Am besten bekannt ist dieses ätherische Öl für seine antibakterielle Wirkung, aber auch als Mittel gegen Staphylokokken-Infektionen wie MRSA. Es wirkt antioxidativ, antiseptisch, antiviral, antimykotisch, entzündungshemmend, schmerzstillend und zudem gegen Parasiten. 2001 berichtete die ZeitschriftScience Daily über eine Studie der Georgetown University, die ergab, dass die keimtötende Wirkung von Oreganoöl fast so stark war wie die der meisten Antibiotika.
Das schmackhafte Gewürz wird schon jahrtausendelang überall auf der Welt für medizinische Zwecke verwendet – im 18. Jahrhundert sogar, um die Pest fernzuhalten. Knoblauch besitzt antibiotische, antivirale und antimykotische Eigenschaften.
Ebenfalls seit Jahrhunderten im Einsatz als Mittel gegen Alterung und gegen eine Vielzahl von Infektionen. Traditionell nahm man es zur Behandlung offener Wunden, gegen Blutvergiftung, Diphtherie und andere bakterielle Erkrankungen. Heute wird es vor allem gegen Erkältung und Grippe eingenommen.
In Amerika gehört sie zu den beliebtesten Heilpflanzen; in jüngster Zeit ist sie vor allem als pflanzliches Antibiotikum und immunstärkendes Mittel bekannt geworden. Wie die Website Herbwisdom.com berichtet, nahmen Indianer in Amerika Gelbwurzel als Medizin gegen Entzündungen der Atemwege, des Verdauungstrakts und der Harnwege, die durch Allergien oder Infektionen hervorgerufen wurden.
Kapuzinerkresse und Meerrettich in Kombination
So wirken sie: Antibakteriell – sogar gegen einige multiresistente Keime wie den Schweinegrippeerreger H1 N1 – , hemmt das Wachstum von Viren und Pilzen
Dagegen kommen sie zum Einsatz: Atemwegsinfektionen wie Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung, grippale Infekte, Harnwegsinfekte. Die heilende Kombination kann sogar prophylaktisch gegen Infekte eingesetzt werden.
So wirkt sie: Antibakteriell, krampflösend, entzündungshemmend, wundheilungsfördernd.
Dagegen kommt sie zum Einsatz: Rein äußerlich bei Hautentzündungen, bei Entzündungen der oberen Atemwege als Inhalation
Propolis
So wirkt es: Bakterien- und Virenabtötend, immunstimulierend, entzündungshemmend und wundverschließend
Dagegen kommt es zum Einsatz: Erkrankungen im Mund- und Rachenbereich, Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis, Schnitt- und Schürfwunden sowie Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen wie Nebenhöhlenentzündungen, Harnwegsinfekten, grippale Infekte.
Salbei
So wirkt er: Antibakteriell, entzündungshemmend, adstringierend, schweißhemmend
Dagegen kommt er zum Einsatz: Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Mandelentzündung, Husten, strakes Schwitzen sowie in den Wechseljahren
Basilikum (Ocimum basilicum)
Das ätherische Basilikumöl ist nicht nur zum Würzen da. Zweimal täglich in verdünnter Form (einige Tropfen zum Beispiel mit 50ml Jojoba-Öl oder Wasser vermischt) auf aknekranke Haut aufgetragen, verringert es besser als eine Standardbehandlung (Wirkstoff Benzoylperoxid) die Anzahl und Größe der entzündeten, geröteten, geschwollenen Hautgebiete im Gesicht.
Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Das aus Johanniskraut hergestellte Rot-Öl ist seit Jahrhunderten als hautheilend bekannt. Einer der Gründe: Antibakterielle und antientzündliche Eigenschaften des pflanzlichen Depressionskillers.
Vogelknöterich (Polygonum aviculare)
Eine Gurgellösung aus dieser Pflanze hat stark antibakterielle Wirkungen bei direktem Kontakt mit Erregern in der Mundhöhle. Und verringert bei chronischer bakterieller Zahnfleischentzündung schon nach wenigen Wochen die Entzündung und hierdurch bedingte Symptome wie Schmerzen oder Mundgeruch.
