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Montag, 6. Mai 2019

ZITRONEN SIND GESUND


ZITRONEN SIND EINE DER GESÜNDESTEN FRÜCHTE AUF UNSEREM PLANETEN AUFGRUND IHRER UNZÄHLIGEN GESUNDHEITSFÖRDERNDEN VITAMINE UND NÄHRSTOFFE.




Wascht die Früchte zunächst gründlich mit Apfelessig oder etwas Backpulver ab. Anschließend ihr legt eure Zitronen in den Gefrierschrank und holt sie erst wieder heraus, wenn sie komplett gefroren sind. Dann reibt ihr die komplette Frucht mit einer Reibe und füllt sie in Eiswürfelförmchen. Anschließend friert ihr die geriebene Zitronen erneut ein. So habt ihr sie immer griffbereit und könnt sie ganz einfach für eure Smoothies, Gemüsepfannen, Salatdressings, Tees, Suppen, Dessert und vieles mehr portionieren. Eurer kulinarischen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Gleichzeitig tut ihr eurem Körper damit auch noch etwas Gutes; also probiert es doch einfach einmal aus!



Zu den möglichen positiven Wirkungen der Zitrone auf den Körper gehören:
  • die Prävention von Asthma
  • die Hemmung von Entzündungen
  • die Entgiftung der Nieren und der Leber
  • die Stärkung des Immunsystems
  • die Regulation des Blutdrucks
  • die Eliminierung von Bakterien im Organismus
  • die Linderung von Depressionen und Stress
  • die Bekämpfung von Krebs

Sonntag, 10. September 2017

Salzreiche Kost erhöht das Herzschwäche-Risiko

Salzreiche Kost erhöht das Herzschwäche-Risiko

Zu hoher Salzkonsum schadet dem Herzen – unabhängig vom Blutdruck



Zu viel Salz macht herzkrank: Ein zu hoher Salzkonsum erhöht das Risiko, eine Herzschwäche zu entwickeln, deutlich. Das legt nun eine finnische Langzeitstudie mit mehr als 4.000 Probanden nahe. Wer täglich über 13,7 Gramm Salz aufnimmt, ist demnach doppelt so anfällig für die Herzkrankheit wie Menschen, die weniger als 6,8 Gramm pro Tag konsumieren. Besonders interessant: Der Effekt scheint unabhängig vom Blutdruck zu sein.
Salz hat einen ambivalenten Ruf: Einerseits ist es ein wichtiger Mineralstoff für den menschlichen Körper, den wir täglich von außen zuführen müssen – etwa um Verluste durch Schweiß auszugleichen. Denn bekommt unser Organismus zu wenig davon, können wir krank werden. Zu viel Salz kann andererseits jedoch schädlich sein.

So soll eine salzreiche Ernährung den Blutdruck in die Höhe treiben und dadurch unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle fördern. Viele Mediziner plädieren daher für eine eher salzarme Kost: Mehr als sechs Gramm täglich sollten es nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nicht sein, einige Forscher halten sogar maximal drei Gramm täglich für besser.


Dass es sich lohnt, mit dem Salzstreuer sparsam umzugehen, bestätigt nun eine finnische Langzeitstudie mit 4.630 Teilnehmern. Für ihre Untersuchung befragten Pekka Jousilahti vom National Institute for Health and Welfare in Helsinki und seine Kollegen Probanden zu ihrem gesundheitsbezogenen Verhalten und erhoben Gewicht, Größe, Blutdruck sowie diverse Laborparameter im Blut.


Außerdem analysierten sie über einen Zeitraum von 24 Stunden gesammelte Urinproben, um den individuellen Salzkonsum zu berechnen. Die Forscher wollten wissen: Wie wirkt sich die Salzaufnahme auf das Risiko aus, eine Herzschwäche zu entwickeln? Um das herauszufinden, beobachteten sie die Studienkohorte zwölf Jahre lang weiter.

Doppelt so hohes Risiko


Im Laufe dieses Zeitraums wurde bei insgesamt 121 vormals herzgesunden Teilnehmern eine Herzschwäche diagnostiziert. Die auch Herzinsuffizienz genannte Erkrankung entsteht durch eine Unterversorgung des Pumporgans und kann zum Beispiel durch Bluthochdruck oder Herzmuskelentzündungen ausgelöst werden.

Der Blick auf die Betroffenen offenbarte einen deutlichen Zusammenhang: Je mehr Salz Probanden konsumierten, desto häufiger wurde ihr Herz krank. "Wer mehr als 13,7 Gramm Salz pro Tag aufnahm, hatte ein doppelt so hohes Risiko wie Personen, die weniger als 6,8 Gramm täglich konsumierten", berichtet Jousilahti. Bei 6,8 bis 8,8 Gramm Salz pro Tag war das Herzschwäche-Risiko immerhin um das 1,4-Fache erhöht.

Unabhängig vom Blutdruck


Erstaunlich dabei: Die bekannten negativen Auswirkungen einer salzreichen Ernährung auf den Blutdruck können das erhöhte Risiko nicht erklären. "Der salzbedingte Anstieg des Herzinsuffizienz-Risikos war unabhängig vom Blutdruck", sagt Jousilahti. Demnach scheint Salz dem Herzen nicht nur durch seinen Effekt auf den Blutdruck schaden zu können.

"Daten, wie sie diese Studie liefert, sind ein weiterer Hinweis, dass der kardiovaskulären Prävention durch geeignete Ernährung und andere Lebensstilmaßnahmen noch viel mehr Bedeutung zukommen sollte", kommentiert der Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), Eckart Fleck.

Wie der Wissenschaftler betont, liegt der Salzkonsum auch in Deutschland weit über den üblichen Empfehlungen: Einer Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zufolge nehmen Männer in Deutschland im Schnitt täglich zehn Gramm Salz und Frauen 8,4 Gramm zu sich. (European Society of Cardiology Congress, 2017)

Freitag, 11. November 2016

„An apple a day keeps the doctor away.“ - Ein Apfel am Tag hilft tatsächlich


Ein Apfel am Tag hilft tatsächlich





„An apple a day keeps the doctor away.“ 

Jeder kennt die knapp 150 Jahre alte Volksweisheit. Aber wie viel Wahrheit steckt dahinter? Ist der Apfel wirklich das Gesundheitselixier schlechthin?

