Donnerstag, 14. Juli 2016

Scharfe Chilis gegen Bluthochdruck?




Scharfe Chilis gegen Bluthochdruck



(Quelle: Wiki)


Können Inhaltsstoffe des Chilis dazu beitragen, den Blutdruck nachhaltig zu senken? Die Ernährung hat zweifelsfrei einen Einfluss auf den Blutdruck. Wer Kolorienreich isst, sich wenig bewegt, riskiert langfristig einen Bluthochdruck. Umgekehrt kann eine Obst- und Gemüsereiche Kost dazu beitragen, den Blutdruck in Schach zu halten. Doch kann eine gezielte Ernährung den Blutdruck auch senken? Chinesische Forscher sagen Ja. Sie haben erstaunliche Effekte beobachtet.



Kann Bluthochdruck mit scharfen Chili gesenkt werden? 


Dieser Frage sind chinesische Wissenschaftler nachgegangen. Zhiming Zhou von der Third Military Medical University im chinesischen Chongqing hat den Einfluss des in Chilis vorhandenen Schärfestoffes Capsaicin auf die Blutgefäße untersucht und die Ergebnisse seiner siebenmonatigen Studie in der Fachzeitschrift „Cell Metabolism“ veröffentlicht.

Zhu beschreibt in dem Artikel einerseits den molekularen Prozess der zur Senkung des Blutdrucks führt und stellt zudem die Ergebnisse seiner siebenmonatigen Langzeitstudie vor, die den Zusammenhang zwischen Chiliverzehr und Blutdruck empirisch untersucht. 

Daraus geht hervor, dass Capsaicin in den Versuchen an Laborratten mit chronischen hohem Blutdruck eindeutig zu einer Senkung des Blutdrucks beigetragen hat. Das dem Futter beigemischte Capsaicin hat einen erhöhten Stickstoffmonoxid Ausstoß im Stoffwechsel der Ratten zur Folge, wodurch sich die Wände der Blutgefäße entspannen, diese sich weiten und der Blutdruck sinkt.

Wirkung beim Menschen noch unklar


Ob sich die Ergebnisse ohne weiteres auf den Menschen übertragen lassen, gilt es für Zhu nun in anschließenden Studien zu untersuchen. Er geht jedoch von einem ebenso eindeutigen Ergebnis aus. Einen Anhaltspunkt liefert ihm heute bereits die unterschiedlichen Verteilung der Bevölkerung mit zu hohem Blutdruck in China. So leiden im Südwesten Chinas wo deutlich mehr Chili verzehrt wird als im Nordosten nur 10 – 14 Prozent der Bevölkerung an zu hohem Blutdruck gegenüber 20 Prozent im Nordosten.

Sollten sich die Ergebnisse bestätigen, können Menschen die an zu hohem Blutdruck leiden in Zukunft evt. auf teure blutdrucksenkende Medikamente verzichten und stattdessen eine gute Portion Chili zu sich nehmen. Wem die herkömmlichen Chilis dabei zu scharf sind, der hat auch die Option auf eine mildere Variante auszuweichen die zwar kein Capsaicin enthält, aber einen Wirkstoff dem die Wissenschaftler um Zhu eine ähnliche Blutdruck senkende Wirkung zusprechen.

In Deutschland leiden derzeit fast 25% der Bevölkerung an Bluthochdruck (Hypertonie), der z. B. durch die Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf-Systems, durch hormonelle Probleme, Stoffwechselkrankheiten oder durch Nierenschäden hervorgerufen werden kann. Aber auch eine falsche Ernährung, Bewegungsmangel und Stress können Ursache für einen zu hohen Blutdruck sein. Damit einher geht ein erhöhtes Risiko von koronaren Herzkrankheiten, Nierenversagen oder Herzinfarkten. Daher sollte Hypertonie auf jeden Fall ärztlich behandelt und regelmäßig kontrolliert werden.

