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Donnerstag, 14. Januar 2016

Kardamome: Das gesunde Edelgewürz


Kardamom






Kardamom, lat. Elettaria cardamomum, zählt zur Familie der Ingwergewächse. Dort wird es der Gruppe der Einkeimblättrigen zugeordnet. Es kann bis zu 2 bis 3 Metern hoch werden, vereinzelt werden auch Größen bis zu 5,5 Meter erreicht.


Von der Pflanze werden die Samen verwendet. Diese reifen an den schilfartigen Stauden in Fruchtkapseln heran und enthalten ätherische Öle. Sie verleihen ein würziges, süßlich scharfes Aroma, bei welchem Sie an den Geschmack von Eukalyptus erinnert werden. 


Leider verfliegt dieses schnell und so wird Kardamompulver den ganzen Kapseln vorgezogen. Am besten mahlen Sie die Samenkapseln kurz vor dem Gebrauch, so wird das Aroma optimal genutzt. 

Lagern Sie die ganzen Früchte luftdicht verschlossen, kühl und dunkel. So lassen sich die Kapseln am längsten aufbewahren.



(Quelle: Wiki)



Die Fruchtkapseln werden übrigens auch heute noch mit der Hand gepflückt.

In der Küche wird Kardamom zur Würzung von Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen und Spekulatius benutzt und für Wurstwaren, Liköre und als Bestandteil von Gewürzmischungen. In der indischen Küche wird es als Zusatz von Currypulver eingesetzt.

Die in Kardamom vorhandenen ätherischen Öle wirken anregend und krampflösend. Bei Blähungen ist dies hilfreich, ebenso lindert es Menstruationsbeschwerden und wirkt entkrampfend auf das Nervensystem.

Zur Einnahme zerstoßen Sie einfach die Samenkapseln und fügen diese den Speisen zu. Hierdurch wird eine bessere Verträglichkeit erreicht.

Sie den Kardamomsamen auch kauen und damit Mundgeruch entgegen wirken. In der Ayurvedischen Medizin wird Kardamom ebenfalls gegen Verdauungsstörungen eingesetzt.

Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Kardamomsamen können Sie im Reformhaus erwerben.



Mehr zu Kardamom:



Kardamom, das „Luxusgewürz“


Kardamom stammt aus Südasien, wo er heute noch wild vorkommt und wo er wohl seit Jahrtausenden angebaut und gehandelt wurde. Schon 3000 v. Chr. war Kardamom in Mesopotamien und in China bekannt. Im antiken Griechenland und Rom fand er selten den Weg in die Küche. Nur im Kochbuch des Apicius findet man ein Rezept mit Kardamom als Bestandteil einer Fischsauce. Überwiegend wurde der Kardamom als Medizin und in der Parfumerie verwendet. Im Mittelalter wurde liebevoll vom „Cardamömlin“ gesprochen und wie in der Antike galt es als Luxusgewürz. Im Parsifal des Wolfram von Eschenbach wurde ein Prunkteppich mit Muskat- Gewürznelken- und Kardamompulver gestaltet. Gestoßener Kardamom mit Honig empfahl Tabaernomontanus als Mittel „gegen blaue Mäuler, welche vom Schlagen oder Stoßen kommen.“ Kardamom blieb auch in Zeiten des kolonialen Imperialismus ein hochpreisiges Handelsgut. Die Holländisch- Ostindische Kompanie schloss gegen 1700 mit den Einwohnern von Canarare einen Exklusivvertrag ab, von dort Kardamom zu kaufen. Nach dem Abschluss hatten es die Holländer gar nicht mehr eilig. Sie wollten im Schutz der Vereinbarung warten, bis der Kardamom billiger wurde. Doch die Händler von Canarare gingen nicht darauf ein und verkauften alle Kardamomvorräte an zwei englische Schiffe, die dort zufällig ankerten. „Da müssen die Herren Holländer das Nachsehen haben, welches sie dann ziemlich schmerzte“, berichtete ein deutscher Angestellter der holländischen Kompanie nicht ohne Schadenfreude.


„Heiß“ geliebter Kardamom


Nach Safran und Vanille wird Kardamom oft als drittteuerstes Gewürz bezeichnet und der hohe Preis spiegelt die Beliebtheit dieses äußerst wohlriechenden Gewürzes wider. Mit 60 % sind die arabischen Länder bis hin über Nordafrika die Hauptverbraucher. In Arabien braucht man Kardamom vor allem zum Würzen von Kaffee. Kardamomduftender Kaffe ist fast zum Symbol arabischer Gastfreundlichkeit geworden. 


 Bei den Beduinen werden Kaffeekannen verwendet, in deren Ausguss Kardamomkapseln Platz finden. Der heiße Kaffee kommt beim Einschenken mit dem Gewürz in Berührung und nimmt dessen Aroma an. Wenn wir die kongenialen Partner Kaffee und Kardamom genießen wollen, gibt es mehrere Möglichkeiten: man kann frisch gemahlenen Kardamomsamen einfach unter das Kaffeepulver mischen oder die ganzen Kapseln im Kaffee mitziehen lassen. 

Diese Mischung macht müde Geister besonders munter: das Koffein des Kaffees regt an und Kardamom bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern soll auch sinnlich anregend wirken. Diese perfekte Kombination ist für verschlafene Wintertage besonders zu empfehlen.


Exotische Würze


In arabischen Ländern wird nicht aller Kardamom für Kaffee verbraucht, Araber und Perser verwenden ihn auch für pikante Reisgerichte mit Fleisch, die eine Vielzahl von Gewürzen, dazu Nüsse und getrocknete Früchte wie Rosinen und Granatapfelkerne enthalten. In der mogulischen Küche Nordindiens wird Kardamom in großer Menge für köstliche Reisgerichte, Biryanis genannt, aber auch für feinwürzig geschmortes Fleisch wie Korma verwendet. Auch zu Currypulver gibt man kleine Mengen von Kardamom. In Kaschmir wird Kardamom aber vor allem zum Aromatisieren von grünem Tee verwendet.
In der mitteleuropäischen Küche ist Kardamom leider noch immer nur als Gewürz Lebkuchen bekannt. Anders in Skandinavien, dort ist Kardamom eines der meistgebrauchten Gewürze einerseits für Feingebäck, aber auch für Pasteten und Wurstsorten.


Ingwergewächs Kardamom


Der Kardamom wächst mit Wurzelausläufern und entwickelt bis zu 2 m hohe Blätter, die sehr aromatisch sind mit einem Duft der an Zimt erinnert. In Gartencentern wird Kardamom oft als „Zimtpflanze“ verkauft. Nicht einmal in warmen Wintergärten kann man tropenähnliche Temperaturen erreichen, es ist also kaum möglich, dass Kardamom bei uns in Kultur blüht und Samen, die als Gewürz verwendet werden, entwickelt. Allerdings kann man auch die Blätter für exotisch schmeckende Tees und Gerichte erwenden. Kardamom behält sein exquisites Aroma besser, wenn er samt den Kapseln gekauft wird, obwohl die Kapselwand kaum Aroma beisteuert. Vor dem Gebrauch werden die Samen aus den Kapsel gelöst und dann zerkleinert oder frisch gemahlen. Wenn man Kardamompulver kauft, sollte es möglichst bald aufgebraucht werden.


Heilkräftiger Kardamom


„Der Kardamom ist wärmend und beruhigend und stärkt den Magen, er fördert die Verdauung, wirkt gut gegen Kolik und Erkältungsbeschwerden im Magen und Gedärm“, schrieb ein englischer Kräuterkundiger im 18. Jh. Das sagt die Pharmakologie auch heute. 


Kardamom steigert die Magensaft- und Gallensekretion. Kardamom kann zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Meteorismus (Gasbauch). aber auch bei krampfartigen Magenbeschwerden eingesetzt werden. 

Wie Ingwer vermindert er eine zu hohe Säureproduktion des Magens. 

Außerdem hat Kardamom eine starke antibakterielle, pilzhemmende und antivirale Wirkung. 

Der beliebt gewordene Chai (oder Yogi)- Tee kann daher vor allem zur Vorbeugung von Erkältungserkrankungen in feucht- kalten Zeiten empfohlen werden.

Chai- Tee: 1 TL Kardamomfrüchte, 1 kleine Zimtstange, 1- 2 Nelken, 2 dünne Scheiben frischer Ingwer, etwas ungespritzte Zitronenschale. Den Kardamom mit ¼ l Wasser 5 Minuten kochen lassen, dann die übrigen Gewürze dazu geben, noch einmal kurz aufkochen lassen, und zugedeckt eine Stunde ziehen lassen, abseihen und dann auf Trinktemperatur erwärmen. In der Adventzeit kann man so einen Tee natürlich auch zusammen mit Rotwein zu einem fabelhaften grippevorbeugenden Glühwein umfunktionieren.
Kardamomtee wird im Ayurveda vor allem auch bei Gärungsprozessen im Magen, die oft die Ursache von Halitose (Mundgeruch) sind, eingesetzt und außerdem auch bei Husten und Asthma. Er wirkt schleimlösend und regt auch das Herz an.


Der sinnliche Duft des Kardamoms


Das Ayurveda schreibt dem Kardamom eine aphrodisierende, sinnlich anregende Wirkung zu. In der arabischen Heilkunde war das Gewürz nicht nur der „Duft des Orients“, sondern auch die „Samen des Paradieses“, denen man eine deutlich mannesstärkende Wirkung zuschreiben konnte. Kein Wunder, dass vor allem Saudiarabien einen so hohen Konsum an Kardamom vorzuweisen hat. Außerdem soll der Duft auch eine positive Wirkung auf das seelische Gleichgewicht haben, geistige Klarheit schaffen und das Gedächtnis stärken. Alles gute Gründe, Ehemännern regelmäßig mit Kardamom gewürzte Speisen oder K & K, Kaffee mit Kardamom vorzusetzen.

Donnerstag, 18. Juni 2015

Schlank und geschützt mit Zitrone, Melisse/Minze und Ingwer



Zutaten für 2 Marmeladengläser: 

  • 1 Bund Melisse (Alternative für Schlankwasser: Minze),
  • 2 BIO Zitronen,
  • 1 Ingwerknolle,
  • Bienenhonig (Alternative für Schlankwasser: ohne Bienenhonig eventuell mit Stevia)

Zubereitung: 

Zitronen waschen und trocken reiben, dann die Schale abreiben.
die Melisse mit einem scharfen Messer in feine Streifen schneiden.
Den Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden.
Alle drei Zutaten abwechselnd schichtweise in saubere Gläser füllen.
Etwas Zitronensaft und so viel Honig dazugeben,
dass die letzte Schicht komplett bedeckt ist.
Die Gläser verschließen und 2-3 Wochen stehen lassen. 

Dann die entstandene Flüssigkeit abgießen.

Anwendung als Virenschutz: 

Den Saft pur oder im Tee mehrmals täglich einnehmen. Die Zitrone liefert Vitamin C, der Ingwer vertreibt Erkältungsvieren  und die Melisse (Melissa officinalis) hemmt 
die Bildung von Herpes-Bläschen.

Anwendung als Schlankwasser:

Am besten schmeckt und wirkt das Schlankwasser, wenn es schon am Vorabend zubereitet wurde. Dazu eine mittelgroße, geschälte Gurke, ein daumengroßes Stück Ingwer und eine Bio-Zitrone in hauchdünne Scheiben schneiden und ein paar frische Blätter Minze dazugeben. Das Ganze in einem Krug mit zwei Liter Wasser anrühren und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren.
Auch die Anwendung ist denkbar einfach: Vor jeder Mahlzeit, morgens, mittags und abends sollte ein Glas Schlankwasser getrunken werden. Die Menge können Sie nach Belieben über den Tag verteilen.




