Freitag, 31. Juli 2015

Echter Alant (Inula helenium): bei Bronchialkatarrh, chronischem Husten und Asthma



Echter Alant (Inula helenium) 


Die ursprüngliche Heimat des Alants ist Zentralasien, doch schon in der Antike eroberte er Europa wegen seiner Heilkräfte. 

Der Alant wird bis 2.30 hoch und hat wunderschöne sonnengelbe gestirnte Blumen und kräftige Wurzeln. Er wächst gerne in lehmigen Gartenböden, wild ist er bei uns selten nur anzutreffen. 

Der wissenschaftliche Namen gibt einen Hinweis auf die Sage der schönen Helena. Der Sage nach entspross die Pflanze aus den Tränen der schönen Helena die sie bei ihrer Entführung vergoss, und daher wächst auf der Insel Helena in Attika der echte Alant am besten. 

Bereits im Altertum wurde der Echte Alant als Heilpflanze eingesetzt. Die im Wurzelstock der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle und das Inulin besitzen eine medizinische Wirkung. In einigen Gegenden aß man den Wurzelstock der echten Alant gezuckert. Zur Behandlung von Magenschwäche stellte man aus den gezuckerten Wurzeln alkoholhaltige Getränke her.
Dem in der Pflanze enthaltene Alantöl sagte man eine wurmtreibende und eine antiseptisch (keimtötende) Wirkung bei Blasen- und Harnwegsinfektionen nach.



(Quelle: Wikimedia)

Tee


Beim Alant nimmt man die zerkleinerte, getrocknete oder frische Wurzel als Teedroge. Er wirkt auswurffördernd bei Bronchialkatarrh, chronischem Husten und Asthma. 

Die beste Wirkung erzielt man als Mischung mit anderen Hustenkräutern zum Beispiel Thymian, dost und Lungenkraut. 

Bronchialteemischung: Vermische zu gleichen Teilen, zerkleinerte Alantwurzeln, Dost und Thymian zwei Teelöffel der Mischung mit 2 dl Wasser überbrühen und 15 Minuten ziehen lassen , süssen mit Honig und das drei Mal täglich fördert die Heilung bei akuter Bronchitis. 

Dieselbe Mischung hilft auch bei Magen-Darm Beschwerden. 


Alantwein


Der Alantwein wurde in früher vor allem von Hildegard von Bingen bei jedem Lungenleiden, Tuberkulose empfohlen. 

Heute nimmt man den Alantwein vor allem zur allgemeinen Stärkung und als Lichtbringer in der dunklen Jahreszeit ein. 

Um die gewünschte Wirkung zu erzielen wird Empfohlen, eine Kur von 8 Wochen, jeden Tag vor dem Mittagessen 2cl Alantwein einzunehmen. Herstellung Alantwein: 75 gr frische Alantwurzel in einem Liter Rotwein, 10 Tage am Licht stehend, ziehen lassen und dann die Wurzel ab sieben. Die frische Wurzel wird von Ende Oktober bis Mitte März geerntet.

Wildkräuterküche


Die Frischen Blätter des Alants kann man von April bis Juli für Blattgemüse und Gemüsesuppen verwenden. Der bittere Geschmack der Blätter, kann man durch wässern im warmen Wasser mildern.
 Die sonnengelben Blüten eignen sich hervorragend als Dekoration im Salat. Die Wurzeln von können von Ende September bis März mit anderem Wintergemüse gedämpft oder als Beilage in der Wintergemüsesuppe gekocht werden. Die Wurzel sollte nur als Zugabe und nicht als Hauptgemüse verwendet werden, da sie sehr bitter ist.


Räuchern



Das Räuchern von Kräutern, Harzen und Wurzeln ist eine alte Tradition. Es wurde geräuchert, um den Göttern oder den Ahnen zu huldigen. Es war weit verbreitet, der balsamische Rauch sei die Nahrung der Götter, heute wird in der Kirche immer noch mit Weihrauch geräuchert. 

Räuchern hatte auch den Zweck Kleider, Wohnräume zu aromatisieren und zu desinfizieren und diente nicht zuletzt der Schädlingsabwehr. Auch heute wird das Räuchern von Fisch und Fleisch zum haltbar machen noch praktiziert.

Der Alant auch Sonnenwurz genannt, bringt beim Verräuchern seine Wärme und sein Leuchten des Sommers in unser Herz. Wenn in der kalten Jahreszeit die Sonne bei uns nicht so viel scheint und das Sonnenlicht noch nicht die Wärme und die Kraft des Sommers hat, kann unsere Stimmung schon mal kippen und wir sehnen uns nach mehr Wärme, Licht und Lachen. 

Da kann das Räuchern von der Alantwurzel uns helfen die dunkle, kalte Jahreszeit besser zu erdulden. Da diese Zeit ja auch die Zeit der Grippeerkrankungen ist, hilft das Räuchern des Alants auch, da er die Luft reinigt und keimtötend wirkt.


Reinigende Räuchermischung in der Grippezeit: Salbei, Lavendel Fichtenharz und Alantwurzel zu gleichen Teilen mischen und auf die Kohle streuen.



(Quelle: Wikimedia)

Donnerstag, 30. Juli 2015

OREGANO (ORIGANUM VULGARE) – EINE SEHR ALTE HEILPFLANZE


OREGANO (ORIGANUM VULGARE) –
EINE SEHR ALTE HEILPFLANZE





Quelle: Wikimedia



Oregano (Origanum vulgare)


ist auch als Wilder Majoran oder Dost bekannt. Er stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet und wird heute auf der ganzen Welt in warmen und gemäßigten Breiten angebaut. In fast ganz Europa gibt es darüber hinaus natürliche Vorkommen.
Geschichte

Oregano ist eine sehr alte Heilpflanze und war bereits im antiken Griechenland bekannt. Nachweise darüber finden sich unter anderen in den Schriften von Dioscurides und Hippokrates. In der heutigen modernen Pflanzenheilkunde wird Oregano nur selten verwendet.


Als Gewürz in der Küche diente Oregano wahrscheinlich bereits den Römern. Im gesamten Mittelmeerraum wird er auch heute noch viel verwendet, besonders in der italienischen und spanischen Küche, wo er als ein sehr wichtiges Gewürz gilt.
Inhaltsstoffe

Zu den Inhaltsstoffen von Oregano gehören 



  • Gerbstoffe, 
  • ätherisches Öl, 
  • Thymol, 
  • Carvacrol und andere Geruchsstoffe sowie 
  • Ascorbinsäure (Vitamin C) und 
  • Tannine.


