Dienstag, 30. August 2016

Gefäßverkalkungen lassen sich möglicherweise mit Hilfe von Omega-3-Fettsäuren therapieren.

Studie zu Arteriosklerose: Omega 3 - Fettsäuren als effektives Hilsmittel gegen Verkalkung von Arterien


Gefäßverkalkungen lassen sich möglicherweise mit Hilfe von Omega-3-Fettsäuren therapieren.


(Quelle: Wiki)

Neue Behandlungsstrategie zur Therapie von Arterienverkalkungen
 

Arterienverkalkungen sind ein weit verbreitetes Beschwerdebild, dass schlimmstenfalls Folgen wie einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall haben kann. Wissenschaftler der Ludwig-Maximillians-Universität München (LMU) haben nun einen neuen Behandlungsansatz gegen die Atherosklerose getestet, bei dem „körpereigene heilungsfördernde Prozesse“ aktiviert werden. Omega-3-Fettsäuren nehmen hierbei eine entscheidende Rolle ein. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher in der Fachzeitschrift „Circulation Research“. 

Die Gefäßverkalkung entsteht, wenn Ablagerungen in den Gefäßinnenwänden zu chronischen Entzündungen führen und die Gefäße verengen, so die Mitteilung der LMU. Hierdurch werde der Blutfluss behindert oder ganz blockiert, was einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen kann. Bislang zielt die Behandlung laut Aussage der Forscher hauptsächlich darauf ab, die Entzündungsreaktion zu hemmen. 

Doch hat das Forscherteam um Professor Oliver Söhnlein vom Institut für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten an der LMU nun einen völlig neuen Behandlungsansatz entwickelt, der darauf abzielt, körpereigene heilungsfördernde Prozesse zu aktivieren. Der Schlüssel hierzu könnte in Omega-3-Fettsäuren liegen. 

Entzündungsreaktion durch Lipidmediatoren beeinflusst 

Die Forschungsergebnisse der letzten Jahre haben laut Aussage der Wissenschaftler gezeigt, dass nicht nur die Entstehung, sondern auch das Beenden von Entzündungen ein aktiver Prozess der Immunabwehr ist. Dieses „Entzündungs-Beendigungs-Programm“ ist bei Atherosklerose gestört, sodass die Entzündung chronifiziert, erläutert Prof. Söhnlein. 

Den Angaben der Experten zufolge wird der Entzündungsverlauf durch spezielle Signalmoleküle (sogenannten Lipidmediatoren) gesteuert, die aus essenziellen Fettsäuren gebildet werden. „Bei akuten Entzündungen sind zunächst entzündungsfördernde Lipidmediatoren aktiv“ und „zum Stoppen der Reaktion übernehmen entzündungshemmende Lipidmediatoren die Regulation“, so die Mitteilung der LMU. 

Balance der Lipidmediatoren bei Atherosklerose gestört 

Damit der Prozess der Entzündungen funktioniert, müssen beide Arten von Lipidmediatoren in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden sein, erläutern die Forscher. Wir konnten nachweisen, „dass diese Balance bei Atherosklerose gestört ist“, betont Prof. Söhnlein. Während normalerweise die Entzündungsreaktionen nach Ablauf der akuten Phase durch eine ansteigende Konzentration der entzündungshemmenden Lipidmediatoren gestoppt werde, sei bei einer Atherosklerose das Gegenteil der Fall. In atherosklerotischem Gewebe nehmen die erforderlichen Lipidmediatoren bei fortschreitender Entzündung sogar ab. 

Gefäßverkalkung durch entzündungshemmende Lipidmediatoren gemindert 

Im Mausmodell ist es den Forschern gelungen, „durch die Zugabe der entzündungshemmenden Lipidmediatoren Maresin 1 und Resolvin D2“ das Ungleichgewicht zu korrigieren und die Atherosklerose zu mindern, berichtet Prof. Söhnlein von den Studienergebnissen. Im Körper werden Maresin 1 und Resolvin D2 „aus essenziellen Omega-3-Fettsäuren gebildet, die unter anderem in Fischöl enthalten sind, dem schon lange eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird“, so die Mitteilung der LMU. 