Wenn sich die Ergebnisse der Third Military Medical University Studie in den folgenden Test am Menschen bestätigen, so bietet ein erhöhter Chili-Konsum erkrankten Personen eine gute Option, abseits der konventionellen Schulmedizin gegen den zu hohen Blutdruck vorzugehen.


Abnehmen mit Chilis


Eine weitere Studie von US-Forschern, die ihre Ergebnisse im Wissenschaftsmagazin „Physiologe & Behavior“ veröffentlichten, zeigte, dass Chili (Capsicum) eine gute Unterstützung beim Verlieren von Körperfunden darstellt. Zum einen erhöht der regelmäßige Chili-Konsum den täglichen Kalorienverbrauch und zum anderen zügelt das scharfe Gewürz den Appetit auf Süßigkeiten und salzige Speisen. Diese Eigenschaften können sich ebenfalls positiv auf den Blutdruck auswirken. (fp)

Sonntag, 10. Juli 2016

Chronischem Erschöpfungssyndrom: biologische Indikatoren

Veränderungen in der Darmflora von CFS-Patienten entdeckt


Hoffnung für Menschen mit Chronischem Erschöpfungssyndrom: Mediziner haben weitere biologische Indikatoren für die rätselhafte Krankheit gefunden. In der Darmflora von CFS-Patienten entdeckten sie auffällige Veränderungen, gemeinsam mit anormal erhöhten Entzündungswerten im Blut. Das könnte künftig die Diagnose erleichtern und vielleicht sogar wertvolle Hinweise für die Ursachenforschung liefern.Das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) ist mehr als nur Schlappheit: Patienten mit dieser Erkrankung leiden an immer wiederkehrender enormer Erschöpfung, Muskelschmerzen und Schlafstörungen. Oft sind ihre Symptome unspezifisch und ohne erkennbare Ursache – nach wie vor hält sich deshalb das Vorurteil, das Leiden sei rein psychologisch bedingt oder gar pure Einbildung.


(Quelle: Wiki)


Doch in letzter Zeit finden Forscher immer mehr Hinweise auf klare biologische Gründe für die Erkrankung. So entdeckten sie charakteristische Anomalien im Gehirn von CFS-Patienten und fanden jüngst auch eindeutige Veränderungen im Immunsystem der Betroffenen. Nun haben Wissenschaftler um Ludovic Giloteaux von der Cornell University weitere körperliche Marker ausgemacht: in der Darmflora der Patienten.

Verarmte Darmflora


Für ihre Studie analysierten und verglichen die Forscher Stuhl- und Blutproben von 48 CFS-Patienten sowie 39 gesunden Kontrollpersonen. Dafür sequenzierten sie bestimmte Regionen mikrobieller DNA, um die im Darm vorkommenden Bakterien zu identifizieren, und maßen zudem die Konzentration von fünf verschiedenen Entzündungsmarkern im Blut der Probanden.


Dabei fanden sie tatsächlich auffallende Veränderungen: Patienten, die unter dem Chronischen Erschöpfungssyndrom litten, hatten im Vergleich zu den gesunden Testpersonen eine deutlich verarmte Darmflora. In ihrem Mikrobiom tummelten sich viel weniger Arten – vor allem weniger von solchen, die als entzündungshemmend gelten. 

Diese Auffälligkeit kennen Mediziner auch bei entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn.

Im Blut der Patienten spürten die Forscher zudem erhöhte Werte für alle getesteten Entzündungsmarker auf, darunter das Lipopolysaccharid-bindende-Protein, ein an der Immunantwort gegen bestimmte Bakterien beteiligtes Enzym. Für die Forscher ist diese Beobachtung ein Hinweis darauf, dass bei den Patienten womöglich Bakterien durch eine undichte Darmschleimhaut ins Blut gelangen und dort eine Immunreaktion auslösen.


Ursache oder Folge?


Die neu entdeckten Auffälligkeiten könnten in Zukunft bei der Diagnose der rätselhaften Krankheit helfen, so die Wissenschaftler. Speisten sie die körperlichen Marker in ein Softwareprogramm ein, konnte dieses anhand von Blut- und Stuhlproben CFS-Patienten immerhin mit einer Trefferquote von knapp 83 Prozent erkennen.