Anwendung in der Volksmedizin


Für Heilzwecke wird in der Volksmedizin der oberirdische Teil der Oregano (Blätter und Blüten) verwendet. Dazu wird Oregano während der Blüte von Juli bis August gesammelt, er wird mit einer Sichel oder einem Messer abgeschnitten. Das Trocknen von Oregano kann in der Sonne, auf Dachböden und in Schuppen in gebundenen Bündeln erfolgen. Nach dem Trocknen werden die Bündel über ein grobes Metallsieb zerrieben und dabei die Blüten und Blätter von den Pflanzenstängeln getrennt, letztere werden weggeworfen. Getrockneter Oregano hat ein starkes Aroma, ist bitter-scharf und hat einen leicht herben Geschmack. Seine Tauglichkeit für Heilzwecke behält Oregano in gut verschlossenen Gläsern bis zu 3 Jahre.

Oregano 



  • hat eine beruhigende Wirkung auf das zentrale Nervensystem, 
  • steigert die Absonderung der Schweiß-, Verdauungs- und Bronchialdrüsen und 
  • erhöht die Muskeltätigkeit des Darmes.

Die Volksmedizin verwendet Oregano auch als schleimlösendes Heilmittel bei Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen. In diesen Fällen wird der Aufguss häufig aus einer Mischung mit anderen Kräutern in Form eines Brust-Tee zubereitet, er ist ein Teil dieser auch im Handel angebotenen Tees.

Manchmal wird Oregano als Diuretikum verwendet. Pharmakologisch bewährt ist Oregano als ein Anthelminthikum gegen parasitäre Würmer (Helminthen).

Durch das Vorhandensein einer großen Anzahl von flüchtigen Inhaltsstoffen mit antimikrobieller Aktivität, wird Oregano auch äußerlich für Kompressen bei Furunkeln und Geschwüren eingesetzt sowie für Heilbäder bei Hautausschlägen und Skrofulose.

Ebenfalls ist Oregano ein wirksames Hausmittel gegen Motten und hilft als Schmerzmittel bei Zahnschmerz.



Wie wird Oregano angewandt?


Aufguss bei Darmatonie

Für die Behandlung einer Darmatonie übergießen Sie 15 g Oregano mit 0,25 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss wenigstens 30 Minuten stehen und trinken davon 3 bis 4-mal täglich 1 bis 2 EL.

Der vorhergehende Aufguss von Oregano eignet sich auch dafür, den Appetit und die verringerte Absonderung von Magensaft anzuregen.
Zur Verwendung als ein Beruhigungsmittel bei erhöhter nervöser Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit wird das Trinken von 2 bis 3-mal täglich 80 ml empfohlen.

Aufguss bei Albträumen

Beim Auftreten von Albträumen übergießen Sie 1 EL Oregano mit 250 ml kochendem Wasser, lassen den Aufguss für 1 bis 2 Stunden stehen und trinken von dem warmen Aufguss 3 bis 4-mal täglich 20 bis 30 Minuten vor dem Essen 125 ml.
Aufguss bei Nervosität, Kopfschmerz, Kreislaufbeschwerden und Krämpfen

Bei Nervosität, Kopfschmerz, vegetativ bedingten Kreislaufbeschwerden und Krämpfen übergießen Sie 15 g Oregano mit 0,25 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 30 Minuten stehen, sieben ihn durch und trinken davon 3 bis 4-mal täglich 20 Minuten vor dem Essen 2 EL.

Der vorhergehende Aufguss von Oregano eignet sich auch für warme Spülungen bei Zahnschmerz, Parodontitis und Entzündungen des Zahnfleisches oder zum Gurgeln bei Halsschmerzen, Pharyngitis und Stomatitis. Gewöhnlich lindern diese Anwendungen innerhalb von 10 bis 20 Minuten wesentlich den Schmerz.
Aufguss bei Gastritis, Colitis, Nieren- und Lebererkrankungen, Bronchitis, Erkältungen, nervöse Erregung und schlechter Stimmung

Bei Gastritis, Kolitis, Nieren- und Lebererkrankungen, Bronchitis, Erkältungen, nervöse Erregung und schlechter Stimmung übergießen Sie 20 g Oregano in einer Thermoskanne mit 0,25 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 2 Stunden stehen und trinken davon 3 bis 4-mal täglich 1 EL.
Aufguss für Spülungen, Kompressen und partielle Heilbäder bei Rachitis, Skrofulose, juckenden Hautausschlägen und Ekzeme

Für Spülungen, Kompressen und partielle Heilbäder bei Rachitis, Skrofulose, juckenden Hautausschlägen und Ekzeme übergießen Sie 25 g Oregano mit 0,5 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 4 Stunden an einem warmen Ort stehen und verwenden ihn dann entsprechend.
Heilbäder bei Ekzemen, Neurodermitis und anderen Hautausschlägen, Furunkel, Abszesse und Diathese

Für Heilbäder zur Behandlung von Ekzemen, Neurodermitis und anderen Hautausschlägen, Furunkel, Abszesse und Diathese übergießen Sie 100 bis 200 g Oregano mit 2 bis 3 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 1 bis 2 Stunden stehen, geben ihn dann in das Vollbad von 36 °C bis 37 °C und baden darin etwa 10 bis 15 Minuten.

Hinweis: Vorsicht bei allen heißen Bädern, da sie den Kreislauf belasten. Bei Schwangerschaft wird die Verwendung von Oregano nicht empfohlen, da er eine Schwangerschaft negativ beeinflussen kann.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Portulak: ein seit mehreren tausend Jahren verwendetes Heil- und Küchenkraut

Portulak


Portulaca oleracea (Portulakgewächs = Portulacaceae)

(Quelle: Wikimedia)


Geschichtliches – Portulak

Portulak ist ein seit mehreren tausend Jahren verwendetes Heil- und Küchenkraut und galt besonders bei den Ägyptern, in Indien und auch in China als wundersame und heilende Pflanze. 
In alten Schriften ist nachzulesen «es sei ein angenehmes Kraut der Heilung mit vielen Anwendungsmöglichkeiten.» In weiteren Schriften – auch in jenen des römischen Gelehrten Plinius – finden sich Hinweise zu diesem Kraut.

Woher die Weisheit stammt, dass «man ohne Traum schlafen könne, wenn man Portulak über dem Bett aufhänge», ist nicht bekannt.

