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Freitag, 14. Oktober 2016

Jiaogulan - Es wirkt wie Ginseng


Jiaogulan -  Es wirkt wie Ginseng



(Quelle: Wiki)


Ein wiederentdecktes Heilkraut aus China und Japan mit Ginseng-Wirkung: 


Die frühesten Aufzeichnungen aus China datieren um das Jahr 1400 n.Christus. Ein Aufguß aus den süß-herb schmeckenden Blättern wird seit Jahrhunderten in den bergigen Regionen Südchinas verwendet als ein belebender, verjüngender, täglich getrunkener Tee. 


Der in dieser Gegend übliche Name „Xiancao“ heißt soviel wie „Kraut der Unsterblichkeit“, und die Leute dort sagen: „Es wirkt wie Ginseng, aber besser als Ginseng!“ 

In der Provinz Guizhou wird der überdurchschnittliche Anteil an über 100jährigen auf den dort verbreiteten, regelmäßigen Genuß von Jiaogulan-Tee zurückgeführt. In Japan heißt die Pflanze „Amachazuru“, das heißt soviel wie „süße Tee-Ranke“, und ist auch dort als Tee- und Gemüsepflanze bekannt. Dort wurden erst 1976 - eigentlich rein zufällig - bei der wissenschaftlichen Untersuchung als Kandidat für ein neues kalorienarmes Süßungsmittel in Jiaogulan die gleichen Substanzen entdeckt, für die Ginseng berühmt geworden ist: Die Ginsenoside. 


Seit einigen Jahren wird dieses Kraut aber nicht nur in China und Japan sondern auch in den USA zunehmend beliebter als preisgünstige Alternative zu Ginseng. Die Inhaltsstoffe sind ja tatsächlich zum Teil mit denen von Ginseng identisch. Und Jiaogulan enthält sogar noch eine eigene Klasse von Saponinen, die sogenannten Gypenoside, die hauptsächlich für die wohltuende Wirkung verantwortlich sind. 

Jiaogulan (sprich: „Dschiau-gu-lan“) ist eine leicht zu ziehende Rankpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse. Die Pflanze wächst in guter Erde schnell, und man kann schon nach wenigen Wochen ernten. Im Herbst zieht sie ein, und treibt aus Rhizomen im nächsten Frühjahr wieder aus. Unsere Pflanzen entstammen einer Herkunft, wo sie bis mindestens -18°C winterhart sind. Aber es ist auch eine Überwinterung im Haus möglich, dann wächst sie das ganze Jahr über. 

Der Tee aus den Blättern ist wohlschmeckend, und läßt sich sowohl aus getrockneten, als auch frischen Blättern zubereiten, wobei die frischen Blätter einfach besser schmecken. Mit den jungen, knackigen Triebspitzen lassen sich Salate um eine angenehme, exotische Komponente bereichern. Wenn Sie den Geschmack von echtem Ginseng kennen, werden Sie beim Naschen von den frischen Triebspitzen der Pflanze einen ganz ähnlichen, lakritzartigen Geschmack auf der Zunge haben: Dieser kommt hauptsächlich von den wirksamen Bestandteilen der Pflanze, den Gypenosiden und den Ginsenosiden. 


Einige von uns in der Gärtnerei verspüren sofort einen willkommenen Energieschub, wenn sie nur ein paar der frischen Blätter naschen. 

Als echtes Adaptogen hat Jiaogulan keinerlei Nebenwirkungen im Gebrauch, und wirkt immer ausgleichend, balancierend. Es wird auch Frauenginseng genannt, weil Jiaogulan für Frauen besser verträglich ist.Während Ginseng nur etwa 20 Saponine enthält, sind in Gynostemma über 80 Saponine nachweisbar. Diese Saponine sind natürliche organische Verbindungen, die unter anderem an der Hormonsynthese beteiligt sind.

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Hier die beeindruckende Liste der nachgewiesenen Wirkungen: 


1. Adaptogen: Jiaogulan verfügt über eine Reihe von ausgleichend wirkenden Saponinen, die teils mit denen von Ginseng (Panax ginseng) chemisch identisch sind, und teils eine eigene Klasse bilden, die Gypenoside. Verhindert stressbedingte Krankheiten.

2. Antioxidans: Es wurde nachgewiesen eine Anregung des wirksamen, körpereigenen Enzyms Superoxiddismutase (SOD), welches ein äußerst wirksames Antioxidans ist.

