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Montag, 27. Mai 2019

Alpha-Liponsäure (ALA): Was sie für deine Gesundheit tun kann



Was ist Alpha-Liponsäure?






Alpha-Liponsäure ist eine natürlich vorkommende Verbindung, die am Energiestoffwechsel beteiligt ist. Ursprünglich wurde sie in den fünfziger Jahren als Bestandteil des Zitronensäurezyklus (Ein Kreislauf der eine wichtige Rolle im Stoffwechsel von Zellen spielt und dafür sorgt, dass organische Stoffe abgebaut werden können, um daraus Energie zu gewinnen) entdeckt.


Seit den 80er Jahren wurden weitere Untersuchungen durchgeführt, welche die variablen Qualitäten dieser Verbindung erforschten, um es von anderen Verbindungen mit ähnlichen Funktionen abzugrenzen.


Dieses Co-Enzym ist ein starkes Antioxidans und spielt eine entscheidende Rolle im Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinstoffwechsel. Es wird von Menschen und Tieren synthetisiert (1) und ist zugleich fett- und wasserlöslich. Hier liegt der Unterschied zu anderen Antioxidantien, wie z.B. Vitamin C, welches nur wasserlöslich ist oder Vitamin E, welches nur fettlöslich ist.


Das bedeutet, dass Alpha-Liponsäure auf alle Zelltypen und Gewebetypen einwirken und sich vorübergehend in vielen Körpergeweben anreichern kann, um freigesetzt zu werden, wenn sie gebraucht wird (2-3). Dieser Vorteil wird dadurch verstärkt, dass Alpha-Liponsäure sowohl in seiner oxidierten Form (lipoic acid) als auch in reduzierter Form (diydrolipoic acid) wirkt (4-5).

Antioxidative Abwehr


Daraus lässt sich schließen, dass Alpha-Liponsäure von jedem als Nahrungsergänzungs-mittel in Betracht gezogen werden sollte, der über seine antioxidative Abwehr besorgt ist und der seinen Glukosestoffwechsel aufrechterhalten will.


Alpha-Liponsäure Wirkung



Das erste deutliche Merkmal von Alpha-Liponsäure ist seine Absorptionsfähigkeit. Wie schon erwähnt, kann Alpha-Liponsäure sowohl in unsere Gewebe transferiert, als auch eingelagert werden. Außerdem kann es leicht als orales Nahrungsergänzungsmittel eingenommen und in den meisten Körpergeweben in seine reduzierte Form, dihydrolipoic acid (DHLA), umgewandelt werden (6).

Das ist ein wichtiger Punkt, da es nicht nur leicht aufgenommen und absorbiert werden kann, sondern auch für den unmittelbaren Gebrauch umgewandelt wird, wenn es der Körper benötigt.

Alpha-Liponsäure & Antioxidantien



Alpha-Liponsäure kann auf zwei unterschiedliche Arten antioxidativ wirken:

  • Alpha-Liponsäure kann reaktive Sauerstoffspezies („Sauerstoffradikale“) deaktivieren (7-8), die nicht nur für eine Fülle an gesundheitlichen Beschwerden verantwortlich sind, sondern auch für den physikalischen Prozess des Alterns in Verbindung gebracht werden (9-10). Dies führt zu einer Reduzierung von oxidativem Stress durch Körpergewebe (11) egal ob in fett- oder wasserlöslicher Umgebung.
  • Alpha-Liponsäure kann die optimale Funktion anderer Antioxidantien begünstigen und erleichtern, wodurch es z.B. eine positive Wirkung auf die Vitaminkonzentration von Vitamin C und Vitamin E haben kann. Hohe Alpha-Liponsäurewerte können Vitamin C von seiner oxidierten Form (13) wieder in seine natürliche Form zurückführen und somit die Werte auf zellulärer Ebene erhöhen (14). Gleiches gilt für Vitamin E (13).

    Vitamin C und E sind nicht die einzigen Antioxidantien, die durch Alpha-Liponsäure stimuliert werden. Das Tripeptid Glutathion (Glutaminsäure, Cystein, Glycin) (15-16) und das Co-Enzym Q10 (eine fettlösliche Substanz, die einem Vitamin ähnelt) werden beide durch Alpha-Liponsäure erhöht.

