Donnerstag, 18. Juni 2015

Fruktose kann dem Herzen schaden

Fruktose kann dem Herzen schaden


Zu viel Fruchtzucker kann bei Bluthochdruck-Patienten zu Herzvergrößerung und -versagen beitragen

Von wegen gesund: Forscher haben einen zuvor unbekannten Nebeneffekt des Fruchtzuckers entdeckt. Nimmt ein Bluthochdruck-Patient viel davon zu sich, kann der Zucker eine krankhafte Vergrößerung des Herzmuskels fördern. Denn die Fruktose setzt im Herzgewebe ein Enzym frei, das einen Teufelskreis des Wachsens antreibt, wie die Forscher im Fachmagazin "Nature" berichten. Sie empfehlen, Limonaden und Fertiggerichte mit viel Fruchtzucker zu meiden.

Fruktose galt bisher eigentlich als gesund, ist dieser Zucker doch in vielen Früchten von Natur aus enthalten. Zudem lässt der Fruchtzucker den Blutzuckerspiegel nur langsam steigen und löst im Gegensatz zur Glukose keine überschießende Insulin-Ausschüttung aus. Weil Fruktose süßer schmeckt als der Traubenzucker, setzt die Lebensmittelindustrie diesen Zucker besonders gerne ein. Er ist in unzähligen Limonaden und Fertigprodukten zugesetzt – oft in rauen Mengen.

Versteckter Dickmacher


Oft ist der Fruktosegehalt eines Produkts nicht auf den ersten Blick zu erkennen. "Gehen Sie einmal durch einen Supermarkt und schauen Sie sich die Etiketten von Lebensmitteln an", sagt Wilhelm Krek von der ETH Zürich. 

"In sehr vielen davon ist Fruktose auch in Form von Saccharose, also Haushaltszucker, enthalten." 

Anderen ist Maissirup als Süßungsmittel zugesetzt –und damit auch Fruktose.

Das Problem dabei: Inzwischen ist bekannt, dass die Fruktose schädlicher für unsere Gesundheit ist als angenommen. Denn dieser Zucker wird von der Leber besonders effizient in Fett umgewandelt. 

Als Folge nimmt man bei ständig hohem Fruktosekonsum eher zu, als wenn man die gleichen Kalorien durch normale Nahrung aufnehmen würde, wie Studien mit Mäusen bereits vor Jahren gezeigt haben. Auch das Risiko für Bluthochdruck, Insulinresistenz und das metabolische Syndrom steigt.


Fatale Kettenreaktion



Wilhelm Krek und seine Kollegen haben nun eine weitere brisante "Nebenwirkung" der Fruktose entdeckt. Bei Versuchen mit Mäusen und in Gewebeproben von Menschen entdeckten sie einen molekularen Mechanismus, über den der Zucker ein unkontrolliertes Wachstum des Herzmuskels verursachen kann. Dies kann sogar zu einem tödlichen Herzversagen führen. 

Leidet der Mensch unter Bluthochdruck, wächst der Herzmuskel, um trotz des Drucks genügend Blut in den Kreislauf pumpen zu können. Die Energie dafür gewinnen die Herzmuskelzellen unter anderem aus der Glykolyse, der Aufspaltung von Zuckern. Ist nun viel Fruktose verfügbar, wird dabei ein Enzym gebildet, Ketohexokinase-C (KHK-C), wie Krek und seine Kollegen feststellten. 

Dies jedoch setzt einen Teufelskreis in Gang: Das Enzym kurbelt die Glykolyse und damit das Wachstum des Herzmuskels immer weiter an, weil es keine negative Rückkopplung und damit auch keine natürliche Bremse für dieses Enzym gibt, wie die Forscher erklären. 

In Gewebeproben von Patienten mit krankhafter Herzvergrößerung fanden sie tatsächlich mehr KHK-C als bei gesunden Menschen. Schalteten sie bei Mäusen mit chronischem Bluthochdruck dagegen das Enzym KHK-C aus, ließ sich eine Vergrößerung des Herzens verhindern.


