Freitag, 4. Februar 2022

Bockshornklee in der Diabetestherapie


Bockshornkleesamen wurde von der wissenschaftlichen Kommission E/ESCOP als Arzneimittel für verschiedene Bereiche anerkannt.





Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) führt zur Senkung des Blutzuckerspiegels und wirkt somit antidiabetisch. Grund dafür ist eine besondere Aminosäure (4-Hydoxy-Isoleucin), die bisher nur im Bockshornklee gefunden wurde. Dies wurde jetzt an Ratten mit Diabetes Typ I gezeigt (1).

Die an Diabetes erkrankten Ratten wurden vier Wochen lang entweder mit der speziellen Aminosäure aus dem Bockshornklee oder mit einer Kontrolllösung behandelt. Zusätzlich wurden gesunde Ratten mit der Kontrolllösung behandelt.

In der Behandlungsgruppe konnte der Blutzuckerwert fast um die Hälfte gesenkt werden, während er in der diabetischen und in der gesunden Kontrollgruppe nahezu unverändert blieb. Überraschenderweise ging diese Reduktion nicht einher mit einer Steigerung der Insulinkonzentration im Blut. Daher postulieren die Autoren eine von Insulin unabhängige, antidiabetische Wirkung des 4-Hydoxy-Isoleucins. Neben der Blutzuckerwertsenkung konnten die typischerweise krankhaft veränderten Blutfettwerte in den diabetischen Ratten, mit Ausnahme für Cholesterin, wieder nahezu auf die Normalwerte gesenkt werden.

Einschätzung

Die mit 4-Hydoxy-Isoleucin gefundenen Unterschiede sind statistisch signifikant. Allerdings wurden pro Gruppe nur bis zu sechs Ratten untersucht, und die Werte innerhalb einer Gruppe variierten sehr stark. Vor diesem Hintergrund können die präsentierten Ergebnisse allein nur als Hinweis gedeutet werden. Einige kleine klinische Studien legen aber ebenfalls einen Nutzen von Bockshornklee bei Diabetes nahe (2).


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Literatur

Haeri MR, Limaki HK, White CJ, White KN. Non-insulin dependent anti-diabetic activity of (2S, 3R, 4S) 4-hydroxyisoleucine of fenugreek (Trigonella foenum graecum) in streptozotocin-induced type I diabetic rats. Phytomedicine. 2012 May 15;19(7):571-4. Abstract

Basch E, Ulbricht C, Kuo G, Szapary P, Smith M. Therapeutic applications of fenugreek. Altern Med Rev. 2003 Feb;8(1):20-7. Abstract

Mittwoch, 2. Februar 2022

Resveratrol verstärkt antidiabetische Wirkung von Metformin

Metformin ist das weltweit am häufigsten verschriebene Arzneimittel zur Behandlung von Typ-2-Diabetes. Es wird auch eingesetzt um das Fortschreiten von Krebs zu verlangsamen, Herzerkrankungen zu behandeln und Alzheimer-Symptome zu lindern. Metformin wurde bereits vor 80 Jahren zur Behandlung für Stoffwechselerkrankungen auf den Markt gebracht. Es ist heute eines von nur zwei Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes, welches auf der Liste der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für wichtige Medikamente aufgeführt ist.

Es wurde nun gefunden, dass das Antioxidans Resveratrol aus der Haut von roten Trauben, das auch im Rotwein gefunden wird, die Wirkung des Metformins verstärken und verlängern kann. Eine neue Studie ergab Hinweise darauf, dass Resveratrol die diabetische Nephropathie hemmt, zur Verbesserung der Herz-Kreislauf-Gesundheit und zur Prävention der diabetischen Retinopathie beitragen kann. 




Bei der diabetischen Retinopathie brechen kleine Blutgefäße im Auge auf, was zum Verlust der Sehkraft und manchmal zu dauerhafter Erblindung führt. Forscher der Biotivia Labs in Virginia (USA) bewerteten eine Reihe von klinischen Studien am Menschen, die am Albert-Einstein-Medical-College zwischen 2005 und 2014 durchgeführt wurden. In der ersten Studie, erhielten die Probanden eine Tagesdosis von 500 mg Resveratrol täglich, wodurch die Entwicklung von Prä-Diabetes in Diabetes mellitus verlangsamt wurde. Eine zweite Pilotstudie zeigte bei einer Tagesdosis von 1–2 g Resveratrol eine Verbesserung des GlukoseStoffwechsels und der Gefäßfunktion. 

Die verschiedenen Studien belegen, dass Resveratrol bei Patienten mit Typ-2-Diabetes die positiven Wirkungen von Metformin verstärkt, die Insulinempfindlichkeit erhöht, die Blutzuckerwerte senkt und die Mitochondrien Funktion verbessert. 




Zusammen mit Metformin eingenommen, zeigte Resveratrol, dass es auch einige der schweren Folgeerkrankungen des Diabetes bei den Patienten hinauszögern und sogar verhindern kann. In vitro und in vivo Studien zeigen, dass Resveratrol:

   Blutzuckerwerte senken kann

   Bluthochdruck senken kann

   Insulinresistenz verbessert 

   das Verhältnis von HDL zu LDL und den  Triglyceriden verbessert

   diabetische Nephropathie hemmen kann 

Diese Effekte zusammen genommen machen Resveratrol zu einer potentiell wirksamen und sicheren Substanz zur ergänzenden Behandlung von Typ-2-Diabetes Patienten, die mit Metformin und verwandten Glucophagen Medikamenten behandelt werden. 

Hochwertige Resveratrol-Rezeptur aus dunklen Beeren

Dabei gehen die positiven Effekte von Resveratrol über die Wirkungen von Metformin hinaus, durch Senkung des Blutdrucks, Reduktion des Körpergewichts und Senkung der Triglyzeride und Cholesterinspiegel.

Da Nebenwirkungen praktisch nicht vorhanden sind, wie die letzten 10 Jahre gezeigt haben, verbunden mit den klinischen Beweisen für seine Wirksamkeit und Sicherheit, ist dies ein Beleg dafür, dass die Verwendung von Resveratrol als Nahrungsergänzung bei Patienten mit Typ-2-Diabetes gerechtfertigt und sinnvoll ist.

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Literatur

Betz J, Nanjan M. Resveratrol for the Management of Diabetes and its Downstream Pathologies. European Endocrinology May 2014

Sonntag, 23. Februar 2020

Wenn die Nase läuft - was hilft



Tipps gegen Erkältungen
Eine laufende Nase kann ganz schön nervig sein und lässt sich leider nicht abstellen wie ein Wasserhahn. Doch so erfüllt unsere Nase eine wichtige Funktion: sie hilft, verschiedene Krankheitserreger aus unserem Körper zu schwemmen. Sobald die Erkältung vorbei ist, hört das Rinnen auf.
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Fliessschnupfen oder Rhinitis begleitet in der Regel eine durch Viren oder Bakterien verursachte Erkältungskrankheit, wobei die Immunzellen der Nasenschleimhaut gereizt werden. Die Beschaffenheit und Farbe des Nasensekrets verrät, durch welche Erreger die Krankheit verursacht wurde. Ist das Sekret grünlich und dickflüssig, sind Bakterien schuldig. Bei einem farblosen und dünnflüssigen Sekret handelt es sich um Viren. Doch bei vielen Erkältungen treten Bakterien und Viren Seite an Seite auf.

Eine laufende Nase und heftige Niesattacken können aus medizinischer Sicht harmlos und sogar hilfreich sein, doch sie sind unangenehm und sogar lästig. Sie führen häufig zu Schlafstörungen, wobei sich der Körper nicht mehr ausreichend erholt. Das schränkt nicht nur die Leistungsfähigkeit ein, sondern belastet auch das Immunsystem, so dass die Genesung sich verzögern kann.

Hier sind 8 Tipps, die eine laufende Nase stoppen.
  • Nasensprays oder -tropfen. Sie wirken abschwellend, sorgen für eine gute Durchblutung der Gefässe in der Nasenschleimhaut, verhindern eine Verstopfung und befreien die Atemwege von Keimen. Sie können auch Zusätze wie ätherische Öle oder Meersalz enthalten, die das Gefühl einer freien Nase vermitteln.
  • Inhalieren löst den Schleim und dieser fliesst dadurch leichter ab. Man füllt kochendes Wasser in eine Schüssel, fügt ein ätherisches Öl hinzu, legt ein Handtuch über den Kopf und atmet den Dampf durch die Nase ein.
  • Honig wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Man nimmt einfach einen Teelöffel Honig ein oder löst ihn in einem Glas warmer Milch auf und trinkt dieses vor dem Schlafen.
  • Heisse Getränke. Ingwertee verflüssigt Schleim. Lindenblütentee hemmt Entzündungen, löst Krämpfe und stillt Schmerzen. Holunderblütentee wirkt schleimlösend und schweisstreibend.
  • Ein warmes Fussbad regt die Durchblutung an und verhindert Infekte. Man füllt eine Schüssel mit Wasser (36 Grad Celsius) und füllt alle paar Minuten heisses Wasser nach bis die Temperatur auf 40 Grad steigt. Nach dem Fussbad zieht man warme Socken an.
  • Infrarotlicht lindert Beschwerden und wirkt entzündungshemmend auf die Nasenschleimhaut. Für die Wärmebestrahlung verwendet man eine Rotlichtlampe. Man richtet die Lampe auf die Nasenregion (eine Schutzbrille ist unentbehrlich) und bestrahlt diese 10 Minuten lang.
  • Nasenspülung. Isotonische Salzlösungen spülen Krankheitserreger aus den Schleimhäuten und verdünnen den Schleim. Man setzt eine Nasenduschkanne an einem Nasenloch an und durchspült die Nasengänge bis die Spülung zu einem anderen Nasenloch herausläuft.
  • Eukalyptusöl hat eine abschwellende und reizlindernde Wirkung auf die Schleimhäute. Man macht ein Erkältungsbad mit Eukalyptus oder träufelt das ätherische Öl auf das Taschentuch.
Diese wirksame Mittel helfen Ihnen, die Nase schnell wieder frei zu bekommen und es geht Ihnen schon bald besser!