    Tatsächlich erhöht Alpha-Liponsäure die Glutathionkonzentration auf 70% (18) durch die Rückführung zu seiner oxidierten Form und durch die Bereitstellung von Cystein für die Synthese.

    Diese antioxidativen Funktionen gehen einher mit einer entzündungshemmenden Wirkung auf akute Verletzungen, wie in Tierstudien gezeigt werden konnte (8). Das verdeutlicht nochmal die Vorteile dieser Substanz.


Alpha-Liponsäure & Energiestoffwechsel


Die Rolle von Alpha-Liponsäure in Bezug auf den Energiestoffwechsel konzentriert sich auf den Zitronensäurezyklus. ALA wirkt in den Mitochondrien der Zellen. Spezielle Enzyme erhöhen die Nutzbarkeit, um Energie zu produzieren (23).
Zwei spezifische Enzyme sind z.B. der Pyruvatdehydrogenase-Komplex (PDC) und dem α-Ketoglutarat-Dehydrogenase-Komplex (OGDC), welche beide eine wichtige Rolle in den Mitochondrien zur Energiegewinnung spielen.

Ein zusätzlicher Enzymkomplex der von Alpha-Liponsäure gefördert wird, ist der verzweigtkettige Alpha-Ketosäure-Dehydrogenase-Komplex, der dafür zuständig ist aus den verzweigtkettigen Aminosäuren (Leucin, Isoleucin, Valin) Energie zu gewinnen (24).

Alpha-Liponsäure & Metalchelation


Alpha-Liponsäure kann hohen Konzentrationen von Metallen im Körper entgegenwirken, indem sie eine Verbindung mit den Metallionen eingeht und so die Konzentration reduziert. Diese Verbindungen fördern auch die Aufnahme von Mineralien durch den Darm.
Kupfer, Mangan und Zink sind Metalle die mit Alpha-Liponsäure eine Verbindung eingehen können (19). Hinweise verdichten sich, dass Alpha-Liponsäure gegen Arsenvergiftungen (20), gegen durch Kadmium verursachte Lebererkrankungen (21) und gegen Quecksilbervergiftungen (22) schützen kann.

Gesundheitliche Vorteile von Alpha Liponsäure


Aufgrund seiner bisher genannten Wirkungen ist es überflüssig zu erwähnen, dass Alpha-Liponsäure einige gesundheitliche Vorteile hat. Im Folgenden sind einige aufgelistet.


1.Schmerzlinderung

Ein schmerzlindernder Effekt stellte sich bei Personen mit Schmerzen im unteren Rücken ein (57). Diese Studie untersuchte den Effekt bei einer Einnahme von Alpha-Liponsäure bei Menschen mit chronischen Rückenschmerzen. Mit dem Ergebnis, dass die Einnahme von Schmerzmitteln um 65,5% reduziert werden konnte.



2.Gehirnfunktion

Studien haben gezeigt, dass Alpha-Liponsäure verschiedene Gehirnfunktionen unterstützt – einschließlich Verbesserungen des Langzeitgedächtnisses (28), Depressionen und auf Alzheimer zurückzuführenden Gedächtnisstörungen (4).



3.Gegengift

Alpha-Liponsäure kann chemische Gifte im Gewebe reduzieren und wirken oxidativem Stress entgegen. Dies konnte anhand der Chemikalien Cyansäure (30) und dem Chemotherapeutikum Ifosfamid (31) nachgewiesen werden. Genau wie bei Pilzvergiftungen (32) und Bleivergiftungen (33).



4.Herz-Kreislauf System

Die Vorteile von Alpha-Liponsäure auf das Herz-Kreislauf-System liegen bei einem geringeren Herzinfarktrisiko und bieten einen gewissen Schutz für das Herzgewebe (46). Dies gilt vor allem bei diabetischer Kardiomyopathie (47). Außerdem kann es bei Bluthochdruck helfen (48).



