Samstag, 18. April 2015

Erdnüsse: blutdrucksenkend, stimmungsaufhellend, nervenstärkend undabwehrstärkend.

Erdnüsse: was Sie führ Ihre Gesundheit tun können




Die in Südamerika heimischen Erdnüsse (Arachis hypogaea)wachsen nicht wie alle anderen Nüsse auf Bäumen, sondern unter der Erde, was ihnen letztendlich auch den Namen Erdnüsse eingebracht hat ;-) Sie zählen im botanischen Sinne im übrigen eigentlich gar nicht zu den Nüssen, sondern zu den Hülsenfrüchten ...

Die Inka, ein ursprünglich aus Peru stammendes indianisches Volk, pflanzten bereits vor 3.500 Jahren Erdnüsse auf ihren Feldern. Da diese auf so wunderbare Weise das Volk auch in den Wintermonaten nährten, verehrten sie die Erdnuss als "Himmlische Speise".

Als größte Erdnussproduzenten gelten heute die USA, China und Indien.

Erdnüsse bieten jede Menge Knabberspaß. Man kann sie frisch mitsamt ihrer Schale kaufen. Es gibt sie geröstet & gesalzen, mit einem zuckrigen Honigmantel, im Teig gebacken & gewürzt oder in Form von Flips. Erdnüsse werden außerdem in rauen Mengen zu Erdnussöl und Erdnussbutter verarbeitet.


Frische Erdnüsse (ungeröstet & ungesalzen) enthalten jede Menge gesundes Eiweiß, Tryptophan, Vitamin B und Vitamin E. Eine Menge von 100 Gramm frischen Erdnüssen besitzt mehr wertvolles Eiweiß als ein Steak. Daher gelten Erdnüsse als optimale Eiweißquelle für Menschen, die wenig oder gar kein Fleisch essen. Dank ihrer Inhaltsstoffe wirken Erdnüsse blutdrucksenkend, stimmungsaufhellend, nervenstärkend und abwehrstärkend. 

Außerdem haben Erdnüsse einen positiven Einfluss auf die Sehkraft und schenken einen traumhaften Schlaf.

Gesundheit 


Die Erdnuss weist einen Fettgehalt von fast 50 % auf. Vorteilhaft, trotz des hohen Fettgehaltes ist der hohe Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu senken. Erdnüsse enthalten kein Cholesterin. Da sie in die Familie der Hülsenfrüchte gehören, bestehen Erdnüsse zu mehr als 25 % aus Eiweiß - mehr als in einem Hühnerei.


Wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente befinden sich in Erdnüssen. Gerade Kalzium, Magnesium, Kalium und Phosphor sind in nennenswerten Mengen zu finden und deshalb sind Erdnüsse eine wichtige diätetische Nahrungsquelle.


Ganz aktuell sind wissenschaftliche Studien über die in Erdnüssen enthaltenen Phytosterine. Dieser Inhaltsstoff ist eine wichtige Substanz im Kampf gegen Dickdarm-, Prostata- und Brustkrebs, den häufigsten Krebsarten in den Industrieländern. Der Zusammenhang zwischen einer phytinreichen Kost und einem verminderten Wachstum und Metastasenbildung bei Brustkrebs wurde in Tierversuchen nachgewiesen. Der Phytosteringehalt in Erdnussöl ist noch höher als der in Olivenöl.


Allerdings enthält die Nuss eine schwer lösliche Harnsäure, die, wenn man sie dem Organismus in größeren Mengen zuführt, zu Ablagerungen im Körper führen kann. Gichtpatienten, die auf den Puringehalt ihrer Nahrung achten müssen, sollten sie daher nur in Maßen geniessen.


Im Zusammenhang mit Erdnüssen fällt immer wieder das Wort Aflatoxin. Aflatoxin ist ein hochgiftiges Stoffwechselprodukt des Schimmelpilzes "Aspergillus flavus", der bevorzugt Erdnüsse befällt. Aflatoxin ist stark toxisch und krebserregend. Auch gegen den Salz- bzw. Röstvorgang oder gegen küchentechnische Vorgänge wie Backen oder Kochen sind diese Erreger resistent.


