Dienstag, 14. November 2017

Moderater Kaffeekonsum tut Geist und Körper gut

Gesunder Genuss



Kaffee ist ein besonders intensiv erforschtes Lebensmittel - zum Glück für alle Kaffeeliebhaber. Denn galt der Genuss des Bohnengetränks lange Zeit als ein der Gesundheit wenig zuträgliches Laster, haben zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen sein Image in den vergangenen Jahren ins Gegenteil gekehrt.
So entpuppte sich die Annahme, Kaffee sei schädlich für Herz und Kreislauf oder begünstige Krebs, in groß angelegten epidemiologischen Ernährungsstudien als Mythos. Stattdessen zeigte sich: Kaffee ist nicht nur nicht schädlich. Er hat sogar vielfältige gesundheitsfördernde Eigenschaften und steht somit durchaus im Einklang mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung.

Schutz vor Diabetes & Co


Inzwischen gibt es unter anderem Hinweise darauf, dass ein moderater Kaffeekonsum positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat und zum Beispiel das Risiko einer Diabetes Typ 2-Erkrankung senken oder vor Leberzirrhosen schützen kann. Außerdem scheint Kaffeetrinken die DNA vor umweltbedingten Schäden bewahren zu können.

Welche der über 1.000 Inhaltsstoffe des Kaffees für diese Schutzwirkungen verantwortlich sind, ist in vielen Fällen noch unklar. Wissenschaftler vermuten allerdings, dass die hohe antioxidative Aktivität vieler dieser Stoffe eine Rolle dabei spielt. So stehen Antioxidantien in dem Ruf, zerstörerische Prozesse in den Zellen zu verzögern, weil sie einen wesentlichen Beitrag zum Schutz vor freien Radikalen leisten.


Doping fürs Gehirn


Die meisten positiven Effekte des Kaffees lassen sich sowohl mit der koffeinhaltigen als auch mit der koffeinfreien Variante erzielen. Bestimmte Gesundmacher-Eigenschaften des Kaffees gehen jedoch direkt auf das Koffein zurück. So fördert die Wachmacher-Substanz nicht nur die Aufmerksamkeit - sie wirkt sich auch positiv auf das Langzeitgedächtnis aus, wie Untersuchungen zeigen.

Bei Parkinson-Patienten kann das Koffein offenbar Gehirnzellen vor dem Niedergang bewahren und so einem Fortschreiten der Erkrankung entgegenwirken. Der Grund: Es bindet im Gehirn an Adenosin-Rezeptoren und blockiert damit Andockstellen für Vorstufen der für Parkinson typischen zellgiftigen Proteinansammlungen.


Schwarz ist besser


Als heilbringendes Wundermittel taugt Kaffee zwar trotz allem nicht. Ein paar Tassen pro Tag tuen Gehirn und Körper aber in jedem Fall gut. Wer im vollen Umfang von den positiven Wirkungen des Bohnengetränks profitieren möchte, sollte es allerdings schwarz trinken. Cappuccino und andere Kaffeevarianten mit Milch sind nicht nur aufgrund des Fettgehalts weniger gesund.

Die Milch hemmt auch den Prozess, der für die positive Wirkung auf den Stoffwechsel verantwortlich ist, wie Wissenschaftler herausgefunden haben. Schuld scheint die vor allem in tierischen Produkten enthaltene Aminosäure Methionin zu sein. "Trinken Sie deshalb Kaffee mit gutem Gewissen, aber am besten schwarz oder mit pflanzlich basierter Milch, wie Mandel- oder Kokosmilch", empfiehlt Studienautor Frank Madeo von der Universität Graz.

Der Gesundmacher Kaffee

Ist Kaffee gut fürs Herz?

Kaffee  könnte vor Infarkten schützen


Neues vom Gesundmacher Kaffee: Das koffeinhaltige Getränk könnte tatsächlich wirkungsvoll vor Herzinfarkten und Schlaganfällen schützen, wie eine Studie bestätigt. Mit jeder Tasse Kaffee pro Woche scheint demnach das Risiko für diese gesundheitlichen Komplikationen zu sinken. Der festgestellte Nutzen müsse nun jedoch durch weitere Untersuchungen gesichert werden, betonen die Forscher.



Kaffeeliebhaber haben es schon immer gewusst: Das schwarze Getränk schmeckt nicht nur gut und macht wach – es hält auch gesund. Regelmäßiger Kaffeekonsum kann zum Beispiel bei chronischem Stress helfen, Diabetes vorbeugen, sich positiv auf den Fettstoffwechsel auswirken und sogar unsere DNA vor Schäden schützen, wie Studien belegen.

In letzter Zeit reihen sich immer mehr positive Effekte in diese Liste ein. So gibt es mittlerweile auch Hinweise darauf, dass Kaffee gut fürs Herz sein könnte – obwohl man bis vor einigen Jahren eher noch vom Gegenteil ausging. Eine Untersuchung von Forschern um Laura Stevens von der University of Colorado in Aurora untermauert diese Annahme nun.

Weniger Infarkte


Für ihre Studie haben Stevens und ihre Kollegen Daten von 17.000 Erwachsenen im Alter von 44 Jahren und älter analysiert. Im Zuge der Langzeit-Untersuchung "Framingham Heart Study" hatten die Teilnehmer unter anderem angegeben, wie sie sich ernährten. Außerdem wurden Informationen über ihre Herzgesundheit erhoben.

Die Auswertung zeigte:

Wer Kaffee trinkt, hat seltener Probleme mit Herz und Gefäßen als Menschen, die keinen Kaffee konsumieren.

Konkret scheint das Kaffeetrinken in einem direkten Zusammenhang mit einem geringeren Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall zu stehen.

Mit jeder Tasse Kaffee pro Woche sinkt das Risiko für diese gesundheitlichen Komplikationen demnach um sieben bis acht Prozent, wie die Wissenschaftler berichten.

Zusammenhang noch unklar


Warum Kaffee diese gesundheitsfördernde Wirkung entfalten könnte, ist jedoch noch unklar. Hinzu kommt: Ob der positive Effekt tatsächlich durch das koffeinhaltige Getränk verursacht wird, lässt sich aus den Daten nicht mit Sicherheit ablesen. Ebenso gut könnte es sein, dass Kaffeetrinker sich generell gesünder verhalten – und der Effekt dadurch zustande kommt. Die Ergebnisse passten aber zu früheren Untersuchungen, die Kaffee eine positive Wirkung auf die Gefäße bescheinigen, betont Stevens.

Ob die Inhaltsstoffe der schwarzen Bohne wirklich als Wundermedizin gegen Herzkrankheiten taugen, müssen nun weitere Studien bestätigen.

Bis dahin rät die American Heart Association, auf deren Jahreskonferenz die Ergebnisse präsentiert wurden, neben dem moderaten Genuss von Kaffee vor allem dazu, weniger rotes Fleisch mit vielen gesättigten Fettsäuren zu essen.

Stattdessen gelte es, vermehrt auf Obst, Gemüse, Fisch und Vollkornprodukte zu setzen. (American Heart Association, Scientific Sessions, 2017)

Donnerstag, 2. November 2017

Nährstoff-Cocktail gegen Alzheimer?


Spezielle Zusätze bremsen Abbau der Hirnsubstanz und Alltagsfähigkeiten


Hoffnung für Menschen mit beginnendem Alzheimer: Eine spezieller Nährstoff-Cocktail könnte das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit im Frühstadium bremsen. Darauf deutet eine europäische Studie mit gut 300 Patienten hin. Bekamen diese zwei Jahre lang täglich einen Trinkjoghurt mit speziellen Inhaltsstoffen, verlangsamte sich der Abbau des Hirnvolumens im Hippocampus, außerdem schnitten die Teilnehmer bei Tests ihrer Alltagsfähigkeiten deutlich besser ab.



Alzheimer ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen weltweit. Allein in Deutschland sind rund 1,3 Millionen Menschen von der fortschreitenden Demenz betroffen – Tendenz steigend. Doch trotz aller Forschung gibt es bisher kein Heilmittel. Kein bekannter Wirkstoff kann das Fortschreiten der Demenz bisher aufhalten oder gar umkehren – obwohl immerhin 35 Wirkstoffe in klinischen Studien sind.




Kann die Ernährung helfen?


Doch Forscher suchen auch nach Möglichkeiten, um den Ausbruch der Alzheimer-Krankheit zu verhindern oder zumindest lange hinauszuzögern. Eine ihrer Ansatzstellen ist dabei neben Bewegung auch die Ernährung. Studien zeigen, dass beispielsweise die Mittelmeer-Diät in gewissem Maße vor einem geistigen Abbau im Alter schützen kann.

Ob bestimmte Nährstoffe auch in konzentrierter Form eine solche Schutzwirkung entfalten, hat nun ein internationales Forscherteam um Hilkka Soininen von der Universität von Ostfinnland untersucht. Die Wissenschaftler testeten in einer doppelblinden, randomisierten Studie mit 311 Patienten im Alter zwischen 55 und 85 Jahren, wie gut ein spezieller Nährstoff-Cocktail das Fortschreiten des Hirnabbaus bei einer Vorstufe von Alzheimer bremsen kann.


Omega-3-Fettsäuren und Vitamine


Der  Nährstoff-Cocktail besteht aus einem Trinkjoghurt, dem unter anderem die Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) zugesetzt sind. Außerdem enthält der Cocktail Folsäure, Cholin, die Vitamine B12, B6, C und E sowie Selen, Phospholipide und den Zellbaustein Uridinmonophosphat.

Tierversuche haben bereits gezeigt, dass diese Nährstoffkombination mehrere für die Funktion des Gehirns wichtige Prozesse verbessern kann, darunter die die Zusammensetzung der neuronalen Membranen, die Bildung von Synapsen und die Signalübertragung. Auch die Durchblutung des Gehirns und die Neubildung von Gehirnzellen wurde bei den Tieren angeregt, wie die Forscher berichten.

Tests über zwei Jahre hinweg


Die aktuelle Studie fand an elf Kliniken in Europa statt und dauerte zwei Jahre. Die Hälfte der Patienten erhielt dabei täglich einen Trinkjoghurt mit dem Nähstoff-Cocktail, die anderer Hälfte bekam einen gleich aussehenden und gleich schmeckenden Joghurt ohne den Zusatz. Weder Patienten noch Mediziner wussten, um welche Variante es sich handelte.

Alle drei bis sechs Monate unterzogen die Forscher ihre Probanden einer ganzen Batterie von neurologischen Tests. Darin wurde geistige Fähigkeiten wie das Lernen, Erinnern oder Erkennen von Wörtern und Zahlen überprüft. Auch die Fähigkeit zur Bewältigung des Alltags wurde getestet. Außerdem untersuchten die Wissenschaftler mittels Hirnscans, ob und wie sich das Volumen verschiedener Hirnbereiche im Laufe der zwei Jahre veränderte.

Fitter im Alltag


Das Ergebnis: Der Nährstoff-Cocktail wirkte sich zwar nicht in allen kognitiven Fähigkeiten und Testkategorien signifikant aus. Es gab aber zwei überraschend deutliche positive Effekte bei den Patienten: Nach zwei Jahren hatte sich der Demenzstatus dieser Probanden um 45 Prozent weniger verschlechtert als in der Kontrollgruppe, wie die Forscher berichten.

Das bedeutet: Gerade die Aufgaben des täglichen Lebens bewältigten die Patienten mit dieser Behandlung deutlich besser und länger selbstständig als ohne. Beispiele hierfür sind die Fähigkeit, mit Notfällen im Haushalt umzugehen, finanzielle oder geschäftliche Vorgänge zu bewältigen oder wichtige Ereignisse nicht zu vergessen. Gerade diese Alltagsfähigkeiten wurden mit dem Nährstoff-Cocktail weitgehend stabilisiert.


Hirnabbau verlangsamt


Und noch etwas bewirkte der Nährstoff-Cocktail: Die für Alzheimer typische Schrumpfung des Gehirns verlangsamte sich, wie die Hirnscans enthüllten. Das Volumen des für das Gedächtnis wichtigen Hippocampus zeigte eine um 26 Prozent geringere Abnahme. Diese Hirnregion gilt als der Hirnbereich, der mit als erster vom Abbau der Hirnsubstanz bei Alzheimer betroffen ist.

Zudem zeigten die Aufnahmen, dass die Hirnventrikel bei diesen Patienten um 16 Prozent weniger an Größe zugenommen hatten. Diese flüssigkeitsgefüllten Hohlräume vergrößern sich typischerweise, wenn durch Alzheimer die Hirnsubstanz verloren geht. Die Verlangsamung dieser Entwicklung deutet daher ebenfalls auf eine positive Wirkung des Nährstoff-Cocktails hin, so die Forscher.