5.Knochendichte

Alpha-Liponsäure kann einem Verlust der Knochendichte z.B. nach der Menopause, vorbeugen (49-50).



6.Nervengesundheit

In Versuchsmodellen konnte gezeigt werden, dass Alpha-Liponsäure einen gewissen Schutz für die Nervenkanäle des Rückenmarks vor leichtem und direktem Druck bieten kann (51-52). Außerdem haben einige Studien mit Patienten, die an Diabetischer Neuropathie leiden, herausgestellt, dass Alpha-Liponsäure die Symptome dieser Krankheit reduzieren konnte (54). Eine Verbesserung der Nervenleitgeschwindigkeit und der Nervenfunktion waren die Folge (53). Eine frühere Studie zeigte eine Schmerzreduzierung bei dieser Patientengruppe (56).

Alpha-Liponsäure und Insulinresistenz



Alpha-Liponsäure kann durchaus einige der körperlichen Konsequenzen behandeln, die Diabetes oder das metabolische Syndrom mit sich bringen (58-59).

Interessanterweise stimuliert Alpha-Liponsäure, ähnlich dem Insulin, die Glukoseaufnahme der Muskeln (60) wodurch es eine bestimmte Rolle in der Behandlung von Insulinresistenz und Hyperinsulinämie einnimmt (61).

Bei einer Insulinresistenz ist die Stimulation des Glukosetransports (in unsere Muskeln) und des Stoffwechsels gestört oder die Produktion von Glukose in der Leber wird reduziert.

Charakteristisch für eine Stoffwechselerkrankung geht es oft mit Bluthochdruck, Gewichtszunahme und Herz-Kreislaufproblemen (z.B. Arteriosklerose) einher (62-64). Es gibt außerdem einige Risikofaktoren, die mit dem Stoffwechsel und der Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems zusammenhängen und eine eigene Diagnose mit sich bringen („Syndrom X“)(62, 64). Manchmal wird auch nur von einem Insulinresistenzsyndrom gesprochen.

Insulinresistenz wird oft auch gleichgesetzt mit fehlender Insulinsensitivität. Wer insulinresistent ist, verfügt gleichzeitig über eine niedrige Insulinsensitivität. Eine ausgeprägte Insulinresistenz ist vielfach als schlecht anzusehen, denn es sorgt dafür, dass deine Zellen schlecht auf Insulin reagieren. Daher steigen die Insulinwerte im Blut höher an und dies steht wiederum im Zusammenhang mit einer Zunahme an Gewicht und Fettleibigkeit. Du musst sehr hart kämpfen, damit der Stoffwechsel überhaupt nennenswerte Mengen an Energie verbrennt und diese nicht gleich wieder als Fett einlagert. Außerdem kann es sein, dass du dich zusätzlich müde fühlst und oft von Heißhungerattacken auf Süßes geplagt wirst.

Kurz gesagt: Du wirst also froh sein, dass Alpha-Liponsäure, unabhängig von vielen anderen Funktionen, auch Fettleibigkeit und Gewichtszunahmen vorbeugen kann – auch bei Diäten mit hohem Fettanteil (65-66).

Wie funktioniert das nun alles?



Studien zeigen, dass Alpha-Liponsäure eine spezifische Rolle im Glukosestoffwechsel spielt und den Insulinspiegel beeinflusst, um eine Gewichtszunahme vorzubeugen.

So konnte eine Studie zeigen, dass eine Dosis von 600mg 2x Tag über 4 Wochen die Insulinsensitivität erhöht und die Reaktion auf Glukose verbessert. Sowohl bei normalgewichtigen als auch fettleibigen Kandidaten (67).

Alpha Liponsäure Studien



Eine andere Studie prüfte eine Dosis von 600mg Alpha-Liponsäure, 1-3 Mal am Tag und einer Placebo Gruppe (4 Wochen) an Diabetikern. Die Autoren fanden heraus, dass die Gruppe, die Alpha-Liponsäure konsumierte, ihre Glukoseverarbeitung um 27% steigern konnte.

Zusätzlich hat sich herausgestellt, dass es eine noch effektivere Form von Alpha-Liponsäure gibt: R-ALA (69).

