Sonntag, 27. April 2014

Grüntee - schützt den Organismus

Grüner Tee 




Seinen Namen verdankt der Grüntee der kräftig grünen Farbe, die er nach dem Aufgiessen annimmt. Dabei werden seine Blätter von derselben Teepflanze (Camellia sinensis) geerntet wie auch die Blätter des schwarzen Tees. Ob Schwarz- oder Grüntee aus ihnen entsteht, entscheidet sich durch die Weiterverarbeitung nach der Ernte. Der Schwarztee durchläuft einen sogenannten Fermentierungsprozess, wodurch seine Gerbstofe oxidieren.

 Beim Grüntee wird dieser Oxidationsprozess durch Rösten oder Dämpfen verhindert, sodass sowohl die grüne Farbe als auch die gesunden sekundären Pflanzenstoffe im Teeblatt erhalten bleiben. Diese Inhaltsstoffe machen Grünen Tee so gesund:

  • Flavonoide (Catechine)
  • Aminosäuren (u. a. Theanin)
  • Mineralstoffe (u. a. Kalium, Kalzium, Eisen)
  • Vitamine (A, B, C, E, K)
Ausserdem ist Grüner Tee reich an dem früher auch Thein genannten Koffein. Im Grüntee wird es nur schrittweise abgegeben, weshalb die anregende Wirkung milder ist als die von Kaffee.
Die inzwischen durch über 2.000 Studien belegten gesundheitlichen Wirkungen des Grüntees sind hauptsächlich den Catechinen zuzuschreiben. Dabei scheint der gesundheitlich bedeutendste Wirkstoff dieser zu den sekundären Pflanzenstoffen zählenden Substanzen das Epigallocatechin-Galla PGCG) zu sein. Vor allem die antioxidative Wirkung des EGCG ist enorm, denn sie ist 20-mal höher als die von Vitamin C. Damit kann das Catechin wirkungsvoll die aggressiven freien Sauerstoffradikale unschädlich machen und gleichzeitig vielen Erkrankungen vorbeugen. Grüntee kann nachweislich:
  • freie Radikale unschädlich machen
  • den Cholesterinspiegel senken
  • die Fettverbrennung verbessern
  • den Blutdruck senken
  • die Insulinsensitivität erhöhen und damit einem Typ-2-Diabetes vorbeugen
  • Krebs vorbeugen
  • das Arteriosklerose- und damit das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko senken
  • einer Demenz-Erkrankung vorbeugen
Ausserdem hat der Genuss von Grüntee noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Aufgrund seiner Wirkung auf den Stoffwechsel hilft er auch beim Abnehmen.




Grüntee senkt den Blutdruck und hemmt das Tumorwachstum


Dass Grüntee auch ein guter Blutdrucksenker ist, belegte eine Studie der Universität Posen/Polen im Jahr 2012. Die Forscher verabreichend hierbei 56 Patienten mit Bluthochdruck und Übergewicht drei Monate lang täglich eine Kapsel mit 390 Gramm Grüntee-Extrakt. Diese Dosierung entspricht etwa drei Tassen des Tees. Eine gleichgroße Kontrollgruppe erhielt ein Scheinpräparat. Zum Ende der Studie war in der Grünteegruppe sowohl der obere (systolische) als auch der untere (diastolische) Blutdruckwert um immerhin 5 mmHg gesunken. In der Placebogruppe gab es dagegen keine Veränderung der Werte. Wenn Sie unter Bluthochdruck leiden, sollten Sie daher öfter die Tasse Kaffee durch eine Tasse Grüntee ersetzen.
Einige Studien legen die Annahme nahe, dass Grüntee das Risiko für bestimmte Krebsarten wie z. B. Darmkrebs vermindern kann. Nun zeigt eine Studie der Universität Glasgow/Großbritannien, dass die Catechine aus dem Grüntee eine neue Möglichkeit zur Krebsbehandlung erschließen könnten. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, das EGCG an ein biologisches Transportmedium zu binden, sodass es die Tumorzellen direkt erreichen kann. Bisher ist es zwar nur im Tierversuch gelungen, auf diese Weise bösartige Hauttumoren zu verkleinern und das Leben der tierischen Krebspatienten zu verlängern. Die Ergebnisse geben jedoch berechtigten Anlass zur Hoffnung, dass aus diesen Erkenntnissen neue Therapieformen gegen die bösartige Erkrankung entwickelt werden können.

 Bis es soweit ist, können Sie in jedem Fall Ihr persönliches Krebsrisiko vermindern, wenn Sie täglich Grünen Tee zu sich nehmen.