"Nährstoff-Cocktail kann helfen"


"Die LipiDiDiet Studie zeigt damit, dass die Nährstoffbehandlung helfen kann, sowohl die Gehirnsubstanz und das Gedächtnis zu bewahren als auch den Anforderungen des täglichen Lebens gerecht zu werden – wohl der bedrückendste Aspekt der Alzheimer-Krankheit", sagt Soininen. Zwar wird dadurch der Ausbruch von Alzheimer nicht verhindert, aber möglicherweise zumindest in einigen Aspekten gebremst.

Die Wissenschaftler halten es daher für sinnvoll, die Wirkung solcher Nähstoff-Cocktails weiter zu untersuchen – auch und gerade bei Patienten mit Vorformen von Alzheimer oder ersten Frühstadien. "Je früher diese Intervention eingesetzt wird, desto größer ist der Nutzen für den Patienten", sagt Studienleiter Tobias Hartmann von der Universität des Saarlandes. (The Lancet Neurology,2017; doi: 10.1016/S1474-4422(17)30332-0)

Samstag, 28. Oktober 2017

Gib der gesunden Darmflora eine Chance


Wenn wir klein sind, bekommen wir von unserer Mutter Trosthäppchen, und von da an greifen wir bei jedem Stress am liebsten zu Ähnlichem. Die Folge:

Unsere wunderbare Darmflora wird geradezu süchtig nach Zucker, anderen raffinierten Kohlenhydraten und ungesunden Fetten, uns wenn wir dann mehr als zwölf Stunden am Stück nichts essen, geht sie auf die Barrikaden.
Nicht wir kommen dann schier um vor Hunger, sondern unsere Darmbakterien fühlen sich so und setzen Toxine frei, die unserem Gehirn Unterernährung signalisieren.

Eigentlich bräuchten wir nicht unbedingt etwas zu essen, bekommen aber einen regelrechten Wolfshunger, weil unsere Darmflora Futter möchte.

Zum Glück sind diese Mikroben derart schlau, dass sie schon nach 24 Stunden Entzug beginnen, sich umzustellen. Die Sucht nimmt ab, und es stellt sich ein neues Gleichgewicht ein, sodass eine gesunde Darmflora nachwachsen kann.
Wir lassen Zucker- und Stärkehaltiges sowie schlechte Fette weg und nehmen hochwertige Probiotika ein.
So kann sich die gesunde Darmflora schnell ausbreiten.

Das macht kurze Fastenperioden so wertvoll, denn sie stellen im Darm ein gesundes Gleichgewicht her und mobilisieren die Selbstheilung des Körpers.




Freitag, 27. Oktober 2017

Mit Regenwurm-Schleim gegen Lungenkrebs






Regenwürmer (Lumbricidae) sind im Boden zu Hause und ernähren sich dort von Pilzen, Bakterien und vor sich hinrottenden Pflanzen. Um sich vor den Keimen im Untergrund zu schützen, produzieren sie eine hoch antibiotische Substanz – Schleim.




Die ersten Labortests waren noch wenig überzeugend: Die Substanz zerstörte zwar wie erhofft die Krebszellen, allerdings rückte sie auch gesundem Gewebe zu Leibe, wie «Science & Scholarship in Poland» berichtet.


Daraufhin veränderten Rzymowska und ihre Kollegen die Aufbereitung des Schleims – mit Erfolg. Bei dieser Zellkultur konnten 80 Prozent aller Krebszellen zerstört werden.

Gewinnung des Schleims



Um an die vielversprechende Substanz zu gelangen, müssen die Regenwürmer mit schwachen Stromstössen (4,5 Volt) gemolken werden. Anschliessend reinigen die Forscher den Schleim und erhitzen ihn auf 70 Grad, um ihn danach tiefzukühlen. Diese Prozedur ist entscheidend: Nur wenn man die richtige Temperatur auswähle, «entsteht ein selektiv wirksames Präparat, das normale Zellen nicht angreift», wie es in der Mitteilung heisst.


Aus einem Regenwurm lassen sich im Schnitt 0,1 Milliliter Extrakt gewinnen. Wie viel es davon braucht, um einen Tumor erfolgreich zu behandeln, ist noch unklar. Das wollen die Forscher in weiteren Untersuchungen herausfinden

Lancet Studie: Folgen der Fehlernährung


Folgen der Fehlernährung




Fehlerhafte Ernährung hat im Jahr 2016 bei jedem fünften Todesfall eine entscheidende Rolle gespielt. Das geht aus der weltweit größten Gesundheitsstudie hervor, die in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht wurde. 

Das Sterberisiko steigt demnach, wenn jemand zum Beispiel wenig Vollkornprodukte, kaum Nüsse, Obst oder Fisch, dafür aber viel verarbeitetes Fleisch konsumiert.




Ein solches Essverhalten könne Übergewicht, einen hohen Blutzuckerspiegel, Bluthochdruck und zu hohe Cholesterinwerte verursachen, warnen die Forscher. Dabei handelt es sich um vier der zehn häufigsten Risikofaktoren für einen frühzeitigen Tod. 

Trotz vieler Fortschritte im Gesundheitsbereich sei vor allem Übergewicht ein ernsthaftes Problem in vielen Ländern, erklärt Christopher Murray vom Institut für Gesundheitsevaluation der Universität von Washington in Seattle (USA).

2016 seien rund zehn Millionen Menschen an Krankheiten gestorben, zu denen ihre Essgewohnheiten beigetragen hätten. Die Ergebnisse sind Teil der Global Burden of Disease Study, für die mehr als 2500 Experten jährlich Daten zu mehr als 330 Krankheiten, Todesursachen und Verletzungen zusammentragen. 

Viele Ergebnisse sind aufgefächert für 195 Länder und Regionen, darunter auch Deutschland.

Susanne Rolinski vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK):


Mehr Tote durch ungesunde Ernährung als durch Hunger


"Doch schon heute verursacht ungesunde Ernährung eine höhere Sterblichkeit als Unterernährung und Hunger", so der Forscher weiter. Ungesunde Ernährungsstile, die reich an rotem Fleisch, Zucker und verarbeiteten Nahrungsmitteln sind, stellen einen wichtigen Risikofaktor für Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Krebs, oder Herz- und Kreislaufkrankheiten dar. Durch den erwarteten enormen Anstieg des Fleischkonsums in Schwellenländern könnte dieser Risikofaktor künftig sogar noch relevanter werden.


Quelle: Lancet, Spiegel online, Scinexx.de, PIK

Samstag, 21. Oktober 2017

Der Darm ist die "Wurzel der Pflanze Mensch" (Franz Xaver Mayr)

Der Darm ist die "Wurzel der Pflanze Mensch" (Franz Xaver Mayr) 





Darmreinigungssysteme im Überblick von Barbara Simonsohn Quelle: CO'MED – Fachmagazin für Complementär-Medizin, 12/2001 Darmreinigungskuren sind "in". 

Franz Xaver Mayr, österreichischer Darmspezialist, wird wieder viel gelesen. Er sagte: "Der Tod sitzt im Darm" und fand heraus, daß fast alle Krankheiten besser wurden oder sogar verschwanden, wenn der Darm gesund war. 

Heutzutage ist der Darm durch zu viel Streß, tierisches Eiweiß, Alkohol und Kaffe sowie Fertignahrung und "Junk Food" zusätzlichen Belastungen ausgesetzt. 

Wußten Sie, daß die Oberfläche des Dünndarms, der aus Tausenden von kerzenförmigen Ausbuchtungen – Darmzotten – besteht, auseinandergewalzt so groß wie ein Fußballfeld von etwa 4000 Quadratmetern wäre?

Und daß wir im Idealfall etwa 2,5 Kilo "gute" Darmbakterien haben, die unsere Nahrung aufschließen und uns vor Schadstoffen und Erregern schützen und daß wir diese durch ballastreiche Kost wie Flohsamenschalen füttern und "bei Laune halten" sollten? Oder daß allein der Dünndarm eines Erwachsenen sieben bis neun Meter lang ist? 

Oder das im Darm der Hauptsitz unseres Immunsystems angesiedelt ist? 

Die Verschlackung der Darmzotten kann zu Gesundheitsstörungen und Mangelzuständen selbst bei gesunder, vitalstoffreicher Ernährung führen, weil Nährstoffe nicht optimal ausgenutzt werden können. 

Es kann zu einer Selbstvergiftung des Organismus über den Darm kommen. 

Im Dünndarm findet die Assimilation der Nahrung statt, während der Dickdarm im Wesentlichen nur noch die Aufgabe hat, das, was der Körper nicht brauchen kann, durch Eindicken für die Ausscheidung vorzubereiten. Wer dies versteht, begreift auch, warum die "Colon-Hydro-Therapie" oder Einläufe die ausschließlich den Dickdarm erreichen, nur von begrenzter Wirkung sein können.

Im sieben bis neun Meter langen Dünndarm findet die eigentliche Verdauungsleistung, das Aufschließen und die Aufnahme der Nährstoffe, statt: 

Ideal ist es, dem Darm einmal im Jahr für mindestens zehn Tage "Urlaub" zu gönnen und zu fasten. Morgens und eventuell abends sollte ein Bittersalz-Trunk eingenommen werden. 

Man nimmt dazu morgens einen flachen Teelöffel Bittersalz oder Magnesiumsulfat (Apotheke) in einem viertel Liter Wasser gut verrührt zu sich. Mit dieser laut Dr. Renate Collier "physiologischen Lösung" – das menschliche Blut enthält etwa gleich viel Salz – werden die Darmzotten umspült und Ablagerungen ausgeschieden. Es kann nicht zu einer Rückvergiftung durch Schlacken über die Darmwand ins Blut kommen. 

Diesen Bittersalz-Trunk kann man kurmäßig beim Fasten, für vier Wochen oder auch für unbegrenzte Zeit einnehmen. Es gibt Darmreinigungskuren auf dem Markt, wie die Gray-Kur oder die Clean-meout- Kur, welche Kräuter aus konventionellem Anbau enthalten. 

Pestizide und andere Agrargifte sind "Gift" für unsere empfindliche Darmschleimhaut! 


Die Clean-me-out-Methode arbeitet mit Abführmitteln: 


Der Darm sollte aber lernen, sich selbst zu reinigen und aus eigener Kraft zu entleeren. Abführmittel, auch pflanzliche wie Sennesblätter, erschlaffen immer den Darm, wodurch die wichtige Persitaltik gestört ist. Daher kann ich solche Darmreingungskuren nicht befürworten! 

60 Prozent aller Frauen jenseits des 50. Geburtstages greifen regelmäßig zu Abführmitteln, eine erschreckende Zahl. Wer mit Abführmitteln einmal anfängt, bei dem funktioniert die Verdauung schnell überhaupt nicht mehr "ohne". Fatal, daß einige Ärzte behaupten, eine tägliche Entleerung sei nicht nötig, zwei Mal die Woche reiche. Entzündungen mit der möglichen Entwicklung von Dickdarmkrebs sind vorprogrammiert! 

Das Clean-me-out-Programm betrachte ich außerdem als überteuert. Es kostet mehr als 1000 Mark. 

Eine sanfte und gleichzeitig gründliche Darmreinigungs- und Vitalisierungsmethode aus den USA, "Éjuva", macht seit einigen Jahren auch in Deutschland Furore: 

Diese Kur wurde von Rohköstlern entwickelt und verwendet 93 spezielle Kräuter aus Wildwuchs oder Bio-Anbau, zum Beispiel aus Indien, China, Neuseeland und den USA, die eine sanfte und gründliche Reinigung des Darms und eine Wiederherstellung der körperlichen Homoöstase durch den Aufbau einer gesunden Darmflora bewirken. 

Die Kur besteht aus vier Phasen: 

Die ersten beiden Phasen lockern Kot- und Schleimablagerungen im Darm, die dann in Phase drei und vier zur Ausscheidung kommen. In der vierten Phase wird keine feste Nahrung gegessen, sondern außer den Präparaten täglich vier Kombi-Shakes getrunken, außerdem frische Frucht- und Gemüsesäfte. Die Hersteller legen großen Wert darauf, daß in der sensiblen Phase der Darmreinigung nur unbelastete Bio-Pflanzen verwendet werden. 

Das Éjuva-System aus Bremen ist zwar gut, aber eben auch mit knapp 1000 DM nicht gerade billig. 