Freitag, 23. August 2019

Macadamiaöl – das gesunde Öl nicht nur für die Haut

Macadamiaöl – das gesunde Öl nicht nur für die Haut


Macadamiaöl ist das Öl, das durch Pressen der Samen von Macadamianüssen gewonnen wird. Das Öl oxidiert durch den hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren sehr schnell, d. h. es verdirbt schnell. Um die Haltbarkeit zu erhöhen, wird dem Öl natürliches Vitamin E hinzugegeben.
Aufgrund des hohen Anteils an Palmitoleinsäure dringt Macadamiaöl leicht in die Haut ein, glättet sie und verleiht ihr einen leichten Glanz. Macadamiaöl besitzt auch eine hohe Konzentration an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und wird daher auch als Speiseöl verwendet.


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Inhaltsstoffe von Macadamiaöl


Macadamiaöl besitzt einen sehr hohen Gehalt an Palmitoleinsäure – wesentlich mehr als andere Speiseöle. Weitere Fettsäuren sind Myristinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure und α-Linolensäure. Hierbei handelt es sich größtenteils um gesunde Fette, die sich positiv auf den menschlichen Organismus auswirken.

Weitere Inhaltsstoffe sind Vitamin E, Vitamin B, Kalzium, Phosphor, Natrium und Eisen. Damit ist Macadamiaöl ein sehr gesundes Öl.

Macadamiaöle besitzen allerdings einen sehr hohen Kaloriengehalt. Aus diesem Grund sollte das Öl nur begrenzt aufgenommen werden. Dabei empfiehlt sogar die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und der Weltgesundheitsorganisation den Genuss von Macadamiaöl.

Anwendungsgebiete von Macadamiaöl


Macadamiaöl wird in der Medizin, Küche und Kosmetik verwendet. Die in Macadamiaöl enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Sie beugen Erweiterungen der Herzkranzgefäße, hohem Blutdruck und einem zu hohen Cholesterinspiegel vor.

 Die in Macadamiaöl enthaltenen Vitamine fördern zusätzlich den Stoffwechsel und schützen die Zellen. Phosphor und Kalzium bauen die Knochen auf und erhalten sie. Macadamiaöl ist damit ein vielseitiges Öl, das zur Vorbeugung und zur Haut- und Haarpflege verwendet wird.
Das Öl wird auch in Seifen, Lotionen, Sonnenschutzmitteln, Shampoos und Cremes zur Pflege der Haut verwendet. Wegen der entzündungshemmenden Inhaltsstoffe wird Macadamiaöl gern bei entzündeter und empfindlicher Haut eingesetzt. Macadamiaöl wird auch zur Pflege der Haare, als Massageöl, Duschgel, Augencremes, Gesichtsmasken und Make-up-Entferner genutzt.

Nebenwirkungen von Macadamiaöl


Macadamiaöl besitzt grundsätzlich keine Nebenwirkungen. In seltenen Fällen kann das Öl zu schweren Überempfindlichkeiten und Allergien führen. Diese Auswirkungen sind eher selten. Wer allergisch auf Nüsse reagiert, sollte sich vor der Verwendung von Macadamiaöl mit seinem Arzt absprechen, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

Anwendungsarten von Macadamiaöl


In der Kosmetik wird Macadamiaöl als Shampoo, Conditioner, Körperöl, Pflegeöl, Reinigungsöl, Gesichtsmasken und Cremes angeboten. Häufig wird das Öl in diesen Fällen nur als Zusatzöl beigegeben. In der Lebensmittelindustrie findet Macadamiaöl ausschließlich als Speiseöl Anwendung. In dem Öl befinden sich alle hochwertigen Inhaltsstoffe der Macadamianuss. Da die Macadamianuss kaltgepresst weiterverarbeitet wird, bleiben die natürlichen Inhaltsstoffe der Macadamianuss erhalten und an das Öl weitergegeben. Erkennbar ist das Öl an der schwach gelben bis goldenen Farbe und der leicht buttrigen Nussnote.
Aufgrund der Nussnote wird Macadamiaöl gern als Salatdressing oder als Basis für Saucen verwendet. Das Speiseöl wird in unterschiedlichen Flaschengrößen erhältlich – normal sind Mengen von 250 ml. Kleinere Inhalte sind auch möglich.

Studien zum Macadamiaöl


Wissenschaftliche Studien in Asien, Australien und Amerika beweisen, dass die Kombination aus ungesättigten Fettsäuren, Linolsäuren und Palmitinsäuren zu einer spürbaren Senkung des Cholesterinspiegels führten.
In einer anderen Studie wurde die Wirkung von Macadamiaöl auf Plasmalipide getestet. Dabei wurden 34 an Hypercholesterinämie (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut) erkrankten Männer einer Diät unterzogen, die entweder reich an Ölsäuren oder an Palmitoleinsäure war. Die Studie bewies die positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel. Daher ist davon auszugehen, dass auch Macadamiaöl diese Wirkung besitzt.
Spezielle Studien zur Wirksamkeit von Macadamiaöl existieren derzeit nicht. Alle Erkenntnisse basieren auf Studien von Ölen mit identischen Inhaltsstoffen. Die Wirksamkeit von Macadamiaöl wurde daraus abgeleitet.