Normaler Fruchtverzehr unbedenklich


Angesichts dieser Erkenntnisse empfehlen die Forscher, auf stark gezuckerte Limonaden und Fruchtsäfte zu verzichten. Auch Fertiggerichte und andere Speisen, bei denen große Mengen an Fruktose als Geschmacksträger eingesetzt werden, sollten nicht zu häufig gegessen werden. 

"Schon dieser Überschuss an Fruktose kann dazu beitragen, den von uns beschriebenen Mechanismus in Gang zu setzen, wenn einer der Stressfaktoren wie Herzklappenerkrankungen oder Bluthochdruck vorhanden sind", betont Erstautor Peter Mirtschink von der ETH Zürich.

Der Verzehr von einer normalen Tagesration Früchten sei aber unbedenklich und gesund. "Früchte enthalten neben Fruktose auch zahlreiche wichtige Spurenelemente, Vitamine und Ballaststoffe", so der Forscher.



 (Nature, 2015; doi: 10.1038/nature14508)

Mittwoch, 17. Juni 2015

Mit natürlichen Mitteln gegen Allergie und Asthma

Allergie und Asthma 




Bei allergischem Asthma reagieren die Bronchien überempfindlich auf eigentlich harmlose Reize mit einer Entzündung, die die Schleimhaut anschwellen lässt. Gleichzeitig wird vermehrt glasiger Schleim produziert. 

Die Bronchien verengen sich dadurch, zusätzlich verkrampft sich die Bronchialmuskulatur, wodurch das Ein- und Ausatmen behindert wird. Besonders erschwert ist die Ausatmung, bei der typischerweise pfeifende oder rasselnde Geräusche zu hören sind. Auslöser für allergisches Asthma können sein:
  • Pollen
  • Hausstaubmilben
  • Schimmelpilze
  • Tierhaare, Federn
  • Medikamente
  • Nahrungsmittel





Die Naturheilkunde versucht nicht, die Beschwerden wie Luftnot und Husten zu unterdrücken, sondern die Bronchien zu stärken und die überschießende Reaktion des Immunsystems zu bremsen. 


Das sind die Waffen der Naturheilkunde gegen Asthma:
  •  Phytotherapie
  •  Homöopathie
  • Eigenblutbehandlung
  • Darmsanierung
  • Akupunktur
  • Vitalstoffe
  • Ernährung
  • Atemtechniken
  • Entspannungsverfahren
  • Stressmanagement
  • leichter Ausdauersport

Besonders beeindruckende Erfolge erzielt eine homöopathische Konstitutionsbehandlung. 

Hierdurch kann die Neigung zu Asthmaanfällen in vielen Fällen vollständig beseitigt werden. Viele gesetzliche Krankenkassen bezahlen inzwischen diese Behandlung. 

Klassische und homöopathische Eigenblutbehandlungen trainieren Ihr Immunsystem, nicht mit überschießenden Reaktionen auf die unterschiedlichen Reize zu reagieren.

US-amerikanische Wissenschaftler prüften die Krankenakten von über 8.000 Patienten auf den Zusammenhang von Atemwegserkrankungen mit dem Folsäurespiegel im Blut. 


Dabei stellten sie fest, dass Patienten mit einer niedrigen Folsäurekonzentration ein um 40 % höheres Risiko für Atembeschwerden und ein um 16 % höheres Asthma-Risiko hatten, als Patienten, die ausreichend mit Folsäure versorgt waren. 

Diese Effekte beruhen darauf, dass der Vitalstoff in der Lage ist, die Antikörper (IgE) in Schach zu halten. Die Forscher empfehlen daher bei der Neigung zu Asthma die tägliche Zufuhr von 400 Mikrogramm Folsäure in Form von Fertigpräparaten.

Asthma zählt zu den psychosomatischen Erkrankungen, denn Asthmaanfälle treten besonders bei psychischen Belastungen auf. 

Kummer, Ärger oder Stress verschlechtern die Beschwerden. Betreiben Sie daher aktives Stressmanagement, damit Ihre Bronchien nicht „unter Druck" geraten. 

Mit regelmäßigen Entspannungsübungen wie z. B. autogenem Training, Yoga oder progressiver Muskelentspannung steuern Sie einer Verkrampfung der Bronchien wirkungsvoll entgegen.



