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Donnerstag, 4. Februar 2016

Inhaltsstoffe der Zistrose machen Viren inaktiv

Pflanzenextrakt hilft gegen HIV und Ebola


Pflanzliche Waffe gegen aggressive Viren: Extrakte der als Heilpflanze bekannten Zistrose könnten künftig gegen HIV- und Ebola-Infektionen zum Einsatz kommen. Sie sind in der Lage, die Viren inaktiv zu machen und ihre Vermehrung zu hemmen – zumindest in Zellkulturen, wie Forscher im Fachmagazin "Scientififc Reports" berichten. Sollte sich dies auch in Tierversuchen bestätigten, könnte dies ein Ansatzpunkt für neue Therapien werden.

(Quelle: Wiki)

Virale Infektionen sind für Ärzte nach wie vor eine große Herausforderung. Obwohl gegen viele Viren eigentlich medizinische Wirkstoffe zur Verfügung stehen, wird etwa die Therapie von der HIV und Aids immer schwieriger: Gegen herkömmliche Medikamente bilden die Viren zunehmend Resistenzen. Neuartige antivirale Wirkstoffe werden nicht nur aus diesem Grund dringend benötigt. Gegen etliche Viren gibt es bislang noch gar keine zugelassenen Präparate – zum Beispiel gegen Ebola- oder Marburg-Viren.

Neue Hoffnung macht nun ein Extrakt aus der Apotheke der Natur. Wissenschaftler um Stephanie Rebensburg vom Helmholtz Zentrum München haben Inhaltsstoffe der als Heilpflanze bekannten Zistrose (Cistus incanus) untersucht.

 Die Pflanze kommt im gesamten Mittelmeerraum vor und soll unter anderem entzündungshemmend und antibakteriell wirken.

Extrakt macht Viren inaktiv


Jetzt haben Rebensburg und ihre Kollegen auch virostatische Eigenschaften an der Heilpflanze entdeckt. Die Forscher testeten kommerziell erhältliche Cistus incanus-Präparate, Extrakte aus einem Tee sowie aus Blättern der Pflanze. Sie untersuchten dann in Zellkulturen, wie die Extrakte auf verschiedene HIV-Stämme wirkten.

Es zeigte sich: Die Extrakte waren zwar nicht in der Lage, die Viren abzutöten. Sie konnten jedoch bei allen Experimenten deren Vermehrung stoppen und die vorhandenen Viren inaktiv machen. Laut den Wissenschaftlern blockieren die Zistrose-Extrakte bestimmte Hüllproteine der Viren. Dadurch verhindern sie, dass die Viren an Wirtszellen andocken und eine Infektion auslösen können.

Besonders vielversprechend: Das funktionierte sogar bei einem HIV-Stamm, der gegen mehrere in der Therapie eingesetzten Wirkstoffe inzwischen resistent ist. Und selbst nach 24-wöchigen Labortests entstanden keine neuen Resistenzen gegen die Pflanzenextrakte. Auch gegen Viruspartikel mit Hüllproteinen von Ebola- bzw. Marburg-Viren zeigten sich die Extrakte der Zistrose ähnlich aktiv. Das Team fand zudem Hinweise dafür, dass Cistus-Extrakte viele antivirale Inhaltsstoffe enthalten, die in Kombination wirken könnten.

Potenzial für neue Medikamente


Dadurch könnten sich neue Ansatzpunkte zur globalen Bekämpfung lebensbedrohlicher Virusinfektionen ergeben, betonen die Forscher. Virenerkrankungen gehören zu den weltweit zehn häufigsten Todesursachen bei Menschen – HIV/ Aids belegt auf dieser Liste Rang sechs. "Unsere Ergebnisse liefern erste Hinweise, dass käuflich erhältliche Extrakte aus der Zistrose für die Entwicklung von neuartigen und wissenschaftlich fundierten Phytotherapeutika gegen HIV genutzt werden könnten", schreiben die Wissenschaftler. 

Solche Präparate könnten eine wertvolle Ergänzung der Palette an etablierten Arzneistoffen sein. Und auch gegen andere wichtige humanpathogene Viren wie Ebola oder andere Erreger könnten Extrakte der Zistrose in Zukunft vielleicht zum Einsatz kommen. (Scientific Reports, 2016; doi: 10.1038/srep20394)
(Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, 03.02.2016 - DAL)

Mittwoch, 17. Juni 2015

Wirkungsprinzip Kolloidales Silber

Kolloidales Silber: Wirkprinzip



Kolloidales Silber wirkt wie ein Breitspektrum-Antibiotikum und tötet alle einzelligen Parasiten, also Bakterien, Viren und Pilze, in kürzester Zeit ab. Es soll gegen etwa 650 verschiedene Krankheitserreger wirksam sein. 