Die heutigen Hauptanbaugebiete liegen in Frankreich.







Botanik und Kultur

Portulak ist ein einjähriges – aus südlichen Gefilden stammendes und entsprechend wärmebedürftiges Kraut, das 15 cm bis 30 cm hoch werden kann. Am besten gedeiht es in gut durchlässigen, sandigen Gartenböden, an sonnigen Lagen. Verwildert findet man dieses «Unkraut» auf Schutthalden, in Haus­gärten, sonnigen Äckern und entlang von Bahndämmen. 

Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Mai, sobald die Gefahr von letzten Spätfrösten vorüber ist. Die Pflanze ist ein Lichtkeimer, das heisst, dass das Saatgut nicht mit Erde bedeckt werden muss.

Um die ganze Sommerszeit immer wieder frischen Portulak ernten zu können, muss man alle 3–4 Wochen eine Folgesaat machen.

Die noch jungen und zarten Pflanzen müssen frei von Unkraut gehalten werden. Das fleischige Würzkraut, mit seinen weiss-gelblichen Blüten, verträgt keine Trockenheit und muss deshalb bei trockenen Wetterperioden hin und wieder gegossen werden.



Verwendung in der Naturheilkunde


Portulak enthält u.a. wertvolle Vitamine, insbesonders Vitamin C, Magnesium, Calcium, Omega-3-Fett­säuren, Bitter- und Schleimstoffe und Oxalsäure.

Die wichtigsten Eigenschaften dieser Heilpflanze sind 


  • harntreibend, 
  • entgiftend, 
  • Fieber senkend und kühlend 
und deshalb wird das Kraut dieser heilenden Pflanze wirksam 


  • gegen Sodbrennen, 
  • sowie bei Nieren- und Blasenbeschwerden verwendet. 

In der traditionellen chinesischen Medizin TCM bringt ein Tee dieses «Unkrautes» bei Magen- und Leberbeschwerden rasch Linderung. 

Eine äusserliche Anwendung soll sogar gegen Bisse von Schlangen, sowie Insektenstiche helfen.


Wir möchten an dieser Stelle aber wieder einmal darauf hinweisen, dass Sie sich als Leser/In  bei gesundheitlichen Problemen an einen ausgewiesenen Naturarzt oder Drogisten wenden müssen.



Inhaltsstoffe von Portulak


Portulak ist ein wahrer Vitaminspender, sofern er frisch ist. 

  • Vitamin C (22mg pro 100 g). 
  • Viele B-Vitamine  (B1, B2, B6) 
  • Pro-Vitamin A, eine Vorstufe von Vitamin A, welches wichtig für Augen und Haut ist. 
  • Calcium, 
  • Eisen 
  • Magnesium 
  • Kalium 
  • Natrium 
  • Phosphor 
  • wertvollen Omega-3-Fettsäuren.



Verwendung in der Küche


Die frischen, fleischigen Blätter und Stängel sind sehr vitaminreich und eignen sich daher sehr gut als Diät-, wie auch zu Rohkostgerichten. Wir empfehlen, dass für die Küche möglichst nur junge Triebe – vor der Blüte – verwendet werden sollten, da die älteren einen eher bitteren Geschmack haben. 
Die Liste der Verwendungsmöglichkeiten dieses Krautes ist recht lang. 

Als Zutat in würzige Suppen und Salate, zubereitet als Gemüse wie Spinat, beigemischt in gluschtige und bekömmliche Kartoffel-und Eintopfgerichte, als würzende Beigabe in Kräutersaucen und Quarkgerichte, aber auch in Gemüse­füllungen für Teigwarenspezialitäten – hier überall eignet sich der möglichst frisch verwendbare Portulak.

Portulak-Salat mit Joghurt:


Den Portulak waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Joghurt mit Knoblauch würzen. Frische Minze und Petersilie fein hacken und alles mit Salz, Pfeffer würzen und genießen. Guten Appetit!




Dienstag, 28. Juli 2015

Welche Kräutergeheimnisse lüftete Hildegard von Bingen?


Welche Kräutergeheimnisse
lüftete Hildegard von Bingen?




Das Himmlische mit dem Irdischen zu verbinden, das war die Lebensmaxime der Benediktinerin Hildegard von Bingen. Bereits im 12. Jahrhundert propagierte sie etwa die Formel "äußere Schönheit kommt von innen". Als Erste verwies sie auf den Zusammenhang zwischen seelischem Wohlbefinden und körperlichem Wohlsein. Sie war es auch, die sich mit der Wirkung von Nahrungsmitteln, Kräutern und Gewürzen auf die Gesundheit befasste und uns ihre Erkenntnisse in reicher Schriftform hinterließ. Hildegards Schriften entstanden zwischen 1150 und 1160. 

Fenchel





(Quelle: Wikimedia)





"Der Fenchel hat angenehme Wärme. Wenn man ihn roh isst, schadet er dem Menschen nicht. Und wie immer er gegessen wird, macht er den Menschen fröhlich und vermittelt eine angenheme Wärme und guten Schweiß und verursacht auch eine gute Verdauung. Wer Fenchel ode seine Samen täglich nüchtern isst der vermindert den üblen Schleim oder die Fäulniss in ihm und er unterdrückt den üblen Geruch seines Atems und er bringt seine Augen zum klaren Sehen." (Hildegard von Bingen)


Kastanie




(Quelle: Wikimedia)

"Der Kastanienbaum ist sehr warm, hat aber doch große Kraft, die der Wärme beigemischt ist, und bezeichnet die Weisheit. Der Mensch, dem das Gehirn infolge Trockenheit leer ist und der daher schwach im Kopf ist, der koche die Fruchtkerne dieses Baumes in Wasser, und er füge nichts anderes hinzu, und wenn das Wasser ausgegossen ist, soll er es oft nüchtern und nach dem Essen nehmen, und so wird der Schmerz im Kopf weichen." (Hildegard von Bingen)


Kichererbsen







(Quelle: Wikimedia)


"Die Kichererbse ist warm und angenehm und leicht zu essen und sie vermehrt dem der sie isst, nicht die üblen Säfte. Wer aber Fieber hat, der brate Kichererbsen über frische Kohlen und esse sie und er wird geheilt werden." (Hildegard von Bingen)