In der Zwischenzeit habe ich ein weiteres gutes und preiswertes Darmreinigungsprogramm kennen gelernt und ausprobiert: Die "Colodyne" von der englichen Firma "Life Plus", die seit 1936(!) mit natürlichen Nahrungsergänzungen auf dem Markt ist. 

Vorteil: Die Zutaten sind alle natürlich und aus BIO-Anbau und die Herstellung erfolgt bei Körpertemperatur, alle pflanzlichen Enzyme sind noch intakt. Eine kleine Packung (300 Gramm) kostet etwa 50 DM, und eine große, 700 Gramm, etwa 80 DM. 

Für das, was man mit dem "Colonformula"-System erreichen kann, nämlich eine gründliche Darmreinigung und Aufbau einer gesunden Darmflora, sind dies sehr moderate Preise. 

Das Produkt enthält eine patentierte Mischung aus Lysozyme-Enzymen mit Grapefruit-Enzymen, Bromelain und Papain aus der Papaya-Frucht und eine stabilisierte Mischung nützlicher Micro-Flora einschließlich Lactobazillus Salvarius, Lactobazillus Acidophilus, Lactobazillus Bulgaricus und Lactobazillus Bifidus. "Colodyne" ist auf "Phytozyme-Basis" hergestellt, das heißt, die Inhaltsstoffe sind an spezielle Kräuter gebunden und sekundäre Pflanzenstoffe und Pflanzenenzyme sorgen für eine hohe Bioverfügbarkeit. Natürlich sind darin keine Konservierungsstoffe, kein Zucker, Stärke, Weizen, Hefe, Korn, Milch, Sojaderviate, künstliche Geschmacksstoffe oder Farbzusätze enthalten. Im "Colodyne"-Pulver sind Psylliumsamen und Psylliumsamen-Schalen enthalten, außerdem Flachssamen, Meeresalgen, Rote Beete-Pulver, Blätter der schwarzen Walnuss, Mannitol und eine Acidophilus-Kultur. 

Wie ein Schwamm saugen die Flohsamenschalen Darmgifte auf und erhöhen gleichzeitig das Darmvolumen, was eine zügige Darmentleerung zur Folge hat. Naturheilärzte machen giftige Abfallprodukte im Darm, die in den Darmtaschen faulen, für Entzündungen der Darmschleimhaut – Diverticulitis – sowie andere Krebsarten verantwortlich. 

Das Präparat löst nach und nach den Schleim an den Darmwänden auf: Wenn man diese Kur macht, stellt man fest, daß sich manchmal Schleimstreifen und alle möglichen schlecht riechenden Ablagerungen im Stuhl befinden. Das Abwerfen von körperlichem Ballast wird auch oft durch eine seelische Reinigung begleitet, indem Themen zum Beispiel in Träumen auftreten, die man für längst vergessen und erledigt hielt. 

 Die vielen Faserstoffe in "Colonformula" sind ein idales "Futter" für die mehr als 80 Billionen(!) Darmbakterien, die etwa 2,5 Kilo unseres Körpergewichts ausmachen: Darmbakterien produzieren wichtige Vitamine wie Vitamin B12 und sind für einen gesunden ph-Wert im Darm zuständig. Durch die Pflege pysiologischer Darmbakterien können sich keine Pilze wie Candida Albicans bilden und vermehren. Verschiedene Kräuter in "Colodyne" reinigen zusätzlich den Darm von Ablagerungen. Verschiedene puderförmige Bentonite – natürlicher Lehm/Ton – bauen Gifte ab. 

Alginate ist eine Meeresweiden-Substanz, die gifte METAlle und Umweltgifte absorbiert, speziell Aluminium, das der Körper normalerweise nur schwer ausscheiden kann. Aluminiumbelastung kann zu Alzheimer, Depressionen und Psychosen führen und den Herzmuskel schädigen. Alginate hält das gelöste Aluminium im Verdauungstrakt, so daß es mit dem Stuhl ausgeschieden werden kann und nicht über die Galle resorbiert wird. "Colonformula" ist ein Pulver, was man in Wasser oder Saft einrühren kann und entweder morgens oder abends einnimmt. 

In den ersten Tagen, zu Beginn der Reinigungsphase, können Blähungen auftreten. Im Laufe der Kur kann man dann feste Ablagerungen beobachten, die teilweise Jahre alt sein können. Wer die Kur macht, kann einen sofort spürbaren Effekt wahrnehmen. Da die Rückvergiftung über den Darm ins Blut aufhört, fühlt man sich klarer und besser gelaunt. Außerdem werden Nährstoffe zum Beispiel in Obst und Gemüse viel besser aufgenommen, wenn die Darmzotten von Schlacken befreit sind. Wenn der Stuhl wohlgeformt und fast geruchslos ist, man keine Blähungen oder sonstige Verdauungsstörungen hat und man sich rundherum wohl fühlt, kann man die Kur beenden. 

Man kann sie aber auch in geringerer Dosierung für unbegrenzte Zeit fortsetzen, damit es erst gar nicht wieder zu Schlacken und Ablagerungen im Darm kommt und die Darmflora durch Faserstoffe und Kräuter ständig "gefüttert" und gepflegt wird. 

Die Kur kann mit den Produkten Paracleans (Bitterstoffe) und organischem Schwefel (MSM) ergänzt werden.

Über die Autorin: BARBARA SIMONSOHN studierte Sozialwissenschaften und schloss ihr Studium als Diplom-Politologin ab. Später entschloss sie sich, etwas über biologischen Land- und Gartenbau zu lernen und besuchte die Findhorn-Gemeinschaft in Schottland sowie den bio-dynamischen Hof von Baldur Springmann, dem bekanntesten Öko-Bauer Deutschlands. Die Autorin beschäftigt sich seit zwanzig Jahren mit dem Thema Ernährung und ließ sich von der Naturheilärztin Dr. Renate Collier zur Azidose- und Fastenleiterin ausbilden.

Freitag, 13. Oktober 2017

Praktische Ratschläge für den Beginn mit OPC




Praktische Ratschläge






Bei Beginn mit OPC ist es sinnvoll, zuerst über zwei bis drei Wochen die Körpervorräte aufzubauen, das heißt, die in der Regel leeren Speicher zu füllen - und täglich 60 bis 100 mg OPC zu nehmen. 

Wenn Sie danach rein vorsorglich etwas für Ihre Gesundheit tun wollen, brauchen Sie nur etwa 50-100mg täglich, um die Wirkung der Vitamine aus einer vollwertigen, gesunden Ernährung zu verstärken.

Für eine optimale Antioxidantien-Versorgung können Sie aber auch 100-200mg und mehr täglich auf Dauer nehmen.

Bei jeder stärkeren Belastung wie starkem Stress, Rauchen oder wenn Sie Heuschnupfen haben oder unter Schmerzen oder Entzündungen leiden, sollten Sie pro Kilogramm Körpergewicht bis 2 mg OPC täglich nehmen. Also beispielsweise bei 80 kg Körpergewicht täglich bis 160 mg OPC.

Nachdem es Ihnen besser geht, könnten Sie auf 100 mg OPC täglich zurückgehen. Dauernd eine höhere Dosis zu nehmen ist aber immer von Vorteil.

Nehmen Sie OPC nicht mit den Mahlzeiten!



Im Prinzip sollte OPC vor oder zwischen den Mahlzeiten genommen werden. Es bindet sich im Verdauungstrakt an Proteine und ist dann nicht mehr ganz so frei verfügbar. Wenn Sie die Einnahme auf 2 Portionen über den Tag verteilen, ist das gut. 

Anders als beim Vitamin C verbleibt OPC aber 72 Stunden im Körper aktiv. Wenn Sie also lieber Ihr OPC nur einmal täglich nehmen, ist das in Ordnung.

Wie schnell hilft Ihnen OPC?




OPC wird innerhalb von Minuten vom Körper aufgenommen und Sie profitieren sofort von dem Schutz vor freien Radikalen. Da Sie aber Ihr Leben lang täglich einem Bombardement durch freie Radikale ausgesetzt sind, ist es absolut sinnvoll und weise, dieses Super-Anti-Oxidans Ihr Leben lang täglich zu nehmen.

Es gibt Menschen, die schon wenige Tage nach Beginn über große Erfolge berichten. Aber meist dauert es doch länger, um in den vollen Genuss aller Vorteile zu kommen. Warum?

Der Organismus braucht für jeden Nährstoff eine bestimmte Zeit, um seine Depots wieder aufzufüllen. Je nach einzelnem Nährstoff, dessen Wirkung durch OPC verstärkt wird, kann es sich um Wochen bis Monate handeln. Die meisten Zellen Ihres Körpers regenerieren sich innerhalb von etwa 100 Tagen.

Um Ihren Zellen den optimalen Zellschutz durch OPC zu geben, brauchen Sie daher nur ein wenig Geduld. Bitte halten Sie sich genau an obige Empfehlungen, um optimal von OPC zu profitieren.

Welches OPC Produkt ist das Richtige für Sie?



Sie haben jetzt sicher so viel Erstaunliches über OPC gehört und fragen sich sicher, welches OPC Produkt das Beste für Sie ist. Es werden ja nicht nur verschiedene Produkte, sondern auch sehr unterschiedliche Qualitäten angeboten. Bedenken Sie, dass ein „Traubenkern-Extrakt“ undefinierter
Qualität unter Umständen so gut wie fast gar kein OPC enthalten kann. Es besteht also die Gefahr, dass Sie wenig für Ihr Geld erhalten. Aber noch schlimmer, dass Sie den Schutz, den Sie sich erhoffen, gar nicht erhalten und sich in falscher Sicherheit wiegen.


Bevor Sie OPC einer Firma kaufen, sollten Sie dieser Firma einige Fragen stellen!


Sie haben nun eine Menge Informationen erhalten, mit denen Sie überdurchschnittlich gut über OPC, den Vitalstoff des dritten Jahrtausends, informiert sind! Damit Sie sich OPC in der wirksamsten Form besorgen können, haben wir für Sie die drei wichtigsten Fragen ausgearbeitet, die Sie vor dem Kauf klären sollten. Mit den Antworten, die Sie erhalten, werden Sie fähig sein, die besten Produkte mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis für sich auszusuchen.


Folgende Fragen sollten Sie Ihrem Lieferanten stellen:

  1. Kann ich eine Bestätigung erhalten, dass das echte OPC in der vom Entdecker definierten Qualität in dem Produkt verwendet wird? Wird es technologisch in „Medizinqualität“ hergestellt?
  2. Wird das OPC nach der neuesten Methode ohne Chlorchemie - das heißt ohne Verwendung chlorhaltiger Lösungsmittel - extrahiert? Werden eventuell zusätzlich vorhandene, sekundäre Pflanzenstoffe bei Tieftemperaturen (unter 400 C) hergestellt, oder mit üblicher Hitzebehandlung? So ist beispielsweise das RUTIN aus dem Buchweizen ein sekundärer Pflanzenstoff, der speziell die Blutgefäße in den Beinen stärkt, und damit Krampfadern und Besenreiser verhütet oder günstig beeinflusst. Als Monosubstanz ist RUTIN im Handel erhältlich. Auch QUERCITIN und HESPERIDIN sind sekundäre Pflanzenstoffe, die gut untersucht in der Phytotherapie eingesetzt werden. 
  3. Welche weiteren sekundären Pflanzenstoffe sind ggf. enthalten, die synergistisch die Wirkung von OPC erhöhen? Was kostet eine Tages-Dosis von zum Beispiel 100mg OPC? Weitere sekundäre Pflanzenstoffe müssen selbstverständlich berechnet werden, um einen echten Preisvergleich und damit das Preis-Leistungsverhältnis vornehmen zu können.

Kokosmilch – Der Powerdrink aus der Kokosnuss

Kokosmilch – Der Powerdrink aus der Kokosnuss





Die Kokosmilch gehört zwar nicht zu den Inhaltsstoffen der Kokosnuss, sie wird aber aus Ihr gewonnen und zwar aus den natürlichen Bestandteilen der Kokosnuss und das ohne jegliche chemische Hilfsstoffe.
Kokosmilch-Inhaltsstoffe

Die gewonnene Milch aus dem leckeren Kokosfleisch ist gesund, und enthält zahlreiche Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe.

Kokosmilch enthält die Spurenelemente Jod, Selen, Schwefel, Kupfer, Mangan und Zink, außerdem ist die Kokosnussmilch mit den Mineralstoffen Phosphor, Kalium, Eisen, Natrium, Kalzium und Magnesium ausgestattet. In der Kokosmilch sind aber auch viele Vitamine enthalten, diese wären Vitamin B1, B2, B3, B4, B6, C und Vitamin E.


