Mittwoch, 11. November 2015

Was Radieschen für Ihre Gesundheit tun können

Radieschen



(Quelle; Wiki)


Radieschen (Raphanus sativus) haben mit ihrem scharfen, pfeffrigen Geschmack die Herzen der Vegetarier längst erobert. Mit jedem Bissen wird im Radieschen ein Senföl freigesetzt, das aus den Senfölglycosiden entsteht, die die Pflanze enthält und ihr den typischen Geschmack verleiht.

Diese Wurzelknolle aus der Familie der Kreuzblütengewächse gehört zu den Rettichen und es gibt sie in vielen Formen, Größen und Farben. Bei uns sehen sie außen rot bis weinrot aus und sind etwa 4 cm dick. Der ursprüngliche Rettich war schwarz. Andere Sorten kommen in pink, dunkelgrau, lila, zweifarbig grün, weiß und gelb vor.

Der Rettich ist weit gereist und in alten, historischen, chinesischen Aufzeichnungen wird er bereits 2700 v. Chr. erwähnt, wo er in Ägypten noch vor dem Bau der Pyramiden kultiviert wurde. Griechen und Römer mochten ihn so groß, wie sie wuchsen und servierten ihn mit Honig und Essig. Kolonisten brachten den Rettichsamen mit in die Neue Welt und so wurden Radieschen ab dem 15. Jahrhundert auch in Europa kultiviert, aber auch in Mexiko und Puerto Rico.

In Großbritannien fanden Radieschen als Arzneimittel, sowie auch kulinarisch Verwendung. In der Regel verabreichte man sie bei Nierensteinen, schlechter Haut und Darm-Würmern.

Radieschen werden heute bei uns gern in Gärten angebaut und können das ganze Jahr bis zum ersten leichten Frost hin geerntet werden. Sie sollten sie nicht zu groß wachsen lassen, da sie sonst schnell holzig oder hohl werden. Das muss man auch beim Kauf beachten. Frische Radieschen erkennt man daran, dass sie fest und knackig beim Hineinbeißen sind und nicht schrumpelig und schlaff. 
Wollen sie Radieschen im Kühlschrank aufbewahren, entfernen Sie das Grün und geben sie die Knollen auf ein Küchenpapier in einen geschlossenen Behälter. 
Dies optimiert die Feuchtigkeit aus dem Rest des Radieschens und hilft, sie für etwa eine Woche frisch zu halten. Das junge Grün kann man auch in der Küche verwenden. In Scheiben geschnitten, machen sich Radieschen gut zu Sandwiches und Salaten.

Wirkung von Radieschen auf die Gesundheit


Radieschen sind eine sehr gute Quelle für
Vitamin C. In 100 g Radieschen sind 25% der empfohlenen Tagesmenge enthalten. Das hilft, Gewebe und Blutgefäße wieder aufzubauen und Knochen und Zähne stark zu erhalten. Vitamin-C bekämpft Krankheiten und beschützt die Zellen vor einem Ansturm von zerstörerischen freien Radikalen. Dies bewirken Elektrolyte und die natürliche antioxidative Wirkung. Somit wird die Immunität des Körpers gesteigert, die hilft, alle Arten von Krankheiten, darunter Krebs, Herzerkrankungen und Schlaganfall zu bekämpfen. 
  • Folsäure, 
  • Ballaststoffe, 
  • Riboflavin und 
  • Kalium, sowie reichliche Mengen an 
  • Kupfer, 
  • Vitamin B6, 
  • Magnesium, 
  • Mangan, 
  • Calcium 

und andere Nährstoffe der Radieschen unterstützen Ihre Gesundheit. 


Es ist wohl keine Überraschung, dass die in Radieschen enthaltenen Ballaststoffe, als unverdauliche Kohlenhydrate bekannt sind. Das hält Ihr Verdauungssystem in Ordnung und hilft auch bei der Aufrechterhaltung eines gesunden Körpergewichts.
Radieschen sorgen auch für die Reinigung der Nieren und Harnwege und bringen Linderung bei einer Entzündung. Sie haben antibakterielle, antimykotische und entgiftende Eigenschaften und enthalten Verbindungen, die Hautausschläge beruhigen und bei Trockenheit und anderen Hauterkrankungen hilfreich sind. Radieschen können auch den Blutdruck regulieren. 
Sie verhindern Erkrankungen der Atemwege, wie Asthma oder Bronchitis und wirken entlastend. Radieschen können bei der Entfernung von Bilirubin helfen, einem Zustand, der sich durch einen Gelbstich in der Haut, in Schleimhäuten oder Augen bemerkbar macht, der oft bei Neugeborenen vorkommt. Diese Art der Gelbsucht entsteht, wenn Bilirubin sich in der Galle schneller als in der Leber aufbaut und in die Körperbahn durchbrechen kann. Desweiteren enthalten Radieschen ein Entgiftungsmittel namens Indole, sowie die Flavonoide Zeaxanthin, Lutein und Beta-Carotin.

