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Freitag, 23. August 2019

Ätherische Öle zur Behandlung von Typ-2-Diabetes.

Ätherische Öle zur Behandlung von Typ-2-Diabetes.


Ätherische Öle sind komplex und enthalten viele verschiedene chemische Inhaltsstoffe, die durch Destillation aus Pflanzen extrahiert werden. Dabei werden Flüssigkeiten durch Kochen und Kondensieren ihrer Dämpfe gereinigt. Ätherische Öle sind ein unschätzbares Element der natürlichen Heilung für die Menschheit.

Altägyptische Öle wurden in religiösen Praktiken und zur Erhaltung der Toten für das Leben nach dem Tod verwendet. In der griechischen und römischen Kultur wurde Lavendelöl zur Wundversorgung verwendet, das bis heute verwendet wird. Obwohl das Verständnis der Wirkungsmechanismen der meisten ätherischen Öle noch begrenzt ist, zeigt die Forschung weiterhin ihre Wirksamkeit als Mittel sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung gegen verschiedene chronische Krankheiten wie z. Krebs, HIV und sogar Diabetes.

Diabetes wird bei vielen Menschen in den USA und anderswo auf der Welt zu einer häufigen Erkrankung. Es wurde kürzlich entdeckt, dass Diabetes durch die Verwendung von ätherischen Ölen wie z. Dill, Zimt, Koriander oder Ylang Ylang.

Obwohl ätherische Öle Diabetes nicht vollständig heilen können, können sie dazu beitragen, eine gewisse Verschlechterung der Erkrankung zu verringern.





Koriander (Coriandrum Sativum) stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum und aus Westasien. Traditionell wird Koriander als Infusion verwendet, um die Heilung von Verdauungsstörungen, Blähungen, Magersucht, Schmerzen und Durchfall bei Kindern zu unterstützen. Koriander hat eine doppelte blutzuckersenkende Wirkung bei Diabetes. Es verbessert sowohl die Insulinausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse als auch die insulinähnliche Aktivität auf zellulärer Ebene.

Im Jahr 2008 wurde eine Studie durchgeführt, um die Auswirkungen von Koriandersamenöl auf das Lipidprofil in einer Rattenpopulation zu untersuchen. Die Studie zeigte verringerte Spiegel an Triglyceriden, Gesamtcholesterin und LDL-Cholesterin. Es gab auch einen signifikanten Anstieg des HDL-Cholesterins sowohl in der experimentellen als auch in der Kontrollgruppe.

Zimtrinde (Cinnamon Zeylancium) ist eines der antimikrobiellsten ätherischen Öle. Andere mögliche Verwendungen umfassen; Rheuma, Blähungen, Stress und sogar die Senkung des Blutdrucks. Es stammt aus Indonesien und wird in vielen Ländern angebaut wie; Sri Lanka, Madagaskar und Indien.

Jüngste Studien haben gezeigt, dass Zimt die Glukose-, Triglycerid-, LDL-Cholesterin- und Gesamtcholesterinwerte bei Patienten mit Typ-2-Diabetes senkt. Diese Studie wurde in der Abteilung für Humanernährung der NWFP Agricultural University, Peshawar, Pakistan, durchgeführt, wo Personen mit Typ-2-Diabetes nach dem Zufallsprinzip aufgeteilt wurden, wobei die Hälfte des täglichen Zimtkonsums (Versuchsgruppe) und die Kontrollgruppe Placebo-Kapseln entsprechend erhielten die Anzahl der für den Zimt konsumierten Kapseln. Obwohl der Wirkungsmechanismus für Zimt nicht klar ist, führten die Wirkungen des Extrakts zu einer erhöhten Insulinsensitivität für diejenigen in der Versuchsgruppe. Obwohl die Studienpopulation klein war, zeigt sich, dass Zimt tatsächlich für die Behandlung von Typ-2-Diabetes von Vorteil ist.

Meiner Meinung nach werden ätherische Öle ein Teil der zukünftigen Forschung sein und in den Vereinigten Staaten wird die klinische Verwendung weiter zunehmen. Ich bin bereits davon überzeugt, dass die Verwendung von ätherischen Ölen bei der Heilung von uns selbst und anderen hilfreich sein kann. Der Beweis wird in diesen beiden medizinischen Studien erbracht.

