Dienstag, 21. Juli 2015

Nahrung und Vitalstoffe in den Wechseljahren

Nahrung und Vitalstoffe in den Wechseljahren





Der Körper braucht in den Wechseljahren andere Nahrung

Kommt man in die Wechseljahre, ändern sich oftmals die Bedürfnisse des Organismus an die Nahrung. Eine ausgewogene Ernährung, mit viel Gemüse, Obst, Milch- und Vollkornprodukten, ist, wenn sie gut vertragen wird, eine wichtige Unterstützung für den Stoffwechsel.
In der zweiten Lebenshälfte, in der die Regenerationskräfte langsam nachlassen, ist die Qualität der Nahrung um so entscheidender.
Der Körper braucht in den Wechseljahren weniger Nahrung und hält meist hartnäckig am vorhandenen Gewicht fest. Abnehmen wird daher mit zunehmendem Alter immer schwieriger. Wer in den Wechseljahren weiter so viel isst wie bisher, wird zwangsläufig zunehmen - im Schnitt ein knappes Kilo pro Jahr.
Gleichzeitig ist der Organismus jetzt aber mehr als je zuvor auf Vitalstoffe aus der Nahrung angewiesen, da wichtige Schutzhormone wie Östrogene und Progesteron mit den Jahren weniger werden. Hier ist es sinnvoll, sich abwechslungsreich mit viel Getreide, Gemüse und Obst zu ernähren, da diese Nahrungsmittel oft effektive Phytohormone enthalten.
Ebenso wichtig in den Wechseljahren ist die Versorgung mit wertvollen essentiellen Fettsäuren, die im Körper leicht verarbeitet werden können. Denn man nimmt  heute an, dass sowohl essentielle Fettsäuren als auch E-Vitamine (beides vorhanden in guten pflanzlichen Ölen) unter anderem an der Produktion der Hormone beteiligt sind.

Empfehlenswerte Öle sind: 

  • Leinöl, 
  • Weizenkeimöl, 
  • Walnussöl, 
  • Kürbiskernöl, 
  • Olivenöl, 
  • Schwarzkümmelöl, 
  • Kokosöl.

Was kaum jemand weiß: 


Reines, naturbelassenes Kokosöl / Kokosfett ist viel besser als sein Ruf. Es hat viele sehr gesunde Eigenschaften auf den Fettstoffwechsel und den Cholesterinspiegel und ist sehr förderlich für das Herz- Kreislaufsystem. Es wirkt antiviral (gegen Viren), fördert die Magen- und Darmgesundheit, schützt auf natürliche Art vor Karies und soll sogar vor Alzheime nicht nur schützen, sondern auch Symptome bessern. Nicht zuletzt ist Kokosöl sehr hitzestabil und kann auch zum Braten und Frittieren verwendet werden.


Die Wirkungen von Schwarzkümmelöl sind bekannt bei vielen Frauenleiden, bei Hauterkrankungen, Allergien, Bronchialerkrankungen und vielem mehr.   
Schwarzkümmelöl unterstützt unter anderem die Synthese von Prostaglandinen, (hormonartige Substanzen, die die Immunabwehr unterstützen) und regt die Zellerneuerung an. Dies wirkt sich z.B. sehr positiv auf das Erscheinungsbild der Haut aus, die Haut wird prall und glatt; Reizungen und  Erneuerungsstörungen wird entgegengewirkt.

Die Stärke des Leinöl liegt darin, dass es höchste Anteile der lebenswichtigen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren enthält. 
Es liefert wesentlich mehr ungesättigte Fettsäuren (Omega-Fettsäuren) als z.B. Fisch oder Lebertran und ist damit ein 1a-Lieferant dieser essentiellen Fettsäuren. Und es weist eine wesentlich bessere Klimabilanz auf als der Fischfang, die Fischverarbeitung und der Fischtransport. Zudem sind die Meere  überfischt, die Fische  vielfach mit Schwermetallen belastet.

Mittlerweile wurde in Studien nachgewiesen, dass hochwertiges Leinöl,Leinsamen und Leinmehl den Cholesterinspiegel und den Blutdruck senken, einen positiven Einfluss auf Herz und Kreislauf haben und sogar Darm- und Brustkrebs vorbeugen (das Deutsche Krebszentrum empfiehlt Leinöl und Leinsamen zur Vorbeugung gegen Brust- und Darmkrebs).Leinöl scheint sogar einen positiven Einfluss auf den Verlauf von Arthrosen zu nehmen; die Liste der wunderbaren Wirkungen ist schier unendlich, fast monatlich werden neue Wirkungen bekannt.

Im Leinsamen sind sehr effektive Phyto-Östrogene, so genannte Lignane, enthalten.

Neueste Studien weisen darauf hin, dass Frauen, die einen hohen Anteil an Phyto-Östrogenen mit der Nahrung zu sich nehmen, weniger Wechseljahrsbeschwerden haben.


