Mittwoch, 28. März 2018

Blaues Licht lässt Fettzellen schrumpfen

Trägt der winterliche Lichtmangel zum Winterspeck bei?





Winterspeck durch Lichtmangel? Forscher haben eine überraschende Eigenschaft des Unterhaut-Fettgewebes entdeckt: Die Fettzellen reagieren auf blaues Licht. Werden sie damit bestrahlt, schrumpfen sie und werden weniger, wie erste Versuche zeigen.


Als Lichtsensor dient den Fettzellen ein Pigment, das auch in der Netzhaut vorkommt. Möglicherweise kann das Fettgewebe damit auf den Wechsel der Jahreszeiten reagieren – und der Lichtmangel im Winter fördert so die Fetteinlagerung.




Der blaue Anteil des Sonnenlichts wirkt überraschenderweise auf unser Unterhaut-Fettgewebe.
Nicht nur der Tag-Nacht-Rhythmus-Rhythmus beeinflusst uns als interner Taktgeber, auch die Jahreszeiten wirken sich auf unseren Körper und unsere Psyche aus. Unser Hormonhaushalt verändert sich, einige Menschen neigen im Winter eher zu Depressionen und sogar unser Gehirn verändert in der kalten Jahreszeit seine Aktivität. Gleichzeitig verführt uns das kalte Winterwetter dazu, mehr und kalorienhaltiger zu essen – als Folge nehmen wir zu.


Überraschender Zufallsfund


Doch unser Winterspeck könnte noch einen anderen Grund haben, wie Katarina Ondrusova von der University of Alberta und ihre Kollegen entdeckt haben. "Das war ein glücklicher Zufall", berichten sie. Denn eigentlich wollten die Forscher herausfinden, ob man Fettzellen biotechnologisch so umbauen kann, dass sie bei Lichtbestrahlung Insulin produzieren.

Als die Forscher jedoch zur Kontrolle ganz normales Unterhaut-Fettgewebe bestrahlten, bemerkten sie etwas Ungewöhnliches: Wurden die Fettzellen blauem Licht ausgesetzt, reagierten sie darauf. Elektrophysiologische Messungen zeigten, dass bei diesem Licht geladene Teilchen durch einen bestimmten Ionenkanal in die Zelle einströmten. Je heller das Licht war, desto stärker war dieser Strom. 

Fettabbau bei blauem Licht


Noch erstaunlicher aber: Wurden die Unterhaut-Fettzellen mehrere Tage lang blauem Licht ausgesetzt, veränderte sich auch ihre Form: Die in ihnen enthaltenen Fetttröpfchen schrumpften sichtbar und wurden weniger. Im Laufe der Zeit sank dadurch Fettgehalt der Zellen signifikant, wie die Forscher berichten. Offenbar verfügt unser Unterhaut-Fettgewebe nicht über eine Art Lichtsensor – es reagiert auch darauf.


In Kultur behaltene menschliche Unterhaut-Fettzellen nach 13 Tagen Dunkelheit bzw. täglich vier Stunden blauem Licht.
Und tatsächlich: Nähere Analysen ergaben, dass die Fettzellen den lichtempfindlichen Farbstoff Melanopsin enthalten. Dieses Pigment kommt auch in der Netzhaut unseres Auges vor, ist dort aber nicht an unserem Sehen beteiligt. Stattdessen dient es unserer inneren Uhr als Sensor für den Tag-Nacht-Wechsel. Könnte das Melanopsin auch in den Fettzellen als Lichtsensor dienen?

Spüren Fettzellen die Jahreszeiten?


"Noch stehen wir erst am Anfang, aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Licht, das unseren Tagesrhythmus reguliert, auch auf die Fettzellen unter unserer Haut wirkt", sagt Seniorautor Peter Light von der University of Alberta. "Der gleiche Signalweg könnte als Sensor wirken und beeinflussen, wie viel Fett wir Menschen in Abhängigkeit von der Jahreszeit verbrennen."

