Samstag, 24. Mai 2014

Traubensilberkerze und Blutwurzel - bringen den Hormonhaushalt in Balance

Traubensilberkerze 

und kanadische Blutwurzel 

regulieren den Hormonhaushalt



Traubensilberkerze


Die Traubensilberkerze gehört zu den Hahnenfussgewächsen und gedeiht in den schattigen Wäldern des östlichen Nordamerikas von Süd-Ontario (Kanada) bis Georgia (USA). Aus dem unterirdischen Wurzelstock (Rhizom) gedeihen jedes Jahr bis zu 2 m hohe, schlanke Blütensprosse mit etwa l cm grossen, weissen, in mehrästigen Trauben angeordneten Blüten (daher der Name Traubensilber-kerze).

Für die heilende Wirkung wird der Wurzelstock (Rhizom) der Pflanze verwendet. Aufgrund seines widerlichen Duftes soll er Wanzen vertreiben können, worauf auch der lateinische Namen Cimicifuga racemosa hinweist (Cimex = Wanze, fuga = Flucht; racemosa bedeutet traubenartig und bezieht sich auf die traubenartig angeordneten Blüten).

Welche Inhaltsstoffe für die Wirkung verantwortlich sind, weiss man noch nicht genau. Es wurden mehrere Triterpenglykoside (z.B. Cimicifugosid, Acetein und 27-Desoxyactein) sowie Spuren von Isoflavonoiden und Salicylsäure gefunden. Zusätzlich konnten Bitterstoffe, Gerbstoffe und Sterole (pflanzliche Hormonverbindungen) nachgewiesen werden. Alkoholische Auszüge aus dem Wurzelstock haben östrogene Eigenschaften.

Man geht davon aus, dass sie den Hormonspiegel in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) senken und so die Progesteronbildung in den Eierstöcken vermindern.

Dadurch stellt sich wieder ein Gleichgewicht mit den Östrogenen ein, deren Produktion in den Eierstöcken während der Wechseljahre ja stark reduziert wird.

Da die Wirkung von Traubensilberkerzenzubereitungen erst nach etwa 3 bis 4 Wochen eintritt, empfiehlt es sich, Präparate über längere Zeit (mindestens 4 bis 5 Monate) einzunehmen. Von der homöopathischen Urtinktur werden 3-mal täglich 20 bis 30 Tropfen vor dem Essen in einem halben Glas Wasser eingenommen. Bei den Tabletten variiert die Dosierung je nach Konzentration des vom Hersteller verwendeten Extraktes.







Kanadische Blutwurzel



Ebenfalls aus den schattigen Wäldern Nordamerikas und Kanadas stammt die kanadische Blutwurzel (lateinisch Sanguinaria canadensis}. Es handelt sich dabei um ein bis 15 cm hohes Pflänzchen mit handförmigen Blättern und einzelstehenden Blüten mit 8 bis 12 weissen Blütenblättern. Es gehört zur Pflanzenfamilie der Mohngewächse (Papave-raceae) und hat einen roten, latexartigen Milchsaft (daher der Name). Dieser wurde von den Indianern traditionellerweise zum Färben verwendet.

Die grösste Wirkstoffkonzentration findet man im Wurzelstock. Es handelt sich dabei vor allem um Alkaloide vom Isochinolin-typ (Sanguinarin). Daneben wurden auch Phytosterole und Tri-terpene nachgewiesen. Sie wirken krampflösend und blutungsregulierend. Die kanadische Blutwurzel ist mit Vorsicht anzuwenden, da leicht Überdosierungen auftreten können. Es empfiehlt sich deshalb, die Pflanze nur in Form von standardisierten Zubereitungen in Form von Tropfenmischungen usw. zu gebrauchen oder als homöopathisches Mittel einzunehmen.








Wilde Yamswurzel



Der Hauptwirkstoff der Yamswurzel ist das Diosgenin. Dieses Steroidsaponin kommt in den Wurzeln des wilden Yams aus Nordamerika in einer Konzentration von etwa 1% vor. Es bildete 1936 die Grundlage zur Herstellung der ersten Antibabypille, indem daraus durch eine chemische Modifikation Progesteron, eines der wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone, hergestellt werden konnte. 

Die Yamswurzel ist bei den Indianern Nordamerikas ein traditionelles Mittel gegen Menstruationsbeschwerden, Wehenschmerzen und Eierstockkomplikationen und wirkt vor allem krampflösend. 
Während der Wechseljahre ist der Saft der Yamswurzel - lokal angewendet als Gel oder als Creme - ein ausgezeichnetes Mittel, um die Vaginalschleimhäute feucht und elastisch zu halten. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, empfiehlt es sich, das Gel oder die Creme möglichst regelmässig abends beim Zubettgehen zu applizieren. I
m Brustbereich aufgetragen werden unangenehme Spannungen und Schmerzen der Brüste gelindert. Der wilde Yams (lateinisch Dioscorea villosa) ist in Nordamerika die einzige natürlich vorkommende Spezies. 
Daneben gibt es vor allem in den tropischen und subtropischen Zonen Asiens und Ozeaniens etwa 600 weitere Yamsarten. Einige kommen aber auch in Afrika und Mittelamerika vor. Bekannt aus der chinesischen Medizin sind vor allem Dioscorea batata und Dioscorea opposita, die als Tonikum bei allgemeiner Schwäche eingesetzt werden. 
In Afrika und auf den Südseeinseln bilden die Knollen des Yamses ein wichtiges Grundnahrungsmittel und werden wie bei uns die Kartoffeln im täglichen Speiseplan als Kohlehydratspender verwendet. 
Alle Yamsarten bilden bis zu 6 m hohe Schlingpflanzen mit herzförmigen Blättern und Trauben kleiner, grünlicher Blüten. Sie werden in eine eigene Pflanzenfamilie der Yamswurzgewächse eingeteilt.