Gehirnfutter - natürliche Stärkung fürs Gehirn

Futter für's Gehirn







Mit natürlichen Mitteln können Sie Ihr Gehirn ganz natürlich stärken. Die besten natürlichen geistigen Fitmacher sind:
  • Ginkgo
  • Ginseng
  • Lecithin
  • Cholin
  • L-Carnitin
  • alpha-Liponsäure
  • Vitamin B6 und B12,, Folsäure



Alpha-Liponsäure ist ein starker Radikalfänger, der die Nervenzellen vor Schädigungen durch freie Sauerstoff-Radikale schützt. 
L-Carnitin steigert die Energieaufnahme in die Nervenzellen und kann dadurch die Gehirnleistung verbessern. 
Zusätzlich benötigt die schützende Myelinschicht der Nervenzellen B-Vitamine (v. a. B6, B12, Folsäure). Da diese Vitamine auch an der Bildung der Neurotransmitter beteiligt sind, führt ein Mangel zu einer verschlechterten Gehirnleistung.
Die fettähnliche Substanz Phosphatidylcholin, besser bekannt als Lecithin, ist wichtiger Bestandteil der Zellmembran und isoliert die Nervenfortsätze (Dendriten). Da Ihr Körper aus dem in Lecithin enthaltenen Cholin den Nervenbotenstoff Acetylcholin herstellen kann, trägt Lecithin wesentlich zu einer verbesserten Gehirnleistung bei.
Extrakte der chinesischen Arzneipflanze Ginseng (Panax Ginseng) erhöhen die Ausschüttung der Botenstoffe Dopamin, Noradrenalin und Serotonin und fördern dadurch die Gehirnaktivität.

Gehirndoping-Liste


Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass folgende Wirkstoffe eine positive Wirkung auf das Gehirn haben, die die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit erhöhen:

Guarana

Guarana ist eine aus dem Amazonasgebiet stammende Pflanzenart, welche bei den Einheimischen schon seit Jahrhunderten bekannt ist und den Ruf als „Wachmacher“ hat. Guarana enthält mehr Coffein als Kaffee oder Tee, der auch erst nach und nach freigesetzt wird, so dass die wachhaltende Wirkung deutlich länger andauert als bei Kaffee. Aufgrund dieser stimulierenden Wirkung eignet sich Guarana als Gehirndoping Mittel zur Steigerung der Hirnleistung.




Ginseng 

Ginseng ist eine aus dem Ostasiatischen Raum stammende Pflanzenart, welche eine stärkende und kräftigende Wirkung hat, die die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit verbessert. Gehirndoping mit Ginseng ist risikofrei, die Nebenwirkungen sind gering. Ginsengpräparate werden oft als Tee verkauft.

Ginkgo

Ginkgo oder Ginko ist eine aus China stammende Baumart, welche insbesondere bei der Behandlung von Demenz eingesetzt wird, also bei nachlassender geistiger Leistungsfähigkeit. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Ginkgo die Gedächtnisleistung und das Lernvermögen stärkt und verbessert. Ginkgo sorgt nämlich für eine verbesserte Durchblutung des Gehirns, eine anregende Sauerstoff- und Nährstoffversorgung sowie der Stärkung von Nervernzellen.
Ginkgo eignet sich folglich hervorragend als Gehirndoping Mittel bzw. Gehirndoping Substanz. Es fördert insbesondere die Gedächtnisfähigkeit sowie die Konzentrationsfähigkeit.
Sie müssen auch nicht an Demenz leiden, um Ginkgo zu sich zu nehmen. Bei gesunden Menschen hat es sogar noch eine stärkere Wirkung.
Informieren Sie sich über Ginkgo als Gehirndoping Präparat zur Steigerung der Gehirnleistung.

Coenzym Q10

Coenzym Q10 bzw Ubichinon 50 ist ein körpereigenes Enzym,  welches vor allem für die Sauerstoffversorgung unserer Zellen verantwortlich ist. Die Zufuhr von Coenzym Q10 bewirkt somit eine Steigerung der Leistungsfähigkeit und der Gesundheit. Dies ist förderlich für eine optimale Hirnleistung, so dass sich Coenzym Q10 als Gehirndoping Wirkstoff eignet.

Coenzym Q10 Quelle

Ubichinon


Cordyceps Sinensis

Cordyceps Sinensis, auch bekannt als chinesischer Raupenpilz, ist ein Pilz der eine leistungssteigernde Wirkung hat. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass der Raupenpilz eine Verbesserung des Energiestoffwechsels bewirkt. Der aus der traditionellen chinesischen und tibetischen Heilkunst bekannte Raupenpilz eignet sich demnach zum Gehirndoping.