Wie die Forscher ermittelten, wird zwar ein Großteil des Licht von der Haut abgefangen, aber von dem blauen Lichtanteil dringen immerhin 1,5 bis 2 Prozent ins Unterhaut-Fettgewebe vor. Bekommt unsere Haut demnach viel Sonnenlicht, dann dringt dessen blauer Anteil in die Haut ein und könnte dort zu einem Schrumpfen der Fettzellen und ihres Inhalts führen. "Umgekehrt könnte das spärliche Licht in den Wintermonaten die Einlagerung von Fett fördern und so zu dem typischen Gewichtszuwachs beitragen, den viele von uns im Winter erleben", sagt Light.

Biologisch plausibel


Nach Ansicht der Forscher wäre dies aus evolutionärer Sicht durchaus plausibel: Dieser lichtgesteuerte biologische Mechanismus könnte unseren Vorfahren dabei geholfen haben, sich mit Beginn der dunklen Jahreszeit eine dickere, gegen Kälte isolierende Fettschicht zuzulegen. In jedem Fall eröffne die Entdeckung dieser Lichtreaktion der Fettzellen ein spannendes, ganz neues Forschungsfeld.

Das allerdings bedeutet nun nicht, dass sich jeder Abnehmwillige auf die Sonnenbank begeben sollte, beton Light. Die Bestrahlung sei keine sichere oder zu empfehlende Methode um Gewicht zu verlieren. "Wir wissen beispielsweise noch nicht, welche Lichtintensität und Dauer nötig sind, um diesen Signalweg zu aktivieren", so der Forscher. "Unsere ersten Beobachtungen liefern nun aber uns und anderen Forschern viele faszinierende Ansatzpunkte für weitere Forschungen. (Scientific Reports, 2018; doi: 10.1038/s41598-017-16689-4)
(NPO,University of Alberta ,12.01.2018)

Montag, 19. März 2018

Selen: Schutz für das Gehirn




Selen schützt Nervenzellen im Gehirn


Spurenelement verhindert Zelltod wichtiger Hirnzellen



Schutz fürs Gehirn: Das Spurenelement Selen ist nicht nur für unseren Stoffwechsel wichtig, sondern auch für unser Gehirn. Denn es bewahrt bestimmte Hirnzellen davor, irrtümlich mittels Zelltod abzusterben.

Fehlt dagegen ein selenhaltiges Enzym, werden diese Neuronen bei oxidativem Stress abgebaut, wie Forscher bei Versuchen mit Mäusen herausgefunden haben.



Das Spurenelement Selen ist für uns essenziell - und schützt auch unser Gehirn, wie sich nun zeigt.


Selen ist ein essenzielles Spurenelement und damit überlebenswichtig für den Menschen, viele Tiere und manche Bakterien. Es ist in der Aminosäure Selenocystein enthalten und bildet das reaktive Zentrum mehrerer wichtiger Enzyme in unserem Körper. Zudem gilt Selen wegen seiner großen Affinität zu Sauerstoff als effektives Antioxidans und damit als Schutzfaktor der Zellen vor aggressiven Sauerstoffverbindungen.

Dass Selen auch für die Gesundheit unserer Hirnzellen wichtig ist, haben nun Irina Ingold und ihre Kollegen vom Institut für Entwicklungsgenetik (IDG) des Helmholtz Zentrums München herausgefunden. Für ihre Studie züchteten sie Mäuse, bei denen ein bestimmtes selenhaltiges Enzym verändert war: Statt Selen in Form der Aminosäure Selenocystein enthielt die Glutathionperoxidase 4 (GPX4) bei diesen Tieren eine schwefelhaltige Verbindung.


Wichtige Hirnzellen fehlen


Die Folge: Die mit diesem veränderten Enzym geborenen Mäuse waren nicht länger als drei Wochen lebensfähig. Wie die Forscher feststellten, fehlten im Gehirn dieser Tiere bestimmte Nervenzellen – sie waren im Laufe der frühen Entwicklung durch eine als Ferroptose bekannte Form des Zelltods zugrunde gegangen. Offenbar schützt erst die Präsenz des selenhaltigen GPX4 diese Hirnzellen vor dem irrtümlichen Abbau.


"Unsere Studie belegt zum ersten Mal, dass Selen ein essenzieller Faktor für die postnatale Entwicklung eines ganz bestimmten Typs von Nervenzellen ist", sagt Ingolds Kollege José Pedro Friedmann Angeli. Das erkläre, warum Selen für Säugetiere so essenziell sei.