3. Herzstärkungsmittel: Verbessert die Pumpleistung des Herzens, und damit auch die allgemeine Durchblutung.

4. Gegen Bluthochdruck: Der Blutdruck wird, wie bei Ginseng im normalen Bereich gehalten, zu niedriger Blutdruck wird angehoben.

5. Gegen zuviel Cholesterin: Jiaogulan senkt vor allem den LDL-Spiegel, und auch die Triglyceride. Deshalb auch eine gewichtsreduzierende Wirkung bei Übergewicht.

6. Gegen Schlaganfall und Herzinfarkt: Jiaogulan verhindert die Verklumpung der Blutplättchen, sodaß die Gefahr, daß lebensbedrohliche Blutgerinsel entstehen erheblich sinkt. Wirksam auch präventiv gegen Thrombosen.

7. Immunsystemstärkend: Tätigkeit der Lymphozyten wird gestärkt bei Kranken wie auch bei Gesunden.

8. Blutbildend: Besonders die Bildung weißer Blutkörperchen wird unterstützt. Nützlich zur Rekonvaleszenz nach Chemotherapie oder radiologischer Behandlung.

9. Gegen Diabetes: Senkt Blutzucker und Blutfette.

10. Krebshemmend: Ginsenosid Rh2 ist ein im Ginseng (Panax Ginseng) in einer Menge von 0,001% vorkommendes, besonders tumorhemmendes Glykosid. Gynostemma pentaphyllum enthält auch genau dieses Glykosid - aber in wesentlich größerer Konzentration.

11. Stressabbauend: Ausgleichende Wirkung auf das Nervensystem: Überdrehte Nerven werden beruhigt, kraftlose wieder angeregt. Die Gesamtheit der Wirkungen bewirkt eine bessere Stressverträglichkeit des Organismus und, bei Sportlern wichtig, eine Steigerung der Ausdauerleistungen.

12. Stoffwechselfördernd: Durch das Zusammenspiel von besserer Kapillar- und Herzdurchblutung, Verbesserung des Blutbildes und anderen Faktoren erklärt sich die stoffwechselanregende Wirkung.


Literaturempfehlung: „Jiaogulan - China‘s Immortality Herb“ Authoren: Michael Blumert, Dr. Jialiu Liu. ISBN 1-887089-16-0, 79 Seiten, Ersterscheinung: 1999.

Donnerstag, 18. Juni 2015

Fruktose kann dem Herzen schaden

Fruktose kann dem Herzen schaden


Zu viel Fruchtzucker kann bei Bluthochdruck-Patienten zu Herzvergrößerung und -versagen beitragen

Von wegen gesund: Forscher haben einen zuvor unbekannten Nebeneffekt des Fruchtzuckers entdeckt. Nimmt ein Bluthochdruck-Patient viel davon zu sich, kann der Zucker eine krankhafte Vergrößerung des Herzmuskels fördern. Denn die Fruktose setzt im Herzgewebe ein Enzym frei, das einen Teufelskreis des Wachsens antreibt, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature" berichten. Sie empfehlen, Limonaden und Fertiggerichte mit viel Fruchtzucker zu meiden.

Fruktose galt bisher eigentlich als gesund, ist dieser Zucker doch in vielen Früchten von Natur aus enthalten. Zudem lässt der Fruchtzucker den Blutzuckerspiegel nur langsam steigen und löst im Gegensatz zur Glukose keine überschießende Insulin-Ausschüttung aus. Weil Fruktose süßer schmeckt als der Traubenzucker, setzt die Lebensmittelindustrie diesen Zucker besonders gerne ein. Er ist in unzähligen Limonaden und Fertigprodukten zugesetzt – oft in rauen Mengen.

Versteckter Dickmacher


Oft ist der Fruktosegehalt eines Produkts nicht auf den ersten Blick zu erkennen. "Gehen Sie einmal durch einen Supermarkt und schauen Sie sich die Etiketten von Lebensmitteln an", sagt Wilhelm Krek von der ETH Zürich. 

"In sehr vielen davon ist Fruktose auch in Form von Saccharose, also Haushaltszucker, enthalten." 

Anderen ist Maissirup als Süßungsmittel zugesetzt –und damit auch Fruktose.

Das Problem dabei: Inzwischen ist bekannt, dass die Fruktose schädlicher für unsere Gesundheit ist als angenommen. Denn dieser Zucker wird von der Leber besonders effizient in Fett umgewandelt. 

Als Folge nimmt man bei ständig hohem Fruktosekonsum eher zu, als wenn man die gleichen Kalorien durch normale Nahrung aufnehmen würde, wie Studien mit Mäusen bereits vor Jahren gezeigt haben. Auch das Risiko für Bluthochdruck, Insulinresistenz und das metabolische Syndrom steigt.


Fatale Kettenreaktion



Wilhelm Krek und seine Kollegen haben nun eine weitere brisante "Nebenwirkung" der Fruktose entdeckt. Bei Versuchen mit Mäusen und in Gewebeproben von Menschen entdeckten sie einen molekularen Mechanismus, über den der Zucker ein unkontrolliertes Wachstum des Herzmuskels verursachen kann. Dies kann sogar zu einem tödlichen Herzversagen führen. 

Leidet der Mensch unter Bluthochdruck, wächst der Herzmuskel, um trotz des Drucks genügend Blut in den Kreislauf pumpen zu können. Die Energie dafür gewinnen die Herzmuskelzellen unter anderem aus der Glykolyse, der Aufspaltung von Zuckern. Ist nun viel Fruktose verfügbar, wird dabei ein Enzym gebildet, Ketohexokinase-C (KHK-C), wie Krek und seine Kollegen feststellten. 

Dies jedoch setzt einen Teufelskreis in Gang: Das Enzym kurbelt die Glykolyse und damit das Wachstum des Herzmuskels immer weiter an, weil es keine negative Rückkopplung und damit auch keine natürliche Bremse für dieses Enzym gibt, wie die Forscher erklären. 

In Gewebeproben von Patienten mit krankhafter Herzvergrößerung fanden sie tatsächlich mehr KHK-C als bei gesunden Menschen. Schalteten sie bei Mäusen mit chronischem Bluthochdruck dagegen das Enzym KHK-C aus, ließ sich eine Vergrößerung des Herzens verhindern.


Normaler Fruchtverzehr unbedenklich


Angesichts dieser Erkenntnisse empfehlen die Forscher, auf stark gezuckerte Limonaden und Fruchtsäfte zu verzichten. Auch Fertiggerichte und andere Speisen, bei denen große Mengen an Fruktose als Geschmacksträger eingesetzt werden, sollten nicht zu häufig gegessen werden. 

"Schon dieser Überschuss an Fruktose kann dazu beitragen, den von uns beschriebenen Mechanismus in Gang zu setzen, wenn einer der Stressfaktoren wie Herzklappenerkrankungen oder Bluthochdruck vorhanden sind", betont Erstautor Peter Mirtschink von der ETH Zürich.

Der Verzehr von einer normalen Tagesration Früchten sei aber unbedenklich und gesund. "Früchte enthalten neben Fruktose auch zahlreiche wichtige Spurenelemente, Vitamine und Ballaststoffe", so der Forscher.



 (Nature, 2015; doi: 10.1038/nature14508)