Zink

Zink erfüllt zahlreiche Funktionen im Körper. Als Spurenelement muss Zink durch die richtige Ernährung bzw. Nahrungsergänzungsmittel dem Körper zugeführt werden, da dieser es nicht selbst produziert. Zink ist insbesondere wichtig für die Hirnfunktion, weil es an den Verbindungsstellen der Nerven den Transport der Nervenimpulsen mitbeeinflusst. Ein Zinkmangel kann zu Konzentrationsschwäche, mangelnder Lernfreude sowie Antriebslosigkeit führen.
Zink ist folglich für ein optimal funktionierendes Gehirn erforderlich und eignet sich zum Gehirndoping und zur Gehirnoptimierung.

Vitamin B1

Vitamin B1 (Thiamin) ist ein Vitamin, welches für ein optimales Funktionieren von Muskeln und Nerven sorgt. Vitamin B1 ist ein wichtiger Nährstoff für die Nerven, da es an der Weiterleitung von Nervenimpulsen involviert ist.
Da der Körper Vitamin B1 nicht zu Genüge speichern kann, ist eine tägliche Aufnahme durch die richtige Ernährung wichtig. Ein Mangel an Vitamin B1 kann zu einem nachlassenden Gedächtnis führen. Vitamin B1 ist demnach wichtig für ein optimiertes funktionierendes Gehirn. Vitamin B1 ist unerlässlich für Gehirndoping.

Omega 3

Bei Omega 3 handelt es sich um ungesättigte Fettsäuren, die grösstenteils in Fisch (Kaltwasserfischen) und Krill enthalten sind. US-Forscher fanden heraus, dass Omega-3-Fettsäuren das Gedächtnis verbessern sowie Demenz und Depressionen verhindern. Omega 3 eignet sich folglich als Gehirndoping Wirkstoff.



Niacin

Niacin (auch Nicotinsäure) ist ein Vitamin, welches am Stoffwechsel beteiligt ist und zum ordnungsgemäßen Funktionieren des Nervensystems beiträgt. Niacin eignet sich als Gehirndoping Mittel, weil es die Bildung von Botenstofen im Gehirn fördert.

Grüner Tee

Grüner Tee wird in Ostasien schon seit Jahrhunderten aufgrund seiner positiven Wirkung auf den Körper regelmäßig konsumiert. In Japan durchgeführte Studien ergaben, dass Grüner Tee lebensverlängernd gilt. Labortests in Grossbritannien zeigen sogar, dass grüner Tee bestimmte Enzyme blockiert, die eine schwächende Wirkung auf das Gedächtnis haben. Grüner Tee hat somit vielerlei positive Wirkung auf das Gehirn, so dass es sich als Gehirndoping Mittel gut eignet.


Vitamin B6


Vitamin B6, auch Pyridoxin, kann in bestimmter Dosierung zu einer Leistungssteigerung des Gehirns führen. Untersuchungen von Forschern aus Großbritannien und Norwegen zeigten, dass bei älteren Menschen eine tägliche Einnahme die Gehirnschrumpfung aufhält und demnach Demenz vorbeugen kann.
Eine Gehirnschrumpfung ist mit zunehmendem Alter ein natürlicher Prozess, der ab dem 60 Lebensjahr beginnt und pro Jahr zu einer Schrumpfung des Gehirns um 0,5 Prozent seiner Masse führt.
Um dem vorzubeugen, ist die Einnahme von Vitamin B6 erforderlich. Vitamin B6 eignet sich demnach hervorragend zum Hirndoping.


Acerola


Acerola ist eine aus Mexiko stammende Pflanzenart, welche besonders reich an Vitamin-C ist. Das hohe Vorkommen an Vitamin-C macht Acerola als einen optimalen Energielieferanten, der das Gehirn stets mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Gehirndoping mit der Acerola-Kirsche durch hohen Vitamin-C-Gehalt.



Beeren für das Hirn

Eisen


Eisen ist ein wichtiges Spurenelement und essentiell für eine vollwertige Ernährung. Ein Mangel an Eisen zeigt sich beispielsweise in Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schwindel. Für eine optimale Leistungsfähigkeit unseres Gehirns ist eine ausreichende Versorgung mit Eisen enorm wichtig. Eisen kann die Hirnleistung erhalten und optimieren.

