Montag, 30. Mai 2016

Frische Kräuter in Olivenöl einfrieren


Frische Kräuter in Olivenöl einfrieren



Die Balkone und Gärten sind  voll mit Thymian, Basilikum, Petersilie, Rosmarin, Schnittlauch, Lavendel und Oregano.

Gerade so frische Kräuter sind unglaublich Vielfältig und eignen sich nicht nur zum Verfeinern von Speisen, sondern eben auch um sie z.B. in Kosmetika zu verwenden.

Es gibt bei der ganzen Sache nur ein Problem:

Wir können gar nicht so viele Kräuter verarbeiten, wie ich angepflanzt habe und auch unsere Kaninchen dürfen nicht alle Kräuter en masse futtern.

Für die spätere Verwendung können Kräuter getrocknet werden.
Zusätzlich gibt es natürlich die Möglichkeit, Kräuteröle herzustellen, um sie dann später zu verschenken.
Allerdings ist die Haltbarkeit der Öle manchmal etwas problematisch.

Wohin also mit den frischen Kräutern?

Es gibt eine ganz einfache, platzsparende Möglichkeit, frische Kräuter aufzubewahren.

Alles was man dafür benötigt ist:

  • frische Kräuter
  • gutes Olivenöl
  • Eiswürfelformen
  • Frischhaltefolie

Damit stellen wir uns Frische Kräuter in Olivenöl her.
Am besten funktioniert das Ganze mit „harten Kräutern“, sprich: Thymian, Rosmarin, Oregano, Lavendel & Co.
Sobald wir die gewünschten Kräuter gewaschen haben, können wir sie in die Eiswürfelform legen (wahlweise klein gehackt oder am Stück). Dabei können wir unserer Phantasie völlig freien Lauf lassen und gerne auch spezielle Kräutermischungen ansetzen.




Sobald die Eiswürfelform zu ca. 2/3 voll ist, füllen wir die Form bis zum Rand mit Olivenöl auf.

Danach decken wir die Form einfach mit Frischhaltefolie ab und lassen das Ganze ca. 24 Stunden im Froster vor sich hin frieren.

Gleich am nächsten Tag können wir unsere selbstgemachten Kräuter-Olivenöl-Würfel aus den Formen holen und anschließend in Gefrierbeutel verstauen.

Die fertigen Würfel kann man beispielsweise direkt für Eintöpfe, Suppen, Braten oder ähnliches nutzen. Das Olivenöl konserviert die Kräuter und sorgt außerdem dafür, dass kein Gefrierbrand entsteht und so bleibt der frische Geschmack lange erhalten.
Man kann die Würfel aber auch als Grundlage für einen Salat nutzen, wenn man sie vorher in einem Behälter auftauen lässt.


Ach und wer pflegende Kräuter wie z.B. Rosmarin (fördert die Durchblutung), Salbei ( besonder geeignet bei fettiger Haut, wirkt antiseptisch), Thymian (desinfiziert) oder Petersilie (mildert kleine Entzündungen) in das pflegende Olivenöl gibt, der kann die Würfel gerade im Sommer nutzen, um der Haut eine extra Portion Pflege zu geben.

Polyphenole in Äpfeln

Polyphenole in Äpfeln




Polyphenole gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, die auch beim Menschen positive Wirkung zeigen. Wichtige Gruppen sind Phenolsäuren, Anthocyane und Flavonoide. Letztere sind sehr verbreitet und stecken als Farb-, Aroma- und Gerbstoffe in roten Beeren, Gemüse, Tee und Nüssen. Schätzungen zufolge nehmen wir täglich 0,4 bis 1 Gramm Polyphenole auf.
Aus gesundheitlicher Sicht ist vor allem die antioxidative Wirkung der Polyphenole erwiesen. Sie schützt die Zellen vor freien Radikalen. Je mehr Polyphenole, umso höher dieser Effekt. Studien zeigen: Bei Testpersonen, die Fruchtsäfte tranken, steigt die antioxidative Aktivität in Plasma und Urin deutlich an. Dazu sollen Polyphenole vor Krebs und Herzinfarkt schützen sowie die Blutgerinnung positiv beeinflussen. Im Tierversuch zeigte naturtrüber Apfelsaft einen höheren Schutz vor Darmkrebs als klarer.
Bei Äpfeln hängt der Polyphenolgehalt stark von Sorte, Anbauklima und Reifung ab: Viel Sonne sorgt für eine vermehrte Bildung. Mostäpfel haben bis zu 10-mal mehr davon als Tafeläpfel. Die Polyphenole stecken konzentriert in der Schale und in den Kernen. Dominierend in Äpfeln sind die Chlorogensäure, Coumaroylchinasäure, Quercentine und Procyanidine.
Beim Apfelsaft entscheiden die Apfelsorte und die Art der Herstellung über die Menge an sekundären Pflanzenstoffen.

Im Saft sind der Gehalt und die Zusammensetzung an Polyphenolen anders als im Apfel. Im Test fanden wir hohe Mengen an Chlorogensäure, Catechin, Epicatechin, Procyanidin und Phloridzin – schlecht wasserlös­liche Substanzen wie Quercentine jedoch nicht. 

Bei klaren Apfelsäften gehen während der Klärung viele Polyphenole verloren, da diese an Trub­stoffe gebunden sind. Darum enthält naturtrüber Saft mehr Polyphenole als klarer: Unseren Messungen zufolge bis zu 400 Milligramm pro Liter.

Einfluss des Garens auf die Polyphenol-Konzentration in Gemüse

Was sind Polyphenole?

Bei den Polyphenolen handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die auf der Struktur des Phenols basieren. Sie sind u.a. für die Farbe und den Geschmack von Obst und Gemüse verantwortlich und haben zahlreiche positive Wirkungen auf die Gesundheit. Dazu wirken z.B.:
  • antikanzerogen (vorbeugend gegen Krebs)
  • antimikrobiell
  • antioxidativ
Damit die Polyphenole ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften entfalten können, müssen sie in ausreichendem Maß und vor allem regelmäßig zugeführt werden.
Zu den am weitest verbreiteten Polyphenolen zählt das Quercetin, das zur Untergruppe der Flavonoide gehört. Besonders reich an Polyphenolen sind die grünen Blätter von Grünkohl, Endivie, Feld- und Kopfsalat.

Was passiert beim Garen?

Eine Studie untersuchte, inwieweit die Polyphenol-Konzentration in Gemüse durch den Garprozess beeinflusst wird. Dazu wurde das Gemüse in unterschiedlichen Wasservolumina gegart und der Polyphenolgehalt vor und nach dem Garen bestimmt.
Die Ergebnisse waren deutlich. Durch das Garen kommt es zu Verlusten an phenolischen Stoffen, die um so höher sind, je mehrWasser zum Garen verwendet wurde. Die über gegartes Gemüse aufgenommene Menge an Polyphenolen ist also geringer als bisher angenommen.
Um möglichst viel von diesen Substanzen im gegarten Gemüse zu erhalten, sollte Gemüse daher mit möglichst wenig Wasser zubereitet werden. Ideal wären also Garverfahren wie z.B. das Dämpfen.
Quelle: Andlauer W. et al.: Einfluss des Garprozesses auf phenolische Leitsubstanzen aus Gemüse. In Ernährungsumschau 49. Jahrgang, Dez. 2002

Sonntag, 29. Mai 2016

DESMODIUM ADSCENDENS ALS HEILPFLANZE

DESMODIUM ALS HEILPFLANZE


Quelle: Wicki





Diese Heilpflanze wird vor allem bei Leberschäden (regulierende Wirkung auf die Leberzellen) oder für die Behandlung von Hepatitis eingesetzt und kann in diesem Bereich einiges bewirken. Zudem zählt diese Heilpflanze zu den wenigen wichtigen Leberpflanzen.



Diese Pflanze stammt aus den äquatorialen Zonen Afrikas und aus Lateinamerika und gehört der Familie der Schmetterlingsblütler an. Weitere Merkmale dieser Pflanze sind:
  • sie trägt hellviolette Blüten
  • hat kleine Blätter
  • ist eine kleinwüchsige Pflanzenart.
Diese Pflanze zählt zu den wenigen originalen Leberpflanzen und sollte in Verbindung mit der Mariendistel verwendet werden.

DIE ANWENDUNG

Bei folgenden Beschwerden wird diese Pflanze eingesetzt: bei Leberschäden (Leberschwäche), Allergien, Asthma, für eine toxische Hepatitisnachbehandlung (bei einer viralen Hepatitis), bei Erkrankungen durch eine Alkoholschädigung und nach einer erfolgreichen Chemotherapie.
Für die Behandlung werden die überirdischen Pflanzenteile verwendet. Ein Tee besteht aus ca. 10 Gramm getrockneter Pflanzenteile und diese werden mit ca. einem Liter Wasser gekocht (15 Minuten lang). Dieser Tee sollte über den Tag verteilt aufgenommen werden. Die Pflanzenteile kann man in der Apotheke erwerben (die Pflanzenart bzw. die Pflanzeteile sind nicht leicht zu erhalten).

DIE WIRKUNG

Die Inhaltsstoffe dieser Pflanze sind Alkaloide, freie Aminosäuren, Prolin, Bitterstoffe (mild) und freie Fettsäuren.

Diese Heilpflanze hat eine schützende, regenerierende Wirkung auf die Leber (Leberzellen), sie wirkt anregend, der Körper wird von Giftstoffen befreit (starke entgiftende Wirkung) und diverse Krankheiten können schneller abheilen (zum Beispiel Hepatitis).




DESMODIUM lat. Desmodium ascendens Trad. 





Indikationen: 



Leberschwäche, virale und toxische Hepatitisnachbehandlung, Regeneration der Leberzellen, Schädigung der Leber durch Alkohol und Medikamente, nach Chemotherapie 

... Die alten Medizinmänner in Afrika gebrauchten diese Pflanze um den Körper zu entgiften. Diese höchst interessante Pflanze gehört zu den wenigen „Leberpflanzen“, die Leberzellen regenerieren können und gleichzeitig die Leber anregen ohne sie zu reizen. Sie wird nach der Blütezeit geerntet, dann hat sie die meisten Wirkstoffe, wie verschiedene Alkaloide, freie Aminosäuren, Prolin, milde Bitterstoffe und freie Fettsäuren, die zur Regeneration der Leber beitragen. 

Nach einer erfolgreichen Chemotherapie ist das die Pflanze, um den Körper von den Giftstoffen zu befreien. Virale Hepatitis kann schneller abheilen. Alkoholkranke, die meist eine geschädigte Leber haben, können mit dieser Pflanze wieder aufatmen und die Leber regeneriert sich schneller. Optimal im Wechsel mit Mariendistel. Desmodium scheint schnell gute Ergebnisse bei der akuten viralen Hepatitis zu zeigen, wenn die Symptomatologie durch eine “infektiöse Gelbsucht”, einschließlich einer Gelbfärbung, einer Asthenie und veränderten biologischen Parametern, wie den Transaminasen, gekennzeichnet ist. 

In diesem Fall klingen die Gelbsucht und die Asthenie nach einer Woche ab und die biologischen Parameter kehren nach 2 bis 4 Wochen wieder auf ihren Normalzustand zurück. Eine Studie, die mit 32 Fällen von akuter viraler Hepatitis durchgeführt wurde, zeigt, dass seine Effekte schnell und beständig sind, unter der Bedingung, dass die Erkrankung in den ersten Tagen ihres Auftretens behandelt wird. Wenn die Behandlung später erfolgt, ist seine Wirksamkeit weniger markant, aber es können Teilergebnisse im Hinblick auf die biologischen Parameter erzielt werden. Es scheint, dass eine vorzeitige Behandlung die Erkrankung daran hindert, chronisch zu werden. 

Eine andere Studie, die im Krankenhaus in Bamako auf Mali mit 47 Patienten mit Hepatitis B durchgeführt wurde, zeigt, dass die Verabreichung von Desmodium eine schnelle Verringerung der Gelbsucht, der Transaminasen und des Bilirubins zur Folge hat. Bei fast der Hälfte der Patienten wurden die biologischen Parameter nach 45 Tagen Behandlung verbessert. In Italien wurde eine vorläufige klinische Studie mit 41 Patienten mit einer Hepatitis C durchgeführt. 

Die Verabreichung von Desmodium hat Anzeichen der Verbesserung der Funktionsweise der Leber in 58% der Fälle gezeigt und hat kein Ergebnis bei 26% verzeichnet. Im Verlauf von Chemotherapien können Verschlechterungen der Leber, die durch die Messung der Werte der Transaminasen nachgewiesen werden, auftreten. Die Verabreichung von Desmodium scheint Verbesserungen aufzuweisen. 

Empfohlene Dosierung: - Desmodium-Pulver = 2-3 x 2 Kps. pro Tag á 220 mg 

Quelle: Walter Fürer

Flüssigextrakt aus Stevia Blättern

Flüssigextrakt aus Stevia Blättern




Dieses Rezept Flüssigextrakt aus Stevia Blättern soll als Anregung dienen, sich einmal selbst einen einfachen flüssigen Süßstoff aus frischen Stevia Blättern selbst zu kochen.
Mit diesem natürlichen süßen Steviaextrakt aus frischen Blättern kann man Tee, Kaffee, ein Kompott oder Dessert ohne zusätzliche Kalorien und Zucker anstelle von künstlichem Süßstoff etwas zusätzliche Süße geben.

Für die Zubereitung benötigt man eine oder zwei Stevia Pflanzen.
Diese Pflanzen kann man inzwischen bei fast allen Gartencentern und im Internet preiswert kaufen.

Der Steviapflanze genügt zum Gedeihen eine Fensterbank, ein kleiner Balkon oder natürlich ganz ideal, wenn man die Stevia über die Sommermonate hinweg in den Garten eingräbt.
Die Blätter und die Pflege der Stevia Pflanze ist in etwa die Gleiche wie bei Basilikum.
Gepflückt werden immer nur die Blätter und wenn die Stiele zu hoch werden, ist es ganz gut, wenn man die Spitzen herzhaft abknipst, damit die Pflanze wieder mehr in die Breite wächst. 

Zutaten: für ca. 400 ml

500 ml Wasser
Etwa 20 g frische Steviablätter

Samstag, 28. Mai 2016

Galgant – mobilisiert körpereigene Energien bei Erschöpfung - Zubereitungen

Galgant – mobilisiert körpereigene Energien bei Erschöpfung


Quellw: Wicki



Vielen Menschen der heutigen Zeit ist die Heilpflanze Galgant unbekannt. Die Klosterfrau Hildegard von Bingen nannte Galgant eine "Wunderwurzel". Hildegard war bereits vor über 800 Jahren davon überzeugt, dass richtig ausgewählte Lebensmittel Heilmittel sind. Deshalb spielte die Ernährung für sie eine große Rolle.

Die Galgantwurzel gehört zu den wichtigsten Gewürzen in der Hildegard-Küche.

Galgant – Gewürz des Lebens


Die kluge Äbtissin vertrat ganzheitliche Denkweisen von Mensch und Umwelt. Sie betrachtete die menschlichen Lebenskräfte als Einheit von Seele, Leib und Sinne, die miteinander in Wechselwirkung stehen. Nach Hildegards Verständnis kann die Ernährung die menschliche Gesundheit und Psyche stärken. Die Klosterfrau nahm die Pflanze in ihr Heilpflanzensortiment auf und bezeichnete Galgant als Gewürz des Lebens.
Echter Galgant oder Galgantwurzel (Alpinia officinarum), Quelle: Wickl

Galgant – Botanik


Der Strauch Galgant wächst in den tropischen Gebieten Afrikas und Südostasiens. Galgant trägt den botanischen Namen Alpinia officinarum. Genutzt wird die Wurzel. Die Pflanze gehört zu den Ingwergewächsen und erinnert im Geschmack an die Ingwerwurzel. In Asien ist Galgant bereits seit der Antike bekannt und wird zur Kräftigung der Verdauung und Stärkung bei Schwächezuständen eingesetzt.

Inhaltsstoffe und Wirkungen


Galgant enthält eine Vielzahl wertvoller Wirkstoffe. Dazu gehören aufmunternde ätherische Öle, scharfe Harze und Bioflavonoide. Die Öle wirken krampflösend und verdauungsfördernd. 