Brennessel




Quelle: Wikimedia






























"Die Brennessel ist in ihrer Art sehr warm. In keiner Weise nützt es, dass sie roh gegessen wird, wegen ihrer Rauheit. Aber wenn sie frisch aus der Erde sprießt, ist sie gekocht nützlich für die Speisen der Menschen, weil sie den Magen reinigt und den Schleim aus ihm wegnimmt." (Hildegard von Bingen)


Rettich



Quelle: Wikimedia



























"Der Rettich ist mehr warm als kalt. Aber nachdem er ausgraben ist, soll man ihn unter der Erde an einen feuchten Ort für zwei oder drei Tage ausgegraben liegen lassen, damit sein Grün gemäßigt werde, auf dass er umso besser zu essen sei. Und gegessen reinigt er das Gehirn und vermindert die schädlichen Säfte der Eingeweide. Denn wenn ein starker und fetter Mensch Rettich isst, heilt er ihn und reinigt ihn innerlich." (Hildegard von Bingen)


Gartensalat





(Quelle: Wikimedia)





"Ohne Würze gegessen macht er mit seinem unnützen Saft das Gehirn des Menschen leer und befüllt den Magen mit Krankheiten. Wer in daher essen will, der beize zuerst mit Dill oder mit Essig oder mit Knoblauch, so dass er zweimal fü kurze Zeit übergossen werde, bevor er gegessen wird. Und wenn ihn der Mensch auf diese Weise gemäßigt isst, stärkt er das Gehirn und bereitet eine gute Verdauung." (Hildegard von Bingen)





Avocado-Bestandteil ist ein vielversprechendes Mittel gegen Leukämie

Avocado-Bestandteil ist ein vielversprechendes Mittel gegen Leukämie



(Quelle Wikimedia)


Lecker, reichhaltig und cremig – so kennen wir die Avocado. Mit ihrem Hohen Anteil an Kalium, Ballaststoffen und Vitamin C IST sie außerdem noch sehr gesund. Aber dass sie auch noch gegen Krebs helfen sollen, ist neu.

Wenn man Professor Paul Spagnuolo von der kanadischen University of Waterloo glauben will, könnte ein Bestandteil der Frucht namens Avocatin B ein vielversprechendes Mittel gegen akute myeloische Leukämie sein. 

Das ist die häufigste Form des Blutkrebses, an der laut dem Krebsinformationsdienst allein in Deutschland jährlich über 2000 Menschen erkranken. Für 90 Prozent der Erkrankten über 65 ist der Krebs innerhalb von fünf Jahren tödlich.

Avocado-Bestandteil ist ein vielversprechendes Mittel gegen Leukämie


Spagnuolos Forschungen könnten ein Hoffnungsschimmer sein. Denn das Avocatin B bewirkte in Labor-Versuchen laut einer Pressemitteilung der Universität, dass schädliche Krebs-Stammzellen zurückgingen, während gesunde Zellen unbeschädigt blieben. Damit wäre das Medikament, das mit dem Wirkstoff hergestellt werden könnte, eine deutlich geringere Belastung für den Körper des Patienten als andere Mittel zur Krebsbekämpfung wie Chemo- und Bestrahlungs-Therapien.
Spagnuolo ist einer der wenigen Forscher weltweit, die daran glauben, dass Heilmittel gegen Krebs in Pflanzen zu finden sind und nicht chemisch produziert werden müssen, wie es die Pharmaindustrie größten Teils versucht. Mit dem Avocatin B kann er wohl einen Erfolg verzeichnen, auch wenn es noch Jahre dauern wird, bis ein entsprechendes Medikament erhältlich sein wird. Pillen, die den Wirkstoff enthalten, sollen jetzt jedenfalls in die erste klinische Testphase gehen.






Früchte als Stimmungsaufheller - Kiwi und Cranberry könnten die Stimmung positiv beeinflussen

Früchte mit antidepressiver Wirkung - Kiwi und Cranberry könnten die Stimmung positiv beeinflussen


Hat die Ernährung Einfluss auf die Stimmungslage?


Neue Forschungsergebnisse geben Hoffnung, dass es zukünftig möglich sein
könnte, depressive Störungen ganz wesentlich durch die Ernährung
zu beeinflussen.
Die Behandlung der Depression mit so genannten Serotonin-Wiederaufnahme-
 Hemmern gehört gegenwärtig zu den grundlegenden Therapieprinzipien
und macht deutlich, welchen besonderen Stellenwert dem
Tryptophan-Serotonin-System im Gehirn zukommt. 

Gezielt Ernährung gegen Depression?

Eine Reihe von Störungen der Stimmungslage und der Affektivität, aber auch
Schlafprobleme können durch eine zu geringe zentrale Serotonin-Aktivität
bedingt sein. Die Serotonin-Aktivität im Gehirn lässt sich im begrenzten
Maße durch die Ernährung beeinflussen. Ein hohes Angebot der
Aminosäure Tryptophan mit der Nahrung kann unter bestimmten
Voraussetzungen eine erniedrigte Serotoninaktivität wieder normalisieren.
Durch die bevorzugte Verwendung von Molkeprotein als Eiweißquelle
in der Ernährung lässt sich das Tryptophanangebot wesentlich verbessern.

Bessere Stimmung durch den Genuss von Obst?

Bislang war es trotz Kenntnis dieser Zusammenhänge schwierig, die
Serotonin-Aktivität im Gehirn wesentlich durch die Ernährung zu steigern.
Neben einer erhöhten Zufuhr von Molkeprotein scheint es nun eine
weitere Alternative zu geben:
Durch eine gezielte Auswahl an bestimmten Obstsorten werden
dem Körper die notwendigen Bausteine zur Verfügung zu stellen,
um das Tryptophanangebot zu erhöhten und damit das
Serotoninsystem zu aktivieren.

Auf natürlichem Wege ließen sich damit die Symptome bestimmter Formen
der Depression positiv beeinflussen.

Kiwi und Cranberry haben Einfluss auf den Serotonin-Stoffwechsel

Aktuelle Untersuchungen dokumentieren, dass Darmbakterien in der Lage
sind aus Chinasäure Tryptophan zu bilden und in das Darmlumen
zu sezernieren (Pero et al. 2009, 2010).
Erste Daten deuten darauf hin, dass es nach dem Genuss von Früchten mit
einem hohen Gehalt an Chinasäure
(wie z. B. Wildheidelbeeren, Kiwi,
Cranberry,
Preiselbeeren, Pflaumen Äpfel und Pfirsiche) im Gastrointestinaltrakt
zu einer vermehrten Bildung von Tryptophan kommt.
Als Folge der erhöhten Zufuhr von Chinasäure wurden Tryptophanspiegel im Urin
gemessen, die oberhalb der durch Tryptophan-Supplementation
erreichten Spiegel lagen (Pero et al. 2009, 2010).
Dieser Befund deutet darauf hin, dass die endogene Produktion der
Darmbakterien mindestens so viel Tryptophan bereit stellen kann,
wie sonst nur als Folge einer hochdosierten Tryptophangabe
(ca. 5 g/Tag) zur Verfügung steht.


