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Montag, 20. Juni 2016

Kriechender Günsel: Pflanze stecken Zauberkräfte gegen Schmerzen



Kriechender Günsel



Ajuga reptans bedeckt schnell den ganzen Boden. Aber kein Grund sich zu ärgern, denn das Jäten lohnt sich: In dieser Pflanze stecken Zauberkräfte gegen Schmerzen.





(Quelle: Wiki)

Wie er aussieht und wo er wächst


Der Kriechende Günsel, dessen lateinischer Name Ajuga reptans lautet, ist eine robuste, krautige Wildpflanze. Typisch sind die namensgebenden Ausläufer, die von einer grün glänzenden Blattrosette aus flach über den Boden kriechen und neue Wurzeln schlagen. Aus der Rosette wächst ab Mai ein zehn bis 30 Zentimeter hoher kantiger Stängel, um den sich in der oberen Hälfte blau-violette Blüten drängen. Die ovalen, am Rand leicht gewellten Blätter werden nach oben hin kleiner. Die mehrjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler bevorzugt nicht zu trockene Wiesen und den Halbschatten lichter Wälder.


Welche Wirkung er hat


Antibakteriell, schmerzstillend und entzündungshemmend – diese Fähigkeiten machen den Kriechenden Günsel zu einer Art Breitband-Heilkraut. 

Er lässt zum Beispiel Entzündungen im Mund- und Rachenbereich abklingen, mildert Sodbrennen und die Schmerzen eines Magengeschwürs. 

Er fördert die Heilung von Wunden und Ekzemen und soll sogar die Narbenbildung verbessern. 

Außerdem hilft seine beruhigende Wirkung bei Schlafstörungen und Nervosität.


Was ihn auszeichnet


Kriechender Günsel besitzt die üblichen wirkaktiven Pflanzenstoffe von Heilkräutern, wie etwa ätherische Öle, Gerbsäure und Glykoside. 

Eine Besonderheit dabei ist das Glykosid Harpagosid, das man auch von einer anderen, viel bekannteren Heilpflanze kennt: der Teufelskralle. Sie kommt als Pflanzenarznei gegen Rheuma und Arthrose zum Einsatz. 

Der Kriechende Günsel hat vermutlich denselben lindernden Effekt bei Gelenk- und Rückenproblemen wie sie.

Kriechender Günsel wird während der Blütezeit von Mai bis Juli gesammelt. Aus den getrockneten Blättern, Blüten und dem Stängel braut man einen Tee für die innere Anwendung oder einen Aufguss für Kompressen, Umschläge und Bäder.



Was er im Garten so treibt


Zur Gattung Günsel gehören allein in Europa zehn verschiedene Arten, wobei nur der Pyramiden-Günsel ebenfalls als Heilkraut erwähnt wird. Mit seinen behaarten violetten Blättern sieht er dem Kriechenden Günsel aber ebenso wenig ähnlich wie der Mittelmeer-Günsel oder der Acker-Günsel. Insgesamt bevölkern 65 Arten die Botanik von Europa bis Japan, von Nord- bis Zentralafrika. Sogar in Australien gibt es zwei Günsel-Arten.

Sonntag, 21. Juni 2015

Eisenkraut: eine traditionelle Heilpflanze und ein Alleskönner

Eisenkraut (Verbena officinalis)





Eisenkraut ist eine traditionelle Heilpflanze und so ziemlich überall zu finden, da sie recht anspruchslos ist. Am häufigsten findet man sie jedoch an Wegesrändern. Sie eine Höhe von 20- 80 cm erreichen und hat kleine hellviolette Blüten. Die Blütezeit ist von Mai bis zum ersten Frost. Dann wird geerntet.

Eisenkraut Wirkung


Vorwiegend setzt man Eisenkraut gegen äußere Wunden ein. 

Da es eine schmerzstillend, entzündungshemmend, antibakteriell und blutreinigend wirkt. Schon seit der Antike wird es als Heilpflanze eingesetzt. Es wurden sogar Tempel zur rituellen Reinigung von Tempeln verwendet. 
Eisenkraut kann jedoch noch viel mehr:
  • Es soll bei Atemwegserkrankungen helfen und Verdauungsstörungen helfen. 
  • Auch dem Stoffwechsel kann es wieder auf die Beine helfen. So wird es bei Milzerkrankungen, Rheuma, Blutarmut und Gicht angewendet. 
  • Wer Sodbrennen, eine Leber- oder Gallenschwäche hat, dem sei geraten, es einmal mit Eisenkraut zu versuchen. 
  • Es soll auch bei Mandelentzündungen, Keuchhusten und Bronchitis helfen. 
  • Es kann aber auch dem einen oder anderen Harnorgan helfen. So zum Beispiel wenn man Blasensteine oder Nierensteine hat. 
Wie auch schon das Johanniskraut wie Eisenkraut in der Frauenheilkunde gern verwendet. Nicht nur frischgebackene Mamas, sondern auch Frauen in den Wechseljahren greifen auf Eisenkraut zurück. Es soll menstruationsfördernd wirken, aber auch Milch bildend sein und helfen Beschwerden in den Wechseljahren zu lindern.

Es kann auch helfen 
  • bei Migräne, 
  • Nervosität und 
  • Augenentzündungen. 
Auch hier ist das Kraut ein echter Alleskönner. 

Natürlich werden auch gerne Wunden damit behandelt, sowie blaue Flecken, Geschwüre oder Ekzeme. 

