Sonntag, 23. August 2015

Brennessel: Entgiftet und kann bei Rheuma, Arthritis und Gelenkenzündungen helfen

Brennnessel

Urtica dioica L., Urticaceae (Urticae folium)



(Quelle: Wiki)


Inhaltsstoffe

Gesunde Inhaltsstoffe sind die hohen Gehalte an 

  • Chlorophyll
  • Carotinoiden und 
  • Lutein, die 
  • hochwertigen Proteine und die 
  • Mineralstoffe, allen voran 
    • die Kieselsäure (Silicium) und 
    • Kalium sowie 
    • Kalzium und 
    • Eisen. 
Medizinisch wirksame Bestandteile des Brennnesselkrautes sind 

  • Flavonoide (Rutin, Quercetin), 
  • Phytosterole, 
  • Phenolcarbonsäuren und 
  • Scopoletin. 
In den Brennhaaren biogene Amine wie Acetylcholin, Histamin und Serotonin. 

In der Wurzel Steroide wie das ß-Sitosterin, Lectine darunter Urtica-dioica-Agglutinine, Lignane, Polysaccharide.


Die Brennnessel zur Entschlackung



Junge Brennnesseln stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe und haben einen höheren Proteingehalt als die meisten anderen Grünpflanzen. Daneben sind sie sehr reich an Silicium in Form von freier Kieselsäure. Silizium ist für den Aufbau von Bindegewebe und Knochen aber auch Haut, Nägeln und Haaren sehr wichtig. 

Der Körper kann die in Brennnesseln vorkommende Kieselsäure wesentlich besser aufnehmen und verwerten als den gebundenen Mineralstoff Silizium. 

Daneben regt Brennnessel den Stoffwechsel an. 

Brennnesseln und ihre Zubereitungen wie Tee und Frischpflanzenpresssaft sind seit Jahrhunderten erprobte und bewährte Heilmittel für Frühjahrskuren und Durchspülungstherapien, zur Ausschwemmung, Entgiftung und Entschlackung des Körpers sowie zur Unterstützung von Schlankheitskuren.


Brennnessel gegen Blasenentzündung und Nierengrieß


Brennnesselsaft hat harntreibende Wirkung. Die Diurese beruht auf dem Kaliumgehalt im Zusammenspiel mit anderen Wirkstoffen. 

Zu den diuretisch wirksamen Bestandteilen zählen Kaffeoyläpfelsäure und Chlorogensäure, die außerdem entzündungshemmend sind. 

So wird Brennnessel-Presssaft oder -Tee bei bakteriell bedingten Erkrankungen und Entzündungen von Niere und Blase zum Durchspülen der Harnwege eingesetzt. Auch zur Vorbeugung und Behandlung gegen Nierengrieß sind Zubereitungen aus Brennnesselkraut geeignet.


Brennnesselkraut gegen Gicht, Rheuma und Arthritis


Die diuretische Wirkung des Brennnesselkrautes führt auch zu einer vermehrten Ausscheidung von Harnsäure. Harnsäure entsteht beim Eiweißabbau im Körper. Erhöhte Werte von Harnsäure im Blut können zur Bildung von Harnsteinen und zur Ablagerung in den Gelenken und damit zu Gicht führen. 

Diesem Prozess kann mit Brennnessel-Presssaft vorgebeugt werden. Auch rheumatische Erkrankungen können mit Harnwegsinfektionen oder einem hohen Eiweißgehalt in der Ernährung zusammenhängen. 

So unterstützt Brennnessel die Behandlung rheumatischer Beschwerden dank ihrer nachgewiesenen Eigenschaften die Durchspülung und Entschlackung zu fördern. 

In Patientenstudien konnte auch die Wirksamkeit gegen Arthritis bestätigt werden. 

Brennnessel hemmt dabei die körpereigene Produktion der für Rheuma, Arthritis und 
Gelenkentzündungen verantwortlichen Zytokine.

Brennnesselwurzel für Harnblase und Prostata


Extrakte aus der Brennnesselwurzel sind Mittel der Wahl bei einer beginnenden gutartigen Vergrößerung der Prostata und den damit verbundenen Beschwerden beim Wasserlassen. 

Die Indikation der Kommission E für Brennnesselwurzelstock heißt: "Miktionsbeschwerden bei Prostatadenom Stadium I und II". 

Diese Anwendung für Brennnesselwurzel beruht auf ihrem komplexen Wirkstoffgemisch. Brennesselwurzel wirkt krampflösend, entzündungshemmend und immunstimulierend. Es gibt auch erste Hinweise auf eine krebshemmende Wirkung beim Prostatakarzinom.



(Quelle: Wiki)