An der alten englischen Volksweisheit ist etwas dran, das belegen zahlreiche Studien. Seit Jahren widmen sich Wissenschaftler weltweit immer wieder dem Apfel und seiner Wirkung. In ihren Untersuchungen listen sie eine Fülle an Krankheiten auf, gegen die der Verzehr eines Apfels pro Tag helfen soll.




Äpfel können gegen Alzheimer helfen



Wissenschaftler der Cornell Universität im Bundesstaat New York fanden in ihrer Studie zum Beispiel heraus, dass ein Apfel täglich die Gedächtnisleistung verbessern und Alzheimer vorbeugen kann. 

Sogar das Wachstum von Krebstumoren soll der regelmäßige Verzehr von Äpfeln bremsen.In ihrer Untersuchung setzten die Ernährungswissenschaftler für Brustkrebs besonders anfällige Laborratten 24 Wochen auf eine Apfeldiät. Das Ergebnis: Das Tumorrisiko sank um bis zu 44 Prozent, bestehende Tumoren schrumpften um bis zu 61 Prozent.

Der Grund: Äpfel enthalten reichlich Quercetin. Die chemisch zu den Phenolsäuren/Flavonoiden zählende Substanz, senkt das Risiko von oxidativem Stress, hemmt Entzündungen und fängt zudem gefährliche freie Radikale. Diese aggressiven Moleküle entstehen verstärkt in Stresssituationen und können Erbgut oder Zellen schädigen.



Äpfel fördern die Verdauung



Auch der Darm profitiert von den gesunden Multitalenten. Ob flüssig als Apfelsaft, püriert als Apfelmus oder als ganze Frucht – Äpfel fördern in jeder Form eine gesunde Verdauung. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler vom Lebensmittel-Forschungsinstitut der Technischen Universität Kopenhagen gekommen. In Fütterungsversuchen mit Ratten haben die dänischen Mikrobiologen eine positive Wirkung auf die Darmbakterien festgestellt.

Als mögliche Ursache sehen die Forscher die in Äpfeln enthaltenen Pektine. Pektine sind Ballaststoffe, die der menschliche Körper nicht verdauen kann. Als sogenannte „Darmputzer“ helfen sie den Darmbakterien dabei, den Verdauungstrakt zu reinigen. Denn durch die Zufuhr der Pektine produzieren diese bestimmte Buttersäure-Ester, die den Zellen der Darmwand als eine Art „Treibstoff“ dienen.




Natürliche Cholesterinblocker



Pektine helfen aber nicht nur der Verdauung, sie können auch die Cholesterinwerte des Bluts senken – wie eine Studie der Florida State University zeigt. Ein Jahr lang aßen 160 Frauen im Alter von 45 bis 65 Jahren jeden Tag 75 Gramm getrocknete Äpfel oder Pflaumen. Das Ergebnis: Schon nach einem halben Jahr war der Wert des LDL-Cholesterins (schlechtes Cholesterin) der Apfelesserinnen um 23 Prozent gesunken.
Auch hier sind es wieder die im Apfel enthaltenen Pektine, die den Cholesterinspiegel in Schach halten. Indem die Pektine Gallensäuren an sich binden, tricksen sie die Leber aus und zwingen sie dazu, für die Produktion von Gallensäuren auf das körpereigene Cholesterin zurückzugreifen. Die Folge: Der Cholesterinwert im Blut sinkt.


Ein Apfel am Tag ist nicht genug



Äpfel sind ohne Frage gesund. Aber ab welcher Menge schützt der Verzehr tatsächlich vor Krebs oder einem zu hohen Cholesterinspiegel? Die Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. Ein bis zwei Äpfel können, müssen aber nicht unbedingt dabei sein.

Für Thomas Schätzler, Facharzt für Allgemeinmedizin und Mitglied im deutschen Hausärzteverband,  gehört der Apfel als Bestandteil von vielen Speisen und Getränken – wie etwa morgens im Birchermüsli oder abends als Apfelwein – zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung dazu.  Der Mediziner nimmt in der Ärztezeitung oder in seinem Blog „Schätzlers Schafott“ Stellung zu umstrittenen Themen rund um Gesundheit und Medizin.

Wer die Nährstoffe laut Thomas Schätzler richtig nutzen will, sollte mehr als einen Apfel am Tag essen. „Ein bis zwei Äpfel am Tag sind sinnvoll – gerne auch mehr, es sei denn jemand ist Diabetiker.“ 

Da die meisten Vitamine und Spurenelemente in der Schale stecken oder unmittelbar darunter sitzen, rät der Mediziner außerdem auf das Schälen ungespritzter Äpfel zu verzichten. Das Kerngehäuse kann dafür gerne entfernt werden, denn dort gibt es die wenigsten Mineralstoffe.


Süß oder Sauer?



Saftig-süß, knackig-säuerlich oder mehlig-herb: Apfelsorten gibt es viele. Von Jonagold, Boskop, Braeburn über Elstar, Gloster, Idared bis zu Delicious, Pink Lady oder Gala. Die grünen meist säuerlichen Sorten enthalten mehr Chlorophyll und sind dadurch optisch länger haltbar. Die roten enthalten dagegen mehr Vitamin C.

Für Thomas Schätzler sind rote Apfelsorten die gesündere Wahl: „Frische rote Äpfel sind qualitativ besser als ältere grüne, die immer noch frisch aussehen können. 

Mein Favorit ist der rote Berlepsch-Apfel mit viel Vitamin C.“ Grundsätzlich können Apfelliebhaber aber gerne je nach Geschmack zu süßen und sauren Sorten greifen. Die Unterschiede im Fruchtzuckeranteil fallen nur sehr gering aus.

Für Menschen, die nicht fruktoseintolerant sind, ist der Zucker gesundheitlich unbedenklich. „Selbst wer mehrere Äpfel pro Tag isst, bekommt in der Regel keinen Durchfall, davor schützt das Apfel-Pektin“, erklärt Thomas Schätzler.







Mittwoch, 3. Juni 2015

Spurenelement Selen: weitaus wichtiger für unsere Zellen und unsere Gesundheit als häufig angenommen.

