Montag, 20. Februar 2017

Curry-Inhaltsstoff wirkt ähnlich wie Kortison – aber ohne die Nebenwirkungen

Kurkumin als Entzündungshemmer

(Quelle: Wicki)


Heilsames gelbes Pulver: Im Curry-Bestandteil Kurkuma steckt ein potenter Entzündungshemmer. Denn das Kurkumin fördert in Immunzellen die Ausschüttung eines Proteins, das Entzündungen unterdrückt. Damit wirkt es ähnlich wie Kortison, löst aber nicht dessen Nebenwirkungen aus. Auf Basis des Kurkumins könnten daher künftig neue Medikamente unter anderem gegen entzündliche Darmerkrankungen entwickelt werden.

Curry ist aus der asiatischen Küche kaum wegzudenken. Die Zusammensetzung des Currypulvers variiert dabei je nach Land und Geschmack, bei allen aber ist Kurkuma die Hauptzutat. Diesem auch als Gelbwurz bekannten Pulver werden schon länger heilende Kräfte nachgesagt. Tatsächlich belegen Studien, dass der Kurkuma-Inhaltsstoff Kurkumin gesundheitsfördernd wirkt und sogar die Symptome von Mukoviszidose lindert.

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Kurkumin wirkt anti-entzündlich


Wie und warum das Kurkumin heilsam wirkt, haben nun Jessica Hoppstädter von der Universität des Saarlandes und ihre Kollegen näher untersucht. Für ihre Studie erforschten sie, welche Reaktionen das Kurkumin bei Makrophagen hervorruft – den Fresszellen des Immunsystems. "Wir konnten nachweisen, dass Kurkumin nicht nur unspezifisch wirkt, sondern ganz gezielt antientzündliche Wirkung entfaltet", berichtet Hoppstädter.

Die Versuche zeigten, dass Kurkumin ein bestimmtes Protein in den Makrophagen beeinflusst, das sogenannte Gilz (Glucocorticoid-induzierter Leuzin Zipper). Normalerweise unterbindet dieses Protein Entzündungsreaktionen. Kommt es im Körper aber dennoch zu einer Entzündung, verschwindet dieses Protein. "Bei einer Entzündung bauen die Immunzellen das Molekül ab“, erklärt Hoppstädter.


Produktion von heilsamem Protein angekurbelt


In den Zellversuchen zeigte sich: Das Kurkumin wirkt deshalb entzündungshemmend, weil es die Nachproduktion des Gilz-Proteins anregt. Dadurch ist trotz des Proteinabbaus in den Makrophagen noch immer genügend Gilz vorhanden, um die Entzündungsreaktion zu hemmen, wie die Forscher berichten.

Auf den ersten Blick betrachtet wirkt der Curry-Inhaltsstoff damit ähnlich wie Kortison-Präparate. Denn auch diese regen Zellen zu einer verstärkten Produktion des Gilz-Proteins an. Das jedoch ist oft mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden. 

"Kurkumin führt ebenfalls dazu, dass speziell Gilz induziert wird, jedoch mit einem ganz anderen Mechanismus als Kortison", sagt Hoppstädter. Das könnte bedeuten, dass auch die Kortison-typischen Nebenwirkungen entfallen.

Die Heilkraft des Kurkumins könnte zukünftig  nützlich werden: "Es handelt sich hier zwar um Grundlagenforschung, aber diese könnte die Basis dafür sein, künftig Medikamente zu entwickeln, die keine oder weniger Nebenwirkungen als Kortison haben", so die Forscher. 

So könnten auf Basis des Kurkumins nebenwirkungsarme Medikamente gegen entzündliche Erkrankungen wie Morbus Crohn entwickelt werden. 

(Journal of Biological Chemistry, 2016; doi: 10.1074/jbc.M116.733253)



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Dienstag, 24. Januar 2017

Mindestens 150 Minuten in der Woche Training

Kompaktes Training bringt's auch



Kompaktes Training: Wer von Montag bis Freitag ein Bewegungsmuffel ist und nur am Wochenende trainiert, tut seinem Körper trotzdem einen Gefallen. 

Das zeigt nun eine statistische Studie. Demnach profitiert die Gesundheit auch dann, wenn das empfohlene Trainingspensum einer Woche in nur ein oder zwei Tagen absolviert anstatt gleichmäßig verteilt wird. So haben auch die Wochenendsportler im Vergleich zu inaktiven Menschen ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.

