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Dienstag, 24. Januar 2017

Mindestens 150 Minuten in der Woche Training

Kompaktes Training bringt's auch



Kompaktes Training: Wer von Montag bis Freitag ein Bewegungsmuffel ist und nur am Wochenende trainiert, tut seinem Körper trotzdem einen Gefallen. 

Das zeigt nun eine statistische Studie. Demnach profitiert die Gesundheit auch dann, wenn das empfohlene Trainingspensum einer Woche in nur ein oder zwei Tagen absolviert anstatt gleichmäßig verteilt wird. So haben auch die Wochenendsportler im Vergleich zu inaktiven Menschen ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.

Mindestens 150 Minuten in der Woche: Auf so viel moderates Training sollten wir es der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge schon bringen - am besten aufgeteilt auf tägliche Bewegungseinheiten.

Wer etwa an fünf Tagen in der Woche einen zügigen Spaziergang von 30 Minuten macht und sich im Büro einmal pro Stunde vom Stuhl erhebt, kann sein Leben bereits erheblich verlängern.

Die körperliche Aktivität wirkt vor allem Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen entgegen, hält das Gehirn fit und hilft gegen Depressionen.

Bewegungsmangel erhöht dagegen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und sogar Krebs. Eigentlich wissen wir das. Im Alltag sind wir jedoch trotz aller guten Vorsätze oft Bewegungsmuffel:

Im Job sitzen wir viel zu viel und nach Feierabend wirkt das Sofa meist verlockender als das Laufband im Fitnessstudio.

Ausgleich am Wochenende?


Am Wochenende plagt viele dann das schlechte Gewissen und treibt sie zum Sport, mit der Absicht, das wöchentlich empfohlene Bewegungspensum an nur einem oder zwei Tagen zu absolvieren - Zeit hat man samstags und sonntags schließlich. Doch wie sinnvoll ist das? Sprich: Können auch die Wochenendsportler von einem gesundheitsfördernden Effekt profitieren? Dieser Frage sind nun Forscher um Emmanuel Stamatakis von der University of Sydney nachgegangen.


Für ihre statistische Studie werteten die Wissenschaftler Daten einer Erhebung unter 63.591 Erwachsenen aus England und Schottland aus, die im Schnitt 59 Jahre alt waren. In einem Zeitraum von 1994 bis 2012 wurden die Teilnehmer dabei zu ihren körperlichen Aktivitäten befragt. Außerdem wurde ihr Gesundheitszustand wiederholt erfasst.

Vorteile auch beim kompakten Training


Anhand dieser Informationen konnten Stamatakis und seine Kollegen statistische Zusammenhänge zwischen den Bewegungsgewohnheiten und dem Sterberisiko der Probanden ermitteln. Dabei unterschieden sie inaktive Menschen, regelmäßig Sportelnde und die sogenannten "Weekend-Warriors" - jene Personen, die das pro Woche empfohlene Trainingspensum in nur ein oder zwei Tage quetschen.

Das Ergebnis: Insgesamt verstarben im Laufe der Erhebung 8.802 Personen - darunter 2.780 an kardiovaskulären Erkrankungen und 2.526 an Krebs. Doch wer war am häufigsten betroffen? Die Analyse zeigte: Die reinen Wochenendsportler hatten im Vergleich zu den Bewegungsmuffeln ein rund 30 Prozent verringertes Sterberisiko. Das Risiko für einen Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen war sogar 40 Prozent niedriger, das für einen Krebstod immerhin 18 Prozent geringer.


Gute Nachricht für alle mit wenig Zeit


Der gesundheitsfördernde Effekt durch das kompakte Training ist damit ungefähr so groß wie bei Menschen, die zwar an mehreren Tagen in der Woche aktiv sind, aber nicht ganz auf die empfohlene Bewegungsmenge kommen. Allerdings: Wer täglich und ausreichend trainierte, schnitt im Vergleich noch etwas besser ab.

Wie die Forscher betonen, zeigen die Ergebnisse der Studie jedoch lediglich Korrelationen auf – kausale Aussagen über Ursache und Wirkung sind damit nicht möglich. Dennoch scheinen die Erkenntnisse eine gute Nachricht für alle Menschen mit einem vollen Wochenplan zu sein: "Der Weekend-Warrior und vergleichbare Bewegungsmuster, die durch nur ein oder zwei Einheiten pro Woche gekennzeichnet sind, können durchaus gesundheitliche Vorteile bringen", schreiben Stamatakis und seine Kollegen.