Kokosmilch Herstellung


Du musst das leckere Kokosfleisch aus der Kokosnuss heraus schneiden und es anschließend fein raspeln zu winzigen Kokosflocken um anschließend daraus Kokosmilch zu fertigen.
Kokos- Bananen-milch selber machen – Schritt für Schritt Anleitung

Heute möchte ich euch zeigen wie Ihr euch eine leckere Kokos- Bananenmilch in kürzester Zeit selber machen könnt, alles was Ihr für die Herstellung braucht braucht sind 50g Kokosmus, 1EL Kokosblütenzucker, 350ml Wasser und eine Banane.

Nehme dir den Kokosmus und gebe Ihn gemeinsam mit 1EL Kokosblütenzucker und 350ml Wasser in den Mixer, und mixe es zu einer leckeren Kokosmilch, anschließend wirfst du eine Banane hinterher und mixt alles gemeinsam zu einer mega leckeren Kokos-Bananenmilch.

Ich hoffe natürlich, dass euch das Rezept gefallen hat und ihr selbst einmal in der Küche versucht, eure eigene Kokos-Bananenmilch zu zaubern. Wenn Ihr verbesserungsvorschläge zu meiner selbst gemachten Kokos- Bananenmilch habt, dann lasst es mich wissen…
Kokosmilch Rezepte

Schreibt die Kokosmilch Rezepte, Ideen und Vorschläge einfach in die Kommentare, ich werde dann die Rezepte bei gefallen umsetzen und sie euch in Videoform presentieren. Ihr könnt meine brandneuen Rezepte dann auf meinem “GlobalLifeHack” YouTube Kanal oder aber auch hier auf meinem Blog finden.


Kokos-Bananen-Milch Zutaten

50g Kokosmus
1 EL Kokosblütenzucker
350ml Wasser
1 Banane

Freitag, 22. September 2017

Fasten und Insulinzyklus


Die wirksamste und zugleich müheloseste Unterstützung der Auftophagie ist das Fasten.
Beim längeren Fasten tritt der Körper nach einiger Zeit in einen Zustand ein, den man Ketose nennt.

Statt von Kohlenhydrat ernähren sich die Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) zunehmend von Fett. 

Weil wir unsere Mitochondrien dauern mit Kohlenhydraten füttern, können sie kaum mehr zur Fettverbrennung umstellen. Die Kohlenhydrate halten das Insulinsystem ständig im Gange.

Der Insulinkreislauf muss erst einmal unterbrochen werden, damit die Mitochondrien im Gehirn und anderswo von der Zuckerernährung auf die Fetternährung übergehen können.







Mehr Tote durch ungesunde Ernährung als durch Hunger



Mehr Tote durch ungesunde Ernährung
als durch Hunger


Nahrungssicherheit, Ernährungsgewohnheiten und Umweltbelastung


"Langzeitvorhersagen des globalen Nahrungsmittelbedarfs sind immens wichtig, wenn es um globale Nahrungssicherheit, um die Ernährungsweise der Menschen oder um Umweltbelastungen wie die landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen geht", sagt Susanne Rolinski vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Zu diesem Zweck haben Rolinski und Kollegen ein Online-Tool entwickelt, mit dem sich solche Vorhersagen in verschiedenen Szenarien treffen lassen.

Das Modell der Wissenschaftler für die Nahrungsmittelnachfrage basiert auf statistischen Analysen historischer Daten zu Ernährungsgewohnheiten und Einkommen für 162 Länder aus den letzten 46 Jahren.




Ungesunde Ernährung


"Doch schon heute verursacht ungesunde Ernährung eine höhere Sterblichkeit als Unterernährung und Hunger", so der Forscher weiter. Ungesunde Ernährungsstile, die reich an rotem Fleisch, Zucker und verarbeiteten Nahrungsmitteln sind, stellen einen wichtigen Risikofaktor für Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Krebs, oder Herz- und Kreislaufkrankheiten dar. Durch den erwarteten enormen Anstieg des Fleischkonsums in Schwellenländern könnte dieser Risikofaktor künftig sogar noch relevanter werden.

"Unsere Studie zeigt einerseits, dass in einigen Regionen, wie in Subsahara-Afrika, Unterernährung in den folgenden Jahrzehnten voraussichtlich fortbestehen wird und ein langfristiges Engagement erfordert", sagt Koautor Hermann Lotze-Campen vom PIK. 

"Unsere Studien verdeutlichen auch, dass Menschen in Industrieländern zu einer gesunden Ernährung zurückzukehren müssten, die sowohl Klima und Umwelt als auch der Gesundheit der Menschen zugutekommt, meint der Forscher: "In einigen der reichsten Länder ist der Anteil der auf tierischen Produkten basierenden Kalorien schon jetzt rückläufig." (PLOS ONE, 2015; doi: 10.1371/journal.pone.0139201)


Donnerstag, 21. September 2017

Spermidin aus Weizenkeimen gegen Demenz

Inhaltsstoff aus Weizenkeimen gegen Demenz?


Spermidin verbessert in Pilotstudie das Gedächtnis von Senioren





Pflanzenstoff zur Demenz-Vorbeugung: Ein Inhaltstoff aus Weizenkeimen kann offenbar das Gedächtnis im Alter verbessern und so einer Demenzerkrankung möglicherweise vorbeugen. Darauf deutet eine Pilotstudie deutscher Neurologen hin. 

Das Spermidin kurbelt die zelluläre Müllabfuhr an und gaukelt den Zellen zudem ein Fasten vor – beides wirkt positiv auf die Gesundheit von Gehirnzellen. Eine weitere, längere Studie soll nun den positiven Effekt des Spermidins überprüfen.

Alzheimer und andere Demenzerkrankungen nehmen zu: Bis 2050 könnte sich die Zahl der Betroffenen verdoppeln bis vervierfachen, wie Epidemiologen prognostizieren. Doch bisher scheint dagegen nichts zu helfen: Es gibt trotz weltweiter Forschung und milliardenschwerer Investitionen bisher keine Therapie, die die fortschreitende Zerstörung des Gehirns stoppen oder gar rückgängig machen kann. Immerhin sind einige vielversprechende Wirkstoffe zurzeit bereits im Test.

Auf der Suche nach einer Gegenstrategie setzen viele Forscher inzwischen auf die Prävention. Die Frage ist, welche Umweltfaktoren, Ernährung oder Lebensweise möglicherweise vor einer Demenz schützen kann. Über eine hoffnungsvolle Entdeckung berichten jetzt Neurologen dem aktuellen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Leipzig.

"Booster" für die Müllabfuhr der Zelle


Dabei handelt es sich um einen Inhaltsstoff von Weizenkeimen, das Spermidin. Im menschlichen Körper spielt diese Substanz eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung von Zellprozessen und fördert vor allem die Beseitigung von zellulärem Abfall mittels Autophagie. Weil sich bei Alzheimer solcher "Müll" in Form fehlgefalteter Proteine in den Hirnzellen sammelt, vermuten Forscher schon länger, dass die zelluläre Müllabfuhr hier gegensteuern könnte.




"Bisherige Daten lassen vermuten, dass sogenannte Polyamine, insbesondere das Spermidin, sich positiv auf die Gehirnfunktion und geistige Fähigkeiten auswirken", berichtet Agnes Flöel von der Neurologischen Universitätsklinik Greifswald. In Tierversuchen erwies sich das Spermidin bereits als wirksam: Es verlängerte die Lebensdauer von Würmern und Insekten und stoppte den altersbedingten Gedächtnisverlust bei Fruchtfliegen.


Einnahme verbesserte Gedächtnis


Flöel und ihre Kollegen haben daher in einer Pilotstudie untersucht, wie sich aus Weizenkeimen gewonnenes und in Kapseln verabreichtes Spermidin auf Lernen und Gedächtnis von Probanden auswirkte. Das Ergebnis: "Wir konnten zeigen, dass sich Gedächtnisleistungen bereits nach dreimonatiger Einnahme tendenziell verbessern, bei sehr guter Verträglichkeit der Kapseln", berichtet Flöel. 

Jetzt soll eine größere Studie diese Ergebnisse überprüfen und vertiefen. In ihr untersuchen die Mediziner die Wirkung einer zwölfmonatigen Gabe von natürlichem Spermidin aus Weizenkeimen auf Lernen und Gedächtnis sowie auf die Struktur des Gehirns. An der "Smart Age"-Studie nehmen ältere, noch gesunde Menschen teil, deren Gedächtnis sich nach eigener Einschätzung verschlechtert hat. Noch werden Studienteilnehmer gesucht (s.u.).

Vorgetäuschtes Fasten


Kann man eine Demenz demnach einfach wegessen oder eine vorbeugende Pille dagegen schlucken? "Nahrungsergänzungsmittel können nie eine ausgewogene Ernährung ersetzen", betont Flöel. Aber eine gesunde Ernährung kann durchaus zur Prävention beitragen. So sei es günstig, viel Obst, Gemüse und ungesättigte Fettsäuren zu sich zu nehmen und beim Zucker zu sparen. 

"Außerdem spielt es eine Rolle, wie viel man isst: In Studien führte eine Kalorienrestriktion, vor allem der Reiz des Fastens, zu besseren Gedächtnisleistungen", so die Neurologin.

Dies könnte auch die Wirkung des Spermidins erklären, denn dieses gehört zu den sogenannten Kalorienreduktions-Mimetika: "Das sind Substanzen, die Effekte des Fastens nachahmen. Der Körper produziert sie beim Abnehmen, man kann sie aber auch mit der Nahrung aufnehmen", erklärt Flöel. Auch einige weitere Vertreter dieser Fasten-"Imitatoren" könnten mögliche Helfer gegen die Demenz sein, darunter eine Substanz aus Grünem Tee und das in roten Trauben enthaltene Resveratrol.

"Für Resveratrol konnten wir positive Effekte auf die Gedächtnisleistung nachweisen, andere Gruppen fanden Auswirkungen auf die Durchblutung des Gehirns", berichtet Flöel.

Weitaus eindeutiger und einfacher aber sind Vorbeugungs-Maßnahmen, die jeder in seinem Alltag berücksichtigen kann: Ausreichend Bewegung, ein aktives soziales Leben und die Vermeidung von Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht können helfen, das Risiko für eine Demenz zu verringern.

(Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V., 21.09.2017 - NPO)

Sonntag, 17. September 2017

Ketogene Ernährung

Die ketogene Ernährung - Die vielen unglaublichen Vorteile einer Ernährung basierend auf Fett - 

Für Körper, Geist und Seele!



Ketose ist ein oft missverstandes Thema. Das Vorliegen einer Ketose wird mit Verhungern oder einem Warnsignal, dass etwas in Ihren Stoffwechsel falsch läuft, gleichgesetzt. Aber nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein, es sei denn, Sie sind ein schlecht behandelter Typ-1-Diabetiker [1].

Ketone - entgegen der landläufigen Meinung und den Märchen die darüber kursieren - sind dringend benötigte und essentielle Heilungs-Energiequellen in unseren Zellen, die aus dem normalen Metabolismus von Fett resultieren. 
Der gesamte Körper nutzt Ketone auf eine sicherere und effektivere Weise als das die Energiequelle, die aus Kohlenhydraten besteht - Zucker AKA Glukose - möglich macht. 
Unser Körper produziert Ketone, wenn wir eine Ernährung ohne Kohlenhydrate oder eine Low-Carb-Ernährung (weniger als 60 Gramm Kohlenhydrate pro Tag) essen [2]. 
Durch eine sehr kohlenhydratarme Ernährung - oder einer Ernährung ohne jegliche Kohlenhydrate (wie ein Steinzeitmensch) - passt sich unser Körper der Ketose an (Ketoadaption).
Diese Ernährung wird nicht nur als ein gesunder Lebensstil verwendet, sondern auch für eine ganze Reihe an Erkrankungen - Nickkrampf, Epilepsie, Autismus, Hirntumore, Alzheimer, Lou Gehrig-Krankheit, Depressionen, Schlaganfälle, Schädeltraumata, Parkinsons, Migräne, Schlafstörungen, Schizophrenie, Angstzustände, ADHS, Reizbarkeit, Polyzystisches Ovarialsyndrom, Reizdarmsyndrom, gastroösophageale Reflux Krankheit, Fettleibigkeit, Herz-Kreislauferkrankungen, Akne, Diabetes Typ 2, Tremor, respiratorische Insuffizienz - und nicht nur bei praktisch jedem neurologischem Problem, sondern auch bei Krebs und Bedingungen, bei denen Gewebe nach einem Verlust von Sauerstoff wiederhergestellt werden müssen [4]. 