Sonntag, 10. August 2014

Cholin - entfettet und entgiftet die Leber

Cholin



Cholin (Trimethyl-äthanolamin) ist ein Aminoalkohol und ein quartäres Ammoniumsalz. Es wurde 1862 entdeckt und 1866 erstmals chemisch synthetisiert. Es entsteht aus 2-Amino-äthanol durch Methylierung.
Cholin ist ein für Säuger semi-essentieller Nährstoff: Bei adäquater Versorgung mit Aminosäuren, hier insbesondere Lysin und Methionin, kann Cholin in ausreichender Menge im Körper gebildet werden. Daneben wird es bei monogastrischen Tieren auch durch die Nahrung aufgenommen (da Cholin als Bestandteil des Lecithins in der Zellwandmenbran vorhanden ist). Wiederkäuer bilden hier eine Ausnahme, da Cholin nahezu vollständig im Pansen abgebaut wird.
  • Es ist ein Bestandteil des Lecithins.
  • Cholin ist in der Lage, im Stoffwechsel 3 Methylgruppen abzugeben; das entlastet den Methioninstoffwechsel (Methionin ist eine essentielle Aminosäure) und mittelbar auch den Stoffwechsel des Vitamins Folsäure.
  • Cholin ist ein Bestandteil des Neurotransmitters Acetylcholin.
Außerdem spielt Cholin eine wichtige Rolle im Aufbau und in der Signalverarbeitung von Zellmembranen.
CHOLIN gehört zu den B-Vitaminen. Da es der Körper in der Leber in geringen Mengen aus der Aminosäure Methionin und den Enzymträgern Vitamin B12 und Folsäure auch selbst herstellen kann - vorausgesetzt er hat genügend von diesen Substanzen, was heute eher selten ist - wird es als Vitaminoid (vitaminähnlicher Stoff) bezeichnet.
Cholin ist eine fettähnliche Substanz, die in allen Körperzellen zu finden  und wichtig für gute Gesundheit ist. Wenn wir zu wenig mit der Nahrung aufnehmen, können wir nur wenig davon speichern und bringen dann die Leber aus dem Gleichgewicht. Cholin und Inositol werden auch als "Fettkiller" bezeichnet, weil sie dafür sorgen, dass Fette flüssig bleiben und sich nicht in Organen oder Blutgefässen anstauen und ablagern , sondern alle Zellen mit den für sie unentbehrlichen Fettsäuren versorgen. Beide kontrollieren als Bausteine des Lezithins den Cholesterinspiegel. Cholin liegt in Lebensmitteln meist als Phosphatidylcholin vor, und wird in der Leber, im Gehirn und in den Nieren aufgenommen. 