Selen: Wichtig für unsere Zellen und unsere Gesundheit





Schützt die Zellen vor Oxidation

Das Spurenelement Selen ist weitaus wichtiger für unsere Zellen und unsere Gesundheit als häufig angenommen. Es ist essentieller Bestandteil verschiedener Enzymsysteme (z. B. Glutathionperoxidase), die freie Radikale neutralisieren. 





Stärkt Immunsystem

Selen ist besonders wichtig für ein starkes Immunsystem und soll verschiedenen Studien zufolge positive Eigenschaften für die Zellgesundheit in den Geweben von Lunge, Darm, Brust und Prostata haben.

Bindet Schwermetalle

Selen kann Schwermetalle binden, mit denen wir im Alltag häufig in Berührung kommen. Dadurch werden z.B. Cadmium und Quecksilber inaktiviert und ausgeschieden. Aus Amalgam-Zahnfüllungen wird ständig Quecksilber freigesetzt. Cadmium ist Bestandteil von Auto- und Industrieabgasen sowie des Tabakrauches.

Essentiell

Selen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das der Körper nicht selbst produziert, sondern das mit der Nahrung aufgenommen wird. Selen ist als Bestandteil von über 20 Enzymen und Proteinen mit unterschiedlicher physiologischer Wirkung direkt am Schutz der Zellen und Organe vor freien Radikalen beteiligt.



Die Aufgaben von Selen



Als Bestandteil von verschiedenen Enzymen greift Selen an verschiedenen Stellen in unseren Stoffwechsel ein:


  • Die Krebsforschung ist heute sicher, dass Selen antioxidative Schutzsysteme unterstützt, Immunmechanismen stabilisiert und an der Induktion des programmierten Zelltods in Tumorzellen mitwirkt. Eine simultane Aktivierung all dieser Mechanismen durch Selen bewirkt, dass der Organismus auf mehreren Ebenen gegen Krebszellen vorgehen kann.
  • Selen ist ein wichtiges Antioxidans und schützt unsere Zellen vor der Zerstörung durch freie Radikale und vor der Entstehung von Krebs.
  • Selen bindet Schwermetalle wie Arsen, Blei oder Quecksilber, unterstützt somit die Entgiftung von diesen Stoffen und schützt die Körperzellen.
  • Selen ist mit an der Umwandlung und Aktivierung von Schilddrüsenhormonen beteiligt und beugt einer Unterfunktion vor.
  • Selen stärkt das Immunsystem, indem es die Produktion von Antikörpern und die Aktivität der natürlichen Killerzellen stimuliert.


Selen spielt deswegen nicht nur in der Vorbeugung von Erkrankungen, sondern auch bei der akuten Therapie von Erkältungserkrankungen, Tumorerkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen eine große Rolle.


Ursachen für einen Selenmangel



Oft liegt die Ursache des Selenmangels in einer verminderten Zufuhr von Selen durch eine einseitige Ernährung oder Bevorzugung selenarmer Nahrungsmittel. Nordeuropa und auch Deutschland gehören zu den Ländern mit überwiegend selenarmen Böden, so dass unsere Nutzpflanzen wie Getreide, Kartoffeln oder Gemüse unter heutigen Bedingungen wenig Selen enthalten.


Durchfall und chronische Erkrankungen im Bereich des Magen-Darm-Traktes wie zum Beispiel Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Morbus Chron können die Selenaufnahme über die Nahrung vermindern und einen Selenmangel begünstigen. Auch Schwermetallbelastung, Rauchen, Stress, Schwangerschaft und Krebserkrankungen gehen mit einem erhöhten Bedarf an Selen einher.


Eine Unterversorgung mit Selen kann ebenso zahlreiche Erkrankungen von Gelenken und Bewegungsapparat verursachen. Chronischer, massiver Selenmangel kann sogar zu degenerativen Veränderungen nahezu aller Gelenke führen. 

Patienten, die an zu häufigen Infekten erkranken, hervorgerufen durch RNA-Viren, leiden durchwegs an schwerer Selenunterversorgung. RNA-Viren können zu Kinderlähmung oder Influenza führen. Selen kommt in der Therapie und Prävention dieser Erkrankungen immer mehr Bedeutung zu.

Selen: effektiver Zellschutz und Bestandteil der Krebsvorbeugung


Mit Selen lässt sich eine Krebstherapie günstig beeinflussen. Die tumorpräventive Wirkung einer Seleneinnahme wurde in verschiedenen Studien bewiesen. In der bekanntesten, der "Clark Studie", einer 1996 durchgeführten Doppelblindstudie an 1312 Patienten mit Hauttumoren, konnte gezeigt werden, dass durch eine tägliche Seleneinnahme von 200 mcg Selen sowohl die Anzahl an Neuerkrankungen für verschiedene Tumore als auch die gesamte Krebssterblichkeit gesenkt wurde.



Selen mindert offensichtlich die Nebenwirkungen einer Chemotherapie und macht den Körper empfänglicher für die gewünschte Wirkweise. Es schützt die gesunden Körperzellen vor schädlichen Wirkungen dieser Therapien, so dass sich Patienten unter dem Einfluss des Spurenelementes schon deutlich wohler fühlen. Diese Schutzwirkung des Selens bezieht sich auf alle konventionellen Krebstherapien, also auch auf die Strahlentherapie.



Selen, der Stoff, der unsere Zellen schützt und Krebs vorbeugen helfen kann. Verschiedene Enzyme in unserem Körper funktionieren nur mit Selen, z.B. Enzyme, die freie Radikale unschädlich machen oder unsere Abwehrfunktionen stabilisieren. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die unsere Zellen schädigen.

Krebsvorbeugung


Schon bei der Krebsvorbeugung spielt Selen eine wichtige Rolle: Es erhöht den Schutz vor freien Radikalen, stärkt das Immunsystem, macht bestimmte Krebs erregende Stoffe unschädlich. Ursache für die Entstehung von freien Radikalen sind u. a. der Tumorstoffwechsel und die entzündlichen Prozesse, die bei Krebspatienten häufig auftreten. Auch Arzneimittel zur Krebsbekämpfung (Zytostatika) produzieren freie Radikale. Sie schädigen besonders Herz und Nieren. Auch bei der Strahlentherapie entstehen diese aggressiven Sauerstoffmoleküle. Im kranken Gewebe sollen sie die Krebszellen töten, gelangen sie aber in gesunde Zellen, können sie diese schädigen.