Unsere Organe und unser Gewebe arbeiten viel besser, wenn sie Ketone als Brennstoffquelle verwenden, einschließlich des Gehirns, des Herzens und des Kerns unserer Nieren. 
Wenn Sie jemals die Chance hatten ein Herz in Echtzeit bei der Arbeit zu sehen, haben Sie vielleicht das dicke Fettgewebe bemerkt, das das Herz umgibt. Tatsächlich bekommen Herzchirurgen dies jeden Tag zu sehen. 
Ein glücklich schlagendes Herz ist eines, das durch Schichten gesunden Fettes umgeben ist. Sowohl das Herz als auch das Gehirn arbeiten mindestens 25 % effizienter mit Ketonen im Vergleich mit Blutzucker. 
Ketone sind der ideale Brennstoff für unseren Körper, im Gegensatz zu Glukose. Glukose ist schädlich, weniger stabil, mehr exzitatorisch und verkürzt tatsächlich Ihre Lebensdauer. Ketone sind nicht-Glykierungsmittel, das heißt, sie haben keine karamellisierenden Alterungs-Effekte auf Ihren Körper. Eine gesunde Ketose hilft auch Krebszellen verhungern zu lassen, da Krebszellen nicht in der Lage sind Ketone als Brennstoff zu verwenden und ihr Wachstum alleine von Glukose abhängt [5]. 
Die Energie produzierenden Fabriken unserer Zellen - die Mitochondrien - arbeiten viel besser auf einer ketogenen Ernährung, da sie dann in der Lage sind Energie-Levels auf eine stabile, lang-brennende, effiziente und dauerhafte Art zu erhöhen. 
Und das ist nicht alles: Eine diese Ernährungsweise induziert auch epigenetische Veränderungen [6], die die Energieleistung unserer Mitochondrien erhöht, die Produktion von schädlichen freien Radikalen reduziert und die Produktion von GABA fördert - eine bedeutende, hemmende Gehirn Chemikalie. 
GABA hat einen wesentlichen erholsamen Einfluss und seine bevorzugte Produktion in der Ketose reduziert auch die toxischen Wirkungen von exzitatorischen Bahnen in unserem Gehirn. Darüber hinaus deuten neue Daten darauf hin, dass die Ketose neben einer insgesamt entzündungshemmenden Wirkung Schmerzen lindert [7]. 

Die ketogene Ernährung wirkt auf mehreren Ebenen gleichzeitig, etwas das kein Medikament imitieren kann. Dies liegt daran, dass Mitochondrien speziell dafür entwickelt sind Fett zur Energiegewinnung zu nutzen. Wenn unsere Mitochondrien Fett als Energiequelle nutzen, werden ihre toxischen Belastungen verringert, die Gen-Exprimierung von energieerzeugenden Genen wird erhöht, ihre Energieerzeugung wird erhöht und die Last von entzündlichen energetischen Endprodukten verringert.

Der Schlüssel dieser Wunderheilungs-Effekte beruht auf der Tatsache, dass der Fettstoffwechsel und die daraus resultierende Generation von Ketonkörpern (beta-Hydroxybutyrat und Acetoacetat) aus der Leber nur in Mitochondrien auftreten können, so dass diese Stoffe innerhalb der Zelle bleiben, jedoch außerhalb der Mitochondrien leicht verfügbar sind für die Stimulation von starken entzündungshemmenden Antioxidantien. 
Der Zustand unserer Mitochondrien ist der ultimative Schlüssel für eine optimale Gesundheit, und obwohl es wahr ist, dass einige von uns vielleicht zusätzliche Unterstützung in Form von Nahrungsergänzungen brauchen, um diese dringend benötigten Energiefabriken heilen zu können, bleibt diese Ernährung trotzdem der ultimative Schlüssel für ein echtes Gleichgewicht .

Die Hauptnahrungsquelle für Energie in unserer modernen Welt ist Zucker, der zunächst in der Zellsuppe verarbeitet werden muss, bevor er in die Energiefabrik der Zelle, dem Mitochondrion, weitergegeben werden kann. 
Energiequellen aus Fett brauchen diese Verarbeitung nicht. Sie gehen direkt in die Mitochondrien zur energetischen Anwendung. Das heißt, es ist komplizierter, Energie aus Zucker zu gewinnen als aus Fett. Wie Dr. Christian B. Allan und Dr. Wolfgang Lutz, in ihrem Buch Leben ohne Brot schrieben:
Kohlenhydrate sind nicht erforderlich um Energie zu erhalten. Fett liefert mehr Energie als eine vergleichbare Menge an Kohlenhydraten und eine kohlenhydratarme Ernährung neigt dazu, Ihr System für die Energieerzeugung effizienter zu machen. Außerdem bevorzugen viele Organe Fett zur Energiegewinnung.

Tatsache ist, dass Sie MEHR Energie pro Fettmolekül bekommen als das bei Zucker der Fall ist. Wie viele chronische und Autoimmunerkrankungen haben eine Energie-Defizit-Komponente? Wie schaut es bei chronischer Müdigkeit aus? Fibromyalgie? Rheumatoide Arthritis? Multiple Sklerose? Krebs? Zurück zu Allan und Lutz:

Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zelle. Da sie den Großteil der Energie im Körper erzeugen, hängt die Menge der zur Verfügung stehenden Energie davon ab, wie gut die Mitochondrien arbeiten. Wann immer Sie an Energie denken, dann denken Sie an all diese Mitochondrien, die am laufenden Band ATP produzieren, um den gesamten Körper richtig funktionieren zu lassen. Die Menge an Mitochondrien in jeder Zelle variiert, doch kann bis zu 50 Prozent des gesamten Zellvolumens aus Mitochondrien bestehen. Wann immer Sie müde sind, mutmaßen Sie nicht einfach, dass Sie mehr Kohlenhydrate brauchen; sondern denken Sie stattdessen daran wie Sie Ihre mitochondriale Energieproduktion maximieren können...

Wenn Sie zu einer Größe schrumpfen könnten, klein genug, um in die Mitochondrien eindringen zu können, was würden Sie entdecken? Das erste was Sie lernen würden ist, dass die Mitochondrien in erster Linie dazu entwickelt sind, Fett zur Energiegewinnung zu verwenden!
Kurz gesagt, lassen Sie Fett ihre Medizin sein und die Medizin das Fett! (Umschreibung des Zitats von Hippokrates)

Sie werden vielleicht denken, dass uns die ketogene Ernährung durch all diese Informationen eigentlich überall von unseren "Gesundheits"-Dienstleistern empfohlen werden müsste, aber leider ist das nicht der Fall. Ernährungswissenschaftler des Mainstreams empfehlen Kohlenhydrate (d.h. Zucker) als das Hauptnahrungsmittel unserer Ernährung. 
Das Problem daran (und es gibt mehrere dieser Probleme) ist, dass wir in der Gegenwart einer Ernährung mit hohem Kohlenhydrat-Anteil nicht in der Lage sind, Ketone aus dem Stoffwechsel von Fetten zu produzieren und wir dadurch unseren Körper der sehr heilenden Ketonproduktion berauben. 
Die Tatsache, dass wir in einer Welt leben, die Glukose als primäre Energiequelle verwendet, bedeutet, dass wir in mehr als nur einer Hinsicht eine sehr nicht-heilende Ernährung zu uns nehmen.
Ich mache die Low-Carb-Ernährung seit etwa eineinhalb Wochen und ich muss sagen, ich beginne mich wirklich erstaunlich zu fühlen!! Die ersten paar Tage hat mein Kopf weh getan, ich fühlte mich lethargisch, und meine Beine fühlten sich so schwer an. Aber nachdem ich dies jetzt überstanden habe, habe ich so viel Energie. Ich werde nicht mehr müde gegen 15.00 Uhr. Der beste Teil ist, ich bin nicht ständig mit Gedanken über das Essen besessen. Ich fühle ein echtes Gefühl der inneren Ruhe. Meine Haut sieht besser aus, meine Haare sehen auch besser aus. Ich habe Speck und Eier zum Frühstück, ein Kotelett oder anderes Stück Fleisch zum Mittagessen, und in der Regel ein bisschen Schweinefleisch und manchmal einige grüne Bohnen zum Abendessen. Ich habe auch etwas an Gewicht verloren! Woo hoo!!!

~ Angela, USA. Sott.net Forum.
Wir Menschen waren fast drei Millionen Jahre lang auf einer ketogenen Ernährung und es hat uns zu dem gemacht was wir sind: Menschen. Es war dieser Lebensstil, in dem unser Gehirn genährt und entwickelt wurde. Aber das ist nicht mehr der Fall, es sei denn, wir alle bemühen uns, diese verlorene Weisheit zurückzufordern. Heutzutage ist das menschliche Gehirn nicht nur am Schrumpfen (ja, Sie hören richtig), sondern Gehirnatrophie (Schwund von Hirngewebe) ist vielmehr zur Norm geworden wenn wir altern und mit Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, seniler Demenz usw. geplagt werden.

In der Zwischenzeit beginnen neue Forschungen, die zentrale Rolle der Mitochondrien in der Regulation des Zellzyklus aufzuklären - der entscheidende Prozess, durch den eine einzellige befruchtete Eizelle sich zu einem reifen Organismus etwickelt, sowie der Prozess durch den Haare, Haut, Blutzellen und einige innere Organe erneuert werden. 
In den komplizierten und hoch choreographierten Ereignissen rund um das Fortschreiten des Zellzyklus sind Mitochondrien nicht einfach nur Zuschauer die Energie erzeugen, sondern sind stattdessen vollwertige Teilnehmer [8]. Angesichts der erheblichen Menge an Energie die benötigt wird, um alle Nährstoffe, die für die Zellteilung notwendig sind, herzustellen, macht es Sinn, dass eine gewisse Koordination existiert. 
Diese lang ignorierte und übersehene Verbindung zwischen den Mitochondrien und dem Zellzyklus ist etwas, das es würdig ist, erheblich mehr Aufmerksamkeit gewidmet zu bekommen, während wir die Rolle der Ernährung in unserem Körper zu verstehen beginnen. 
Wir müssen einen genaueren Blick auf dieses Thema der Ketose werfen, da diese wirklich den Schlüssel zur Entsperrung unserer transformierenden Wege ist, die uns zu einem herausragend gesunden Leben führen wird. 


Mitochondriale Fehlfunktion 


Mitochondrien sind am besten bekannt als die Kraftpakete unserer Zellen, da sie die Energie der Zelle produzieren. 
Aber sie führen auch das genetische Orchester an, das reguliert, wie jede Zelle altert, sich teilt und stirbt. 
Sie helfen zu diktieren, welche Gene in jeder einzelnen Zelle unseres Organismus an-oder ausgeschaltet werden. Sie stellen auch den Kraftstoff zu Verfügung, der benötigt wird um neue Verbindungen im Gehirn entstehen zu lassen und unseren Körper zu reparieren und zu regenerieren.

Ob wir nun Hausfrauen, Sportler oder Arbeiter sind - Energie ist ein Thema das uns alle betrifft, jeden Tag und in jeder Hinsicht. Unser Wohlbefinden, unser Verhalten und unsere Fähigkeit die Aufgaben, die sich vor uns auftun, durchzuführen, sind unser individueller Maßstab für unsere uns zur Verfügung stehende Energie. Aber wie erhalten wir Energie aus den Lebensmitteln die wir essen?

Es gibt viele menschengemachte Märchen rund um die Energieproduktion im Körper und welche Lebensmittel Energie liefern. 
Die Mainstream-Wissenschaft sagt, dass Kohlenhydrate das sind, was Mitochondrien als Brennstoff für die Energiegewinnung verwenden. Dieser Prozess wird oxidativer Stoffwechsel genannt, weil bei dem Vorgang Sauerstoff verbraucht wird. 
Die Energie, die von den Mitochondrien produziert wird, wird in einer chemischen "Batterie" gespeichert, in einem besonderen Molekül mit dem Namen Adenosintriphosphat (ATP). Mit Energie voll bepackt kann ATP dann an jede Stelle in der Zelle transportiert werden, wo es dann Energie, auf Befehl von spezifischer Enzymen, freisetzt. Zusätzlich zu dem Kraftstoff, den Mitochondrien produzieren, erzeugen sie auch ein Nebenprodukt das mit Sauerstoff verwandt ist - die "reaktive Sauerstoffspezies" (ROS) - die auch gemeinhin hin als freie Radikale bekannt sind. 
Aber was uns nicht gesagt wird ist, dass Mitochondrien speziell dafür entwickelt sind um Fett als Energiequelle zu verwenden und nicht Kohlenhydrate.
Quelle: D. Christian B. Allan und Dr. Wolfgang Lutz, Leben ohne Brot

Es gibt mehrere sehr komplizierte Schritte bei der Herstellung von ATP in den Mitochondrien, aber ein Blick auf die 5 wichtigsten Funktionen der ATP-Produktion wird alles sein was Sie wissen müssen, um zu verstehen wie die Energie in unseren Mitochondrien entsteht und warum Fette der Schlüssel sind, um die Funktion der Mitochondrien zu optimieren. Versuchen Sie sich nicht sich auf bestimmte Namen und Details zu fokussieren, sondern versuchen Sie das ganze Bild zu erfassen. 