Selen ist für die Ferroptose entscheidend



Schutz vor oxidativem Stress

Nähere Analysen ergaben auch, warum das selenhaltige Enzym die Hirnzellen schützen kann: Der Zellabbau durch Ferroptose wird vor allem bei starkem oxidativen Stress ausgelöst, wie er durch die hohe Stoffwechselaktivität und Signalübertragung in Nervenzellen typisch ist.

"Selenhaltiges GPX4 schützt die Nervenzellen vor oxidativem Stress und dem dadurch bedingten Absterben", so Friedman Angeli.




Künftig wollen die Wissenschaftler untersuchen, wie und wo genau in der Zelle die Ferroptose ausgelöst wird. Langfristig geht es ihnen darum, die Rolle der Ferroptose bei verschiedenen Erkrankungen zu verstehen, um derzeit noch nicht oder nur schwer therapierbare Erkrankungen wie Krebs oder Neurodegeneration lindern zu können. (Cell, 2017; doi: 10.1016/j.cell.2017.11.048)







Mittwoch, 14. März 2018

Wie hilft Aleo Vera beim Abnehmen?


Wie man mit Aloe Vera erfolgreich abnimmt


Der Konsum von Aloe sollte dem Gewicht und der Größe angepasst werden, um die Gesundheit nicht zu gefährden. Wenn du keine Säfte oder Smoothies magst, kannst du Aloe auch in Kapselform einnehmen.






Aloe Vera hat viele gesundheitsfördernde Eigenschaften, die in verschiedensten Studien bestätigt wurden. Sie zählt zu den bekanntesten Gesundheits- und Schönheitsmitteln, insbesondere aufgrund der positiven Wirkungen für die Haut. Auch für Abnehmdiäten ist Aloe Vera ausgezeichnet geeignet.

Wie hilft Aloe Vera beim Abnehmen?

Vielleicht haben Sie schon viele Produkte zum Abnehmen ausprobiert und nicht die erwünschten Ergebnisse erzielt. Es werden zahlreiche Wundermittel angeboten, doch viele bringen wenig  oder nur kurzfristigen Erfolg und sind meist sehr teuer.  Deshalb möchten wir Ihnen heute die Vorteile der Aloe Vera vorstellen, die beim Abnehmen sehr gut hilft und auch sehr gesund ist. 
  • Aloe Vera reinigt den Organismus: Der Wirkstoff Aloin hilft bei der Ausscheidung von Giftstoffen aus dem Organismus.
  • Aloe Vera verbessert den Stoffwechsel von Fettsäuren,: So wird Fett abgebaut und Sie können leichter abnehmen.
  • Aloe Vera stimuliert die Darmbewegung: Diese Pflanze wirkt wie ein natürliches Abführmittel und hilft bei der Ausscheidung überflüssiger Stoffe.

Aloe Vera zum Abnehmen


Anschließend erfahren Sie, wie Sie Aloe Vera in Ihre tägliche Ernährung einbauen können, um die gewünschten Resultate zu erzielen. Vergessen Sie nicht, dabei konstant zu bleiben, sich allgemein gesund zu erhähren und Sport zu treiben.

Rezept

  • 1 Aloe Vera Blatt mittlerer Größe
  • den Saft einer Zitrone
  • 1 Esslöffel Honig

Zubereitung

Schneiden Sie das Aloe Vera Blatt in Stücke und  bereiten Sie daraus mit  dem Zitronensaft und dem Honig einen Shake zu. Vor dem Trinken, sollte das Getränk gesiebt werden.  Nehmen Sie den Shake auf nüchternen Magen ein.

Ratschläge für bessere Resultate

  1. Dieses Getränk hilft bei der Reinigung des Organismus und verhindert die Ansammlung von Fetten.
  2. Vergessen Sie nicht, gleichzeitig auf eine ausgewogene Ernährung zu achten!
  3. Reduzieren Sie den Verzehr von fetten, zuckerahltigen und kaloriereichen Lebensmitteln.
  4. Sie können Alternativen verwenden, die weniger schädliche Substanzen enthalten.
  5. Seien Sie sehr diszipliniert und erstellen Sie einen Trainingsplan.
  6. Sie können Aloe Vera auch mit anderen Säften mischen und damit die gleichen Ergebnisse erzielen.