R-ALA ist die natürliche Form von Liponsäure, die z.B. in Tieren, Pflanzen und Menschen zu finden ist. S-ALA hingegen ist die synthetische Form, die 1952 zum ersten Mal synthetisiert wurde. R-ALA ist für die schon besprochenen Hauptvorteile verantwortlich, wohingegen S-ALA manchmal diese Vorteile verstärkt oder hemmt.

Studien zeigen, dass bei einer nicht diabetischen niedrigen Insulinsensitivität oder Resistenz eine Medikamentation mit R-ALA über 10 Tage die Glukoseaufnahme vom Blut in den Muskel um 65% verstärkt. Wohingegen es bei S-ALA nur 29% sind.

Insulinwirkung | GLUT-4


Ein Mechanismus der für die Wirkung von Insulin verantwortlich ist, ist das GLUT-4 Protein. Der Glukosetransport in die Muskelzellen wird durch das GLUT-4 Transportprotein erleichtert (71). Es hat sich herausgestellt, dass Alpha-Liponsäure GLUT-4 nutzt, um die Glukoseaufnahme durch einen Anstieg der Transporter in die Muskelzellen zu erhöhen.
Versuche haben bestätigt, dass sowohl GLUT-1 als auch GLUT-4 mehr durch R-ALA stimuliert werden, als durch S-ALA – insbesondere wenn es zusammen mit Insulin eingesetzt wird, um die Glukoseaufnahme zu verbessern (60). Eine gesteigerte Glukoseaufnahme bedeutet eine höhere Muskelkontraktion und bessere Ausdauer.
Davon abgesehen kann eine Erhöhung der Insulinsensitivität auch einen Gewichtsverlust bedeuten und Fettleibigkeit verhindern.



Alpha-Liponsäure, kombiniert mit Sport, wirkt besser



Sowohl Training, als auch Alpha-Liponsäure, haben entsprechende Effekte auf die GLUT-4 Verstärkung, daher scheint es logisch, dass eine Kombination aus beiden erfolgreicher wirkt, als beide für sich genommen.

Sicherlich führt Krafttraining zu Veränderungen im Zuckerhaushalt und bei der Insulinwirkung im Zuckerstoffwechsel bei insulinresistenten Personen oder Diabetikern (70,72-72).

Eine Studie testete beispielsweise die Kombination aus Ausdauertraining und 30mg Alpha-Liponsäure pro kg pro Tag für insgesamt 15 Tage. Die Resultate sprechen für sich. Der Glukosetransport und die Glukosetoleranz konnten deutlich verbessert werden.

Außerdem wurde in dieser Studie herausgefunden, dass Sport + R-ALA zu einer deutlichen Reduzierung von Oxidativem Stress führt.


Alpha-Liponsäure Nebenwirkungen



Beim Menschen gibt es kein Limit, was den Konsum von Alpha-Liponsäure angeht, obwohl es bei Tieren bei sehr hohen Dosen zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Da Alpha-Liponsäure in der Lage ist Metalle zu binden, ist eine individuell angepasste Dosis empfehlenswert

Jeder sollte selbst entscheiden, wie er sich während der Einnahme von Alpha-Liponsäure fühlt. Wenn es in den ersten Wochen nicht zu einer positiven Wirkung kommt, sollte die Einnahme gestoppt werden (80).


Tierstudien



Es konnte festgestellt werden, dass eine vergleichbare Dosis von 100.000mg – 200.000mg im Menschen einer Dosis entspricht, bei der 50% der Tiere sterben (2.000mg/kg) (4).
Solche tierexperimentellen Ergebnisse sind natürlich nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragbar.

Humanstudien


Es hat sich herausgestellt, dass eine Einnahme von bis zu 2.400mg pro Tag zu keinen nachteiligen Effekten führt (53). Die längere Einnahme (6 Monate) von 1.800 – 2.400mg ALA zeigte ebenfalls keine adversen Auswirkungen auf den Stoffwechsel (5, 55).

Es ist offensichtlich, dass wir von weiteren Studien bezüglich der Vor- und Nachteile profitieren würden, um eine Sicherheit bei der Einnahme von Alpha-Liponsäure garantieren zu können (14).