Phyto-Östrogene 

Phyto-Östrogene befinden sich in über 300 Pflanzenarten, 

wie in Leinsamen, Sojaprodukten, Alfalfa, Weizen, Granatapfel, Papaya, Hopfen (Bier), Rhabarber, Kirschen, Weißkohl, Hülsenfrüchten etc.
Deshalb sollte mit zunehmendem Alter auch überwiegend pflanzliche Nahrung (Gemüse und Obst) in den Ernährungsplan integriert werden. Früher wurden häufig Sojaprodukte als  bester Lieferant für Phyto-Östrogene (Wechseljahrsbeschwerden, Knochendichte/Osteoporose etc.) angepriesen. Heute ist dies eher umstritten (Allergien, Wirkungslosigkeit, politisch inkorrekter Anbau, klimamäßig sehr schlechte Bilanz). 
Dagegen rücken LeinsamenLeinöl und Leinmehl immer mehr in den Fokus als hervorragende „europäische Alternative”.




Vitalstoffe für die Frauengesundheit 


Zur Unterstützung der natürliche Abwehr:

Vitamine A,C,D und E,
Biotin, 
Selen,
Zink,
Coenzym Q10 sowie 
sekundäre Pflanzenstoffe,wie Beta-Carotin und Isoflavone 

Für die Energiegewinnung:

Vitamine B1,B2,B3 und B5


Zur Unterstützung der Gesundheit von Darm und weiblicher Brust:

Vitamin E und Vitamin D 


Zur Senkung von Homocystein (Risikofaktor für Arteriosklerose,Herzinfarkt, Schlaganfall, Morbus Alzheimer):
Folsäure,Vitamin B6 und B12 


Magnesium ist Bestandteil von etwa 300 Enzymen des Energieund Baustoffwechsels („Hochleistungselement“). Es dient der Nervenfunktion („Antistress-Mineralstoff“) 

Spurenelemente sind an vielen biochemischen Prozessen beteiligt, ohne die weder der Stoffwechsel noch die natürliche Abwehr funktioniert 


Für gesunde Haut und Haare:

Omega-6-Fettsäure GLA,Biotin,Pantothensäure und Zink sind wichtig für gesunde Haut,Haare und Nägel 

Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA)

senken Blutfette (Triglyceride und das „schlechte“ LDL-Cholesterin),unterstützen die Fließfähigkeit des Blutes; verbessern die Durchblutung und verringern Entzündungsreaktionen und schützen damit Gefäße,Herz und Gehirn 



Isoflavone aus Soja (Genistein,Daidzein und Glycitein) 

unterstützen die Gesundheit von Herz,Gefäßen,Darm und Brust,die Knochengesundheit,die Befindlichkeit der weiblichen Brust im Verlauf hormoneller Schwankungen und haben einen positiven Einfluss auf Begleiterscheinungen der Wechseljahre




Therapiemöglichkeiten mit natürlichen Mitteln bei klimakterischen Beschwerden


Bei Östrogenmangel


Merkmale:


Psychisch: depressiv, weinerlich, nimmt alles tragisch
Körperlich: trockene Haut, trockene Schleimhäute, Blutdruckschwankungen,
Gewichtszunahme, Schmerzen in der Achselhöhle, spürt den Eisprung, Durchschlaf-störungen, Periodenschmerzen, Wallungen, Kopfschmerzen.

Therapie mit Phytohormonen

  • Phyto-Soya 
  • Rotklee 
  • Hopfen 
  • Traubensilberkerze 

Bei Progesteronmangel


Merkmale:

Psychisch: aggressiv, gereizt "giftig", Powerfrauen
Körperlich: Gewichtszunahme vor der Menstruation, schmerzende Brüste,
Periodenschmerzen, Erschöpfungszustände, Wallungen, Kopfschmerzen.

Therapie mit Phytohormonen

  • Wild Yams 
  • Mönchspfeffer
Bei Beginn von Wechseljahrbeschwerden zuerst Progesteronproblem und später Östrogenproblem behandeln. Bei Unsicherheit, welcher Hormonmangel herrscht, eher auf psychische Beschwerden achten.

Weitere Therapiemöglichkeiten


Therapie mit Vitalstoffen 

  • Q10 und 
  • Omega-Fettsäuren
  • Vitamin- und Mineralstoffmischung 
  • Nachtkerzenöl-Kapseln 


Zusatztherapie bei trockenen Schleimhäuten


  • Phyto-Soya Vaginalgel
  • Yams Vaginal-Gel
  • Yams Creme
  • Östrogen-Creme
  • Leinöl Kapseln 


Aromatherapie


  • Massage-Einreibung, 
  • Creme-Ölbad, 
  • Aroma-Spray
mit ätherischen Ölen von 
  • Bergamotte, 
  • Geranien, 
  • Petit Grain, 
  • Muskatellersalbei 
  • und Zypresse.


Ernährung

Genügend Eiweiss und essentielle Fettsäuren. 

Die folgenden kaltgepressten Öle zu gleichen Teilen gemischt, ergeben eine ideale Kombination, die den Körper mit allen wichtigen essentiellen Fettsäuren versorgt:

je 1 Teil 
  • Leinöl, 
  • Olivenöl und 
  • Distelöl (nur kaltgepresste, biologische Öle).

Dauer der Behandlung

Bis Sie sich wohl fühlen, bei leisesten Anzeichen einer Hormonstörung Behandlung
wiederholen.