Man findet es in vielen Lebensmitteln, dennoch ist seine tägliche Zufuhr in Westeuropa und in den USA mit 0,2 - 1 g zu niedrig. Lezithin aus Sojabohnen ist eine besonders gute Quelle von Cholin. Es enthält etwa 20% Phosphatidylcholin.
Funktionen des Cholins:
  • Entgiftung und Ausscheidung von Chemikalien: Cholin unterstützt die Enzyme der Leber, das Blut zu entgiften und Umweltgifte, Schwermetalle, Alkohol sowie Medikamente auszuscheiden.
  • Fettstoffwechsel in der Leber: Cholin transportiert Triglyceride und andere Fette aus der Leber in die Gewebe. Mangelt es daran, so häuft sich Fett in den Leberzellen an und die Funktion der Leber ist gestört. Es verhindert die Verfettung der Leber und die zusammen mit Inositol und Methionin die Schäden reduzieren und die Heilung vorantreiben.
  • Schwangerschaft: Der Bedarf ist erheblich höher, bei Mangel kann es zu Fettablagerungen in der Leber kommen.
  • Gehirn: Lezithin und Cholin können den Acetylcholin-Spiegel im Gehirn erhöhen. Sie können die Gedächtnisleistung steigern und bei Alzheimer-Krankheit sowie anderen Demenzen helfen, wo der Acetylcholin-Spiegel niedrig ist.
  • Bewegungsstörungen: Unregelmäßigkeiten des Acetylcholin-Systems im Gehirn können zu Bewegungsstörungen führen.. Menschen mit Huntington-Krankheit und anderen Nervenstörungen, die sich in abnormalen Bewegungen äussern, können durch Cholin- bzw. Lezithingaben Besserung erfahren.Bildung von Gallensteinen.
  • Aufbau von Acetylcholin: Cholin kann die Blut-Hirn-Schranke leicht durchdrngen und wird in Nerven und Gehirn zu Acetylcholin umgewandelt, einem Nervenbotenstoff (Neurotransmitter), der Nervenimpulse überträgt und Gefühle wie auch Verhalten steuert. Es wirkt entspannend, beruhigend , stressabbauend und Gedächtnis fördernd.
  • Aufbau der Zellwände: Cholin wird zum Aufbau der Zellwände im ganzen Körper benötigt und auch um Myelin herzustellen, die Markscheide der Nervenzellen. Es schützt somit Nervenzellen, Gehirn und Knochenmark.
Ursachen von Cholinmangel:
  • Der Bedarf an Cholin steigt beträchtlich bei Mangel an Folsäure und Vitamin B12.
  • Regelmäßiger Alkoholgenuss senkt den Cholinspiegel im Körper.
  • Während Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf erhöht.
  • Menschen mit Bauchspeicheldrüsen- oder anderen Fettverdauungsstörungen nehmen Cholin schlecht auf, so dass es zu Mangel kommen kann.
  • Chronische Erkrankungen, wie z.B. Arhtritis, entzündliche Darmerkrankungen oder AIDS erhöhen den Bedarf.
Folgen eines Cholinmangels:
  • Verfettung der Leber mit der Folge von Leberschäden und erhöhtem Risiko von Leberkrebs.
  • Gestörte Nierenfunktion mit der Folge hohen Blutdrucks. Es kann sich eine Nephritis entwickeln (Nierenentzündung).
  • Gestörter Carnitinstoffwechsel, gestörtes Wachstum.
  • Lern- und Gedächtnisstörungen.
  • Verminderte Produktion roter Blutkörperchen.
  • Unfruchtbarkeit
  • Ablagerung von LDL-Cholesterin in den Arterien (- Arteriosklerose)
Therapeutische Anwendung:
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Cholin vermag Triglyceride und den Cholesterinspiegel zu senken, sowie das gute HDL-Cholesterin zu erhöhen und senkt damit das Risiiko von Arteriosklerose, was auch günstig auf den Blutdruck wirkt. Cholin festigt überdies weiche Kapillarwände. Es hilft ferner bei Tinnitus (Ohrensausen) undSehstörungen.
  • Leber: Cholin regt die Engiftung der Leber an und kann Cholesterinablagerungen in Form von Gallensteinen verhindern.
  • Alkoholschäden: Alkohol kann zu Fettleber und Leberstörungen führen. Cholin kann
Erfahrungen mit Cholin:
Die berühmte amerikanische Ernährungswissenschaftlerin Adelle Davis schreibt in ihrem Buch: "Jeder kann gesund sein":  " Da bei Tieren unter Cholinmangel der Blutdruck ansteigt, führte man eine Untersuchung  an 158 Personen  mit gefährlich hohem Blutdruck durch, von denen etliche schon Schlaganfälle oder Netzhautblutungen oder beides durchgemacht hatten, andere an Nephritis litten. Alle wurden seit längerer Zeit mit verschiedenen Heilmitteln behandelt, alle ohne Erfolg. Deshalb setzte man alle Medikamente ab und gab nur Cholin, sonst blieb die Ernährung unverändert. Innerhalb von 5 - 10 Tagen besserten sich Kopfweh, Schwindel, Ohrensausen, Herzklopfen und Verstopfung. In allen Fällen war nach drei Wochen der Blutdruck gesunken, bei vielen sogar auf normale Werte. Allmählich kamen andere Besserungen dazu: Die Patienten berichteten, dass sie besser schlafen konnten, Harnverhaltungen kamen nicht mehr vor, Sehstörungen ließen nach, die Blutgefäße erweiterten sich und die Herzfunktion normalisierte sich. Ließ man das Cholin jedoch weg, stieg der Blutdruck über die Norm an, und die übrigen Symptome traten wieder auf."
US- Wissenschaftler schwören darauf, dass man mit Lezithin sehr erfolgreich  Arteriosklerose, überhöhte Leberfettwerte und sogar Leberverfettung (Zirrhose) behandeln kann. Selbst schwere Verstopfung spricht darauf an, wie es die Muskeln des Darmes anregt. Übrigens werden Cholin und Inosit als Bestandteilöe des Lezithins als "Anti-Aging-Therapeutikum" in den USA an Stelle von Valium und Librium (Tranquillizer) eingesetzt, da sie beruhigend und schlaffördernd wirken.
Der Bedarf wird auf 3000 -5000 mg täglich geschätzt.
Vorkommen in der Nahrung: 125 g Leber liefert 500 - 700 mg , ½ Tasse Weizenkeime 400 mg, 1 EL Hefe 40 - 180 mg,  1 gehäufter EL Lezithin 500 mg, 1 Ei 250 - 300 mg, 100 g Erdnüsse 100 mg, 1 Portion Gemüse, Vollkornbrot oder Fleisch 10 - 60 mg.
Ein vorhandener Leberschaden, z.B. bei Alkoholikern , kann durch mehrere Esslöffel Lezithin täglich bemerkenswert gebessert werden. Eine vollwertige Kost mit reichlich Protein trägt ein übriges dazu bei. Übrigens: Je mehr gesättigte (tierische)  oder gar gehärtete Fette ( in Pommes, Gebäck, Fertigprodukten...) man isst, desto mehr Cholin braucht man.
Tipp: Bei Stress und Erschöpfung täglich 1 EL Sojalezithin nehmen.