Die Harze der Galgantwurzel erzeugen Wachheit und unterstützen bei körperlichen und geistigen Erschöpfungszuständen. 
Die Scharfstoffe erzeugen eine angenehme innere Wärme und kurbeln die körpereigenen Energien an. Auf diese Weise führen sie zu einer sofortigen Belebung. Die enthaltenen Bioflavonoide besitzen eine gefäßstärkende Wirkung.
Die Galgantwurzel hilft bei:

  • Magenkrämpfen,
  • Abmagerung und dadurch bedingte Erschöpfungszustände,
  • körperlicher und geistiger Erschöpfung,
  • Müdigkeit beruhend auf Stress,
  • Darmkrämpfen,
  • Appetitlosigkeit,
  • bestimmten Herz- und Kreislaufproblemen.


Auch bei anderen Symptomen hilft Galgant

Hildegard hebt hervor, dass die Galgantwurzel bei Schwindel, Schwäche und Schmerz eingenommen werden sollte, wenn diese Symptome im Zusammenhang mit Herzproblemen stehen. Galgant wirkt hier sehr förderlich. Selbstverständlich sollten solche Probleme unbedingt ärztlich abgeklärt werden.
Nebenwirkung

Nebenwirkungen von Galgant sind bei bestimmungsmäßigem Gebrauch nicht bekannt.

Wirkstoffe

  • 0,5 – 1 % ätherisches Öl
  • Diaryheptanoide (früher als Galangol bezeichnet): HMP***, HPH**, 3,5-Dihydroxy-1,7-diphenylheptan und andere
  • Phenylalkylketone (oder Gingerole)
  • Flavonoide: Quercetin, Kämpferolglykoside, Galangin, 3-Methylethergalangin
  • Bestandteile des ätherischen Öls:
    Monoterpene (Pinen, Cineol, Linalool),
    Zimtsäuremethylester,
    Eugenol

Anwendung 


Teeaufguss


Für die Zubereitung von Tee wird ein Gramm fein geschnittener oder grob gepulverter Galgant mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Den Sud lässt man zehn Minuten ziehen und seiht ihn dann ab. Es wird empfohlen zwei bis drei Tassen pro Tag vor den Mahlzeiten zu trinken.

Hildegards Galgantwein – das Rezept


Zutaten:

  • 1 TL frische Galgantwurzel
  • 250 ml Weißwein

Zubereitung und Anwendung:

  • Kochen Sie die Galgantwurzel im Wein auf.
  • Lassen Sie den Wein für 10 Minuten köcheln.
  • Seihen Sie die Pflanzenteile ab.
  • Lassen Sie den Wein etwas abkühlen.
  • Trinken Sie 2 bis 3 Mal täglich ein Likörglas voll Galgantwein – am besten warm bzw. ungekühlt und schluckweise vor dem Essen.
  • Tipp: Da die frische Galgantwurzel relativ selten im Handel angeboten wird, können Sie auch 1 EL Bio-Galgantpulver in 750 ml Wein aufkochen.

Hildegard von Bingens Rezept für Marillen-Kaltschale mit Galgant



Zutaten:
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Esslöffel Butterschmalz
  • 500 g Karotten
  • 3 Messerspitzen Galgant
  • 2 Messerspitzen Griechenkleepulver
  • Salz
  • 1 Messerspitze Gelbwurz (auch Kurkuma genannt)
  • 150 g getrocknete Marillen
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • geriebene Schale einer halben Zitrone
  • Zitronenmelisse zum Garnieren

Die Zubereitung dieses Rezeptes ist denkbar einfach: Eine kleine Zwiebel fein hacken und in Butterschmalz gelb anrösten. Karotten, grob geschnitten, mitrösten, mit Galgant, Griechenkleepulver, Salz und Gelbwurz würzen & noch einmal kurz rösten.
Mit 500 ml Wasser aufgießen und weich kochen. Anschließend die getrockneten Marillen (2 Stück für die Dekoration zur Seite legen) in Streifen schneiden und dazugeben. Den Zitronensaft & die geriebene Schale einer halben Zitrone dazugeben, nochmals salzen und eventuell noch etwas Galgant hinzufügen. 5 Minuten kochen lassen und dann pürieren.
Nochmals ca. 500 ml abgekochtes Wasser dazu gießen. In Teller anrichten und mit den beiden zur Seite gelegten und nun ganz fein geschnittenen Marillen und zusätzlich fein geschnittenen Melissen-Blättern dekorieren.

