Sonntag, 20. Juli 2014

Sauberkraut - Quelle für Vitamin C und vor allem dem seltenen Vitamin B12

Sauerkraut





Sauerkraut ist eine der besten einheimische Naturarzneien. Ob gekocht, gedünstet, roh oder gebraten es versorgt uns mit vielen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. 

Sauerkraut schützt vor Vitamin C-Mangel


Die Chinesen, Phönizier, später die Griechen und Römer kannten schon Sauerkraut. Der griechische Arzt Hippokrates hat seinen Patienten Sauerkraut als Stärkungsmittel verordnet. Bei den römischen Legionären war es ein Teil der Pflichtverpflegung. Captain Cook hat auf seinen Seereisen immer 60 Fässer Sauerkraut mit an Bord gehabt. Und es gab für die Matrosen Prügelstrafe, wenn einer sein tägliches Sauerkraut nicht aß. Man hat damals die Erfahrung gemacht: Wenn Matrosen auf ihren weiten Reisen Sauerkraut aßen, dann bekamen sie kein Skorbut. Die Zähne fielen ihnen nicht aus. Heute wissen wir: Das Sauerkraut schützte vor dem Vitamin-C-Mangel. Sein größte Bedeutung aber bekam das Sauerkraut im Laufe der Zeit als Naturarznei auf dem Land. Da konsumierte man es, damit die bäuerliche Familie gesund durch den Winter kommen konnte.
In Korea ist es heute noch üblich, dass in vielen Familien in der Küche immer ein Fässchen „ Kimchi“ – so nennt man dort das Sauerkraut – bereit steht. Man holt sich ein oder zweimal am Tag eine Gabel voll heraus und kaut das milchsaure Kraut intensiv.
Das Vitamin C ist natürlich nicht das einzig Wertvolle, das uns das Sauerkraut liefert. Da kommen noch viele andere Wirkstoffe zum Tragen:

Die gesunden Wirkstoffe im Sauerkraut

  • Durch Zugabe von Milchsäurebakterien beginnt die Gärung. Durch sie entsteht Milchsäure. Sie ist für die Gesundheit des gesamten Verdauungstraktes wichtig. Sie fördert die Bildung positiver Darmbakterien – Darmflora genannt - , stärkt die Immunkraft im Darm, neutralisiert Gärstoffe. Darum hat Pfarrer Kneipp das Sauerkraut auch den „Besen des Darmes“ genannt.
  • Sauerkraut ist reich am Vitamin B 12. Dieses Vitamin ist eminent wichtig für geistige Frische, für gute Laune, Vitalität, für Stressbewältigung, für den Aufbau der roten Blutkörperchen, für den Knochenbau und den Herzmuskel. B 12 tankt man normalerweise aus Fleisch und findet es sonst nicht in sehr vielen Lebensmitteln. Zu diesen seltenen Lebensmitteln zählt das Sauerkraut. Das ist eine wichtige Erkenntnis für den Vegetarier
  • Sauerkraut versorgt uns mit Vitamin B 6 für die Eiweiß-Verarbeitung, mit B 3 für den Gehirnstoffwechsel.
  • Im Sauerkraut ist auch reichlich Folsäure enthalten.
  • Speziell diese B-Vitamine - B 6, B 12 und Folsäure - machen das Sauerkraut so wichtig gegen zu hohe Homocystein –Werte. Homocystein ist eine aggressive Aminosäure, die unsere Gefäße und das Herz bedroht, wenn man zuviel Fleisch und zu wenig Gemüse isst.
  • Da im Sauerkraut auch Zink und Magnesium zu finden sind, ist es ein herrlicher Ausgleich für alle, die sich sonst nicht sehr vollwertig ernähren.
  • Das Acetyl-Cholin im Sauerkraut wirkt beruhigend auf das vegetative Nervensystem. Mit einer 3-Monate-Kur haben Nervenärzte in Deutschland bereits Menschen mit starker Nervosität und depressiven Verstimmungen helfen können.

Und das kann man gezielt mit Sauerkraut für die Gesundheit tun:


  • Wer regelmäßig Sauerkraut ißt, wirkt vitaler, frischer, hat bessere Laune.
  • Man wird widerstandsfähiger gegenüber Streß-Situationen.
  • Die Qualität des Blutes wird besser. Der Eisenhaushalt wird verbessert.
  • Auch die Cholesterinwerte können verbessert werden.
  • Das Immunsystem gegen Erkältungen wird maßgeblich gestärkt.
  • Die Spurenelemente Zink und Molybdän stärken die Liebeskraft .
  • Rheuma-Beschwerden können gelindert werden, weil das Sauerkraut hilft, Ablagerungen von Säurekristallen in den Gelenken zu verhindern.
  • Vor ein paar Jahren hat eine Studie von finnischen Forschern etwas absolut Neues entdeckt: Sauerkraut schützt uns in gewißer Weise vor Krebs. Man hat im Sauerkraut neue Substanzen gefunden: die sogenannten Isothiocyanate. Sie entstehen beim Vergären des Krautes. Sie senken das Krebsrisiko. Und zwar haben sie eine hemmende Wirkung auf das Wachstum von Tumoren in der Brust, in Darm, in Lunge und Leber.

Der Wirkmechanismus dieser Substanzen ist so faszinierend, dass amerikanische Forscher bereits daran arbeiten, den Gärungsprozess beim Sauerkraut so zu beeinflussen und zu verbessern , damit dabei noch mehr Isothiocyanate produziert werden.
100 bis 150 g am Tag genügen
Die Frage ist nun: Wie viel Sauerkraut muss ich denn so essen, damit ich eine medizinische Wirkung erreiche? Die Ernährungswissenschaft gibt vor: 100 bis 150 Gramm pro Tag. Das sind etwa 2 bis 3 gehäufte Gabeln voll. 

Wichtig ist auch, dass man das Sauerkraut sehr gut und intensiv kaut. Auch Diabetiker dürfen Sauerkraut essen. Es handelt sich um eine sogenannte „freie“ Gemüsesorte, die den Diabetiker überhaupt nicht belastet. Wenn man Sauerkraut für die Gesundheitkonsumiert, dann sollte es in rohem Zustand sein. Und man sollte darauf achten, dass keine chemischen Zusätze zur Herstellung verwendet wurden.