Natürliche Prozesse werden aktiviert 

Durch die Lipidmediatoren werden laut Aussage der Forscher die Fresszellen des Immunsystems, sogenannte Makrophagen, beeinflusst. Diese lagern sich an atherosklerotischen Plaques an und können in unterschiedlicher Richtung wirken. Einerseits tragen sie zum Fortschreiten der Entzündung bei, wenn „sie sich an Blutfetten überfressen und selbst zugrunde gehen, (...) andererseits haben sie aber auch eine wichtige Funktion bei der Heilung entzündeten Gewebes“, so die Mitteilung der LMU.

Denn die Makrophagen entfernen abgestorbene Zellen und stoßen die Vermehrung glatter Muskelzellen an. „Die Zugabe der Lipidmediatoren fördert diese entzündungsmindernde Wirkung, lenkt die Aktivität der Makrophagen also in eine gewünschte Richtung“, betont Prof. Söhnlein. 

Omega-3-Fettsäuren mit zahlreichen positiven Effekten 

In einem nächsten Schritt müssen weitere Studien nun klären, ob die Erkenntnisse aus dem Mausmodell auch auf Menschen übertragbar sind. Bestätigen sich die Studienergebnisse, ist dies ein Grund mehr, erhöhte Mengen Omega-3-Fettsäure aufzunehmen. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass die Omega-3-Fettsäuren vor Herzinfarkten schützenDarmkrebs vorbeugen und zur Alzheimer-Vorsorge beitragen können.Insgesamt werden den Omega-3-Fettsäuren zahlreiche positive Effekt auf unsere Gesundheit zugeschrieben. Enthalten sind diese beispielsweise in fettigem Fisch, aber auch in Walnüssen und Chiasamen. 

(fp)

Montag, 15. August 2016

Manche Menschen halten Hypnose für faule Zauberei – zu Unrecht, wie die Medizin heute weiß.

Was im Gehirn unter Hypnose passiert


Hirn im Ausnahmezustand: Forscher haben erstmals beobachtet, was im Gehirn bei Hypnose genau vor sich geht. Ihre Studie zeigt: Der Trancezustand offenbart sich durch drei typische Veränderungen in der Hirnaktivität. Das Wissen darüber, welche Regionen im Gehirn an einer erfolgreichen Hypnose beteiligt sind, eröffnet nun neue Ansätze für Therapien. Vor allem Menschen, die sich bislang nur schlecht hypnotisieren lassen, könnten davon profitieren.
Manche Menschen halten Hypnose für faule Zauberei – zu Unrecht, wie die Medizin heute weiß. Tatsächlich lassen sich mit dieser Methode psychische und körperliche Prozesse beeinflussen, die sonst nur schwer steuerbar sind. Studien belegen: Hypnose hilft Patienten mit Angststörungen, lindert chronische Schmerzen und kann sogar die Schlafqualität verbessern.

"Hypnose ist die älteste Form westlicher Psychotherapie", sagen Wissenschaftler um Heidi Jiang von der Northwestern University in Chicago. "Sie ist ein effektives Mittel, um die Art und Weise zu verändern, wie wir unser Gehirn benutzen – und kann damit unsere Wahrnehmung und unseren Körper kontrollieren." Doch obwohl das medizinische Potenzial der Methode immer mehr Anerkennung finde, wisse man nur wenig darüber, wie sie auf der physiologischen Ebene funktioniere. Das Forscherteam hat diese Wissenslücke nun geschlossen – und herausgefunden, was im Gehirn unter Hypnose passiert.



Gehirn unter Beobachtung


Für ihre Studie akquirierten die Wissenschaftler 36 Probanden, die sich in Eignungstests als besonders gut hypnotisierbar erwiesen hatten, sowie 21 Teilnehmer, die sich nur sehr schwer in Trance versetzen ließen. "Diese Kontrollgruppe ist wichtig. Denn nur so können wir sicher sein, dass das, was wir sehen, tatsächlich auf die Hypnose zurückzuführen ist", erklären die Forscher.


Mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) beobachtete das Team die Gehirnaktivität der Versuchsteilnehmer unter vier verschiedenen Bedingungen: während sich die Probanden ausruhten, während sie sich an etwas erinnern sollten und zweimal, während sie hypnotisiert wurden.