Vorsicht!

Aloe Vera ist eine gesunde Hilfe zum Abnehmen, doch nicht für alle ist diese Diät geeignet. Es können nämlich allergische Reaktionen, Durchfall, ein  Ungleichgewicht des Elektrolythaushalts oder ein Vitaminmangel entstehen. Wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken, sollten Sie den Verzehr von Aloe Vera sofort einstellen und Ihren Arzt aufsuchen.
Vergessen Sie nicht, dass Aloe Vera abführend wirkt und deshalb  nur in Maßen und für kurze Zeit eingenommen werden sollte. Übertreiben Sie nicht, dies könnte Ihrer Gesundheit schaden. 

Alternativen zum Aloe Vera Shake

Wenn Ihnen der Aloe Vera Shakes  nicht zusagt, gibt es eine gute Alternative, die ebenso wirksam ist: Sie können Aloe Vera in Kapselform zu sich nehmen.   Lassen Sie sich bezüglich Dosis und Zeitraum vor Beginn der Diät beraten.

Dienstag, 14. November 2017

Moderater Kaffeekonsum tut Geist und Körper gut

Gesunder Genuss



Kaffee ist ein besonders intensiv erforschtes Lebensmittel - zum Glück für alle Kaffeeliebhaber. Denn galt der Genuss des Bohnengetränks lange Zeit als ein der Gesundheit wenig zuträgliches Laster, haben zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen sein Image in den vergangenen Jahren ins Gegenteil gekehrt.
So entpuppte sich die Annahme, Kaffee sei schädlich für Herz und Kreislauf oder begünstige Krebs, in groß angelegten epidemiologischen Ernährungsstudien als Mythos. Stattdessen zeigte sich: Kaffee ist nicht nur nicht schädlich. Er hat sogar vielfältige gesundheitsfördernde Eigenschaften und steht somit durchaus im Einklang mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.

Schutz vor Diabetes & Co


Inzwischen gibt es unter anderem Hinweise darauf, dass ein moderater Kaffeekonsum positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat und zum Beispiel das Risiko einer Diabetes Typ 2-Erkrankung senken oder vor Leberzirrhosen schützen kann. Außerdem scheint Kaffeetrinken die DNA vor umweltbedingten Schäden bewahren zu können.

Welche der über 1.000 Inhaltsstoffe des Kaffees für diese Schutzwirkungen verantwortlich sind, ist in vielen Fällen noch unklar. Wissenschaftler vermuten allerdings, dass die hohe antioxidative Aktivität vieler dieser Stoffe eine Rolle dabei spielt. So stehen Antioxidantien in dem Ruf, zerstörerische Prozesse in den Zellen zu verzögern, weil sie einen wesentlichen Beitrag zum Schutz vor freien Radikalen leisten.


Doping fürs Gehirn


Die meisten positiven Effekte des Kaffees lassen sich sowohl mit der koffeinhaltigen als auch mit der koffeinfreien Variante erzielen. Bestimmte Gesundmacher-Eigenschaften des Kaffees gehen jedoch direkt auf das Koffein zurück. So fördert die Wachmacher-Substanz nicht nur die Aufmerksamkeit - sie wirkt sich auch positiv auf das Langzeitgedächtnis aus, wie Untersuchungen zeigen.

Bei Parkinson-Patienten kann das Koffein offenbar Gehirnzellen vor dem Niedergang bewahren und so einem Fortschreiten der Erkrankung entgegenwirken. Der Grund: Es bindet im Gehirn an Adenosin-Rezeptoren und blockiert damit Andockstellen für Vorstufen der für Parkinson typischen zellgiftigen Proteinansammlungen.


Schwarz ist besser


Als heilbringendes Wundermittel taugt Kaffee zwar trotz allem nicht. Ein paar Tassen pro Tag tuen Gehirn und Körper aber in jedem Fall gut. Wer im vollen Umfang von den positiven Wirkungen des Bohnengetränks profitieren möchte, sollte es allerdings schwarz trinken. Cappuccino und andere Kaffeevarianten mit Milch sind nicht nur aufgrund des Fettgehalts weniger gesund.