Tägliche Bewegung ist dennoch Trumpf


Für den optimalen Effekt sei es jedoch trotzdem ratsam, sich an den Empfehlungen zu regelmäßiger Aktivität zu orientieren oder sie zu übertreffen. Wer unter der Woche wenig Zeit habe, könne sein tägliches Aktivitätspensum zum Beispiel durch kleine Verhaltensänderungen erhöhen: statt den Aufzug die Treppe nehmen oder in der Mittagspause einmal um den Block laufen.

(JAMA Internal Medicine, 2017; doi: 10.1001/jamainternmed.2016.8014)
(George Washington University Milken Institute School of Public Health/ The JAMA Network Journals, 10.01.2017 - DAL)

Freitag, 14. Oktober 2016

Jiaogulan - Es wirkt wie Ginseng


Jiaogulan -  Es wirkt wie Ginseng



(Quelle: Wiki)


Ein wiederentdecktes Heilkraut aus China und Japan mit Ginseng-Wirkung: 


Die frühesten Aufzeichnungen aus China datieren um das Jahr 1400 n.Christus. Ein Aufguß aus den süß-herb schmeckenden Blättern wird seit Jahrhunderten in den bergigen Regionen Südchinas verwendet als ein belebender, verjüngender, täglich getrunkener Tee. 


Der in dieser Gegend übliche Name „Xiancao“ heißt soviel wie „Kraut der Unsterblichkeit“, und die Leute dort sagen: „Es wirkt wie Ginseng, aber besser als Ginseng!“ 

In der Provinz Guizhou wird der überdurchschnittliche Anteil an über 100jährigen auf den dort verbreiteten, regelmäßigen Genuß von Jiaogulan-Tee zurückgeführt. In Japan heißt die Pflanze „Amachazuru“, das heißt soviel wie „süße Tee-Ranke“, und ist auch dort als Tee- und Gemüsepflanze bekannt. Dort wurden erst 1976 - eigentlich rein zufällig - bei der wissenschaftlichen Untersuchung als Kandidat für ein neues kalorienarmes Süßungsmittel in Jiaogulan die gleichen Substanzen entdeckt, für die Ginseng berühmt geworden ist: Die Ginsenoside. 


Seit einigen Jahren wird dieses Kraut aber nicht nur in China und Japan sondern auch in den USA zunehmend beliebter als preisgünstige Alternative zu Ginseng. Die Inhaltsstoffe sind ja tatsächlich zum Teil mit denen von Ginseng identisch. Und Jiaogulan enthält sogar noch eine eigene Klasse von Saponinen, die sogenannten Gypenoside, die hauptsächlich für die wohltuende Wirkung verantwortlich sind. 

Jiaogulan (sprich: „Dschiau-gu-lan“) ist eine leicht zu ziehende Rankpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse. Die Pflanze wächst in guter Erde schnell, und man kann schon nach wenigen Wochen ernten. Im Herbst zieht sie ein, und treibt aus Rhizomen im nächsten Frühjahr wieder aus. Unsere Pflanzen entstammen einer Herkunft, wo sie bis mindestens -18°C winterhart sind. Aber es ist auch eine Überwinterung im Haus möglich, dann wächst sie das ganze Jahr über. 

Der Tee aus den Blättern ist wohlschmeckend, und läßt sich sowohl aus getrockneten, als auch frischen Blättern zubereiten, wobei die frischen Blätter einfach besser schmecken. Mit den jungen, knackigen Triebspitzen lassen sich Salate um eine angenehme, exotische Komponente bereichern. Wenn Sie den Geschmack von echtem Ginseng kennen, werden Sie beim Naschen von den frischen Triebspitzen der Pflanze einen ganz ähnlichen, lakritzartigen Geschmack auf der Zunge haben: Dieser kommt hauptsächlich von den wirksamen Bestandteilen der Pflanze, den Gypenosiden und den Ginsenosiden. 


Einige von uns in der Gärtnerei verspüren sofort einen willkommenen Energieschub, wenn sie nur ein paar der frischen Blätter naschen. 

Als echtes Adaptogen hat Jiaogulan keinerlei Nebenwirkungen im Gebrauch, und wirkt immer ausgleichend, balancierend. Es wird auch Frauenginseng genannt, weil Jiaogulan für Frauen besser verträglich ist.Während Ginseng nur etwa 20 Saponine enthält, sind in Gynostemma über 80 Saponine nachweisbar. Diese Saponine sind natürliche organische Verbindungen, die unter anderem an der Hormonsynthese beteiligt sind.

