Posts mit dem Label Heilkraut werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Heilkraut werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 10. August 2014

Huperzia Serrata gegen Senilität

HUPERZIA SERRATA
(
Lycopodium serratum) 





Der Gebrauch von Qian Ceng Ta hat in China eine Tradition von vielen hundert Jahren. In der Traditionellen Medizin wird es genutzt zur Behandlung von Entzündungen, Blutergüssen, Muskelzerrungen und Fieber.

Anwendung/Anwendungsgeschichte



1948 wurde Huperzin erstmals von chinesischen Forschern isoliert und seitdem intensiv erforscht. In China hat Huperzin den Status eines Medikaments. Die chinesischen Forschungsarbeiten zu Huperzin wurden in der westlichen Medizin bisher wenig wahrgenommen, so dass die Substanz hier meist in die Kategorie der Nahrungsergänzungsmittel eingeordnet wurde. In den USA beispielsweise wird Huperzin als natürliches Gesundheitsprodukt behandelt und ist freiverkäuflich. In China ist Huperzin als Reinstoff im Handel.

Wissenschaftliche Erkenntnisse



Untersuchungen zufolge wird Huperzin A im Gastrointestinaltrakt schnell absorbiert und zur Leber transportiert. Huperzin A und seine Metaboliten werden nach einer ersten Verstoffwechselung in der Leber weit im Körper verteilt, bis ins Gehirn. Der höchste Spiegel im Blut wird etwa 80 Minuten nach der Aufnahme erreicht.Zahlreiche Studien, vor allem aus China, legen nahe, dass Huperzin A bei der Behandlung von Alzheimer möglicherweise so wirksam ist wie die Medikamente Tacrin und Donezepil. Das überrascht insofern nicht, als Untersuchungen in vitro und an Tieren gezeigt haben, dass Huperzin A die Acetylcholinesterase hemmt. Die oben genannten Medikamente arbeiten auf dieselbe Weise und verbessern so Gedächtnis und Denkvermögen bei Menschen mit Alzheimer und Alters-Demenz.


Möglicherweise wirkt Huperzin hier sogar besser als Tacrin – hierzu müssen aber noch Langzeit-Studien durchgeführt werden. In einer doppelblinden randomisierten Studie wurde Huperzin A als Injektion an 56 Patienten mit Demenz nach mehreren Schlaganfällen oder Alters-Demenz und an 104 mit einfachen Erinnerungsstörungen getestet. Huperzin A zeigte gemäß der Wechsler-Skala (Erinnerungsvermögen) deutlich messbare positive Effekte. Bei einigen der Behandelten wurde indes Schwindel festgestellt.


1991 bekamen in einer doppelblinden Studie 160 Menschen, die aufgrund von Senilität an Gedächtnisstörungen litten, von chinesischen Wissenschaftlern intramuskuläre Injektionen mit Huperzin. Es wurde eine deutliche Besserung der Störungen festgestellt. 
Eine Untersuchung am israelischen Weizmann-Institut von 1997 zeigt, dass eine aus Huperzia gewonnene Substanz ein Enzym im Gehirn blockiert, das an der Entstehung der Alzheimer-Krankheit beteiligt ist. Auch in einer placebo-kontrollierten, doppelblinden Studie an 68 gesunden Erwachsenen, die allerdings ein schlechtes Erinnerungsvermögen hatten, konnten Gedächtnis und Lernfähigkeit verbessert werden. 
Berichte über Überdosierungen mit Huperzine A sind nicht bekannt.



Eine andere multizentrische, doppelblinde, placebo-kontrollierte und randomisierte Untersuchung an 50 Alzheimer-Patienten über acht Wochen brachte ebenfalls positive Ergebnisse. Bei 58 Prozent der mit Huperzin A Behandelten verbesserten sich Erinnerungs- und Denkvermögen sowie Verhalten deutlich.


Die aus China stammende Pflanze Huperzia serrata ist in der Botanik auch unter der Bezeichnung Lycopodium serratum bekannt. Sie gehört zur Familie der Lycopodiaceae. In China wird die Pflanze Qian Ceng Ta genannt, im Englischen „club moss“.

Die Alkaloide Huperzine A und Huperzine B konnten aus der Pflanze isoliert werden. L'huperzine, ou Sélagine, est un alcaloïde extrait d'une espèce de lycopode poussant en Chine, le Lycopodium serratum, également appelé Huperzia serrata.

Der Gebrauch von Qian Ceng Ta hat in China eine Tradition von vielen hundert Jahren. In der Traditionellen Medizin wird es eingesetzt als Bestandteil von Zubereitungen unter anderem zur Behandlung von Entzündungen, Blutergüssen, Muskelzerrungen, Fieber und Schizophrenie. Außerdem wurde Qian Ceng Ta eingesetzt, um Blutungen zu stoppen und Schwellungen zu lindern. Auch bei Demenz-Erkrankungen wie Alzheimer wird es eingesetzt.