Die Milch hemmt auch den Prozess, der für die positive Wirkung auf den Stoffwechsel verantwortlich ist, wie Wissenschaftler herausgefunden haben. Schuld scheint die vor allem in tierischen Produkten enthaltene Aminosäure Methionin zu sein. "Trinken Sie deshalb Kaffee mit gutem Gewissen, aber am besten schwarz oder mit pflanzlich basierter Milch, wie Mandel- oder Kokosmilch", empfiehlt Studienautor Frank Madeo von der Universität Graz.

Der Gesundmacher Kaffee

Ist Kaffee gut fürs Herz?

Kaffee  könnte vor Infarkten schützen


Neues vom Gesundmacher Kaffee: Das koffeinhaltige Getränk könnte tatsächlich wirkungsvoll vor Herzinfarkten und Schlaganfällen schützen, wie eine Studie bestätigt. Mit jeder Tasse Kaffee pro Woche scheint demnach das Risiko für diese gesundheitlichen Komplikationen zu sinken. Der festgestellte Nutzen müsse nun jedoch durch weitere Untersuchungen gesichert werden, betonen die Forscher.



Kaffeeliebhaber haben es schon immer gewusst: Das schwarze Getränk schmeckt nicht nur gut und macht wach – es hält auch gesund. Regelmäßiger Kaffeekonsum kann zum Beispiel bei chronischem Stress helfen, Diabetes vorbeugen, sich positiv auf den Fettstoffwechsel auswirken und sogar unsere DNA vor Schäden schützen, wie Studien belegen.

In letzter Zeit reihen sich immer mehr positive Effekte in diese Liste ein. So gibt es mittlerweile auch Hinweise darauf, dass Kaffee gut fürs Herz sein könnte – obwohl man bis vor einigen Jahren eher noch vom Gegenteil ausging. Eine Untersuchung von Forschern um Laura Stevens von der University of Colorado in Aurora untermauert diese Annahme nun.

Weniger Infarkte


Für ihre Studie haben Stevens und ihre Kollegen Daten von 17.000 Erwachsenen im Alter von 44 Jahren und älter analysiert. Im Zuge der Langzeit-Untersuchung "Framingham Heart Study" hatten die Teilnehmer unter anderem angegeben, wie sie sich ernährten. Außerdem wurden Informationen über ihre Herzgesundheit erhoben.

Die Auswertung zeigte:

Wer Kaffee trinkt, hat seltener Probleme mit Herz und Gefäßen als Menschen, die keinen Kaffee konsumieren.

Konkret scheint das Kaffeetrinken in einem direkten Zusammenhang mit einem geringeren Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall zu stehen.

Mit jeder Tasse Kaffee pro Woche sinkt das Risiko für diese gesundheitlichen Komplikationen demnach um sieben bis acht Prozent, wie die Wissenschaftler berichten.

Zusammenhang noch unklar


Warum Kaffee diese gesundheitsfördernde Wirkung entfalten könnte, ist jedoch noch unklar. Hinzu kommt: Ob der positive Effekt tatsächlich durch das koffeinhaltige Getränk verursacht wird, lässt sich aus den Daten nicht mit Sicherheit ablesen. Ebenso gut könnte es sein, dass Kaffeetrinker sich generell gesünder verhalten – und der Effekt dadurch zustande kommt. Die Ergebnisse passten aber zu früheren Untersuchungen, die Kaffee eine positive Wirkung auf die Gefäße bescheinigen, betont Stevens.

Ob die Inhaltsstoffe der schwarzen Bohne wirklich als Wundermedizin gegen Herzkrankheiten taugen, müssen nun weitere Studien bestätigen.

Bis dahin rät die American Heart Association, auf deren Jahreskonferenz die Ergebnisse präsentiert wurden, neben dem moderaten Genuss von Kaffee vor allem dazu, weniger rotes Fleisch mit vielen gesättigten Fettsäuren zu essen.

Stattdessen gelte es, vermehrt auf Obst, Gemüse, Fisch und Vollkornprodukte zu setzen. (American Heart Association, Scientific Sessions, 2017)

Donnerstag, 2. November 2017

Nährstoff-Cocktail gegen Alzheimer?