Von der Diagnose zur Ursachenerkennung ist es jedoch noch ein weiter Weg: "Unsere Ergebnisse zeigen zwar, dass die Darmflora bei CFS gestört ist und widerlegen damit erneut die lächerliche These einer psychologischen Ursache der Erkrankung", sagt das Team.

Es sei aber unklar, ob das veränderte Mikrobiom eine Ursache der Krankheit sei oder lediglich eine Folge des Leidens.

Nichtsdestotrotz hegen Giloteaux und seine Kollegen die Hoffnung, dass eine Behandlung der aus dem Gleichgewicht geratenen Darmflora den Betroffenen helfen könnte: "Ernährungsumstellungen oder die Gabe von Probiotika könnten die Therapie womöglich unterstützen", schließen sie. (Microbiome, 2016; doi: 10.1186/s40168-016-0171-4)

Samstag, 2. Juli 2016

Lecithin - Powerstoff für die Zellen

Lecithin - Powerstoff für die Zellen




(Quelle: Wiki)



Noch vor Jahren galt Lecithin als Nervenstärker. Heute weiß man, dass der Vitalstoff für zahlreiche Körperfunktionen notwendig ist und Krankheiten vorbeugen kann.

Lecithin gilt jetzt als Multitalent unter den lebenswichtigen Vitalstoffen. Es enthält die Stoffgruppe der Phospholipide, aus denen im Körper ungesättigte Fettsäuren, Glycerin, Phosphorsäure und Cholin freigesetzt werden. 

Lecithin stellt den mengenmäßig größten Phospholipid-Anteil 
  • der Zellmembranen und ist außerdem 
  • Bestandteil von Gehirn- und Nervenzellen, 
  • der Schleimschicht des Darms und
  • der Lunge. 
Phospholipide sind außerdem am 
  • Stoffwechsel, der Energieversorgung und 
  • an der Atmung der Zellen beteiligt und 
  • sind unabdingbar für den Cholesterinstoffwechsel.


Als Baustein der Nervenzellmembranen im Gehirn nimmt Lecithin unmittelbar Einfluss auf die Funktionstüchtigkeit der grauen Zellen. Steht der Nervenzelle zu wenig Lecithin zur Verfügung, kann es zum Nachlassen der kognitiven Leistungsfähigkeit, der Reaktionsgeschwindigkeit und des Erinnerungsvermögens kommen. Eine ausreichende Lecithin-Versorgung zahlt sich laut zahlreicher Studien der letzten Jahre jedoch nicht nur für die grauen Zellen aus. 


Weitere positive Effekte konnten im Zusammenhang mit 

  • der Leber- und Gallenfunktion, 
  • der Darmgesundheit, 
  • der Fettverdauung, 
  • Muskelkraft und Kraftausdauer und 
  • der Schwangerschaft beobachtet werden.

Weitere Ernährungstipps auf meiner Webseite -->

Studien belegen die Wirksamkeit des Lecithins


Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass Lecithin den Transport von Cholesterin durch die Blutgefäße ermöglicht. Dadurch entfernt Lecithin überschüssiges Cholesterin aus dem Blutkreislauf und senkt somit letztendlich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Auch der positive Effekt auf Lebererkrankungen, wie alkoholischer Fettleber und Hepatitis, gilt als gesichert, ebenso die unterstützende Wirkung bei der Behandlung von Colitis ulcerosa, einer chronischen Dickdarmentzündung.

Mindestens bei einem Teil von Patienten, die an erkrankt sind, kann Lecithin außerdem die Signalübertragung zwischen den Gehirnzellen verbessern. Wissenschaftler vermuten, dass Lecithin auf diese Weise den Ausbruch der degenerativen Erkrankung verzögern kann. 
Sportler profitieren von Lecithin in erster Linie aufgrund seiner Funktion als Energiespender für die Muskulatur. Sie arbeitet effektiver und braucht weniger Zeit, um nach dem Training zu regenerieren.