Alpha-Liponsäure Dosierung & Einnahme


Der Körper ist in der Lage Alpha-Liponsäure aus Fettsäuren und Cystein zu produzieren – allerdings in viel zu geringen Mengen, um wirksam zu sein (1). Daher wird empfohlen auf externe Quellen, etwa ein Alpha-Liponsäure Supplement, zurückzugreifen (76).

Die Supplementation mit Alpha-Liponsäure unterliegt aber auch gewissen Schwierigkeiten: Bei einer Alpha-Liponsäure Dosierung von 200mg werden nur 20-40% absorbiert. Die niedrigsten Absorptionswerte wurden interessanterweise bei einer Einnahme von Alpha-Liponsäure mit einer Mahlzeit festgestellt (77).

Die empfohlene Alpha-Liponsäure Dosierung variiert von 600-1.800mg pro Tag (78).



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Donnerstag, 21. Mai 2015

Rhabarber: Fruchtig-frisch


Rhabarber: Fruchtig-frisch 



Früher eine Heilpflanze, heute eine der beliebtesten Gemüsesorten im Frühjahr: Rhabarber. Und ja richtig gehört: Rhabarber ist offiziell ein Gemüse, auch wenn die meisten von uns es ganz selbstverständlich wie Obst behandeln. Ob als Kompott oder leckere Zutat im Kuchen: der fruchtig-säuerliche Geschmack des Rhabarbers ist einzigartig. Unlängst findet man ihn auch in Salaten oder als Begleitung zu Fleischgerichten. Jetzt im April beginnt die Rhabarber-Saison und sie endet – zeitgleich mit dem Spargel – Ende Juni. Grund genug sich mit den „Frühlings-Stangen“ mal genauer zu beschäftigen.
Wurzel der Barbaren
Schon gewusst? Rhabarber galt lange Zeit als Abfall. Aus dem lateinischen Namen “Rheum rhabarbarum“, was übersetzt etwa so viel wie die „Wurzel der Barbaren“ heißt, leitet sich die heutige Bezeichnung Rhabarber ab. Kein Wunder also, dass die Stangen lange Zeit verschmäht wurden. Gleichzeitig haben beispielsweise die Chinesen, Griechen oder Römer den Rhabarber-Wurzeln bereits vor tausenden von Jahren heilende Wirkkräfte zugesprochen und sie regelrecht verehrt.
Der Anbau von Bio-Rhabarber verlangt einen geeigneten Standort, ausreichend Wasser und eine perfekt abgestimmte Naturdüngung. Das können im Sommer organischer Dünger wie Horngries sein, im Herbst wird Kompost oder Mist verwendet. Wichtig für den Bauern: Bei Ernteende im Juni sollten die Rhabarberpflanzen noch genügend Blattmasse besitzen, damit Reservestoffe für den nächsten Sommer eingelagert werden können. Beim ökologischen Landbau nach Bioland-Richtlinien muss der Rhabarber übrigens nur Mäuse als natürlichen Feind fürchten. Tipp: Der Sud aus Rhabarberwurzeln kann beim nachhaltigen Gärtnern als natürliches Pflanzenschutzmittel verwendet werden – Blattläuse adé.
Sauer, entschlackend und vielseitig
Wo die Frühernte meist noch mild-säuerlich schmeckt, werden die Stangen mit der Zeit saurer und faseriger. Dieser Unterschied ist auch optisch fassbar: Die grünen, dickeren Stangen enthalten meist mehr Oxalsäure als die roten, dünneren Stangen mit einem himbeerähnlichen Geschmack. Die Oxalsäure ist übrigens ein perfektes Entschlackungsmittel. 
Denn: Der Verzehr ist durstlöschend, verdauungsanregend, kalorienarm und beinhaltet eine bakterizide Wirkung. Sie ist allerdings nicht für Schwangere, Kleinkinder und Stillende geeignet. So sollten beispielsweise auch Gichtkranke den Verzehr von Rhabarber vorab mit ihrem Arzt besprechen. 
Rhabarber enthält zudem große Mengen an Vitamin K und C.
Tipps: Rhabarber ist roh sehr sauer und wenig bekömmlich. Zum Verzehr sind ausschließlich die Stängel und nicht die teils giftigen Blätter geeignet. Die Augen waren größer als der Magen? Wer zu viel Rhabarber gekauft hat, kann die frisch gekauften Stangen in ein feuchtes Tuch wickeln und im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren – so halten sich diese mehrere Tage frisch.