Macadamiaöl kaufen


Macadamiaöl ist in seiner reinen Form als Speiseöl in Flaschenform erhältlich. Die Menge in den Flaschen variiert. Gebräuchlich sind Flaschen mit Mengen von 250 ml.
In der Kosmetik ist Macadamiaöl in Form von Cremes, Shampoos, Gesichtsmasken, Pflegeölen, Körperölen, Conditioner und Reinigungsöl erhältlich. Häufig findet sich aber das Öl nur als Zutat und nicht als Hauptbestandteil.
Seife ist bereits einen Preis von 1,49 Euro erhältlich. Hochwertiges Speiseöl in Bio-Qualität kostet dagegen schon knapp 65 Euro für einen Liter.

Fazit zu Macadamiaöl


Macadamiaöl ist ein nahrhaftes Öl, das sehr gut in den Speiseplan aufgenommen werden kann. Da sich die Preise in einem moderaten Rahmen bewegen und keine nennenswerten Nebenwirkungen existieren, ist eine tägliche Einnahme empfehlenswert.
In der Hautpflege wirkt Macadamiaöl gut bei einer empfindlichen und entzündeten Haut. Dabei wirkt sie gleichzeitig einer vorzeitigen Hautalterung vor.

Tumorsupressoren in Pflanzen





Gesundes Gemüse: Ein in Brokkoli und Rosenkohl enthaltener Inhaltsstoff könnte das Wachstum von Tumoren hemmen. Wie Experimente zeigen, wirkt die Substanz auf ein Enzym, das die Funktionsweise sogenannter Tumorsuppressoren stört. Als Folge können diese Krebshemmer wieder ihre volle Wirkung entfalten. Nun Unmengen von Brokkoli zu verzehren, ist den Forschern zufolge allerdings trotzdem keine Lösung.

Sogenannte Tumorsuppressoren sind Proteine, die den Lebenszyklus von Zellen steuern und deren Apoptose auslösen können. Auf diese Weise verhindern sie unter anderem, dass sich geschädigte Zellen unkontrolliert weiter teilen. Ohne diesen Kontrollmechanismus drohen empfindliche Folgen: Ist die Funktion von Tumorsuppressoren gestört, steigt das Risiko für Krebs.
Ein besonders einflussreicher Tumorsuppressor ist die Phosphatase PTEN. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass dieses Enzym an der Entstehung vieler Krebserkrankungen beteiligt ist. Die Tumorzellen im Körper Betroffener verfügen häufig nur über sehr geringe Mengen aktiver PTEN.

Doch was wäre, wenn sich dies ändern ließe?

Gehemmter Tumorsuppressor

Dieser Frage sind nun Wissenschaftler um Yu-Ru Lee von der Harvard Medical School in Boston nachgegangen. Dafür versuchten sie zunächst herauszufinden, wodurch die Aktivität und Funktion des Tumorsuppressors beeinflusst wird. Bei Experimenten mit menschlichen Zellen und Mäusen stellte sich heraus: Offenbar spielt ein Gen namens WWP1 eine entscheidende Rolle.

Wie die Forscher berichten, enthält dieser DNA-Abschnitt die Bauanleitung für ein Enzym, das die Aktivität der krebshemmenden Phosphatase stört. Sie fahndeten daher gezielt nach einem Molekül, das wiederum diesen Übeltäter hemmen könnte, und wurden fündig: Indol-3-Carbinol schien sich aufgrund seiner Struktur für diese Aufgabe zu eignen – ein sekundärer Pflanzenstoff, der unter anderem in Brokkoli, Rosenkohl und Grünkohl enthalten ist.

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Pflanzenstoff mit Potenzial


Nachdem erste Untersuchungen das Potenzial dieses Brokkoli-Inhaltsstoffs bestätigt hatten, führte das Wissenschaftlerteam Tests mit besonders krebsanfälligen Mäusen durch. Das Ergebnis: Mit Indol-3-Carbinol behandelte Nager entwickelten deutlich kleinere und leichtere Tumore als ihre nicht behandelten Artgenossen. Bei diesen Kontrolltieren schritt die Krebserkrankung dagegen ungebremst fort.

Die Forscher leiten aus diesen Ergebnissen vielversprechende neue Möglichkeiten für die Behandlung von Tumorerkrankungen ab. „Wir haben einen wichtigen Akteur identifiziert, der die Entwicklung von Krebs fördert – ein Enzym, das mit einem natürlichen Pflanzenstoff gehemmt werden kann“, fasst Lees Kollege Paolo Pandolfi zusammen.

Medikament statt Rohkost

Doch auch wenn sich die Erkenntnisse des Teams in weiteren Studien bestätigen sollten: Mit Brokkoli und Co lässt sich die Krebsentstehung wohl nicht beeinflussen. „Um überhaupt einen Effekt zu erzielen, müsste man täglich fast 2,7 Kilogramm Rosenkohl verzehren – und zwar roh“, konstatiert Lee.

Eine bessere Methode wäre nach Ansicht der Forscher daher die Einnahme pharmazeutischer Mittel mit Indol-3-Carbinol oder anderen WWP1-Hemmern. Auch eine gentechnische Inaktivierung des WWP1-Gens wäre ihrer Ansicht nach ein denkbarer Ansatz.

