Freitag, 28. März 2014

Säfte - das Richtige für den Frühling

Im Saft liegt die Kraft




Zwei Saftfastentage zur Entlastung Ihres Stoffwechsels ist vielleicht das Richtige für Sie. Eine Darmentleerung und vorhergehende Entlastungstage benötigen Sie dazu nicht. Am größten ist die dauerhaft entschlackende Wirkung, wenn Sie regelmäßig einmal monatlich einen Saftfastentag einlegen.
Beim Saftfasten nehmen Sie ausschließlich Frucht- und Gemüsesäfte sowie Wasser, ungesüßte Teesorten und ungesalzene Gemüsebrühe zu sich. Diese Methode ist eine milde Fastenvariante, denn der Organismus erhält durch den Fruchtzucker der Säfte weiterhin Kohlenhydrate und muss nicht auf die Körperdepots zurückgreifen. Dadurch schaltet er auch nicht komplett auf das Energiesparprogramm „Ernährung von innen" um, unangenehme körperliche Unpässlichkeiten bleiben daher weitgehend aus. Außerdem erhalten Sie beim Saftfasten reichlich Vitamine und Mineralstoffe, sodass Sie keine Mangelerscheinungen befürchten müssen. Die besten Säfte für Ihren Fastentag sind:
- Tomatensaft
- Selleriesaft
- Möhrensaft
- Rote-Beete-Saft
- Kartoffelsaft
- Orangensaft
- Grapefruitsaft
- Aprikosensaft
- Beerensäfte
Alle Obstsäfte können Sie ebenso wie Gemüsesäfte auch miteinander mischen. Nehmen Sie während der Kur nur ungesüßte und ungesalzene, reine Säfte zu sich. Sie können sie entweder selbst frisch pressen oder auf Bio-Produkte aus dem Bioladen bzw. dem Reformhaus zurückgreifen. Zusätzlich dürfen Sie so viel Wasser und ungesüßten Kräutertee trinken wie Sie mögen.







Donnerstag, 27. März 2014

Alte Gemüsesorten

Entdecken Sie alte Gemüsesorten neu




Mit der Ausdehnung des Welthandels schienen der Anbau und die Ernte klassischer heimischer Gemüsesorten finanziell nicht mehr lohnenswert und die ehemals regional typischen Arten überlebten höchstens noch als Exoten in Bioläden.
Vor allem engagierten Biobauern und Vertretern der Organisation Slow Food, die sich für die regionale Küche einsetzt, verdanken wir das Comeback der traditionellen Sorten. Diese Gemüse haben sich über Generationen an die regionalen Bedingungen von Boden und Klima angepasst und sind daher besonders widerstandsfähig.
Alte Gemüsesorten bieten diese Vorteile:
- Sie sind unempfindlich und benötigen daher keinen Kunstdünger.
- Sie sind frei von Insektiziden, Pestiziden und Fungiziden.
- Sie verfügen über eine hohe genetische Vielfalt.
- Sie bringen neue Geschmacksvariationen auf den Teller.
- Sie sind besonders reich an Vitalstoffen.
- Sie sind nicht gentechnisch verändert.
- Sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen.
Heute im Handel erhältliche Gemüse sind so genannte Hybride. Das bedeutet, dass diese Pflanzen-Züchtungen eine reiche Ernte von einheitlich großen Früchten garantieren. Allerdings degenerieren diese „Inzucht-Pflanzen" derartig, dass ihre Samen nicht weiter verwendet werden können, und jeweils frisches Saatgut eingekauft werden muss. Die alten Kultursorten sind dagegen samenfest und ihre Samenkörner können gesammelt und wieder zur Aussaat verwendet werden.