Nahrungsergänzung kann sinnvoll sein


Normalerweise wird Lecithin mit der Nahrung ausreichend aufgenommen. So steckt der Vitalstoff etwa in tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Eiern, Hülsenfrüchten, Nüssen, Hefe, Fisch und Weizenkeimen. 
Bei starker körperlicher oder geistiger Belastung, wie z. B. in stressigen Phasen, beim Sport oder in der Schwangerschaft, kann der Vitalstoff dem Körper zusätzlich in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt werden. Das in Pillen, Pulvern und Ampullen eingesetzte Lecithin ist pflanzlichen Ursprungs und wird aus der Soja-Bohne gewonnen. Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Durchfall sind bisher nur bei viel zu hoher Dosierung beobachtet worden.





Quellen: Nach Informationen der Josefee Apotheke Loeben

Sonntag, 26. Juni 2016

Sauerampfer: ein klassisches Wildgemüse

Wiesen Sauerampfer Rumex acetosa L 




(Quelle: Wiki)


Die Sauerampfer ist ein klassisches Wildgemüse, dessen Ernte von März bis Oktober reicht. In Frankreich ist er so beliebt, dass er zum Teil angepflanzt und auf dem Markt verkauft wird. Die Pflanze hat einen säuerlichen Geschmack. 



(Quelle: Wiki)


Inhaltsstoffe Im Kraut: 


Eiweiss, Vitamin C, Eisen, Carotin, Gerb- und Bitterstoffe Oxalsäure und Anthracen-Derivate, die mild abführend wirken, Flavonoide 

Heilwirkung 

  • Vitamin C - Quelle 
  • Appetit anregend 
  • mild abführend 
  • leicht fiebersenkend 

Anwendung 

Volksmedizinisch: Sauerampfer wird zur Frühjahrskur gebraucht und bei mangelndem Appetit 

„Hast du an Nesseln dich gebrannt, das Ampferblatt den Schmerz verbannt.“ 

Die Indianer kennen die Medizinwirkung der Sauerampferblätter, die zerrieben und aufgelegt, Verletzungen heilen. 

Der Tee aus dem getrockneten Kraut wird innerlich und äusserlich bei Hautkrankheiten gebraucht. kulinarisch Vitamin C im Frühling. 

Roh sollten wir allerdings nur wenige Sauerampfern essen. Die Oxalsäure in den Blättern kann die Nieren reizen.  Oxalsäure ist wasserlöslich und kann deshalb durch kurzes Aufkochen und Abgiessen des Kochwassers entfernt werden (gleich wie bei der Rhabarberpflanze). 

Suppen: Blätter in die Frühlingskräutersuppe oder in andere Gemüse- oder Linsengerichte 

Butterblätter auf die Schnelle:  Zarte Blätter 5 Min. im Salzwasser garen, abtropfen, in Butter schwenken und würzen 

Crêpe-Füllung mit Sauerampfer:  Sauerampferblätter und Triebe in Salzwasser kochen, abseihen und ev. pürieren und in Butter dünsten. 1/8 l Sauerrahm und 2 in Milch verquirlte Eier dazugeben. Würzen und diese Masse in die frisch gebackenen Crêpes einfüllen.


Ernährungstipps auf meiner Webseite -->

Quellen 

Zikadenschaum und Bärenklau von Ursel Bühring, Verlag Edition Achillea, 1992 Das grosse Buch der Heilpflanzen von M. Pahlow Essbare Wildpflanzen, Fleischhauer / Guthmann / Spiegelberger, AT Verlag, 2009 Bild Nr.1: caliban.mpiz-koeln.mpg.de Nr.2: aus Internet, Quelle unbekannt Bild Nr.3: en.wikipedia.org Nr.4: wurzelundkraut.blogspot.com 

Samstag, 25. Juni 2016

HABICHTSKRAUT ALS HEILPFLANZE

HABICHTSKRAUT ALS HEILPFLANZE



(Quelle: Wiki)


Diese Heilpflanze ist eher unbekannt und wird besonders bei Hals- und Rachenentzündungen, Leber- Magen- und Darmbeschwerden, sowie bei Kreislauferkrankungen eingesetzt. Dieses Kraut hat eine beruhigende, harntreibende, entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung und vor allem die Sehkraft kann durch die Einnahme verbessert werden.


