Freitag, 31. Juli 2015

Echter Alant (Inula helenium): bei Bronchialkatarrh, chronischem Husten und Asthma



Echter Alant (Inula helenium) 


Die ursprüngliche Heimat des Alants ist Zentralasien, doch schon in der Antike eroberte er Europa wegen seiner Heilkräfte. 

Der Alant wird bis 2.30 hoch und hat wunderschöne sonnengelbe gestirnte Blumen und kräftige Wurzeln. Er wächst gerne in lehmigen Gartenböden, wild ist er bei uns selten nur anzutreffen. 

Der wissenschaftliche Namen gibt einen Hinweis auf die Sage der schönen Helena. Der Sage nach entspross die Pflanze aus den Tränen der schönen Helena die sie bei ihrer Entführung vergoss, und daher wächst auf der Insel Helena in Attika der echte Alant am besten. 

Bereits im Altertum wurde der Echte Alant als Heilpflanze eingesetzt. Die im Wurzelstock der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle und das Inulin besitzen eine medizinische Wirkung. In einigen Gegenden aß man den Wurzelstock der echten Alant gezuckert. Zur Behandlung von Magenschwäche stellte man aus den gezuckerten Wurzeln alkoholhaltige Getränke her.
Dem in der Pflanze enthaltene Alantöl sagte man eine wurmtreibende und eine antiseptisch (keimtötende) Wirkung bei Blasen- und Harnwegsinfektionen nach.



(Quelle: Wikimedia)

Tee


Beim Alant nimmt man die zerkleinerte, getrocknete oder frische Wurzel als Teedroge. Er wirkt auswurffördernd bei Bronchialkatarrh, chronischem Husten und Asthma. 

Die beste Wirkung erzielt man als Mischung mit anderen Hustenkräutern zum Beispiel Thymian, dost und Lungenkraut. 

Bronchialteemischung: Vermische zu gleichen Teilen, zerkleinerte Alantwurzeln, Dost und Thymian zwei Teelöffel der Mischung mit 2 dl Wasser überbrühen und 15 Minuten ziehen lassen , süssen mit Honig und das drei Mal täglich fördert die Heilung bei akuter Bronchitis. 

Dieselbe Mischung hilft auch bei Magen-Darm Beschwerden. 


Alantwein


Der Alantwein wurde in früher vor allem von Hildegard von Bingen bei jedem Lungenleiden, Tuberkulose empfohlen. 

Heute nimmt man den Alantwein vor allem zur allgemeinen Stärkung und als Lichtbringer in der dunklen Jahreszeit ein. 

Um die gewünschte Wirkung zu erzielen wird Empfohlen, eine Kur von 8 Wochen, jeden Tag vor dem Mittagessen 2cl Alantwein einzunehmen. Herstellung Alantwein: 75 gr frische Alantwurzel in einem Liter Rotwein, 10 Tage am Licht stehend, ziehen lassen und dann die Wurzel ab sieben. Die frische Wurzel wird von Ende Oktober bis Mitte März geerntet.

Wildkräuterküche


Die Frischen Blätter des Alants kann man von April bis Juli für Blattgemüse und Gemüsesuppen verwenden. Der bittere Geschmack der Blätter, kann man durch wässern im warmen Wasser mildern.
 Die sonnengelben Blüten eignen sich hervorragend als Dekoration im Salat. Die Wurzeln von können von Ende September bis März mit anderem Wintergemüse gedämpft oder als Beilage in der Wintergemüsesuppe gekocht werden. Die Wurzel sollte nur als Zugabe und nicht als Hauptgemüse verwendet werden, da sie sehr bitter ist.


Räuchern



Das Räuchern von Kräutern, Harzen und Wurzeln ist eine alte Tradition. Es wurde geräuchert, um den Göttern oder den Ahnen zu huldigen. Es war weit verbreitet, der balsamische Rauch sei die Nahrung der Götter, heute wird in der Kirche immer noch mit Weihrauch geräuchert. 

Räuchern hatte auch den Zweck Kleider, Wohnräume zu aromatisieren und zu desinfizieren und diente nicht zuletzt der Schädlingsabwehr. Auch heute wird das Räuchern von Fisch und Fleisch zum haltbar machen noch praktiziert.

Der Alant auch Sonnenwurz genannt, bringt beim Verräuchern seine Wärme und sein Leuchten des Sommers in unser Herz. Wenn in der kalten Jahreszeit die Sonne bei uns nicht so viel scheint und das Sonnenlicht noch nicht die Wärme und die Kraft des Sommers hat, kann unsere Stimmung schon mal kippen und wir sehnen uns nach mehr Wärme, Licht und Lachen. 

Da kann das Räuchern von der Alantwurzel uns helfen die dunkle, kalte Jahreszeit besser zu erdulden. Da diese Zeit ja auch die Zeit der Grippeerkrankungen ist, hilft das Räuchern des Alants auch, da er die Luft reinigt und keimtötend wirkt.


Reinigende Räuchermischung in der Grippezeit: Salbei, Lavendel Fichtenharz und Alantwurzel zu gleichen Teilen mischen und auf die Kohle streuen.



(Quelle: Wikimedia)