Diese gesunden alten Gemüse sollten Sie probieren


Seit einiger Zeit hat die Gourmetküche die alten Gemüsesorten entdeckt und zaubert mit ihnen ganz neue Geschmackserlebnisse. Denn diese Sorten kommen ohne den Zusatz von Salz oder Suppenwürzen aus und liefern auch Geschmacksrichtungen wie salzig oder harzig. Das sind die wichtigsten wiederentdeckten Sorten:
- Pastinaken
- Petersilienwurzeln
- Mangold
- Topinambur
- Urkohl
- Urmöhre
- Guter Heinrich
- Schwarzwurzeln
Inzwischen erhalten Sie die alten Kulturgemüse auch wieder in gut sortierten Supermärkten. Diese Sorten sollten Sie probieren:
Pastinaken
Pastinaken sehen ähnlich aus wie Rettiche, schmecken allerdings süßlich. Das Wurzelgemüse ist reich an Ballaststoffen und enthält u. a. Kalium, Magnesium sowie Zink.
Zubereitungstipps: Ähnlich wie Möhren können Sie die Wurzeln roh essen oder dünsten. Wenn Sie die gedünsteten Pastinaken pürieren, in Gemüsebrühe und etwas Sahne einrühren, erhalten Sie eine schmackhafte Cremesuppe.
Guter Heinrich
Die Blätter und Stiele dieser Pflanze haben einen herb-würzigen Geschmack. Aufgrund der Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Eisen, Saponine und weiteren Mineralsalzen wirkt der Gute Heinrich blutreinigend und blutbildend.
Zubereitungstipps: Die Blätter der Gemüsepflanze können Sie wie Spinat verarbeiten. Die jungen Triebe sollten Sie schälen und in wenigen Minuten in Salzwasser gar kochen.
Schwarzwurzeln
Der Name des früher abfällig „Arme-Leute-Spargel" genannten Gemüses stammt von seiner schwarz-braunen Schale. Im Inneren enthalten die Schwarzwurzeln u. a. das gesunde Provitamin A, Vitamine der B-Gruppe sowie reichlich Mineralstoffe. Dadurch wirkt das Gemüse harntreibend und entgiftend auf die Leber.
Zubereitungstipps: Legen Sie die geschälten Wurzeln sofort in Zitronenwasser (1 EL Zitronensaft auf 1 l Wasser) ein, damit sie sich nicht verfärben. Kochen Sie die in Stückchen geschnittenen Wurzeln auch in diesem Wasser und genießen Sie holländische Sauce dazu.
Topinambur
Die bizarr geformten Knollen schmecken ähnlich wie Artischocken und sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Außerdem enthalten sie Inulin, eine zuckerartige Substanz, die wie ein Ballaststoff wirkt.
Zubereitungstipps: Säubern Sie die Knollen und schneiden Sie diese in kleine Stückchen oder Streifen. Roh eignet sich das Gemüse als Salatzutat, gedünstet können Sie es auch pürieren und zu einer Cremesuppe weiterverarbeiten.
Petersilienwurzeln
Das sehr würzige Aroma verdankt die Petersilienwurzel ihren ätherischen Ölen, die gleichzeitig leicht keimtötend wirken. Zusätzlich hat das Wurzelgemüse einen hohen Gehalt an Folsäure und Vitamin E.
Zubereitungstipps: Schälen Sie die Wurzeln wie Möhren, und schneiden Sie diese in Scheiben oder Stifte. In wenig Wasser gedünstet und mit Honig sowie etwas Weinessig abgeschmeckt, sind Petersilienwurzeln eine würzige Beilage.

Mittwoch, 26. März 2014

Hamamelis - bei Entzündungen der Haut und Schleimhäute

Hamamelis





Zu medizinischen Zwecken werden die Blätter und die Rinde des Hamamelisstrauchs verwendet. 
Entsprechende Zubereitungen können als Tee, homöopathische Globuli oder in Form von Fertigpräparaten eingenommen werden. Für die äußerliche Anwendung als Kompressen, Wundsalbe oder Bäder können Sie sich die entsprechenden Hausmittel aus der getrockneten Droge selbst herstellen oder Sie greifen auf fertige Salbenzubereitungen und Tinkturen zurück. 

Inhaltsstoffe


Die wichtigsten Inhaltsstoffe in Hamamelis sind:
- ätherisches Öl
- Gerbstoffe
- Proanthocyanidine (OPC)   OPC Quelle - Schutz und Aufbau
- Tannine
- Flavonoide

Je nach Pflanzenteil sind die Wirkstoffe unterschiedlich zusammengesetzt. So enthält die Rinde mehr Gerbstoffe als die Blätter dafür hat sie allerdings weniger Flavonoide und ätherisches Öl. Die Gerbstoffe ziehen das Gewebe zusammen, und das ätherische Öl ist vor allem für die entzündungshemmende Wirkung verantwortlich. Die Proanthocyanidine erhöhen zusätzlich die Zellteilung der Hautzellen, wodurch die Wundheilung beschleunigt abläuft.