Diese Pflanze stammt aus der Familie der Korbblütler und kommt ursprünglich aus dem nördlichen Europa, Nordamerika und Asien. Sie hat folgende Merkmale:
  • die Pflanze wird bis zu 30 cm hoch
  • besitzt einen bitteren Geschmack
  • hat lanzettliche Blätter
  • trägt gelbe Korbblüten
Von Mai bis Oktober werden die Blüten geerntet und weiterverarbeitet.


(Quelle: Wiki)

DIE ANWENDUNG

Bei folgenden Beschwerden wird das Habichtskraut eingesetzt: bei Rachenentzündung, Halsentzündung, Mundschleimhautentzündungen, Darmschleimhautentzündung,Durchfall, Leberbeschwerden, bei Wurmbefall, Magenschleimhautentzündung, Blasensteine, Nierensteine (Blasen- und Nierenentzündungen), Herzschwäche, Kreislauferkrankungen, Wassersucht, Ödeme, bei einer Sehschwäche und beiMenstruationsbeschwerden.
Für die verschiedenen Anwendungen wird das blühende Kraut (oberirdischen Pflanzenteile) herangezogen. Für einen Tee benötigt man zwei Teelöffel Kraut und dieses wird mit ca. ¼ Liter heißem Wasser aufgegossen. Der Tee sollte 10 Minuten ziehen können und man sollte diesen ca. zweimal pro Tag verzehren.

DIE WIRKUNG

Das Habichtskraut beinhaltet ätherische Öle, Bitterstoff, Flavone, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Spurenelemente, Schleimstoffe, Skimmin, Harze und Umbelliferon.

Diese haben eine adstringierende, blutbildende, beruhigende, entzündungshemmende, harntreibende, schleimlösende, tonsisierende, schweißtreibende und beruhigende Wirkung auf den Organismus.

Durch die Einnahme kann
die Sehkraft gestärkt, 
diverse Entzündungen können vermindert, 
die Konzentration kann erhöht, 
der Rachen- und der Mundraum gereinigt und 
der Kreislauf gestärkt werden.

Margarine zum Selbermachen




Margarine zum Selbermachen





Prinzip der Margarinenherstellung


Öle und Fette bilden mit den fettlöslichen Vitaminen A, D und E sowie Carotin und Lecithin die wesentliche Bestandteile der sogenannten Fettphase der Margarine.
Carotin dient zum Anfärben der Margarine, Lecithin aus Hühnerei oder aus Sojabohnen erleichtert die Emulgierung der Fette.

Alle wasserlöslichen Bestandteile der Margarine (Salz, entrahmte Milch) werden mit Wasser zur sogenannte wäßrigen Phase gemischt. Beide Gemische (Fettphase und wäßrige Phase), werden beim Fabrikationsprozeß getrennt zu einem Schnellkühler geleitet, dort gemischt, gerührt, gekühlt und geknetet. 


In wenigen Minuten entsteht dabei die streichfähige Margarine als Emulsion.


Rezept zum Selbermachen


Zutaten:


100g Kokosfett (45°C)
50g Pflanzenöl (45°C)
15g Vollmilch vorgekühlt
15g Wasser
1g Salz
1 Eigelb

Zubereitung:














Kokosfett und Pflanzenöl mit Rührer vermischen bis Zimmertemperatur erreicht ist und
in ein Eisbad stellen, weiterrühren.
Nacheinander Vollmilch, Wasser, Eigelb und Salz hinzugeben. Bei mittlerer bis hoher Stufe des Rührers Masse steifschlagen.