Teebaumöl (Melaleuca alternifolia)
Eine dreimonatige Anwendung als wässriges Gel verringert genauso effektiv Akne-Hautentzündungen wie Standardbehandlung (Wirkstoff Benzoylperoxid). Allerdings mit einem Vorteil (wie bei vielen pflanzlichen Mitteln): Nebenwirkungen sind viel seltener. Andere Wirkstoffe im Teebaumöl killen nicht nur Bakterien, sondern auch Pilze und andere Erreger, am effektivsten auf der Haut. Beeindruckend: Teebaumöl kann sogar gefährliche Erreger vernichten, bei denen normale Antibiotika nicht mehr wirken, z. B. die sog. MRSA (methicillin-resistenteStaphylococcus aureus).
Graubehaarte Zistrose (Cistus incanus ssp. Pandalis)
Ein spezieller Extrakt aus der Mittelmeer-Heilpflanze (Cystus052 – als Sud, Lutschtabletten, Gurgellösung oder Tee) umkapselt krankmachende Mikroben wie Bakterien und Viren. So sind sie weniger ansteckend und werden von der körpereigenen Abwehr leichter beseitigt.
Schwarzer Tee (Thea sinensis)
Wässrige Schwarztee-Extrakte als Lotion über 7-10 Tage angewandt – bei akuter eitriger Hautentzündung durch Bakterien wie Staphylokokken oder Streptokokken („Impetigo contagiosa“) –, helfen genauso gut wie antibiotische Hautcremes oder Antibiotika-Tabletten. Und: Die antibakteriellen Eigenschaften des schwarzen Tees beugen – neben regelmäßigem Zähneputzen – auch Karies vor.
Umckaloabo (Pelargonium sidoides)
Ob die nachgewiesene bakterienhemmende Wirkung der südafrikanischen Pflanze tatsächlich Ursache der gut belegten Heilungserfolge zum Beispiel bei bakterieller Mandel-Entzündung oder Bronchitis ist, muss noch nachgewiesen werden. Die Pflanzenextrakte verbessern nämlich auch die Virenabwehr und lösen zähen Schleim.
Kakaoschalen (Theobroma cacao)
Kakaoschalen enthalten nicht nur Koffein, sondern auch antibakterielle Wirkstoffe. Gurgeln mit einer wässrigen Lösung vor und nach dem Essen sowie vor dem Schlafengehen verhindert nicht nur, dass sich das Bakterium Streptococcus mutans auf den Zähnen festhalten kann, sondern verringert auch zunehmend bakterielle Zahnplaque (die eine Voraussetzung für Zahnfäule/Karies sind).
Pfefferminze
Bei Mundschleimhautentzündung und krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Auch für die Behandlung von Akne.
Sommerlinde
Anwendung bei Erkältungskrankheiten.
Schwarzer Holunder
Anwendung bei Erkältungskrankheiten. Der Tee aus getrockneten Holunderblüten wirkt schweisstreibend.
Amerikanische Preiselbeere
Die Inhaltstoffe der amerikanischen Preiselbeere Cranberry verhindern das Anheften von Bakterien an die Schleimhäute der Harnwege. Anwendungsgebiete: Harnwegsinfekte, Blasenentzündung
Melisse
Melisse hat nachweislich entzündungshemmende Effekte und hilft gegen Herpesviren. Pfefferminze wirkt antibakteriell und entkrampfend vor allem bei Magen-Darm-Infekten. Odermenning, Holunderbeere und Eichenrinde enthalten viele Gerbstoffe, die das Wachstum von Bakterien hemmen und bei Hauterkrankungen oder Durchfall helfen.
Senföle
Senföle (Glucosinolate) sind charakteristische Inhaltsstoffe von Pflanzen aus der Familie der Kreuzblüten- und Kapuzinerkressengewächse. Sie kommen z.B. vor in verschiedenen Kohlarten, Brokkoli, Rettich, Senf, Raps und Kresse. Werden die Zellen dieser Pflanzen verletzt, setzt das pflanzeneigene Enzym Myrosinase Senföle frei, die der Pflanze einen Schutz vor Fraßschäden und mikrobiellem Befall bieten. Die Senföle haben eine wachstumshemmende Wirkung auf verschiedene Bakterien, Viren und Pilze. Für die Abbauprodukten der Glucosinolate wurden auch krebshemmende Eigenschaften nachgewiesen.
Quellen: