Donnerstag, 14. Januar 2016

Kardamome: Das gesunde Edelgewürz


Kardamom






Kardamom, lat. Elettaria cardamomum, zählt zur Familie der Ingwergewächse. Dort wird es der Gruppe der Einkeimblättrigen zugeordnet. Es kann bis zu 2 bis 3 Metern hoch werden, vereinzelt werden auch Größen bis zu 5,5 Meter erreicht.


Von der Pflanze werden die Samen verwendet. Diese reifen an den schilfartigen Stauden in Fruchtkapseln heran und enthalten ätherische Öle. Sie verleihen ein würziges, süßlich scharfes Aroma, bei welchem Sie an den Geschmack von Eukalyptus erinnert werden. 


Leider verfliegt dieses schnell und so wird Kardamompulver den ganzen Kapseln vorgezogen. Am besten mahlen Sie die Samenkapseln kurz vor dem Gebrauch, so wird das Aroma optimal genutzt. 

Lagern Sie die ganzen Früchte luftdicht verschlossen, kühl und dunkel. So lassen sich die Kapseln am längsten aufbewahren.



(Quelle: Wiki)



Die Fruchtkapseln werden übrigens auch heute noch mit der Hand gepflückt.

In der Küche wird Kardamom zur Würzung von Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen und Spekulatius benutzt und für Wurstwaren, Liköre und als Bestandteil von Gewürzmischungen. In der indischen Küche wird es als Zusatz von Currypulver eingesetzt.

Die in Kardamom vorhandenen ätherischen Öle wirken anregend und krampflösend. Bei Blähungen ist dies hilfreich, ebenso lindert es Menstruationsbeschwerden und wirkt entkrampfend auf das Nervensystem.

Zur Einnahme zerstoßen Sie einfach die Samenkapseln und fügen diese den Speisen zu. Hierdurch wird eine bessere Verträglichkeit erreicht.

Sie den Kardamomsamen auch kauen und damit Mundgeruch entgegen wirken. In der Ayurvedischen Medizin wird Kardamom ebenfalls gegen Verdauungsstörungen eingesetzt.

Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Kardamomsamen können Sie im Reformhaus erwerben.



Mehr zu Kardamom:



Kardamom, das „Luxusgewürz“


Kardamom stammt aus Südasien, wo er heute noch wild vorkommt und wo er wohl seit Jahrtausenden angebaut und gehandelt wurde. Schon 3000 v. Chr. war Kardamom in Mesopotamien und in China bekannt. Im antiken Griechenland und Rom fand er selten den Weg in die Küche. Nur im Kochbuch des Apicius findet man ein Rezept mit Kardamom als Bestandteil einer Fischsauce. Überwiegend wurde der Kardamom als Medizin und in der Parfumerie verwendet. Im Mittelalter wurde liebevoll vom „Cardamömlin“ gesprochen und wie in der Antike galt es als Luxusgewürz. Im Parsifal des Wolfram von Eschenbach wurde ein Prunkteppich mit Muskat- Gewürznelken- und Kardamompulver gestaltet. Gestoßener Kardamom mit Honig empfahl Tabaernomontanus als Mittel „gegen blaue Mäuler, welche vom Schlagen oder Stoßen kommen.“ Kardamom blieb auch in Zeiten des kolonialen Imperialismus ein hochpreisiges Handelsgut. Die Holländisch- Ostindische Kompanie schloss gegen 1700 mit den Einwohnern von Canarare einen Exklusivvertrag ab, von dort Kardamom zu kaufen. Nach dem Abschluss hatten es die Holländer gar nicht mehr eilig. Sie wollten im Schutz der Vereinbarung warten, bis der Kardamom billiger wurde. Doch die Händler von Canarare gingen nicht darauf ein und verkauften alle Kardamomvorräte an zwei englische Schiffe, die dort zufällig ankerten. „Da müssen die Herren Holländer das Nachsehen haben, welches sie dann ziemlich schmerzte“, berichtete ein deutscher Angestellter der holländischen Kompanie nicht ohne Schadenfreude.


„Heiß“ geliebter Kardamom


Nach Safran und Vanille wird Kardamom oft als drittteuerstes Gewürz bezeichnet und der hohe Preis spiegelt die Beliebtheit dieses äußerst wohlriechenden Gewürzes wider. Mit 60 % sind die arabischen Länder bis hin über Nordafrika die Hauptverbraucher. In Arabien braucht man Kardamom vor allem zum Würzen von Kaffee. Kardamomduftender Kaffe ist fast zum Symbol arabischer Gastfreundlichkeit geworden. 


 Bei den Beduinen werden Kaffeekannen verwendet, in deren Ausguss Kardamomkapseln Platz finden. Der heiße Kaffee kommt beim Einschenken mit dem Gewürz in Berührung und nimmt dessen Aroma an. Wenn wir die kongenialen Partner Kaffee und Kardamom genießen wollen, gibt es mehrere Möglichkeiten: man kann frisch gemahlenen Kardamomsamen einfach unter das Kaffeepulver mischen oder die ganzen Kapseln im Kaffee mitziehen lassen. 

Diese Mischung macht müde Geister besonders munter: das Koffein des Kaffees regt an und Kardamom bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern soll auch sinnlich anregend wirken. Diese perfekte Kombination ist für verschlafene Wintertage besonders zu empfehlen.


Exotische Würze


In arabischen Ländern wird nicht aller Kardamom für Kaffee verbraucht, Araber und Perser verwenden ihn auch für pikante Reisgerichte mit Fleisch, die eine Vielzahl von Gewürzen, dazu Nüsse und getrocknete Früchte wie Rosinen und Granatapfelkerne enthalten. In der mogulischen Küche Nordindiens wird Kardamom in großer Menge für köstliche Reisgerichte, Biryanis genannt, aber auch für feinwürzig geschmortes Fleisch wie Korma verwendet. Auch zu Currypulver gibt man kleine Mengen von Kardamom. In Kaschmir wird Kardamom aber vor allem zum Aromatisieren von grünem Tee verwendet.
In der mitteleuropäischen Küche ist Kardamom leider noch immer nur als Gewürz Lebkuchen bekannt. Anders in Skandinavien, dort ist Kardamom eines der meistgebrauchten Gewürze einerseits für Feingebäck, aber auch für Pasteten und Wurstsorten.