Als Apotheker ist es unerlässlich, zuverlässige Ressourcen mit Informationen zu Arzneimitteln zur Hand zu haben. Die Quellen müssen eine gründliche Synthese aus Geschichte, Chemie, Sicherheitsaspekten, der neuesten klinischen Forschung, klinischen Anwendungen und vielem mehr bieten. Ich bin der Meinung, dass Ressourcen wie die umfassende Datenbank für Naturheilmittel und der Referenzschalter für ätherische Öle gute Beispiele für effiziente und aktuelle Informationen zu CAM-Produkten sind.

Zu Ihrer Information

Landwirtschaft, Pharmazie und kommerzieller Einfallsreichtum haben zur Entwicklung der modernen Industrie der ätherischen Öle beigetragen. Laut Daten aus der National Health Interview Survey (NHIS) von 2007 verwenden ungefähr 30% der Erwachsenen in den USA eine Form der alternativen Komplementärmedizin (CAM) für Gesundheit und Wohlbefinden oder zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen und Krankheiten. CAM macht 1,5% der gesamten Gesundheitskosten und 11,2% der gesamten Spesen für das Gesundheitswesen in den USA aus.

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Verweise:
Essential Oils Desk Reference. 2nd ed. Orem, UT: Essential Science, 2000.
Heinerman, John. Heinerman’s Encyclopedia of Healing Herbs & Spices. New York, NY: Penguin Putnam, 1996.
Ramadan, Mohamed Fawzy., et al. Coriander seed oil improves plasma lipid profile in rats fed a diet containing cholesterol. European Food Resource Technology (2008). Vol 227: 1173-1182. Web. 15 April 2010.
Khan, Alam., et al. Cinnamon improves Glucose and Lipids of People with Type 2 Diabetes. Diabetes Care (2003). Vol 26: 3215-3218. Web. 13 April 2010.
National Institutes of Health. Americans Spent $33.9 Billion Out-of-Pocket on Complementary and Alternative Medicine. National Center for Complementary and Alternative Medicine. (2009). Web. 11 April 2010 http://nccam.nih.govnews/2009/073009.htm

Donnerstag, 14. Januar 2016

Kardamome: Das gesunde Edelgewürz


Kardamom






Kardamom, lat. Elettaria cardamomum, zählt zur Familie der Ingwergewächse. Dort wird es der Gruppe der Einkeimblättrigen zugeordnet. Es kann bis zu 2 bis 3 Metern hoch werden, vereinzelt werden auch Größen bis zu 5,5 Meter erreicht.


Von der Pflanze werden die Samen verwendet. Diese reifen an den schilfartigen Stauden in Fruchtkapseln heran und enthalten ätherische Öle. Sie verleihen ein würziges, süßlich scharfes Aroma, bei welchem Sie an den Geschmack von Eukalyptus erinnert werden. 


Leider verfliegt dieses schnell und so wird Kardamompulver den ganzen Kapseln vorgezogen. Am besten mahlen Sie die Samenkapseln kurz vor dem Gebrauch, so wird das Aroma optimal genutzt. 

Lagern Sie die ganzen Früchte luftdicht verschlossen, kühl und dunkel. So lassen sich die Kapseln am längsten aufbewahren.



(Quelle: Wiki)



Die Fruchtkapseln werden übrigens auch heute noch mit der Hand gepflückt.

In der Küche wird Kardamom zur Würzung von Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen und Spekulatius benutzt und für Wurstwaren, Liköre und als Bestandteil von Gewürzmischungen. In der indischen Küche wird es als Zusatz von Currypulver eingesetzt.

Die in Kardamom vorhandenen ätherischen Öle wirken anregend und krampflösend. Bei Blähungen ist dies hilfreich, ebenso lindert es Menstruationsbeschwerden und wirkt entkrampfend auf das Nervensystem.

Zur Einnahme zerstoßen Sie einfach die Samenkapseln und fügen diese den Speisen zu. Hierdurch wird eine bessere Verträglichkeit erreicht.