Veränderungen im Trancezustand


Tatsächlich konnten Jiang und ihre Kollegen dabei eindeutig bestimmte Hirnregionen identifizieren, die sich im Trancezustand verändern. So sinkt unter Hypnose zum einen die Aktivität im dorsalen anterioren Gyrus cinguli.




Dieser Bereich gehört zum sogenannten Salienz-Netzwerk: Es entscheidet, wie stark wir auf bestimmte Reize reagieren und signalisiert damit, was besonders relevant ist.

"Während der Hypnose ist man so versunken, dass man sich um nichts Anderes von außen kümmert", erklärt Mitautor David Spiegel von der Standford University.

Zweitens beobachtete das Team eine erhöhte Aktivität der Verbindung zwischen einem Teil des präfrontalen Kortex und der Inselrinde. Laut den Forschern hilft diese dem Gehirn dabei zu verarbeiten, was im Körper geschieht.

Die dritte Veränderung passiert zwischen dem präfrontalen Kortex und dem sogenannten Default Mode Netzwerk, jenen Regionen, die beim Nichtstun aktiv sind und beim Lösen von Aufgaben deaktiviert werden. Die Verbindung zwischen diesen beiden Bereichen wird im Hypnosezustand schwächer.

Die Forscher glauben: Das zeigt an, dass die eigenen Aktionen und das Bewusstsein darüber nicht mehr verknüpft sind. 

Während der Hypnose führe dieser Zustand dazu, dass man sich in seinem Tun unbewusst von anderen leiten lasse.

Interessanterweise beeinflusst auch regelmäßige Meditation die Verknüpfungen im Default Mode Netzwerk, wie Studien belegen.

Chance für schwer hypnotisierbare Menschen?


Diese neuen Erkenntnisse könnten künftig vor allem Patienten helfen, bei denen die Hypnose bislang nicht funktioniert. "Jetzt, wo wir wissen, welche Gehirnregionen an einem Trancezustand beteiligt sind, können wir die Effektivität einer Hypnose womöglich beeinflussen", sagt Spiegel.

Die Idee: eine Therapie, die Hirnstimulation und Hypnose vereint. "Uns reizt der Ansatz, die Hypnosefähigkeit einer Person zu verbessern, indem wir gezielt bestimmte Bereiche in ihrem Gehirn stimulieren", so Spiegel.

Bislang gelten den Forschern zufolge nur rund zehn Prozent der Bevölkerung als außerordentlich gut hypnotisierbar, rund die Hälfte spricht mittelgut auf die Methode an.

Die von dem Team erdachte Behandlung könnte unter Umständen auch den bislang nur schwer mit Hypnose therapierbaren Menschen helfen – und ihnen dadurch zum Beispiel starke Schmerzmedikamente ersparen. Bevor das möglich werde, sei aber noch mehr Forschung nötig, schließt das Team. (Cerebral Cortex, 2016)
(Stanford University Medical Center, 29.07.2016 - DAL)

Mittwoch, 3. August 2016

15 Hausmittel gegen kalte Füße

15 Hausmittel gegen kalte Füße






Vor allem Frauen leiden oft unter kalten Füßen. Meist kann man deswegen sogar nicht einschlafen. Erfahren Sie hier, welche Hausmittel gegen kalte Füße helfen.


Männer leiden mit den Frauen



Wenn Frauen an kalten Füßen leiden, dann leiden meist die Männer mit, wenn die kalten Füße der Frauen zum Wärmen unter die warme Decke der Männer geschoben werden. Um kalte Füße vorzubeugen, reicht es nicht aus, sich warme Socken anzuziehen oder die Füße auf die Heizung zu legen. Auch die Decke ist nicht immer ausreichend. Aber es gibt einige Methoden, mit denen man dieses Problem gut in den Griff bekommen kann. Besonders in der kalten Jahreszeit leiden viele Menschen nämlich unter dauerhaft kalten Füßen.


Schutzmechanismus des Körpers



Kalte Füße entstehen, wenn sich durch einen Nervenreiz bei Kälte die Blutgefäße verengen und das Blut hauptsächlich in die lebenswichtigen Organe wie das Herz, die Lunge oder das Gehirn gepumpt wird. Alles, was weit davon entfernt ist, wird also dementsprechend nicht mehr mit dem warmen Blut versorgt. Wie Sie sehen, handelt es sich dabei also um einen reinen Schutzmechanismus des Körpers. Er versorgt bei Kälte lieber die wirklich lebenswichtigen inneren Organe als die Hände und Füße. Wer jedoch ständig unter kalten Füßen und Händen leidet, bei dem ist eine Erkrankung nicht auszuschließen.