Der volkstümliche Name ist Verbena, aber auch andere Namen wurden dem Eisenkraut gegeben. Wie zum Beispiel das Druidenkraut, Heiligkraut, Katzenblut, Hahnenkopf, Sagenkraut, Stahlkraut oder Wundkraut.

Eisenkraut Verwendung


Verwendet wird auch hier nur das blühende Kraut. Eisenkraut enthält viele Inhaltsstoffe, darunter 
  •  zahlreiche ätherische Öle, 
  • Glykoside, 
  • ein Alkaloid, 
  • Kieselsäure, 
  • Gerbsäure und 
  • Bitterstoffe. 

Weshalb Eisenkraut auch nicht als Tee empfohlen wird. 

Doch lassen sich damit auch Umschläge machen, welche auf die zu behandelnden Wunden aufgelegt werden. Solche Umschläge werden mehrmals täglich gemacht.

Eisenkrauttee


Für Tee jedoch wird die verwandte Pflanze Verbena, welche auch aus Südamerika stammt, empfohlen, die aber bei Weitem keine so große Heilwirkung ausweist. Verbena hat einen leicht zitronigen Geschmack und ist daher besser als Tee geeignet. 

Dies ist immer noch die beliebteste Anwendung der Heilpflanze.


Hinweis: Doch auch hier gilt, die empfohlene Dosierung nicht zu überschreiten. Bei übermäßigem Verzehr kann Eisenkraut zu Erbrechen führen. Auch schwangere Frauen sollten sich hüten, Eisenkraut zu verzehren. Denn es enthält wehenanregende Substanzen. Aber auch diese uralte Heilpflanze ist ein Muss in jeder Hausapotheke.



Freitag, 4. April 2014

Ingwer - bringt die Verdauung in Schwung

Ingwer für Ihre Gesundheit




Zu medizinischen Zwecken wird ausschließlich die geschälte frische oder getrocknete Wurzel verwendet. Aus der frischen Wurzel können Sie einen Tee zubereiten, die getrocknete und pulverisierte Wurzel wird in Teebeuteln angeboten. Aus Extrakten der Ingwerwurzel können Sie auch Fertigpräparate kaufen. Die wichtigsten Inhaltstoffe der Ingwerwurzel sind:
- ätherisches Öl (enthält u. a. Zingibere und Curcumene)
- Gingerole
- Shoagole
- Stärke
Verantwortlich für die Hauptwirkungen des Ingwers sind die zu den Scharfstoffen gehörenden Gingerole und das ätherische Öl. Die Scharfstoffe regen die Magensaftproduktion an und bringen dadurch die Verdauung in Schwung. Gleichzeitig hemmen sie dasselbe Enzym (Cyclooxygenase) wie die Acetylsalicylsäure, wodurch Ingwer auch einen schmerzstillenden und entzündunsghemmenden Effekt hat. 

So wirkt Ingwer:
- Übelkeit beseitigend
- Brechreiz lindernd
- anregend auf die Verdauung
- schmerzstillend
- entzündungshemmend
am besten ist die Wirkung von Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen belegt. In diesem Jahr haben Wissenschaftler der Universität Heidelberg entschlüsseln können, worauf diese Wirkung beruht. Die Ingwer-Inhaltstoffe docken an den Rezeptorstellen eines Nervenbotenstoffs (Serotonin) auf den Nervenzellen an, so dass das Brechzentrum im Gehirn nicht aktiviert werden kann und die Übelkeit ausbleibt.
Diese Wirkung kann auch genutzt werden, um die als Nebenwirkung einer Chemotherapie häufig auftretende Übelkeit zu lindern. Forscher der Universität Rochester/USA konnten zeigen, dass bei Krebspatienten, die Ingwer jeweils drei Tage vor und nach einer Chemotherapie angewendet hatten, die Beschwerden um 40 % geringer waren. 
Ingwer hilft Ihnen gegen:
- Verdauungsschwäche
- Reiseübelkeit
- Übelkeit bei Chemotherapie
- Erkältungskrankheiten
- rheumatische Schmerzen
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt die Ingwerwurzel als wärmendes Heilmittel. Die TCM setzt den Ingwer daher auch gegen Erkältungskrankheiten ein.

So wenden Sie den Ingwer an



Probieren Sie einmal die folgenden Hausmittel mit Ingwer gegen Alltagsbeschwerden aus. Sie werden überrrascht sein, wie gut sie wirken!
Grundrezept für Ingwertee
Schälen Sie ein Stück Ingwerwurzel, und schneiden Sie 6 bis 8 dünne Scheiben davon ab. Übergießen Sie diese mit 1 Tasse kochendem Wasser, und lassen Sie den Tee mindestens 10 Minuten lang ziehen. Trinken zur Anregung der Verdauung eine frisch zubereitete Tasse davon.
Wärmende Ingwermilch
Kochen Sie 1 TL frisch geriebene Ingwerwurzel in einer Tasse Milch auf. Seihen Sie den Ansatz nach ein paar Minuten ab, und süßen Sie die Milch mit 1 TL Honig. Trinken Sie bei einer beginnenden Erkältung mehrmals täglich eine Tasse davon. 
Schmerzstillende Ingwertinktur
Hacken Sie eine ganze, geschälte Ingwerwurzel in kleine Stückchen und übergießen Sie die in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn, bis der Ingwer ganz bedeckt ist. Lassen Sie den Ansatz an einem warmen Ort zwei Wochen lang ziehen, und filtern Sie ihn dann in eine dunkle Flasche ab. Mischen Sie 2 bis 3 Tropfen davon mit neutralem Massageöl, und reiben Sie schmerzhafte Muskeln und Gelenke damit ein.