Hochwertige Nahrungsergänzung mit Eisem (hier klicken)


Magnesium


Magnesium ist für den Erhalt der Leistungsfähigkeit und das optimale Funktioneren des Körpers wichtig. Ein erhöhter Gehalt an Magnesium wirkt sich gar positiv auf das Gehirn aus. Vor allem Menschen, die beruflich unter Leistungsdruck stehen, wird eine erhöhte Magnesiumzufuhr geraten. Magnesium ist damit als Gehirndoping Wirkstoff tauglich.

Hochwertige Magnesiumquelle (hier klicken)



Grüner Kaffee


Neben Grünem Tee ist der Grüne Kaffee zwar nicht so bekannt, Grüner Kaffee zeichnet sich jedoch  durch einen besonders hohe Koffeingehalt aus. Grüner Kaffee gilt als Wachmacher und kann folglich als Gehirndoping Mittel eingenommen werden.



Vitamin B12

Vitamin B12 ist unter anderem wichtig für die Nervenfunktion. Langzeitstudien ergaben, dass Senioren mit der geringsten Vitaminzufuhr das grösste Risiko für Gehirnschwund trugen. Das Gedächtnis würde nachlassen, im späten Stadium könnte es dann zu Demenz kommen. Folglich ist eine Zufuhr von Vitamin B12 enorm wichtig für die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Vitamin B12 ist ausschließlich in tierischen Produkte enthalten, vor allem Fleisch, Fisch und Milch.
Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin B12 ist für ein leistungsfähiges Gehirn essentiell.



Nahrungsergänzung mit hochwertigen B-Vitaminen (hier klicken)


Pantothensäure


Pantothensäure, auch Vitamin B5, ist ein wichtiges Vitamin für den Energiestoffwechsel. Bei Mangel an Pantothensäure kann es vor allem zu Müdigkeit und Schwäche kommen. Um ihre geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten, ist eine entsprechende Zufuhr von Vitamin B5 erforderlich.
Vitamin B5 ist vor allem in Reis, Hafer und Eiern enthalten.




Maca


Maca ist eine aus Südamerika stammende Pflanze, welche positive Effekte auf die körperliche Leistungsfähigkeit sowie psychische Belastbarkeit hat. Die Maca-Wurzel enthält nahezu alle Vitamine sowie weitere Nährstoffe wie Eiweiss, Eisen, Zink, Magnesium etc., welches Maca zu einem Stärkungsmittel für das körperliche und geistige Wohlbefinden machen.



L-Carnitin


L-Carnitin ist vor allem für den Energiestoffwechsel wichtig. Besonders bei Sportlern ist die Einnahme von L-Carnitin beliebt, da es die körperliche Leistungsfähigkeit fördert und erhöht. L-Carnitin ist fördert demnach sowohl die körperliche als auch die geistige Leistungsfähigkeit.


Holunderblütensirup

Holunderblütensirup




Für 1,5 Liter Holunderblütensirup benötigt man
  • ca 20 Holunderblütendolden, 
  • 500 Gramm Bio-Zitronen,
  •  zehn bis 20 Gramm Zitronensäure, 
  • einen Liter Wasser und 
  • ein Kilogramm Zucker.

Man schüttet die Dolden zunächst gut aus, um Insekten zu entfernen. Waschen sollte man die Blüten nicht, da sie sonst das Aroma verlieren. Anschließend kocht man Wasser auf und löst den Zucker darin auf. Jetzt wird die Zitronensäure hinzugeben. Unter heissem Wasser werden die Zitronen gereinigt und in feine, dünne Scheiben geschnitten. Die Zitronenscheiben werden zuletzt mit den Holunderblüten und dem Zuckerwasser vermengt.

Die fertige Mischung sollte man zwei Tage ziehen lassen und zwischendurch umgerührt werden. Danach giesst man die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder Küchentuch und kocht sie noch einmal kurz auf.






Samstag, 26. April 2014

Holunder - bei Erkältungskrankheiten und Fieber



Holunder – Süsses Heilmittel




Unsere Vorfahren nutzten den Holunder sowohl als Mittel gegen Krankheiten als auch zum Schutz vor bösen Geistern. 
Heutzutage wird er aufgrund seiner entschlackenden und schleimlösenden Wirkung gern bei Erkältungskrankheiten und Fieber für eine Schwitzkur eingesetzt. Seine Inhaltsstoffe machen ihn so kostbar im Kampf gegen grippale Infekte. Denn Holunder enthält nicht nur viel Vitamin C, sondern auch wertvolle Flavonoide und ätherische Öle.