Sie den Kardamomsamen auch kauen und damit Mundgeruch entgegen wirken. In der Ayurvedischen Medizin wird Kardamom ebenfalls gegen Verdauungsstörungen eingesetzt.

Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Kardamomsamen können Sie im Reformhaus erwerben.



Mehr zu Kardamom:



Kardamom, das „Luxusgewürz“


Kardamom stammt aus Südasien, wo er heute noch wild vorkommt und wo er wohl seit Jahrtausenden angebaut und gehandelt wurde. Schon 3000 v. Chr. war Kardamom in Mesopotamien und in China bekannt. Im antiken Griechenland und Rom fand er selten den Weg in die Küche. Nur im Kochbuch des Apicius findet man ein Rezept mit Kardamom als Bestandteil einer Fischsauce. Überwiegend wurde der Kardamom als Medizin und in der Parfumerie verwendet. Im Mittelalter wurde liebevoll vom „Cardamömlin“ gesprochen und wie in der Antike galt es als Luxusgewürz. Im Parsifal des Wolfram von Eschenbach wurde ein Prunkteppich mit Muskat- Gewürznelken- und Kardamompulver gestaltet. Gestoßener Kardamom mit Honig empfahl Tabaernomontanus als Mittel „gegen blaue Mäuler, welche vom Schlagen oder Stoßen kommen.“ Kardamom blieb auch in Zeiten des kolonialen Imperialismus ein hochpreisiges Handelsgut. Die Holländisch- Ostindische Kompanie schloss gegen 1700 mit den Einwohnern von Canarare einen Exklusivvertrag ab, von dort Kardamom zu kaufen. Nach dem Abschluss hatten es die Holländer gar nicht mehr eilig. Sie wollten im Schutz der Vereinbarung warten, bis der Kardamom billiger wurde. Doch die Händler von Canarare gingen nicht darauf ein und verkauften alle Kardamomvorräte an zwei englische Schiffe, die dort zufällig ankerten. „Da müssen die Herren Holländer das Nachsehen haben, welches sie dann ziemlich schmerzte“, berichtete ein deutscher Angestellter der holländischen Kompanie nicht ohne Schadenfreude.


„Heiß“ geliebter Kardamom


Nach Safran und Vanille wird Kardamom oft als drittteuerstes Gewürz bezeichnet und der hohe Preis spiegelt die Beliebtheit dieses äußerst wohlriechenden Gewürzes wider. Mit 60 % sind die arabischen Länder bis hin über Nordafrika die Hauptverbraucher. In Arabien braucht man Kardamom vor allem zum Würzen von Kaffee. Kardamomduftender Kaffe ist fast zum Symbol arabischer Gastfreundlichkeit geworden. 


 Bei den Beduinen werden Kaffeekannen verwendet, in deren Ausguss Kardamomkapseln Platz finden. Der heiße Kaffee kommt beim Einschenken mit dem Gewürz in Berührung und nimmt dessen Aroma an. Wenn wir die kongenialen Partner Kaffee und Kardamom genießen wollen, gibt es mehrere Möglichkeiten: man kann frisch gemahlenen Kardamomsamen einfach unter das Kaffeepulver mischen oder die ganzen Kapseln im Kaffee mitziehen lassen. 

Diese Mischung macht müde Geister besonders munter: das Koffein des Kaffees regt an und Kardamom bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern soll auch sinnlich anregend wirken. Diese perfekte Kombination ist für verschlafene Wintertage besonders zu empfehlen.


Exotische Würze


In arabischen Ländern wird nicht aller Kardamom für Kaffee verbraucht, Araber und Perser verwenden ihn auch für pikante Reisgerichte mit Fleisch, die eine Vielzahl von Gewürzen, dazu Nüsse und getrocknete Früchte wie Rosinen und Granatapfelkerne enthalten. In der mogulischen Küche Nordindiens wird Kardamom in großer Menge für köstliche Reisgerichte, Biryanis genannt, aber auch für feinwürzig geschmortes Fleisch wie Korma verwendet. Auch zu Currypulver gibt man kleine Mengen von Kardamom. In Kaschmir wird Kardamom aber vor allem zum Aromatisieren von grünem Tee verwendet.
In der mitteleuropäischen Küche ist Kardamom leider noch immer nur als Gewürz Lebkuchen bekannt. Anders in Skandinavien, dort ist Kardamom eines der meistgebrauchten Gewürze einerseits für Feingebäck, aber auch für Pasteten und Wurstsorten.


