Sonntag, 15. März 2015

Natürliche Antibiotika: Die geheime Waffe aus der Pflanzenwelt

Natürliche Antibiotika - 

Die geheime Waffe aus der Pflanzenwelt

Es gibt eine Vielzahl von Pflanzen, die ganz sanft ihre antibiotische Wirkung entfalten und bei denen eine Resistenzbildung völlig unbekannt ist. Mehr noch, die pflanzlichen Antibiotika wirken oftmals nicht nur gegen Bakterien, sondern auch gegen Viren und Pilze, jedoch ohne die für uns nützlichen Bakterien zu zerstören (lt. Prof. Uwe Frank, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg). Außerdem setzt man sich bei natürlichen Antibiotika nicht den hohen Nebenwirkungen der künstlichen Pharmaprodukte aus, wie Depressionen, Magen- und Darmbeschwerden Pilzerkrankungen etc.


Warum gibt es Antibiotika? 


Etwa seit 3,5 Milliarden Jahre tobt auf unserer Erde ein unerbittlicher Kampf. Und zwar zwischen Bakterien und Pilzen. Da weder die einen noch die anderen über Klauen, Zähne oder Füße haben, wird der Dauerstreit mit chemischen Kampfstoffen ausgetragen. Diese sollen davor schützen, vom jeweils anderen angegriffen und verspeist zu werden („Fressfeinde“). 

Zu diesen Wirkstoffen gehören auch die vor Bakterien schützenden Antibiotika der Schimmelpilze (z. B. das bekannte Penicillin) – Antibiotika sind also absolut keine Errungenschaft der modernen Medizin. 

Da Bakterien aber nicht nur Pilze befallen, sondern auch andere Pflanzen, haben auch diese im Laufe der Evolution eine Vielzahl von schützenden Wirkstoffen entwickelt – eben die pflanzlichen Antibiotika.






Die bekanntesten natürlichen Antibiotika:

Aloe Vera – Vitamin B 12

Aloe Vera beinhaltet an die 160 Inhaltsstoffe, die zusammen ein sehr wirksames Heilmittel bilden. Neben 13 verschiedenen Vitaminen gibt es ebenso viele Mineralstoffe, weiterhin Enzyme, Aminosäuren und essentielle Fettsäuren. Die Pflanze hemmt Viren, Bakterien und Pilze, aktiviert die Abwehrkräfte, hat blutreinigende Eigenschaften, regeneriert Gewebe und ist ein wirksames Schmerzmittel. Außerdem ist Aloe Vera wegen ihrer feuchtigkeitsspendenden Substanzen hervorragend zur Hautpflege geeignet. Diese dringen 3 mal schneller ein als Wasser und erreichen somit auch die tieferliegenden Schichten. Das führt zur Hautstraffung, Spannkraft und ein frisches Aussehen. Zusätzlich wirkt der Saft auch gegen Hautunreinheiten. Die Frischpflanze wird auch als “Arzt im Topf”bezeichnet, da man bei akuten Fällen ein Stück vom Blatt abschneiden kann, was bei Wundheilung, Haut- und Nagelpilzen etc. hilft. 


Thymian
Thymian ist eine der Wunderpflanzen dieses Plantens. Es wirkt antibakteriell, antiviral, krampf- und schleimlösend und hilft bei Bronchitis, Keuchhusten und Entzündungen im Mundbereich. Darüberhinaus kann es gut bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Blähungen eingesetzt werden. Thymian gibt es als Bio-Kräutertopf im Einzel- oder Versandhandel. Mitunter ist es auch in der freien Natur zu finden und kann ganz einfach gesammelt werden. 

Knoblauch und Zwiebeln wirken keimhemmend; zudem senken sie den Cholesterinspiegel, helfen bei Bluthochdruck, beugen Arterienverkalkung und Thrombose vor und regen den Magen-/Darmtrakt an

Salbei (am besten frisch aus dem Kräutertopf) 

Salbei wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und hilft vor allem bei Husten, Mund-, Rachen- und Mandelentzündung


Kapuzinerkresse, Meerrettich

Kapuzinerkresse und Meerrettich wirkt gegen Bakterien (gegen einige multiresistente), Viren und Pilze und hilft gut bei Bronchitis, Nebenhöhlenentzündung, Grippe- und Harnwegsinfekte. Siehe auch im Abschnitt weiter unten zum Thema Senföle.