Schritt 1 - Der Transport von der nahrungsbasierten Kraftstoffquelle in die Mitochondrien 

Der Kraftstoff muss zuerst in die Mitochondrien gelangen - der Ort, an dem alles stattfindet. Der Kraftstoff kann von Kohlenhydraten kommen oder er kann aus Fetten stammen. Fettsäuren ist die chemische Bezeichnung für Fett und mittlere bis große Fettsäuren gelangen mit der Hilfe von L-Carnitin völlig intakt in die Mitochondrien. Stellen Sie sich L-Carnitin als eine U-Bahn vor, die die Fettsäuren in die Mitochondrien transportiert. L-Carnitin (aus dem griechischen Wort carnis, bedeutet Fleisch oder Muskelfleisch) ist hauptsächlich in tierischen Produkten zu finden. 

Kraftstoff aus Kohlenhydraten muss zuerst außerhalb der Mitochondrien aufgespalten werden und das Produkt dieser Aufspaltung (Pyruvat) ist dasjenige was in die Mitochondrien transportiert wird. Oder es kann dazu verwendet werden auf eine sehr ineffiziente Art und Weise Energie außerhalb der Mitochondrien zu erzeugen - durch einen anaeroben Stoffwechsel, der ATP erzeugt wenn Sauerstoff nicht vorhanden ist. 

Schritt 2 - Der Kraftstoff wird in Acetyl-CoA umgewandelt
 

Bevor Pyruvat - das Produkt aus der Aufspaltung von Kohlenhydraten - in die Mitochondrien gelangen kann, muss es zuerst durch eine enzymatische Reaktion in Acetyl-CoA umgewandelt werden. 

Fettsäuren, die sich bereits innerhalb der Mitochondrien befinden, werden direkt in Acetyl-CoA aufgespalten, in der sogenannten Beta-Oxidation. 

Acetyl-CoA ist der Ausgangspunkt des nächsten Schrittes bei der Herstellung von ATP in den Mitochondrien. 

Schritt 3 - Die Oxidation von Acetyl-CoA und der Krebs-Zyklus 


Der Krebs-Zyklus (AKA Tricarbonsäurezyklus oder Zitronensäure-Zyklus) ist derjenige, der das Acetyl-CoA oxidieren lässt und demzufolge Elektronen von Acetyl-CoA entfernt und in der Gegenwart von Sauerstoff in den Mitochondrien Kohlendioxid als Nebenprodukt entstehen lässt. 

Schritt 4 - Elektronen werden durch die Atmungskette transportiert
 

Die erhaltenen Elektronen von Acetyl-CoA - die letztlich von den Kohlenhydraten oder Fetten kommen - werden als Teil der Elektronen-Transportkette in den Mitochondrien durch viele Moleküle hindurch transportiert. Einige Moleküle sind Proteine​​, andere sind Kofaktormoleküle. Einer dieser Kofaktoren ist eine wichtige Substanz - die hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln zu finden ist - und man nennt sie Coenzym Q-10. Ohne sie wäre die mitochondriale Energieproduktion minimal. Dies ist das gleiche Coenzym Q10, das durch Statine-Medikamente (Cholesterinsenker) blockiert wird und dadurch stark schädigende Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen hat. Schritt 4 ist auch der Schritt in dem Wasser erzeugt wird, wenn Sauerstoff die Elektronen akzeptiert. 

Schritt 5 - Oxidative Phosphorylierung 

Während die Elektronen durch die Elektronen-Transportkette transportiert werden, verursachen sie elektrische Gefälle (oder chemische Gradienten) zwischen der inneren und der äußeren Membran in den Mitochondrien. Diese chemischen Gradienten sind die treibenden Kräfte, die das ATP in der sogenannten oxidativen Phosphorylierung produzieren. Danach wird das ATP aus den Mitochondrien transportiert um dann von der Zelle als Energie für jegliche Arten ihrer Tausenden biochemischen Reaktionen genutzt werden zu können. 

Aber warum sind Fette besser als Kohlenhydrate?
 

Wenn es keine Mitochondrien geben würde, dann wäre der Fettstoffwechsel für die Energieproduktion begrenzt und nicht sehr effizient. Aber die Natur hat uns während unserer Evolution mit Mitochondrien ausgestattet, die gezielt Fett zur Energiegewinnung verwenden. Fett ist der Kraftstoff, den Tiere verwenden um große Entfernungen zurücklegen zu können, zu jagen, Arbeit zu leisten und zu spielen, da Fett mehr Energievolumen-ATPs als Kohlenhydrate liefert.
Biochemisch macht es Sinn, dass, wenn wir zu den höheren Säugetieren gehören die Mitochondrien besitzen, wir dann auch Fett essen müssen. 
Während der Kohlenhydratstoffwechsel 36 ATP-Moleküle aus einem Glukose-Molekül erzeugt, werden bei einem Fettstoffwechsel im Inneren der Mitochondrien 48 ATP-Moleküle aus einem Fettsäure-Molekül erzeugt. Fett liefert mehr Energie für die gleiche Menge an Nahrung im Vergleich zu Kohlenhydraten. Aber nicht nur das: Die Verbrennung von Fett durch die Mitochondrien - Beta-Oxidation - produziert Ketonkörper, die die Übererregung und den oxidativen Stress im Gehirn im Zusammenhang mit all seinen Krankheiten stabilisiert. Neben vielen anderen Dingen verursacht sie auch epigenetische Veränderungen, die gesunde und energiegeladene Mitochondrien hervorbringen und die Überproduktion von schädigenden und entzündenden freien Radikalen vermindert!
Mitochondrien regulieren den zellulären Selbstmord, AKA Apoptose, sodass alte und dysfunktionale Zellen die sterben müssen, dies auch tun, um Platz für neue Zellen zu schaffen. Wenn die Funktionen der Mitochondrien jedoch beeinträchtigt werden und sie Signale senden, die den normalen Zellen befiehlt zu sterben, dann geht etwas schief. Beispielsweise verursacht die Zerstörung von Hirnzellen jede bekannte Art von neurodegenerativen Zuständen, einschließlich Alzheimer, Parkinson und so weiter. 
Eine mitochondriale Fehlfunktion hat weitreichende Auswirkungen, da die Gesundheit der Mitochondrien einen sofortigen Effekt auf jede einzelne Zelle, Gewebe und Organ im Körper hat. 

Der Katalysator für diese Zerstörung ist in der Regel die unkontrollierte Produktion von freien Radikalen, die oxidative Schäden an Gewebe, Fett, Proteinen und der DNS verursachen, wodurch sie "zu rosten" beginnen. Dieser Schaden - oxidativer Stress - ist der Hauptgrund für oxidiertes Cholesterin, steifen Arterien (rostige Rohre) und Hirnschäden. Oxidativer Stress ist einer der Hauptakteure bei Demenz sowie auch bei Autismus. 

Wir produzieren unsere eigenen Antioxidantien um die Produktion freier Radikale zu regulieren, jedoch werden diese Systeme leicht durch eine vergiftete Umwelt und eine Ernährung mit hohem Kohlenhydratanteil überwältigt, oder anders ausgedrückt: Durch die heutige Lebensweise und Ernährung. 

Mitochondrien haben auch interessante Eigenschaften, die sie von allen anderen strukturellen Bauteilen unserer Zellen unterscheiden. Zum Beispiel haben sie ihre eigene DNS (mtDNS genannt), die sich von der weithin bekannten DNS im Zellkern unterscheiden (bezeichnet als n-DNS). Mitochondirale DNS kommt zum größten Teil von der mütterlichen Seite, weshalb Mitochondrien auch als unsere weibliche Lebenskraft betrachtet werden. Diese mtDNS ist in einer Ring-Konfiguration angeordnet und es fehlt ihr an einer schützenden Protein-Umgebung. Dies führt dazu, dass ihr genetischer Code anfällig für Schäden durch freie Radikale ist. Wenn Sie nicht genug tierische Fette zu sich nehmen, können Sie keine funktionierende mitochondriale Membran ausbilden, die die Mitochondrien gesund erhält und ihr Sterben verhindert. 

Wenn Sie irgend eine Art von Entzündung an irgendeiner Stelle Ihres Körpers haben, beschädigt das Ihre Mitochondrien. 
Der Verlust der Funktionen der Mitochondrien oder ihr Tod ist in so ziemlich jeder Krankheit gegenwärtig. Ernährungs- und Umweltfaktoren führen zu oxidativem Stress und deshalb zu mitochondrialen Schädigungen als der abschließende gemeinsame Weg von Erkrankungen oder Krankheiten. 

Autismus, ADHS, Parkinson, Depression, Angststörung, bipolare Erkrankung und die Alterung des Gehirns sind alle mit einer mitochondrialen Fehlfunktion verbunden, die durch oxidativen Stress verursacht wird. Eine mitochondriale Fehlfunktion trägt zu Herzinsuffizienz, Typ-2-Diabetes, Autoimmunerkrankungen, Alterung, Krebs und anderen Krankheiten bei. 

Während die nDNS die Informationen liefert, die unsere Zellen brauchen, um die Proteine zu kodieren, die unseren Metabolismus kontrollieren, reparieren​​ und unserem Körper strukturelle Intaktheit verleihen, ist es die mtDNS, die die Produktion und Nutzung unserer Lebensenergie steuert. Eine Zelle kann immer noch Selbstmord begehen (Apoptose), auch wenn sie keinen Zellkern oder nDNS besitzt. 

Aufgrund ihrer energetischen Rolle haben die Zellen von Gewebe und Organen, die mehr Energie benötigen um zu funktionieren, auch eine höhere Anzahl an Mitochondrien. Zellen in unserem Gehirn, Muskeln, Herz, Niere und Leber enthalten Tausende von Mitochondrien, die bis zu 40 % der Masse der Zelle ausmachen. 
Laut Professor Enzo Nisoli besitzt ein erwachsener Mensch mehr als zehn Millionen Millliarden Mitochondrien, was ganze 10 % des gesamten Körpergewichts ausmacht [9]. Jede Zelle enthält Hunderte von Mitochondrien und Tausende von mtDNS. 

Da mtDNS durch das Fehlen einer "Protein"hülle (Histone) weniger geschützt ist als nDNS, ist sie überaus anfällig für Verletzungen durch destabilisierende Moleküle wie u.a. neurotoxische Pestizide, Herbizide, Excitotoxine, Schwermetalle und flüchtige Chemikalien. 
Diese Destabilisierung kippt das Gleichgewicht der Produktion von freien Radikalen zu einem Extrem um, was dann zu oxidativem Stress führt, der unsere Mitochondrien und deren DNS schädigt. Als Resultat davon kommt es zu einer Übererregung der Zellen und zu Entzündungen, was die Wurzel der Parkinson-Krankheit und anderen Erkrankungen ist, aber auch von Stimmungsschwankungen und Verhaltensproblemen. 

Genug Energie zu haben bedeutet ein glückliches und gesundes Leben. Das spiegelt sich auch in unserem Gehirn, durch Fokussierung und scharfes Denken, wieder. 
Ein Mangel an Energie führt unter anderem zu Stimmungsschwankungen, Demenz und einer verlangsamten geistigen Funktion. Mitochondrien sind eng mit der Fähigkeit des präfrontalen Kortex verknüpft - dem Kapitän unseres Gehirns - um voll funktionsfähig sein zu können. Gehirnzellen sind voll von Mitochondrien, die die notwendige Energie liefern um lernen zu können, sich Dinge zu merken und Neuronen harmonisch abfeuern zu können. 