Mindestens 150 Minuten in der Woche: Auf so viel moderates Training sollten wir es der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge schon bringen - am besten aufgeteilt auf tägliche Bewegungseinheiten.

Wer etwa an fünf Tagen in der Woche einen zügigen Spaziergang von 30 Minuten macht und sich im Büro einmal pro Stunde vom Stuhl erhebt, kann sein Leben bereits erheblich verlängern.

Die körperliche Aktivität wirkt vor allem Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen entgegen, hält das Gehirn fit und hilft gegen Depressionen.

Bewegungsmangel erhöht dagegen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und sogar Krebs. Eigentlich wissen wir das. Im Alltag sind wir jedoch trotz aller guten Vorsätze oft Bewegungsmuffel:

Im Job sitzen wir viel zu viel und nach Feierabend wirkt das Sofa meist verlockender als das Laufband im Fitnessstudio.

Ausgleich am Wochenende?


Am Wochenende plagt viele dann das schlechte Gewissen und treibt sie zum Sport, mit der Absicht, das wöchentlich empfohlene Bewegungspensum an nur einem oder zwei Tagen zu absolvieren - Zeit hat man samstags und sonntags schließlich. Doch wie sinnvoll ist das? Sprich: Können auch die Wochenendsportler von einem gesundheitsfördernden Effekt profitieren? Dieser Frage sind nun Forscher um Emmanuel Stamatakis von der University of Sydney nachgegangen.


Für ihre statistische Studie werteten die Wissenschaftler Daten einer Erhebung unter 63.591 Erwachsenen aus England und Schottland aus, die im Schnitt 59 Jahre alt waren. In einem Zeitraum von 1994 bis 2012 wurden die Teilnehmer dabei zu ihren körperlichen Aktivitäten befragt. Außerdem wurde ihr Gesundheitszustand wiederholt erfasst.

Vorteile auch beim kompakten Training


Anhand dieser Informationen konnten Stamatakis und seine Kollegen statistische Zusammenhänge zwischen den Bewegungsgewohnheiten und dem Sterberisiko der Probanden ermitteln. Dabei unterschieden sie inaktive Menschen, regelmäßig Sportelnde und die sogenannten "Weekend-Warriors" - jene Personen, die das pro Woche empfohlene Trainingspensum in nur ein oder zwei Tage quetschen.

Das Ergebnis: Insgesamt verstarben im Laufe der Erhebung 8.802 Personen - darunter 2.780 an kardiovaskulären Erkrankungen und 2.526 an Krebs. Doch wer war am häufigsten betroffen? Die Analyse zeigte: Die reinen Wochenendsportler hatten im Vergleich zu den Bewegungsmuffeln ein rund 30 Prozent verringertes Sterberisiko. Das Risiko für einen Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen war sogar 40 Prozent niedriger, das für einen Krebstod immerhin 18 Prozent geringer.


Gute Nachricht für alle mit wenig Zeit


Der gesundheitsfördernde Effekt durch das kompakte Training ist damit ungefähr so groß wie bei Menschen, die zwar an mehreren Tagen in der Woche aktiv sind, aber nicht ganz auf die empfohlene Bewegungsmenge kommen. Allerdings: Wer täglich und ausreichend trainierte, schnitt im Vergleich noch etwas besser ab.

Wie die Forscher betonen, zeigen die Ergebnisse der Studie jedoch lediglich Korrelationen auf – kausale Aussagen über Ursache und Wirkung sind damit nicht möglich. Dennoch scheinen die Erkenntnisse eine gute Nachricht für alle Menschen mit einem vollen Wochenplan zu sein: "Der Weekend-Warrior und vergleichbare Bewegungsmuster, die durch nur ein oder zwei Einheiten pro Woche gekennzeichnet sind, können durchaus gesundheitliche Vorteile bringen", schreiben Stamatakis und seine Kollegen.

Tägliche Bewegung ist dennoch Trumpf


Für den optimalen Effekt sei es jedoch trotzdem ratsam, sich an den Empfehlungen zu regelmäßiger Aktivität zu orientieren oder sie zu übertreffen. Wer unter der Woche wenig Zeit habe, könne sein tägliches Aktivitätspensum zum Beispiel durch kleine Verhaltensänderungen erhöhen: statt den Aufzug die Treppe nehmen oder in der Mittagspause einmal um den Block laufen.