Kamille
Der Klassiker, wirkt antibakteriell, krampflösend, entzündungshemmend und fördert die Wundheilung.

Kokosöl 
Kokosöl ist u.a. auch als Zahnpflege ideal. Nur Kokosöl verwenden, das nicht erhitzt wurde.
Jegliche Art von Rohkost enthält Enzyme und Enzyme verhindern Karies. Daher ist Rohkost so wichtig (Ausnahme in Bezug auf Kariesvorbeugung sind überzüchtete Pflanzen vor allem stark zuckerhaltige Früchte, die im Laufe der Jahre immer süßer gezüchtet wurden oder Hybridfrüchte).

Honig: 

Bei einer jüngst veröffentlichten Studie bestätigten Forscher der Salve ReginaUniversity in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island, dass unbehandelter Honig zu den besten natürlichen Antibiotika zählt. Erstautorin Dr. Susan M. Meschwitz präsentierte die Ergebnisse beim 247. Jahrestreffen der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft. »Honig ist insofern etwas Besonderes, als er Infektionen auf mehreren Ebenen gleichzeitig bekämpfen kann, sodass Bakterien nicht so leicht eine Resistenz entwickeln«, betonte sie. Honig verwendet eine Kombination mehrerer Waffen, unter anderem Polyphenole, Sauerstoffperoxid und einen osmotischen Effekt. Honig ist gewissermaßen ein beidhändiger Kämpfer, der Bakterien auf mehreren Wegen ausschaltet.




Kolloidales Silber 

Silber wurde schon vor 1200 Jahren von den Ägyptern, Römern, Griechen und von Seeleuten verwendet, später auch von den Pionieren, die unser Land besiedelten. Sie nutzten es gegen verschiedene Krankheiten und zur Konservierung ihrer Nahrungsmittel und Flüssigkeiten. 
Bis zur Entdeckung der Antibiotika 1938 war kolloidales Silber für Ärzte das wichtigste Mittel, mit dem sie Bakterien auf natürlichere Weise bekämpften als mit den Antibiotika, die heute verschrieben werden. Antibiotika können Nieren und Leber schädigen. Kolloidales Silber fördert die Heilung.
Wichtig ist die richtige Anwendung von kolloidalem Silber. Es sollte nur über eine begrenzte Zeitperiode eingenommen werden.

Pascalite 

Es handelt sich um eine Bentonit-Heilerde, die nur in den Bergen des US-Bundesstaats Wyoming vorkommt. Bei örtlicher Anwendung kann sie innerhalb von Stunden oder Tagen Infektionen aus Wunden ziehen und damit zur völligen Heilung beitragen. Soweit bekannt, wurde Pascalite in den frühen 1930er Jahren erstmals angewendet, als ein Pelzjäger namens Emile Pascal seine Fallen unweit eines kalten, klaren Bergsees aufstellte, wo er viele Tierspuren entdeckt hatte.

Als er die Heilerde auf seine rissigen Hände auftrug, stellte er nach einer Weile fest, dass sie offenbar geholfen hatte. Also experimentierte er weiter und fand verschiedene örtliche Anwendungsmöglichkeiten, darunter gegen Verbrennungen, kleinere Wunden und Infektionen.

Kurkuma 

Diese Heilpflanze wird in der ayurvedischen und chinesischen Heilkunst seit Jahrtausenden gegen eine Vielzahl von Infektionen eingesetzt. Die antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften sind bekanntermaßen hoch wirksam bei der Behandlung bakterieller Infektionen. Bei MRSA [Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus] kann sie auch örtlich auf zusätzliche Hautläsionen aufgetragen werden.

Oreganoöl 

Am besten bekannt ist dieses ätherische Öl für seine antibakterielle Wirkung, aber auch als Mittel gegen Staphylokokken-Infektionen wie MRSA. Es wirkt antioxidativ, antiseptisch, antiviral, antimykotisch, entzündungshemmend, schmerzstillend und zudem gegen Parasiten. 2001 berichtete die ZeitschriftScience Daily über eine Studie der Georgetown University, die ergab, dass die keimtötende Wirkung von Oreganoöl fast so stark war wie die der meisten Antibiotika.