Ernährung



Aufgrund des intensiven und scharfen Geschmacks eignet sich frischer oder pulverisierter Galgant sehr gut als Gewürz für Fleischgerichte, Gemüse, Fisch, Suppen, Saucen oder auch zum Backen leckerer Galgantplätzchen. Der aromatische Galgant ist stärker und schärfer als Pfeffer, sodass sich das Essen je nach Geschmack mehr oder weniger feurig zubereiten lässt. Der pulverisierte fertig abgepackte Galgant besitzt weniger Schärfe und Aroma, da sich einige ätherische Öle bereits verflüchtigt haben.


Einkauf



Frischen Galgant erhält man in chinesischen Lebensmittelgeschäften. Fertig abgepacktes Galgantpulver kann man im Handel insbesondere in Läden, die auf Hildegard-Produkte spezialisiert sind kaufen. Fertigpräparate sind in der Apotheke erhältlich. Wer vor Auslandsreisen sein Immunsystem vorsorglich stärken möchte, dem wird empfohlen zwei Wochen vor dem Urlaubsantritt regelmäßig Galgant einzunehmen und Galgant-Tabletten an den Urlaubsort mitzunehmen.



Literatur


Der österreichische Naturheilkundler und Hildegard-Freund Helmut Posch stellt dazu fest: »Das Erstaunliche ist, dass die offizielle Medizin überhaupt keine Ahnung hat, welche Heilkraft gegen Herzbeschwerden im Galgant steckt. Die Angaben Hildegards sind denkbar einfach: ›Wer im Herzen Schmerzen empfindet, esse sogleich eine hinreichende Menge Galgant und es wird besser‹.

Posch verrät seinen Gedächtnistrick, wo der Galgant am besten einsetzbar ist: Schwindel, Schwäche, Schmerz. Und zwar immer dann, wenn diese Symptome mit dem Herzen zusammenhängen. Der Naturkundeexperte stellt gleichzeitig klar, dass Galgant kein Heilmittel, sondern ein Hilfsmittel ist gegen »anfallartige Zustände, die mit dem Herzen zusammenhängen«.

In seinem wertvollen Büchlein Was ist Hildegard-Medizin beschreibt Posch die wundersamen Rettungskräfte des Galgant so: »Nicht nur die eigentlichen Herzschmerzen lassen sich mit Galgant glänzend beheben, sondern die noch häufigeren gastrokardialen Koliken: Man hat sich den Magen verdorben. Es tut sich etwas in der Magengrube. Nun kann eine Gallenkolik daraus werden oder ein Herzanfall. In beiden Fällen beseitigt Galgant, wenn man ihn gleich isst, den Zustand«. Es werde weder eine Gallenkolik daraus noch ein Herzanfall, wenn nach dem Genuss von einem, höchstens drei Galganttabs (Wurzelpulver in Tablettenform gepresst) der Betroffene entweder aufstoßen oder einen Wind lassen könne. Und das ist so gut wie immer der Fall.


Helmut Posch veröffentlichte die Erfahrungsberichte einiger Galgantfans Unter anderem heißt es über einen 76-jährigen Pfarrer, der bereits ein gutes Jahr lang jeden Morgen die Galgantpille genommen hatte, ihm sei es seitdem so gut wie lange nicht mehr gegangen. Er hatte zwei Herzinfarkte hinter sich gebracht, war oft müde und abgeschlagen. Seit dem Galgant fühle er sich arbeitsfreudig und gesund.














Wichtig: Bei bestehender Schwangerschaft und bei Magen- und Darmgeschwüren sollte keine Galgantwurzel eingenommen werden.

Alle Informationen zu diesem Produkt vermitteln nur einen allgemeinen Überblick und können keinesfalls eine Beratung durch Arzt und Apotheker ersetzen. Eine sinnvolle Therapie bei ernsthaften Erkrankungen ist nur unter Berücksichtigung aller individuellen Besonderheiten, z.B. Art und Dauer der Beschwerden, Begleiterkrankungen usw. möglich, worauf nur in einem persönlichen Gespräch mit einer fachkundigen Person (Arzt/Apotheker) eingegangen werden kann.