Samstag, 28. November 2015

Alles kalter Kaffee? Wissenswertes zu Kaffee und Gesundheit


 Wissenswertes zu Kaffee und Gesundheit



(Quelle: Wiki)



Kaffee für Herz, Leber und Blutzuckerwerte

Koffein senkt Risiko für Vorhofflimmern




Für den Zusammenhang zwischen Kaffee-Konsum und Vorhofflimmern interessierten sich chinesische Forscher um Dr. Min Cheng von der Universität Peking. Sie werteten dazu bereits erschienene Publikationen aus. Ihre Meta-Studie erschien im Canadian Journal of Cardiology.

Sie umfasste insgesamt 228.465 Patienten. Drei der zugrundeliegenden Studien stammten aus den USA, zwei aus Schweden und eine aus Dänemark. Die Patienten waren zu Studien-Beginn 53 bis 63 Jahre alt. Im Verlauf von vier bis 25 Jahren erkrankten 4261 von ihnen an Vorhofflimmern.
Es zeigte sich, dass Koffein das Risiko für Vorhofflimmern senkte - und zwar um 11 Prozent, wenn Kaffee in niedrigen Dosen genossen wurde und um 16 Prozent, wenn Kaffee in hohen Dosen getrunken wurde. Das Risiko sank um 6 Prozent mit jeden 300 mg Koffein, die der Patient am Tag zu sich nahm.

Drei der Studien bezogen neben Kaffee auch die aufgenommene Menge an Tee, Cola, Kakao und Schokolade in die Berechnung der Koffein-Dosis mit ein.


(Quelle: Wiki)

Kaffee ist gut für die Leber



Kaffee-Konsum verringert das Risiko, an Leberkrebs zu erkranken, um 40 Prozent. Das geht aus einer neue Meta-Studie hervor, die im Fachblatt Clinical Gastroenterology and Hepatologyveröffentlicht wurde. Die Patienten tranken mehr als eine bis mehr als drei Tassen am Tag, die Vergleichsgruppe trank keinen Kaffee.

"Unsere Studie belegt einmal mehr, dass Kaffee gesundheitsfördernd wirken kann", sagt Autor Dr. Carlo La Vecchia vom Istituto di Ricerche Farmacologiche "Mario Negri" in Mailand. Der Effekt könnte auf die vorbeugende Wirkung des Kaffees gegen Diabetes zurückzuführen sein, ein Risiko-Faktor für Leber-Krebs. Inhaltsstoffe des Kaffees wirken aber auch auf die Leber-Enzyme und die Entwicklung einer Zirrhose, ebenfalls ein Risiko für Leberkrebs.
Das Untersuchungsergebnis könnte aber auch damit zusammenhängen, dass Patienten, die bereits an Erkrankungen der Leber- oder anderer Verdauungsorgane leiden, oft ihren Kaffee-Konsum einschränken, so La Vecchia. Für die Meta-Studie sichteten die Forscher Patientendaten aus Artikeln und Untersuchungen, die zwischen 1996 und September 2012 erschienen waren und die insgesamt 3.153 Leberkrebs-Fälle enthielten.

Eine neue Studie aus den USA untermauert die schützende Wirkung von Kaffee auf die Leber. Die Forscher wollten zugleich wissen, ob sie auch bei entkoffeinierten Kaffee eintrittt. Ihre Studie erschien im Fachblatt Hepatology.

Kaffee ist gut für die Leber - auch ohne Koffein



Dafür werteten sie Daten aus dem US National Health and Nutrition Examination Survey (1999-2010) aus. Die Studie umfasste 27.793 Probanden ab 20 Jahren. Sie wurden nach ihrem Kaffee-Konsum in den letzten 24 Stunden gefragt. Dann überpüften die Forscher die Werte der Leber-Enzyme ALT, AST, ALP und GGT.

Ergebnis: Der Kaffee-Konsum hatte Einfluss auf die Enzym-Werte, aber erst ab dem Genuss von drei Tassen täglich. Die Kaffeetrinker hatten ein geringeres Risiko für erhöhte Enzym-Werte. Das gleiche galt für die Probanden, die koffeinfreien Kaffee tranken. Das lässt darauf schließen, dass nicht das Koffein, sondern andere pflanzliche Inhaltsstoffe für die schützende Wirkung verantwortlich sind.