(JAMA Internal Medicine, 2017; doi: 10.1001/jamainternmed.2016.8014)
(George Washington University Milken Institute School of Public Health/ The JAMA Network Journals, 10.01.2017 - DAL)

Freitag, 2. Dezember 2016

Grapefruit Study - J Med Food


 2006 Spring;9(1):49-54.

The effects of grapefruit on weight and insulin resistance: relationship to the metabolic syndrome.



Abstract

To study the effects of grapefruit and grapefruit products on body weight and metabolic syndrome, 91 obese patients were randomized to either placebo capsules and 7 ounces (207 mL) of apple juice, grapefruit capsules with 7 ounces (207 mL) of apple juice, 8 ounces (237 mL) of grapefruit juice with placebo capsule, or half of a fresh grapefruit with a placebo capsule three times a day before each meal. 

Metabolic syndrome parameters were measured at the beginning and end of 12 weeks. After 12 weeks, the fresh grapefruit group had lost 1.6 kg, the grapefruit juice group had lost 1.5 kg, the grapefruit capsule group had lost 1.1 kg, and the placebo group had lost 0.3 kg. The fresh grapefruit group lost significantly more weight than the placebo group (P < .05). A secondary analysis of those with the metabolic syndrome in the four treatment groups demonstrated a significantly greater weight loss in the grapefruit, grapefruit capsule, and grapefruit juice groups compared with placebo (P < .02). 
There was also a significant reduction in 2-hour post-glucose insulin level in the grapefruit group compared with placebo. 
Half of a fresh grapefruit eaten before meals was associated with significant weight loss. In metabolic syndrome patients the effect was also seen with grapefruit products. Insulin resistance was improved with fresh grapefruit. Although the mechanism of this weight loss is unknown it would appear reasonable to include grapefruit in a weight reduction diet.



Donnerstag, 1. Dezember 2016

Grapefruit-Diät

Grapefruit-Diät


Es gibt einen Diät-Plan, der bereits in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts bekannt war, daher ist diese Diät alles andere, als eine „Modeerscheinung“. Wir reden hier über die 12 Tage Grapefruit Diät. 

Die Grapefruit hat eine Menge Vorteile für Personen, die eine Diät machen möchten. Sie ist fettfrei, kalorienarm, reich an Ballaststoffen und ist auch noch reich an Vitamin C.




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Grapefruitsaft hemmt die Gewichtszunahme auch bei einer sehr fettreichen Ernährung. Darüber hinaus verhindert er ein starkes Ansteigen des Blutzucker- und Insulinspiegels.

Grapefruitsaft kann den Blutzuckerspiegel genauso gut senken wie blutzuckersenkende Medikamente. Zu diesem Ergebnis kam eine US-amerikanische Studie. Naringin, ein in Grapefruits enthaltener Stoff, 
bekannt dafür, dass er bei der Gewichtsabnahme eine Rolle spielt. Die detaillierten Ergebnisse der Studie zeigten jedoch, dass die positive Wirkung von Grapefruits nicht allein auf Naringin zurückzuführen ist.

Prof. Andreas Stahl und Prof. Joseph Napoli, Ernährungs- und Toxikologieexperten von der University of California in Berkeley, nahmen sich als Ziel, belastbare Ergebnisse zur Frage liefern, ob Grapefruits das Körpergewicht überhaupt beeinflussen – und wenn ja, wie.

Blutzucker mit Grapefruit senken

Im Verlauf der Studie nahmen die Probanden, die fettreich gefüttert wurden, an Gewicht zu. Im Vergleich zur Kontrollgruppe hatten die Tester, die Grapefruitsaft tranken, jedoch am Ende ein um 18,4 Prozent geringeres Körpergewicht.

Das bedeutet, dass Grapefruitsaft die Gewichtszunahme, die unweigerlich bei einer übermässig fetten Ernährung eintreten würde, um fast ein Fünftel reduzieren konnte!