Ursachen für kalte Füße



Kalte Hände und Füße können nämlich auch eine Folge eines Mineralstoffmangels, einer hormonellen Umstellung, Stress, Bewegungsmangel und Flüssigkeitsmangel sein. Einige Menschen haben aber auch dauerhaft kalte Füße, weil sie an Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Arterienverengungen oder aber auch an einem niedrigen Blutdruck leiden. Bevor Sie eine Selbstbehandlung gegen die kalten Füße starten, sollten Sie erst einmal von einem Arzt abklären lassen, welche Ursachen diese Durchblutungsstörung hat.


Hausmittel gegen kalte Füße


  • Zum einen hilft Wassertreten. Dies sollten Sie zwei Mal am Tag in warmem Wasser tun. Entweder in einer kleinen Schüssel, als Fußbad sozusagen, oder in der Badewanne. Anschließend ab dem Knie die Beine kalt abbrausen. Das fördert die Durchblutung. Auch Wechselbäder sind durchblutungsfördernd.
  • Nehmen Sie abends ein heißes Fußbad. Geben Sie dort etwas Holzasche hinein und zwei Esslöffel Salz. Wenn das regelmäßig gemacht wird, werden die kalten Füße schnell der Vergangenheit angehören.
  • Massieren Sie Ihre Füße etwa zehn Minuten lang mit einem Igelball. Damit regen Sie die Durchblutung der Füße an.
  • Wenn Sie schon im Bett liegen und aufgrund Ihrer kalten Füße nicht einschlafen können, dann sollten Sie die Füße in die Kniekehle des anderen Beines klemmen. So werden sie schnell wieder warm.
  • Badezusätze aus Eukalyptus, Fichtennadel, Rosmarin oder Rosskastanie in Fußbädern wirken durchblutungsfördernd.


  • Machen Sie Fußbäder, in die Sie entweder drei Tropfen Zimtöl, den Saft von zwei Zitronen oder 20 Gramm Senfmehl geben.
  • Machen Sie jeweils morgens uns abends im Sitzen zehn Minuten Fußgymnastik. Dabei sollten Sie zuerst Ihre Zehen strecken. Anschließend sollten Sie Ihre Fußgelenke kreisen lassen. Zum Schluss sollten Sie Ihre Füße anziehen und wieder ausstrecken.
  • Geben Sie einen Teelöffel Rosmarinblätter in ein Teeei. Geben Sie dieses in eine Tasse und übergießen Sie es mit heißem Wasser. Lassen Sie den Tee fünf Minuten ziehen und trinken Sie ihn.
  • Scharfe Speisen regen die Durchblutung an. Wenn Sie diese essen, dann werden Sie bestimmt ganz schnell warme Füße bekommen.
     
  • Übergießen Sie ein paar Scheiben Ingwer mit heißem Wasser. Wenn Sie diesen Tee trinken, dann wird Ihnen auch warm werden.
  • Tragen Sie weite Schuhe und dicke Socken.
  • Reiben Sie Ihre Füße vor dem Zubettgehen mit Rizinusöl ein. Anschließend sollten Sie Socken über die Füße ziehen.
  • Machen Sie Bürstenmassagen. Bei jedem Bein sollten Sie an der Außenseite mit kreisenden Bewegungen beginnen. Arbeiten Sie sich dabei vom Knöchel zum Oberschenkel hinauf. Anschließend ist die Innenseite der Beine dran.
  • Alternativ zur Bürstenmassage können Sie Ihre Beine auch mit einem Massagehandschuh massieren.
  • Legen Sie sich zum Schlafen eine Wärmflasche an das Fußende. 


Wie Sie sehen können Sie mit einigen einfachen Hausmitteln viel bewirken. Wenn Sie darauf achten, dass Sie Ihre Füße immer schon warm halten, dann können Sie somit sogar Erkältungskrankheiten vorbeugen, da diese oftmals durch kalte Füße hervorgerufen werden.