Spezielle Zusätze bremsen Abbau der Hirnsubstanz und Alltagsfähigkeiten


Hoffnung für Menschen mit beginnendem Alzheimer: Eine spezieller Nährstoff-Cocktail könnte das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit im Frühstadium bremsen. Darauf deutet eine europäische Studie mit gut 300 Patienten hin. Bekamen diese zwei Jahre lang täglich einen Trinkjoghurt mit speziellen Inhaltsstoffen, verlangsamte sich der Abbau des Hirnvolumens im Hippocampus, außerdem schnitten die Teilnehmer bei Tests ihrer Alltagsfähigkeiten deutlich besser ab.



Alzheimer ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen weltweit. Allein in Deutschland sind rund 1,3 Millionen Menschen von der fortschreitenden Demenz betroffen – Tendenz steigend. Doch trotz aller Forschung gibt es bisher kein Heilmittel. Kein bekannter Wirkstoff kann das Fortschreiten der Demenz bisher aufhalten oder gar umkehren – obwohl immerhin 35 Wirkstoffe in klinischen Studien sind.




Kann die Ernährung helfen?


Doch Forscher suchen auch nach Möglichkeiten, um den Ausbruch der Alzheimer-Krankheit zu verhindern oder zumindest lange hinauszuzögern. Eine ihrer Ansatzstellen ist dabei neben Bewegung auch die Ernährung. Studien zeigen, dass beispielsweise die Mittelmeer-Diät in gewissem Maße vor einem geistigen Abbau im Alter schützen kann.

Ob bestimmte Nährstoffe auch in konzentrierter Form eine solche Schutzwirkung entfalten, hat nun ein internationales Forscherteam um Hilkka Soininen von der Universität von Ostfinnland untersucht. Die Wissenschaftler testeten in einer doppelblinden, randomisierten Studie mit 311 Patienten im Alter zwischen 55 und 85 Jahren, wie gut ein spezieller Nährstoff-Cocktail das Fortschreiten des Hirnabbaus bei einer Vorstufe von Alzheimer bremsen kann.


Omega-3-Fettsäuren und Vitamine


Der  Nährstoff-Cocktail besteht aus einem Trinkjoghurt, dem unter anderem die Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) zugesetzt sind. Außerdem enthält der Cocktail Folsäure, Cholin, die Vitamine B12, B6, C und E sowie Selen, Phospholipide und den Zellbaustein Uridinmonophosphat.

Tierversuche haben bereits gezeigt, dass diese Nährstoffkombination mehrere für die Funktion des Gehirns wichtige Prozesse verbessern kann, darunter die die Zusammensetzung der neuronalen Membranen, die Bildung von Synapsen und die Signalübertragung. Auch die Durchblutung des Gehirns und die Neubildung von Gehirnzellen wurde bei den Tieren angeregt, wie die Forscher berichten.

Tests über zwei Jahre hinweg


Die aktuelle Studie fand an elf Kliniken in Europa statt und dauerte zwei Jahre. Die Hälfte der Patienten erhielt dabei täglich einen Trinkjoghurt mit dem Nähstoff-Cocktail, die anderer Hälfte bekam einen gleich aussehenden und gleich schmeckenden Joghurt ohne den Zusatz. Weder Patienten noch Mediziner wussten, um welche Variante es sich handelte.

Alle drei bis sechs Monate unterzogen die Forscher ihre Probanden einer ganzen Batterie von neurologischen Tests. Darin wurde geistige Fähigkeiten wie das Lernen, Erinnern oder Erkennen von Wörtern und Zahlen überprüft. Auch die Fähigkeit zur Bewältigung des Alltags wurde getestet. Außerdem untersuchten die Wissenschaftler mittels Hirnscans, ob und wie sich das Volumen verschiedener Hirnbereiche im Laufe der zwei Jahre veränderte.

Fitter im Alltag


Das Ergebnis: Der Nährstoff-Cocktail wirkte sich zwar nicht in allen kognitiven Fähigkeiten und Testkategorien signifikant aus. Es gab aber zwei überraschend deutliche positive Effekte bei den Patienten: Nach zwei Jahren hatte sich der Demenzstatus dieser Probanden um 45 Prozent weniger verschlechtert als in der Kontrollgruppe, wie die Forscher berichten.