Quelle: Wikimedia

Quelle: Wikimedia

Möglicherweise eröffnet diese Beobachtung einen ganz neuen Ansatz in der
Behandlung von depressiven Störungen, erhöhter Affektivität oder ganz einfach einen Ansatz zur Korrektur von erhöhter Gereiztheit.

Einfache Wege zu einer besseren Stimmungslage

Diese Beobachtung liefert einen weiteren Baustein für die bisher wissenschaftlich unzureichend untermauerte Einschätzung, dass ein hoher Anteil an Obst in der
täglichen Ernährung einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. Bisher fehlen allerdings Untersuchungen, die einen hohen Konsum chinasäure-haltiger Früchte
mit einer geringeren Inzidenz depressiver bzw. affektiver Störungen in
Zusammenhang bringen.

Fazit: 

Auf Basis dieser Untersuchung kann die Empfehlung ausgesprochen werden, den Anteil von bestimmten Fruchtsorten in der Ernährung, insbesondere von Kiwi, Cranberry oder Waldheidelbeeren, die einen besonders hohen Chinasäuregehalt aufweisen, deutlich zu erhöhen. Unter den Fruchtsäften kann unter diesem Blickwinkel besonders naturtrüber Apfelsaft empfohlen werden. Durch diese Ernährungsumstellung könnte es möglich sein, z.B. depressive Symptome positiv zu beeinflussen.



Literatur:
1. Pero RW. Health consequences of catabolic synthesis of hippuric acid in humans. Curr Clin Pharmacol. 2010 Feb;5(1):67-73. Review.

Montag, 27. Juli 2015

Zehdernnussöl und Zedernnüsse: Wirkungsweise und Anwendungen

Zehdernnussöl und Zedernnüsse:
Wirkungsweise und Anwendungen






Das Öl aus Zedernnüssen gewinnt man im Ural und in Sibirien von alters her, denn unsere dortigen Vorfahren verwendeten Zedernnussöl schon damals in der Küche wie in der Heilkunst.


Als naturliches Nahrungsprodukt hat das Öl der Zedernnuss in seiner Anwendung praktisch keine Gegenanzeigen. Seine allgemein stimulie­rende Wirkung erhöht die physische und geistige Leistungsfähigkeit.
Zeitgenössische Gelehrte haben belegt, dass im Zedernnussöl Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in ideal ausgeglichener Zusammen­setzung für die Assimilation im menschlichen Organismus vorhanden sind. Zedernnussöl ist somit fast unentbehrlich für die Ernährung und dient in entsprechenden Mengen auch der Stärkung des Immunsystems.


Nicht zufällig war dieses kostbare Produkt zu Zeiten des Zarenreiches in Europa, vor allem in England, hoch begehrt. Die Verarbeitung erfolgt in einem aufwändigen und schonenden Zedemholzkaltpress-Verfahren, so dass die Vitamine und Spurenelemente der Zedernnüsse erhalten bleiben. Das Zedernnussöl übertrifft viele bekannte Ölsorten an ungesättigten essentiellen Fettsäuren und Phosphatiden. Unter anderem hat es einen hohen Anteil an Vitamin E (30,64 mg auf 100 g)

Ebenso ist es als wertvolle Nahrungsergänzung anerkannt: speziell die im Zedernnussöl enthaltene essentielle Linolensäure (20,3 g auf 100 g) unterstützt das Immunsystem und ist an einer Vielzahl von Stoffwechselvorgängen beteiligt.

Bei einer regelmäßigen Anwendung über 30 bis 60 Tage (ein Teelöffel vor den Mahlzeiten) entfaltet das Zedernnussöl seine aufbauende Wirkung auf unseren Körper.

Rund 90% einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren im Öl der Zedernnüsse wirken sich positiv auf den Fettstoffwechsel. Das Zedernnussöl „Die klingenden Zedern Russlands“ unterscheidet sich von vielen anderen Zedernnussölsorten dadurch, dass:

Das Öl aus Zedernnüssen gewinnt man im Ural und in Sibirien seit alters her, denn unsere dortigen Vorfahren verwendeten Zedern-öl schon damals in der Küche wie in der Heilkunst. Bereits im 19. Jahrhundert konnte man das Öl der Zeder auf jedem sibirischen Jahrmarkt kaufen. Man erzeugte es hauptsächlich unter häuslichen Bedingungen als altbewährtes Hausmittel.

Der Geschmack des Zedemöls ist angenehm, die Farbe ist hellgelb bis goldig oder bernsteinfarben, ganz hervorragend ist das Nussaroma. Als natürliches Nahrungsprodukt hat das Öl der Zedernuss in seiner Anwendung praktisch keine Gegenanzeigen. Seine allgemein stimulierende Wirkung beseitigt chronische Müdigkeit und erhöht die physische und geistige Arbeitsfähigkeit. Die regelmäßige Einnahme dieses Öls fördert eine verbesserte Umsetzung der Nahrung und optimiert die Aktivität von Vitaminen, in erster Linie der Vitamine A, B, E und D.


Zeitgenössische Gelehrte haben bewiesen, dass im Zedernöl Mikroelemente und Vitamine in der ideal ausgeglichenen Zusammensetzung für die Aneignung durch den menschlichen Organismus vorhanden sind. Zedernöl ist somit fast unentbehrlich für die Ernährung, und dient in natürlichen Rationen auch der Stärkung des Immunsystems. Man kann letztlich jedes beliebige pflanzliche Öl durch Zedernöl ersetzen, es selbst kann jedoch durch nichts vollwertig ersetzt werden.


Weitere Anwendungen


Es ist bekannt, dass  im Gouvernment des Jenissei die Zedernüsse zur Heilung von Geschwüren angewandt wurden, Man zerkaute die Kerne der Nüsse und legte sie auf das Geschwür und darüber einen Verband. Die Nüsse weichten das Geschwür auf und ermöglichten seine schnellstmögliche Reife. Nachdem die Wunde von Eiter gereinigt war, beschleunigte sich auch ihre Verheilung.