Prof. Beuth: "Selen sollte in der akuten Therapiephase als Arzneimittel eingesetzt werden, in der Nachsorge – wenn ein Selenmangel festgestellt wurde – auch als Nahrungsergänzungsmittel. 

Der Grund: Krebspatienten haben meistens einen niedrigeren Selenwert als Gesunde. Das deutet auf einen erhöhten Selenverbrauch hin." (Berliner Kurier, 19.01.2010) Prof. Dr. Beuth ist Direktor der Uni-Klinik Köln.


Buchempfehlung zu Selen und Krebs"Selen gegen Krebs" (Prof. Dr. med J. Beuth; Dr. V. Drebing): Menschen mit Selenmangel erkranken wesentlich häufiger an Magen- und Darmkrebs, Brust-, Lungen- und Hautkrebs als gut versorgte Personen. 


Eindeutige Forschungsergebnisse belegen, dass hochdosiertes Selen in der Krebsvorsorge inzwischen unverzichtbar ist. Die Folgen der Chemotherapie und Bestrahlung werden gelindert, Selen fördert den Milderungs- und Heilungsprozess nachhaltig und wirkt langfristig wachstumshemmend. Dieser Ratgeber beschreibt leicht verständlich den aktuellen Stand der Forschung. Für Krebspatienten bietet er darüber hinaus wertvolle Hilfe für mehr Lebensqualität.






Selen für die Schilddrüse


Im Gegensatz zu Jod führte Selen lange Zeit ein Schattendasein. Heute steht es wie kein anderes lebenswichtiges Spurenelement im Fokus der Krebsforschung. Viel zu oft wird aber vergessen, dass auch die Schilddrüse nur optimal funktionieren kann, wenn neben Jod ausreichend Selen zur Verfügung steht. Oftmals ist eine Unterfunktion der Schilddrüse auch durch einen Selenmangel verursacht.

Dosierung und Herstellung



Die amerikanische Akademie der Wissenschaft hält 200 Mikrogramm täglich als Nahrungsergänzung für sicher und angemessen.



Selen aus Selenhefe: Bei diesem Verfahren wird Hefe auf selenreichen Nährböden gezüchtet und anschließend getrocknet. So können die Hefen auf natürliche Weise einen hohen Anteil an organischem Selen synthetisieren. Die daraus resultierende Hefe hat eine hohe Konzentration der in Selen enthaltenden Eiweiße Selenomethionin und Selenocystein, diese Verbindungen sind natürlicherweise auch in Pflanzen enthalten. 

Organische Selenverbindungen

Organische Selenverbindungen können vom Körper besser resorbiert werden als anorganische. Selenit- und Selenat- Verbindungen müssen im Organismus erst zu biologisch aktiven Selenoproteinen wie Selenmethionin oder Selenocystein umgewandelt zu werden.



Sonntag, 31. Mai 2015

Mit Zeolith - präventiv gegen Zivilisationskrankheiten, wie Arterienverkalkung, Diabetes und Krebs

Mit Zeolith - präventiv gegen Zivilisationskrankheiten





Das Vulkanmineral Zeolith scheint neue Wege in der sanften Medizin zu eröffnen. Es zeigt Erfolge in der Prävention und adjuvanten Behandlung von Zivilisationserkrankungen wie Arterienverkalkung, Diabetes oder Krebs.




Historisches


Edelsteine und Kristalle haben die Menschheit seit jeher fasziniert, und sie wurden auch immer schon zu kultischen Handlungen und Heilzwecken eingesetzt. Schon beim griechischen Philosophen Aristoteles fanden die Heilsteine schriftliche Erwähnung, und in der römischen Heilkunde kannte man Medikamente aus zerriebenen Steinen. 

Am bekanntesten sind aber wohl die Schriften der mittelalterlichen Äbtissin Hildegard von Bingen, die sich intensiv mit der unterschiedlichen Wirkung von Heilsteinen beschäftigte.



Stein des Lebens?


Heute – mit dem Trend zur Rückbesinnung auf natürliche Heilmethoden – nimmt auch die Faszination für bestimmte Gesteine wieder zu – teilweise freilich mit einem ganz anderen wissenschaftlichen Hintergrund.

So wird etwa das Silizium enthaltende Lavagestein Zeolith seit mehr als 25 Jahren international beforscht. In Österreich bemüht sich die komplementärmedizinisch interessierte Fachärztin für Chirurgie Dr. Ilse Triebnig, die in den letzten zehn Jahren rund 2000 Krebs- und andere Patienten mit dem Naturmineral behandelt hat, um die Verbreitung von mehr Wissen rund um die verblüffenden Effekte des Vulkanminerals, dessen besondere Erscheinungsform „Klinoptilolith“ dem Körper angeblich helfen kann, Schadstoffe zu entsorgen und so den Heilungsprozess bei Krankheiten zu beschleunigen.




„Ich habe durch den Einsatz dieses Silikatgesteins in den vergangenen zehn Jahren außergewöhnlich positive Wirkungen auf die Gesundheit meiner Patienten beobachten können“, schreibt die Ärztin in ihrem Buch „Der Stein des Lebens“, und: „Mein ganzes Leben als Medizinerin hatte ich nach solch einem Naturstein Ausschau gehalten, der bei den förmlich explodierenden chronischen Erkrankungen wie Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Leiden erfolgreich eingesetzt werden kann.“




Die molekulargenetische Sicht


Den Zusammenhängen bei der Gabe von Zeolith an Krebspatienten widmet sich der Zagreber Molekularbiologe Prof. Dr. Krešmir Paveli?, der zu diesem Thema zahlreiche wissenschaftliche Studien veröffentlicht hat. Sein hauptsächliches Forschungsgebiet liegt in der Molekulargenetik des Krebses, und er bestätigt, dass Zeolith ein wirksames, toxikologisch erforschtes und als unbedenklich klassifiziertes Adjuvans ist, doch er weiß noch mehr: „

Es ist nun klar, dass Gene, die für die Ausbreitung von Krebszellen verantwortlich sind, vom zerriebenen Gesteinspulver positiv verändert werden. 