Grüner Kaffee senkt Blutzucker-Spiegel

Forscher: Eine Substanz aus grünen Kaffeebohnen kann bei Diabetes-Typ-2 helfen. Die auch in anderen Früchten und Gemüsen enthaltenen Chlorogensäuren reduzieren den Blutzuckerwert.


Eine Substanz aus grünen Kaffeebohnen kann den Blutzucker-Spiegel senken und die Gewichtsabnahme fördern. Kaffee-Konsum verringert damit das Risiko von Typ-2-Diabetes und könnte zur Behandlung dieser Zivilisationskrankheit eingesetzt werden. Zu dem Schluss kommt Dr. Joe Vinson von der University of Scranton, der seine Forschungsergebnisse auf dem Jahrestreffen der American Chemical Society in New Orleans vorstellte.

So zeigte eine Studie, dass Menschen, die sieben Tassen Kaffee pro Tag tranken, ein um 50 Prozent geringeres Risiko hatten, an Diabetes-Typ-2 zu erkranken als Menschen, die zwei Tassen pro Tag tranken.

Chlorogensäuren helfen beim Abnehmen
Extrakt aus grünen Kaffeebohnen senkt den Blutzuckerspiegel
Bei unbehandelter Diabetes-Typ-2-Diabetes ist der Wert zu hoch

Vinson führt das auf die in Kaffeebohnen enthaltene Chlorogensäuren zurück. Chlorogensäuren sind Substanzen, die natürlicherweise in Äpfeln, Kirschen, Pflaumen, getrockneten Pflaumen und anderen Früchten und Gemüsen enthalten sind. Der Gehalt an Chlorogensäuren ist bei grünen Kaffeebohnen höher als in gerösteten, denn beim Rösten werden sie durch die hohen Temperaturen teilweise zerstört. Vinson konzentrierte sich daher auf einen Extrakt aus grünen Kaffee-Bohnen.

Laut einer älteren Studie verloren übergewichtige Menschen, die diesen Extrakt zu sich nahmen, etwa 10 Prozent ihres Körpergewichts in 22 Wochen. Übergewicht ist einer der größten Risiko-Faktoren für die Entstehung von Diabetes-Typ-2.

In einer eigenen Studie untersuchte Vinson die Auswirkungen eines Grünen-Kaffee-Extrakts auf den Blutzuckerspiegel: 56 Männer und Frauen mit normalen Blutzuckerwerten nahmen 100, 200, 300 oder 400 mg des Extraktes in Kapselform mit Wasser ein. Dann machten sie einen Glukose-Toleranz-Test, bei dem Zucker aufgenommen und dann der Blutzuckerspiegel gemessen wird.

Ergebnis: Alle Dosen des Grünen-Kaffee-Extraktes senkten den Blutzuckerspiegel. Bei 400 mg war der Blutzuckerspiegel nach 30 Minuten 24 Prozent niedriger als ohne Kaffee-Extrakt, nach 120 Minuten waren es sogar 31 Prozent. Es gab keine Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich.

Bei unbehandelten Diabetes-2-Kranken ist der Blutzuckerwert zu hoch. Ursache ist eine überforderte Bauchspeicheldrüse, die es nicht mehr schafft, schnell Insulin auszuschütten, wenn nach dem Essen der Glukosespiegel im Blut steigt. Später lässt die Insulinbildung generell nach. Hinzu kommt bei vielen eine Insulin-Resistenz, die Zellen reagieren nicht mehr so gut auf das Hormon.

Ein zu hoher Blutzuckerwert kann sich gefährlich auswirken. Häufiges Wasserlassen, quälender Durst, Schwäche, Müdigkeit, Konzentrations-, Koordinations- und Sehstörungen können die Folge sein. Langfristig ruft er Gefäßschäden an Augen, Nieren und Nerven, den Herzkranzgefäßen sowie den Hirn- und Beinarterien hervor. Sehr hoher Blutzucker kann zur Bewusstlosigkeit und dem diabetischen Koma führen, das sogar tödlich sein kann.