Ingwergewächs Kardamom


Der Kardamom wächst mit Wurzelausläufern und entwickelt bis zu 2 m hohe Blätter, die sehr aromatisch sind mit einem Duft der an Zimt erinnert. In Gartencentern wird Kardamom oft als „Zimtpflanze“ verkauft. Nicht einmal in warmen Wintergärten kann man tropenähnliche Temperaturen erreichen, es ist also kaum möglich, dass Kardamom bei uns in Kultur blüht und Samen, die als Gewürz verwendet werden, entwickelt. Allerdings kann man auch die Blätter für exotisch schmeckende Tees und Gerichte erwenden. Kardamom behält sein exquisites Aroma besser, wenn er samt den Kapseln gekauft wird, obwohl die Kapselwand kaum Aroma beisteuert. Vor dem Gebrauch werden die Samen aus den Kapsel gelöst und dann zerkleinert oder frisch gemahlen. Wenn man Kardamompulver kauft, sollte es möglichst bald aufgebraucht werden.


Heilkräftiger Kardamom


„Der Kardamom ist wärmend und beruhigend und stärkt den Magen, er fördert die Verdauung, wirkt gut gegen Kolik und Erkältungsbeschwerden im Magen und Gedärm“, schrieb ein englischer Kräuterkundiger im 18. Jh. Das sagt die Pharmakologie auch heute. 


Kardamom steigert die Magensaft- und Gallensekretion. Kardamom kann zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Meteorismus (Gasbauch). aber auch bei krampfartigen Magenbeschwerden eingesetzt werden. 

Wie Ingwer vermindert er eine zu hohe Säureproduktion des Magens. 

Außerdem hat Kardamom eine starke antibakterielle, pilzhemmende und antivirale Wirkung. 

Der beliebt gewordene Chai (oder Yogi)- Tee kann daher vor allem zur Vorbeugung von Erkältungserkrankungen in feucht- kalten Zeiten empfohlen werden.

Chai- Tee: 1 TL Kardamomfrüchte, 1 kleine Zimtstange, 1- 2 Nelken, 2 dünne Scheiben frischer Ingwer, etwas ungespritzte Zitronenschale. Den Kardamom mit ¼ l Wasser 5 Minuten kochen lassen, dann die übrigen Gewürze dazu geben, noch einmal kurz aufkochen lassen, und zugedeckt eine Stunde ziehen lassen, abseihen und dann auf Trinktemperatur erwärmen. In der Adventzeit kann man so einen Tee natürlich auch zusammen mit Rotwein zu einem fabelhaften grippevorbeugenden Glühwein umfunktionieren.
Kardamomtee wird im Ayurveda vor allem auch bei Gärungsprozessen im Magen, die oft die Ursache von Halitose (Mundgeruch) sind, eingesetzt und außerdem auch bei Husten und Asthma. Er wirkt schleimlösend und regt auch das Herz an.


Der sinnliche Duft des Kardamoms


Das Ayurveda schreibt dem Kardamom eine aphrodisierende, sinnlich anregende Wirkung zu. In der arabischen Heilkunde war das Gewürz nicht nur der „Duft des Orients“, sondern auch die „Samen des Paradieses“, denen man eine deutlich mannesstärkende Wirkung zuschreiben konnte. Kein Wunder, dass vor allem Saudiarabien einen so hohen Konsum an Kardamom vorzuweisen hat. Außerdem soll der Duft auch eine positive Wirkung auf das seelische Gleichgewicht haben, geistige Klarheit schaffen und das Gedächtnis stärken. Alles gute Gründe, Ehemännern regelmäßig mit Kardamom gewürzte Speisen oder K & K, Kaffee mit Kardamom vorzusetzen.