Dienstag, 21. Juni 2016

JIAOGULAN – Renaissance als „Kraut der Unsterblichkeit“

JIAOGULAN – Gynostemma pentaphyllum



(Quelle: Wiki)



Jiaogulan (gesprochen „Dschiau-gu-lan“) ist eine widerstandsfähige Rankpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse, die im heimischen Anbau sehr leicht zu ziehen und zu pflegen ist. Frisch oder getrocknet: Ihre Blätter und anderen Teile können als Tee, Salat oder auch Gemüse verarbeitet und genossen werden.


JIAOGULAN – RENAISSANCE ALS „KRAUT DER UNSTERBLICHKEIT“


Dieses Heilkaut, dessen Merkmal die sich vergabelnden Ranken mit unpaarig gefiederten fünf bis neun Laubblättern sind, ist in den Regenwäldern Chinas, Japans, Thaiwans, Koreas, Thailands und Malaysias beheimatet. Es erlebt derzeit sozusagen als „Anti-Aging-Kraut“ seine botanische Wiedergeburt: Bereits im 15. Jahrhundert galt es in der Ming-Dynastie im Kaiserreich China als ein „Heilkraut gegen die Hungersnot“. Es ist auch unter den Begriffen „Gnseng des Südens“ oder „Fünf-Blätter-Ginseng“ bekannt.

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), die seit mehr als 2.000 Jahren praktiziert wird, schätzen deren Heilkundler ihre Wirkung zum Beispiel hinsichtlich

  • Senken des Blutzuckerspiegels,
  • Blutvergiftung (Sepsis)
  • Störungen des Lipoprotein-Stoffwechsels (Hyperlipidämie)
  • viraler Hepatis
  • chronischer Magen-Darm-Entzündung (Gastro-Enteritis)
  • chronischer Entzündung der Luftröhre (Tracheitis)



VERJÜNGT UND BELEBT – MIT DER TÄGLICHEN TASSE TEE INS HOHE ALTER


Seit Jahrhunderten schwört man in den bergigen Regionen Südchinas auf die Wirkung der süß-herb schmeckenden Blättern in Form eines täglich getrunkenen Tees. Dort ist „Jiaogulan“ als „Xiancao“ bekannt, in etwa übersetzt mit „Kraut der Unsterblichkeit“. Interessanterweise leben in der Provinz Guizhou überdurchschnittlich viele über 100-Jährige …

„Amachazuru“, heißt die Tee- und Gemüsepflanze in Japan, „süße Tee-Ranke“.
Dort trat ihr Wirkungspotenzial 1976 eher zufällig zutage, als man bei einer Suche nach einem kalorienarmen Süßungsmittel in Jiaogulan die gleichen Substanzen entdeckte, die ihren Namensgeber Ginseng berühmt machten – die „Ginsenoside“.


„FRAUENGINSENG“ UND „ANTI-AGING-KRAUT“


Die krautige Ranke setzt im Einsatz als Heilkraut seit einigen Jahren in den westlichen Ländern, vor allem in den USA, den Siegeszug als kostengünstigere Alternative zum Ginseng fort.

Den Erfolg verdankt sie ihren Wirkstoffen, den Saponinen:

Dabei handelt es sich um natürliche organische Verbindungen, die unter anderem Einfluss auf den Hormonhaushalt nehmen.

Hier punktet die Pflanze durch eine botanische Besonderheit:
Obwohl es sich um eine Pflanze aus der Kürbisfamilie handelt, wurden im Jiaogulan-Kraut sogenannte „Gypenoside“ oder „Gynosaponine“ nachgewiesen.

Weiterhin erstaunlich ist, dass ein Teil der Jiagoulan-Gypernosiden nicht nur in der chemischen Zusammensetzung denen des Ginsengs („Panax Ginseng“) entspricht – sondern sogar in höheren Konzentrationen vorkommt: Während Ginseng nur 28 Saponine enthält, sind in Gynostemma pentaphyllum 82 Saponine nachweisbar.

