Samstag, 4. Juli 2015

ständig feuchte Füße sind ein lästiges Sommer-Problem

Ständig feuchte Füße sind ein lästiges Sommer-Problem


Ständig feuchte Füße sind ein lästiges Sommer-Problem, unter dem etwa 30 % der Deutschen leiden. Dabei ist vor allem der typisch „käsige" Geruch, der entsteht, wenn die Hautbakterien durch den Schweiß zersetzt werden, den Betroffenen äußerst peinlich. 

Doch Schweißfüße sind nicht nur unappetitlich, sie sind auch der ideale Nährboden für Bakterien und Pilze und häufig die Ursache für Fuß- oder Nagelpilzbefall. Daher sollten Sie das Übel unbedingt an der Wurzel packen.

So legen Sie Schweißfüße trocken


Von einem krankhaften Fußschweiß (med.: Hyperhidrosis plantaris) sprechen Ärzte erst dann, wenn die Füße pro Minute mehr als 50 ml Feuchtigkeit absondern. Mit diesen Methoden bekämpft der Hautarzt Schweißfüße:

  • Salben und Lösungen mit Aluminiumchlorid
  • Reizstromtherapie (Iontophorese)
  • Botulinumtoxin
  • Blockierung der Nervenleitung (Sympathikusblockade)


Aluminiumchlorid verengt vorübergehend die Ausgänge der Schweißdrüsen, wodurch die Schweißproduktion als körpereigene Regulation gedrosselt wird. Sie können sich eine Salbe mit dem Wirkstoff vom Arzt verschreiben lassen oder ein entsprechendes Gel selbst herstellen.
Bei der Iontophorese werden Ihre Füße etwa 20 Minuten lang in einer flachen Fußbadewanne schwachem elektrischem Gleichstrom ausgesetzt. Dabei können Sie ein leichtes Kribbeln verspüren. Um die Schweißproduktion einzudämmen, müssen Sie zu Anfang jedoch drei bis viermal pro Woche beim Hautarzt behandelt werden. 
Nach einigen Wochen reicht eine einmalige Behandlung pro Woche, die Sie jedoch dauerhaft beibehalten müssen. Um dieses zeitaufwändige Verfahren für Sie zu erleichtern, kann Ihr Arzt Ihnen bei einer krankhaften Hyperhidrosis auch ein Heimgerät verordnen. Die Kosten von ca. 500 € übernimmt dann Ihre Krankenkasse.
Aber Achtung! Wenn Sie einen Herzschrittmacher haben, dürfen Sie keine Iontophorese-Behandlung durchführen.



Die besten Anwendungen gegen feuchte Füße


Diese Anwendungen sollten Sie unbedingt ausprobieren, wenn Sie unter Fußschweiß leiden:

Trocknendes Eichenrindenfußbad: Eichenrinde enthält Gerbsäuren, die zusammenziehen auf die Schweißdrüsen wirken. Kochen Sie 20 g getrocknete Eichenrinde (aus der Apotheke) in zwei Litern Wasser auf. Lassen Sie alles so lange köcheln, bis sich sie Flüssigkeit auf die Hälfte reduziert hat. Seihen Sie den Sud ab, lassen Sie ihn auf etwa 36 C abkühlen, und baden Sie Ihre Füße 15 Minuten lang darin. Dieses Bad können Sie bei Bedarf täglich anwenden.

Schweißbremsende Aluminiumchlorid-Einreibung: Vermischen Sie 20 g Aluminiumchlorid (aus der Apotheke) mit 100 mg Aloe-vera-Gel und füllen Sie es in eine Cremedose. Reiben Sie mit dem Gel zweimal wöchentlich nach dem Fußbad Ihre Fußsohlen und die Zehenzwischenräume ein.

Geruchsbindende Apfelessig-Waschung: Mischen Sie 1 l Leitungswasser mit 100 ml Apfelessig und waschen Sie sich damit täglich einmal die Füße. Das Wasser sollte dazu nur lauwarm sein. Trocknen Sie Ihre Füße anschließend sorgfältig ab.

Feuchtigkeitsbindender Heilerde-Puder: Heilerde (aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt) kann nicht nur den Schweiß sondern auch die darin enthaltenen Toxine binden. Streuen Sie dazu einfach etwas Heilerde auf ein Wattepad und pudern Sie damit nach der morgendlichen Waschung Ihre Fußsohlen ein.



Schweißmindernde Salbei-Abwaschung: Überbrühen Sie 2 EL getrocknete Salbeiblätter (aus der Apotheke) mit 250 ml kochendem Wasser. Seihen Sie den Sud nach 10 Minuten ab, und lassen Sie ihn abkühlen. Waschen Sie Ihre Fußsohlen täglich nach dem Baden oder Duschen mit dem Salbeisud ab.



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