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Donnerstag, 17. August 2017

Artemisia annua als Heilpflanze

Artemisia annua als Heilpflanze 



Leiden Sie an einer chronischen Krankheit? Möchten Sie wissen, wie Sie sich im Fall einer Infektion wirksam heilen können? Oder wollen Sie Ihr Immunsystem stärken, um resistenter gegen Krankheiten und schädliche Umwelteinflüsse zu werden?
Die Antwort darauf sind keine Antibiotika oder sonstige chemische Produkte der Pharmaindustrie, sondern einfach - eine Pflanze. 
Nicht irgendeine Pflanze, sondern die Heilpflanze Artemisia annua. Klingt zu schön, um wahr zu sein, denken Sie? Doch tatsächlich ist der Einjährige Beifuß, wie die Artemisia annua hierzulande heißt, eine wahre Wunderpflanze, die eine wahre Wunderwirkung für den menschlichen Körper entfaltet.

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Starke Inhaltsstoffe

Dank ihres hohen Gehalts vieler wichtiger Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bietet die Artemisia annua Ihnen die Möglichkeit, Ihren ganzen Organismus zu stärken, die Funktionen Ihrer Organe zu fördern und Ihr Immunsystem anzukurbeln. Der kaum vergleichbar hohe Wert an Antioxidantien schützt Sie zudem wie ein innerer Schutzschild gegen die schädlichen Einflüsse unserer modernen Welt.

Effektiv gegen viele Krankheiten

Schon seit Jahrtausenden ist bekannt, dass der Einjährige Beifuß ein hochwirksames Heilmittel gegen eine Vielzahl von Krankheiten darstellt. Hierunter befinden sich sowohl 
  • chronische Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Rheuma als auch 
  • Infektionen durch Viren, Bakterien, Pilze, Würmer und Einzeller wie zum Beispiel Malaria, AIDS, E.coli, Bandwürmer, Grippe und Krankenhauskeime. 
  • Sogar bei Entwöhnungskuren kann die Artemisia annua Ihnen helfen.

Der Einjährige Beifuß (Artemisia annua) hat im Westen in den 1970-er-Jahren vor allem durch seine spektakuläre Wirkung bei Malaria Aufmerksamkeit erlangt. Doch diese Heilpflanze kann weit mehr: 
In China wird sie bereits seit Hunderten von Jahren erfolgreich gegen Parasiten, Bakterien, Viren und Pilze sowie zur Stabilisierung des Immunsystems eingesetzt. Neueste Studien weisen nun darauf hin, dass Artemisia annua sogar bei Diabetes und Krebs erfolgversprechende Wirkung zeigt.
 Artemisia annua, ein Verwandter unseres gewöhnlichen Beifußes (Artemisia vulgaris), hat seine steile Karriere vor allem der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zu verdanken – und zwar als Anti-Malaria-Pflanze.
So suchte China im Vietnamkrieg fieberhaft nach einem Mittel gegen jene Infektionskrankheit, die Tausende von Vietkong-Soldaten dahinraffte. Mehr als 500 Wissenschaftler wurden damals für dieses militärische Geheimprojekt freigestellt.
1969 fand die Professorin Youyou Tu schließlich in alten Schriften aus dem dritten Jahrhundert einen Hinweis auf „Quing Hao“ – so heißt Artemisia annua auf Chinesisch: Ein wundersames Kraut, welches angeblich das Wachstum der Malaria-Parasiten ausbremsen sollte. Youyou Tu testete damals das beschriebene Extrakt an malariakranken Mäusen und stellte fest: Die Erreger der Malaria wurden zu hundert Prozent getötet!
Für die Entdeckung des Artemisinins wurde Youyou Tu 2015 mit dem Medizin-Nobelpreis geehrt. Mittlerweile gilt das Kombinationspräparat auf Artemisinin-Basis weltweit als das Anti-Malaria-Medikament und hat Millionen von Menschen das Leben gerettet.

Ausgewählte Studien zu Artemisia annua (hauptsächlich englisch)



Samstag, 25. Juni 2016

HABICHTSKRAUT ALS HEILPFLANZE

HABICHTSKRAUT ALS HEILPFLANZE



(Quelle: Wiki)


Diese Heilpflanze ist eher unbekannt und wird besonders bei Hals- und Rachenentzündungen, Leber- Magen- und Darmbeschwerden, sowie bei Kreislauferkrankungen eingesetzt. Dieses Kraut hat eine beruhigende, harntreibende, entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung und vor allem die Sehkraft kann durch die Einnahme verbessert werden.