Sowohl Huperzin A als auch Huperzin B wird Studien zufolge ein großer Effekt als Acetycholinesterase-Hemmer zugeschrieben. Die Wirkung von Huperzin A ist demnach drei mal stärker als die von Physostigmin und 30 mal stärker als die von Galanthamin – bei geringeren toxischen Nebenwirkungen. 

Studien an Ratten und Mäusen und an Menschen lassen vermuten, dass Huperzin ein großes Potenzial bei der Behandlung von Demenz-Erkrankungen hat (Liu et al. 1986, Wang et al. 1986, Wang et al. 1988, Tang et al. 1986, Xu and Tang 1987, Zhu and Tang 1987, Yan et al. 1987, Lu et al. 1988).

Mittwoch, 23. April 2014

Pfefferminze, eines der beliebtesten und ältesten Heilkräuter


Pfefferminze




Die Pfefferminze gehört wohl zu den ältesten und beliebtesten Heilkräutern überhaupt und wahrscheinlich hat jeder in seinem Leben schon mehrfach einen Pfeferminztee gegen Verdauungsbeschwerden getrunken. Doch die Pfefferminze kann noch mehr.


Wirkung der Pfefferminze


Zu medizinischen Zwecken werden die Blätter der Pfefferminze verwendet, sowie das aus ihnen durch Dampfdestillation gewonnene ätherische Öl. Aus den frischen oder getrockneten Blättern können Sie einen Heiltee herstellen, das Pfefferminzöl wird vor allem äußerlich angewendet. Es ist das meistverwendete ätherische Öl und wird als Einreibung, Badezusatz und zur Inhalation eingesetzt. Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Pfefferminze sind:
- ätherisches Öl mit den Komponenten Menthol, Menthon, Cineol
- Sesquiterpene
- Gerbstoffe (Rosmarinsäure)
- Kaffee- und Chlorogensäure
- Flavonoide
Diese Inhaltsstoffe machen die Pfefferminze zu einer der beliebtesten Heilpflanzen überhaupt, deren Wirkung in vielen Studien nachgewiesen wurde. Bei Kopfschmerzen und Migräne wirkt das ätherische Minzöl einer Studie der Universität Kiel zufolge ebenso gut wie das Schmerzmittel Paracetamol. 2013 zeigte eine neue Studie in der Fachzeitschrift Journal of the International Society of Sports Nutrition, dass ein paar Tropfen des ätherischen Öls in einer Flasche Wasser getrunken die Leistungsfähigkeit von Sportlern deutlich erhöht. Die Pfefferminze wirkt:
innerlich:
  • krampflösend
  • verdauungsfördernd
  • appetitanregend
  • leistungsteigernd
  • belebend

äußerlich:
  • kühlend
  • antiseptisch
  • schmerzstillend

das ätherische Öl greift direkt an der glatten Muskulatur der Verdauungsorgane an und entspannt hier Verkrampfungen. Gleichzeitig wird der Gallefluss angeregt wodurch die Verdauung gefördert wird. Auf der Haut aktiviert das Pfefferminzöl die Kälterezeptoren und sorgt dadurch für Kühlung und ein vermindertes Schmerzempfinden.



Hausmittel mit Pfefferminze

Die Pfefferminze können Sie problemlos im Garten oder in kleinen Töpfen auf der Fensterbank anbauen. Sammeln Sie die Blätter vor der Blütezeit und breiten Sie sie zum Trocknen an einem luftigen Ort aus. Die frischen Blätter können Sie jederzeit zu Tee oder für einen Ölauszug verarbeiten.
Grundrezept für Pfefferminztee
Überbrühen Sie vier frische Pfefferminzblätter oder 1 TL getrocknete Blätter in einer Tasse mit kochendem Wasser und lassen Sie den Tee vor dem Abseihen 10 Minuten bedeckt stehen. Trinken Sie bei Bedarf 3 - 5 Tassen täglich, bis sich Magen und Darm wieder beruhigt haben oder bis Sie sich bei Erschöpfung erfrischt fühlen.
Pfefferminzinhalation bei Erkältung
Füllen eine Schüssel mit heißem Wasser, und geben Sie einige Tropfen Pfefferminzöl dazu. Beugen Sie sich darüber, bedecken Sie Kopf und Schüssel mit einem Handtuch und atmen Sie langsam und entspannt den minzigen Duft. Sie werden sofort eine befreiende Wirkung feststellen - insbesondere bei akuter Verstopfung der Nase aber auch bei Husten.
Minzöleinreibung gegen Kopfschmerzen
Tupfen Sie bei Spannungskopfschmerz oder Migräne ein paar Tropfen des ätherischen Öls auf die Schläfen und die Stirn, und massieren Sie es in sanften kreisenden Bewegungen ein.