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Hier die beeindruckende Liste der nachgewiesenen Wirkungen: 


1. Adaptogen: Jiaogulan verfügt über eine Reihe von ausgleichend wirkenden Saponinen, die teils mit denen von Ginseng (Panax ginseng) chemisch identisch sind, und teils eine eigene Klasse bilden, die Gypenoside. Verhindert stressbedingte Krankheiten.

2. Antioxidans: Es wurde nachgewiesen eine Anregung des wirksamen, körpereigenen Enzyms Superoxiddismutase (SOD), welches ein äußerst wirksames Antioxidans ist.

3. Herzstärkungsmittel: Verbessert die Pumpleistung des Herzens, und damit auch die allgemeine Durchblutung.

4. Gegen Bluthochdruck: Der Blutdruck wird, wie bei Ginseng im normalen Bereich gehalten, zu niedriger Blutdruck wird angehoben.

5. Gegen zuviel Cholesterin: Jiaogulan senkt vor allem den LDL-Spiegel, und auch die Triglyceride. Deshalb auch eine gewichtsreduzierende Wirkung bei Übergewicht.

6. Gegen Schlaganfall und Herzinfarkt: Jiaogulan verhindert die Verklumpung der Blutplättchen, sodaß die Gefahr, daß lebensbedrohliche Blutgerinsel entstehen erheblich sinkt. Wirksam auch präventiv gegen Thrombosen.

7. Immunsystemstärkend: Tätigkeit der Lymphozyten wird gestärkt bei Kranken wie auch bei Gesunden.

8. Blutbildend: Besonders die Bildung weißer Blutkörperchen wird unterstützt. Nützlich zur Rekonvaleszenz nach Chemotherapie oder radiologischer Behandlung.

9. Gegen Diabetes: Senkt Blutzucker und Blutfette.

10. Krebshemmend: Ginsenosid Rh2 ist ein im Ginseng (Panax Ginseng) in einer Menge von 0,001% vorkommendes, besonders tumorhemmendes Glykosid. Gynostemma pentaphyllum enthält auch genau dieses Glykosid - aber in wesentlich größerer Konzentration.

11. Stressabbauend: Ausgleichende Wirkung auf das Nervensystem: Überdrehte Nerven werden beruhigt, kraftlose wieder angeregt. Die Gesamtheit der Wirkungen bewirkt eine bessere Stressverträglichkeit des Organismus und, bei Sportlern wichtig, eine Steigerung der Ausdauerleistungen.

12. Stoffwechselfördernd: Durch das Zusammenspiel von besserer Kapillar- und Herzdurchblutung, Verbesserung des Blutbildes und anderen Faktoren erklärt sich die stoffwechselanregende Wirkung.


Literaturempfehlung: „Jiaogulan - China‘s Immortality Herb“ Authoren: Michael Blumert, Dr. Jialiu Liu. ISBN 1-887089-16-0, 79 Seiten, Ersterscheinung: 1999.

Samstag, 28. Mai 2016

Galgant – mobilisiert körpereigene Energien bei Erschöpfung - Zubereitungen

Galgant – mobilisiert körpereigene Energien bei Erschöpfung


Quellw: Wicki



Vielen Menschen der heutigen Zeit ist die Heilpflanze Galgant unbekannt. Die Klosterfrau Hildegard von Bingen nannte Galgant eine "Wunderwurzel". Hildegard war bereits vor über 800 Jahren davon überzeugt, dass richtig ausgewählte Lebensmittel Heilmittel sind. Deshalb spielte die Ernährung für sie eine große Rolle.

Die Galgantwurzel gehört zu den wichtigsten Gewürzen in der Hildegard-Küche.

Galgant – Gewürz des Lebens


Die kluge Äbtissin vertrat ganzheitliche Denkweisen von Mensch und Umwelt. Sie betrachtete die menschlichen Lebenskräfte als Einheit von Seele, Leib und Sinne, die miteinander in Wechselwirkung stehen. Nach Hildegards Verständnis kann die Ernährung die menschliche Gesundheit und Psyche stärken. Die Klosterfrau nahm die Pflanze in ihr Heilpflanzensortiment auf und bezeichnete Galgant als Gewürz des Lebens.
Echter Galgant oder Galgantwurzel (Alpinia officinarum), Quelle: Wickl

Galgant – Botanik


Der Strauch Galgant wächst in den tropischen Gebieten Afrikas und Südostasiens. Galgant trägt den botanischen Namen Alpinia officinarum. Genutzt wird die Wurzel. Die Pflanze gehört zu den Ingwergewächsen und erinnert im Geschmack an die Ingwerwurzel. In Asien ist Galgant bereits seit der Antike bekannt und wird zur Kräftigung der Verdauung und Stärkung bei Schwächezuständen eingesetzt.