Zusätzlich hatte der Grapefruitsaft sogar noch positive Auswirkungen auf die Blutwerte der Probanden. So hatte die Grapefruit-Gruppe einen um dreizehn bis siebzehn Prozent geringeren Blutzuckerspiegel als die Kontrollgruppe. Ein erhöhter Blutzuckerwert gehört zu den Risikofaktoren für Diabetes.

Auch der Insulinspiegel im Blut der Grapefruittrinker war um ein Drittel geringer. Da ein hoher Insulinspiegel eine Gewichtsabnahme verhindert, ist eine entsprechende Senkung für Abnehmwillige von grosser Bedeutung.

Ist der Triglyceridspiegel (Blutfettspiegel) im Blut erhöht, kann das auf Übergewicht, aber auch auf eine Erkrankung der Nieren hindeuten. Besonders in Verbindung mit einem ebenfalls erhöhten Cholesterin-Wert steigt mit dem Blutfettspiegel die Thrombosegefahr.

Der Blutfettwert der Grapefruitgruppe war um ganze 38 Prozent geringer als jener der Kontrollgruppe, so das sich das Grapefruitsaft-Trinken auch für Menschen mit hohen Blutfettwerten lohnt.




Die Grapefruit-Diät ist einfach umzusetzen


Alles was Sie machen müssen ist, vor jeder Mahlzeit eine halbe Grapefruit zu essen. Die Frucht enthält Enzyme, die Ihren Appetit zügeln, was wiederum bedeutet, Sie werden insgesamt weniger Kalorien zu sich nehmen. Der Grapefruit wird auch nachgesagt, dass sie den Stoffwechsel beschleunigt, und das hilft dabei, noch mehr Kalorien zu verbrennen.
Das Gesamtresultat: Sie werden nicht nur weniger Kalorien zu sich nehmen, Sie werden auch mehr Kalorien verbrennen. Diese Kombination ist der Schlüssel zum Abnehmen. In der Tat haben einige Untersuchungen gezeigt, dass es möglich ist, zehn Pfund in zwei Wochen abzunehmen, und dies nur durch die Umstellung auf die 12 Tage Grapefruit Diät.

Wo liegt der Haken bei dieser Diät?


Obwohl diese Diät schon so lange existiert, wird die 12 Tage Grapefruit Diät immer noch als „Mode-Diäten“ eingestuft. Dies liegt darin begründet, weil sie nur auf einer kleinen Änderung im Essverhalten beruht. Es ist nicht notwendig, noch andere sonst übliche Punkte zur Gewichtsabnahme zu berücksichtigen.
Wenn Sie diese Diät machen, bedeutet das allerdings nicht, dass Sie eine Freikarte haben, um sich mit allem möglichen „Junk-Food“ voll zu stopfen. Sie müssen immer noch darauf achten, was Sie essen. Versuchen Sie mehr gesunde Lebensmittel zu sich zu nehmen, wie frisches Obst und Gemüse, eiweißreiche Kost und Vollkornprodukte. Wenn Sie wirklich Ihre Pfunde loswerden wollen, müssen Sie sich auch sportlich betätigen. Das bedeutet nicht, dass es erforderlich ist, 10 Kilometer am Tag zu joggen oder 3 Stunden täglich ins Fitnessstudio zu gehen. Stattdessen gilt es, Aktivitäten zu finden, die Sie genießen und die Ihnen Spaß machen. Ziel sollte sein, sich für 20 bis 30 Minuten pro Tag, 5 Tage die Woche zu bewegen.
Gleichzeitig sollten Sie beim Zubereiten Ihrer Mahlzeiten Ihre Gewohnheiten ändern, das wird ebenfalls einen großen Einfluss auf Ihren Diäterfolg haben. Entscheiden Sie sich für Grillen, Dämpfen und Backen, anstelle von Braten der Speisen. Essen Sie 5 oder 6 kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt, statt 3 größere Mahlzeiten. Eine weitere gute Faustregel ist, Lebensmittel so weit als möglich im natürlichen Zustand zu sich zu nehmen.

Ist die Grapefruit Diät schlecht?