Ein Strauch mit mystischer Vergangenheit


In der Mythologie hatte der Holunder stets eine grosse Bedeutung. So war der „Holderbusch“ der Lieblingsbaum der germanischen Schutzgöttin Holla, die uns als Frau Holle aus dem gleichnamigen Märchen der Brüder Grimm bekannt ist. Die alten Germanen glaubten, dass die Göttin Holla das Leben der Tiere und Pflanzen beschütze. Sie brachten ihrer Göttin deshalb Opfer unter einem Holunderbaum dar. Auch zum Schutz vor bösen Geistern und gegen einen Blitzeinschlag diente der Holunderstrauch: Man pflanzte ihn als sogenannten Hausbaum direkt neben die Behausung. In der christlichen Geschichte galt das Fällen eines Holunderbaumes sogar als schweres Verbrechen, da es Unglück und Tod bringen konnte.

Details zur Pflanze


Der Holunder (Sambucus nigra) gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Er ist in ganz Europa, West- und Mittelasien und Nordafrika beheimatet und kann bis zu sieben Meter hoch werden. Von Mai bis Juni blühen die gelblich-weissen, stark aromatisch duftenden Blütendolden des Holunders, danach reifen bis in den Herbst hinein die schwarzen, teils runzeligen Beeren. 
Die Holunderbeeren (botanisch Steinfrüchte) erreichen eine Grösse von etwa sechs Millimetern und enthalten in der Regel drei längliche Steinkerne. Sie liefern einen dunkelvioletten, süss-säuerlichen Saft. Da der Holunder in vielen Kulturen eine grosse Bedeutung hatte, wurden entsprechend viele volkstümliche Namen überliefert: Er wird auch als Alhorn, Elder, Ellhorn, Eller, Flieder, Hölder, Holder, Holderbaum, Holderbusch, Holler, Kelkenbusch oder Keilken bezeichnet.


Medizinische Verwendung


Doch nicht nur gegen böse Geister, sondern auch zum Schutz vor Krankheiten wurde Holunder eingesetzt. Durch seine Fähigkeit, die Ausscheidung zu fördern und den gesamten Stoffwechsel anzuregen, wurde er bereits in der Antike als sogenanntes „Blutreinigungsmittel“ verwendet.
Auch heute weiss man noch um die heilende Wirkung der Holunderblüten:
  • Bahnt sich eine Erkältung an, kann ein Teeaufguss aus den Blüten Abhilfe schaffen. 
  • Als schweisstreibendes Mittel können Holunderblüten zur Behandlung von fieberhaften Erkältungskrankheiten eingesetzt werden, um eine Schwitzkur durchzuführen. Die Droge soll die Empfänglichkeit der Schweissdrüsen für Wärmereize steigern. 
  • Daneben wird den Holunderblüten eine schleimlösende Wirkung zugesprochen, die bei Krankheiten der Atemwege und bei trockenem Husten zur Anwendung kommt.
  • Holunderblüten besitzen zudem eine schwach harntreibende Wirkung und 
  • die Beeren tragen zur Regulierung der Darmtätigkeit bei. Doch sollte Holunder nicht nur bei Krankheiten zum Einsatz kommen - 
  • er wirkt auch stärkend auf die allgemeinen Abwehrkräfte. Und ein gut gestärktes Immunsystem macht uns wiederum weniger anfällig für Krankheiten.


Wertvolle Inhaltsstoffe


Die Heilwirkungen des Holunders sind seinen wertvollen Inhaltsstoffen zuzuschreiben. Sowohl in den für medizinische Zwecke verwendeten Blüten als auch in den Beeren stecken wertvolle Stoffe, die die Gesundheit unterstützen.

Wissenschaftlich bewiesen!


Forscher der Universität von Jerusalem konnten anhand einer Studie die heilsame Wirkung von Holunder wissenschaftlich untermauern. 
Sie fanden heraus, warum Holunder so wertvoll ist: Die im Holunder enthaltenen Antioxidantien fangen Krankheitserreger ab. So kommen diese gar nicht erst dazu, die Zellen des Körpers anzugreifen. 
Der Gehalt an Vitamin C in den Beeren sorgt zudem dafür, dass die Immunzellen unterstützt werden und der Körper somit weniger anfällig für Krankheiten wird.

Die Anwendung ...