Inhaltsstoffe und Wirkungen


Galgant enthält eine Vielzahl wertvoller Wirkstoffe. Dazu gehören aufmunternde ätherische Öle, scharfe Harze und Bioflavonoide. Die Öle wirken krampflösend und verdauungsfördernd. 

Die Harze der Galgantwurzel erzeugen Wachheit und unterstützen bei körperlichen und geistigen Erschöpfungszuständen. 
Die Scharfstoffe erzeugen eine angenehme innere Wärme und kurbeln die körpereigenen Energien an. Auf diese Weise führen sie zu einer sofortigen Belebung. Die enthaltenen Bioflavonoide besitzen eine gefäßstärkende Wirkung.
Die Galgantwurzel hilft bei:

  • Magenkrämpfen,
  • Abmagerung und dadurch bedingte Erschöpfungszustände,
  • körperlicher und geistiger Erschöpfung,
  • Müdigkeit beruhend auf Stress,
  • Darmkrämpfen,
  • Appetitlosigkeit,
  • bestimmten Herz- und Kreislaufproblemen.


Auch bei anderen Symptomen hilft Galgant

Hildegard hebt hervor, dass die Galgantwurzel bei Schwindel, Schwäche und Schmerz eingenommen werden sollte, wenn diese Symptome im Zusammenhang mit Herzproblemen stehen. Galgant wirkt hier sehr förderlich. Selbstverständlich sollten solche Probleme unbedingt ärztlich abgeklärt werden.
Nebenwirkung

Nebenwirkungen von Galgant sind bei bestimmungsmäßigem Gebrauch nicht bekannt.

Wirkstoffe

  • 0,5 – 1 % ätherisches Öl
  • Diaryheptanoide (früher als Galangol bezeichnet): HMP***, HPH**, 3,5-Dihydroxy-1,7-diphenylheptan und andere
  • Phenylalkylketone (oder Gingerole)
  • Flavonoide: Quercetin, Kämpferolglykoside, Galangin, 3-Methylethergalangin
  • Bestandteile des ätherischen Öls:
    Monoterpene (Pinen, Cineol, Linalool),
    Zimtsäuremethylester,
    Eugenol

Anwendung 


Teeaufguss


Für die Zubereitung von Tee wird ein Gramm fein geschnittener oder grob gepulverter Galgant mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Den Sud lässt man zehn Minuten ziehen und seiht ihn dann ab. Es wird empfohlen zwei bis drei Tassen pro Tag vor den Mahlzeiten zu trinken.

Hildegards Galgantwein – das Rezept


Zutaten:

  • 1 TL frische Galgantwurzel
  • 250 ml Weißwein

Zubereitung und Anwendung:

  • Kochen Sie die Galgantwurzel im Wein auf.
  • Lassen Sie den Wein für 10 Minuten köcheln.
  • Seihen Sie die Pflanzenteile ab.
  • Lassen Sie den Wein etwas abkühlen.
  • Trinken Sie 2 bis 3 Mal täglich ein Likörglas voll Galgantwein – am besten warm bzw. ungekühlt und schluckweise vor dem Essen.
  • Tipp: Da die frische Galgantwurzel relativ selten im Handel angeboten wird, können Sie auch 1 EL Bio-Galgantpulver in 750 ml Wein aufkochen.

Hildegard von Bingens Rezept für Marillen-Kaltschale mit Galgant



Zutaten:
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Esslöffel Butterschmalz
  • 500 g Karotten
  • 3 Messerspitzen Galgant
  • 2 Messerspitzen Griechenkleepulver
  • Salz
  • 1 Messerspitze Gelbwurz (auch Kurkuma genannt)
  • 150 g getrocknete Marillen
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • geriebene Schale einer halben Zitrone
  • Zitronenmelisse zum Garnieren

Die Zubereitung dieses Rezeptes ist denkbar einfach: Eine kleine Zwiebel fein hacken und in Butterschmalz gelb anrösten. Karotten, grob geschnitten, mitrösten, mit Galgant, Griechenkleepulver, Salz und Gelbwurz würzen & noch einmal kurz rösten.
Mit 500 ml Wasser aufgießen und weich kochen. Anschließend die getrockneten Marillen (2 Stück für die Dekoration zur Seite legen) in Streifen schneiden und dazugeben. Den Zitronensaft & die geriebene Schale einer halben Zitrone dazugeben, nochmals salzen und eventuell noch etwas Galgant hinzufügen. 5 Minuten kochen lassen und dann pürieren.
Nochmals ca. 500 ml abgekochtes Wasser dazu gießen. In Teller anrichten und mit den beiden zur Seite gelegten und nun ganz fein geschnittenen Marillen und zusätzlich fein geschnittenen Melissen-Blättern dekorieren.