Saponine sind in der Hormonsynthese für die wohltuende Wirkung verantwortlich – und Hormone werden besonders im weiblichen Körper gebraucht. Deswegen wird Jiaogulan auch „Frauenginseng“ genannt.

Doch auch für Sportler ist das Kraut geeignet: Es senkt u.a. die Milchsäureproduktion und lässt den Körper schneller nach der Anstrengung regenerieren. So kann es sich vor Wettkämpfen als ein echtes „Sportler-Kraut“ erweisen.


WOHL BEKOMM’S – SO WENDEN SIE JIAOGULAN AN


Die Pflanze lässt sich in vielen Variationen genießen:

Man kann ihre Blätter einfach abpflücken und zerkauen. Der Geschmack ähnelt dem der Ginsengwurzel, ein Mix aus süß-bitter und ein bisschen nach Lakritze. Dieses ist wiederum dem hohen Gehalt an Gypenosiden zu verdanken: Er ist in der Pflanze am höchsten vor der Blüte und ist besonders in den Triebspitzen zu schmecken.

Auch Salaten verleihen die frischen Blätter diese besondere Geschmacksnuance, oder man genießt die frischen Blätter direkt als Brotbelag, z. B. auf Butter oder Frischkäse.

Als Tee ist Jiaogulan schnell zubereitet. Dabei wird auf die Zugabe von Ast- und Rindenstückchen verzichtet, es werden nur die Blätter verwendet.

Einen Liter kochendes Wasser in eine Teekanne geben, eine Minute abkühlen lassen und dann einige wenige frische oder getrocknete Blätter hinzugeben. Ziehzeit: etwa 3 Minuten.
Ein gehäufter Teelöffel getrockneter Tee enthält ca. 65-75mg Gypenoside.

TIPP: Im Sommer kann man den Tee gut gekühlt trinken – im Winter, je nach Geschmacksintensität, mit einem kleinen Stück Ingwer kombinieren. Auch frische Brennnessel passt zum Aufguss. Der Tee ist bekömmlich und wirkt beruhigend und ausgleichend.



AUFGESCHLOSSENER SCHROT


In Europa ist auch ein spezieller, sogenannter „hochaufgeschlossener“ Kräuterschrot erhältlich. Hier werden Jiaogulanblätter in einem mehrstufigen Reifungsprozess durch darauf abgestimmte Enzyme aufgeschlossen. 

Anschließend werden sie schonend gemahlen. Diesen Schrot kann man mit dem Löffel einnehmen oder über das Müsli streuen – dadurch nimmt man schneller eine höhere Menge an Wirkstoffen zu sich als durchs Teetrinken. 

Ein gehäufter Teelöffel Kräuterschrot (ca. 2 Gramm) enthält rund 100mg Gypenoside.


ANWENDUNG IN DER ALTERNATIVMEDIZIN


Das ungiftige Heilkraut zählt dort inzwischen zu der Königsklasse bei den Adaptogenen.
Dieses sind ungiftige Pflanzen mit universeller, gleichsam „intelligenter“ Heilwirkung: Je nach individueller Erfordernis regen sie zu schwache Körperfunktionen an und dämpfen ein Zuviel im Körper. Zugleich stärken sie das Immunsystem und allgemein die Gesundheit – ohne jede Nebenwirkung. Zu dieser Königsklasse der Heilpflanzen gehören auch Ginseng, Ling-Zhi-Pilz (Reishi), Schisandra (chinesische Beerentraube) und Ashwaganda (indische Schlafbeere).

Deshalb wird der positiver Effekt von Jiaogulan bei Stress-induzierten Krankheiten geschätzt: Es wirkt immer ausgleichend und balancierend, ohne Nebenwirkungen. Dem tonisierenden (stärkenden) Kraut wird nachgesagt, es aktiviere den Kreislauf und die Leber, stärke das Immun- und Nervensystem und wirke beruhigend bei Stress. Es hätte ein krampflinderndes Potential und sei in der Lage, den Blutzucker sowie Cholesterinspiegel positiv zu beeinflussen. Auch die genannten Anti-Aging-Effekte schreibt man ihm zu.
Wie bei allen pflanzlichen Mitteln ist auch bei Jiaogulan die regelmäßige Anwendung wichtig, um langfristig von seinen vielfältigen Wirkkräften profitieren zu können.