Zedernarznei


Die Bevölkerung Sibiriens hält von alters her Zedernnüsse für ein effektives Heilmittel bei der Ablagerung von Salzen im Körper:

Dazu nehme man 30 g Zedernnüsse, reinige die kleinen Kerne von der Schale und gieße 0,5 l Wodka hinzu. So lasse man sie 40 Tage lang stehen. Dann nehme man den Aufguss ein, indem man mit 5 Tropfen pro Tag beginnt und täglich die Dosis um 5 Tropfen erhöht. Wenn die Dosis 25 Tropfen beträgt, geht die Einnahme der Medizin auf

Gramm über und man trinkt 5, dann 10, 15, 20, 25 g pro Tag. Die Heilung dauert einen ganzen Monat.



Zubereitung von Bädern

Für Bäder benutzte man früher die Häutchen der ausgepressten Zedernnüsse, diesen fügte man etwas Kleie hinzu. Ein solches Bad hatte sehr wohltuende Wirkungen besonders auf die rissige und rauhe Haut. Diese Bäder werden auch bei Diathese (gesteigerter Bereitschaft zu krankhafter Reaktion), Ekzemen, eitrigen und anderen Erkrankungen der Haut empfohlen. Unter Hinzufügung des Absuds aus den Schalen und den ausgepressten Zedernüssen hat das Bad eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem. Es ist auch bei starker Erregung und Übermüdung nützlich.


Besonders wohltuend wirkt sich ein Aufguss von Zedernnuss-Schalen sowohl auf den Magen- als auch auf den Darmtrakt aus. Das erhöht die Aktivität, gibt Kräfte zurück und stellt die normale Funktion der Organe des Verdauungstrakts wieder her. Auch bei Hä-morrhoiden raten sibirische Mediziner einen Aufguss aus Zedernnussschalen anzuwenden. Gehörstörungen heilbehandelt man ebenso durch einen solchen Aufguss, aber mit einem zusätzliche Schuss Wodka.

Volksmedizin


Die Volksmedizin empfiehlt Zedernnussschalen-Aufgüsse bei Erkrankungen des Blutes und bei Osteochondrosen, sowie bei Artritis. Einen Aufguss aus den Zedernnuss-Kernen in leichtem Wein nimmt man als Mittel zur Blutreinigung. Es ist auch gut, dem Aufguss noch etwas Honig beizufügen. Aus den Kernen der Zedernnüsse gewonnenes Öl ist zudem ein hervorragend anschlagendes Heilmittel bei Tuberkulose, Arteriosklerose und erhöhtem Blutdruck.


Bei Harnsteinen, ebenso bei Leber- und Gallensteinen rät die Volksmedizin einen Aufguss aus Zedernnusskernen mit Honig in Rebenwein von niedrigem Alkoholgehalt aufgelöst zutrinken. Bei Magen- und Darmgeschwüren ist es ebenfalls sehr nützlich diesmal kleingehackte Kerne derZedernnüsse zusammen mit Honig anzuwenden.


Zedernnüsse, aufbereitet als eine Ar tNuss-Sahne oder Nussmilch wird stillenden Müttern zur Vermehrung der Milchbildung empfohlen. Die Nüsse sollten unbedingt auch in der täglichen Ernährung schwangerer Frauen vorhanden sein, dadurch wird die Gesundheit von Baby und Mutter gewährleistet.


Bei verschiedensten Hauterkrankungen, wie bei Flechten oder Furunkeln und anderen Entzündungen, sogar bei Hautkrebs, führt eine beständige Anwendung von Zedernnüssen oder von deren Öl zur Genesung. Man reibt die Haut bei Ekzemen, Psoriasis, Diathese, Trockenheit einfach gut mit dem Öl ein.

Nahrungsmittelzusatz


Zedernnüsse sollten stets in der Nahrung von Kindern und Jugendlichen reichlich vorhanden sein. Sie beeinflussen wohltuend sowohl die physische wie geistige Entwicklung des Kindes. Besonders nützlich und unentbehrlich sind Zedernzusätze im Essen während des Wechsels der Milchzähne.


Zedernöl, Nuss-Sahne und -Milch sind zudem nützlich bei Erkrankungen des Blutes, speziell der Lymphe. Sahnen aus Zedernüssen wurden in Sibirien auch verbreitet zur Heilung von erhöhtem Magensäuregehalt, von Magenschleimhautentzündung (Gastritis) sowie Magengeschwüren und Krankheiten des Zwölffingerdarms, der Nieren und bei Nervenstörungen angewandt. Zedernnüsse und Zedernöl verstärken auch die männliche Potenz.

Zur Heilung von Gelenkrheumatismus und Stoffwechselstörungen, sowie bei Avitaminose nehme man einen Aufguss aus Zedernnüssen:


Die zerstampften Nüsse begieße man samt der Schale mit Wodka (er muss die Nüsse 5 bis 6 cm bedecken). Das Gemisch lasse man dann 7 Tage ziehen und seihe es durch. Man nehme etwa 1 Esslöffel 3 Mal am Tag im Verlauf von 6 bis 8 Wochen.


Die Schale der Zedernnuss ist reich an Gerbstoffen. Aus ihr bereitet man Aufgüsse und Absude (2 bis 3 Esslöffel pro Glas), die man bei Entzündungen von Schleimhäuten, etwa der Mundhöhle und ähnlicher Organe in der Art von Kompressen und Auswaschungen -etwa bei Hautkrankheiten sowie bei Brandwunden - anwendet Den Absud von Zedern nussschalen kann man bei Magen- und/oder Darmstörungen trinken. Er besitzt zusammenziehende, den Schmerz betäubende und entzündungshemmende Wirkung.

Öl-Anwendungen



Bei erweiterten Krampfadern empfiehlt es sich, die Venen zweimal täglich mit Zedernöl zu bestreichen und dabei mit den Fingerspitzen leicht zu massieren. Ziemlich effektiv ist auch die Öl-Anwendung bei Sprödig-keit und Ausfall der Haare, brüchigen Nägeln, bei Schuppenbildung und als Schutz vor Alterung und Verwelken der Haut.


Die durchgeführten Forschungen und klinischen Versuche bezeugen die hohen entzündungshemmenden und regenerierenden Eigenschaften des wertvollen Öls der Zedernnuss: Bei Entzündung der Milchdrüse lege man zerkaute Zedernnüsse direkt auf die kranke Brustwarze und bedecke sie zusätzlich mit einerleichten Kompresse. Diese kann man anfertigen, indem man ein Stückchen Leinentuch mit Zedernöl anfeuchtet.