Wirkung


Hamamelis wirkt:
  • entzündungshemmend
  • wundheilend
  • zusammenziehend
  • gefäßverengend
  • antioxidativ
Für die entzündungshemmende äußerliche Anwendung werden besonders Wasserdampfdestillate verwendet, die nur die ätherischen Öle und keine Gerbstoffe enthalten. Bei leichten Verletzungen und Entzündungen der Haut helfen vor allem Umschlägen mit dem Tee oder der Tinktur.

Anwendungsgebiete von Hamamelis sind:

- kleine Haut- und Schleimhautverletzungen
- Entzündungen der Haut und Schleimhäute
- Krampfadern
- Hämorrhoiden

Die Wirksamkeit von Hamamelis ist bei allen aufgeführten Beschwerden wissenschaftlich erwiesen. Homöopathen wenden die potenzierte Zaubernuss Hamamelis virginiana gerne gegen Venenleiden und vergrößerte Hämorrhoiden an. Hamamelisextrakte werden auch vielfältig in der Naturkosmetik eingesetzt. Häufig sind sie Bestandteil von Cremes gegen empfindliche Haut sowie von Rasier- und Gesichtswässern zur Linderung von Hautreizungen.


Die besten Hausmittel mit Hamamelis


Sammeln Sie die Blätter des Hahamelisstrauchs zwischen Juni und September und schneiden Sie einzelne Zweige ab. Entfernen Sie die Rinde von den Zweigen und legen Sie sie zusammen mit den Blättern zum Trocknen an einen warmen, luftigen Ort. Bewahren Sie sie nach dem Trocknen in einer luftdichten Dose auf. Getrocknete Rinde erhalten Sie auch im Reformhaus und in der Apotheke.
Grundrezept für Hamamelistee
Übergießen Sie 1 - 2 TL getrocknete und kleingeschnittene Hamamelisblätter mit einer Tasse (ca. 200 ml) kochendem Wasser und lassen Sie den Ansatz 10 Minuten ziehen. Trinken Sie bei Venenleiden täglich 1 Tasse von dem abgeseihten Tee.
Entzündungshemmende Hamamelis-Tinktur
Übergießen Sie eine Handvoll Hamamelisblätter in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn bis alle Pflanzenteile bedeckt sind. Lassen Sie die Mischung 4 bis 6 Wochen ziehen, und filtern Sie den Ansatz anschließend in eine dunkle Flasche ab. Diese Tinktur hilft mit etwas Wasser verdünnt als Spüllösung gegen Entzündungen der Mundschleimhaut.
Juckreizlinderndes Hamamelis-Sitzbad
Kochen Sie sich mit 4 TL getrockneten Hamamelisblättern und einer Tasse kochendem Wasser einen starken Tee und geben Sie ihn nach dem Abseihen in eine kleine Sitzbadewanne. Baden Sie bei Hämorrhoiden darin bis zur Besserung täglich etwa 20 Minuten.