Überhaupt nicht. Sie sollten all die Veränderungen, die wir gerade angesprochen haben, umsetzen, und die Grapefruit Diät wird Ihnen helfen, schnell Gewicht zu verlieren. Eine solche Diät sollte allerdings nicht über einen sehr langen Zeitraum durchgeführt werden, doch Sie kann Ihnen fraglos den Einstieg erleichtern.
Gleich in den ersten 1 bis 2 Wochen ein paar Pfunde zu verlieren, kann sehr motivierend sein und Ihnen die weitere Gewichtsabnahme somit erleichtern.
Eine Kombination aus sämtlichen genannten Tipps sind der Weg, um die Pfunde purzeln zu lassen. Machen Sie die 12 Tage Grapefruit Diät, betätigen Sie sich sportlich, essen Sie gesund und ändern Sie andere Gewohnheiten und Sie werden all das Gewicht verlieren, das Sie verlieren möchten ohne sich in dieser Zeit verrückt zu machen.

Mittwoch, 23. November 2016

Abnehmen: Mate-Tee unterstützt


Abnehmen mit Mate-Tee: Hilft er wirklich?



Mate in traditionellem Trinkgefäss (Kalebasse)


Der aus Südamerika stammende Mate-Tee hat nicht nur ähnlich wie Kaffee eine aufputschende Wirkung, sondern senkt gleichzeitig das Hungergefühl. Er soll sich deshalb für Diäten eignen und allgemein beim Abnehmen helfen. 


Wir erklären, wie man Mate-Tee richtig zubereitet und wie viel von diesem Tee wirklich gesund ist.


Mate-Tee senkt das Hungergefühl


Südamerikas Lieblingsgetränk Mate-Tee wird aus den Blättern des Mate-Strauchs hergestellt, einer Pflanzenart aus der Gattung der Stechpalmen. 

Das Aufgussgetränk enthält eine Reihe gesunder Nährstoffe: Magnesium, Kalzium, Vitamin A, B und C, Rutin, Chlorogensäure, Saponine sowie Theobromin und Theophyllin.

Außerdem findet sich zwischen 0,3 und 1,5 Prozent Energie bringendes Koffein in den Blättern. Dem Tee werden eine Reihe positiver Wirkungen für Nerven, Muskeln und Stoffwechsel zugesprochen: So soll er schweißtreibend, kreislaufstärkend und harntreibend sein, die Speichel- und Magensaftbildung fördern und damit die Verdauung unterstützen.

Beim Abnehmen dient er vor allem als natürlicher Appetitzügler. Du solltest ihn daher etwa eine Stunde vor den Mahlzeiten trinken. 

In Verbindung mit einer Diät kann der Genuss von Mate-Tee sinnvoll sein: 

Die im Tee enthaltenen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente liefern nötige Ausgleichsstoffe, die dem Körper an anderer Stelle vorenthalten werden. 

Mate-Tee ist hierzulande als Arzneimittel zugelassen und ist in der Apotheke genauso erhältlich wie im Teegeschäft.


Mate-Tee richtig zubereiten


Traditionell wird Mate-Tee in einer Kalebasse serviert – einem Gefäß, das aus der ausgehöhlten und getrockneten Hülle eines Flaschenkürbisses hergestellt wird – und durch die Bombilla, ein mit einem Sieb ausgestattetes Trinkröhrchen, getrunken. 

Er schmeckt aber auch, wenn du ihn direkt aus einer Tasse trinkst. Setze nicht mehr als drei Teelöffel Mateblätter mit einem Liter heißem Wasser an. Die Temperatur des Wassers sollte dabei 80 Grad nicht übersteigen, da das Wasser beim Sieden mehr Geschmacksstoffe aufnimmt und die Aufgüsse bitter werden lässt.

Lasse  den Tee mindestens fünf bis zehn Minuten ziehen – anschließend kannst du ihn entweder heiß oder kalt trinken.

Da der erste Aufguss bitter schmecken kann, empfiehlt es sich, diesen zu entsorgen und erst den zweiten zu trinken. Hierzulande wird er gerne mit Milch oder aromatisiert getrunken. An heißen Sommertagen kann Mate-Tee mit Eis oder Limonensaft schön erfrischend sein.


Diät 


Genieße  hin und wieder eine Tasse Mate-Tee, profitiere neben dem Abnehmen bei einer Diät von weiteren positiven Nebenwirkungen:

So fördert das Getränk nicht nur die Verdauung, indem es Speichelfluss und Magensaftbildung anregt, sondern auch den Stoffwechsel, und regt damit auch die Fettverbrennung im Körper an. Eine Studie der Universität von Illinois ergab, dass Mate sogar Darmkrebs vorbeugen kann.