Diese Pflanze stammt aus der Familie der Korbblütler und kommt ursprünglich aus dem nördlichen Europa, Nordamerika und Asien. Sie hat folgende Merkmale:
  • die Pflanze wird bis zu 30 cm hoch
  • besitzt einen bitteren Geschmack
  • hat lanzettliche Blätter
  • trägt gelbe Korbblüten
Von Mai bis Oktober werden die Blüten geerntet und weiterverarbeitet.


(Quelle: Wiki)

DIE ANWENDUNG

Bei folgenden Beschwerden wird das Habichtskraut eingesetzt: bei Rachenentzündung, Halsentzündung, Mundschleimhautentzündungen, Darmschleimhautentzündung,Durchfall, Leberbeschwerden, bei Wurmbefall, Magenschleimhautentzündung, Blasensteine, Nierensteine (Blasen- und Nierenentzündungen), Herzschwäche, Kreislauferkrankungen, Wassersucht, Ödeme, bei einer Sehschwäche und beiMenstruationsbeschwerden.
Für die verschiedenen Anwendungen wird das blühende Kraut (oberirdischen Pflanzenteile) herangezogen. Für einen Tee benötigt man zwei Teelöffel Kraut und dieses wird mit ca. ¼ Liter heißem Wasser aufgegossen. Der Tee sollte 10 Minuten ziehen können und man sollte diesen ca. zweimal pro Tag verzehren.

DIE WIRKUNG

Das Habichtskraut beinhaltet ätherische Öle, Bitterstoff, Flavone, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Spurenelemente, Schleimstoffe, Skimmin, Harze und Umbelliferon.

Diese haben eine adstringierende, blutbildende, beruhigende, entzündungshemmende, harntreibende, schleimlösende, tonsisierende, schweißtreibende und beruhigende Wirkung auf den Organismus.

Durch die Einnahme kann
die Sehkraft gestärkt, 
diverse Entzündungen können vermindert, 
die Konzentration kann erhöht, 
der Rachen- und der Mundraum gereinigt und 
der Kreislauf gestärkt werden.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Kardamome: Das gesunde Edelgewürz


Kardamom






Kardamom, lat. Elettaria cardamomum, zählt zur Familie der Ingwergewächse. Dort wird es der Gruppe der Einkeimblättrigen zugeordnet. Es kann bis zu 2 bis 3 Metern hoch werden, vereinzelt werden auch Größen bis zu 5,5 Meter erreicht.


Von der Pflanze werden die Samen verwendet. Diese reifen an den schilfartigen Stauden in Fruchtkapseln heran und enthalten ätherische Öle. Sie verleihen ein würziges, süßlich scharfes Aroma, bei welchem Sie an den Geschmack von Eukalyptus erinnert werden. 


Leider verfliegt dieses schnell und so wird Kardamompulver den ganzen Kapseln vorgezogen. Am besten mahlen Sie die Samenkapseln kurz vor dem Gebrauch, so wird das Aroma optimal genutzt. 

Lagern Sie die ganzen Früchte luftdicht verschlossen, kühl und dunkel. So lassen sich die Kapseln am längsten aufbewahren.



(Quelle: Wiki)



Die Fruchtkapseln werden übrigens auch heute noch mit der Hand gepflückt.

In der Küche wird Kardamom zur Würzung von Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen und Spekulatius benutzt und für Wurstwaren, Liköre und als Bestandteil von Gewürzmischungen. In der indischen Küche wird es als Zusatz von Currypulver eingesetzt.

Die in Kardamom vorhandenen ätherischen Öle wirken anregend und krampflösend. Bei Blähungen ist dies hilfreich, ebenso lindert es Menstruationsbeschwerden und wirkt entkrampfend auf das Nervensystem.

Zur Einnahme zerstoßen Sie einfach die Samenkapseln und fügen diese den Speisen zu. Hierdurch wird eine bessere Verträglichkeit erreicht.

Sie den Kardamomsamen auch kauen und damit Mundgeruch entgegen wirken. In der Ayurvedischen Medizin wird Kardamom ebenfalls gegen Verdauungsstörungen eingesetzt.

Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Kardamomsamen können Sie im Reformhaus erwerben.