Zunächst aber muss die Funktion von WWP1 und seine Interaktion mit dem Tumorsuppressor PTEN genauer untersucht werden, wie sie betonen. (Science, 2019, doi: 10.1126/science.aau0159)
Quelle: Beth Israel Deaconess Medical Center

Ätherische Öle zur Behandlung von Typ-2-Diabetes.

Ätherische Öle zur Behandlung von Typ-2-Diabetes.


Ätherische Öle sind komplex und enthalten viele verschiedene chemische Inhaltsstoffe, die durch Destillation aus Pflanzen extrahiert werden. Dabei werden Flüssigkeiten durch Kochen und Kondensieren ihrer Dämpfe gereinigt. Ätherische Öle sind ein unschätzbares Element der natürlichen Heilung für die Menschheit.

Altägyptische Öle wurden in religiösen Praktiken und zur Erhaltung der Toten für das Leben nach dem Tod verwendet. In der griechischen und römischen Kultur wurde Lavendelöl zur Wundversorgung verwendet, das bis heute verwendet wird. Obwohl das Verständnis der Wirkungsmechanismen der meisten ätherischen Öle noch begrenzt ist, zeigt die Forschung weiterhin ihre Wirksamkeit als Mittel sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung gegen verschiedene chronische Krankheiten wie z. Krebs, HIV und sogar Diabetes.

Diabetes wird bei vielen Menschen in den USA und anderswo auf der Welt zu einer häufigen Erkrankung. Es wurde kürzlich entdeckt, dass Diabetes durch die Verwendung von ätherischen Ölen wie z. Dill, Zimt, Koriander oder Ylang Ylang.

Obwohl ätherische Öle Diabetes nicht vollständig heilen können, können sie dazu beitragen, eine gewisse Verschlechterung der Erkrankung zu verringern.





Koriander (Coriandrum Sativum) stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum und aus Westasien. Traditionell wird Koriander als Infusion verwendet, um die Heilung von Verdauungsstörungen, Blähungen, Magersucht, Schmerzen und Durchfall bei Kindern zu unterstützen. Koriander hat eine doppelte blutzuckersenkende Wirkung bei Diabetes. Es verbessert sowohl die Insulinausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse als auch die insulinähnliche Aktivität auf zellulärer Ebene.

Im Jahr 2008 wurde eine Studie durchgeführt, um die Auswirkungen von Koriandersamenöl auf das Lipidprofil in einer Rattenpopulation zu untersuchen. Die Studie zeigte verringerte Spiegel an Triglyceriden, Gesamtcholesterin und LDL-Cholesterin. Es gab auch einen signifikanten Anstieg des HDL-Cholesterins sowohl in der experimentellen als auch in der Kontrollgruppe.

Zimtrinde (Cinnamon Zeylancium) ist eines der antimikrobiellsten ätherischen Öle. Andere mögliche Verwendungen umfassen; Rheuma, Blähungen, Stress und sogar die Senkung des Blutdrucks. Es stammt aus Indonesien und wird in vielen Ländern angebaut wie; Sri Lanka, Madagaskar und Indien.

Jüngste Studien haben gezeigt, dass Zimt die Glukose-, Triglycerid-, LDL-Cholesterin- und Gesamtcholesterinwerte bei Patienten mit Typ-2-Diabetes senkt. Diese Studie wurde in der Abteilung für Humanernährung der NWFP Agricultural University, Peshawar, Pakistan, durchgeführt, wo Personen mit Typ-2-Diabetes nach dem Zufallsprinzip aufgeteilt wurden, wobei die Hälfte des täglichen Zimtkonsums (Versuchsgruppe) und die Kontrollgruppe Placebo-Kapseln entsprechend erhielten die Anzahl der für den Zimt konsumierten Kapseln. Obwohl der Wirkungsmechanismus für Zimt nicht klar ist, führten die Wirkungen des Extrakts zu einer erhöhten Insulinsensitivität für diejenigen in der Versuchsgruppe. Obwohl die Studienpopulation klein war, zeigt sich, dass Zimt tatsächlich für die Behandlung von Typ-2-Diabetes von Vorteil ist.

Meiner Meinung nach werden ätherische Öle ein Teil der zukünftigen Forschung sein und in den Vereinigten Staaten wird die klinische Verwendung weiter zunehmen. Ich bin bereits davon überzeugt, dass die Verwendung von ätherischen Ölen bei der Heilung von uns selbst und anderen hilfreich sein kann. Der Beweis wird in diesen beiden medizinischen Studien erbracht.

Als Apotheker ist es unerlässlich, zuverlässige Ressourcen mit Informationen zu Arzneimitteln zur Hand zu haben. Die Quellen müssen eine gründliche Synthese aus Geschichte, Chemie, Sicherheitsaspekten, der neuesten klinischen Forschung, klinischen Anwendungen und vielem mehr bieten. Ich bin der Meinung, dass Ressourcen wie die umfassende Datenbank für Naturheilmittel und der Referenzschalter für ätherische Öle gute Beispiele für effiziente und aktuelle Informationen zu CAM-Produkten sind.

Zu Ihrer Information

Landwirtschaft, Pharmazie und kommerzieller Einfallsreichtum haben zur Entwicklung der modernen Industrie der ätherischen Öle beigetragen. Laut Daten aus der National Health Interview Survey (NHIS) von 2007 verwenden ungefähr 30% der Erwachsenen in den USA eine Form der alternativen Komplementärmedizin (CAM) für Gesundheit und Wohlbefinden oder zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen und Krankheiten. CAM macht 1,5% der gesamten Gesundheitskosten und 11,2% der gesamten Spesen für das Gesundheitswesen in den USA aus.

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Verweise:
Essential Oils Desk Reference. 2nd ed. Orem, UT: Essential Science, 2000.
Heinerman, John. Heinerman’s Encyclopedia of Healing Herbs & Spices. New York, NY: Penguin Putnam, 1996.
Ramadan, Mohamed Fawzy., et al. Coriander seed oil improves plasma lipid profile in rats fed a diet containing cholesterol. European Food Resource Technology (2008). Vol 227: 1173-1182. Web. 15 April 2010.
Khan, Alam., et al. Cinnamon improves Glucose and Lipids of People with Type 2 Diabetes. Diabetes Care (2003). Vol 26: 3215-3218. Web. 13 April 2010.
National Institutes of Health. Americans Spent $33.9 Billion Out-of-Pocket on Complementary and Alternative Medicine. National Center for Complementary and Alternative Medicine. (2009). Web. 11 April 2010 http://nccam.nih.govnews/2009/073009.htm

Essen gegen Entzündungen

Essen gegen Entzündungen





Entzündliche Prozesse gelten als Ursache vieler Erkrankungen. Mit der richtigen Ernährung können Sie Entzündungen wirksam bekämpfen und Krankheiten so effektiv vorbeugen. Im Live Smarter-Blog verraten wir Ihnen, welche Lebensmittel entzündungshemmende Wirkungen haben und bei welchen Sie Ihren Konsum besser einschränken sollten.

Inhaltsverzeichnis
  1. Was sind Entzündungen?
    1. Akute Entzündung: leicht zu erkennen
    2. Hinweise auf eine akute Entzündung:
  2. Warum sind chronische Entzündungen besonders gefährlich?
  3. Wie entstehen chronische Entzündungen?
    1. Stress und Alkohol machen krank
    2. Diese Faktoren fördern Entzündungen
  4. Welche Lebensmittel fördern Entzündungen?
    1. Zucker
    2. Weißmehlprodukte
    3. Transfette
    4. Übermäßiger Fleischkonsum
  5. Diese Lebensmittel wirken Entzündungen entgegen
  6. Wissen zum Mitnehmen

Was sind Entzündungen?

Entzündungen gehören zu den natürlichen Abwehrmechanismen unseres Körpers. Alles, was von außen in den Körper eindringt, überprüft unser Immunsystem. Stuft es einen Eindringling als schädlich ein, meldet das Immunsystem „Gefahr“ und die Abwehr wird sofort aktiv. Sie zielt darauf ab, Gefahren so schnell wie möglich zu beseitigen und eine Heilung des möglicherweise geschädigten Gewebes einzuleiten. Ist die Immunabwehr schnell und stark genug, bleiben wir gesund und spüren von dem Abwehrprozess kaum etwas.

Akute Entzündung: leicht zu erkennen


Ist das Immunsystem gerade geschwächt oder die Erreger besonders hartnäckig, werden wir krank. Wenn wir uns beispielsweise Erkältungsviren eingefangen haben, schwellen die Schleimhäute in Nase und Rachen an, wir bekommen Schnupfen, werden heiser und haben Schwierigkeiten beim Schlucken. Diese Reaktionen sind eindeutige Zeichen dafür, dass die Immunabwehr gerade für uns kämpft. Mit einer Entzündung der Schleimhäute etwa hält sie die Viren davon ab, dem Gewebe weiter zu schaden.
Wenn wir uns einen Holzsplitter unter die Haut jagen und ihn nicht schnell genug entfernen, läuft der gleiche Entzündungsprozess ab. Der Finger schmerzt, wird heiß und rot. Mit dieser Reaktion versucht die Immunabwehr, das eigene Gewebe vor dem Eindringling zu schützen. Wenn wir den Splitter nicht selbst entfernen, produziert die Abwehr Eiter, um ihn so hinaus zu befördern. Die Symptome einer akuten Entzündung sind eindeutig und halten meistens nur ein paar Tage an.

Hinweise auf eine akute Entzündung:


  • Wärme
  • Rötung
  • Schwellung
  • Schmerzen


Merke!


Eine akute Entzündung ist eine notwendige Schutzreaktion des Körpers. Wenn sie nach ein paar Tagen von alleine nicht verschwindet, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dann braucht Ihr Körper womöglich Unterstützung.


Warum sind chronische Entzündungen besonders gefährlich?



Chronische Entzündungen sind, im Gegensatz zu akuten Entzündungen, nur schwer zu erkennen. Sie verlaufen meistens still und heimlich. Auch wenn Sie lange nichts davon bemerken, ist die Immunabwehr hier im Dauereinsatz. Nach einer gewissen Zeit treten die ersten Symptome auf. Betroffene fühlen sich oft müde, abgeschlagen und können sich nur schwer konzentrieren. Hinzu können Kopfschmerzen, häufige Infekte, depressive Verstimmungen und Verdauungsbeschwerden kommen.
Da die Symptome sehr unspezifisch und nicht eindeutig zuzuordnen sind, bleibt die chronische Entzündung oft lange unbemerkt. Das Gefährliche daran: Aus der sogenannten „silent Inflammation“ (englisch: stille Entzündung) können chronisch-entzündliche Krankheiten entstehen.

Merke!

Da die Symptome meist unspezifisch und nicht eindeutig zuzuordnen sind, bleiben chronische Entzündung oft lange unbemerkt. Daraus können sich chronisch-entzündliche Krankheiten wie zum Beispiel Rheuma, Multiple Skerlose oder Morbus Crohn entwickeln.


Wie entstehen chronische Entzündungen?


Immer mehr Menschen, vor allem auch junge, leiden unter chronischen Krankheiten wie Multipler Sklerose, Arthritis, Rheuma und entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa. Was diese Krankheiten alle gemeinsam haben, ist eine chronische Entzündung, die den Krankheitsprozess wesentlich antreibt. Wie bei vielen Erkrankungen spielt auch hier die genetische Veranlagung eine Rolle. Sind bereits nahe Verwandte von chronisch-entzündlichen Erkrankungen betroffen, ist das Risiko selbst zu erkranken höher.
Heute ist bekannt, dass der rasante Anstieg dieser Krankheiten vor allem auf den modernen, westlichen Lebensstil zurückzuführen ist. In der heutigen Umwelt muss sich der Körper mit immer mehr Belastungen und Reizen auseinandersetzen, die entzündliche Prozesse fördern.

Stress und Alkohol machen krank


Die niederländische Wissenschaftlerin Marie-Louise van Wetten und ihr Team fanden in einer Studie heraus, dass Stress, eine falsche Ernährung und andere ungünstige Lebensstilfaktoren wie Rauchen und ein hoher Alkoholkonsum, chronisch-entzündliche Erkrankungen mit entfachen können und auf Dauer am Leben halten (1).


Diese Faktoren fördern Entzündungen:


  • Stress
  • falsche Ernährung
  • Schlafmangel
  • Rauchen
  • hoher Alkoholkonsum
  • Bauchfett
  • nicht ausgeheilte Infektionen
  • Metalle, Titan (bei Sensitivität)
  • Lösungsmittel
  • Weichmacher (z.B. in Kunststoffen)

Merke!

Eine einseitige Ernährung mit viel zucker- und fettreichen Fertigprodukten sowie wenig Obst und Gemüse feuert Entzündungsprozesse im Körper an. Ebenso Rauchen, ein hoher Alkoholkonsum und vor allem Stress.


Welche Lebensmittel fördern Entzündungen?


Eine besonders wichtige Rolle bei chronischen Entzündungen spielt die Ernährung. Wer Entzündungen vorbeugen möchte, sollte seinen Konsum bei folgenden Lebensmitteln einschränken.

Zucker

Egal, ob weiß, braun, als Agavendicksaft oder Kokosblütenzucker getarnt, Zucker fördert Entzündungen. Da er in vielen Lebensmitteln, vor allem verarbeiteten Produkten, in großer Menge zu finden ist, gilt hier besondere Vorsicht. Die WHO empfiehlt, den Zuckerkonsum auf fünf Prozent der gesamten Energiemenge pro Tag zu beschränken. Dies entspricht 25 Gramm oder sechs Teelöffeln pro Tag (2).

Weißmehlprodukte

Zum Thema Kohlenhydrate gibt es einige Missverständnisse. Wichtig ist: Nicht alle Kohlenhydrate sind schlecht. Die Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten kommen in Begleitung von Ballaststoffen und Mineralstoffen vor und haben eine positive Wirkung auf die Gesundheit. Wer dagegen überwiegend Produkte aus Weißmehl verzehrt, regt das Wachstum entzündungsfördernder Darmbakterien an. Diese können unter anderem das Risiko für Adipositas und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen erhöhen (3).

Transfette

Die gehärteten Fette sind vor allem in Frittiertem, Süßigkeiten und zuckrigen Backwaren zu finden. Wer Entzündungen entgegenwirken will, sollte den Konsum von Chips, Pommes, Croissants und Süßigkeiten daher einschränken. Damit beugen Sie gleichzeitig Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, die Studien zufolge durch Transfette gefördert werden (4).

Übermäßiger Fleischkonsum

Auch verarbeitete Wurst- und Fleischwaren gehören zu den entzündungsfördernden Lebensmitteln. Laut Studien stehen sie unter Verdacht, das Risiko für Magen- und Darmkrebs sowie Diabetes Typ 2 und Herzkrankheiten zu erhöhen (5). Verarbeitete Fleisch und Wurstwaren enthalten sogenannte Advanced Glycation Endproducts (AGEs). Sie reagieren unkontrolliert mit zelleigenen Strukturen und sind damit an der Entwicklung verschiedener Entzündungserkrankungen beteiligt. Neue Studien zeigen, dass diese entzündungsfördernden Stoffe auch an der Entstehung von Osteoporose beteiligt sein können (6).


Welche Lebensmittel wirken Entzündungen entgegen?


