Samstag, 27. Juni 2015

Aprikosen haben es in sich

Aprikose




Synonyme: Barille, Marille, Xingren
Wissensch. Name: Prunus armeniaca L.
Familie: Rosaceae (Rosengewächse)

Heimat:Nordchina

Inhaltsstoffe
  • Carotinoide, 
  • Vitamin A, 
  • Vitamin B5, 
  • Vitamin C und 
  • Vitamin E, 
  • Folsäure, 
  • Kalium, 
  • Kupfer
Aprikosenkernöl: 65 % einfach ungesättigte Fettsäuren

Beschreibung:


Orangegelb, flaumig weich, verführerisch duftend. Und dann dieses schon zur Marmelade zerflossene, süße Innere mit dem leichten Hauch Säure des frischen Obstes. Wer Aprikosen so erlebt hat, wird nie mehr die Finger davon lassen können.
Ab Mitte Juni werden die frischen Aprikosen uns wieder vielseitige Gaumengenüsse schenken. Die bis zu 10 Meter hoch werdenden Bäume tragen oft bereits ab Ende März rötlich-samtige Blüten, noch bevor die neuen Laubblätter wachsen. 

Die einjährigen Triebe erscheinen grün oder rot gefärbt und entwickeln erst im zweiten Jahr die dunkelbraune Rindenfärbung.


Verwendung:


Aprikosen haben es in sich. 
Durch den hohen Gehalt an Carotinoiden sollen sie 
  • das Immunsystem stärken, 
  • Krebserkrankungen vorbeugen, 
  • die Haut vor UV-Strahlung schützen 
  • und Ablagerungen in Arterien verhindern.
Durch das Vitamin B5 (Niazin) wirken Aprikosen 
  • nervenstärkend, 
  • Folsäure regt Blutbildung 
  • und Zellerneuerung an. 
  • Haut und Haar werden durch Aprikosen glatter und kräftiger.

Wissenswertes:



Der Name Aprikose leitet sich vom lateinischen Wort "praecoces" = frühzeitiges Früchtchen ab. So bezeichneten die Römer die im Verhältnis zu anderen Rosengewächsen früh blühende und fruchtende Aprikose. 

Ihren wissenschaftlichen Nachnamen erhielt die Aprikose ebenfalls von den Römern: Lucullus, der sie im ersten Jahrhundert vor Christus aus Syrien mitbrachte, bezeichnete sie als "malus armeniaca": Armenischen Apfel.

Als eine der ältesten kultivierten Obstsorten wird die Aprikose bezeichnet, die schon vor 4000 Jahren in Nordchina vorgekommen sein soll. Über die Seidenstraße fand die goldgelbe Frucht ihre Verbreitung über Syrien bis zum Römischen Reich.

Im Hunza-Königreich - dem nordpakistanischen Hindukusch - werden Aprikosensorten gepflegt, die der Urform recht nahe kommen sollen. Das Volk der Hunza soll seine Kraft und auffällige Gesundheit übrigens unter anderem den Aprikosen verdanken, die sie regelmäßig frisch oder getrocknet essen.

Nach ihren Inhaltsstoffen könnte man meinen, die Aprikose sei ein Gemüse. Kein anderes Obst enthält so viel Carotinoide, Mineral- und Ballaststoffe. 100 g frische Aprikosen - je nach Größe ein bis drei Früchte - decken den von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen Tagesbedarf von 2 mg Carotinoiden.

Im Orient isst man Aprikosenkerne wie Mandeln. Dafür wird der Stein aus der reifen Aprikose herausgenommen und geknackt: Der Aprikosenkern kommt zum Vorschein. Aus diesen Aprikosenkernen stellt man unter anderem der Marzipanersatz Persipan her und presst auch das Aprikosenkernöl.