Zedernsahne, -Milch, -Öl und die Zedernüsse selbst sind auch ein gutes Mittel bei Abmagerung und gleichermaßen auch sehr nützlich für Menschen, die eine schwere Erkrankung durchgemacht haben.

Zedernnüsse


Unter den Gaben des Zedernwaldes erweisen sich die Zedernnüsse als echter Schatz. Ihre nahrhaften und geschmackvollen Eigenschaften sind sehr hoch, und die Produkte, die man aus den Nüssen gewinnt, sind nach ihrem Kaloriengehalt, ihrer Bekömmlichkeit und anderen Anzeigen im Vergleich mit ähnlichen Produkten aus tierischer Herkunft bei weitem überlegen.


Wenn man die jährliche Ernte der Zedernnüsse sammeln und verarbeiten würde, könnte man den weltweiten Bedarf an Pflanzenöl zufrieden stellen. Die ländliche russische Bevölkerung gebraucht schon von Jahrhundert zu Jahrhundert Zedernnüsse als Nahrungsprodukt, und beim "sibirischen Gespräch", dem Knacken der Nüsse, vergehen die Abendgesellschaften der langen Winterabende.


Aus den Zedernnüssen bereiteten die Einwohner Sibiriens auch eine "Magermilch" und "Pflanzensahne". Aus den getrockneten Nüssen wurden die Kerne gezogen, diese trocknete man zusätzlich und reinigte sie von den Häutchen, indem man sie in den Händen rieb. Die trockenen Kerne zerstieß man in kleinen Holzmörsern, indem man in schwachen Dosierungen heißes Wasser hinzugab. Die gewonnene breiartige Masse goss man in einen gusseisernen Topf oder eine Lehmschale und brachte sie in einem russischen Ofen zum Kochen - und die Sahne war fertig. Vor der Einnahme fügte man der Sahne dann kochendes Wasser hinzu und man erhielt die nussige Mager- oder Zedernmilch. Nach dem Gehalt an Fetten sind diese Zedernnus-sahnen zweimal reicher als Kuhsahnen und zweieinhalbmahl reicher als Fleisch. Nachdem Fettanteil gerechnet übersteigen sie Hühnereier um das 1,2-fache. Der Kaloriengehalt von Zedernsahne ist ebenfalls höher als bei allen genannten Produkten.

Heileigenschaften


Die nahrhaften und heilenden Eigenschaften der Nüsse erklären sich in vielem durch die qualitative Zusammensetzung der Fette, Eiweiße und anderer Stoffe. Das Fett der Zedernnüsse unterscheidet sich von anderen Fetten durch einen hohen Gehalt an haibge-sättigten Fettsäuren, besonders der Leinsamensäure. Von den Stickstoffsubstanzen überwiegen die Eiweiße - sie machen fast 90% aus. Sie zeichnen sich durch einen erhöhten Gehalt an Aminosäuren aus, und hier überwiegt das Arginin bis zu 20%. Diese Aminosäure ist äußerst wichtig für die Entwicklung des heranwachsenden Organismus, deshalb sind sie in der Nahrung unentbehrlich. Die Eiweiße der Nüsse sind leicht anzueignen.

Vitaminreichtum



Zedernnüsse sind wertvolle Trägerderfettspal-tenden Vitamine der Gruppe E. Diese Toko-ferole sind unersetzlich für die Sicherstellung eines vollwertigen Erbguts. In der Übersetzung aus dem Griechischen bedeutet" Toko-ferol" soviel wie "Ich trage die Nachkommenschaft". Bei Mangel von Vitamin E im Organismus wird die Fettbalance gestört, es ist auch verantwortlich für die Bildung von Milch bei stillenden Müttern, denn bei seinem Mangel hört die Milchbildung auf.


Auch die Veranlagung einzelner Menschen zurAteriosklerose lässt sich durch Vitamin-E-Mangel erklären. In den Zedernnüssen ist aber auch ein Vitamine B Komplex enthalten. Der normalisiert die Tätigkeit des Nervensystems, beeinflusst das Wachstum und die Entwicklung des menschlichen Organismus günstig und verbessert die Blut-Zusammensetzung. Nüsse sind ein wunderbares Mittel gegen Avita-minose l, die starke Störungen in der Tätigkeit des Organismus hervorruft.


Die Zedernnusskerne sind auch reich an wertvollen Mineralstoffen und Mikroelementen.


Übrigens: Raubtiere gebrauchen die Nüsse ebenso wie Pflanzenfresser. Junge Wölfe fressen während des Wechsels der Milchzähne mit besonderem Vergnügen Zedernnüsse.


Hinweis:  Diese Informationen ersetzen keinen Arzt


Tu etwas für dich - esse Beeren

So gesund sind Beeren



Ihre Farbe erhalten Beeren durch sekundäre Pflanzenstoffe, die zur Gruppe der Polyphenole gehören. Den größten gesundheitlichen Nutzen haben dabei die Anthocyane, die für die blaue oder rote Farbe u. a. in Heidelbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren verantwortlich sind. Diese Stoffe wirken u. a. als Radikalfänger (Antioxidantien) und können dadurch die Körperzellen vor der Zerstörung durch die aggressiven Sauerstoffmoleküle schützen. Anthocyane schützen Sie vor diesen Erkrankungen:
  • Demenz (z. B. Alzheimer-Krankheit)
  • Krebs (v. a. Darmkrebs, Speiseröhrenkrebs)
  • Parkinson-Krankheit
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Arteriosklerose, Bluthochdruck, Schlaganfall)

Darüber hinaus wirken sie entzündungshemmend, verbessern die Fließeigenschaften des Bluts und wirken auf den Gesamtcholesterin-Spiegel leicht senkend.
Forscher der Universität Harvard in Boston/USA fanden im Jahr 2011 heraus, dass die Polyphenole in Beeren das Risiko für Parkinson deutlich senken können. Sie hatten mittels Fragebögen die Ernährungsgewohnheiten von rund 150.000 Teilnehmern über einen Zeitraum von bis zu 22 Jahren ermittelt. Dabei stellten sie fest, dass das Parkinson-Risiko bei den Teilnehmern, die häufig Beeren aßen, um 40 % vermindert war. Dieses Ergebnis führen die Forscher auf den hohen Gehalt an Anthocyanen in Beeren zurück, da diese sekundären Pflanzenstoffe eine schützende Wirkung auf die Nerven haben.