Daher aufgepasst! Achten Sie beim Kauf auf wirklich einwandfreie, frische Qualität und geben Sie der Bioware, die im Reformhaus erhältlich ist und meist aus den USA stammt den Vorzug. Verfärbte und verschrumpelte Erdnüsse sollten nicht mehr gegessen werden.


Allergien


Die Erdnuss zählt zu den größten Allergieauslösern im Lebensmittelbereich. Alleine in Amerika reagieren ungefähr 3 Millionen Menschen allergisch auf Erdnüsse. Die Zahl ist in Deutschland zwar bei weitem nicht ganz so dramatisch, aber dennoch rangiert die Erdnuss auch hierzulande gleich auf Platz drei der häufigsten Auslöser für Lebensmittel-Allergien - direkt nach Haselnuss und Sellerie. 


Thorsten Schäfer, Epidemiologe an der Universität Lübeck schätzt, dass in Deutschland für ungefähr 2-3 % der Bevölkerung der Verzehr von Erdnüssen bedrohlich ist. Interessanterweise gibt es aus Indien und China, den beiden Ländern, die als größte Erdnusskonsumenten der Welt gelten, kaum Berichte über allergische Reaktionen. 

Es wird vermutet, dass möglicherweise das in der westlichen Welt verbreitete Rösten der Nuss schuld an dem Allergie-Dilemma sein könnte, da sich die Proteine in der Erdnuss durch das Rösten derart chemisch verändern, dass sie sich wesentlich schlechter verdauen lassen.

Da die Erdnuss in Amerika jedoch zu den zwölf am meisten angebauten Nahrungspflanzen überhaupt zählt und folglich somit mir ihr ein enormer Umsatz generiert wird, arbeitet man dort nun an verschiedenen Universitäten mit Hochdruck an einer allergenfreien Erdnuss. Bleibt abzuwarten, was die Zukunft uns bringt ...

Inhaltsstoffe


Nährstoffe je 100 g/ml ErdnüsseTagesbedarf m/w
Brennwert:570 kcal (2386 kJ)
Ballaststoffe:10,9 g30 / 30 g
Chrom:8 µg30-100 / 30-100 µg
Eisen:1,8 mg10 / 15 mg
Eiweiß:26 g59 / 47 g
Fett:48,1 g
Fluor:0,13 mg3,1 / 3,8 mg
Inositol:133 mg
Jod:13 µg200 / 200 µg
Kalium:661 mg2000 / 2000 mg
Kalzium:40 mg1000 / 1000 mg
Kohlenhydrate:8,3 g
Kupfer:0,764 mg1-1,5 / 1-1,5 mg
Magnesium:163 mg350 / 300 mg
Mangan:1,6 mg2-5 / 2-5 mg
Molybdän:43 µg50-100 / 50-100 µg
Natrium:11 mg550 / 550 mg
Phosphor:341 mg700 / 700 mg
Selen:2 µg30-70 / 30-70 µg
Vitamin B1 - Thiamin:0,9 mg1,2 / 1 mg
Vitamin B2 - Riboflavin:0,15 mg1,4 / 1,2 mg
Vitamin B3 - Niazin:15,3 mg16 / 13 mg
Vitamin B6 - Pyridoxin:0,44 mg1,5 / 1,2 mg
Vitamin B7 - Biotin:31 µg30-60 / 30-60 µg
Vitamin E - Tocopherol:10,3 mg14 / 12 mg
Zink:3,07 mg10 / 7 mg

Hinweis zu den Nährstoffangaben:
Der Nährstoffgehalt frischer Lebensmittel kann je nach Sorte, Reifegrad oder Zubereitungsart stark schwanken. Daher handelt es sich bei der Angabe der Nährstoffangaben stets nur um grobe Richtwerte.