Zu viel Mate-Tee ist nicht gesund


Bei übermäßigem Genuss hingegen kann der Tee laut einigen Studien gesundheits-schädlich sein. Das richtige Mass macht's aus.

Freitag, 18. November 2016

Konjak-Wurzel als Appetitzügler

Konjak (Shirataki)






Die Pflanze, aus der das Konjakpulver gewonnen wird, wächst in Asien und wird lateinisch „Amorphophallus Konjac“ und deutsch „Teufelszunge“ genannt. Ihre Knolle ist die Konjakwurzel und diese wird pulverisiert in Japan schon seit über 1500 Jahren zu Heilzwecken genutzt. 

Die Konjakwurzel hat eine noch geringere Kalorienanzahl als eine Salatgurke, weswegen Lebensmittel, die aus der Konjakwurzel hergestellt werden, wie zum Beispiel die Konjac Nudel, auch in größeren Mengen bedenkenlos und ohne schlechtes Gewissen gegessen werden können. 

Doch das allein ist nicht der Grund, warum Konjakwurzel-Pulver helfen kann, Gewicht zu verlieren



Was ist das Geheimnis von Konjak?


. Die Konjak-Wurzel ist:

  • absolut fettfrei 
  • sehr ballaststoffreich
  • viel basischer als Spinat
  • komplett eiweißfrei 
  • vollkommen glutenfrei
  • absolut stärkefrei
  • sowie frei von verwertbaren Kohlenhydraten.


Eines der Geheimnisse der Konjakwurzel scheint wohl der hohe Gehalt an Glucomannanen zu sein. Satte 40 Prozent lösliche Ballaststoffe sind in jedem Nudelgericht aus Konjakmehl enthalten. Dem gegenüber enthält das ballaststoffreiche Vollkornbrot nur zwölf Prozent unlösliche Ballaststoffe.


 Unlösliche Ballaststoffe können nur vergleichsweise wenig Flüssigkeit an sich binden. Die löslichen Glucomannane aus der Konjakwurzel binden hingegen x-mal mehr Flüssigkeit an sich, als sie selbst wiegen. 

Damit scheidet man nicht nur mehr Toxine, Spaltprodukte und gegessene Nahrungsfette aus, sondern Konjak  scheint auch ideal zum Abnehmen und für eine geregelte Verdauung. 

Ein hoher Sättigungseffekt, ein geringer Kalorien- und ein überragend hoher Ballaststoffgehalt, keinerlei Fett und keine Kohlenhydrate – besser könnte die Bilanz eines „low carb“-Lebensmittels für Viele wohl nicht ausfallen. Es dürfte jedoch Sinn machen, auch ein wenig gutes Fett und auch Eiweiss der Mahlzeit hinzu zu fügen, also z.B. durch ein schönes, gegrilltes Hühnerfilet (wenn man nicht gerade Vegetarier oder Veganer ist). Jede Diätmaßnahme fällt erwiesenermaßen durch die Verwendung von Konjak Glucomannanen erfolgreicher aus. 


Thailändische Studien wiesen außerdem 2009 nach, dass die Ballaststoffe der Konjakwurzel den Ghrelinspiegel positiv beeinflussen. Bei einem niedrigen Ghrelinspiegel, wie ihn die Konjakmehl-Produkte erzeugen, fühle man laut Studie weniger Hunger.


Konjak: Ein low carb-Spätzünder in Deutschland?


Kanadische, schwedische und amerikanische Studien belegten zudem: Die Blutzucker- und Cholesterinspiegel der getesteten Probanden bleiben trotz des Nudelverzehrs aus Konjakmehl niedrig. Untersuchungen an Prä-Diabetikern, Diabetikern und Menschen mit Insulinresistenz – einer Diabetes-Vorstufe – bestätigten diese Ergebnisse. Man fragt sich, warum die europäische Diätindustrie und die deutsche Lebensmittelindustrie bisher nicht mehr mit diesen Erkenntnissen angefangen haben. Immerhin sind die gesundheitlichen Wirkungen der Glucomannane aus der Konjakwurzel bereits seit 1990 hierzulande bekannt. Angesichts diverser exotischer Vitalstoffbomben, aminosäurehaltiger Naturpräparate und Fatverbrenner, die bei uns als neue Wundermittel beworben werden, hätte man auch der Konjakwurzel und den daraus hergestellten Produkten einen triumphalen Siegeszug in Deutschland zugetraut. Bisher ist das aber nur zögerlich geschehen. Die EU dürfte dabei eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben. Ebenso sind die deutschen Lebensmittelgesetze sicher am zögerlichen Erfolgsweg der Konjak Wurzel beteiligt. Dabei berichtete das Magazin „Men’s Health“ bereits 2009 ausführlich von der „Null-Kalorien-Nudel“, die kaum verwertbare Kohlenhydrate aufweist.