Teebaumöl 

Ebenfalls ein ätherisches Öl, das sich als wirksam zur Bekämpfung von antibiotikaresistentem MRSA auf der Haut erwiesen hat. Wichtiger Hinweis: Therapeutisch wirksames Teebaumöl muss in diesem Fall unverdünnt angewendet werden.

Olivenblattextrakt 

Er wird seit Jahrhunderten zur Bekämpfung bakterieller Infektionen eingesetzt und wird heute in einigen Krankenhäusern in Europa gegen MRSA-Infektionen verwendet. Er unterstützt das Immunsystem und bekämpft gleichzeitig antibiotikaresistente Infektionen.

Knoblauch 

Das schmackhafte Gewürz wird schon jahrtausendelang überall auf der Welt für medizinische Zwecke verwendet – im 18. Jahrhundert sogar, um die Pest fernzuhalten. Knoblauch besitzt antibiotische, antivirale und antimykotische Eigenschaften.

Echinacea 

Ebenfalls seit Jahrhunderten im Einsatz als Mittel gegen Alterung und gegen eine Vielzahl von Infektionen. Traditionell nahm man es zur Behandlung offener Wunden, gegen Blutvergiftung, Diphtherie und andere bakterielle Erkrankungen. Heute wird es vor allem gegen Erkältung und Grippe eingenommen.


Gelbwurzel

In Amerika gehört sie zu den beliebtesten Heilpflanzen; in jüngster Zeit ist sie vor allem als pflanzliches Antibiotikum und immunstärkendes Mittel bekannt geworden. Wie die Website Herbwisdom.com berichtet, nahmen Indianer in Amerika Gelbwurzel als Medizin gegen Entzündungen der Atemwege, des Verdauungstrakts und der Harnwege, die durch Allergien oder Infektionen hervorgerufen wurden.

Kapuzinerkresse und Meerrettich in Kombination
So wirken sie: Antibakteriell – sogar gegen einige multiresistente Keime wie den Schweinegrippeerreger H1 N1 – , hemmt das Wachstum von Viren und Pilzen
Dagegen kommen sie zum Einsatz: Atemwegsinfektionen wie Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung, grippale Infekte, Harnwegsinfekte. Die heilende Kombination kann sogar prophylaktisch gegen Infekte eingesetzt werden.

Kamille

So wirkt sie: Antibakteriell, krampflösend, entzündungshemmend, wundheilungsfördernd.

Dagegen kommt sie zum Einsatz: Rein äußerlich bei Hautentzündungen, bei Entzündungen der oberen Atemwege als Inhalation



Propolis

So wirkt es: Bakterien- und Virenabtötend, immunstimulierend, entzündungshemmend und wundverschließend
Dagegen kommt es zum Einsatz: Erkrankungen im Mund- und Rachenbereich, Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis, Schnitt- und Schürfwunden sowie Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen wie Nebenhöhlenentzündungen, Harnwegsinfekten, grippale Infekte.


Salbei

So wirkt er: Antibakteriell, entzündungshemmend, adstringierend, schweißhemmend
Dagegen kommt er zum Einsatz: Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Mandelentzündung, Husten, strakes Schwitzen sowie in den Wechseljahren


Basilikum (Ocimum basilicum


Das ätherische Basilikumöl ist nicht nur zum Würzen da. Zweimal täglich in verdünnter Form (einige Tropfen zum Beispiel mit 50ml Jojoba-Öl oder Wasser vermischt) auf aknekranke Haut aufgetragen, verringert es besser als eine Standardbehandlung (Wirkstoff Benzoylperoxid) die Anzahl und Größe der entzündeten, geröteten, geschwollenen Hautgebiete im Gesicht.


Johanniskraut (Hypericum perforatum

Das aus Johanniskraut hergestellte Rot-Öl ist seit Jahrhunderten als hautheilend bekannt. Einer der Gründe: Antibakterielle und antientzündliche Eigenschaften des pflanzlichen Depressionskillers.


Vogelknöterich (Polygonum aviculare


Eine Gurgellösung aus dieser Pflanze hat stark antibakterielle Wirkungen bei direktem Kontakt mit Erregern in der Mundhöhle. Und verringert bei chronischer bakterieller Zahnfleischentzündung schon nach wenigen Wochen die Entzündung und hierdurch bedingte Symptome wie Schmerzen oder Mundgeruch.