Mehr zu Kardamom:



Kardamom, das „Luxusgewürz“


Kardamom stammt aus Südasien, wo er heute noch wild vorkommt und wo er wohl seit Jahrtausenden angebaut und gehandelt wurde. Schon 3000 v. Chr. war Kardamom in Mesopotamien und in China bekannt. Im antiken Griechenland und Rom fand er selten den Weg in die Küche. Nur im Kochbuch des Apicius findet man ein Rezept mit Kardamom als Bestandteil einer Fischsauce. Überwiegend wurde der Kardamom als Medizin und in der Parfumerie verwendet. Im Mittelalter wurde liebevoll vom „Cardamömlin“ gesprochen und wie in der Antike galt es als Luxusgewürz. Im Parsifal des Wolfram von Eschenbach wurde ein Prunkteppich mit Muskat- Gewürznelken- und Kardamompulver gestaltet. Gestoßener Kardamom mit Honig empfahl Tabaernomontanus als Mittel „gegen blaue Mäuler, welche vom Schlagen oder Stoßen kommen.“ Kardamom blieb auch in Zeiten des kolonialen Imperialismus ein hochpreisiges Handelsgut. Die Holländisch- Ostindische Kompanie schloss gegen 1700 mit den Einwohnern von Canarare einen Exklusivvertrag ab, von dort Kardamom zu kaufen. Nach dem Abschluss hatten es die Holländer gar nicht mehr eilig. Sie wollten im Schutz der Vereinbarung warten, bis der Kardamom billiger wurde. Doch die Händler von Canarare gingen nicht darauf ein und verkauften alle Kardamomvorräte an zwei englische Schiffe, die dort zufällig ankerten. „Da müssen die Herren Holländer das Nachsehen haben, welches sie dann ziemlich schmerzte“, berichtete ein deutscher Angestellter der holländischen Kompanie nicht ohne Schadenfreude.


„Heiß“ geliebter Kardamom


Nach Safran und Vanille wird Kardamom oft als drittteuerstes Gewürz bezeichnet und der hohe Preis spiegelt die Beliebtheit dieses äußerst wohlriechenden Gewürzes wider. Mit 60 % sind die arabischen Länder bis hin über Nordafrika die Hauptverbraucher. In Arabien braucht man Kardamom vor allem zum Würzen von Kaffee. Kardamomduftender Kaffe ist fast zum Symbol arabischer Gastfreundlichkeit geworden. 


 Bei den Beduinen werden Kaffeekannen verwendet, in deren Ausguss Kardamomkapseln Platz finden. Der heiße Kaffee kommt beim Einschenken mit dem Gewürz in Berührung und nimmt dessen Aroma an. Wenn wir die kongenialen Partner Kaffee und Kardamom genießen wollen, gibt es mehrere Möglichkeiten: man kann frisch gemahlenen Kardamomsamen einfach unter das Kaffeepulver mischen oder die ganzen Kapseln im Kaffee mitziehen lassen. 

Diese Mischung macht müde Geister besonders munter: das Koffein des Kaffees regt an und Kardamom bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern soll auch sinnlich anregend wirken. Diese perfekte Kombination ist für verschlafene Wintertage besonders zu empfehlen.


Exotische Würze


In arabischen Ländern wird nicht aller Kardamom für Kaffee verbraucht, Araber und Perser verwenden ihn auch für pikante Reisgerichte mit Fleisch, die eine Vielzahl von Gewürzen, dazu Nüsse und getrocknete Früchte wie Rosinen und Granatapfelkerne enthalten. In der mogulischen Küche Nordindiens wird Kardamom in großer Menge für köstliche Reisgerichte, Biryanis genannt, aber auch für feinwürzig geschmortes Fleisch wie Korma verwendet. Auch zu Currypulver gibt man kleine Mengen von Kardamom. In Kaschmir wird Kardamom aber vor allem zum Aromatisieren von grünem Tee verwendet.
In der mitteleuropäischen Küche ist Kardamom leider noch immer nur als Gewürz Lebkuchen bekannt. Anders in Skandinavien, dort ist Kardamom eines der meistgebrauchten Gewürze einerseits für Feingebäck, aber auch für Pasteten und Wurstsorten.


Ingwergewächs Kardamom


Der Kardamom wächst mit Wurzelausläufern und entwickelt bis zu 2 m hohe Blätter, die sehr aromatisch sind mit einem Duft der an Zimt erinnert. In Gartencentern wird Kardamom oft als „Zimtpflanze“ verkauft. Nicht einmal in warmen Wintergärten kann man tropenähnliche Temperaturen erreichen, es ist also kaum möglich, dass Kardamom bei uns in Kultur blüht und Samen, die als Gewürz verwendet werden, entwickelt. Allerdings kann man auch die Blätter für exotisch schmeckende Tees und Gerichte erwenden. Kardamom behält sein exquisites Aroma besser, wenn er samt den Kapseln gekauft wird, obwohl die Kapselwand kaum Aroma beisteuert. Vor dem Gebrauch werden die Samen aus den Kapsel gelöst und dann zerkleinert oder frisch gemahlen. Wenn man Kardamompulver kauft, sollte es möglichst bald aufgebraucht werden.


Heilkräftiger Kardamom


„Der Kardamom ist wärmend und beruhigend und stärkt den Magen, er fördert die Verdauung, wirkt gut gegen Kolik und Erkältungsbeschwerden im Magen und Gedärm“, schrieb ein englischer Kräuterkundiger im 18. Jh. Das sagt die Pharmakologie auch heute. 


Kardamom steigert die Magensaft- und Gallensekretion. Kardamom kann zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Meteorismus (Gasbauch). aber auch bei krampfartigen Magenbeschwerden eingesetzt werden. 

Wie Ingwer vermindert er eine zu hohe Säureproduktion des Magens. 

Außerdem hat Kardamom eine starke antibakterielle, pilzhemmende und antivirale Wirkung. 

Der beliebt gewordene Chai (oder Yogi)- Tee kann daher vor allem zur Vorbeugung von Erkältungserkrankungen in feucht- kalten Zeiten empfohlen werden.

Chai- Tee: 1 TL Kardamomfrüchte, 1 kleine Zimtstange, 1- 2 Nelken, 2 dünne Scheiben frischer Ingwer, etwas ungespritzte Zitronenschale. Den Kardamom mit ¼ l Wasser 5 Minuten kochen lassen, dann die übrigen Gewürze dazu geben, noch einmal kurz aufkochen lassen, und zugedeckt eine Stunde ziehen lassen, abseihen und dann auf Trinktemperatur erwärmen. In der Adventzeit kann man so einen Tee natürlich auch zusammen mit Rotwein zu einem fabelhaften grippevorbeugenden Glühwein umfunktionieren.
Kardamomtee wird im Ayurveda vor allem auch bei Gärungsprozessen im Magen, die oft die Ursache von Halitose (Mundgeruch) sind, eingesetzt und außerdem auch bei Husten und Asthma. Er wirkt schleimlösend und regt auch das Herz an.


Der sinnliche Duft des Kardamoms


Das Ayurveda schreibt dem Kardamom eine aphrodisierende, sinnlich anregende Wirkung zu. In der arabischen Heilkunde war das Gewürz nicht nur der „Duft des Orients“, sondern auch die „Samen des Paradieses“, denen man eine deutlich mannesstärkende Wirkung zuschreiben konnte. Kein Wunder, dass vor allem Saudiarabien einen so hohen Konsum an Kardamom vorzuweisen hat. Außerdem soll der Duft auch eine positive Wirkung auf das seelische Gleichgewicht haben, geistige Klarheit schaffen und das Gedächtnis stärken. Alles gute Gründe, Ehemännern regelmäßig mit Kardamom gewürzte Speisen oder K & K, Kaffee mit Kardamom vorzusetzen.

Montag, 21. April 2014

Damiana entspannt, löst Angst und hebt die Stimmung - wirkt stimulierend

Damiana




Damiana entspannt, löst Angst und hebt die Stimmung
Damiana (Turnera diffusa, auch Oreganillo oder Hierba del Venado genannt) gilt traditionell als Stärkungsmittel bei körperlicher und geistiger Erschöpfung, Stress, Ermüdung, Überarbeitung und sexueller Schwäche.
Die Pflanze wird seit Jahrhunderten eingesetzt bei Erkrankungen der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane inklusive Nieren- und Blasenkatarrhen. Die Volksmedizin setzt Damiana zur Entspannung bei Menstruationsstörungen sowie Prostataproblemen ein, bei Verspannung, Nervosität und Schlaflosigkeit.

Die Einheimischen in Mexiko setzen sie bei Entzündungen oder Erkrankungen der Blutgefäße ein, ebenso bei Erkältungen und Infektionen der Atem- und Verdauungsorgane. Die Pflanze enthält ein wenig Arbutin, welches als diuretische und die Harnwege desinfizierende Substanz bekannt. In Mexiko ist das Kraut als wertvolles Heilmittel bekannt und wird gerne als Damiana-Tee getrunken. Es sind die Damiana-Blätter, denen eine positive Wirkung nachgesagt wird.
Wenn Sie es zum Räuchern einsetzen, entfaltet Damiana einen angenehm kräuter-süßen Duft.
Damiana kann die glatte Muskulatur der inneren Organe entspannend, daher wirkt es auch bei Appetitlosigkeit, kann die Verdauungsorgane stärken und Bauchschmerzen lindern. Die antibakterielle Wirkung kann die Ausheilung von Magen-Darmbeschwerden unterstützen. In einem Laborversuch wurde eine hemmende Wirkung auf Bakterien festgestellt, die Magen-Darmbeschwerden verursachen.
Damiana enthält antioxidativ wirkenden Komponenten und ein Tee daraus hat vermutlich auch blutzuckersenkende Wirkung. Dazu liegen jedoch nur Versuche an Mäusen und Kaninchen vor.

Aphrodisiakum

Damiana wirkt gemäß Überlieferung stimulierend und aphrodisierend und beugt sexuellen Störungen, Libidoverlust und Impotenz vor. Bei den Mayas galt Damiana als Aphrodisiakum. Die Pflanze stimuliert vermutlich erotische Gefühle, Euphorie sowie die Sensibilität der Haut. Eventuell wird außerdem die Durchblutung im Unterleib verstärkt.
In der Homöopathie wird die aphrodisierende Wirkung gegen Frigidität eingesetzt. Im Tierversuch stimulierte Damiana die sexuelle Aktivität von männlichen Ratten und Meerschweinchen. Es verkürzte die Pause bis zur nächsten Ejakulation und förderte die Erektion.

Pflanze

Damiana wächst als buschiger Strauch und wird unter guten Bedingungen bis zu einem Meter hoch. An den stark verästelten Zweigen hängen kleine Laubblätter, die an den Rändern eingesägt sind. Die Blätter werden von den Ästen entfernt und sorgfältig getrocknet. Nun kann aus dem Kraut ein wohltuender Damiana-Tee gebrüht werden.
Als Wildform kommt Damiana-Tee in Argentinien auf felsigen Standorten in großer Höhe ab 1000m vor.

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Terpene, Arbutin, Cineol, Cadinen, Cymol, Pinen, Thymol, Bitterstoff Damianin, Harz, Koffein (im Stengel), Tannin

Verwendung

So wird Damiana Tee zu einem stärkenden Tonikum, das euphorisieren, erwärmen, erregen und erotisieren kann:.
2 gehäufte Teelöffel der getrockneten Blätter auf einen halben Liter Wasser aufkochen und ca. 5 Minuten ziehen lassen, dreimal täglich trinken. Optimal entfaltet sich die Wirkung bei Einnahme über einen Zeitraum von mindestens einer Woche. Der fertige Tee kann mehrere Tage im Kühlschrak aufbewahrt werden, am besten in der Flaschka. Nicht in Aluminium-Töpfen oder Töpfen, die Zinn enthalten, kochen oder aufbewahren.


Dienstag, 25. Februar 2014

Natürliche Antibiotika - eine wirksame Alternative


Natürliche "Antibiotika"




“Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen” das wusste schon unsere Oma. Leider ist bei uns diese Weisheit ein wenig in Vergessenheit geraten. Wir greifen heutzutage viel schneller zu synthetischen Pharmazeutiker, die oft unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen. 
Der verstärkte Einsatz von klassischen Antibiotika bewirkt, dass immer mehr Bakterien resistent gegen die einstige Wunderwaffe der Medizin werden.
Meist werden natürliche Antibiotika aus Pflanzen gewonnen, die sich mit ihren Wirkstoffen selbst gegen Bakterien, Viren und Pilze verteidigen.

Die gegenwärtige Forschung ermöglicht es uns die Wirkmechanismen vieler Stoffe zu verstehen und die Naturstoffe so wirkungsvoll wie möglich einzusetzen. Je nach Pflanze sind die natürliche Antibiotika in den verschiedensten Darreichungsformen erhältlich, als Tabletten, Tropfen, Tees, Gels oder Cremes.
Die vielen Vorteile der natürlichen Antibiotika


Natürliche oder pflanzliche Antibiotika stellen eine hervorragende Alternative zur Behandlung von leichten und mittelschweren Infektionen dar.

Die Kräfte aus der Natur wirken nicht nur gegen Bakterien, sondern häufig auch gegen Pilze und Viren. Dabei haben natürliche Antibiotika keine oder nur in geringem Maße Nebenwirkungen. Zudem ist eine Resistenzbildung nicht bekannt.


Ein weiterer Vorteil der natürlichen Antibiotika ist, dass sie nicht unsere natürliche Darmflora angreifen, dadurch stärken sie indirekt unsere Abwehrkräfte. Somit eignen sich die pflanzlichen Präparate auch gut zur Vorbeugung von Infektionen, die wiederholt auftreten, wie beispielsweise Hals- und Blasenentzündungen.

Die Heilpflanzen können aber noch mehr. Sie fördern die Wundheilung, regen die Bildung von neuem Gewebe an, entgiften das Bindegewebe und verbessern die Entschlackung. Ein zusätzlicher positiver Nebeneffekt ist die Versorgung des Körpers mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen durch die Heilpflanzen.


In welchen Pflanzen steckt die Kraft natürlicher Antibiotika?
Alle Kreuzblütler (z.B. Meerrettich) und fast alle Liliengewächse (z.B. Knoblauch) beinhalten stark antibiotisch wirksame Stoffe. Hier eine kleine Liste heilender Pflanzen aus der Natur:

Kamille

Kamille wirkt antibakteriell, krampflösend, entzündungshemmend und wundheilungsfördernd und kann zur Behandlung von Haut- und Schleimhautentzündungen (bei äußerer Anwendung) und entzündlichen Erkrankungen der Luftwege durch Inhalationen eingesetzt werden.

Kapland-Geranie

Dies Pflanze hemmt die Anheftung von Krankheitserregern an die Schleimhäute, verstärkt die Virenabwehr, und wirkt schleimlösend. Zum Einsatz kommt sie bei akuter Bronchitis.
Kapuzinerkresse und Meerrettich
Diese Heilkräuter wirken antibakteriell (auch gegen einige multiresistente Krankheitserreger), hemmen die Vermehrung von Viren und wirken gegen Pilze. Sie helfen bei Atemwegsinfektionen wie Bronchitis, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), bei grippalen Infekten und Harnwegsinfekten. Auch eine prophylaktische Einnahme gegen Infekte ist sinnvoll.

Knoblauch und Zwiebel


Die beiden Knollen sind keimhemmend, senken den Cholesterinspiegel, wirken mild blutdrucksenkend und hemmen die Aggregation (Verkleben) der Blutplättchen. Sie beugen Arterienverkalkung und Thrombose vor, regen die Funktion im Magen-Darmtrakt an und wirken unterstützend bei Bluthochdruck.
Propolis

Der Kittharz der Honigbienen wirkt gegen Bakterien und Viren, ist immunstimulierend, entzündungshemmend und wundverschließend. Propolis hilft bei Erkrankungen sowohl im Hals-Nasen-Ohren- als auch im Mund-Rachen-Bereich. Außerdem eignet es sich zu Behandlung von Erkrankungen der Atemwege sowie bei Schnitt- und Schürfwunden.
Salbei

Das Kraut wirkt nicht nur antibakteriell, sondern auch entzündungshemmend und schweißhemmend. Zum Einsatz kommt es am besten bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie an den Mandeln, bei Husten, starkem Schwitzen und während der Wechseljahre.

Teebaum

Auch Teebaum wirkt antibakteriell, auch gegen Viren und Pilze sowie entzündungshemmend. Es ist zur äußerlichen Anwendung bei Akne, Herpes, Pilzerkrankungen der Haut, Furunkeln, Karbunkel und zur Wunddesinfektion geeignet.


Thymian

Neben der antibakteriellen Wirkung von Thymian, wirkt das Kraut außerdem antiviral, krampflösend, schleimlösend und verdauungsfördernd. Thymian hilft bei Bronchitis, Keuchhusten, Völlegefühl, Blähungen, Appetitlosigkeit und durch Spülungen bei Entzündungen im Mundbereich. (...)

Die Natur ist die beste Apotheke.