Freitag, 4. April 2014

Ingwer - bringt die Verdauung in Schwung

Ingwer für Ihre Gesundheit




Zu medizinischen Zwecken wird ausschließlich die geschälte frische oder getrocknete Wurzel verwendet. Aus der frischen Wurzel können Sie einen Tee zubereiten, die getrocknete und pulverisierte Wurzel wird in Teebeuteln angeboten. Aus Extrakten der Ingwerwurzel können Sie auch Fertigpräparate kaufen. Die wichtigsten Inhaltstoffe der Ingwerwurzel sind:
- ätherisches Öl (enthält u. a. Zingibere und Curcumene)
- Gingerole
- Shoagole
- Stärke
Verantwortlich für die Hauptwirkungen des Ingwers sind die zu den Scharfstoffen gehörenden Gingerole und das ätherische Öl. Die Scharfstoffe regen die Magensaftproduktion an und bringen dadurch die Verdauung in Schwung. Gleichzeitig hemmen sie dasselbe Enzym (Cyclooxygenase) wie die Acetylsalicylsäure, wodurch Ingwer auch einen schmerzstillenden und entzündunsghemmenden Effekt hat. 

So wirkt Ingwer:
- Übelkeit beseitigend
- Brechreiz lindernd
- anregend auf die Verdauung
- schmerzstillend
- entzündungshemmend
am besten ist die Wirkung von Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen belegt. In diesem Jahr haben Wissenschaftler der Universität Heidelberg entschlüsseln können, worauf diese Wirkung beruht. Die Ingwer-Inhaltstoffe docken an den Rezeptorstellen eines Nervenbotenstoffs (Serotonin) auf den Nervenzellen an, so dass das Brechzentrum im Gehirn nicht aktiviert werden kann und die Übelkeit ausbleibt.
Diese Wirkung kann auch genutzt werden, um die als Nebenwirkung einer Chemotherapie häufig auftretende Übelkeit zu lindern. Forscher der Universität Rochester/USA konnten zeigen, dass bei Krebspatienten, die Ingwer jeweils drei Tage vor und nach einer Chemotherapie angewendet hatten, die Beschwerden um 40 % geringer waren. 
Ingwer hilft Ihnen gegen:
- Verdauungsschwäche
- Reiseübelkeit
- Übelkeit bei Chemotherapie
- Erkältungskrankheiten
- rheumatische Schmerzen
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt die Ingwerwurzel als wärmendes Heilmittel. Die TCM setzt den Ingwer daher auch gegen Erkältungskrankheiten ein.

So wenden Sie den Ingwer an



Probieren Sie einmal die folgenden Hausmittel mit Ingwer gegen Alltagsbeschwerden aus. Sie werden überrrascht sein, wie gut sie wirken!
Grundrezept für Ingwertee
Schälen Sie ein Stück Ingwerwurzel, und schneiden Sie 6 bis 8 dünne Scheiben davon ab. Übergießen Sie diese mit 1 Tasse kochendem Wasser, und lassen Sie den Tee mindestens 10 Minuten lang ziehen. Trinken zur Anregung der Verdauung eine frisch zubereitete Tasse davon.
Wärmende Ingwermilch
Kochen Sie 1 TL frisch geriebene Ingwerwurzel in einer Tasse Milch auf. Seihen Sie den Ansatz nach ein paar Minuten ab, und süßen Sie die Milch mit 1 TL Honig. Trinken Sie bei einer beginnenden Erkältung mehrmals täglich eine Tasse davon. 
Schmerzstillende Ingwertinktur
Hacken Sie eine ganze, geschälte Ingwerwurzel in kleine Stückchen und übergießen Sie die in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn, bis der Ingwer ganz bedeckt ist. Lassen Sie den Ansatz an einem warmen Ort zwei Wochen lang ziehen, und filtern Sie ihn dann in eine dunkle Flasche ab. Mischen Sie 2 bis 3 Tropfen davon mit neutralem Massageöl, und reiben Sie schmerzhafte Muskeln und Gelenke damit ein.