Samstag, 20. September 2014

Therapeutische Effekte von Eichenrinde

Eichenrinde



Zur Herstellung von heilenden Zubereitungen wird die getrocknete Rinde junger Zweige und Triebe der Eiche verwendet. Aus ihr können Tees zur innerlichen Anwendung sowie Tinkturen, Fertigpräparate und ein konzentrierter Sud für Bäder und Abwaschungen hergestellt werden. Das sind die wichtigsten Inhaltsstoffe der Eichenrinde:
  • Gerbstoffe (u. a. Tannine, Catechine)
  • Bitterstoff
  • Gallussäuren
  • Quercetin, Quercin

Ihre Hauptwirkungen verdankt die Eichenrinde ihren Gerbstoffen, die sie mit einer Konzentration von 12 bis zu 20 % reichlich enthält. 
Den therapeutischen Effekt dieser Inhaltsstoffe können Sie sowohl mit innerlichen als auch mit äußerlichen Anwendungen nutzen. Eichenrinde wirkt:
  • zusammenziehend (adstringierend)
  • entzündungshemmend
  • antiviral
  • austrocknend
  • juckreizlindernd
  • schweißhemmend

Die Gerbstoffe der Eichenrinde bilden mit den Eiweißen auf der Haut und den Schleimhäuten unlösliche Verbindungen. Dadurch verdichtet sich deren Oberfläche und wird stabilisiert. Auf diese Weise wird das Eindringen von Krankheitserregern erschwert. Gleichzeitig werden entzündete oder verletzte Haut- und Schleimhautbereiche wirkungsvoll geschützt so dass sie sich regenerieren können. Aufgrund des breiten Wirkungsspektrums ist die Eichenrinde therapeutisch vielseitig einsetzbar. Eichenrinde können Sie äußerlich anwenden bei:
  • nässenden Hautausschlägen
  • juckenden Ekzemen
  • entzündliche Hauterkrankungen
  • Schleimhautentzündungen im Mund und Rachen
  • Hämorrhoiden
  • Analfissuren
  • Schweißfüßen
  • übermäßigem Schwitzen

Als Tee oder Fertigpräparat innerlich angewendet hilft die Eichenrinde gegen Durchfall. Allerdings kann dieser Tee bei empfindlichen Personen und in höheren Dosen zu Magenreizungen führen. Welche Hausmittel Sie sich aus Eichenrinde selbst herstellen können, lesen Sie gleich.


Hausmittel aus Eichenrinde

Kleingeschnittene Eichenrinde zur Zubereitung eines Tees oder Suds für äußerliche Anwendungen können Sie ebenso wie Fertigpräparate mit Eichenrindenextrakten in der Apotheke kaufen.
Grundrezept für Eichenrindentee
Überbrühen Sie 1 gehäuften TL Eichenrinde mit einer Tasse kochendem Wasser, und lassen Sie den Tee 10 Minuten lang ziehen ehe Sie ihn abfiltern. Trinken Sie bei Durchfall täglich bis zu 3 Tassen davon.
Eichenrindensud für Bäder
Geben Sie 100 g Eichenrinde in einen großen Kochtopf, fügen Sie 1 l kaltes Wasser hinzu und bringen Sie den Ansatz zum Kochen. Gießen Sie den Sud nach 20 Minuten ab und lassen Sie ihn abkühlen, ehe Sie sich ein Bad oder eine Kompresse damit zubereiten. Für ein Sitz- oder Fußbad stellen Sie den Sud aus 50 g Eichenrinde und 500 ml Wasser her.
Entzündungshemmende Eichenrindentinktur
Übergießen Sie in einem Schraubdeckelglas 1 EL Eichenrinde mit 1/4 l Doppelkorn und lassen Sie den Ansatz 2 Wochen lang an einem warmen Ort ziehen. Schütteln Sie das Glas einmal täglich gut durch und filtern Sie die Tinktur in eine dunkle Flasche ab. Für Mundspülungen oder zum Gurgeln geben Sie 1 EL von der Tinktur in ein Glas lauwarmes Wasser. Diese Mischung eignet sich auch zur Herstellung einer Kompresse, die Sie auf entzündete oder juckende Hautstellen auflegen können.