Warum unterliegen Konjak Nudeln international einem Hype?


Auf verschiedenen Ebenen wird im internationalen Kontext ein regelrechter Hype um die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Konjak-Nudeln veranstaltet. Vor allem in den USA ist man von diesen low carb-Nudeln begeistert. Das ist auch kein Wunder angesichts einer zunehmend übergewichtigen Gesellschaft. Dabei haben die Nudeln aus dem Konjakmehl keinen besonderen Nährwert. 


Sie enthalten weder Vitamine noch Aminosäuren noch Proteine. Ihre potentiellen gesundheitlichen Vorteile sind allerdings trotzdem beachtenswert. Insbesondere Menschen, die sich an eine low carb-Ernährung herangetastet haben, suchten lange vergeblich nach einer kohlenhydratarmen Nudelsorte, die man ohne Bedenken essen könne. Mit Konjak Nudeln bietet sich, wie es scheint, die ideale Lösung. 

Leider werden die meisten Menschen diese Nudelsorte trotz ihres hohen Gesundheitswertes nicht im konventionellen Handel, im Reformhaus- oder Biohandel finden. Das wird sich hoffentlich bald ändern. Denn die ballaststoffhaltigen Nudeln scheinen so viele Vorteile zu haben, dass fast jeder davon profitieren dürfte. Der internationale Hype um die Konjakmehl-Nudeln ist also deswegen so groß, weil so viele Gruppen von Menschen wohl von den Glucomannanen profitieren können.

Freitag, 11. November 2016

„An apple a day keeps the doctor away.“ - Ein Apfel am Tag hilft tatsächlich


Ein Apfel am Tag hilft tatsächlich





„An apple a day keeps the doctor away.“ 

Jeder kennt die knapp 150 Jahre alte Volksweisheit. Aber wie viel Wahrheit steckt dahinter? Ist der Apfel wirklich das Gesundheitselixier schlechthin?

An der alten englischen Volksweisheit ist etwas dran, das belegen zahlreiche Studien. Seit Jahren widmen sich Wissenschaftler weltweit immer wieder dem Apfel und seiner Wirkung. In ihren Untersuchungen listen sie eine Fülle an Krankheiten auf, gegen die der Verzehr eines Apfels pro Tag helfen soll.




Äpfel können gegen Alzheimer helfen



Wissenschaftler der Cornell Universität im Bundesstaat New York fanden in ihrer Studie zum Beispiel heraus, dass ein Apfel täglich die Gedächtnisleistung verbessern und Alzheimer vorbeugen kann. 

Sogar das Wachstum von Krebstumoren soll der regelmäßige Verzehr von Äpfeln bremsen.In ihrer Untersuchung setzten die Ernährungswissenschaftler für Brustkrebs besonders anfällige Laborratten 24 Wochen auf eine Apfeldiät. Das Ergebnis: Das Tumorrisiko sank um bis zu 44 Prozent, bestehende Tumoren schrumpften um bis zu 61 Prozent.

Der Grund: Äpfel enthalten reichlich Quercetin. Die chemisch zu den Phenolsäuren/Flavonoiden zählende Substanz, senkt das Risiko von oxidativem Stress, hemmt Entzündungen und fängt zudem gefährliche freie Radikale. Diese aggressiven Moleküle entstehen verstärkt in Stresssituationen und können Erbgut oder Zellen schädigen.



Äpfel fördern die Verdauung



Auch der Darm profitiert von den gesunden Multitalenten. Ob flüssig als Apfelsaft, püriert als Apfelmus oder als ganze Frucht – Äpfel fördern in jeder Form eine gesunde Verdauung. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler vom Lebensmittel-Forschungsinstitut der Technischen Universität Kopenhagen gekommen. In Fütterungsversuchen mit Ratten haben die dänischen Mikrobiologen eine positive Wirkung auf die Darmbakterien festgestellt.