Die Sirtuin-Familie der Gene arbeitet, indem sie die Gesundheit und Funktion unserer Mitochondrien schützt und verbessert [10]. Sie werden positiv durch eine Ernährung beeinflusst, die nicht-glykierend ist. D.h. eine Low-Carb-Ernährung im Gegensatz zu einer Ernährung mit vielen Kohlenhydraten, welche mitochondriale Fehlfunktionen und die Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies induziert (freie Radikale). 

Eine andere Sache, die zu mitochondrialen Fehlfunktionen beiträgt, sind Virusinfektionen wie diejenigen der Herpes Familie. Wie ich bereits in meinem [englischsprachigen, AdÜ] Artikel "Über Virale "Junk"-DNS, eine DNS-verbessernde ketogene Ernährung, und Kometen-Kicks" erwähnt habe, hat das meiste, wenn nicht sogar alles in unserer "Junk"-DNS virus-ähnliche Eigenschaften. Wenn ein pathogener Virus unsere DNA oder RNA angreift, könnte dies zu Erkrankungen oder Krebs führen. 

Der Herpes-simplex-Virus ist ein weit verbreitetes menschliches Pathogen und er geht direkt gegen unserer mitochondriale DNS vor. Der Herpes-simplex-Virus etabliert seine Latenz in den sensorischen Neuronen, eine Art von Zelle, die sehr empfindlich gegenüber pathologischen Wirkungen von mtDNS-Schäden ist [11]. Eine latente Virusinfektion könnte den Verlust von Gehirnzellen bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer antreiben [12]. Wie ich in meinen [englischsprachigen, AdÜ] Artikel "Herzinfarkte, CFS, Herpes-Virus-Infektionen und der Vagusnerv" spekulierte, könnte eine latente Herpesvirus-Infektion vielleicht mehr Krankheiten antreiben als wir uns bewusst ist. 

Mitglieder der Herpesviren Familie (z.B. der Cytomegalovirus und der Epstein-Barr-Virus, die die meisten Menschen als latente Infektionen in sich tragen!), können unsere mitochondriale DNS angreifen, was durch mitochondriale Fehlfunktionen zu neurodegenerativen Erkrankungen führt. Aber eine ketogene Ernährung ist der wichtigste Schlüssel, der bei der Stabilisierung der Mitochondrien mtDNS helfen würde, da Mitochondrien am besten mit Fett als Kraftstoff arbeiten. Tatsächlich ist Alzheimer eine Krankheit, bei der eine ketogene Ernährung seine größte potentiell heilende Wirkung zeigt [4]. 

Die Rolle der mitochondrialen Fehlfunktion in den Krankheiten unserer "modernen" Welt ist gigantisch. 
Optimale Energiequellen sind unerlässlich, wenn wir chronische Krankheiten heilen wollen. Es sind unsere Mitochondrien, die an der Schnittstelle von der Nahrungsenergie aus unserer Umwelt und dem Energiebedarf unseres Körpers liegen. Und es ist ein Metabolismus, der auf Fett als Brennstoff basiert, ein ketonischer Stoffwechsel, der die epigenetischen Veränderungen signalisiert, die unsere energetische Leistung innerhalb unserer Mitochondrien maximiert und uns dabei hilft zu heilen.
Es ist unglaublich wie mein Körper reagiert. Ich glaube ich bin total kohlenhydrat-intolerant. Ich habe so viele Jahre lang mit extremer Müdigkeit/Erschöpfung zu kämpfen gehabt, selbst mit einem verbesserten Schlaf in einem dunklen Raum, dass ich euch gar nicht sagen kann, wie wunderbar es jetzt ist am Morgen aufwachen zu können, aus dem Bett zu steigen und nicht wieder zurück kriechen zu müssen und, meistens nur durch Willenskraft, durch den Tag gehen zu müssen. Auch langjährige chronische Darm-Probleme erledigen sich endlich. Ein paar Leute bei meiner Arbeit haben gesagt, dass ich eine "andere Frau" bin, ruhiger, nicht mehr so hyperaktiv unter Druck und Stress. Stress scheint mir auch nicht mehr zuzusetzen. Ich habe ein wenig an Gewicht verloren und obwohl ich mich nicht wiege, sitzen meine Kleider auf jeden Fall lockerer. So viele Jahre lang hatte ich diesen runden Bauch, dass ich den Problemen gegenüber resigniert hatte, die ich beim Anziehen meiner Schuhe hatte!

~ Bluefyre, 56 Jahre alt, USA. Sott.net Forum

Die Ketose - genauer betrachtet 


Das Vorhandensein von Ketonen im Blut und im Urin - ein Zustand den man Ketose nennt - wird immer wieder als eine negative Situation dargestellt, die mit dem Verhungern in Verbindung gebracht wird. Während es wahr ist, dass Ketone während des Fastens hergestellt werden, ist es ebenfalls wahr, dass Ketone in Zeiten des Überflusses erzeugt werden. 
Aber nicht durch einen Überfluss an Kohlenhydraten, denn ein Kohlenhydratmetabolismus unterdrückt die Ketose. In der Abwesenheit von den meisten Kohlenhydraten in der Ernährung, bilden sich Ketone aus der Fettzufuhr zur Energieversorgung. 
Dies gilt selbst dann, wenn man viel Fett zu sich nimmt und genügend Eiweiß - etwas, das man schwerlich als einen Hungerzustand bezeichnen kann. 


Wie wir bereits gesehen haben, hat sich eine ketogene Ernährung in einer Reihe von Krankheiten und insbesondere bei neurologischen Krankheiten als nützlich bewährt. Streng genommen ist eine ketogene Ernährung eine fettreiche Ernährung, in der Kohlenhydrate entweder ganz oder fast vollständig beseitigt werden, so dass der Körper nur sehr geringe Quellen an Glukose zur Verfügung hat. 
Das macht Fette (Fettsäuren) zu einer verpflichtenden Energiequelle sowohl für das Gehirn als auch die Organe und das Gewebe. Wenn Ihre Kohlenhydratzufuhr hoch ist, werden Sie dank des Hormons Insulin schlussendlich das Fett und die Kohlenhydrate in Ihrem Fettgewebe speichern. 
Eine ketogene Ernährung ist nicht durch eine hohe Proteinzufuhr gekennzeichnet, welche ebenfalls Insulin stimulieren kann. Es ist im Grunde eine Ernährung, in der Sie sich vor allem von tierischen Lebensmitteln ernähren und insbesondere von deren Fett.
Vor kurzem hatte ich meine jährliche Blutuntersuchung (Cholesterin, etc.). Bei der Überprüfung sagte mein Arzt, dass alles toll aussieht! Er ermutigte mich dann, meine, wie er meinte, tolle "fettreduzierte Ernährung mit viel Obst und Gemüse" weiterhin durchzuführen! Ich lächelte nur. Beim nächsten Besuch werde ich ihm über meine wirkliche Ernährung erzählen. Lol

~ 1984, USA. Sott.net Forum.
Eines der Nebenprodukte des Fettverbrennungs-Metabolismus sind die sogenannten Ketonkörper - Acetacetat, β-Hydroxybutyrat und Aceton - die zum größten Teil von der Leber produziert werden. Wenn unser Körper überwiegend auf Fett als Basis des Kraftstoffes funktionieren, werden große Mengen von Acetyl-CoA erzeugt, welche die Kapazität des Krebs-Zyklus übersteigen, was zur der Herstellung dieser drei Ketonkörper in den Mitochondrien der Leber führt. 
Unsere Ketonkörper im Blut steigen an und unser Gehirn nutzt sie leicht und schnell für energetische Zwecke. Ketonkörper überschreiten die Blut-Gehirn-Schranke sehr schnell und leicht. Ihre Löslichkeit macht sie über das Blut auch leicht transportierbar zu den anderen Organen und Geweben. 
Wenn Ketonkörper als Energiequelle verwendet werden, geben sie Acetyl-CoA ab, was dann zum Krebs-Zyklus geht um wiederum Energie zu produzieren. 

Bei Kindern, die mit Hilfe der ketogenen Ernährung gegen ihre Epilepsie behandelt wurden, wurde festgestellt, dass sie auch lange nach der Beendigung dieser Ernährung anfallsfrei blieben. Das bedeutet, dass sich diese Ernährung nicht nur als schützend erwiesen hat, sondern dass sie auch die Aktivität der Krankheit verändert hat - etwas, das kein Medikament in der Lage ist zu vollbringen [13]. Wenn bei der Alzheimer-Krankheit Ketonkörper-Level ansteigen, verbessert sich das Gedächtnis. Die verhungernden Gehirne der Menschen bekommen endlich die dringend benötigten Fette, die sie benötigen! Tatsächlich wird jede einzelne neurologische Erkrankung durch eine ketogene Ernährung verbessert. 

Die Vorteile einer ketogenen Ernährung kann man schon nach einer Woche feststellen, und sie entfalten sich allmählich über einen Zeitraum von 3 Wochen. Es gibt einige Veränderungen in der Genexpression, die unter anderem den Stoffwechsel, das Wachstum, die Entwicklung und die Homöostase umfassen. 

Der Hippocampus ist eine Region in unserem Gehirn, die sehr anfällig für Stress ist, was zum Verlust von Gehirnzellen führt. Der Hippocampus hat mit Gedächtnis, Lernen und Emotionen zu tun. Tatsächlich fördert eine ketogene Ernährung die Kodifizierung von Genen, was dazu führt, dass Mitochondrien im Hippocampus gebildet werden, die mehr Energie zur Verfügung stellen. Mehr vorhandene Mitochondrien und mehr Energie bedeuten mehr Reserven um viel mehr Stress standhalten zu können [14]. 

In einigen Tiermodellen gibt es eine 50 %ige Erhöhung in der Gesamtanzahl der Mitochondrien im Hippocampus, was zu mehr Gehirn ATP führt [15]. Andere Tierstudien zeigen, dass die Kommunikationen zwischen den Gehirnzellen im Hippocampus, bei den Tieren die einer ketogenen Ernährung ausgesetzt sind, um 60 % länger gleichmäßiger ablaufen wenn sie einem stressigen Reiz ausgesetzt waren, im Vergleich zu ihren Kollegen, die keiner ketogenen Ernährung ausgesetzt waren [16]. Dies ist sehr wichtig, da zu viel Stress den Hippocampus und seine Fähigkeit Informationen abzurufen schädigen kann, was zu "Abwesenheit" oder "Gehirn-Zerstreutheit" führt, sowie Auswirkungen auf die Fähigkeit des präfrontalen Kortex hat zu denken und Verhalten zu kontrollieren. 

Eine ketogene Ernährung erhöht auch die Menge an dem beruhigenden Neurotransmitter - GABA, was dann zur Beruhigung der Übererregung führt, die an der Wurzel der neurodegenerativen Haupterkrankungen steht, aber auch bei Angst und andere Stimmungsproblemen. 
Eine ketogene Ernährung erhöht auch antioxidative Signalwege, die die überschüssige Produktion von freien Radikalen aus einer vergifteten Umwelt in Schach halten. Es verbessert auch anti-Entzündungs-Wege. 

Ketose reinigt unsere Zellen auch von Proteinen, die wie "Schmutz" wirken und zur Alterung beitragen, indem Sie eine ordnungsgemäßes Funktionieren der Zelle stören [17]. Ketosis tut dies im Grunde genommen durch das was als Autophagie bekannt ist: die Gesundheit von Zellen und Geweben wird bewahrt wird indem veraltete und beschädigte zelluläre Komponenten durch neue ersetzt werden. Dies verhindert degenerative Krankheiten, Alterung, Krebs und schützt Sie gegen mikrobielle Infektionen. 
Eine ketogene Ernährung verjüngt uns nicht nur, es macht eine Person auch viel weniger anfällig für Viren und bakterielle Infektionen [18]. Dies ist auf Grund der zunehmenden Zahl seltsamer viraler und bakterieller Infektionen sehr wichtig, die von unserer oberen Atmosphäre herunter zu kommen scheinen [19] (für weitere Informationen lesen Sie: Neue Aspekte zum Schwarzen Tod: Die virale und kosmische Verbindung) oder aufgrund des hohen Niveaus an atomarer Strahlung, welche mehr pathogenen Stämme produziert (Lesen Sie hierzu: Detoxify or Die: Natural Radiation Protection Therapies for Coping With the Fallout of the Fukushima Nuclear Meltdown). Sei es nun das eine oder das andere, Fakt ist: Wir sind dank dem Zustand unserer Mitochondrien anfälliger als je zuvor. Aber wir können uns auf das Schlimmste vorbereiten - mit Hilfe der Ketose. 