ZAHLREICHE STUDIEN BEFASSEN SICH MIT WIRKSAMKEIT


Im renommierten „Journal of Traditional Chinese Medicine“ wurden viele Studien veröffentlicht, die der Vorbeugung Jiaogulans bei Schlaganfällen, Herzinfarkt, Arteriosklerose und vielen anderen Krankheiten nachgehen. Auch andere Forscher untersuchten die Pflanze hinsichtlich ihrer vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten: die Jiaogulan-Forscher der japanischen Ehime-Universität von Matsayuma, der Medizinischen Hochschulen in Guiyang und Hengyang, der Universität für Traditionelle Chinesische Medizin von Shanghai und der Loma-Linda-Universität in Kalifornien sowie der „Vanderbilt University Medical Center“ in Nashville (USA).

Jiaogulan kommt in der Alternativmedizin besonders hier zum Einsatz als und bei

  • Adaptogen
  • Antioxidans (schützt Zellen vor vorzeitiger Alterung)
  • Herzstärkungsmittel
  • Bluthochdruck
  • Hohem Cholesterin
  • Schlaganfall und Herzinfarkt, präventiv gegen Thrombosen
  • Diabetes, senkt Blutzucker und Blutfette
  • Gastritis, Bronchitis und Hepatitis
  • Unterstützung der Leber


Es gilt als


  • Immunsystemstärkend
  • Blutbildend
  • Stressabbauend
  • Stoffwechselfördernd


Es soll auch krebshemmend wirken, ausführlich nachzulesen bei einem Betroffenen in seinem Internetauftritt. Link: http://www.jens-rusch.de/index.php/Jiaogulan


JIAOGULAN-PFLANZEN KAUFEN UND PFLEGEN


Jiaogulan ist als Tee und Kräuterschrot oder Kapseln zum Einnehmen, im Versandhandel als Saatgut oder im Topf erhältlich. Auch als Potpourri, zu Dekorationszwecken oder zur Raumluftverbesserung, kann sie bezogen werden.

Im Gegensatz zum Ginseng kann man Jiaogulan selbst ziehen, entweder im Garten oder im Haus und Wintergarten.



(Quelle: Wiki)


Ein weiterer Pluspunkt ist, dass einfach jedes Jahr die Blätter geerntet werden, während eine Ginsengwurzel mehrere Jahre benötigt, um genügend Wirkstoffe anzureichern.
In der Pflege erweist sich die ausdauernde Rank- und Kletterspezialistin als anspruchslos und schnell wachsend. Man kann sie entweder an einem Stock ziehen oder einfach über den Boden kriechen lassen. 

Sie bevorzugt schattige Lagen, eine optimale Beleuchtung von 40–80 % und einer optimalen Beleuchtung von 65 – 75 %. Stickstoff-, Phosphor- und humusreiche, feuchte Erde sind ideal. Der pH-Wert sollte bei 5,5 bis 8,0 (optimal: 6,5 bis 7,0) liegen; die optimale Erde mehr als 30 cm tief und gut durchlüftet sein. Idealerweise hält sie Wasser, wie z. B. sandige Lehmböden.

Im Herbst zieht sie ein, und treibt aus ihrem Wurzelstock im nächsten Frühjahr wieder aus. Ihre Vermehrung erfolgt durch Stecklinge. Die Pflanze bekommt man, je nach Herkunft, winterhart (-18° Celsius). Eine Überwinterung im Haus ist möglich und garantiert ganzjährigen Wuchs. Ihre Früchte sind runde, glatte Beeren, mit einem Durchmesser von 5 bis 8 mm, die dunkelgrün bis fast schwarz werden, wenn sie reif sind.