Dienstag, 25. März 2014

Mit spezieller Klebetechnik gegen Schmerzen

Wie Schmerzen einfach weggeklebt werden



Ende der 1970er Jahre entwickelte der japanische Chiropraktiker Dr. Kenzo Kase zur Optimierung seiner Behandlungen mit den herkömmlichen, zugfesten Tapes ein hochelastisches Pflaster, das sich wie eine zweite Haut dehnen und wieder zusammenziehen kann. Es ist aus reiner Baumwolle und an der Unterseite wellenförmig mit Acryl beschichtet, wodurch es bei Kontakt mit der Körperwärme selbstklebend wird und nicht über seine gesamte Breite auf der Haut haftet. Dieses Band hat eine ähnliche Dicke und Dehnbarkeit (bis zu 180 %) wie die menschliche Haut. Dr. Kenzo Kase nannte sein Klebeband Kinesio-Tape (griech.: kinesis = Bewegung), da es die Bewegung der Muskulatur nicht einschränkt.
Im Jahr 2001 unterrichtete er die ersten Physiotherapeuten in Deutschland in seiner Methode, die sich bei uns immer größerer Beliebtheit erfreut. Bei diesen Beschwerden können Ihnen die Klebestreifen helfen:
- Spannungskopfschmerzen
- Sehnenscheidenentzündung (z. B. Tennisarm)
- Muskelschmerzen (z. B. durch Verspannungen, Fibromyalgie)
- Bindegewebsverhärtungen (Fibrosen)
- Gelenkschmerzen (z. B. Knieschmerzen, Arthrose)
- Hexenschuss
- Störungen im Lymphabfluss (Lymphödeme)
Ein oder mehrere Tapes werden in speziellen Anlagetechniken auf den zu behandelnden Körperbereich aufgeklebt. Die Art der Klebe-Technik richtet sich danach, ob eine Muskelgruppe aktiviert, ein Gelenk in seiner Funktion unterstützt oder der Lymphfluss aktiviert werden soll. Beim Aufbringen des Tapes wird die Haut unter dem Klebeband bei jeder Technik leicht angehoben, wodurch sich der Raum zwischen der Haut und dem darunterliegenden Bindegewebe vergrößert. Das lockert das Bindegewebe auf, und die Lymphflüssigkeit kann besser abtransportiert werden.
Aufgrund der hohen Dehnbarkeit der Tapes wird die Muskulatur darunter nicht in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, vielmehr erhält sie bei jeder Bewegung eine Stimulation durch die Reibung des Bands. Da das Tape auf der Haut haftet, kommt es bei jeder Körperbewegung zu einer mechanischen Verschiebung der Haut, wodurch ihre Nervenzellen (Mechanorezeptoren) gereizt werden. Dieser Reiz hemmt über Nervenbahnen des Rückenmarks Zellen des Hirnstamms, was die Schmerzwahrnehmung vermindert.
Und noch ein Tipp: Trainieren Sie regelmäßig Ihre Muskeln und spüren Sie bald ein ganz neues Körpergefühl. Sie sind nach dem Training voller Power, könnten Bäume ausreißen, so groß ist Ihr Tatendrang. Kurzum: Sie sind hellwach.


Neue Taping-Methoden


Einige Therapeuten berücksichtigen bei der Anlage der Tapes nicht nur den anatomischen Verlauf der Muskeln, Sehnen und Bänder, sondern wählen je nach den zu behandelnden Beschwerden auch gezielt eine Farbe für das Band aus. Nach den Vorstellungen des Biophysikers Professor Fritz-Albert Popp sollen bei der Behandlung mit farbigen Bändern Energieungleichgewichte durch Farbschwingungen ausgeglichen werden. Kühle Farben wie blau sollen entspannend und beruhigend wirken, die warme Farbe rot eher durchblutungsfördernd und anregend.
Eine weitere Variante des Kinesio-Tapings ist das Aku-Taping. Basierend auf der Lehre der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden hier die Tapes entlang ausgewählter Energiebahnen (Meridiane) geklebt. Die Eigendehnung des elastischen Bands führt zu einer ständigen Massage der auf diesen Bahnen liegenden Akupunkturpunkte, was einen ähnlichen Effekt hat wie eine Dauernadel: Die blockierte Energie im behandelten Bereich wird wieder zum Fließen gebracht, wodurch die Selbstheilungskräfte angeregt werden sollen.
Leider ist Kinesio-Taping ist nicht zur Selbstbehandlung geeignet. Wenn Sie die schmerzlindernde und heilungsfördernde Wirkung der Kinesio-Tapes einmal ausprobieren möchten, sollten Sie sich an einen erfahrenen Physiotherapeuten, Orthopäden oder Sportmediziner wenden. Er kennt den anatomischen Verlauf der Muskeln und Sehnen und beherrscht die unterschiedlichen Anlagetechniken. Je nachdem wie viele Bänder bei Ihnen aufgeklebt werden, müssen Sie mit 10 bis 50 € rechnen, im Rahmen einer ärztlichen Behandlung oder verordneten Physiotherapie übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten. Sie können die Bänder bis zu drei Wochen tragen und mit ihnen auch duschen oder Sport treiben.

Montag, 24. März 2014

Ohrakupunktur bei Schmerzen, Allergien und Angstzuständen

So wirkt die Ohrakupunktur




Zwar waren schon im ersten Jahrhundert vor Christus in China 20 Akupunkturpunkte auf der Ohrmuschel bekannt - die moderne Ohrakupunktur wurde jedoch in Frankreich entwickelt. Der französische Arzt Paul Nogier entdeckte sie in den 1950er Jahren zur Diagnose und Therapie von Krankheiten. Er erkannte, dass in der Ohrmuschel der menschliche Körper wie ein Embryo abgebildet ist, und dass über Punkte am Ohr der gesamte Organismus stimuliert werden kann. Ohrakupunktur hilft Ihnen besonders gut bei:
- Nervenschmerzen (z. B. Ischiasbeschwerden, Neuralgie nach Gürtelrose)
- Gelenkschmerzen (z. B. Arthrose)
- Allergien
- Tinnitus
- Ängsten und Phobien
- Suchtproblemen (z. B. Alkohol-, Nikotin-, Drogensucht)