Als mögliche Ursache sehen die Forscher die in Äpfeln enthaltenen Pektine. Pektine sind Ballaststoffe, die der menschliche Körper nicht verdauen kann. Als sogenannte „Darmputzer“ helfen sie den Darmbakterien dabei, den Verdauungstrakt zu reinigen. Denn durch die Zufuhr der Pektine produzieren diese bestimmte Buttersäure-Ester, die den Zellen der Darmwand als eine Art „Treibstoff“ dienen.




Natürliche Cholesterinblocker



Pektine helfen aber nicht nur der Verdauung, sie können auch die Cholesterinwerte des Bluts senken – wie eine Studie der Florida State University zeigt. Ein Jahr lang aßen 160 Frauen im Alter von 45 bis 65 Jahren jeden Tag 75 Gramm getrocknete Äpfel oder Pflaumen. Das Ergebnis: Schon nach einem halben Jahr war der Wert des LDL-Cholesterins (schlechtes Cholesterin) der Apfelesserinnen um 23 Prozent gesunken.
Auch hier sind es wieder die im Apfel enthaltenen Pektine, die den Cholesterinspiegel in Schach halten. Indem die Pektine Gallensäuren an sich binden, tricksen sie die Leber aus und zwingen sie dazu, für die Produktion von Gallensäuren auf das körpereigene Cholesterin zurückzugreifen. Die Folge: Der Cholesterinwert im Blut sinkt.


Ein Apfel am Tag ist nicht genug



Äpfel sind ohne Frage gesund. Aber ab welcher Menge schützt der Verzehr tatsächlich vor Krebs oder einem zu hohen Cholesterinspiegel? Die Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. Ein bis zwei Äpfel können, müssen aber nicht unbedingt dabei sein.

Für Thomas Schätzler, Facharzt für Allgemeinmedizin und Mitglied im deutschen Hausärzteverband,  gehört der Apfel als Bestandteil von vielen Speisen und Getränken – wie etwa morgens im Birchermüsli oder abends als Apfelwein – zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung dazu.  Der Mediziner nimmt in der Ärztezeitung oder in seinem Blog „Schätzlers Schafott“ Stellung zu umstrittenen Themen rund um Gesundheit und Medizin.

Wer die Nährstoffe laut Thomas Schätzler richtig nutzen will, sollte mehr als einen Apfel am Tag essen. „Ein bis zwei Äpfel am Tag sind sinnvoll – gerne auch mehr, es sei denn jemand ist Diabetiker.“ 

Da die meisten Vitamine und Spurenelemente in der Schale stecken oder unmittelbar darunter sitzen, rät der Mediziner außerdem auf das Schälen ungespritzter Äpfel zu verzichten. Das Kerngehäuse kann dafür gerne entfernt werden, denn dort gibt es die wenigsten Mineralstoffe.


Süß oder Sauer?



Saftig-süß, knackig-säuerlich oder mehlig-herb: Apfelsorten gibt es viele. Von Jonagold, Boskop, Braeburn über Elstar, Gloster, Idared bis zu Delicious, Pink Lady oder Gala. Die grünen meist säuerlichen Sorten enthalten mehr Chlorophyll und sind dadurch optisch länger haltbar. Die roten enthalten dagegen mehr Vitamin C.

Für Thomas Schätzler sind rote Apfelsorten die gesündere Wahl: „Frische rote Äpfel sind qualitativ besser als ältere grüne, die immer noch frisch aussehen können. 

Mein Favorit ist der rote Berlepsch-Apfel mit viel Vitamin C.“ Grundsätzlich können Apfelliebhaber aber gerne je nach Geschmack zu süßen und sauren Sorten greifen. Die Unterschiede im Fruchtzuckeranteil fallen nur sehr gering aus.

Für Menschen, die nicht fruktoseintolerant sind, ist der Zucker gesundheitlich unbedenklich. „Selbst wer mehrere Äpfel pro Tag isst, bekommt in der Regel keinen Durchfall, davor schützt das Apfel-Pektin“, erklärt Thomas Schätzler.