Wer von den wertvollen Inhaltsstoffen des Holunderstrauchs profitieren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten, diese aufzunehmen:
 Die Holunderblüten werden vor allem als Tee getrunken. Sie sind in zahlreichen Teemischungen und standardisierten Fertigarzneimitteln gegen Erkältungskrankheiten und Husten enthalten. Eine Fastenkur kann als Impuls zur langfristigen Ernährungsumstellung gesehen werden. Insbesondere Übergewichtige mit erhöhtem Blutdruck können davon profitieren - so das Ergebnis einer Studie. 
Forscher haben die medizinische Wirkung von Holunder im Rahmen einer Fastenkur unter die Lupe genommen. Für eine Woche sollten die Probanden ihre feste Nahrung durch eine 400-Kalorien-Diät - basierend auf Holunder - ersetzen. 
Diese setzte sich folgendermassen zusammen: 
Saft aus frischen Beeren, versetzt mit einer Blütenzubereitung, zur verdünnten Einnahme (200 Milliliter Konzentrat 1:5 verdünnt) in bis zu sechs Portionen täglich sowie dreimal eine Tablette mit Beerenpulver und Blütenextrakt und dreimal drei Tabletten Spargelpulver pro Fastentag. Das Frühstück bestand aus zwei bis drei Teelöffeln Flohsamen mit viel Flüssigkeit. Bereits vier Tage vor dem eigentlichen Studienbeginn nahmen die Probanden Flohsamen ein und wurden verstärkt auf ihren Blutdruck kontrolliert. Zudem wurden - sowohl vor Beginn als auch nach Abschluss der Fastenkur - Daten zum Körpergewicht sowie zur Befindlichkeit (körperlich in Ruhe und unter Belastung sowie emotional) und Lebensqualität abgefragt. Der Vergleich der Daten nach der Studienwoche brachte folgende Ergebnisse: Die Studienteilnehmer konnten eine durcschnittliche Gewichtsabnahme von rund drei Kilogramm erzielen. Ihr Body-Mass-Index hatte sich entsprechend verringert. Sowohl körperlich als auch emotional fühlten sie sich deutlich wohler. War der Blutdruck zuvor erhöht, besserte sich der Wert umso mehr, je größer die Gewichtsabnahme war.

... und Dosierung von Holunder


Die mittlere Tagesdosis von zehn bis 15 Gramm Droge sollte nicht überschritten werden. Die Beeren niemals roh und ungekocht verzehren! Sie sind im rohen Zustand unbekömmlich und können nach Verzehr zu Übelkeit und Erbrechen führen.

Holunderbeere frisch - 100 g - Inhaltsstoffe

EnergieträgerMineralstoffeVitamine
47 kcal1 mg Natrium60 µg Vitamin A
199 kJoule303 mg Kalium0,1 mg Vitamin B1
0.6 Broteinheiten30 mg Magnesium0,1 mg Vitamin B2
7.4 Kohlenhydrate37 mg Calcium0,1 mg Vitamin B6
2,5 g Protein27 mg Phosphor18 mg Vitamin C
0,5 g Fett1.6 mg Eisen1 mg Vitamin E
0,3 g mehrf. unges. FS0,2 mg Zink12 µg Folsäure
  0.4mg Carotin



Safran - positive Wirkung bei Schlafproblemen

Safran




Safran – wenn Würzen zum Luxus wird! Safran ist ohne Zweifel das teuerste Gewürz der Welt. Aufwendig per Hand gewonnen, wird Safran in winzigen Mengen gehandelt. Liebhabern ist sein besonderer Geschmack und seine unverwechselbare Farbe jeden Franken wert.


Safran ist das teuerste Gewürz der Welt. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in seiner aufwendigen Gewinnung. Die roten Safranfäden – die Blütenstempel - werden in mühevoller Kleinarbeit von Hand aus dem Inneren einer bestimmten Krokussorte gewonnen. Viele Stunden Arbeit sind notwendig, um wenige Gramm des exklusiven Gewürzes auf die Waage zu bringen. Um ein Kilogramm Safran zu gewinnen, werden rund 150.000 Blüten benötigt. Zudem blüht Safran nur einmal pro Jahr für etwa 2 Wochen.


Herkunft & Saison


Safran beziehungsweise die Krokusart aus der Safran gewonnen wird, stammt vermutlich aus Kleinasien, wo Safrangewinnung eine lange Tradition hat. Nachdem er über unbekannte Wege Europa erreicht hatte, wurde er vor allem in Spanien und Griechenland angebaut. Noch heute liegen einige wichtige Anbauländer in Europa, aber auch der Iran, China, Japan und Pakistan sind wichtige Lieferanten für Safran. In kleinen schweizerischen Dörfchen Mund liegt ebenfalls ein kleines Anbaugebiet. Safran ist ganzjährig erhältlich. Im Handel wird Safran in sehr unterschiedlichen Qualitäten angeboten. Ist Safran besonders günstig erhältlich, so sollte man genau hinsehen. Häufig handelt es sich um günstige Plagiate, die außer der Färbekraft mit Safran nichts gemein haben.