Bereits vor Jahren habe ich eine Forschungsarbeit veröffentlicht, in der es darum ging, 20.000 verschiedene Gene der menschlichen Zelle mittels der DNA-Chip-Technologie zu untersuchen. Diese Zellen wurden mit Zeolith behandelt. Dabei hat man zwei Dinge herausgefunden: Zeolith erhöht erstens die Reparaturfähigkeit der DNA, die krankhaft verändert war, und er regelt Anti-Stress-Gene regelrecht hoch. (…) 

Meine neuesten Untersuchungen belegen zudem, dass der Zeolith interessante Auswirkungen auf Vorgänge bei der Entwicklung von Metastasen bei Krebspatienten hat“, sagt er und er bescheinigt dem Gestein auch positive Auswirkungen auf anderen Gebieten der Medizin.


Weitere mögliche Effekte


Triebnig ist aufgrund ihrer Erfahrungen davon überzeugt, dass Zeolith unter anderem auch 

  • das Immunsystem stärkt, 
  • einen guten Effekt auf die Blutfettwerte und 
  • die chemotherapeutisch bedingte Polyneuropathie hat, 
  • stark antioxidativ wirkt, 
  • Schwellungen und Schmerzen lindern kann, 
  • die Fähigkeit zur schnellen Blutstillung besitzt, 
  • Wunden schneller heilen lassen kann und 
  • die gute Knorpel- und Knochenbildung beeinflusst. 
„Wichtig ist in diesem Zusammenhang der Hinweis, dass diese positiven Ergebnisse nur mit dem natürlich vorkommenden und aktivierten Klinoptilolith-Zeolith erreicht werden können. Synthetisch hergestellter oder nicht kontrollierter Zeolith sollte nicht beim Menschen angewendet werden.“



Resümee



Die Medizinerin ist weiters davon überzeugt, dass prinzipiell nur eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Schulmedizin und komplementären Verfahren wie der Zeolith-Gabe im Sinne der Erkrankten richtig ist, und sie kennt auch die Grenzen ihres „Steins des Lebens“: „Mit Zeolith kann man nicht heilen, aber in vielen Fällen die Lebensqualität entscheidend verbessern“, sagt sie.

Etwas zurückhaltend beurteilt die Sache auch der Facharzt für Neurologie und Vorsitzende des Selbsthilfebeirates 

Dr. Klemens Fheodoroff: „Die derzeitige Studienlage lässt die vorsichtige Hoffnung auf ein neues, kostengünstiges Entgiftungsverfahren zu.“

Dienstag, 29. April 2014

Karotte - oft unterschätzt



Karotte




Nur wenige wissen vom enormen Potential der Karotten. Sie sind nicht nur ernährungsphysiologisch bedeutsam, sondern haben breit angelegte, heterogene Heilwirkungen.


Ergebnis vieler Kreuzungen


Die Mutter aller Möhren ist die Wilde Möhre (Daucus carota L.). Sie gehört zur Familie der Doldenblütler (Umbelliferae) und ist in Asien und Europa beheimatet. Sie wächst auf mageren, trockenen Böden, im Berg- und Flachland an Straßen- und Wegrändern. Die Pflanze ist unübersehbar und kann bis zu einem Meter hoch aufschiessen. Sie hat weisse oder rosafarbene vielstrahlige Dolden, ihre Blätter sind fiederteilig zerschlitzt und haben haarfeine Zipfel. Sie blüht von Mai bis Oktober und entwickelt zwei bis vier Millimeter lange Früchte, die länglich-eiförmig aussehen. Ihre Wurzel ist rübenförmig, holzig, innen und aussen weiss. Die wilde Möhre hat mit der modernen, orangefarbenen und stark carotinhaltigen Möhre nur noch wenige Gemeinsamkeiten. 

Wie die heutige Möhre entstand, aus welchen Kreuzungen oder Mutationen sie hervorging, darüber sind sich Botaniker nicht einig. Eine Theorie, die häufiger kolportiert wird, geht davon aus, dass sich unsere Möhre in mehreren Mutationsschritten entwickelte. Im 10. Jahrhundert sollen afghanische Wildmöhren mit purpurroter Wurzel (Anthocyane, wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe) in den Mittelmeerraum gelangt sein und dort gelbe Mutanten entwickelt haben. Im 14. und 15. Jahrhundert sollen weiße, rote und gelbe Sorten nach Mitteleuropa gelangt sein. 

Die heutige, orange Möhre, die weltweit Verbreitung findet, entwickelte sich aus der Weissen Möhre und ist ein Zuchtergebnis des 20. Jahrhunderts. Die Möhre, Karotte, Wurzel oder Gelbe Rübe wie sie auch genannt wird, gehört zu den wichtigsten Gemüsepflanzen. 
Ihre Beliebtheit beruht auf dem süsslichen, milden Geschmack und den wertvollen Inhaltstoffen. 

Möhren werden als Nahrungsmittel zu Nass-, Gefrierkonserven, Trockenprodukten und Säften verarbeitet. 

Für die Pharmaindustrie sind sie wegen der medizinisch wirksamen Inhaltstoffe Grundlage verschiedener Präparate.




Die wichtigsten Inhaltsstoffe...


Möhren haben eine ganze Reihe von medizinischen wirksamen Inhaltsstoffen (untersucht wurden praktisch nur kultivierte Karotten, bzw. deren Extrakte). 

Die wichtigste Gruppe sind die Carotinoide. 

Das ist eine Gruppe von, im Pflanzen- und Tierreich weit verbreiteter gelber und roter Farbstoffe. Chemisch sind es hochungesättigte, teilweise gradkettig, teilweise gradkettig-ringförmig aufgebaute Kohlenwasserstoffe und deren Sauerstoffverbindungen. 
Die überragende physiologische Bedeutung der Carotinoide liegt in ihrer Beteiligung an der Energieübertragung bei der Photosynthese, sowie der Funktion, Zellen vor schädigendem Lichteinfluss zu schützen, und bei der Untergruppe der Carotine in ihrer Funktion als Provitamin (=inaktive Vitamin-Vorstufe). Bekannte Möhren-Carotine sind Betacarotin (Provitamin des lebensnotwendigen Vitamin A1, auch Retinol genannt, wird in der Leber zu Vitamin A umgebaut) oder Lycopin (ein krebsschützender Inhaltsstoff, der besonders auch bei Tomaten vorkommt). 