Die winzigen Silbermoleküle dringen in einzellige Bakterien ein und blockieren dort ein für die Sauerstoffgewinnung zuständiges Enzym. Der Stoffwechsel der Parasiten kommt zum Erliegen, und sie sterben ab. 

Erfahrungsgemäß werden intakte Hautzellen und gesundheitsfördernde Bakterien bei der Behandlung mit kolloidalem Silber nicht geschädigt, wobei hierfür noch keine überzeugende Erklärung vorliegt. Unterstützend können jedoch während und nach einer oralen Silberkur Mittel zum Aufbau der Darmflora eingenommen werden. 

Ein weiterer Vorteil von kolloidalem Silber ist, dass die Krankheitserreger nicht resistent werden können.



Kolloidales Silber tötet Viren vermutlich über die Bildung von DNS- und/oder RNA-Silberkomplexen oder Zerstörung der Nukleinsäuren ab: 


  • Es tötet Einzeller, Plasmodien und Pilze einschließlich deren Sporen ab und greift Würmer an, vielleicht über eine Hemmung der Phosphataufnahme und Veränderung der Durchlässigkeit der Zellmembran;
  • es hemmt das Enzym Phosphomannoseisomerase bei Hefepilzen;
  • es unterdrückt die Histamin- und Prostaglandinausschüttung bei allergischen und entzündlichen Reaktionen;
  • es puffert überschießende Reaktionen des Immunsystems ab und lindert somit allergische und entzündliche Erscheinungen;
  • es wirkt zusammenziehend auf die Wundoberfläche bei offenen Wunden und beschleunigt das Abheilen erheblich. Die Haut bleibt elastisch und reißt an mechanisch belasteten Stellen spürbar weniger ein;
  • es reagiert im Körper wie ein freies Radikal und bindet überschüssige Elektronen; so unterstützt es die Entgiftung bei Schwermetallbelastung. 
Leider werden in der kommerziellen Definition von kolloidalem Silber meist alle silberhaltigen Flüssigkeiten, die zu Heilzwecken eingesetzt werden, mit einbezogen, wie etwa Silbersalze und Silberproteine. Dieser Umstand erschwert die konkrete Auseinandersetzung mit kolloidalem Silber; gerade die unsachlichen Diskussionen im Internet vermischen diese Tatsache oft absichtlich. 

Kolloidales Silber ist in der Lage, Krankheitserreger wie Viren, Bakterien, Einzeller und Pilze in vitro abzutöten. Es ist kein Bakterium bekannt, das nicht durch kolloidales Silber innerhalb von 6 Minuten eliminiert wird, bei einer Konzentration von nur 5 ppm pro Liter. 

Nach Dr. Robert O. Becker, MD, sterben auch alle pathogenen Mikroorganismen, die bereits gegen Antibiotika immun sind, durch Verabreichung von kolloidalem Silber ab. 

Der oligodynamische Effekt


Kolloidales Silber zeigt eine antimikrobielle Wirkung und inaktiviert bereits in kleinen Konzentrationen die meisten Bakterien und Pilze. Wirksam sind dabei die Silberkationen, die stets in kleinsten Mengen aus elementarem Silber freigesetzt werden und den Stoffwechsel von Mikroorganismen hemmen. 
Die Hemmung wirkt vor allem auf schwefelhaltige Gruppen bestimmter Aminosäuren und Proteine, welche dadurch inaktiviert werden. 
Dieser als oligodynamischer Effekt bezeichnete Wirkmechanismus ist nicht nur bei Silber, sondern auch bei anderen Metallen wie Quecksilber, Kupfer und seinen Legierungen Messing und Bronze, Zinn, Eisen, Blei, Bismut, Gold* und Osmium anzutreffen. 

Der Schweizer Botaniker Carl Wilhelm von Nägeli (1817-1891) entdeckte den oligodynamischen Effekt: 

Von Natur aus haben einige Metalle schon in winzigsten Mengen eine hohe antiseptische Wirkung auf fast alle Bakterien, Pilze und andere Krankheitskeime. Silber ist davon das antiseptisch wirksamste, das aber gleichzeitig keinen Einfluss auf die höher entwickelten Zellen von Menschen und Tieren hat. 

Die Fähigkeit, gleichzeitig an verschiedenen Stellen im Zellstoffwechsel anzugreifen, erklärt das breite antimikrobielle Wirkspektrum von Silber und Silberverbindungen.

Achtung

Kolloidales Silber sollte nur zeitlich begrenzt im Rahmen einer Therapie eingenommen werden. Von einer täglichen Einnahme über längere Zeit wird abgeraten. Wir empfehlen Therapien zusammen mit einem Arzt oder fachkundigen Therapeuten durchzuführen.

Dienstag, 14. April 2015

Pilze bieten eine ungewöhnliche Vielfalt an Heilwirkungen.

Warum Pilze heilend wirken




Dass Pilze nicht nur Genusswert haben, sondern sogar Krankheiten heilen können, ist in Asien und den USA hinlänglich bekannt. In Deutschland beginnt sich diese Erkenntnis erfreulicherweise mehr und mehr zu verbreiten. 


So konnte mittels Studien nachgewiesen werden, dass Pilze das Immunsystem stärken und regulieren. Ein gut funktionierendes Immunsystem ist der Schlüssel zur Gesundheit. Denn nur wenn die Abwehr funktioniert, bleibt bzw. wird der Mensch gesund. Das Immunsystem ist teilweise im Darm lokalisiert. Hier stärken Pilze die gesunde Darmflora, fördern die Verdauung, entgiften und bewahren das natürliche Gleichgewicht an Mikroorganismen im Darm.

Pilze wie Reishi, Shiitake und Hericium haben des weiteren antimikrobielle Eigenschaften sowie antivirale Effekte. Sie können Bakterien und Viren also direkt attackieren. Nachgewiesen wurde auch, dass einige Pilze sekundäre Inhaltsstoffe enthalten, die die Produktion von T-Lymphozythen, NK-Zellen (natürliche Killer-Zellen), Interferon, Interleucin und Makrophagen (Fresszellen) stimulieren. T-Lymphozythen werden auch T-Helfer-Zellen genannt. Allesamt sind diese für die Vernichtung und Abwehr von Fremdkörpern zuständig.

Pilze bieten eine ungewöhnliche Vielfalt an Heilwirkungen. Wie bereits erwähnt, werden Heilpilze schon seit Jahrtausenden in der asiatischen Medizin sehr wirksam bei der Linderung oder Heilung zahlreicher Krankheiten oder Beschwerden eingesetzt. Aber auch in der heutigen Zeit finden sie u. a. Einsatz bei: Verdauungsproblemen, Allergien, Übergewicht, erhöhtem Cholesterinspiegel, zur Blutdruck- und Blutzucker-Regulierung, Entzündungen, Leber- und Milz-Beschwerden, Magenleiden und Bauchspeicheldrüsenbeschwerden, Angstzuständen, Depressionen und in besonderem Maße erfolgreich auch bei Krebsleiden.

Wenn auch der Verzehr von Pilzen bzw. die Einnahme in pulverisierter Form als Nahrungsergänzungsmittel keine Gesundheitsgarantie geben kann, so eignen sich diese uralten heilsamen Naturprodukte als Begleiter auf unserem Weg zu Vitalität und Wohlbefinden bis ins hohe Lebensalter.

Wichtig zu wissen. Pilze sind ein Naturprodukt. Man kann nicht erwarten, dass sofort Besserung eintritt. Es dauert schon ein paar Wochen, bis die Natur wirkt. Aber dann wirkt sie und Besserung ist zu spüren. Ohne Chemie und Nebenwirkung.



Reishi





Wirkung:

Die blutdrucksenkende, cholesterinsenkende und antithrombotische Wirkung wurde schon mehrfach bestätigt. Sie ist den Inhaltsstoffen der Triterpene (zyklische Kohlenwasserstoffe) zuzuschreiben.

Allergien werden durch die vermehrte Ausschüttung von Histamin im Körper angefacht, der Stoff der vielen Allergikern das Leben beschwerlich macht. Die Triterpene des Reishi wirken hemmend auf die Freisetzung des Histamin im Körper!

Durch die vermehrte Regeneration des Lungenepithels verringert sich das Risiko, an einer Bronchitis zu erkranken. Die peripher anticholinerge Wirkung (autonomes Nervensystem) kann eine Erweiterung enger Bronchien bewirken.

Auch auf die Tätigkeit des Herzens wirken sich die Inhaltsstoffe des Reishi positiv aus: Erhöhter Blutdurchfluss bei geringerem Sauerstoffverbrauch.


Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin wirkt der Reishi



  • bei Bronchitis
  • kräftigend auf das Herz, mehr Leistung bei geringerem Sauerstoffverbrauch
  • bei Schlafstörungen
  • bei Autoimmunerkrankungen
  • hemmend auf die Freisetzung von Histamin
  • antithrombotisch
  • blutdrucksenkend
  • cholesterinsenkend
  • heilend auf die Leber (z.B. Hepatitis)
  • helfend bei Krebs
  • bei Nervenschwäche
  • bei Gelenkschmerzen
  • bei Neurodermitis


Die herzstärkende Wirkung ist natürlich auch bei allen Lungenerkrankungen von unschätzbarem Wert, da ja mit zunehmender Verschlechterung der Lunge das rechte Herz immer mehr belastet wird (Corpulmonale).
Die heilende Wirkung auf die Leber, wie es auch bei einigen anderen Heilpilzen der Fall ist wie z.B. beim Shiitake oder Agaricus sollten sich chronisch Kranke unbedingt zu Nutze machen, um leberschädigende Medikamente besser zu vertragen.





Der Agaricus / Mandelpilz






Der Agaricus (Agaricus blazei murrill) stammt ursprünglich aus dem brasilianischen Regenwald. Die Einheimischen nannten ihn "Pilz des Gottes" und verwendeten ihn bei ernsthaften Erkrankungen. Erst vor 35 Jahren hat man ihn wissenschaftlich näher untersucht und mit Studien begonnen.

Wirkung:


Kaum ein Pilz stimuliert das Immunsystem so wirkungsvoll wie der Agaricus. Sein Gehalt an Polysacchariden, besonders die Beta-Glucane sind im Vergleich zu den anderen Heilpilzen auch am höchsten. Daher ist er bei Krebserkrankungen als begleitende Therapie zur Schulmedizin sinnvoll bei:
Leukämie, Darm-, Lungen-, Unterleibs-, Brust-, Bauchspeicheldrüsen-, Prostata- und Leberkrebs als auch bei Hirntumoren!
In Japan ist der Agaricus offiziell als Antikrebsmedikament zugelassen.
Durch die fördernde Wirkung auf die Blutbildung im Knochenmark hilft er, die Nebenwirkungen einer Chemo- oder Strahlentherapie zu lindern.
Der Agaricus eignet sich auch bei Leberleiden und unterstützt die Milz bei ihrer Blutreinigung und Abwehrfunktion. Auch bei chronischen Entzündungen und Pustelbildung auf der Haut hat er sich bewährt.
Der Agaricus wirkt auch bei allen schweren seelischen Prozessen im Leben und den daraus resultierenden Erkrankungen!



  • Bronchitis
  • Diabetes
  • Durchfall
  • Allergien
  • Asthma
  • Angina pectoris
  • Krebserkrankungen
  • Immunschwäche (starkes Immunstimulans)
  • HIV
  • Leberschwäche
  • Gastritis
  • Migräne
  • Erschöpfung
  • Bluthochdruck
  • erektiler Dysfunktion
  • chronischer Hautentzündung und Pustelbildung
Da der Pilz bei uns noch nicht so lange bekannt ist, darf man gespannt sein, was die Forschung noch alles entdeckt! Bei der Krebstherapie nimmt der Agaricus begleitend zur Schulmedizin schon jetzt eine wichtige Stellung ein.


Shiitake






Das Polysaccharid Lentinan (Zuckermolekül) besitzt tumorhemmende Eigenschaften, was schon in vielen Studien nachgewiesen wurde.

Die virushemmenden Eigenschaften des Shiitake sind auch den Polysacchariden zuzuschreiben. Genau genommen handelt es sich hier um Beta-Glucane. Inzwischen weiß man durch Studien über die Beta-Glucane wesentlich mehr.


Wirkung der Beta-Glucane:

Im Körper wird verstärkt Interleukin-1 gebildet, das Viren unschädlich macht und auch gegen Krebszellen aktiv ist. Beta-Glucane wirken entzündungshemmend, Patienten bekommen weniger häufig Lungenentzündungen. Auch Diabetiker und frisch operierte Patienten sind weniger anfällig für Infektionskrankheiten.

Die im Shiitake enthaltenen Eritadenine bewirken indirekt eine schnellere Ausscheidung des Cholesterins, das krankmachende LDL-Cholesterin reduziert sich. Durch die entzündungswidrigen Eigenschaften des Shiitake und der geringeren Konzentration von LDL-Cholesterin im Blut verringert sich das Risiko, dass sich die plaquebildenden Schaumzellen an den Arterienwänden ablagern.

Die Einnahme von Reishi und Shiitake ergänzen sich auch in der heilenden Wirkung auf die Leber.

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin wirkt Shiitake bei

  • akuter und chronischer Bronchitis 
  • Infektanfälligkeit 
  • Erkältung 
  • Diabetes 
  • Arteriosklerose 
  • Autoimmunerkrankungen 
  • Allergien 
  • Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen 
  • Rheuma 
  • Tumorerkrankungen 
  • Arthritis 
  • Gicht 
  • Migräne 
  • Magengeschwüre 
  • Hepatitis



Raupenpilz / Cordyceps




Der Chinesische Raupenpilz (Cordyceps sinensis) stammt wohl ursprünglich aus Tibet, wo er in einer Höhe bis 5000 m wächst. Seine Nahrungsquelle ist nicht, wie üblich, Holz oder ein pflanzliches Substrat, sondern eine Raupenart, die er abtötet, wo raus er dann seinen Fruchtkörper treibt. Lange Zeit versuchte man den Pilz zu kultivieren, inzwischen kann man das Myzel (Wurzelgeflecht des Pilzes) vermehren; erfreulicherweise enthält es Myzel wirksamere Inhaltsstoffe als der Pilzkörper.


Wirkung:

Die über Jahrhunderte überlieferten positiven Wirkungen wurden in zahlreichen Studien bestätigt: Die sexuelle Lust konnte bei vielen Probanden und Probandinnen ebenso gesteigert werden wie eine Besserung der Beschwerden von depressiven Personen. Ähnlich dem Johanniskraut wirkt Cordyceps hemmend auf die MAO-Enzyme, die für Depressionen verantwortlich gemacht werden.
Die Steigerung des Geschlechtshormons Testosteron verbessert sicherlich auch die depressiven Verstimmungen und die Lust am Sex. Verantwortlich für die Hormonproduktion sind Polysaccharide und Glykoproteine.

Cordyceps wirkt sich auch positiv auf die Herzkraft und Lunge (Erweiterung der Bronchien) aus. Das macht sich schon während körperlicher Belastungen bemerkbar und die anschließenden Erholungsphasen werden kürzer.


Auch die Leberfunktion wird durch Cordyceps verbessert. Außerdem kann eine durch Gallenstauung bedingte Leberfibrose verhindert werden.
Und die Nierenfunktion wird durch diesen Pilz positiv beeinflusst. Die Abgabe von Hormonen der Nebennierenrinde (z.B. Cortison) wird stimuliert und somit Stresssymptomen entgegengewirkt.


 
Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin wirkt Cordyceps
  • leistungssteigernd
  • schnell regenerierend auf die Muskulatur
  • bei Stress
  • mit verbessernder Leberfunktion (Entgiftung)
  • bei chronischer Müdigkeit
  • bei Depressionen
  • bei sexuelle Funktionsstörungen,
  • Steigerung der Libido
  • bei Immunschwäche, Aids
  • helfend bei Krebs

Cordyceps verleiht Kraft, Ausdauer und Willensstärke! Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin unterstützt der Raupenpilz die Niere - sie speichert unsere gesamte Energie und wird daher als Wurzel des Lebens betrachtet.


Schmetterlingstramete / Coriolus






Die Schmetterlingstramete (Coriolus versicolor oder auch Trametes versicolor) ist bei uns heimisch. Unter den Pilzliebhabern ist sie jedoch kaum als Heilpilz bekannt.


Wirkung:

Der seit Generationen in Ostasien verwendete Pilz unterstützt das Abwehrsystem im Kampf gegen Viren. Die starke antivirale Wirkung findet bei den Viren grippaler Infekte (Erkältung), Grippe, HIV, Herpes, Gürtelrose und Zytomegalie Anwendung.



Seine antibakterielle Wirkung hat sich bei E. coli und Streptokokken und pilzhemmende Kraft gegen den lästigen Pilz Candida bestätigt.
Das Kohlenhydrat PSK (Krestin) besitzt eine tumorhemmende und das Immunsystem stimulierende Wirkung, auch die Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie können gelindert werden.
Außerdem senkt die Schmetterlingstramete das schlechte LDL-Cholesterin im Blut und hilft bei Bluthochdruck, Diabetes, Thrombosen, Rheuma, Nierenentzündung und stärkt die Leber.

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin wirkt die Schmetterlingstramete


  • antiviral gegen Grippe, Gürtelrose, Herpes, HIV... 
  • antibakteriell gegen E.coli, Streptokokken 
  • gegen den Pilz Candida 
  • als Immunstimulans 
  • bei Bluthochdruck 
  • bei Diabetes 
  • bei Rheuma 
  • reduzierend auf das LDL-Cholesterin im Blut 
  • heilend auf Nierenentzündungen 
  • bei Erschöpfung bzw. chronischer Müdigkeit 
  • kräftigend auf die Leber und Milz


Bewahren Sie das Pulver der Schmetterlingstramete zu Hause auf, um bei einer plötzlich auftretenden Grippe oder einem grippalen Infekt (Erkältung) begleitend zur Schulmedizin gerüstet zu sein. Natürlich gibt es gegen Viren auch noch andere wirksame Mittel, beispielsweise Thymian thujanol und natürlich der  Shiitake. 


Igelstachelbart / Hericium



Der Igelstachelbart (Hericium erinaceus) auch Affenkopfpilz genannt, ist in China und Japan weit verbreitet. Vom Aussehen her ähnelt er dem Kopf der chinesischen Affen, der so behaart ist, dass man ihr Gesicht nicht erkennt. In Asien wird der Affenkopfpilz auch als Speisepilz verzehrt, sein Geschmack erinnert an Citrus oder Kokos.

Wirkung:

Der Schleimhaut im Magen und Darm kommt eine zentrale Rolle im Abwehrsystem zu. Sie wird durch den Igelstachelbart gestärkt. Er behebt Störungen in der Darmflora und beruhigt den überreizten Magen- und Darmtrakt. Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sprechen auch auf den Igelstachelbart an.

Studien haben ergeben, dass er das Wachstum verschiedener Tumoren schwächt, beispielsweise Magenkrebs, Dickdarmkrebs und Speiseröhrenkrebs.

Entgegen früherer Überzeugung können Nerven auch noch im Erwachsenenalter nachwachsen. Der Igelstachelbart regt die Produktion der Nervenwachstumsfaktoren an. Dies kann man sich bei Nervenerkrankungen wie beispielsweise bei der Alzheimer Erkrankung zu Nutze machen.

Der Pilz hemmt auch sehr stark bakterielle Entzündungen und lindert Hauterkrankungen wie z.B. die Neurodermitis.
Eine stimmungsaufhellende Wirkung hat man auch festgestellt.


Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin wirkt der Igelstachelbart bei

  • depressiven Verstimmungen 
  • Nervenerkrankungen wie z.B. Alzheimer 
  • Übersäuerung 
  • Sodbrennen 
  • Reflux (Rückfluss von Salzsäure in die Speiseröhre) 
  • Gastritis (Magenentzündung) 
  • Colitis ulcerosa 
  • Morbus Crohn 
  • Neurodermitis 
  • Tumorerkrankungen des Magens und der Speiseröhre


Der Igelstachelbart beruhigt unsere entzündeten überreizten Schleimhäute und lindert Übersäuerungen: Sodbrennen, Gastritis, Reflux, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn.


Maitake / Klapperschwamm





Der Maitake (Grifola frondosa) auch Klapperschwamm genannt, ist durch seine rußfarbige, braungraue Farbe und zerklüftete Form ziemlich gut getarnt. Der Name Maitake kommt aus dem Japanischen und heißt "tanzender Pilz", wohl deshalb, weil die Freude sehr groß war, wenn man ihn trotz seiner guten Tarnung entdeckte.

Wirkung:


Bemerkenswert ist der hohe Anteil von Ergosterin, der Vorstufe des Vitamin D. Vitamin D verbessert die Resorption von Calcium, das auch für den Aufbau der Knochen von Bedeutung ist und das Risiko einer Osteoporose vermindert.
In klinischen Studien bei verschiedenen Krebserkrankungen im fortgeschrittenen Stadium (Brust-, Lungen-, Leber- und Prostatakrebs) verbesserte sich die gesundheitliche Situation. Verantwortlich dafür ist die sogenannte Maitake D-Fraktion, die eine tumorwachstumshemmende und immunstabilisierende Wirkung hat.
Die antivirale Wirkung der Maitake D-Fraktion gegen den HIV-Virus lassen ebenfalls berechtigte Hoffnungen aufkommen...
Einige Heilpilze wirken auf den Blutzucker senkend, so auch der Maitake. Dabei wird die Insulinsensitivität der Zellen erhöht und somit die Aufnahme von Glucose in die Zellen verbessert. Diese Wirkung ist jedoch keinesfalls mit der des Schopftintlings zu vergleichen.



Der Maitake / Klapperschwamm wirkt


  • bei Diabetes Typ II 
  • bei Osteoporose 
  • als Leberschutz 
  • bei Krebserkrankungen 
  • bei AIDS 
  • blutdruckregulierend 
  • helfend bei der Gewichtsreduzierung

Der Maitake vermindert die Einlage von Fett im Gewebe. Damit wirkt er auf natürliche Weise gegen Fettleibigkeit. Kombinieren Sie diesen Pilz mit einer ausgewogenen Ernährung und Sport, damit Ihrem Idealgewicht nichts mehr im Wege steht!




Eichhase / Zhu Ling / Polyporus




Schon vor fast 2000 Jahren wurde der Eichhase (Polyporus umbellatus) von den Chinesen als Heilpilz verwendet. Er ist auch bei uns heimisch, kommt jedoch nicht so zahlreich vor, wie sich das die ambitionierten Pilzsammler wünschen würden.


Wirkung:

Der Eichhase ist sehr herzstärkend, da er entwässert und den Harnfluss steigert, ohne dabei Kalium auszuscheiden. Natrium und Chlorid werden beim Entwässern ausgeschieden. Natrium ist der Gegenspieler des Kaliums und hält das Wasser im Körper.

Positive Wirkungen hat er daher bei Ödemen und der Regulierung des lymphatischen Systems, auf das er entgiftend wirkt. Bei Erkrankungen, wo Lymphdrüsen entfernt werden (z.B. Brustkrebs oder Prostatakrebs) hat er eine wichtige Funktion.

Er lockert das Muskelgewebe und öffnet die Schweißdrüsen. Damit verbessert er die Struktur der Haut, weshalb er auch bei Hautproblemen angewendet wird. Das Haarwachstum verbessert sich ebenfalls.

Auch bei allergischen Reaktionen wie dem Heuschnupfen ist er hilfreich.

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin wirkt der Eichhase



  • bei Ödemen 
  • bei Durchfall 
  • heilend auf die Leber 
  • bei Hautproblemen 
  • bei Heuschnupfen 
  • antibakteriell gegen Staphylococcus aureus, E. coli 
  • helfend bei Lungen- und Leberkrebs

Für Mukoviszidose Patienten ist dieser Heilpilz weniger geeignet, da sie durch ihren Schweiß sowieso mehr Natrium verlieren als Gesunde und uns daher weitere Natriumverluste kaum leisten können.
Für Frauen, die ja vermehrt zu Ödemen neigen, ist der Eichhase sicher ein hochinteressanter Heilpilz! Aber auch Akne- und Heuschnupfenopfer werden am Eichhasen ihre Freude haben.




Quellen


Quellennachweis: Die Heilkraft der Pilze v. Prof. Dr. Jan Lelley, GAMU; MykoTroph, Institut für Ernährungs- und Pilzheilkunde: Wir zeigen, wie Pilze heilen.

Quellennachweis: MykoTroph, Institut für Ernährungs- und Pilzheilkunde: Wir zeigen, wie Pilze heilen; Heilpilze - Gesellschaft für Heilpilze, Dr. Susanne Ehlers; Medicinal Mushrooms by Christopher Hobbs, Botanica Press;

Quellennachweis: Heilpilze - Gesellschaft für Heilpilze, Dr. Susanne Ehlers; Medicinal Mushrooms by Christopher Hobbs, Botanica Press; Reishi Foto aus: der große BLV Pilzführer von Ewald Gerhardt, blv Verlagsgesellschaft.

Dienstag, 25. Februar 2014

Natürliche Antibiotika - eine wirksame Alternative


Natürliche "Antibiotika"




“Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen” das wusste schon unsere Oma. Leider ist bei uns diese Weisheit ein wenig in Vergessenheit geraten. Wir greifen heutzutage viel schneller zu synthetischen Pharmazeutiker, die oft unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen. 
Der verstärkte Einsatz von klassischen Antibiotika bewirkt, dass immer mehr Bakterien resistent gegen die einstige Wunderwaffe der Medizin werden.
Meist werden natürliche Antibiotika aus Pflanzen gewonnen, die sich mit ihren Wirkstoffen selbst gegen Bakterien, Viren und Pilze verteidigen.

Die gegenwärtige Forschung ermöglicht es uns die Wirkmechanismen vieler Stoffe zu verstehen und die Naturstoffe so wirkungsvoll wie möglich einzusetzen. Je nach Pflanze sind die natürliche Antibiotika in den verschiedensten Darreichungsformen erhältlich, als Tabletten, Tropfen, Tees, Gels oder Cremes.
Die vielen Vorteile der natürlichen Antibiotika


Natürliche oder pflanzliche Antibiotika stellen eine hervorragende Alternative zur Behandlung von leichten und mittelschweren Infektionen dar.

Die Kräfte aus der Natur wirken nicht nur gegen Bakterien, sondern häufig auch gegen Pilze und Viren. Dabei haben natürliche Antibiotika keine oder nur in geringem Maße Nebenwirkungen. Zudem ist eine Resistenzbildung nicht bekannt.


Ein weiterer Vorteil der natürlichen Antibiotika ist, dass sie nicht unsere natürliche Darmflora angreifen, dadurch stärken sie indirekt unsere Abwehrkräfte. Somit eignen sich die pflanzlichen Präparate auch gut zur Vorbeugung von Infektionen, die wiederholt auftreten, wie beispielsweise Hals- und Blasenentzündungen.

Die Heilpflanzen können aber noch mehr. Sie fördern die Wundheilung, regen die Bildung von neuem Gewebe an, entgiften das Bindegewebe und verbessern die Entschlackung. Ein zusätzlicher positiver Nebeneffekt ist die Versorgung des Körpers mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen durch die Heilpflanzen.


In welchen Pflanzen steckt die Kraft natürlicher Antibiotika?
Alle Kreuzblütler (z.B. Meerrettich) und fast alle Liliengewächse (z.B. Knoblauch) beinhalten stark antibiotisch wirksame Stoffe. Hier eine kleine Liste heilender Pflanzen aus der Natur:

Kamille

Kamille wirkt antibakteriell, krampflösend, entzündungshemmend und wundheilungsfördernd und kann zur Behandlung von Haut- und Schleimhautentzündungen (bei äußerer Anwendung) und entzündlichen Erkrankungen der Luftwege durch Inhalationen eingesetzt werden.

Kapland-Geranie

Dies Pflanze hemmt die Anheftung von Krankheitserregern an die Schleimhäute, verstärkt die Virenabwehr, und wirkt schleimlösend. Zum Einsatz kommt sie bei akuter Bronchitis.
Kapuzinerkresse und Meerrettich
Diese Heilkräuter wirken antibakteriell (auch gegen einige multiresistente Krankheitserreger), hemmen die Vermehrung von Viren und wirken gegen Pilze. Sie helfen bei Atemwegsinfektionen wie Bronchitis, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), bei grippalen Infekten und Harnwegsinfekten. Auch eine prophylaktische Einnahme gegen Infekte ist sinnvoll.

Knoblauch und Zwiebel


Die beiden Knollen sind keimhemmend, senken den Cholesterinspiegel, wirken mild blutdrucksenkend und hemmen die Aggregation (Verkleben) der Blutplättchen. Sie beugen Arterienverkalkung und Thrombose vor, regen die Funktion im Magen-Darmtrakt an und wirken unterstützend bei Bluthochdruck.
Propolis

Der Kittharz der Honigbienen wirkt gegen Bakterien und Viren, ist immunstimulierend, entzündungshemmend und wundverschließend. Propolis hilft bei Erkrankungen sowohl im Hals-Nasen-Ohren- als auch im Mund-Rachen-Bereich. Außerdem eignet es sich zu Behandlung von Erkrankungen der Atemwege sowie bei Schnitt- und Schürfwunden.
Salbei

Das Kraut wirkt nicht nur antibakteriell, sondern auch entzündungshemmend und schweißhemmend. Zum Einsatz kommt es am besten bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie an den Mandeln, bei Husten, starkem Schwitzen und während der Wechseljahre.

Teebaum

Auch Teebaum wirkt antibakteriell, auch gegen Viren und Pilze sowie entzündungshemmend. Es ist zur äußerlichen Anwendung bei Akne, Herpes, Pilzerkrankungen der Haut, Furunkeln, Karbunkel und zur Wunddesinfektion geeignet.


Thymian

Neben der antibakteriellen Wirkung von Thymian, wirkt das Kraut außerdem antiviral, krampflösend, schleimlösend und verdauungsfördernd. Thymian hilft bei Bronchitis, Keuchhusten, Völlegefühl, Blähungen, Appetitlosigkeit und durch Spülungen bei Entzündungen im Mundbereich. (...)

Die Natur ist die beste Apotheke.