenen Stellen oder lassen Sie das Pad zehn Minuten lang darauf liegen.

Duftlampe für ängstliche Kinder

Für Kinder mit Trennungsängsten (zum Beispiel an den ersten Kindergartentagen) oder mit Einschlafproblemen können Sie eine Duftlampe mit einer beruhigenden, harmonisierenden Mischung aufstellen. Geben Sie etwas Wasser in die Verdunstungsschale und fügen Sie einen Tropfen Rosenöl hinzu. Hilfreich sind auch zusätzlich drei Tropfen Lavendel-, fünf Tropfen Zedernholz- und zwei Tropfen Grapefruitöl. Wählen Sie in jedem Fall immer Öle von guter Qualität!