Die Menge der ätherischen Öle (z. B. Limonen), die in der Möhre enthalten sind, ist - zumindest bei der Wurzel, nicht aber den Samen - eher gering für therapeutische Wirkungen. Trotzdem wurden sie gerne in Kombination mit anderen ätherischen Ölen verwendet, z. B. für Bronchial-Inhalationskapseln. 

Die Gruppe der Polyine, das sind hoch-reaktive, instabile Kohlenstoffverbindungen mit mehreren Dreifachbindungen, ist in letzten Jahren besonders in den Focus wissenschaftlicher Aufmerksamkeit geraten. Ihr Hauptvertreter bei der Möhre, das Falcarinol (auch Carotatoxin genannt) schützt die Möhre vor Pilzbefall, ist also ein natürliches Pestizid. 

Bei Säugetieren, so zeigen aktuelle Untersuchungen, kann Falcarinol die Krebsentstehung aus Krebsvorläufern (Präkanzerose) hemmen. Dies ist eine späte Bestätigung für eine Anwendung von Möhren bei der Behandlung von offenen Tumoren in vergangenen Jahrhunderten. Hinweis: Auch die Superheilpflanze Kamille hat höhere Anteile ähnlicher Polyine. 

Der hohe Gehalt an Zuckerverbindungen aus den Gruppen der Mono- und Oligosaccharide, z. B. Glucose (Traubenzucker) oder Saccharose (Rohrzucker), ist zwar kaum therapeutisch bedeutsam, bietet aber eine ernährungsphysiologische Erklärung, warum Möhren bei uns zumeist das erste Lebensmittel überhaupt ist, das Babys beim oder nach dem Abstillen erhalten („nährstoffreich und verträglich fast wie Muttermilch“). 


Neben diesen pharmakologisch auffallenden Inhaltsstoffen haben Möhren einen hohen Anteil von Mineralstoffen, an Polysacchariden wie z. B. Pektin, für die menschliche Verdauungvorteilhaften Ballaststoffen oder Vitaminen der B-Gruppe und Vitamin C.


Haut und Möhre


Daucus carota hat eine mehrfache und besondere Beziehung zur menschlichen Haut. Die Vorstufen von Vitamin A sind wichtig für die Hautgesundheit. Fehlt das Vitamin, verhornen die Talgdrüsen, die Hautzellen regenerieren sich langsamer, die Haut trocknet aus, wird rissig, spröde und infiziert sich leichter. Die Möhrenfarbstoffe haben aber noch eine andere Wirkung. 
Diese ist besonders von Säuglingen oder Kleinkindern bekannt, denen Möhrensaft oder andere Karotten-Nahrungsmittel in gutgemeintem Übermaß verabreicht werden: Sie bekommen hierdurch bald eine kräftige, gelblich-/orange-bräunliche, jedoch völlig ungefährliche Färbung (Hypercarotinämie), die aber nicht ganz der durch normale Hautbräunung hervorgerufenen Melaninfärbung der Europäer gleicht. 

Gleiche Effekte hat die Möhre aber bei Erwachsenen. 

Wirkung: Die in die Haut eingelagerten Karottenfarbstoffe sehen nicht nur enorm gesund aus, sondern schützen die Haut ähnlich wie der natürliche Hautfarbstoff Melanin vor den schädigenden Wirkungen des Sonnenlichtes, besonders seiner UV-Anteile. Menschen, die wie die verstorbene deutsche Bundeskanzlergattin Hannelore Kohl an einer Sonnenallergie leiden, können somit die Haut künstlich bräunen und ertragen dadurch leichter den Aufenthalt in der Sonne. Entsprechende Präparate gibt es zum Eincremen aber auch zum Einnehmen.

Karottenmaske:

 





Karotte für die Augen



Bei der Wirkung der Möhre muss wie bei allen auch medizinisch wirksamen Lebensmitteln oder Gewürzen zwischen der primär nutritiven, durch die Lieferung von wertvollen Nahrungsbestandteilen bedingten Wirkung (z. B. Stimulation der Dickdarmaktivität durch Ballaststoffe) und den primär therapeutischen Wirkungen (z. B. durchfall-hemmende Wirkung der Möhren-Pektine) unterschieden werden. 

Klar ist: 

Zubereitungen aus der Möhrenwurzel begünstigen die Sehschärfe und das Dämmerungssehen (beugen Nachtblindheit vor), wirken vorteilhaft bei bestimmten Augenkrankheiten (Retinitis pigmentosa

und beeinflussen die Harnausscheidung positiv (wirken diuretisch, u. a. wegen des hohen Kaliumgehaltes). 

Weitere belegte Effekte: 

Möhrenzubereitungen wirken als Wurmmittel (Anthelmintika) und haben antimikrobielle Effekte. Die wurmtreibende (vermifuge) Wirkung ist vermutlich primär durch den Gehalt an ätherischen Ölen bedingt: Diese wirken auf die unerwünschten Darmbewohner zunächst leicht erregend und dann lähmend. Auch die bakterizide Wirkung, besonders auf grampositive Bakterien (z. B. die Erreger der Lungenentzündung - Pneumokokken), entsteht durch die ätherischen Öle der Möhre. 