Während viele verarbeitete Produkte entzündliche Prozesse im Körper fördern, können natürliche und frische Nahrungsmittel vorhandene Entzündungen stoppen und neuen entgegenwirken. Sie verfügen über bestimmte Inhaltsstoffe, die besondere entzündungshemmende Effekte haben. Hier sollten Sie daher zugreifen:

  1. Kurkuma, Fenchel, Ingwer – ätherische Öle gegen Entzündungen: Kurkuma, Ingwer und Fenchel enthalten ätherische Öle. Damit werden sie schon seit Jahrhunderten zur Heilung von Entzündungen angewandt. Zusätzlich zu den ätherischen Ölen wirkt in Kurkuma der gelbe Farbstoff Curcumin als Entzündungshemmer. Einer Studie der Universität Michigan zufolge, festigt der Pflanzenfarbstoff zudem die Zellmembran und stärkt so die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten (7). Hier finden Sie ein Rezept zum antientzündlichen Trend-Getränk „Kurkuma Latte“.
  2. Knoblauch und Zwiebeln – antibakterielle Wirkung: Die geruchsintensiven Schwefelverbindungen Allicin und Quercetin wirken nicht nur antientzündlich, sondern auch antibakteriell. So schützen sie vor Infektionen. Roh ist der Benefit der Knollen, die zu den ältesten Heilpflanzen gehören, noch effektiver als gekocht.
  3. Blaubeeren – Antioxidantien schützen Zellen: Die Anthocyane, die Blaubeeren ihre intensive Farbe geben, hemmen Entzündungen effektiv. Die Antioxidantien aus den kleinen Früchten fangen freie Radikale ab, stoppen so oxidative Prozesse und schützen die Zellen. Auch in der Aroniabeere, deren Saft im Reformhaus zu erhalten ist, sind Anthocyane in großer Menge vorhanden. Ein Shot jeden Tag lässt Entzündungen kaum eine Chance.
  4. Grünes Blattgemüse – Chlorophyll unterstützt die Leber: Besonders dunkelgrüne Gemüsearten wie Grünkohl, Spinat und Mangold sind reich an Chlorophyll. Der Pflanzenfarbstoff unterstützt die Leber dabei, entzündungsfördernde Schwermetalle und Umweltgifte auszuleiten. Grünes Blattgemüse enthält zudem besonders viele Vitamine und Mineralstoffe wie etwa Vitamin C, Calcium und Eisen, die das Immunsystem stärken.
  5. Senfölglycoside aus Rucola, Kress, Radieschen und Meerrettich: Der scharfe Geschmack macht deutlich: Rucola, Kresse, Meerrettich und Radieschen haben es in sich. Die enthaltenen Senfölglycoside wirken nicht nur gegen Entzündungen, sie haben auch einen positiven Effekt auf den Zuckerstoffwechsel und können so Diabetes vorbeugen.
  6. Sauerkraut, Kefir und Co. – Probiotische Lebensmittel für einen gesunden Darm: Ist das Verhältnis von nützlichen und unerwünschten Bakterien im Darm außer Balance geraten, steigt das Risiko Entzündung zu entwickeln. Wer regelmäßig probiotische Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi, Kefir und Kombucha zu sich nimmt, unterstützt das Gleichgewicht der Darmflora und beugt Entzündungen vor.
  7. Lachs, Walnüsse, Leinöl – Omega-3 schützt: Lachs und andere fette Fischarten wie Makrele und Hering sind die besten Quellen für Omega-3-Fettsäuren. Dazu gehören zum Beispiel Eicosapentaen- (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), die starke Entzündungshemmer sind. Nutzen Sie zusätzlich pflanzliche Quellen wie Leinöl, Walnüsse und Chia-Samen. Diese enthalten die Alpha-Linolensäure (ALA), aus der der Körper die biologisch aktiveren EPA und DHA bilden kann.

Merke!

In der heutigen Welt kommen wir nicht drum herum, mit entzündungsfördernden Faktoren wie Zucker, Stress und Umweltgiften in Kontakt zu kommen. Wer regelmäßig antientzündliche Lebensmittel zu sich nimmt, schützt sich vor diesen Einflüssen.

Wissen zum Mitnehmen


Das Vorkommen von entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma, Arthritis und Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Was diesen und vielen weiteren Krankheiten vorausgeht, ist eine chronische Entzündung im Körper.
Heutzutage sind wir mit zahlreichen Faktoren wie Stress, Umweltgiften und zuckrigen Snacks konfrontiert, die entzündungsfördernde Wirkung haben. Die gute Nachricht: Gleichzeitig können wir mit einer ausgewogenen Ernährung mit frischem Obst, Gemüse und Kräutern dagegen steuern.
Bestimmte Lebensmittel bekämpfen Entzündungen dank ihrer wertvollen Inhaltsstoffe besonders wirksam. Dazu gehören insbesondere die Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, Walnüssen, Leinöl und Chia-Samen. Ebenso Schwefelverbindungen, die in Zwiebeln und Knoblauch stecken. Auch grünes Blattgemüse wie Spinat, Mangold und Feldsalat gelten als entzündungshemmende Lebensmittel und sollten deshalb regelmäßig Bestandteil eines antientzündlichen Speiseplans sein.