Ernährung



Aufgrund des intensiven und scharfen Geschmacks eignet sich frischer oder pulverisierter Galgant sehr gut als Gewürz für Fleischgerichte, Gemüse, Fisch, Suppen, Saucen oder auch zum Backen leckerer Galgantplätzchen. Der aromatische Galgant ist stärker und schärfer als Pfeffer, sodass sich das Essen je nach Geschmack mehr oder weniger feurig zubereiten lässt. Der pulverisierte fertig abgepackte Galgant besitzt weniger Schärfe und Aroma, da sich einige ätherische Öle bereits verflüchtigt haben.


Einkauf



Frischen Galgant erhält man in chinesischen Lebensmittelgeschäften. Fertig abgepacktes Galgantpulver kann man im Handel insbesondere in Läden, die auf Hildegard-Produkte spezialisiert sind kaufen. Fertigpräparate sind in der Apotheke erhältlich. Wer vor Auslandsreisen sein Immunsystem vorsorglich stärken möchte, dem wird empfohlen zwei Wochen vor dem Urlaubsantritt regelmäßig Galgant einzunehmen und Galgant-Tabletten an den Urlaubsort mitzunehmen.



Literatur


Der österreichische Naturheilkundler und Hildegard-Freund Helmut Posch stellt dazu fest: »Das Erstaunliche ist, dass die offizielle Medizin überhaupt keine Ahnung hat, welche Heilkraft gegen Herzbeschwerden im Galgant steckt. Die Angaben Hildegards sind denkbar einfach: ›Wer im Herzen Schmerzen empfindet, esse sogleich eine hinreichende Menge Galgant und es wird besser‹.

Posch verrät seinen Gedächtnistrick, wo der Galgant am besten einsetzbar ist: Schwindel, Schwäche, Schmerz. Und zwar immer dann, wenn diese Symptome mit dem Herzen zusammenhängen. Der Naturkundeexperte stellt gleichzeitig klar, dass Galgant kein Heilmittel, sondern ein Hilfsmittel ist gegen »anfallartige Zustände, die mit dem Herzen zusammenhängen«.

In seinem wertvollen Büchlein Was ist Hildegard-Medizin beschreibt Posch die wundersamen Rettungskräfte des Galgant so: »Nicht nur die eigentlichen Herzschmerzen lassen sich mit Galgant glänzend beheben, sondern die noch häufigeren gastrokardialen Koliken: Man hat sich den Magen verdorben. Es tut sich etwas in der Magengrube. Nun kann eine Gallenkolik daraus werden oder ein Herzanfall. In beiden Fällen beseitigt Galgant, wenn man ihn gleich isst, den Zustand«. Es werde weder eine Gallenkolik daraus noch ein Herzanfall, wenn nach dem Genuss von einem, höchstens drei Galganttabs (Wurzelpulver in Tablettenform gepresst) der Betroffene entweder aufstoßen oder einen Wind lassen könne. Und das ist so gut wie immer der Fall.


Helmut Posch veröffentlichte die Erfahrungsberichte einiger Galgantfans Unter anderem heißt es über einen 76-jährigen Pfarrer, der bereits ein gutes Jahr lang jeden Morgen die Galgantpille genommen hatte, ihm sei es seitdem so gut wie lange nicht mehr gegangen. Er hatte zwei Herzinfarkte hinter sich gebracht, war oft müde und abgeschlagen. Seit dem Galgant fühle er sich arbeitsfreudig und gesund.














Wichtig: Bei bestehender Schwangerschaft und bei Magen- und Darmgeschwüren sollte keine Galgantwurzel eingenommen werden.

Alle Informationen zu diesem Produkt vermitteln nur einen allgemeinen Überblick und können keinesfalls eine Beratung durch Arzt und Apotheker ersetzen. Eine sinnvolle Therapie bei ernsthaften Erkrankungen ist nur unter Berücksichtigung aller individuellen Besonderheiten, z.B. Art und Dauer der Beschwerden, Begleiterkrankungen usw. möglich, worauf nur in einem persönlichen Gespräch mit einer fachkundigen Person (Arzt/Apotheker) eingegangen werden kann.