Geschmack



Qualitativ hochwertiger, echter Safran weist eine intensive Würzigkeit bei einem außergewöhnlichen Aroma auf. Es enthält sowohl herbe und süßliche Geschmacksnuancen als auch zartbittere Aromen.



Verwendung in der Küche


Safran war ursprünglich vor allem in der mediterranen und indischen Küche zu Hause. Heute wird er fast weltweit zum Würzen spezieller, exklusiver Gerichte verwendet. Safran sollte nicht nur aufgrund des Preises stets nur in kleinen Mengen verwendet werden. Er ist einfach extrem würzig und würde sonst stark hervor schmecken. Safran wird am besten in etwas warmer Flüssigkeit verrührt und diese dann als Gewürz verwendet. So werden Geschmack und Farbe gleichmäßig verteilt.



Wirkung


Safran wirkt leicht verdauungsfördernd und hat zudem positive Effekte bei Schlafproblemen und Schmerzen. Überdosiert ist Safran giftig. Bei leichter Überdosierung treten Halluzinationen auf. Die tödliche Dosis liegt bereits bei ca. 20 Gramm. Safran wird außerdem eine fruchtschädigende Wirkung nachgesagt, wenn er zu hoch dosiert wird. Deshalb sollten Schwangere auf das Würzen mit Safran besser verzichten.


Inhaltsstoffe


Ätherisches Öl, Terpene - Gute Droge enthält 0,4 bis 1,3 % ätherisches Öl mit α- und β-Pinen, 1,8-Cineol und als Hauptkomponente Safranal. Safranal entsteht bei der Trocknung der frischen geruchlosen Narben allmählich aus dem bitter schmeckenden Terpenglucosid Picrocrocin durch Abspaltung von Glucose und Wasser. 
In frischem Safran kann der Picrocrocingehalt bis zu 4 % betragen. Daneben enthält die Droge Hydroxysafranal, 2-Phenylethanol, Naphthalin, das Isophoron 3,5,5-Trimethylcyclohexenon und verschiedene andere Isophorone.
Picrocrocin und Safranal

Spacer
Carotinoide - Farbgebende Bestandteile des Safrans sind die gelbroten Crocine (Gehalt < 2 % des Trockengewichts). Hierbei handelt es sich um Mono- und Diglykosylester der wasserunlöslichen, ziegelroten Polyendicarbonsäure Crocetin (8,8'-Diapocarotin-8,8'-dicarbonsäure). Die ankondensierten Kohlenhydrateinheiten bedingen die gute Wasserlöslichkeit dieser Carotinoidfarbstoffe. Daneben lassen sich Spuren freien
CrocetinCrocetins (α-Crocetin), Methylcrocetins (Monomethylester des α-Crocetins = β-Crocetin) und des trans-Dimethylcrocetins (γ-Crocetins) nachweisen. Ferner enthält Safran noch geringe Mengen "normaler" Carotinoide, wie α-, β- und γ-Carotin, Lycopin und Zeaxanthin. 
Spacer
Sonstige Inhaltsstoffe - Crocus gilt als reiche Quelle für Vitamin B2 (ca. 0,01 % des Trockengewichts), wohingegen der Gehalt an Vitamin B1 unbedeutend ist [37-41]. Weiterhin enthält die Droge bis zu 7 % fettes Öl (Glycerolester der Palmitinsäure, Stearinsäure, Laurinsäure und Ölsäure), Heteropolysaccharide (ca. 5,2 % Pentosane, ca. 6 % Pektine) und Stärke (ca. 13 %).

Pharmakologie


Safran soll beruhigende und krampflösende Effekte besitzen, während Crocetin lipidsenkende Eigenschaften besitzt. Safranextrake zeigen in Zellkulturen und an Mäusen Antitumor-Eigenschaften und uteruskontrahierende Aktivität. 

Safran ist bekanntlich auch sehr giftig, bereits 5g können schwere Symptome hervorrufen (Erbrechen, Blutungen), 5-20g sind tödlich. Die einmalige Gabe von 10 g führt zu Fehlgeburt und Gebärmutterblutungen. Es wird angenommen, dass die toxischen Wirkungen der Droge im wesentlichen durch Picrocrocin oder seine Spaltprodukte bestimmt werden.