Mit den folgenden Maßnahmen senken Sie die Häufigkeit allergischer Asthma-Anfälle wirkungsvoll:

Darmsanierung

Über 70 % der Immunabwehr befinden sich in der Schleimhaut des Darms. Durch einen gezielten Aufbau der für diesen Teil des Immunsystems wichtigen Darmbakterien vermindern Sie daher überschießende Immunreaktionen. Machen Sie dazu mit den entsprechenden Präparaten (z. B. Synerga®, Symbioflor® 2, Colibiogen®) eine vier- bis sechswöchige Kur.

baut Stresshormone ab. Auch als Asthmatiker können Sie alle Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren und Schwimmen betreiben. Selbst Hochleistungssportler wie David Beckham und SandraVölker sind Asthmatiker.

Ernährung


Schränken Sie Ihren Zucker- und Eiweißkonsum ein. Ernähren Sie sich vorzugsweise basenbildend und beachten Sie eventuelle Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten.

Zeitmanagement


Planen Sie Ihren Tagesablauf und setzen Sie sich nicht unter Druck. Stehen Sie z. B. lieber eine Viertelstunde früher auf, und fahren Sie nicht auf die letzte Minute zur Arbeit.
Sassy" Water”




Weight Loss/Detox Drink

● 8 cups of water
● 1 teaspoon of grated ginger root
● 1 fresh medium-sized cucumber, peeled and chopped into circles of medium thickness...
● 1 medium-sized lemon chopped into circles of medium thickness
● 12 fresh mint leaves or 1 teaspoon of dried mint


Mix all ingredients in a glass container. Let sit overnight. Drink throughout the next day. Nutritionists claim that regular consumption of this beverage can improve your body activity, burn body fat and help you finally get a flat and sexy stomach.



Wirkungsprinzip Kolloidales Silber

Kolloidales Silber: Wirkprinzip



Kolloidales Silber wirkt wie ein Breitspektrum-Antibiotikum und tötet alle einzelligen Parasiten, also Bakterien, Viren und Pilze, in kürzester Zeit ab. Es soll gegen etwa 650 verschiedene Krankheitserreger wirksam sein. 

Die winzigen Silbermoleküle dringen in einzellige Bakterien ein und blockieren dort ein für die Sauerstoffgewinnung zuständiges Enzym. Der Stoffwechsel der Parasiten kommt zum Erliegen, und sie sterben ab. 

Erfahrungsgemäß werden intakte Hautzellen und gesundheitsfördernde Bakterien bei der Behandlung mit kolloidalem Silber nicht geschädigt, wobei hierfür noch keine überzeugende Erklärung vorliegt. Unterstützend können jedoch während und nach einer oralen Silberkur Mittel zum Aufbau der Darmflora eingenommen werden. 

Ein weiterer Vorteil von kolloidalem Silber ist, dass die Krankheitserreger nicht resistent werden können.



Kolloidales Silber tötet Viren vermutlich über die Bildung von DNS- und/oder RNA-Silberkomplexen oder Zerstörung der Nukleinsäuren ab: 


  • Es tötet Einzeller, Plasmodien und Pilze einschließlich deren Sporen ab und greift Würmer an, vielleicht über eine Hemmung der Phosphataufnahme und Veränderung der Durchlässigkeit der Zellmembran;
  • es hemmt das Enzym Phosphomannoseisomerase bei Hefepilzen;
  • es unterdrückt die Histamin- und Prostaglandinausschüttung bei allergischen und entzündlichen Reaktionen;
  • es puffert überschießende Reaktionen des Immunsystems ab und lindert somit allergische und entzündliche Erscheinungen;
  • es wirkt zusammenziehend auf die Wundoberfläche bei offenen Wunden und beschleunigt das Abheilen erheblich. Die Haut bleibt elastisch und reißt an mechanisch belasteten Stellen spürbar weniger ein;
  • es reagiert im Körper wie ein freies Radikal und bindet überschüssige Elektronen; so unterstützt es die Entgiftung bei Schwermetallbelastung. 
Leider werden in der kommerziellen Definition von kolloidalem Silber meist alle silberhaltigen Flüssigkeiten, die zu Heilzwecken eingesetzt werden, mit einbezogen, wie etwa Silbersalze und Silberproteine. Dieser Umstand erschwert die konkrete Auseinandersetzung mit kolloidalem Silber; gerade die unsachlichen Diskussionen im Internet vermischen diese Tatsache oft absichtlich. 

Kolloidales Silber ist in der Lage, Krankheitserreger wie Viren, Bakterien, Einzeller und Pilze in vitro abzutöten. Es ist kein Bakterium bekannt, das nicht durch kolloidales Silber innerhalb von 6 Minuten eliminiert wird, bei einer Konzentration von nur 5 ppm pro Liter. 

Nach Dr. Robert O. Becker, MD, sterben auch alle pathogenen Mikroorganismen, die bereits gegen Antibiotika immun sind, durch Verabreichung von kolloidalem Silber ab. 

Der oligodynamische Effekt


Kolloidales Silber zeigt eine antimikrobielle Wirkung und inaktiviert bereits in kleinen Konzentrationen die meisten Bakterien und Pilze. Wirksam sind dabei die Silberkationen, die stets in kleinsten Mengen aus elementarem Silber freigesetzt werden und den Stoffwechsel von Mikroorganismen hemmen. 
Die Hemmung wirkt vor allem auf schwefelhaltige Gruppen bestimmter Aminosäuren und Proteine, welche dadurch inaktiviert werden. 
Dieser als oligodynamischer Effekt bezeichnete Wirkmechanismus ist nicht nur bei Silber, sondern auch bei anderen Metallen wie Quecksilber, Kupfer und seinen Legierungen Messing und Bronze, Zinn, Eisen, Blei, Bismut, Gold* und Osmium anzutreffen. 

Der Schweizer Botaniker Carl Wilhelm von Nägeli (1817-1891) entdeckte den oligodynamischen Effekt: 

Von Natur aus haben einige Metalle schon in winzigsten Mengen eine hohe antiseptische Wirkung auf fast alle Bakterien, Pilze und andere Krankheitskeime. Silber ist davon das antiseptisch wirksamste, das aber gleichzeitig keinen Einfluss auf die höher entwickelten Zellen von Menschen und Tieren hat. 

Die Fähigkeit, gleichzeitig an verschiedenen Stellen im Zellstoffwechsel anzugreifen, erklärt das breite antimikrobielle Wirkspektrum von Silber und Silberverbindungen.

Achtung

Kolloidales Silber sollte nur zeitlich begrenzt im Rahmen einer Therapie eingenommen werden. Von einer täglichen Einnahme über längere Zeit wird abgeraten. Wir empfehlen Therapien zusammen mit einem Arzt oder fachkundigen Therapeuten durchzuführen.

Dienstag, 16. Juni 2015

Der Kaffee-Inhaltsstoff blockiert einen Stressfolgen auslösenden Rezeptor im Gehirn

Koffein hilft bei chronischem Stress


Der Kaffee-Inhaltsstoff blockiert einen Stressfolgen auslösenden Rezeptor im Gehirn

Ständig Stress? Dann könnte mehr Kaffeetrinken helfen. Denn Koffein macht nicht nur wach, es wirkt auch den typischen Stressfolgen wie Angst, Depression oder Gedächtnisproblemen entgegen, wie eine Studie mit Mäusen nahelegt. 
Demnach blockiert das Koffein eine Andockstelle im Gehirn, die über eine ganze Kaskade von Reaktionen diese Stresssymptome verursacht. 
Diese Erkenntnis könnte auch für die Stresstherapie beim Menschen neue Ansatzstellen eröffnen, berichten die Forscher im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences".


Chronischer Stress macht bekanntlich krank: Wer sich dauerhaft mit Kollegen herumärgert, im Schlaf häufig gestört wird oder vom Chef eine kurzfristige Deadline nach der anderen vorgesetzt bekommt, steht unter Dauerstress. Und das hat Folgen: 

Chronischer Stress senkte die Konzentrationsfähigkeit, fördert Depressionen und Ängste und kann zum Burnout führen. 

Interessanterweise trinken die meisten Menschen in Stresssituationen mehr Kaffee. Das beliebte Aufputschmittel macht aber nicht nur wach und stärkt das Gedächtnis, das Koffein könnte auch die typischen Stressfolgen mindern – das zumindest vermuteten Manuella Kaster von der Universität von Coimbra in Portugal und ihre Kollegen. Ob das wirklich der Fall ist, haben sie nun untersucht. 