Die Keton-verbesserte Autophagie ist sehr wichtig, weil Autophagie Viren und Bakterien bekämpft, die in den Zellen wachsen und sehr problematisch sind [20]. 
Intrazelluläre Viren und Bakterien können zu schweren mitochondrialen Fehlfunktionen führen und die Ketose bleibt mit Abstand unsere beste Chance etwas gegen sie zu unternehmen zu können. 
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© A Paoli, A Rubini, J S Volek and K A Grimaldi. Beyond weight loss: a review of the therapeutic uses of very-low-carbohydrate (ketogenic) diets. European Journal of Clinical Nutrition (2013) 67, 789–796
Eine Übersicht, wie positiv sich die ketogene Ernährungen auf verschiedene Erkrankungen auswirkt. Aufgeteilt in a) mit stichhaltigen Belegen und b) sich abzeichnenden Belegen
Die Produktion von Ketonkörpern durch intermittierendes Fasten und einer ketogenen Ernährung ist die vielversprechendste Behandlung für mitochondriale Fehlfunktionen [21]. Die Vorteile der Langlebigkeit, die bei Forschungen zu kalorischer Restriktion beobachet wurden, liegt in der Tatsache begründet, dass unser Körper innerhalb unserer Mitochondrien zu einem Fettverbrennungs-Stoffwechsel übergehen. Mit einer ketogenen Ernährung gehen wir in einen Fettverbrennungs-Stoffwechsel über, ohne dass unsere Kalorienzufuhr einschränkt werden müsste.

Die Ketose wird mit all den Problemen fertig, die mit einer kohlenhydratreichen Ernährung einhergehen - jene Ernährung, die von der Mainstream-Wissenschaft empfohlen wird: Angstzustände, Heißhungerattacken, Reizbarkeit, Tremor und Stimmungsprobleme, um nur einige Effekte dieser Ernährung zu nennen. 
Es ist ein Verbrechen von einer fettreichen Ernährung abzuraten wenn man bedenkt, dass eine ketogene Ernährung, bei Menschen sowie bei Tieren, Tumore schrumpfen lässt und die Anpassungsfähigkeit unseres Gehirns gegen Stress und Toxizität verbessert.

Neben der Erhöhung der Produktion unseres körpereigenen natürlichen Valiums - GABA - treibt die erhöhte Produktion von Acetyl-CoA, erzeugt durch die Ketonkörper, auch den Krebs-Zyklus an,
um mitochondriale NADH (reduziertes Nicotinamid-Adenin Nukleotid) zu erhöhen, welches unser Körper in über 450 lebenswichtigen biochemischen Reaktionen verwendet - einschließlich der Zellsignalisierung und Unterstützung der laufenden DNS-Reparaturprozesse. Da der Ketonkörper Beta-Hydroxybutyrat energiereicher ist als Pyruvat, produziert er mehr ATP. Die Ketose erhöht auch die Produktion von wichtigen Antioxidantien, die sich mit den toxischen Elementen aus unserer Umgebung auseinandersetzt, einschließlich Glutathion.

Mitochondrien aus dem Hippocampus von ketogen gefütterten Tieren sind ebenfalls resistent gegen Beschädigungen der mtDNS und es ist viel unwahrscheinlicher, dass Zellselbstmord - Apoptose - zu unpassenden Zeiten entsteht.

Wie Dr. Douglas C. Wallace, Direktor des Zentrums für mitochondriale und epigenomische Medizin sagt, "die ketogene Ernährung kann auf mehreren Ebenen handeln: Sie kann exzitatorische neuronale Aktivität verringern, die Expression von bioenergetischen Genen erhöhen, Mitochondrienbiogenese und oxidative Energieerzeugung erhöhen und mitochondriale NADPH Produktion erhöhen und somit den mitochondrialen oxidativen Stress verringern" [21].

Eine Keto-Anpassung führt zu deutlichen Veränderungen darin, wie wir eine optimale Membran ("mem-brain") Zusammensetzung konstruieren und aufrechterhalten, nicht nur wegen der gesunden Fette die wir durch die Ernährung zu uns nehmen, sondern auch wegen der verringerten Produktion von freien Radikalen und Entzündungsmediatoren zusammen mit der ansteigenden Produktion von Antioxidantien. Es ist wirklich der ideale ausgeglichene Zustand.

Zudem mögen Sie vielleicht diesen Auszug aus Human Brain Evolution: The Influence of Freshwater and Marine Food Resources (Menschliche Gehirn-Evolution: Der Einfluss von Süßwasser-und Meereslebensmittel-Ressourcen) im Hinterkopf behalten, [22]:
Es gibt zwei entscheidende Vorteile dafür, Ketonkörper gegenüber Glukose als den wichtigsten alternativen Kraftstoff für das menschliche Gehirn zu nutzen. Erstens haben Menschen in der Regel erhebliche Fettdepots, also gibt es ein reichhaltiges Angebot von Fettsäuren um Ketone zu erzeugen. Zweitens, wenn Ketone als Teil des Energiebedarfes des Gehirns genutzt werden, wenn die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln intermittierend ist, dann setzt dies etwas an Glukose frei, die für andere Zwecke verwendet werden kann und reduziert im großen Ausmaß das Risiko von nachteiligem Muskelabbau während einer Glukosesynthese, sowie die kompromittierte Funktionen anderer Zellen, die abhängig von Glukose sind, das heißt der roten Blutkörperchen. Eine interessante Eigenschaft der Ketonaufnahme durch das Gehirn ist, dass es vier bis fünf Mal schneller bei Neugeborenen und Säuglingen von statten geht als bei Erwachsenen. Die effiziente Nutzung von Ketonen durch das Gehirn von Säuglingen bedeutet folglich auf eine Art, dass das Gehirn von Säuglingen wohl eine bessere Kraftstoffreserve hat als das erwachsene Gehirn. Obwohl die Rolle der Ketone als Kraftstoffreserve wichtig ist, sind sie bei Säuglingen und Kindern mehr als nur eine Brennstoffreserve für das Gehirn - sie sind auch das Haupt-Substrat für die Lipidsynthese im Gehirn.

Ich habe die Hypothese aufgestellt, dass die Evolution einer größeren Fähigkeit Ketone zu erzeugen parallel mit der menschlichen Gehirnexpansion von statten ging. Diese erhöhte Kapazität war direkt mit den sich entwickelnden Fettsäurereserven in den Körperfettdepots während der fetalen und neonatalen Entwicklung verbunden. Um sowohl die Größe des Gehirns und seine Raffinesse so bemerkenswert vergrößern zu können, wäre eine zuverlässige und reiche Energieversorgung für einen sehr langen Zeitraum von Nöten gewesen, wahrscheinlich mindestens für eine Million, wenn nicht sogar zwei Millionen Jahre. Zunächst und bis zu einem bestimmten Punkt konnte der Energiebedarf eines etwas größeren Hominin-Gehirns noch durch Glukose und kurzfristige Glukosereserven wie Glykogen und der Glukosesynthese von Aminosäuren erfüllt werden. Als die Homini begannen langsam größere Gehirne zu entwickeln, nach dem sie eine sichere und reichere Versorgung mit Lebensmitteln erreichten, hätte eine weitere Expansion davon abhängen müssen erhebliche Fettreserven zu entwickeln und einen zuverlässigen und schnellen Zugriff auf den Kraftstoff in diesen Fettreserven gewährleisten zu können. Fettreserven waren notwendig aber noch immer nicht ausreichend, ohne eine parallele Erhöhung der Kapazität für die Ketogenese.
 Diese einzigartige Kombination von einem herausragenden Brennstofflager im Körperfett, sowie eine schnelle und reichliche Verfügbarkeit von Ketonen als ein Gehirnkraftstoff, der nahtlos Glukose ersetzen konnte, war die Haupt-Kraftstoffreserve, um die Expansion des Hominin Gehirns zu gewährleisten; eine Reserve, die anderen landlebenden Säugetieren, einschließlich nicht-menschlicher Primaten, offenbar nicht zur Verfügung stand.
Es ist unbestreitbar, dass eine ketogene Ernährung schützende Wirkungen auf unser Gehirn hat. Mit all den Beweisen für ihre Wirksamkeit in mitochondrialen Fehlfunktionen, kann diese Ernährung für jeden einzelnen von uns angewendet werden, der in einer sehr stressigen und giftigen Umwelt lebt. 
Ketonkörper sind Heil-Körper, die uns dabei halfen uns zu entwickeln und heutzutage werden unsere Mitochondrien ständig auf die eine oder andere Weise beschädigt, da die Quoten in dieser giftigen Welt gegen uns stehen. Offensichtlich wird es auch Menschen mit solch einem Maß an beschädigter mtDNS oder mit Mutationen geben, mit denen sie geboren wurden, die ihre Systme nicht verändern können (d.h. Defekte des L-Carnitin-Stoffwechsels). Doch sogar in einigen dieser Fälle kann weiterer Schaden gestoppt oder verlangsamt werden. Unsere gesunden Vorfahren hatten nie mit den Niveaus von Giftigkeit zu tun, mit denen wir heutzutage leben und trotzdem aßen sie optimal. In Anbetracht unserer heutigen Zeit und Umwelt, ist das Mindeste was wir tun können, optimal für unsere Physiologie zu essen.

Der Weg zu heilenden Ketonkörpern, die sich in unserem Blutkreislauf bewegen, besteht in einer fettreichen, kohlenhydratreingeschränkten und protein-gemäßigten Ernährung. Gekoppelt mit intermittierendem Fasten, das die Produktion von Ketonkörpern erhöht, und mit Krafttraining, das Mitochondrien mit gesünderer mtDNS bildet, können wir es entgegen aller Wahscheinlichkeit schaffen.

Was heute als eine "normale Ernährung" bezeichnet wird, ist eigentlich eine Aberration, die auf der Korruption der Wissenschaft basiert und lediglich Big Agra und Big Pharma Vorteile verschafft. Wenn wir in der Zeit zurückgehen würden bis zu den Tagen, bevor die moderne Ernährung von korporativen und landwirtschaftlichen Interessen normalisiert wurde, werden wir feststellen, dass die Ketose der normale metabolische Zustand der Menschen war. Der heutige menschliche metabolische Zustand ist anormal. Es ist Zeit, das zu ändern.

Referenzen

[1] Ein Forscherteam Mitglied des Forscherteams vom sott.net Forum hat Diabetes Typ 1 und er führt die ketogene Ernährung durch. Unter normalen Umständen berichten Diabetiker (einschließlich Typ I) über erstaunliche Ergebnisse unter einer kohlenhydratarmen Ernährung. Siehe Dr. Bernstein'sDiabetes Solution by Richard K. Bernstein, MD (Little, Brown and Company: 2007).

[2] Es variiert von Person zu Person, aber der allgemeine Bereich liegt zwischen 0 und 70 Gramm Kohlenhydraten täglich, sowie einer moderate Zufuhr von Eiweiß, zwischen 0,8 und 1,5 Gramm Proteine pro kg des Idealen Körpergewichts. Schwangere und Kinder sollten ihre Proteinzufuhr nicht einschränken.

[3] Ketogenic diets in seizure control and neurologic disorders by Eric Kossoff, MD, Johns Hopkins Hospital, Baltimore, Maryland. The Art and Science of Low Carbohydrate Living by Jeff S. Volek, PhD, Rd and Stephen D. Phinney, MD, PhD. Beyond Obesity, LLC , 2011.

[4] A Paoli, A Rubini, J S Volek and K A Grimaldi. Beyond weight loss: a review of the therapeutic uses of very-low-carbohydrate (ketogenic) diets. European Journal of Clinical Nutrition. 2013;67:789-96.

[5] Rainer J Klement, Ulrike Kämmerer. Is there a role for carbohydrate restriction in the treatment and prevention of cancer? Nutr Metab(Lond). Oct 26, 2011; 8: 75.

[6] Wenn der genetische Code die Hardware für das Leben ist, dann ist der epigenetische Code die Software, die bestimmt, wie die Hardware sich verhalten muss.

[7] David N. Ruskin and Susan A. Masino, The Nervous System and Metabolic Dysregulation: Emerging Evidence Converges on Ketogenic Diet Therapy. Front Neurosci. 2012; 6: 33.

[8] Finkel T, Hwang PM. The Krebs cycle meets the cell cycle: mitochondria and the G1-S transition. Proc Natl Acad Sci U S A. 2009 Jul 21;106(29):11825-6.

[9] Matthews C.M. Nurturing your divine feminine. Proc (Bayl Univ Med Cent). 2011 July; 24(3): 248.

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