Exotische Beeren sind nicht besser als unsere heimischen


In letzter Zeit berichten die Medien auch verstärkt über neue Sorten und ihre gesundheitlichen Vorteile. So sollen z.B. Goji-Beeren das Immunsystem ebenso stärken wie Schisandra. 
Zwar haben diese Beeren aufgrund der klimatischen Verhältnisse in ihrer Heimat tatsächlich eine andere Vitalstoff-Zusammensetzung als unsere heimischen Sorten, einen generell größeren gesundheitlichen Nutzen bieten sie jedoch nicht.
Positiv zu bewerten sind bei den neuen Beeren jedoch die Cranberries, die sich nachweislich lindernd bei Blasenentzündungen bewährt haben.
Fazit: Die „gesündeste Beere" gibt es nicht. Wenn Sie abwechselnd oder auch in Kombination die unterschiedlichen Sorten frisch zu sich nehmen, hat Ihre Gesundheit sicher den größten Nutzen davon. 

Unsere einheimischen Sorten stehen dabei den Exoten in nichts nach. Auf teure Nahrungsergänzungsmittel aus exotischen Beeren können Sie daher getrost verzichten und lieber die Vielfalt des saisonalen Angebots nutzen.



Sonntag, 26. Juli 2015

According to Martínez, "there is now more evidence about relationship between telomere maintenance and several illnesses."


Defective telomeres are now being linked to dozens of diseases, including many types of cancer

Date:
July 15, 2015
Source:
Centro Nacional de Investigaciones Oncologicas (CNIO)
Summary:
Studying telomeres, the structures that protect the ends of chromosomes, has become a key issue in biology. In recent years, not only has their relation to ageing been confirmed; defective telomeres seem to be linked to more and more illnesses, including many types of cancer.



Studying telomeres, the structures that protect the ends of chromosomes, has become a key issue in biology. In recent years, not only has their relation to ageing been confirmed; defective telomeres seem to be linked to more and more illnesses, including many types of cancer. The review published by Paula Martínez and María Blasco from the CNIO inTrends in Biochemical Sciences, stresses the importance of investigating these structures to improve diagnoses and develop possible treatments for many diseases. Telomeres, in the opinion of these researchers, will become increasingly important in clinical studies.

The chromosomes in every single cell are made up of DNA and shaped like strands, with a kind of protective cap at the end of each strand of DNA. Without this end protective cap, the DNA strands would chemically bond to other strands, i.e. the chromosomes would merge and that would be lethal for the cell. The structures that prevent this catastrophe are the telomeres. They were discovered in the 1930s but decades elapsed before someone decided to study them in any depth and since the late 1990s they have always been on the cutting edge of biology research. Biologists are often surprised by their amazing and unexpected complexity, and their health-related significance.
"The biology of telomeres is extremely complex and the more we discover the more we realise what remains to be discovered," says Paula Martínez from CNIO's Telomere and Telomerase Group. "What surprises me most is the high number of factors we are finding that are essential to the preservation of telomeres and, above all, the precise coordination that is required between them all."
The fact that telomeres have been tightly preserved throughout the evolutionary tree -- in most eukaryotes: vertebrates, plants and even unicellular organisms such as yeast -- indicates their importance. In addition to preventing the merger of chromosomes, telomeres are needed to prevent the loss of genetic information each time a cell divides.

Preventing Information Loss


When a cell replicates, the molecular machinery in charge of duplicating the chromosomes -- so that each daughter cell has a copy -cannot reach the tip. This is inherently impossible due to the way the DNA replication machinery works, and it implies that any genetic material at the end of a chromosome with significant information for the cell would be lost. Telomeres prevent this from happening: they consist of a DNA sequence that does not contain genes and that is repeated numerous times- in humans and other species the sequence is TTAGGG; the letters correspond to three of the building blocks that make up the DNA: thymine, adenine and guanine.
Consequently, the shortening of the DNA with every division is not significant. At least not until a certain limit is reached. When the telomeres become too short, we see the problems associated with ageing: cells reach a point where they interpret critically short telomeres as irreparable damage and react by no longer dividing, which prevents tissue from regenerating.
This happens in healthy cells but not in cancer cells. There is an enzyme, telomerase, which is capable of lengthening the telomeres de novo. This enzyme is not present in most cells of an adult organism but it is active in tumour cells. By repairing the telomeres, the telomerase enables cancer cells to proliferate and become virtually immortal.
This link to ageing and cancer, has led to the intense study of telomere-based strategies to combat cancer and diseases associated with ageing. Blasco's group has recently shown that it is possible to make cancer cells mortal by acting on the telomeres.

Zooming in to the Tip of the Buffer


The above-mentioned description of telomeres however is a simplified version of the story. We now know that there is a protective structure enveloping telomeric DNA consisting of six proteins known as shelterins, which are crucial. Another more recent discovery is that there are proteins that, although not in the telomeres themselves, interact with them at specific times to enable them to perform their functions.
These proteins enable the telomeres to unwind, for example; because, the sequence repeated in telomeres, TTAGGG, ends in a single strand of DNA that curves forming a loop and connects to the original strand of the double chain forming a triple chain. "Yes, it is very complicated," admits Martínez. "Structures of up to four chains of DNA can form."
When a cell divides, the telomeres are also replicated. This implies that the end loop must unwind first and then form again. This process also contributes to the shortening of telomeres and we now know that some of the shelterins as well as other associated proteins that interact with telomeres are key elements in this process.


Telomere Syndromes


According to Martínez, "there is now more evidence about relationship between telomere maintenance and several illnesses."
Telomere syndromes, or telomeropathies, have been identified in patients with mutations of the telomerase enzyme. This group includes, for example, pulmonary fibrosis and problems related to the malfunction of the bone marrow. A direct relationship between telomere dysfunctions and many types of cancer has also been found. More recently, we have also discovered that mutations of the proteins that protect telomeric DNA, the shelterins, and those that interact with the telomeres, are linked to various diseases, such as dyskeratosis congenita, Hoyeraal-Hreidarsson syndrome or Revesz syndrome.
"These discoveries underline the plethora of components and pathways that control telomere functions," write the authors in the paper. "In the future, research will bring to light more unknown factors that will improve our understanding of the mechanisms governing cancer and syndromes linked to the shortening of telomeres. We hope that this knowledge will be transferred to the clinic in order to improve the diagnosis and treatment of diseases."