Montag, 9. Juni 2014

Säure-Base-Balance optimiert den Stoffwechsel

SÄURE-BASEN-HAUSHALT






Gleichen Sie regelmäßig die überschüssigen Säuren durch ein Basenmittel aus.

Am besten nehmen Sie einmal täglich ein Bicarbonat oder geeignete Vitalstoffe ein.





Wichtig: Wenn Sie das regelmäßig machen, dann achten Sie darauf, dass sich die Kapsel erst im Dünndarm auflöst, sonst kann der Magen empfindlich reagieren.


Essen Sie langsam und speicheln Sie die Nahrung gut ein. Dadurch werden auch leicht saure Lebensmittel basisch aufbereitet.
Trinken Sie viel, vor allem Kräutertees und Wasser, auch Leitungswasser. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und die Säure aus dem Körper geschwemmt.
Essen Sie abends keine Rohkost. Diese bleibt über Nacht im Darm liegen und bildet durch die Gärung wieder Säuren.


Treiben Sie regelmäßig Sport und achten Sie dabei auf die richtige Atmung. Durch tiefes Ausatmen atmen Sie überschüssige Säure ab.








Was bedeutet eigentlich Übersäuerung?


Wenn in unseren Körperflüssigkeiten das Verhältnis von Säuren und Basen nicht ausgewogen ist, sondern ein Überschuss an Säuren besteht.

Die Säuren werden im Gewebe abgelagert und teilweise durch das Kalzium der Knochen neutralisiert (Osteoporose).

Säuren produziert unser Körper sowieso unentwegt selbst. Um sie abzupuffern, müssen wir Basen aufnehmen.


Also viel Mineralsalze, wie zum Beispiel Natrium-Bicarbonat. Sie sind enthalten in Obst und Gemüse, Kartoffeln, Salaten und Pilzen. Säurebildende Nahrungsmittel, die den Körper weiter auslaugen, sind beispielsweise: Fette Würstchen, süße Gebäckstücke, außerdem zuviel Alkohol, zu viele Zigaretten, zuviel Kaffee.



Wenn ich mich nach dem Säure-Basen-Prinzip ernähren will, muss ich dann einfach nur saure Zitronen und Pampelmusen weglassen? 


Nein, denn das hat nichts mit dem sauren Geschmack zu tun. Säurebildend ist das, was der Stoffwechsel daraus macht.

Zitrone schmeckt zwar sauer, ist aber nach der Verstoffwechslung basisch und von daher für die gesunde Ernährung willkommen.

Auch Brottrunk schmeckt sehr sauer, seine Milchsäure aber wird im Körper zu Kohlendioxid und Wasser abgebaut. Übrig bleiben basenbildende Mineralien.

Was darf ich essen nach dem Säure-Basen-Prinzip?


Alles was die basenbildenden Mineralien Natrium, Kalzium, Magnesium oder Kalium enthält. Dies sind alle Gemüsearten, Salate, Pilze, Kartoffeln und Obst. Meiden sollten Sie allerdings ausgelaugtes Dosengemüse, das verhält sich sauer.

Empfehlenswert ist auch Vergorenes wie Sauerkraut oder Brottrunk. Nehmen Sie zusätzlich Mineralsalze zu sich, wie Bicarbonat aus der Apotheke.


Wie ist es mit Käse und Fleisch, also den eiweißhaltigen Lebensmitteln?


Pflanzliche Eiweiße sind weniger säurebildend als tierische Eiweiße. Käse, der noch viel Molke enthält, reagiert auch eher basisch. Allerdings braucht Ihr Körper Eiweiß. Und Sie sollen ja nicht die Säuren komplett vom Speiseplan streichen.

Sie dürfen 30 Prozent säurebildende Lebensmittel zu sich nehmen. Aber Sie sollten diesen Anteil mit gesunden Lebensmitteln ausschöpfen, also mit etwas magerem Fleisch, viel Milchprodukten und Soja.

Meine Schwester sagt, ich soll meinen Kindern keine Cola geben, das würde die Knochen kaputt machen. Hat das auch was mit der Säure-Basen-Ernährung zu tun?

Unbedingt! Cola ist ein starker Säurebildner. Er gilt als der gefährlichste Kalziumräuber und bewirkt, dass auch schon Jugendliche die ersten Anzeichen einer Osteoporose haben.

Ich habe Rheuma, kann das damit zusammenhängen, dass ich zuviel Weißbrot esse?


Allein vom Weißbrot kommt die Osteoporose sicher nicht, aber es ist ein Faktor, welcher die Knochenentkalkung fördert. Denn alle Weißmehlprodukte sind säure-überschüssig.

Da wurde der Mineralstoffanteil zum großen Teil entfernt: Sie enthalten keine basenbildenden Mineralstoffe mehr, um Säuren zu neutralisieren. Das Gleichgewicht stimmt nicht mehr.

Wichtig ist: Stellen Sie auf jeden Fall Ihre Ernährung auf einen Säure-Basen-Haushalt um, bewegen Sie sich viel draußen im natürlichen Licht und nehmen Sie zusätzlich ein Kalziumpräparat ein. Alles Weitere müssen Sie mit Ihrem Arzt besprechen.

Kann ich selbst feststellen, ob ich übersäuert bin?


Der pH-Wert ist der Messwert für Säuren und Basen. Optimal ist es, den pH-Wert im Blut messen zu lassen. Leichter geht es für Sie, ihn im Urin selbst zu messen. 

Kaufen Sie sich einen Teststreifen in der Apotheke. Den halten Sie für ein bis zwei Sekunden in den Harnstrahl. Die entstehende Verfärbung zeigt den pH-Wert an. Der sollte morgen zwischen 5 und 6, im Laufe des Tages bei 7 liegen.

Messen Sie an mehreren Tagen. Liegen die Werte dann mehrmals deutlich unter diesen Werten, ist eine Übersäuerung möglich.

Mein Arzt hält nichts von einer Säure-Basen-Lenkung. Was soll ich tun?

Die Säure-Basen-Ernährung spielt in der Aus- und Weiterbildung von Ärzten keine große Rolle. Trotzdem sollten Sie mit dem Entsäuern beginnen, wenn Sie unter unerklärlichen Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Hautproblemen oder Schlappheit leiden. 

Aber Achtung: Paradoxerweise sind es vor allem die süßen Verführungen, die sauer machen. Also Hände weg von zuviel Kuchen und Süßigkeiten, aber auch Fleisch, Alkohol und Zigaretten.

Sie merken übrigens sofort, ob diese Ernährung die richtige für Sie ist: Denn Sie fühlen sich schon nach ein paar Tagen deutlich vitaler. Und nach einigen Wochen bessert sich Ihre Haut, sie wird frischer und klarer.

Wie kann ich eine Übersäuerung vermeiden?


Zum einen ausgewogener essen. Und zum anderen die Säuren durch ein Basenmittel ausgleichen. Am besten nehmen Sie einmal täglich ein Bicarbonat aus der Apotheke ein.

Wichtig: Wenn Sie das regelmäßig machen, dann achten Sie darauf, dass sich die Kapsel erst im Dünndarm auflöst, sonst kann der Magen empfindlich reagieren.


Ich kenne nur den Begriff sauer. Ist das das Gleiche wie säurebildend?


Nein. Sauer ist der Zustand, in dem wir ein Lebensmittel vor uns haben. Säurebildend aber ist das, was der Stoffwechsel daraus macht. Und das ist das entscheidende für die Regulierung des Säure-Basen-Haushalts.


Eine Zitrone schmeckt z. B. sauer, verhält sich aber nach der Verstoffwechslung basisch.