Dienstag, 17. November 2015

Blutdruck-Senker: Die Rote Bete



Rote Bete senkt Bluthochdruck




(Quelle: Wiki)


Blutdruck-Senker: Die Rote Bete besitzt einen hohen Nitratgehalt. 



Bei Patienten mit Bluthochdruck sorgt das Trinken des besonders nitrathaltigen Gemüsesaftes für einen deutlichen Rückgang der Werte, sagt eine Studie.


Der Verzehr von Rote Bete hat eine Blutdruck senkende Wirkung. Eine experimentelle Studie zeigt beim Konsum des Gemüses einen deutlichen Rückgang der systolischen, also der hohen Blutdruckwerte. Wegen ihres hohen Nitratgehaltes eignet sich damit die Rote Bete nach Meinung der Wissenschaftler als effektives Mittel bei Bluthochdruck.

Während der Studie tranken 15 Hypertonie-Patienten, die mit systolischen Blutdruckwerten von 140 bis 159 mm Hg noch keine Medikamente einnahmen, 250 ml eines Rote-Bete-Saftes oder Wasser. Bei den Bluthochdruck-Patienten kam es danach zu einem deutlichen Abfall der systolischen Werte um rund 12 mm Hg, wobei der Rückgang drei bis sechs Stunden nach dem Trinken des Saftes am größten war und insgesamt über 24 Stunden anhielt. Nach Auskunft der Pharmakologen wurde mit dem Saft auch der diastolische (niedrige) Blutdruckwert gesenkt.


(Quelle: Wiki)


Rote Bete gegen Bluthochdruck so wirksam wie Medikamente


Zunächst hatten die Wissenschaftler die Wirkung von Nitriten auf den Blutdruck an Ratten untersucht. Nitrite werden aus Nitraten gebildet, die mit der Nahrung aufgenommen werden. Sie sind auch in Gemüsearten wie Weißkohl und Fenchel enthalten, in großer Menge aber in Rote Bete. In seiner Wirkung, so die Forscher, könne sich Rote-Bete-Saft mit Bluthochdruck-Medikamenten messen.

Allerdings sei die klinische Aussagekraft der Studie mit lediglich 15 Probanden sehr gering, schränkten die Wissenschaftler ein. Dennoch steht auch für Experten wie Prof. Andreas Michalsen, Chefarzt des Zentrums für Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin, fest: "Täglich ein Viertelliter bis ein halber Liter Rote-Bete-Saft senkt den höheren Wert des Bluthochdrucks."

Rote-Bete-Saft senkte Blutdruck-Werte


Seine Einschätzung wird durch eine weitere Studie untermauert, die in der Zeitschrift Hypertensionerschien. Darüber berichten die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung (DGK) und der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) in einer Pressemitteilung. Für die Untersuchung an der Queen Mary University in London gewann ein Forscherteam um Vikas Kapil 68 Probanden im Alter von 18 bis 85 Jahren, deren mittlere Tages-Blutdruckwerte über 130/85 mmHg lagen. 34 von ihnen nahmen Medikamente gegen Bluthochdruck ein, die anderen 34 nicht.

Die Probanden tranken vier Wochen lang täglich 250 ml nitratreichen (entsprechend einer Tagesmenge von etwa 6 mmol Nitrat) oder – als Placebo – nitratfreien Rote-Bete-Saft. Während die Blutdruckwerte in der Placebo-Gruppe unverändert blieben, zeigten sich in der Nitratgruppe deutliche Unterschiede zu den Ausgangsdrücken. In der klinischen Messung sank der Blutdruck der Probanden unter dem Einfluss von nitrathaltigem Rote-Bete-Saft im Mittel um 7,7/2,4 mmHg.
Rote-Bete-Saft verbesserte die Gefäßfunktion

Die Nitrataufnahme führte zudem zu einer verbesserten Gefäßfunktion. Die Dehnfähigkeit der Oberarmarterie unter Spitzenfluss verbesserte sich um 1 Prozent – ein Effekt, der unter Placebo nicht festzustellen war. Und die Pulswellengeschwindigkeit verlangsamte sich um 0,59 m/s.

Den genannten Effekten liegt laut Kapil und Kollegen ein Stoffwechselweg zugrunde, der von Nitrat über Nitrit zu Stickstoff-Monoxid führt. 

Hiernach gelangt ein wesentlicher Anteil des Nitrats über die Speicheldrüsen in die Mundhöhle. Dort wird es von Bakterien zu Nitrit reduziert. 

Nach dem Schlucken des Speichels gelangt das Nitrit in den Blutkreislauf, wo es in Stickstoff-Monoxid verwandelt wird. Dadurch weiten sich die Gefäße, und der Blutdruck sinkt.