Teebaumöl (Melaleuca alternifolia)


Eine dreimonatige Anwendung als wässriges Gel verringert genauso effektiv Akne-Hautentzündungen wie Standardbehandlung (Wirkstoff Benzoylperoxid). Allerdings mit einem Vorteil (wie bei vielen pflanzlichen Mitteln): Nebenwirkungen sind viel seltener. Andere Wirkstoffe im Teebaumöl killen nicht nur Bakterien, sondern auch Pilze und andere Erreger, am effektivsten auf der Haut. Beeindruckend: Teebaumöl kann sogar gefährliche Erreger vernichten, bei denen normale Antibiotika nicht mehr wirken, z. B. die sog. MRSA (methicillin-resistenteStaphylococcus aureus).


Graubehaarte Zistrose (Cistus incanus ssp. Pandalis) 


Ein spezieller Extrakt aus der Mittelmeer-Heilpflanze (Cystus052 – als Sud, Lutschtabletten, Gurgellösung oder Tee) umkapselt krankmachende Mikroben wie Bakterien und Viren. So sind sie weniger ansteckend und werden von der körpereigenen Abwehr leichter beseitigt.


Schwarzer Tee (Thea sinensis


Wässrige Schwarztee-Extrakte als Lotion über 7-10 Tage angewandt – bei akuter eitriger Hautentzündung durch Bakterien wie Staphylokokken oder Streptokokken („Impetigo contagiosa“) –, helfen genauso gut wie antibiotische Hautcremes oder Antibiotika-Tabletten. Und: Die antibakteriellen Eigenschaften des schwarzen Tees beugen – neben regelmäßigem Zähneputzen – auch Karies vor.


Umckaloabo (Pelargonium sidoides


Ob die nachgewiesene bakterienhemmende Wirkung der südafrikanischen Pflanze tatsächlich Ursache der gut belegten Heilungserfolge zum Beispiel bei bakterieller Mandel-Entzündung oder Bronchitis ist, muss noch nachgewiesen werden. Die Pflanzenextrakte verbessern nämlich auch die Virenabwehr und lösen zähen Schleim.



Kakaoschalen (Theobroma cacao



Kakaoschalen enthalten nicht nur Koffein, sondern auch antibakterielle Wirkstoffe. Gurgeln mit einer wässrigen Lösung vor und nach dem Essen sowie vor dem Schlafengehen verhindert nicht nur, dass sich das Bakterium Streptococcus mutans auf den Zähnen festhalten kann, sondern verringert auch zunehmend bakterielle Zahnplaque (die eine Voraussetzung für Zahnfäule/Karies sind).

Pfefferminze 


Bei Mundschleimhautentzündung und krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Auch für die Behandlung von Akne.

Sommerlinde 

Anwendung bei Erkältungskrankheiten.



Schwarzer Holunder 



Anwendung bei Erkältungskrankheiten. Der Tee aus getrockneten Holunderblüten wirkt schweisstreibend.




Amerikanische Preiselbeere



Die Inhaltstoffe der amerikanischen Preiselbeere Cranberry verhindern das Anheften von Bakterien an die Schleimhäute der Harnwege. Anwendungsgebiete: Harnwegsinfekte, Blasenentzündung



Melisse


Melisse hat nachweislich entzündungshemmende Effekte und hilft gegen Herpesviren. Pfefferminze wirkt antibakteriell und entkrampfend vor allem bei Magen-Darm-Infekten. Odermenning, Holunderbeere und Eichenrinde enthalten viele Gerbstoffe, die das Wachstum von Bakterien hemmen und bei Hauterkrankungen oder Durchfall helfen.

Senföle


Senföle (Glucosinolate) sind charakteristische Inhaltsstoffe von Pflanzen aus der Familie der Kreuzblüten- und Kapuzinerkressengewächse. Sie kommen z.B. vor in verschiedenen Kohlarten, Brokkoli, Rettich, Senf, Raps und Kresse. Werden die Zellen dieser Pflanzen verletzt, setzt das pflanzeneigene Enzym Myrosinase Senföle frei, die der Pflanze einen Schutz vor Fraßschäden und mikrobiellem Befall bieten. Die Senföle haben eine wachstumshemmende Wirkung auf verschiedene Bakterien, Viren und Pilze. Für die Abbauprodukten der Glucosinolate wurden auch krebshemmende Eigenschaften nachgewiesen.










Quellen: