Montag, 13. April 2015

Ashwagandha gegen Müdigkeit, Bluthochdruck und Stress

 Ashwagandha: Die Pflanze gegen Müdigkeit, Bluthochdruck und Stress 





Wenn Sie schon bald wieder einmal von der gefürchteten Frühjahrsmüdigkeit heimgesucht werden, kann ich Ihnen mit Ashwagandha ein bei uns fast unbekanntes Heilkraut aus Indien empfehlen. Dort schwören sogar überarbeitete Manager auf seine Anti-Stress- Wirkung. Aber die Pflanze kann noch mehr: Sie senkt den Blutdruck, baut Ängste ab und stärkt sogar Ihre Abwehrkräfte.
Die jahrtausendealte indische Medizin des Ayurveda ist in der westlichen Welt vor allem durch ihre entspannenden Ölmassagen bekannt. Doch die Heilkunst kennt auch sehr wirksame Heilpflanzen – am häufigsten verordnen die traditionell arbeitenden Ärzte in Indien die Ashwagandha. Sie ist in Indien genauso beliebt wie in China der Ginseng und hat auch etwa die gleichen stärkenden und aufbauenden Effekte.
Da in Europa insbesondere ihre beruhigende Wirkung bekannt ist, wird Ashwagandha auf Deutsch auch als Schlafbeere bezeichnet. Doch ihr Einsatzgebiet ist nicht nur darauf beschränkt.


Bei diesen Beschwerden kann Ihnen Ashwagandha helfen:


  • Erschöpfung, Antriebslosigkeit
  • Stressanfälligkeit
  • Angststörungen
  • Bluthochdruck
  • Nervosität
  • Schlafstörungen
  • Blutarmut (Anämie)


Genau wie Ginseng oder die chinesische Heilpflanze Jiaogulan gehört Ashwagandha (lat. Wi thania somnifera) zu den so genannten Adaptogenen. Solche Heilpflanzen helfen Ihrem Organismus, sich leichter an Stresssituationen anzupassen (zu adaptieren). Sie haben eine aufbauende Wirkung auf viele Körperfunktionen. Beispielsweise hemmen sie die Produktion von Stresshormonen und fördern gleichzeitig deren Abbau.
Adaptogene sorgen außerdem dafür, dass Blutzucker schneller in die Körperzellen aufgenommen wird, wodurch die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigt. Gleichzeitig erhöht sie den Serotoninspiegel. Da dieser Nervenbotenstoff auch zur Entspannung der Blutgefäße führt, sinkt der Blutdruck. Kein Wunder, dass gestresste Manager in Indien eher auf Ashwagandha-Wurzeln schwören und weniger auf aufputschende oder beruhigende Pillen.



Die indische Heilpflanze lässt Ängste verfliegen


Verantwortlich für die zahlreichen Wirkungen sind die in der Pflanze enthaltenen Withanoside. 

Sie bestehen aus langkettigen Zuckermolekülen (Glykosiden). Dass ihre beruhigende Wirkung zudem gegen Angststörungen genutzt werden kann, zeigte 2009 eine Studie der kanadischen Hochschule für Naturheilkunde in Toronto. Insgesamt 41 Angstpatienten nahmen zwölf Wochen lang täglich 300 mg Ashwagandha-Extrakt ein. In einer Kontrollgruppe erhielten 40 weitere Angstpatienten lediglich eine herkömmliche Psychotherapie.
Das Ergebnis: In der naturheilkundlich behandelten Patientengruppe gingen die Angststörungen um durchschnittlich 57 % zurück (in der Psychotherapiegruppe lediglich um 30 %).



Immunsteigernder Effekt


Ein immunsteigender Effekt wurde im Jahr 2009 am National College of Natural Medicine in Portland/USA nachgewiesen. Die tägliche Einnahme von 450 mg Ashwagandha-Extrakt hatte dort bei 25Versuchspersonen die Bildung der TLymphozyten und der natürliche Killerzellen angeregt. Beide Zelltypen des Immunsystems sind für die Abwehr von Krankheitserregern entscheidend.

Fazit:
Ashwagandha ist also ein echtes „Allround-Talent“ der Naturmedizin, das zu Recht auch außerhalb des Ayurveda immer beliebter wird.


Und so einfach wenden Sie Ashwagandha an


Präparate: 

Ashwagandha-Extrakte erhalten Sie als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kapseln oder Tabletten in Drogerien und Apotheken.

Einnahmehinweise: 


Nehmen Sie einmal täglich 450 mg Ashwagandha-Extrakt ein. Spüren Sie nach vier bis sechs Wochen keine Besserung Ihrer Beschwerden, erhöhen Sie die Dosis schrittweise auf maximal 900 mg täglich. Neben- oder Wechselwirkungen mit anderen Präparaten sind nicht bekannt.
Ashwaganda-Tee: 

Getrocknete Wurzeln der Pflanze oder das zermahlene Pulver daraus sind vor allem in Tee-Fachgeschäften erhältlich.
Gießen Sie 2 bis 3 TL zermahlene Ashwagandha-Wurzel mit 1 Liter warmem (nicht kochendem!) Wasser auf. Das Wasser sollten Sie nach dem Kochen mindestens eine Minute abkühlen lassen, um die wertvollen Inhaltsstoffe nicht zu zerstören. Lassen Sie den Tee 5 bis 10 Minuten ziehen und seihen Sie ihn dann ab. Trinken Sie davon 2 bis 3 Tassen über den Tag verteilt.
Anwendungsgebiete: hoher Blutdruck, Stress, sexuelle Unlust und Frühjahrsmüdigkeit.
Ashwagandha-Schlafmilch: Geben Sie 1 TL Ashwagandhawurzeln in 0,25 Liter Vollmilch, und lassen Sie den Ansatz langsam aufkochen. Danach seihen Sie die Milch durch ein Sieb ab und geben TL Honig dazu.
Anwendungsgebiete: Schlafstörungen, innere Unruhe und Angststörungen.