Auch verhindern die positiven Eigenschaften in Radieschen, roten Blutkörperchen Schäden zuzufügen, indem sie frischen Sauerstoff in Ihr Blut transportieren. Eine wichtige antioxidative Substanz namens Sulforaphan hat sich im Kampf gegen Prostata-, Dickdarm-, Brust-, Eierstock- und andere Krebsarten bewährt.


Nährstofftabelle

Eine Portion (100 g) Radieschen enthält:
Kalorien16
Kohlenhydrate3 g
Eiweiß1 g
Zucker2 g
Ballaststoffe2 g





Gesundes Rezept: Radieschensalat


·         2 Tassen             Zucker-Erbsen, geputzt und halbiert
·         3 Tassen             gelbe Wachsbohnen, in Stücke geschnitten
·         3 El.                     Limettensaft
·         2 El.                     extra-natives Olivenöl
·         ½ Tasse               frischer Koriander, gehackt
·         ¼ Tl.                   Salz oder nach Geschmack/ frisch gemahlener Pfeffer
·         1 Bund               (ca. 10 Stück) Radieschen, geputzt und in dünne Scheiben geschnitten
Zubereitung:

1. Erbsen in kochendes Wasser geben, bis sie knusprig-zart sind, ca.4 bis 5 min., dann auf ein Papiertuch aufs Backblech legen.
2. Wachsbohnen ebenfalls kochen bis sie knusprig-zart sind, ca. 5 Minuten. Zu den Erbsen legen. Ca. 20 Minuten abkühlen lassen.
3. Limettensaft, Öl, Koriander, Salz und Pfeffer in eine großen Schüssel geben. Radieschen, Erbsen und Bohnen; dazu tun. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gut gekühlt servieren.

Studien über Radieschen


Eine Studie berichtet, dass im Vergleich zu anderen Kreuzblütlern, die spanischen, schwarzen Radieschen viermal mehr Glucosinolate enthalten als geglaubt und die Entgiftung verbessern können. In klinischen Tests zeigten sie eine größere Fähigkeit, Enzyme zu entgiften und Toxine im Knochenmark schneller zu reduzieren. Die Wissenschaftler folgerten, dass die Befunde die Hypothese unterstützen, dass in spanischen schwarzen Radieschen Glucosinolate enthalten sind, die eine gute Schutzmaßnahme gegen akute Toxizität sind.

Die Wissenschaftler bewerteten die chemopräventive Wirksamkeit der Rettichpflanzen (Raphanus sativus L), einschließlich der Wurzel, Stängel und Blätter. Sie untersuchten die molekularen Mechanismen, die zu Wachstum, Verhalten und induzierten Zelltod von menschlichen Krebszelllinien führen.
Die Wurzelknollen zeigten eine signifikante Hemmung des Zellwachstums und des induzierten Zelltods, der die Annahme unterstützt, dass Radieschen ein Potenzial an chemopräventiver Wirksamkeit haben und Fähigkeiten besitzen, die sich in einigen Krebszelllinien begründen.

Zusammenfassung


Radieschen sind auf der ganzen Welct ein beliebtes Gemüse. Sie enthalten große Mengen an Vitamin C und einige andere Vitamine und Mineralstoffe und ein paar nicht so bekannte sekundäre Pflanzenstoffe, wie Indole, die entgiften. Weiter findet man die starken antioxidativen Flavonoide Zeaxanthin, Lutein und Beta-Carotin. Radieschen enthalten auch eine wichtige antioxidative Substanz namens Sulforaphan, einem bewährten Mittel gegen Krebs. Sie entfernen Bilirubin von der Leber und verhindern Gelbsucht und haben andere wichtige Aufgaben, wie die Reinigung der Nieren-und Harnwege, die Regulierung des Blutdrucks und sie verhindern Erkrankungen der Atemwege wie Asthma oder Bronchitis.

Ein paar Radieschen in Scheiben geschnitten unter einen Salat gemischt – schon haben Sie wichtige Mineralien und Vitamine, die Ihrer Gesundheit nützen.