Mittwoch, 22. Juli 2015

Knoblauchsrauke - Hilfe für die Atemwege



Knoblauchsrauke - Hilfe für die Atemwege mit Genussfaktor


Die Knoblauchsrauke ist in Europa weit verbreitet. Lediglich im Süden der Mittelmeerländer sucht man sie vergeblich. Die Pflanze wächst an Waldrändern und in lichten Laubwäldern, aber auch in Gärten und auf Schuttplätzen.

In der Pflanzenheilkunde wird die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata (Bieb.) Cavara & Grande) vor allem innerlich bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. Das in der Pflanze enthaltene ätherische Öl ähnelt in Zusammensetzung und Geruch dem des normalen Knoblauchs. 

Knoblauchsrauke findet auch in der Küche Verwendung: Ein Pesto daraus ist schmackhaft und im Kühlschrank einige Wochen haltbar. Die Samen dienen als Senfersatz, und die Blüten sind eine würzige Dekoration auf vielen Speisen. 



Wichtigste Inhaltsstoffe



  • Carotinoide, 
  • Saponine, 
  • ätherische Öle, 
  • Enzyme, 
  • Senfölglykoside, 
  • Provitamin A und 
  • Vitamin C sowie 
  • Mineralstoffe.


Ernte



Für Heilzwecke wird die gesamte Pflanze mit Ausnahme der Wurzel gesammelt. Die beste Sammelzeit ist Mai bis Juli. Knoblauchsrauke wird ausschließlich im frischen Zustand verwendet, da sie durch Trocken sowohl ihre Wirkung als auch ihren Geschmack einbüßt.

Heilwirkung



Knoblauchsrauke wirkt atmungs- und auswurffördernd und leicht antiseptisch. Sie lindert innerlich angewendet katarrhalischen Husten und Asthma. Wegen der antiseptischen Wirkung diente Knoblauchsrauke früher zur Reinigung eitriger Wunden und Verletzungen. Bei Frostbeulen fördert sie die örtliche Durchblutung. 


Anwendung



Zur inneren Anwendung bei Bronchialkatarrh bereitet man einen Aufguss von 3 g frischem Kraut auf 100 ml Wasser. Davon trinkt man zwei kleine Tassen täglich. Auch als Weintinktur wird Knoblauchsrauke verabreicht. Hierzu gibt man 2 g frisches Kraut auf 100 ml Weißwein und lässt den Ansatz fünf Tage ziehen. Empfohlen werden zwei bis drei Gläschen dieser Tinktur pro Tag.

Für die Behandlung von Frostbeulen legt man Kompressen auf die betroffenen Stellen auf, die mit einem Aufguss aus 5 g Kraut auf 100 ml Wasser getränkt sind. Nur bei intakter Haut anwenden!

Gegenanzeigen

Keine bekannt.