In zahlreichen Untersuchungen der letzten Jahre sind eine Reihe weiterer potentiell therapeutischer Wirkungen bekannt geworden:

  • Möhrensamenöl beseitigt im Tierversuch bis zu 30% aller Helicobacter pylori-Infektionen des Magens (Ursache für Magengeschwüre, Sodbrennen etc.)
  • Schmerz- und entzündungshemmende Wirkstoffe der Samen wirken fast ebenso stark wie typische Schmerz- und Rheumamittel (Aspirin, Ibuprofen, Naproxen).
  • Möhren sind das drittwichtigste Lebensmittel mit krebspräventiver Wirkung (nach Paprika und Brokkoli), untersuchte Krebsarten u. a. Prostata-, Leberzell- oder Lungenkrebs.
  • Die Carotine aus frischen Möhren schützen vor hohen Blutzucker-Werten (Diabetes mellitus). Der Verzehr von Möhren führt nach dem Essen zu einer besseren „metabolischen Antwort“, d. h. verringert den Anstieg von Blutzucker und Insulinausschüttung, führt zu rascherem Sättigungsgefühl.
  • Saure Oligosaccharide in normaler Möhrensuppe machen es krankmachenden Bakterien unmöglich, sich an die Darmwand anzuheften und so eine Infektionskrankheit auszulösen.
  • Möhrensaft hat membranprotektive und antioxidative Effekte, wirkt deshalb leberschützend und hat unterstützende Heilwirkungen bei akuter Leberentzündung.
  • Frisch geriebene Karotten verbessern die Vitamin A- und Eisen-Werte im Blut stillender Mütter mindestens ebenso gut wie entsprechende Betacarotin-Präparate.
  • Möhren enthalten blutdrucksenkende Wirkstoffe ähnlich den oft eingesetzten Kalzium-Kanalblockern (führen zu Gefäßerweiterung).
  • Möhrensaft beeinflusst das Immunsystem, kann übermässige allergische Reaktionen und anaphylaktischen Schock unterdrücken (Tierversuch).
  • Möhrenkonsum mehr als 2x die Woche ist mit verringertem Brustkrebs-Risiko assoziiert. Unklar ist, ob dies kausal zusammenhängt, oder beides eher auf eine gesündere und damit schützende Lebensweise hindeutet.
  • Möhrensaft schützt die Magenschleimhaut vor alkoholbedingten Schäden (z. B. als Ursache von Magengeschwüren bei Alkohlkranken).
  • Die Heilnahrung aus Reis und Möhren nach Bessau ist bei massiven, akuten Durchfallerkrankungen von Säuglingen und Kindern wirksamer als herkömmliche Glukose-Elektrolyt-Lösungen gegen Dehydratation.



Daucus carota als Aphrodisiakum 



Die gelbe Rübe, gemeinhin Mohrrübe, Karotte wurde von den Griechen geradezu „philtron“ (Liebesmittel) genannt. Ihr Genuss sollte den Geschlechtstrieb auffällig steigern. 
Dioscurides: „Der Same getrunken oder in Zäpfchen eingelegt befördert die Menstruation, ferner befördert er die Empfängnis. Die Wurzel aber reizt zum Beischlaf, im Zäpfchen eingelegt wirft sie den Embryo hinaus." - Von den Römern übernahmen die Deutschen frühzeitig den Anbau der gelben Rübe (schon im Capitulare erwähnt). 

Auch bei uns galt sie sehr frühe als beliebtes Aphrodisiacum. So heisst es später bei Mattioli: „die gelben Rüben bringen die Lust zu ehelichen Werken. - Auch die andern Arten der Rüben (Kohlrüben, rote Rüben) füllen, blähen den Bauch und machen Begier zur Unkeuschheit“, und Der Rübensamen mit Theriack genommen, bewegt die unkeuschen Gelüste. 

Die Steckrüben (Kohlrüben), mit langem Pfeffer bestreut, erregen dasselbe“. 



Heutzutage wird auch noch in Oberägypten Karottensamen mit Honig gekocht als Stimulationsmittel gegessen. - Auch in Japan gelten die Rüben als hervorragendes Aphrodisiacum.






Gut zum Darm und zur Haut


Die traditionell berichteten Heilwirkungen oder die experimentellen Hinweise auf therapeutische Effekte werden heute in einigen bewährten Gesundheitsstörungen oder Erkrankung umgesetzt. 

In der Kinderheilkunde ist die Möhre ein bewährtes Mittel bei Mandelentzündungen, bei Ernährungsstörungen und als Diätetikum zur Heilung von Verdauungsstörungen. 



Beispiel: Der Pektingehalt (=eine langkettige Zuckerverbindung) ist vermutlich verantwortlich für die stopfende Antidurchfall-Wirkung der Möhre. Für dermatologische Indikationen wie polymorphe Lichtdermatosen („Sonnen-Allergie“) und Pigmentanomalien (Über- oder Unterpigmentierung, auch fleckförmig) sind Fertigarzneimittel in der Anwendung. 

Zum Austreiben von Darmparasiten ist sie auch in Teemischungen enthalten (u. a. als Samen - Heshi - in der chinesischen Medizin). Gerade bei Oxyuren, Darmwürmern („Madenwürmer“), die bei Kindern besonders häufig sind -, ist die Möhre als therapeutisches Hilfsmittel jedoch nicht sehr zuverlässig (Anwendung bei Würmern: Morgens 1 Glas Saft oder 1-2 große Möhren, bei Spulwürmern: frische, geschabte Möhren über mehrere Tage). Die leicht wassertreibende (diuretische) Wirkung wird therapeutisch zwar nur selten genutzt. 

Reinigungs- und Entschlackungskuren (z. B. im Vorwege einer medizinischen Fastenkur) können Möhren mit ihrer leberunterstützenden und diuretischen Wirkung jedoch gut unterstützen („Entgiftung“). 

Weitere Wirkungen: Entblähung, milchtreibend oder im Rahmen von Nierenerkrankungen harntreibend (wichtig z. B. bei Blasenentzündung), steintreibend (Nieren, Blasen, z. B. Nierengriess) und ödemausschwemmend (z. B. bei „dicken Füßen“). 

Traditionell empfohlen (aber kaum belegt) wird die Möhrenanwendung bei Störungen wie alkoholbedingtem Kater, Höhenkrankheit, Faltenbildungen oder verlängertem Menstruationszyklus. 





Gegen Krebs



Wesentlich als Erklärung der klinischen Wirkungen der Möhre ist ihr Gehalt an Betacarotin und ähnlicher Verbindungen (Lycopin, Lutein u. a.): Deren stark antioxidative Wirkungen reduzieren durch Entschärfung bestimmter Zellgifte (z. B. Sauerstoffradikale) die Gefahr von Herzinfarkten und Schlaganfällen. 