Salbei


Ein alt bewährtes Mittel gegen übermässiges Schwitzen bildet die Anwendung von Salbei in Form von Tee oder der Tinktur. Zur Teezubereitung werden etwa 1,5 g getrocknete Blätter mit kochendem Wasser übergossen, etwa 10 Minuten ziehen gelassen und dann abgesiebt. Bei Verwendung gegen Schweissbildung sollte man den Tee nicht warm trinken, sondern vorher abkühlen lassen. Von der Tinktur werden bis zu 3-mal täglich 20 Tropfen in einem halben Glas Wasser 15 Minuten vor dem Essen eingenommen; wer hauptsächlich unter Nachtschweiss leidet, kann auch unmittelbar vor dem Zubettgehen 30 bis 40 Tropfen als Einzeldosis zu sich nehmen.

Achtung: Die Salbei enthält in ihrem ätherischen Öl bis zu 60% Thujon. Dieses kann bei regelmässiger Anwendung in höheren Dosen die Hirnfunktion beeinflussen und zu Schwindel, Krämpfen bis hin zur Verblödung führen (gleich wie beim Wermut/Absinth). Die oben aufgeführten Dosierungen sollten deshalb nicht überschritten werden.





Sägepalme

Viele Frauen klagen als Folge der Wechseljahre über plötzliches, unerwünschtes Wasserlassen bei körperlicher Belastung und häufige Blasenreizungen mit Dranginkontinenz. Dieses Phänomen entsteht durch eine Schwächung der Blasen-muskularur, bedingt durch die nachlassende Hormonbildung. 
Aufgrund der hohen Konzentration an pflanzlichen Hormonverbidungen (Sitosterole) sowie sauren Polysacchariden, die in den Früchten enthalten sind, eignen sich Zubereitungen aus der Sägepalme nicht nur zur Behandlung von Prostataproblemen, sondern zeigen auch eine sehr gute Wirkung bei Blasenmuskelschwäche. Wichtig ist, dass die Tropfen oder Tabletten kurmässig über mehrere Monate eingenommen werden, da damit nicht das Symptom behandelt werden soll, sondern die Ursache. Die Verwendung von Sägepalmenfrüchten als Tee ist nicht empfehlenswert, da die für die Wirkung wichtigen Inhaltsstoffe kaum wasserlöslich sind. Man kann allenfalls die Früchte in geschroteter Form einem Birchermüesli oder Joghurt beimischen und so zu sich nehmen.


Johanniskraut





Johanniskrautpräparate erleben zurzeit einen richtigen Boom in der Behandlung von depressiven Verstimmungen, Niedergeschlagenheit und allgemeiner Unlust. 
n zahlreichen Studien konnte gezeigt werden, dass die Wirkung bei leichteren bis mittleren Fällen durchaus mit derjenigen von chemischen Präparaten vergleichbar ist, ohne dass lästige Nebenwirkungen wie bei den chemischen Produkten (z. B. Mundtrockenheit, Schwindel usw.) in Kauf genommen werden müssten. 
Wichtig bei der Anwendung von Johanniskrautpräparaten ist, zu Beginn der Therapie etwas Geduld zu haben, da die Wirkung nicht sofort eintritt und der optimale Effekt sich erst nach 3 bis 4 Wochen einstellt. Auf dem Markt sind sehr viele verschiedene Zubereitungen in unterschiedlicher Konzentration erhältlich. Es können deshalb keine allgemeinen Angaben zur Dosierung gemacht werden. Lassen Sie sich deshalb die Anwendung in Ihrer Apotheke oder Drogerie genau erklären.


Pflanzen gegen nervöse Unruhe und Schlaflosigkeit



Bewährte Heilpflanzen mit beruhigender Wirkung sind Passionsblume, Hafer und Hopfen. 



Das Kraut der Passionsblume enthält zahlreiche Flavonoide, verschiedene freie Aminosäuren und Glykoproteine sowie Spuren von cyanogenen Glykosiden. Für die beruhigende Wirkung ist nicht eine einzelne Substanz verantwortlich, sondern die Kombination der verschiedenen Bestandteile.

Haferstroh zeichnet sich gegenüber anderen Getreidesorten durch einen sehr hohen Gehalt an Kieselsäure, Eisen und Zink aus, die für Frauen sehr hilfreich sind. Daneben enthält Haferstroh wie die Passionsblume verschiedene Flavonoide sowie zusätzlich Triterpensaponine. 



Der Hopfen gehört wie das Haschisch zur Pflanzenfamilie der Canna-bisgewächse (Cannabaceae). Die für die Wirkung typischen Bitterstoffe sind wie beim Haschisch in kleinen Drüsenhaaren in den Blüten (Hopfenzapfen) als Harz angereichert.



Präparate

Ein Auswahl natürlicher Kräuter wie Ginseng, Weihrauch und Gelbwurz, kompetent kombiniert mit dem hormonregulierenden Vitamin B6 sowie Magnesium mit seiner positiven Wirkung auf das Nervensystem. 

Für mehr Details einfach hier klicken