Ingwergewächs Kardamom


Der Kardamom wächst mit Wurzelausläufern und entwickelt bis zu 2 m hohe Blätter, die sehr aromatisch sind mit einem Duft der an Zimt erinnert. In Gartencentern wird Kardamom oft als „Zimtpflanze“ verkauft. Nicht einmal in warmen Wintergärten kann man tropenähnliche Temperaturen erreichen, es ist also kaum möglich, dass Kardamom bei uns in Kultur blüht und Samen, die als Gewürz verwendet werden, entwickelt. Allerdings kann man auch die Blätter für exotisch schmeckende Tees und Gerichte erwenden. Kardamom behält sein exquisites Aroma besser, wenn er samt den Kapseln gekauft wird, obwohl die Kapselwand kaum Aroma beisteuert. Vor dem Gebrauch werden die Samen aus den Kapsel gelöst und dann zerkleinert oder frisch gemahlen. Wenn man Kardamompulver kauft, sollte es möglichst bald aufgebraucht werden.


Heilkräftiger Kardamom


„Der Kardamom ist wärmend und beruhigend und stärkt den Magen, er fördert die Verdauung, wirkt gut gegen Kolik und Erkältungsbeschwerden im Magen und Gedärm“, schrieb ein englischer Kräuterkundiger im 18. Jh. Das sagt die Pharmakologie auch heute. 


Kardamom steigert die Magensaft- und Gallensekretion. Kardamom kann zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Meteorismus (Gasbauch). aber auch bei krampfartigen Magenbeschwerden eingesetzt werden. 

Wie Ingwer vermindert er eine zu hohe Säureproduktion des Magens. 

Außerdem hat Kardamom eine starke antibakterielle, pilzhemmende und antivirale Wirkung. 

Der beliebt gewordene Chai (oder Yogi)- Tee kann daher vor allem zur Vorbeugung von Erkältungserkrankungen in feucht- kalten Zeiten empfohlen werden.

Chai- Tee: 1 TL Kardamomfrüchte, 1 kleine Zimtstange, 1- 2 Nelken, 2 dünne Scheiben frischer Ingwer, etwas ungespritzte Zitronenschale. Den Kardamom mit ¼ l Wasser 5 Minuten kochen lassen, dann die übrigen Gewürze dazu geben, noch einmal kurz aufkochen lassen, und zugedeckt eine Stunde ziehen lassen, abseihen und dann auf Trinktemperatur erwärmen. In der Adventzeit kann man so einen Tee natürlich auch zusammen mit Rotwein zu einem fabelhaften grippevorbeugenden Glühwein umfunktionieren.
Kardamomtee wird im Ayurveda vor allem auch bei Gärungsprozessen im Magen, die oft die Ursache von Halitose (Mundgeruch) sind, eingesetzt und außerdem auch bei Husten und Asthma. Er wirkt schleimlösend und regt auch das Herz an.


Der sinnliche Duft des Kardamoms


Das Ayurveda schreibt dem Kardamom eine aphrodisierende, sinnlich anregende Wirkung zu. In der arabischen Heilkunde war das Gewürz nicht nur der „Duft des Orients“, sondern auch die „Samen des Paradieses“, denen man eine deutlich mannesstärkende Wirkung zuschreiben konnte. Kein Wunder, dass vor allem Saudiarabien einen so hohen Konsum an Kardamom vorzuweisen hat. Außerdem soll der Duft auch eine positive Wirkung auf das seelische Gleichgewicht haben, geistige Klarheit schaffen und das Gedächtnis stärken. Alles gute Gründe, Ehemännern regelmäßig mit Kardamom gewürzte Speisen oder K & K, Kaffee mit Kardamom vorzusetzen.

Sonntag, 10. Januar 2016

Naturheilmittel bei Arthrose

Naturheilmittel bei Arthrose




Naturheilmittel können helfen, die Symptome der Arthrose zu lindern und den Verschleiß der Gelenke zu verlangsamen.

Arthrose ist eine degenerative Krankheit der Gelenke. Sie zeigt sich in dem Abbau des Gelenkknorpels und der Produktion von Osteophyten (degenerative, strukturelle Veränderungen in Form von knöchernen Ausläufern am Rand des Knochens).


Es gibt zwei Arten von Arthrose: die primäre und die sekundäre Arthrose. Die Ursache der primären Osteoarthritis ist unbekannt. Die sekundäre Arthrose wird durch eine Infektion, eine Verletzung oder eine Missbildung ausgelöst.

Die Symptome der Osteoarthritis (Arthrose) entwickeln sich mit der Zeit. Das markanteste Symptom ist der Schmerz in den Gelenken, manchmal begleitet von Steifheit.

Andere Symptome sind Rückenschmerzen und Schläfrigkeit. Im fortgeschrittenen Stadium kommt auch eine Einschränkung der Beweglichkeit hinzu, Knirschen in den Gelenken und Schwäche in Armen oder Beinen.


Arthrose: Natürliche oder allopathische Medizin?


Die allopathische Medizin konzentriert sich auf die Linderung der Schmerzen indem entzündungshemmende Mittel verwendet werden.

Entzündungshemmende Mittel wie Aspirin, Ibuprofen oder Rofecoxib lindern die Schmerzen sehr schnell, können aber die Gelenkschädigung beschleunigen.

Entzündungshemmende Mittel, wenn sie als einzige Behandlungsmethode genommen werden, können den Knorpelaufbau behindern und deren Abbau beschleunigen.

Andere unangenehme Begleiterscheinungen der entzündungshemmenden Mittel sind die Nebenwirkungen auf den Verdauungsbereich, die Nieren und das Herz-Kreislauf-System.

Heutzutage werden verstärkt Chondroprotektoren verwendet, die den Gelenkverschleiß verhindern sollen. Diese Nahrungsergänzungsmittel dienen der Prävention und Behandlung von Osteoarthritis und von Gelenkproblemen bei Sportlern.

Arthrose mit Naturheilmitteln behandeln



Die Naturmedizin kombiniert vier Wirkstofftypen: Chondroprotektoren, Analgetika (schmerzlindernde Mittel), entzündungshemmende Mittel und Kollagen (Typ II) oder Nährstoffe, die die Knorpelbildung unterstützen.

Darüber hinaus ist es oft sinnvoll, die Behandlung der Arthrose mit Multinährstoffen, die Vitamine, Mineralien und Aminosäuren enthalten, zu ergänzen. Die Nährstoffe sind die Substrate für zahlreiche chemischen Reaktionen, die im Körper ablaufen.

Chondroprotektoren
Chondroprotektoren verhindern den Knorpelabbau und verbessern die Synthese der Knorpel-Matrix. Die wichtigsten Chondroprotektoren sind Chondroitinsulfat, Glykosamin, Haifischknorpel, Hyaluronsäure und die Grünschalmuschel (Perna canaliculus).

Analgetika

Unter den bekanntesten, natürlichen Analgetika sind der Vitamin-B-Komplex und die afrikanische Teufelskralle.



Entzündungshemmende Mittel

Die Kombination aus Ernährung und Pflanzenheilkunde hilft, die Entzündungen in den betroffenen Bereichen zu vermindern.

Zu den natürlichen entzündungshemmenden Mitteln bei Arthrose zählen Omega 3, Proteolyse-Enzyme (Bromelain und Serrapeptase), Haifischknorpel, Boswellia (Weihrauch), Kurkuma und Pycnogenol.

Nährstoffe, die den Kollagen-Aufbau unterstützen


Bei der Behandlung der Osteoarthritis kann man hydrolisiertes Kollagen Typ II verwenden und auch Substanzen einnehmen, die den Kollagen-Aufbau unterstützen.

Substanzen, die den Kollagen-Aufbau unterstützen, sind Vitamin C, Dimethylsulfon, Kieselerde, Mangan und andere.

Warnhinweis
Manche dieser Medikamente sollten nicht genommen werden, wenn Sie gerinnungshemmende Medikamente nehmen, bei Diabetes und bei Kreislaufbeschwerden. Die meisten der erwähnten Medikamente sollten auch nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden.

Freitag, 8. Januar 2016

KEFIR – EIN NATÜRLICHES TRADITIONELLES HEILMITTEL

KEFIR –
EIN NATÜRLICHES TRADITIONELLES HEILMITTEL



Traditioneller Kefir

auch Milchkefir genannt, wird mit Kulturen vom tibetischen- oder kaukasischen Milchpilz hergestellt. Dem Aussehen nach erinnert der gesunde Milchpilz mit seiner weißen Farbe an gekochte Reiskörner. Am Anfang hat er die Größe von 5 bis 6 mm und er wird im Laufe seiner fortlaufenden Teilung bis zu 50 mm groß, oft zerfällt er jedoch von selbst in kleinere Pilzknollen. Je nach den Umgebungsbedingungen verdoppelt er die Masse bei Raumtemperatur in etwa 2 bis 4 Wochen.
Der Pilz lebt und pflanzt sich in Milch fort, dabei entsteht der Milchkefir, zu dessen Inhaltsstoffen die Vitamine A, B1, B2, B6, B12, C und D sowie Kalzium, Eisen, Jod, Niacin, Folsäure, Proteine, Polysaccharide, Milchsäurebakterien (auch genannt: Lactobacillales, Laktobazillen oder Sauermilchbakterien), Hefepilze und eine minimale Menge Alkohol gehören.
Kefir wurde erstmals durch den russischen Zoologen, Anatomen und Bakteriologen Professor Ilja Iljitsch Metschnikow um 1900 erforscht, dem Begründer der Probiotik. Im Jahre 1908 erhielt er für seine Forschungen im Bereich der Immunologie den Nobelpreis und gilt seither als einer der Begründer der modernen Immunologie.
In Russland gilt der Kefir seit langer Zeit als ein Elexier der Gesundheit
wegen seiner einzigartigen Fähigkeit, die Darmflora und insgesamt die Gesundheit unseres Körpers als Ganzes positiv zu beeinflussen. Die Kefirpilze enthalten eine ganze Kolonie von verschiedenen Organismen, Streptokokken, Bazillen, Bakterien und Hefen. Alle diese Mikroorganismen wirken zusammen gegen die schädliche krankheitserregende Flora im Körper. Kefir hilft bei Darminfektionen und Tuberkulose, da er einige Krankheitserreger abtöten kann und läßt auch wieder eine gesunde Darmflora bei einer Dysbakterie entstehen, die beispielsweise durch Antibiotika verursacht wurde.
Der Gebrauch von Kefir kann ein ausgezeichneter Begleiter für das Immunsystem sein. Auch kann er das Problem von chronischer Müdigkeit, Schlafstörungen und Nervosität lösen.
Dem Kefir werden viele Heilwirkungen nachgesagt, so bei Allergien, Erkrankungen der Leber, Gallenblase, löst Gallensteine, Herzerkrankungen, Magengeschwür und Darmkrämpfe auf, hält die Arteriosklerose der Blutgefäße an, hat eine antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung, reguliert den Blutdruck, kann die Entwicklung von Krebszellen anhalten, reguliert den Zustand von Müdigkeit und Verschleiß des Organismus, hält das Altern der Zellen im Organismus an, behandelt die Parodontitis, reinigt den Organismus vollständig von Schlacken, führt schädliche Stoffwechselprodukte, Cholesterin, Schwermetallsalze und Radionuklide heraus, erhöht die Leistung und die inneren Reserven des Organismus, verbessert das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit und stärkt das Immunsystem.
Zur Bereitung des Kefir
werden die Pilzknollen für 1 bis 2 Tage, aber auch bis 3 Tage, in Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilch (Kondensmilch ist nicht geeignet) gegeben. Die optimalen Temperaturen für die Arbeit des Pilzes liegen im Bereich von 10 °C bis 25 °C (die Temperatur sollte 30 °C nicht überschreiten, denn das verträgt der Pilz schlecht). Dabei wird die Milch fermentiert und je nach Gärdauer und Temperatur bekommt das Getränk einen Alkoholgehalt von 0,2 Prozent bis etwa 2 Prozent. Das cremige Getränk hat einen leicht säuerlichen Geschmack und erinnert an frische Buttermilch. Nach Abschluss der Gärung wird der Kefir durch ein Kunststoffsieb geschüttelt und dabei von den Pilzknollen (die Pilzknollen niemals mit Metall in Berührung bringen, denn das würde sie zerstören) getrennt. Die Pilzknollen werden erneut mit Milch angesetzt und dabei 1 bis 2-mal wöchentlich mit lauwarmem Wasser abgespült. Für eine “Kefirpause” können die Knollen in 1 l Milch gelegt und dann 2 bis 3 Wochen ohne Probleme im Kühlschrank lagern. Dazu sollte immer ein fest geschlossenes Glas verwendet werden.
Eine andere Empfehlung ist die Einlagerung der Pilzknollen in einer Wasser-Milch-Mischung (empfohlen wird das Verhältnis von 65% Wasser und 35% Milch). In dieser Form sollen die Pilzknollen auch bis zu 3 Wochen im Kühlschrank überdauern können. Danach benötigt der Milchpilz jedoch einige Tage, bis er wieder zu vollen Kräften kommt.
Das Einfrieren der Pilzknollen wird nicht empfohlen, da es meist zur Zerstörung des Pilzes führt.
Bei der Anwendung
von Kefir sollte man jedoch nicht davon ausgehen, dass sofort mit der ersten Aufnahme eine spürbare Heilwirkung empfunden wird. Meist treten derartige Empfindungen erstmals nach etwa 2 bis 3 Monaten auf. Als traditionelles Heilmittel ist Kefir ein natürliches Probiotikum und zählt zu den Lebensmitteln, die über heilende Eigenschaften verfügen. 
Wie alle traditionellen Heilmittel wird Kefir für die Entfernung der Ursachen einer Erkrankung eingesetzt. Eine seiner Haupteigenschaften ist die Aktivierung des Körperstoffwechsels, was dem Körper hilft, sein eigenes Reparaturprogramm zur Bekämpfung einer Krankheit aufzunehmen und erfolgreich durchzuführen.
Bei dieser “Reparaturarbeit” hilft der Kefir dem Körper. Längerfristige kurmäßige Anwendungszeiträume, die unter Umständen bis zu 1 Jahr und darüber hinaus währen können, um beispielsweise eine gestörte Darmflora (Dysbakterie) wieder zu reparieren, sind in diesem Zusammenhang völlig normal und stehen in Übereinstimmung mit den Erfahrungswerten der traditionellen Medizin. Im Einzelfall kann auch eine individuell auf den Patienten abgestimmte Dosierung und Anwendungsempfehlung nötig sein.
R E Z E P T E
Im Folgenden einige Beispiele für die Anwendung des Kefir als natürliches Heilmittel in der traditionellen russischen Medizin:
Wenn der Kefir ungewohnt ist, dann wird in den ersten Tagen der Kefiraufnahme die Aktivität des Magens heftig erhöht, es tritt verstärkte Gasbildung im Darm auf und flüssiger Stuhl ist möglich. Bei Vorhandensein von Erkrankungen der Leber und Nieren können unangenehme Empfindungen im Gebiet der kranken Organe auftreten. Allerdings werden diese Erscheinungen als normal angesehen und die Einnahme des Kefirs soll nicht unterbrochen werden. Nach 10 bis 12 Tagen hört die stürmische Reaktion des Organismus auf und es tritt die Verbesserung des allgemeinen Zustandes ein.
In dieser Gewöhnungsphase sollen täglich nur 0,25 l Kefir getrunken, auf alkoholische Getränke verzichtet und fette sowie scharfe Lebensmittel einschränkt werden.
Bei bestimmten Erkrankungen ist Kefir nur mit Vorsicht in der Ernährung zu verwenden. Beispielsweise kann ein dreitägiger starker Kefir ernsthafte Schwierigkeiten bei Patienten mit Magengeschwür oder Zwölffingerdarmgeschwür, erhöhtem Magensäurespiegel, Gastritis und Pankreatitis verursachen.
Kefir zur Prophylaxe
Zur Prophylaxe werden täglich 0,5 bis 0,8 l Kefir empfohlen. Die Menge wird in 4 Portionen aufgeteilt und vor dem Essen getrunken. Kinder sollen nicht mehr als 0,5 l Kefir am Tag trinken.
Für eine Kur wird von 3 Wochen bis zu 3 Monaten die Aufnahme von Kefir empfohlen. Nach einer monatlichen Pause kann die Kur wiederholt werden.
Kefir bei einer Dysbakterie
Bei einer Dysbakterie wird über 1 Jahr täglich 1 bis 2-mal 30 Minuten vor dem Essen oder 90 Minuten vor dem Schlaf 0,25 l Kefir empfohlen. Dabei soll nach jeweils 20 Tagen Kefir-Aufnahme eine Pause von 10 Tagen sein.
Kefir bei einem Magengeschwür
Bei Magengeschwür und Darmkrampf wird sofort nach dem Schlaf 1 Glas Wasser vermischt mit ½ EL Honig, vor dem Essen jeweils 125 ml frischer Weißkohlsaft und nach dem Essen 125 ml Kefir empfohlen. Vor dem Schlaf kann zusätzlich ½ TL Olivenöl eingenommen werden.
Kefir bei Erkrankungen der Leber
Bei Erkrankungen der Leber wird vor jedem Essen 125 ml frischer Gurkensaft und vor dem Schlaf 125 ml Kefir empfohlen.
Hinweis: Industriell hergestellter und im Handel angebotener Milchkefir entspricht in seiner Zusammensetzung leider nicht dem traditionell mit dem tibetischen- oder kaukasischen Milchpilz hergestellten Getränk, denn es wird in der Industrie mit anderen Bakterienkulturen gearbeitet. Ursächlich dafür ist, dass sich die traditionelle Pilzkultur für eine Verwendung in der industriellen Produktion nicht eignet. Dadurch fehlen dem industriell hergestellten Milchkefir viele wichtige Inhalte, die die gesundheitlichen Wirkungen des traditionellen Kefir begründen.
Traditioneller Kefir ist nach angemessener Gärdauer frei von Laktose. Aufgrund seiner Eigenschaften ist er in Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker auch für Diabetiker geeignet.
Geeignete Startsets für die Herstellung von traditionellem Kefir können Sie beispielsweise bei kefirknolle.demilchkefir.com,wellness-drinks.de oder natural-kefir-drinks.de erhalten.

Samstag, 2. Januar 2016

Gesichtsmasken mit Joghurt zum Selbermachen

Gesichtsmasken mit Joghurt - 3 Rezepte



Wer seine Haut pflegen will, muß bei einer Gesichtsmaske nicht immer auf teure Kosmetikprodukte zurückgreifen. Manchmal heißt es nur "gewußt wie", damit Sie auch aus einfachen und billigen Substanzen - wie Joghurt - eine erfrischende Gesichtsmaske machen können. 
So wird mit einfachen Mitteln Ihre Haut gereinigt, belebt und regeneriert. Joghurt ist normalerweise in jeder Küche zu finden und eignet sich hervorragend als Basis für ein Rezept einer Gesichtsmaske. In diesem Tip will ich Ihnen drei kleine Rezepte vorstellen, die Sie mit wenigen Zutaten selbst machen können.


1. Rezept: Einfache Joghurt Gesichtsmaske, um das Gesicht zu reinigen und mit Feuchtigkeit zu versorgen

Man nehme einen Naturjoghurt und trage davon eine dicke Schicht auf das Gesicht auf. Empfehlenswert ist es vorher das Gesicht zu waschen. Legen oder setzen Sie sich in eine bequeme Position und lassen Sie die Naturjoghurt-Gesichtsmaske etwa 20 Minuten einwirken. Sobald die Zeit vorüber ist, können Sie die Gesichtsmaske einfach mit klaren und warmen Wasser abwaschen.

2. Rezept: Joghurt Gesichtsmaske gegen große Poren

Mischen Sie etwa 6 EL Joghurt und 6 EL Weizenmehl miteinander (also ein 1:1 Verhältnis). Sie können die Menge beliebig verändern, solange das Verhältnis eingehalten wird. Sobald die beiden Substanzen ordentlich verrührt sind, kann man die Masse auf das Gesicht auftragen und etwa 25 Minuten einwirken lassen. Am Ende wird die - wahrscheinlich bereits trockene Gesichtsmaske - mit klarem, warmen Wasser abgewaschen.

3. Rezept: Joghurt Gesichtsmaske zum Revitalisieren der Haut

Mischen Sie folgende Substanzen:
  • 2 EL Aloe vera
  • 2 EL Joghurt
  • Saft von zwei Orangenscheiben
  • etwas Fruchtfleisch von der Orange
zu einer Paste zusammen. Die fertige Mischung können Sie dann auf Gesicht und Hals auftragen und etwa 5-10 Minuten einwirken lassen. Anschließend sollten Sie das Gesicht gründlich mit warmen Wasser reinigen.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Mohn - und seine Wirkung auf den menschlichen Organismus

SCHLAFMOHN

Schlafmohn, botanisch auch Papaver somniferum genannt, gehört zu den Mohngewächsen. Ursprünglich beheimatet ist der Schlafmohn im östlichen Mittelmeerraum. Die Pflanze bietet eine Vielzahl an Stoffen, die eine unterschiedliche Wirkung haben. Während Schlafmohn in erster Linie für seine berauschende Wirkung bekannt ist, kann der Samen aber auch als Nahrungsmittel oder zur Ölgewinnung genutzt werden. Mohn enthält viele gesunde Stoffe und spielt daher als Naturpflanze eine wichtige Rolle.

SCHLAFMOHN SAMEN 
Schlafmohn Samen ist ein bekanntes Lebensmittel, das besonders beim Backen Verwendung findet. Der nussig duftende Samen des Schlafmohn ist reich an Öl und wird bevorzugt beim Backen von Süßspeisen verwendet. Auch beim Backen von Brot und Brötchen kann Schlafmohnsamen verwendet werden. Mohnsamen hat eine weiße, oft auch graue, bis blau schwarze Farbe. Mohnsamen, der gemahlen wurde und zum Backen oder Kochen verwendet wird, ist auch als Backmohn bekannt. Neben der Verwendung in der Küche liefert der Samen des Schlafmohn viele wichtige Stoffe, die für die Gesunderhaltung des Organismus eine wichtige Rolle spielen.
Besonders reich ist der Schlafmohn Samen an Calcium und Vitaminen der B-Gruppe. Weiterhin ist Schlafmohn Samen ein wichtiger Lieferant von Eisen, Magnesium, Natrium, Kalium , Phosphor und Zink. 100 Gramm Samen enthalten durchschnittlich 347 mg Magnesium, 870 mg Phosphor und sagenhafte 1438 mg Calcium. Auch Fettsäuren sind im Samen des Schlafmohn enthalten, Dazu gehören gesättigte, sowie einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Schlafmohn wird also nicht nur durch seine schmerzlindernde Wirkung zu einer wichtigen Heilpflanze, sondern eignet sich auch ideal bei vielen Mangelerscheinungen und kann aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung bei vielen anderen Beschwerden für eine Linderung sorgen.

SCHLAFMOHN KAUFEN
Schlafmohn kann man in Form von Samen als Lebensmittel, aber auch als Saatgut kaufen. Das Saatgut ist in der Gärtnerei, aber auch online in vielen Garten-Shops erhältlich. Da Schlafmohn jedoch eine berauschende Wirkung hat und aus dem getrockneten Saft Opium gewonnen werden kann, ist der Anbau von Schlafmohn in Deutschland verboten. Um der Gesundheit jedoch einen Gefallen zu tun, bekommt man den Samen als Lebensmittel nicht nur im großen Discounter, sondern auch in den Apotheken, in Reformhäusern und in Bio-Läden zu kaufen. Viele Online Shops, die sich auf naturbelassene Nahrungsmittel spezialisiert haben, bieten den Samen ebenfalls an. Als Bachzutat findet man den Samen oft auch in gemahlener Form.
Da der Schlafmohn Samen jedoch reich an Öl ist, sollte man ihn am besten in seinem Rohzustand kaufen. Die in ihm enthaltene Linolsäure behält so länger ihre Wirkung. Ist der Mohn gemahlen, dann wird er in der Regel schneller ranzig und somit ungenießbar. Kauft man die ganzen Mohnsamen, so lassen sich diese an einem dunklen Ort und in einem geschlossenen Gefäß mindestens ein Jahr lang ohne den Verlust wertvoller Inhaltsstoffe lagern. Daher ist es ratsam, Mohn niemals auf Vorrat zu kaufen, sondern möglichst kleine Mengen zu wählen und diese in der genannten Zeit zu verbrauchen. Benötigt man den Mohn gemahlen, kann man dies in einer kleinen Getreide- oder Kaffeemühle ohne Probleme selber machen.
Manchmal ist der Schlafmohn auch als Wildwuchs zu betrachten. Er zeigt sich oft an Straßenrändern, wächst etwas abseits an Wegen oder taucht auf den Feldern zwischen anderen Pflanzen auf. Auch wenn der Anbau in Deutschland gesetzlich verboten ist, kann das die Natur nicht aufhalten. Vor der Blüte fällt der Mohn oft durch seinen hellen und nach oben ragenden Blätter auf, während er später mit seiner Blüte schnell ins Auge fällt. Zu erkennen ist er aber auch an seinen dicken Samenkapseln.

SCHLAFMOHN TEE
Aus Schlafmohn lässt sich auch ein Tee zubereiten, der zu medizinischen Zwecken verwendet wird. Hierbei nutzt man entweder die getrockneten Blüten der Pflanze und übergießt sie mit kochendem Wasser oder zerpulvert die reifen Kapseln der Pflanze und überbrüht diese mit heißem Wasser. Reife Fruchtkapseln enthalten wesentlich mehr Codein, dafür aber auch weniger Morphin als die noch grünen und unreifen Kapseln. Beide Stoffe gehören zu den sogenannten Alkaloiden und kommen besonders konzentriert im weißen Pflanzensaft des Schlafmohns vor. In der Regel wird Schlafmohn jedoch nicht in seiner natürlichen Form, sondern in Form von fertigen Arzneien zu gesundheitlichen Zwecken eingenommen. Da der Anbau von Schlafmohn in Deutschland untersagt ist, sind außer dem Samen, den man frei im Handel bestellen kann, keine weiteren Pflanzen erhältlich. Somit lassen sich selber auch keine Arzneien herstellen. Es ist jedoch möglich, den Samen so lange zu quetschen, bis dieser ebenfalls eine milchige Flüssigkeit absondert, die man ebenso zum Teekochen verwenden kann. 

SCHLAFMOHN – OPIUM ALS HEILMITTEL
Pflanzliche Mittel die aus dem Schlafmohn gewonnen werden sind in der Homöopathie unter dem Namen Opium bekannt. Gewonnen werden sie aus den Samenkapseln und können bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt werden:
Depressionen
Schlafstörungen
Schmerzen
Krämpfe
Bluthochdruck
Epilepsie
Hustenkrämpfe
Beruhigung
Opium kann sogar unterstützend bei einem Alkohol-Entzug genutzt werden und hilft ebenfalls bei einer Traumabehandlung und kann Lähmungserscheinungen nach einem Schlaganfall lindern. Innerlich angewendet hat der Mohn immer eine beruhigende und krampflösende Wirkung, sodass er sich auch als Naturpflanze bei Verdauungsproblemen eignet. Auch Koliken und starke Bauchkrämpfe können durch Schlafmohn gelindert werden. In den Apotheken sind Mittel aus Schlafmohn in Form von Dilutionen, Globuli und Tabletten erhältlich. Patienten, die Einschlaf- und Durchschlafstörungen haben, könne von dem Mittel ebenfalls profitieren. Oft zeigen sich schon nach den ersten Einnahmen deutliche Verbesserungen, sodass Schlafmohn über einen kurzen Zeitraum genommen eine komplexe Wirkung zeigt. Besonders hilfreich sind Mittel aus Schlafmohn auch bei Erkältungskrankheiten. Hier lindert der Schlafmohn nicht nur Hustenkrämpfe, sondern wirkt gleichzeitig schmerzstillend, wodurch betroffene Patienten sich schneller erholen können, da der Körper besser zur Ruhe kommen kann. 

SCHLAFMOHN ALS RAUSCHMITTEL

Bevor man beim Schlafmohn an eine gesundheitsfördernde Wirkung denkt, bringt man die Pflanze mit dem Begriff Rauschmittel in Verbindung. Mohn gehört zu den ältesten Pflanzen und ist seit mehr als 4000 Jahren für seine berauschende Wirkung bekannt. Damit man aus dem Schlafmohn Opium gewinnen kann, müssen die Fruchtkapseln mehrfach eingeritzt werden. Der aus der Kapsel austretende Milchsaft trocknet an und wird braun. In dieser Form wurde er in der Antike bereits als Schmerz-, Beruhigungs- und Schlafmittel verwendet. Der getrocknete Milchsaft wird auch als Rohopium bezeichnet. Das Ankratzen der Kapseln wird mehrfach wiederholt, bis diese ausreichend Saft abgegeben haben und eine gleichmäßige Vernarbung zeigen. So wird es möglich, aus einer einzigen Kapsel ca. 20 bis maximal 50 mg Rohopium zu gewinnen, welches durchschnittlich bis zu 23 % Morphin enthält. Aus diesen Grund ist der Anbau von Schlafmohn in Deutschland verboten. Möchte man ihn trotzdem anbauen, so benötigt man eine behördliche Erlaubnis. Gegen wild wachsenden Schlafmohn sind jedoch auch die Behörden machtlos.

SCHLAFMOHN – THERAPEUTISCHE ANWENDUNG
Morphin, welches aus dem Schlafmohn gewonnen wird, ist ein effektives Mittel gegen Schmerzen. Es ist in der Lage, starke Schmerzen zu lindern und wird daher ganz besonders in der Schmerzbekämpfung bei Tumoren eingesetzt. Auch starke chronische Schmerzen können mit Morphin behandelt werden. Das Mittel kann schnell abhängig machen und führt bei einer Überdosierung unter Umständen zum Tode, da es zu einer sogenannten Atemdepression kommen kann. Morphin gehört zu den stark wirkenden Opiaten und fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Bekannt ist das Morphin in seiner reinen Form bereits seit dem Jahr 1804. Früher gehörte der Schlafmohn aufgrund seiner schmerzstillenden Wirkung zu den bekanntesten Heilpflanzen. Mittlerweile ist der Mohn aber etwas in Vergessenheit geraten, da seine lindernde Wirkung auch einen Suchtfaktor bietet. Daher wird der Schlafmohn heute nur noch in der Homöopathie oder in Form von Morphin verwendet, welches durch einen Arzt verschrieben werden muss.

SCHLAFMOHN WISSENSWERTES
Als Nutzpflanze wird der Schlafmohn bereits seit der Jungsteinzeit verwendet. 4000 v. Chr. wurde der Schlafmohn erstmals in alten Keilschriften erwähnt. Schon zu damaligen Zeiten war von der Herstellung pharmazeutischer Produkte die Rede. 3. Jahrtausend v. Chr. wurde der Schlafmohn von dem Sumerern als Pflanze der Freude bezeichnet. Gelagert wurde das Opium damals in sogenannten Bibil-Krügen. Dabei wurde das Mittel keineswegs nur zu medizinischen Zwecken verwendet, sondern der Nutzen als berauschendes Mittel war ebenso wichtig. Mixturen aus Opium konnten im alten Ägypten bis ins Jahr 1800 v. Chr. zurück verfolgt werden. Zur Wohlstandsdroge wurde der Schlafmohn im Römischen Reich und galt später als Satanswerk, sodass Mohnsaft schließlich auch von Karl dem Großen verboten wurde. 
Schlafmohn galt damals als wahres Wundermittel – es gab keine Krankheit, gegen die das Kraut nicht verwendet wurde. Es wurde innerlich und äußerlich verabreicht – mit mehr oder weniger großen Erfolgen. Innerlich verabreicht wurde das Mittel in Form von Pillen, Tabletten, Ölen und Ähnlichem. Äußerlich als Balsam, Salbe, Öl oder dickflüssige Zuckermasse, wurde Schlafmohn nicht nur gegen Schmerzen und Fieber verabreicht, sondern war auch eine gefragte Arznei im Kampf gegen die Pest und andere todbringende Krankheiten. Aber nicht nur selbst hergestellte Arzneien kamen zum Einsatz, sondern auch der Samen wurde zur Medizin. Dieser ließ sich ohne Aufwand pur einnehmen und half so zum Beispiel gegen Durchfall.

MYTHOS MOHN
Mohn gehört zu den ältesten Kulturpflanzen und ist auch mit vielen Mythen belegt. Da in den einzelnen Mohnkapseln eine Unmenge an Samen zu finden waren, wurde der Mohn kurzerhand zum Symbol der Fruchtbarkeit ernannt. Mohn galt als ein Aphordisiakum und stand als Symbol für die Liebe. Seine luststeigernde Wirkung ließ sich jedoch schnell erklären, da durch den Gehalt an Papaverin die Blutmenge in den Schwellkörpern ansteigt, wodurch es zu einer potenzsteigernden Wirkung kommt.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Eine Avocado pro Tag beeinflusst sowohl den LDL-Wert als auch die Triglyzeride im Blut positiv

Wie gesund sind Avocados?


(Quelle: Wiki)



Eine Studie zeigt, dass eine Avocado pro Tag sowohl den LDL-Wert als auch die Triglyzeride im Blut positiv beeinflusst Mitunter gibt es auch köstliche Nachrichten in der Welt der Medizin. 

Wer im Rahmen einer cholesterinarmen, fettreduzierten Diät täglich eine Avocado isst, hilft, den Cholesterinspiegel und das schlechte LDL-Cholesterol zu senken. 

Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie, die die American Heart Association an übergewichtigen und adipösen Menschen durchgeführt und eben veröffentlicht hat. Die Forscher untersuchten, inwieweit sich der Verzehr von Avocados auf die Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall auswirkt. 

Dafür ersetzen sie die in einem traditionellen amerikanischen Speiseplan durchschnittlich konsumiert gesättigte Fettsäuren, durch die ungesättigten Fette und Avocado. Signifikanteste Senkung des LDL-Werts Für das Studiendesign hatten die Forscher 45 gesunde, übergewichtige Personen zwischen 21 und 70 Jahren in drei verschiedene Gruppen eingeteilt. 
Zunächst hielten sich alle Teilnehmer an die Ernährungsgewohnheiten von US-Durchschnittsbürger, deren tägliche Kalorienzufuhr zu 34 Prozent aus Fett, zu 51 Prozent aus Kohlenhydraten und zu 16 Prozent aus Proteinen besteht. Nach diesen drei Wochen wurden drei Gruppen gebildet. 
Gruppe 1 bekam eine fettreduzierte Diät ohne Avocado, Gruppe 2 eine moderat fettreduzierte Diät mit einer Avocado pro Tag und Gruppe 3 eine moderat fettreduzierte Diät ohne Avocado. 
Gruppe 2 und Gruppe 3 bekam 34 Prozent des Kalorienbedarfs als Fett (17 Prozent als gesättigte Fette). 
Die stark fettreduzierte Diät der Gruppe 1 bekam 24 Prozent des Kalorienbedarfs aus Fett (11 Prozent als gesättigte Fette). Die Dauer der Diät: Fünf Wochen. Danach wurden Studienteilnehmer aus allen drei Gruppen nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und untersucht. 

Die Ergebnisse: Die signifikanteste Senkung des LDL-Wert, also des schlechte Cholesterin im Körper, wurde bei jenen Teilnehmern gemessen, die eine mäßig fettreduzierte Diät mit einer Avocado täglich eingehalten hatten. Ihr LDL-Wert nach der fünfwöchigen Diät war um 13,5 mg/dL niedrieger als zuvor. 

Jene die mäßig fettreduziert, aber keine Avocado gegessen hatten, hatten im Vergleich ebenfalls einen gesenkten LDL-Spiegel, der Wert war aber nur um 8,3 mg/dL gefallen. Jene, die lediglich fettreduziert gegessen hatten, konnten ihren LDL-Spiegel um 7,4 mg/dL senken. Auch andere Blutwerte wie etwa die Triglyzeride waren in der Avocadogruppe am besten. 

Guacamole mit Mais-Chips? 


LDL-Cholesterin und Triglyzeride sind Indikatoren für ein erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauferkrankungen zu erkranken. "Es war eine kontrollierte Studie, aber keine Abbildung der Realität. Es geht ums Prinzip und darum, die Menschen zu Ernährung mit gesunden Fetten und Avocado zu bringen", sagte Erstautorin Penny m. Kris-Etherton von der American Heart Association.

Was die Avocado betrifft, wüssten viele Amerikaner nicht, wie sie sie auf gesunde Weise in ihre Ernährung integrieren. Zwar sei Guacamole weit verbreitet, sie wird allerdings mit Mais-Chips gegessen, die ihrerseits besonders viele ungesunde, gesättigte Fette enthalten. Wer sich herzgesund ernähren will, sollte Avocado in Salaten, als Brotaufstrich oder Fleischersatz in den Speiseplan aufnehmen. 

Denn Avocados enthalten auch andere gesunde Stoffe, wie Pflanzenfasern und Phytosterole. 

Die Empfehlung der Studienautoren: Mediterrane Diät mit viel Früchten, Gemüse, Vollkornprodukten, fetten Fischen, Ölivenöl und Nüssen. 

Die Forscher gehen davon aus, dass diese Nahrungsmittel so wie Avocado auch eine Reihe von Mikronährstoffen und bioaktiven Substanzen enthalten, die dazu beitragen, das Herzkreislaufsystem gesund zu erhalten. 


Eating one avocado a day an help improve bad cholesterol levels

Avocados and health



(Quelle: Wiki)


Eating one avocado a day as part of a heart healthy, cholesterol-lowering moderate-fat diet c in overweight and obese individuals, according to new research published in the Journal of the American Heart Association.
Researchers evaluated the effect avocados had on traditional and novel cardiovascular risk factors by replacing saturated fatty acids from an average American diet with unsaturated fatty acids from avocados.
Forty-five healthy, overweight or obese patients between the ages of 21 and 70 were put on three different cholesterol-lowering diets. Participants consumed an average American diet (consisting of 34 percent of calories from fat, 51 percent carbohydrates, and 16 percent protein) for two weeks prior to starting one of the following cholesterol lowering diets: lower fat diet without avocado, moderate-fat diet without avocado, and moderate-fat diet with one avocado per day. The two moderate fat diets both provided 34 percent of calories as fat (17 percent of calories from monounsaturated fatty acids/MUFAs), whereas the lower fat diet provided 24 percent of calories as fat (11 percent from MUFAs). Each participant consumed each of the three test diet for five weeks. Participants were randomly sequenced through each of the three diets.
Researchers found:
  • Compared to the baseline average American diet, low-density lipoprotein (LDL) - the so called 'bad cholesterol' - was 13.5 mg/dL lower after consuming the moderate fat diet that included an avocado. LDL was also lower on the moderate fat diet without the avocado (8.3 mg/dL lower) and the lower fat diet (7.4 mg/dL lower), though the results were not as striking as the avocado diet.
  • Several additional blood measurements were also more favorable after the avocado diet versus the other two cholesterol-lowering diets as well: total cholesterol, triglycerides, small dense LDL, non-HDL cholesterol, and others.
These measurements are all considered to be cardio-metabolic risk factors in ways that are independent of the heart-healthy fatty acid effects, said Penny M. Kris-Etherton, Ph.D., R.D., senior study author and Chair of the American Heart Association's Nutrition Committee and Distinguished Professor of Nutrition at Pennsylvania State University, in University Park, Pennsylvania.
"This was a controlled feeding study, but that is not the real-world - so it is a proof-of-concept investigation. We need to focus on getting people to eat a heart-healthy diet that includes avocados and other nutrient-rich food sources of better fats," Kris-Etherton said.
"In the United States avocados are not a mainstream food yet, and they can be expensive, especially at certain times of the year. Also, most people do not really know how to incorporate them in their diet except for making guacamole. But guacamole is typically eaten with corn chips, which are high in calories and sodium. Avocados, however, can also be eaten with salads, vegetables, sandwiches, lean protein foods (like chicken or fish) or even whole."
For the study researchers used Hass avocados, the ones with bumpy green skin. In addition to MUFAs, avocados also provided other bioactive components that could have contributed to the findings such as fiber, phytosterols, and other compounds.
According to researchers, many heart-healthy diets recommend replacing saturated fatty acids with MUFAs or polyunsaturated fatty acids to reduce the risk of heart disease. This is because saturated fats can increase bad cholesterol levels and raise the risk of cardiovascular disease.
The Mediterranean diet, includes fruits, vegetables, whole grains, fatty fish, and foods rich in monounsaturated fatty acids--like extra-virgin olive oil and nuts. Like avocados, some research indicates that these not only contain better fats but also certain micronutrients and bioactive components that may play an important role in reducing risk of heart disease.
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Co-authors are Li Wang, Ph.D.; Peter L Bordi, Ph.D.; Jennifer A Fleming, M.S, R.D. and Alison M. Hill, Ph.D. Author disclosures are on the manuscript.
The study was supported by the Hass Avocado Board, which had no other role in the trial, and the National Center for Research Resources, now the National Center for Advancing Translational Sciences at the National Institutes of Health.