Das Ohr wird von großen Nerven versorgt, die im Hirnstamm ihre Wurzeln haben. Dadurch stehen die Nervenpunkte am Ohr in direkter Beziehung zum Gehirn und zu der ebenfalls im Hirnstamm liegenden Schaltstelle zwischen Gehirn und Körper (Formatio reticularis). Daher kann das Akupunktieren ausgewählter Punkte am Ohr einen Reiz setzen, der über die Nerven direkt zum Gehirn und von da aus zum Zielorgan geleitet wird. Dieser Reiz kann unerwünschte Nervenreaktionen wie Ängste, Schmerzen oder Unruhe bei der Raucherentwöhnung mildern. Gleichzeitig ist es auch möglich, innere Organe zu aktivieren.
Punkte am Ohr, die mit einer krankhaft veränderten Körperstruktur in Verbindung stehen, sind druckempfindlich, und der elektrische Hautwiderstand ist in diesem Bereich verändert. Mit einem so genannten Punktsuchgerät kann diese Widerstandsveränderung gemessen und so die korrekte Einstichstelle für die Akupunkturnadel aufgefunden werden. Erfahrene Ohrakupunkteure benötigen dieses Hilfsmittel oft nicht und können den veränderten Hautwiderstand ertasten.



So befreit Sie die Ohrakupunktur 

von Ängsten und vom Rauchen


Besonders erfolgreich ist die Ohrakupunktur bei allen Problemen, die mit dem Nervensystem in Verbindung stehen. So konnte eine Studie der Universität Wien im Jahr 2011 nachweisen, dass durch nur eine Behandlung Angstzustände vor einer Zahnarztbehandlung gelindert wurden. 
Die Ärzte hatten den Grad der Angst von 182 Zahnarztpatienten vor der Behandlung mit einem psychologischen Test erhoben. Anschließend erhielt ein Drittel der Probanden eine Ohrakupunktur, ein weiteres Drittel eine Scheinakupunktur am Finger oder an der Schulter, und der Rest bekam gar keine Behandlung. 20 Minuten später, unmittelbar vor der 
Zahnbehandlung, wiederholten die Forscher den Test und stellten fest, dass die Angst bei den Ohrakupunktur-Patienten auf der dem Test zugrundeliegenden Skala um 7,9 Punkte gesunken war. In der Scheinakupunktur-Gruppe hatte die Angst nur um 3,7 Punkte nachgelassen, bei der unbehandelten Gruppe gab es keine Veränderung.
Auch wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, spielt das Nervensystem eine große Rolle. Unruhe, Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen sind dabei die häufigsten Entzugserscheinungen. Diese unangenehmen Begleiterscheinungen können durch Ohrakupunktur-Behandlungen vermieden und damit ein Rückfall verhindert werden. Für eine erfolgreiche Raucherentwöhnung sind in der Regel zwei bis fünf Sitzungen in wöchentlichem Abstand erforderlich. Dabei setzt der Akupunkteur Ihnen jeweils zwei bis drei so genannte Dauernadeln in ausgewählte Ohrpunkte. Diese Nadeln sind nur wenige Millimeter lang und schließen mit einem kreisförmigen, flachen Kopf an der Haut des Ohrs ab. Am häufigsten werden der Suchtpunkt, der Beruhigungspunkt, der Frustrationspunkt und der Aggressionspunkt genadelt. Die Dauernadeln werden mit kleinen Pflastern abgeklebt und bleiben etwa fünf Tage liegen. 
Anschließend können Sie sie selbst mit einer Pinzette entfernen. Ohrakupunktur wird nicht von den Krankenkassen erstattet. Sie müssen jede Behandlung mit etwa 40 € selbst bezahlen.Das sollten Sie beim Tragen von Dauernadeln beachten:
- Vermeiden Sie beim Waschen den Kontakt des genadelten Ohrs mit Seife oder Shampoo.
- Verwenden Sie zur Säuberung des Ohrs im Bereich der Nadeln alkoholhaltiges Rasier- oder Gesichtswasser.
- Wenn Sie merken, dass sich eines der Pflaster löst, sollten Sie es vorsichtig entfernen und die Nadel anschließend mit einem kleinen Stück Leukoplast überkleben.
- Stimulieren Sie die Dauernadeln für eine optimale Wirkung, indem Sie sie jeweils drei- bis fünfmal täglich 15 bis 20 Sekunden lang mit dem Finger massieren.
- Dauernadeln fallen meistens von selbst ab. Wenn Sie sich nach einer Woche nicht gelöst haben, können Sie sie einfach mit einer Pinzette herausziehen.
- Entfernen Sie die Nadeln, wenn sich die Umgebung entzündet oder gerötet hat.