Rhabarber in der Küche




Schälen
  1. Die Blattansätze mit einem Messer großzügig von den Standen ablösen. Danach das Waschen nicht vergessen!
  2. Anschließend den Rhabarber schälen: Die Haut am einen Ende der Rhabarberstange mit einem Messer oder Schäler lösen und auf Stangenlänge abziehen.
  3. Nun kann der Rhabarber klein geschnitten und gemäß des Rezeptes zubereitet werden. Während des Schneidens können noch eventuell verbliebene Fäden entfernt werden.
Rhabarber-Crumble
Rhabarber wird mit viel Leidenschaft als Zutat in Kuchen, Crumbles oder Marmeladen verwendet. Ein großer Vorteil vom Crumbles ist, dass man die meisten Zutäten meist vorrätig im Haus hat. Rhabarber-Crumble ist dabei lecker säuerlich und außergewöhnlich im Geschmack. Um der Säure der frühen Ernte etwas entgegen zu wirken, haben wir zudem Cranberries und Äpfel hinzugefügt – ein schmackhaftes Trio!
  • 500 g Rhabarber
  • 50 g Cranberries
  • 100 g Äpfel
  • 80 g brauner Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 TL Zimt
  • 80 g Butter, gewürfelt
  • 60 g Mehl
  • 40 g Haferflocken
  • Eine Ofenform
Den Rhabarber schälen, in kleine Würfel schneiden und in eine Ofenform legen. Mit etwas braunem Zucker mischen und 1-2 Stunden marinieren. Währenddessen können die Äpfel gewürfelt und gemeinsam mit den Cranberries hinzugefügt werden. Für die Crumbles jetzt nur noch die restlichen Zutaten mit den Händen verkneten und als Streusel über Rhabarber, Äpfel und Cranberries geben.
Anschließend bei 170 °C Ober-/Unterhitze für etwa 15 – 20 Minuten in den Ofen – bis die Crumbles leicht gebräunt sind. Fertig!
Rhabarber – Erdbeer – Marmelade
Eine zweite klassische Verwendung von Rhabarber ist das Einmachen als Marmelade oder Kompott. Erdbeeren und Rhabarber ergänzen sich dabei hervorragend.
  • 500 g Erdbeeren
  • 500 g   Rhabarber
  • 1 Pck. Gelierzucker, 2:1
  • 2 Pck. Vanillezucker
Die Erdbeeren waschen und in einem Topf mit Gelierzucker und Zitronensaft mischen und anschließend pürieren. Den geschälten Rhabarber in kleine Würfel schneiden und unter das Erdbeerpüree heben.
Erdbeeren und Rhabarber zum Kochen bringen und unter Rühren etwa 3 Minuten kochen lassen. Die duftende Masse in geeignete Gläser abfüllen. Erkalten lassen.

Rhabarber - Inhaltsstoffe und Gesundheitswert


durchschnittlicher Gehalt in 100g essbarem Anteil:
  • Energiewert: 13 Kilokalorien oder 56 Kilojoule
  • Wasser: 92,7 Prozent
  • Eiweiß: 0,6 Gramm
  • Fett : 0,14 Gramm
  • Kohlenhydrate: 1,36 Gramm
  • Ballaststoffe: 3,20 Gramm
  • Carotinoide: 0,06 Milligramm
  • Vitamin C: zehn Milligramm
  • Vitamin B1: 0,03 Milligramm
  • Vitamin B2: 0,03 Milligramm
  • Vitamin B6: 0,08 Milligramm
  • Vitamin E: 0,25 Milligramm
  • Vitamin K : 0,011 Milligramm
  • Niacin: 0,25 Milligramm
  • Pantothensäure: 0,08 Milligramm
  • Natrium: zwei Milligramm
  • Kalium: 287 Milligramm
  • Magnesium: elf Milligramm
  • Kalzium: 66 Milligramm
  • Eisen: 0,35 Milligramm
  • Phosphor: 22 Milligramm