Das bedeutet: Gerade die Aufgaben des täglichen Lebens bewältigten die Patienten mit dieser Behandlung deutlich besser und länger selbstständig als ohne. Beispiele hierfür sind die Fähigkeit, mit Notfällen im Haushalt umzugehen, finanzielle oder geschäftliche Vorgänge zu bewältigen oder wichtige Ereignisse nicht zu vergessen. Gerade diese Alltagsfähigkeiten wurden mit dem Nährstoff-Cocktail weitgehend stabilisiert.


Hirnabbau verlangsamt


Und noch etwas bewirkte der Nährstoff-Cocktail: Die für Alzheimer typische Schrumpfung des Gehirns verlangsamte sich, wie die Hirnscans enthüllten. Das Volumen des für das Gedächtnis wichtigen Hippocampus zeigte eine um 26 Prozent geringere Abnahme. Diese Hirnregion gilt als der Hirnbereich, der mit als erster vom Abbau der Hirnsubstanz bei Alzheimer betroffen ist.

Zudem zeigten die Aufnahmen, dass die Hirnventrikel bei diesen Patienten um 16 Prozent weniger an Größe zugenommen hatten. Diese flüssigkeitsgefüllten Hohlräume vergrößern sich typischerweise, wenn durch Alzheimer die Hirnsubstanz verloren geht. Die Verlangsamung dieser Entwicklung deutet daher ebenfalls auf eine positive Wirkung des Nährstoff-Cocktails hin, so die Forscher.


"Nährstoff-Cocktail kann helfen"


"Die LipiDiDiet Studie zeigt damit, dass die Nährstoffbehandlung helfen kann, sowohl die Gehirnsubstanz und das Gedächtnis zu bewahren als auch den Anforderungen des täglichen Lebens gerecht zu werden – wohl der bedrückendste Aspekt der Alzheimer-Krankheit", sagt Soininen. Zwar wird dadurch der Ausbruch von Alzheimer nicht verhindert, aber möglicherweise zumindest in einigen Aspekten gebremst.

Die Wissenschaftler halten es daher für sinnvoll, die Wirkung solcher Nähstoff-Cocktails weiter zu untersuchen – auch und gerade bei Patienten mit Vorformen von Alzheimer oder ersten Frühstadien. "Je früher diese Intervention eingesetzt wird, desto größer ist der Nutzen für den Patienten", sagt Studienleiter Tobias Hartmann von der Universität des Saarlandes. (The Lancet Neurology,2017; doi: 10.1016/S1474-4422(17)30332-0)

Samstag, 28. Oktober 2017

Gib der gesunden Darmflora eine Chance


Wenn wir klein sind, bekommen wir von unserer Mutter Trosthäppchen, und von da an greifen wir bei jedem Stress am liebsten zu Ähnlichem. Die Folge:

Unsere wunderbare Darmflora wird geradezu süchtig nach Zucker, anderen raffinierten Kohlenhydraten und ungesunden Fetten, uns wenn wir dann mehr als zwölf Stunden am Stück nichts essen, geht sie auf die Barrikaden.
Nicht wir kommen dann schier um vor Hunger, sondern unsere Darmbakterien fühlen sich so und setzen Toxine frei, die unserem Gehirn Unterernährung signalisieren.

Eigentlich bräuchten wir nicht unbedingt etwas zu essen, bekommen aber einen regelrechten Wolfshunger, weil unsere Darmflora Futter möchte.

Zum Glück sind diese Mikroben derart schlau, dass sie schon nach 24 Stunden Entzug beginnen, sich umzustellen. Die Sucht nimmt ab, und es stellt sich ein neues Gleichgewicht ein, sodass eine gesunde Darmflora nachwachsen kann.
Wir lassen Zucker- und Stärkehaltiges sowie schlechte Fette weg und nehmen hochwertige Probiotika ein.
So kann sich die gesunde Darmflora schnell ausbreiten.

Das macht kurze Fastenperioden so wertvoll, denn sie stellen im Darm ein gesundes Gleichgewicht her und mobilisieren die Selbstheilung des Körpers.