Dienstag, 18. März 2014

Diabetes - Prävention mit den richtigen Nahrungsmitteln

Diabetes 2: Mit dieser Ernährung beugen Sie vor




Vielleicht denken Sie, dass Sie gegen die Zuckerkrankheit am besten so wenig wie möglich Kohlenhydrate und schon gar keinen Zucker zu sich nehmen sollten. Doch das stimmt nicht - allerdings müssen es die richtigen Kohlenhydrate und Zucker sein! Das Zauberwort heißt hier komplexe Kohlenhydrate. Diese Kohlenhydrate sind ballaststoffreich, weshalb ihre Zuckermoleküle erst verzögert ins Blut abgegeben werden. Auf diese Weise vermeiden Sie Blutzuckerspitzen nach dem Essen und der Blutzuckerspiegel bleibt in der Balance. Reich an komplexen Kohlenhydraten sind:
- Vollkornbrot
- ungeschälter Naturreis
- Vollkornnudeln
- Quinoa
- frisches Obst
Hier dürfen Sie ebenso reichlich zugreifen wie bei allen Nahrungsmitteln, die reistente Stärke enthalten. Diese Art der Stärke ist den Ballaststoffen sehr ähnlich, denn sie wird vom Organismus ebenfalls nicht verwertet. Die besten Lieferanten für resistente Stärke sind Hülsenfrüchte.
Kalte gekochte Kartoffeln und Bananen enthalten zwar auch resistente Stärke - die Spitzenreiter in dieser Kategorie sind jedoch die Hülsenfrüchte. Gleichzeitig liefern sie Ihnen wertvolles Eiweiß und Eisen. Erbsen, Bohnen, Linsen und Sojabohnen sind daher perfekte Baustein Ihrer Ernährung zur Vorbeugung der Zuckerkrankheit. Ein weiterer Vorteil von Bohnen & Co.: Sie haben im Gegensatz zu anderen Eiweißlieferanten wie Fleisch relativ wenige Kalorien und helfen Ihnen daher beim Gewichtsmanagement.

Bewegung und Stressabbau zur Vorbeugung


Wenn Sie noch nicht an Diabetes erkrankt sind und einer Risikogruppe angehören, können Sie die Erkrankung durch Bewegung verhindern. Hierzu reicht schon ein täglicher Spaziergang von einer halben Stunde aus.
Wenn Sie Ihren Blutzuckerspiegel langfristig im grünen Bereich halten oder sogar senken möchten, sollten Sie eine Ausdauersportart zu Ihrem Pflichtprogramm machen. Bestens geeignet sind hier Radfahren, Walken oder auch Schwimmen. Zusätzlich empfiehlt die Deutsche Diabetes-Stiftung, im Alltag auf mehr Bewegung zu achten. So sei es schon hilfreich, öfter mal die Treppe statt den Fahrstuhl zu nehmen, zu Fuß einkaufen zu gehen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu radeln.
Eine Langzeitstudie der Universität Göteborg/Schweden hat über 35 Jahre lang die Daten von 6828 Männern, die zwischen 1915 und 1925 geboren waren, analysiert. Die Anfang 2013 veröffentlichten Ergebnisse dieser Studie ergaben, dass im Verlauf des Beobachtungszeitraums 899 der Studienteilnehmer an einem Typ-2-Diabetes erkrankten. Das entscheidende Studienergebnis war jedoch, dass bei Männern, die dauerhaft unter Stress standen, die Diabetes-Rate um 45 % erhöht war.
Wenn Sie selbst das Gefühl haben, unter ständiger Anspannung zu stehen, sollten Sie unbedingt eine Entspannungstechnik erlernen. Yoga, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung sind dazu gleichermaßen gut geeignet. Lassen Sie sich die entsprechende Technik im Rahmen eines Kurses - z. B. an der Volkshochschule - erklären, und trainieren Sie dann konsequent und regelmäßig zu Hause.