Gesundheitswert


  • Rhabarber liefert bei geringem Kaloriengehalt viele Vitamine und Mineralstoffe.
  • Er ist reich an Vitamin C, Vitamin K und Pro- Vitamin A.
  • Er enthält den Mineralstoff Kalzium und wirkt entwässernd durch den hohen Gehalt an Kalium
  • Rhabarber enthält den löslichen Ballaststoff Pektin und wirkt daher verdauungsfördernd.
  • Er enthält Anthocyane, sekundäre Pflanzenstoffe, die zu den Flavonoiden zählen und für die Färbung der rotstieligen Sorten verantwortlich sind.
  • Rhabarber wirkt bakterizid.
  • Er enthält Oxalsäure, die Kalzium bindet und so dessen Aufnahme in Rahmen der Verdauung verhindert. Grünfleischige Sorten enthalten mehr Oxalsäure.


Sonntag, 17. Mai 2015

Brain power with Mediterranean diet, nuts


Brain power with Mediterranean diet, nuts





Supplementing the plant-based Mediterranean diet with antioxidant-rich extra virgin olive oil or mixed nuts was associated with improved cognitive function in a study of older adults in Spain but the authors warn more investigation is needed, according to an article published online by JAMA Internal Medicine.

Emerging evidence suggests associations between dietary habits and cognitive performance. Oxidative stress (the body’s inability to appropriately detoxify itself) has long been considered to play a major role in cognitive decline. Previous research suggests following a Mediterranean diet may relate to better cognitive function and a lower risk of dementia. However, the observational studies that have examined these associations have limitations, according to the study background.


Emilio Ros, M.D., Ph.D., of the Institut d’Investigacions Biomediques August Pi Sunyer, Hospital Clinic, Barcelona, and Ciber Fisiopatología de la Obesidad y Nutrición, Instituto de Salud Carlos III, Madrid, and coauthors compared a Mediterranean diet supplemented with olive oil or nuts with a low-fat control diet.


The randomized clinical trial included 447 cognitively healthy volunteers (223 were women; average age was nearly 67 years) who were at high cardiovascular risk and were enrolled in the Prevencion con Dieta Mediterranea nutrition intervention.


Of the participants, 155 individuals were assigned to supplement a Mediterranean diet with one liter of extra virgin olive oil per week; 147 were assigned to supplement a Mediterranean diet with 30 grams per day of a mix of walnuts, hazelnuts and almonds; and 145 individuals were assigned to follow a low-fat control diet.


The authors measured cognitive change over time with a battery of neuropsychological tests and they constructed three cognitive composites for memory, frontal (attention and executive function) and global cognition. After a median of four years of the intervention, follow-up tests were available on 334 participants.


At the end of the follow-up, there were 37 cases of mild cognitive impairment: 17 (13.4 percent) in the Mediterranean diet plus olive oil group; eight (7.1 percent) in the Mediterranean diet plus nuts group; and 12 (12.6 percent) in the low-fat control group. No dementia cases were documented in patients who completed study follow-up.


The study found that individuals assigned to the low-fat control diet had a significant decrease from baseline in all composites of cognitive function.


Compared with the control group, the memory composite improved significantly in the Mediterranean diet plus nuts, while the frontal and global cognition composites improved in the Mediterranean diet plus olive oil group. 

The authors note the changes for the two Mediterranean diet arms in each composite were more like each other than when comparing the individual Mediterranean diet groups with the low-fat diet control group.

“Our results suggest that in an older population a Mediterranean diet supplemented with olive oil or nuts may counter-act age-related cognitive decline. The lack of effective treatments for cognitive decline and dementia points to the need of preventive strategies to delay the onset and/or minimize the effects of these devastating conditions. 


The present results with the Mediterranean diet are encouraging but further investigation is warranted,” the study concludes.