Anwendung


in der Volksheilkunde wird die Droge als Sedativum, bei Krämpfen und Asthma verwendet. Auch über den Einsatz zur Regulation des Menstruationscyclus, zur Beruhigung und Tonisierung des Magen-Darm-Traktes bei Dyspepsie sowie bei Hustenanfällen und Bronchospasmen wird berichtet. 
Verschiedene patentierte Zubereitungen, die die Droge enthalten, sollen eine vorzeitige Ejakulation verhindern bzw. das Haarwachstum stimulieren. Die Wirksamkeit bei diesen Anwendungsgebieten ist nicht belegt. 





Mittwoch, 23. April 2014

Pfefferminze, eines der beliebtesten und ältesten Heilkräuter


Pfefferminze




Die Pfefferminze gehört wohl zu den ältesten und beliebtesten Heilkräutern überhaupt und wahrscheinlich hat jeder in seinem Leben schon mehrfach einen Pfeferminztee gegen Verdauungsbeschwerden getrunken. Doch die Pfefferminze kann noch mehr.


Wirkung der Pfefferminze


Zu medizinischen Zwecken werden die Blätter der Pfefferminze verwendet, sowie das aus ihnen durch Dampfdestillation gewonnene ätherische Öl. Aus den frischen oder getrockneten Blättern können Sie einen Heiltee herstellen, das Pfefferminzöl wird vor allem äußerlich angewendet. Es ist das meistverwendete ätherische Öl und wird als Einreibung, Badezusatz und zur Inhalation eingesetzt. Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Pfefferminze sind:
- ätherisches Öl mit den Komponenten Menthol, Menthon, Cineol
- Sesquiterpene
- Gerbstoffe (Rosmarinsäure)
- Kaffee- und Chlorogensäure
- Flavonoide
Diese Inhaltsstoffe machen die Pfefferminze zu einer der beliebtesten Heilpflanzen überhaupt, deren Wirkung in vielen Studien nachgewiesen wurde. Bei Kopfschmerzen und Migräne wirkt das ätherische Minzöl einer Studie der Universität Kiel zufolge ebenso gut wie das Schmerzmittel Paracetamol. 2013 zeigte eine neue Studie in der Fachzeitschrift Journal of the International Society of Sports Nutrition, dass ein paar Tropfen des ätherischen Öls in einer Flasche Wasser getrunken die Leistungsfähigkeit von Sportlern deutlich erhöht. Die Pfefferminze wirkt:
innerlich:
  • krampflösend
  • verdauungsfördernd
  • appetitanregend
  • leistungsteigernd
  • belebend

äußerlich:
  • kühlend
  • antiseptisch
  • schmerzstillend

das ätherische Öl greift direkt an der glatten Muskulatur der Verdauungsorgane an und entspannt hier Verkrampfungen. Gleichzeitig wird der Gallefluss angeregt wodurch die Verdauung gefördert wird. Auf der Haut aktiviert das Pfefferminzöl die Kälterezeptoren und sorgt dadurch für Kühlung und ein vermindertes Schmerzempfinden.



Hausmittel mit Pfefferminze

Die Pfefferminze können Sie problemlos im Garten oder in kleinen Töpfen auf der Fensterbank anbauen. Sammeln Sie die Blätter vor der Blütezeit und breiten Sie sie zum Trocknen an einem luftigen Ort aus. Die frischen Blätter können Sie jederzeit zu Tee oder für einen Ölauszug verarbeiten.
Grundrezept für Pfefferminztee
Überbrühen Sie vier frische Pfefferminzblätter oder 1 TL getrocknete Blätter in einer Tasse mit kochendem Wasser und lassen Sie den Tee vor dem Abseihen 10 Minuten bedeckt stehen. Trinken Sie bei Bedarf 3 - 5 Tassen täglich, bis sich Magen und Darm wieder beruhigt haben oder bis Sie sich bei Erschöpfung erfrischt fühlen.
Pfefferminzinhalation bei Erkältung
Füllen eine Schüssel mit heißem Wasser, und geben Sie einige Tropfen Pfefferminzöl dazu. Beugen Sie sich darüber, bedecken Sie Kopf und Schüssel mit einem Handtuch und atmen Sie langsam und entspannt den minzigen Duft. Sie werden sofort eine befreiende Wirkung feststellen - insbesondere bei akuter Verstopfung der Nase aber auch bei Husten.
Minzöleinreibung gegen Kopfschmerzen
Tupfen Sie bei Spannungskopfschmerz oder Migräne ein paar Tropfen des ätherischen Öls auf die Schläfen und die Stirn, und massieren Sie es in sanften kreisenden Bewegungen ein.