Sonntag, 16. März 2014

Mate-Tee: Trank der Götter

Mate-Tee - ein wahrer Gesundheitscocktail

Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen und erklären alte Überlieferungen über den „Trank der Götter“


(Quelle: Wiki)

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Bei den Ureinwohnern Südamerikas hat das Volksgetränk Mate eine alte Tradition. Das beweisen schon die Beschreibungen „Grünes Gold der Indios“ oder „Trank der Götter“, wie Mate oft genannt wird. Einer Legende nach übergab ein Gott den Guarani-Indianern die Pflanze und das komplizierte Rezept zur Aufbereitung der Blätter. Das war vor ca. 1000 Jahren. 



Seitdem ist Mate nicht mehr aus dem Alltag Millionen von Südamerikanern wegzudenken. In vielen Gegenden in Brasilien, Argentinien, Paraguay oder Uruguay wird er zu jeder Tageszeit und in rauen Mengen getrunken. Feldarbeiter trinken Mate-Tee gegen Erschöpfung und Hitze, in Diskussionsrunden wird vor allem seine inspirierende und gleichzeitig entspannende Wirkung hoch geschätzt.






Magische Kräfte


In der südamerikanischen Volksmedizin werden dem Mate-Tee magische Kräfte zugeschrieben. Mate wird als Heilkraut u. a. bei Hungergefühl, körperlicher und geistiger Schwäche, Blutarmut, Arteriosklerose, Gicht und Entzündungen eingesetzt. 

Der Sage nach konnten die Indios tagelang unterwegs sein, sich dabei nur von Mate ernähren, ohne an Kraft und Stärke verlieren. Seit einigen Jahren versuchen deshalb Wissenschaftler, dem Geheimnis der Mate-Blätter auf die Spur zu kommen. Dabei konnten viele wichtige Inhaltsstoffe gefunden werden, die jeweils für sich genommen wichtige Funktionen unterstützen. Doch es ist vor allem der Mix dieser Stoffe, die sich in ihren Wirkungen gegenseitig noch verstärken.

Einzigartige Mineralstoffmischung


Im Laufe unzähliger Untersuchungen und Analysen der Mate-Blätter fand man viele Vitamine und Mineralstoffe in den Blättern des Matestrauches. 

Dabei wurde u. a. festgestellt, das die Mineralstoff-zusammensetzung große Ähnlichkeiten mit dem menschlichen Schweiß zeigt, insbesondere was Calcium, Magnesium und Kalium betrifft. 

„Wir kennen bislang keinen Tee, der die mit dem Schweiß verlorenen Mineralien so gut ersetzen kann, wie Mate-Tee. Mate-Tee ist deshalb das beste natürliche isotonische Getränk“, so der Bad Heilbrunner Tee- und Heilkräuterexperte Dr. H. G. Dittrich.

Mehr Flavonoide als im grünen Tee 


Seit kurzer Zeit wird nun auch der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen genauer unter die Lupe genommen. Dabei wurden mehrere wichtige Stoffgruppen gefunden. Schon länger bekannt war das Matein, ein besonders mild wirkendes Koffein. Dieses ist an spezielle Säuren gebunden und wird deshalb langsamer und gleichmäßiger an den Körper abgegeben. Das erklärt die typisch anregende Mate-Wirkung. Dazu kommen hohe Mengen an Carotinoiden, vor allem dem Beta Carotin. Dieses wird im Körper teilweise zu Vitamin A umgebaut und ist somit wichtig für die Dunkelsichtigkeit, den Aufbau der Haut und von Schleimhäuten und für das Immunsystem. Aber auch das nicht umgebaute Beta-Carotin unterstützt das Immunsystem und schützt als Antioxidans Zellen und Haut.

 Interessant ist der hohe Gehalt an phenolischen Verbindungen hauptsächlich in Form der sogenannten Caffeoyl-Chinasäuren. 




Der Anteil an diesen zellschützenden Phenolen liege sogar über dem des als krebsvorbeugend geltenden grünen Tees, wie Dr. Dittrich betont. Darüber hinaus wurden auch beachtliche Vorkommen an Rutin gemessen. Rutin gilt als wichtiger Herz Schutzstoff, ist blutdruckregulierend, wirkt gefäßabdichtend und verbessert die Sauerstoffversorgung des Körpers.