Weniger Stresssymptome nach Koffein


In ihrer Studie verabreichten die Forscher Mäusen sechs Wochen lang Koffein mit dem Trinkwasser, die Dosis lag bei einem Gramm pro Liter. Während dieser Zeit setzten sie diese Mäuse und eine Kontrollgruppe ohne Koffein wiederholt starkem Stress aus: Die Tiere mussten in einem Becken schwimmen, ein exponiertes Labyrinth durchqueren und wurden am Schwanz in die Höhe gehoben.

Die Folgen dieses ständigen Stresses waren an den Kontrolltieren klar zu erkennen: Sie nahmen ab, schnitten bei Gedächtnistests schlechter ab als zuvor, saßen teilnahmslos im Käfig herum und ihr Immunsystem reagierte schwächer. Anders bei den Mäusen, die Koffein erhalten hatten: Ihre Stresssymptome waren deutlich schwächer, wie die Forscher berichten. Sie waren weniger ängstlich, schnitten bei den Gedächtnistests besser ab und zeigten auch im Hirnstoffwechsel eine Normalisierung der Botenstoffe und Gehirnzellen.

Dahinter steckt ein Rezeptor im Gehirn


Hinter dieser stress-schützenden Wirkung des Koffeins steht eine spezielle Andockstelle im Gehirn, der Adenosinrezeptor A2A. Wie die Forscher herausfanden, wird dieser Rezeptor bei Stress hochreguliert und dies löst eine Reaktionskaskade aus, die letztlich die Stresssymptome verursacht. Das Koffein aber dockt an diesen Rezeptor an und blockiert dadurch diese Stresskaskade.





"Wurde in den Mäusen das Gen, das den Rezeptor A2A codiert, stumm geschaltet oder wurde der Rezeptor durch Koffein oder spezifische A2A-Hemmer blockiert, dann klangen die Beschwerden durch den anhaltenden Stress ab“, berichtet Koautorin Christa Müller von der Universität Bonn. 

Koffein-Therapie gegen Stress?


Nach Ansicht der Forscher wirkt das Koffein beim Menschen wahrscheinlich ähnlich. Der Kaffee-Inhaltsstoff könnte daher durchaus ein vielversprechender Ansatzpunkt für Stresstherapien sein. Intuitiv nutzen viele Menschen diesen Koffein-Effekt ohnehin längst:

 "Die Erfahrung zeigt: Wer unter Stress steht, trinkt meist mehr Kaffee oder Tee", so Müller. "Weil in beiden Getränken Koffein enthalten ist, handelt es sich dabei um so etwas wie eine Eigenbehandlung der Betroffenen." 

Allerdings hat Koffein gerade in höherer Dosierung auch unerwünschte Nebenwirkungen: Es hält wach und kann bei einigen Menschen zu Bluthochdruck führen. 

Deshalb haben die Forscher einen Wirkstoff entwickelt und getestet, der ähnlich wie das Koffein am A2A-Rezeptor ansetzt. "Die Substanz ist dem Koffein sehr ähnlich, hat aber weniger Nebenwirkungen", berichtet Müller. "Sie blockiert ausschließlich die A2A-Rezeptoren und wirkt deutlich stärker als das Koffein." 

Ob sich diese Substanz zur Behandlung von Stress und Stressfolgen beim Menschen eignet, müssen nun  weitere Studien zeigen. 

(Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), 2015; doi: 10.1073/pnas.1423088112)

Montag, 15. Juni 2015

Darmbakterien haben Einfluss auf das Risiko von Autoimmunkrankheiten

Darmflora beeinflusst Autoimmunität



Darmbakterien haben Einfluss auf das Risiko von Autoimmunkrankheiten

Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam hat Hinweise für den Einfluss von Darmbakterien auf die Diabetes-Entstehung gefunden. Hierzu hatten die Forscher an Diabetes Typ 1 leidende Mäuse untersucht und die Darmflora männlicher Tiere in Weibchen übertragen, was offenbar zu einem Schutz der Tiere gegen mehrere Diabetes-Symptome führte. Die Erkenntnisse könnten dabei helfen zu verstehen, warum Frauen häufiger an anderen Autoimmunerkrankungen, wie Multiple Sklerose (MS) oder Gelenkrheumatismus, litten, so die Forscher in der Online-Ausgabe des Fachmagazins "Science".