Zudem verbessern hohe Betacarotin-Werte im Blut die Rekonvaleszenz und erhöhen die Überlebensdauer bei diesen oft lebensbedrohlichen Komplikationen einer, oft mit Bluthochdruck kombinierten Arterienverkalkung. 

Soweit erforscht, könnten die antioxidativen Effekte durch eine Senkung schädlicher Blutfette in Kombination mit einer Erhöhung der Vitamin E-Spiegel im Blut (ebenfalls ein wichtiges Antioxidans) durch Karottenzubereitungen noch verstärkt werden. Ebenfalls von der antioxidativen Potenz von Betacarotin und anderen Carotinoiden sind die onkologischen Karotteneffekte abgeleitet: 

So senkt regelmäßiger Möhrenkonsum die Gefahr von Lungen- und Kehlkopfkrebs deutlich, auch bei ehemaligen Rauchern (bislang nur bei Frauen untersucht). Auch Krebserkrankungen der Vorsteherdrüse (Prostatakarzinom) soll Betacarotin vorbeugen. Hinzu kommen die bereits erwähnten, kanzerogenese-hemmenden Polyine.


Natürlich



Hersteller von isoliertem Betacarotin, Lutein und anderen entsprechenden antioxidativen Präparaten in Tablettenform versuchen seit Jahren die natürlichen Quellen dieser Wirkstoffe und deren Alltagskonsum als unliebsame Konkurrenz auszuschalten. 
Hauptargument: Die Carotinoide in Möhren oder anderem Gemüse würden nicht aufgenommen, würden durch Zubereitung oder im Magen-Darmtrakt zerstört, seien also nicht bioverfügbar. 

Zahlreiche Studien der letzten Jahre haben diesen Marketing-Einwand mittlerweile vollständig entkräftet. Der Verzehr von qualitativ hochwertigen Möhren als Gemüse, Salat oder Saft bekommt also auch weiterhin das Prädikat „besonders wertvoll für die Gesundheit“.




Bioaktive Substanzen in Möhren 

und anderen Pflanzen


Die alte Frage, warum bestimmte Heilpflanzen der Gesundheit des Menschens so gut tun, findet heute eine recht martialische, neo-darwinistisch geprägte 

Antwort: Viele Substanzen sind über Jahrmillionen durch Mutation und Selektion herausgebildete chemische Kampfstoffe der Pflanzen, mit denen sie sich gegen Fress- und andere Feinde zu behaupten versuchen. Viele dieser Feinde wiederum sehen auch uns Menschen nur als leckere Speise oder interessanten Brutplatz für ihre Nachkommenschaft. 

Das bekannteste Beispiel sind die aus Schimmelpilzen hergestellten Antibiotika - Ausdruck eines in diesem Fall Milliarden dauernden Kampfes zwischen Schimmelpilzen und Bakterien. 

Vergleichbares gilt auch für die vermifuge Potenz von Karotten - während sie die Pflanze vor Würmern schützt, vertreibt sie im Bedarfsfall auch unangenehme Schmarotzer aus unserem Darm.


Möhren - „functional food per se“



Karotten sind eine der populärsten Gemüsesorten überhaupt und functional food per se. Abhängig von der Art der Zubereitung (roh/gerieben, gekocht, gepresst) wirkt die Pflanze entweder abführend oder stopfend und ist ein ideales Diätetikum bei Verdauungsstörungen aller Art. 

Auch bei dyspeptischen Magenbeschwerden („Reizmagen“) mit Völlegefühl, Appetitlosigkeit oder Sodbrennen, bewähren sich Möhren als adjuvantes Nahrungsmittel immer wieder. Und - bereits erwähnt: Auch als ständiger Bestandteil der Ernährung können Möhren die Sehkraft oder die Hautgesundheit verbessern.

Risiken und Nebenwirkungen


Durch die Anwendung der Möhre als Lebensmittel auch schon bei Säuglingen ist hinlänglich belegt, dass sie praktisch nebenwirkungsfrei ist. In sehr seltenen Fällen können hochdosierte Präparate zu allergischen Reaktionen, Lichtempfindlichkeit oder Hautentzündungen führen. Entsprechende Präparate sollten wegen ihrer potentiell anregenden Wirkung auf die Gebärmuttermuskulatur nicht von Schwangeren eingenommen werden. Gegen den Verzehr der Möhre als Lebensmittel durch Schwangere ist hingegen nichts einzuwenden.


Typische Zubereitungen


  • industriell hergestellter Möhrensaft (Lebensmittelshandel) - geeignet als gelegentlicher (Pro-)Vitamin- oder Mineralstoffspender für Kinder und Erwachsener. Wegen der Vitamin-Degradation bei der normalen Saftherstellung ist der Saft kein Ersatz für selbst hergestellten, frischen Saft.
  • frischer Möhrensaft, gepresst am besten aus ökologisch hergestellten Karotten. Geeignet für die Behandlung z. B. von Vitaminmangelzuständen (Alkoholiker), Rekonvaleszenz nach schweren Erkrankungen (z. B. nach einer Krebs-OP), Kinder-Ernährung, leichter, nicht-infektiöser Durchfall, Verstopfung (Reizdarm). Anwendung in jedem Fall kurmässig, d. h. 3-5 Wochen lang, 2-3 Gläser frischer Saft täglich.
  • Frischpflanzen-Presssaft aus Mohrrüben, industriell hergestellt. Diese traditionellen Heilmittel aus qualitativ höchstwertiger Produktion sind besonders für medizinische Kuren geeignet. Sei es eine Entschlackungskur im Frühling, sei es, um nach schweren Belastungen besser wieder auf die Beine zu kommen.
  • Kapseln (innere Anwendung) zum Hautschutz, zumeist mit dem Hauptwirkstoff Betacarotin.
  • Cremes oder Hautöle aus Karotten(-samen) (kaltgepresst!) wirken einerseits direkt tönend und lichtschützend, andererseits dringen ihre Wirkstoffe in die Haut ein. Achtung: Reines ätherisches Karottensamenöl nicht direkt auf die Haut auftragen, sondern nur nach Mischung mit z. B. Avocado-Öl.