Beim Typ 1 der Diabetes mellitus sorgt das körpereigene Immunsystem dafür, dass die Bauspeicheldrüse nicht mehr ausreichend Insulin produziert. 
An dieser Variante leiden etwa fünf Prozent der Diabetes-Patienten. Sie kann sowohl im frühen Kindesalter als auch im späten Erwachsenenalter auftreten und zählt zu den Autoimmunerkrankungen, die auf einer Überreaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe beruhen. 

Zwar ist bekannt, dass sowohl genetische als auch umweltbedingte Faktoren zur individuellen Anfälligkeit für Autoimmunerkrankungen beitragen, aber die Wechselwirkungen zwischen Darmbakterien und der Entwicklung von Diabetes Typ 1 sind bisher noch nicht eindeutig geklärt. 

Das Forscherteam um Jayne Danska von der Universität Toronto hat jetzt den Geschlechtszusammenhang anhand von sogenannten "NOD"-Mäusen, die an der Typ- 1-Form von Diabetes erkranken, untersucht. Diese besondere Zuchtform wird seit den 1980er Jahren in der experimentellen Diabetes-Forschung als Tiermodell eingesetzt. Typischerweise sind die Weibchen viel anfälliger als Männchen, die - so vermutete man - durch einen höheren Testosteronspiegel geschützt sind. 

Darmflora beeinflusst Geschlechtsspezifität


Um dies genauer zu untersuchen, zogen die Forscher die Mäuse unter keimfreien Bedingungen auf und übertrugen die Darmflora männlicher Tiere auf Weibchen. Am Leipziger Helmholtz-Zentrum wurden der Einfluss der transplantierten Darmbakterien auf den Stoffwechsel der Mäuse dann über Massenspektrometrie untersucht. 

„Für uns war es besonders spannend, zu sehen, wie die Billionen an Mikroorganismen, die Säugetiere als Untermieter im Verdauungstrakt beherbergen, den Hormonspiegel und damit auch das geschlechtsspezifische Verhalten und den Stoffwechsel des Wirts beeinflussen." erklärt Metabolomik-Experte Martin von Bergen. 

Ob jemand als Alphatier oder Omegatier auftrete, könne somit auch auf die von ihm beherbergten Bakterien zurückzuführen sein, so interpretiert der Forscher die Ergebnisse.

Denn es zeigte sich: geschlechtsspezifische Unterschiede verschwanden, wenn die NOD-Mäuse unter keimfreien Bedingungen aufgezogen wurden. Auch die Übertragung der Keime von Männchen auf Weibchen hatte einen ähnlichen Effekt, der jedoch durch die Unterdrückung der Testosteronaktivität wieder umgekehrt werden konnte. 

In weiteren Schritten muss jetzt geklärt werden, ob die Resultate auf den Menschen übertragbar sind. Ist das der Fall, könnten die Erkenntnisse besonders bei der Erforschung relativ geschlechtsspezifischer Autoimmunerkrankungen, wie Rheuma und MS Fortschritte bringen. 

Diabetes selbst ist beim Menschen nicht geschlechtsspezifisch, die Forscher vermuten allerdings eine Übertragbarkeit des Entstehungsmechanismus auf andere Autoimmunkrankheiten. So könne es künftig einfacher werden, Säuglinge und Kinder mit erhöhtem Erkrankungsrisiko zu identifizieren oder über die Darmflora sogar einen Ausbruch zu verzögern oder zu gar verhindern, hoffen die Forscher. (doi: 10.1126/science.1233521)



Sonntag, 14. Juni 2015

Was uns wirklich nährt - Warum Vitalstoffe?



Was uns wirklich nährt -
Warum Vitalstoffe?



"Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel und eure Heilmittel eure Nahrungsmittel sein."
HIPPOKRATES

«Wir müssen die Ursachen finden und beseitigen, statt nur die Symptome zu kaschieren»
Frank Jester





Link zur Präsentation

http://de.slideshare.net/ChSantschi/vitalstoffe-lg-201506071