Freitag, 10. April 2015

Kreuzkümmel hilft beim Abnehmen, senkt Cholesterin und Blutzucker

Kreuzkümmel hilft beim Abnehmen





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Kreuzkümmel ist als Heilpflanze bekannt, und als Gewürz vor allem 
bei exotischen Gerichten beliebt. Und er hilft beim Abnehmen, 
sagen neue Forschungen.

Kreuzkümmel steht meistens nicht griffbereit in unseren Gewürzregalen. 
Viele kennen Kreuzkümmel - im Gegensatz zum europäischen Kümmel - gar nicht. 
Doch wenn Sie gerne den vegetarischen Snack Falafel oder Chili con Carne essen, 
dann mögen Sie auch Kreuzkümmel, denn diese Speisen sind ohne das aromatische 
Gewürz nicht komplett. Kreuzkümmel wird viel in arabischen und asiatischen Ländern, 
in Südamerika, Nordafrika und rund ums Mittelmeer verwendet. 
Kreuzkümmel ist geschmacklich dominanter als sein europäischer Verwandter. 
Kreuzkümmel harmoniert mit seinem leicht scharfen und frischen Aroma gut 
mit anderen fremdländischen Aromen und ist deshalb Bestandteil vieler Gewürzmischungen 
wie beispielsweise Curry. Und wir sollten den exotischen Kreuzkümmel ruhig ein 
wenig öfter aus dem Gewürzregal holen. 
Laut neuen Untersuchungen hilft Kreuzkümmel auch beim Abnehmen.

Schlanke Taille mit Kreuzkümmel


In einer aktuellen Studie untersuchten Wissenschaftler die Wirkung von Kreuzkümmel 
bei 88 Frauen, die auf eine kalorienreduzierte Diät gesetzt wurden. 
Die eine Hälfte der Frauen aß zusätzlich jeden Tag zum Mittag- und Abendessen 
einen Becher Joghurt vermischt mit drei Gramm Kreuzkümmel. 
Die andere Hälfte der Studienteilnehmerinnen bekam nur Joghurt. 
Am Ende der dreimonatigen Testperiode hatten alle 88 Frauen an Gewicht verloren. 
Doch die Frauen, bei denen täglich Kreuzkümmel auf dem Speiseplan stand, 
konnten im Durchschnitt zwei Kilogramm mehr abspecken. 
Auch ihr Body-Mass-Index (BMI) sank stärker, ebenso wie ihr Taillenumfang, 
ihr Körperfettanteil und ihr Cholesteringehalt im Blut.

Kreuzkümmel senkt Cholesterin und Blutzucker


»Kreuzkümmel ist ein Gewürz aus der Familie der Petersilie, dass sich ausgezeichnet 
mit roten Linsen und braunem Reis kombinieren lässt«, sagt Dr. Alexa Fleckenstein, 
Fachärztin für innere Medizin und Naturheilverfahren sowie Autorin des Buches 
»The Diabetes Cure«. 

»Zusätzlich zu der positiven Wirkung auf Cholesterin und 
vielleicht Blutzucker, hat Kreuzkümmel auch einen guten Effekt auf die 
Advanced Glycation Endproducts (AGE), die so viel Schaden bei Diabetes anrichten«, 
erklärt sie. AGEs sind giftige Stoffe, die typischerweise in hocherhitzten Lebensmitteln 
wie Gegrilltem vorkommen. Beim Erhitzen von Lebensmitteln über 120 Grad können 
diese Abfallprodukte entstehen. Sie reichern sich im Körper an und können auf 
Dauer zu gesundheitlichen Problemen führen. Im Körper verursachen diese AGEs 
oxidativen Stress und Schäden in den Zellen. AGEs beschleunigen den 
Alterungsprozess, fördern den grauen Star und sind vermehrt im 
Gehirn von Alzheimerpatienten festzustellen. 
Man vermutet ebenso einen negativen Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel 
und das Herz-Kreislaufsystem.

Kreuzkümmel und Kümmel: Traditionelle Heilpflanzen


Sowohl der orientalische Kreuzkümmel als auch der europäische Kümmel haben 
als Heilpflanzen eine lange Tradition. Sie regen den Appetit an, 
fördern die Magensaft- und Gallensekretion, lindern Krämpfe, Blähungen und 
Koliken und kurbeln den Stoffwechsel an. 
Die ätherischen Öle in Kümmel und Kreuzkümmel hemmen das Wachstum 
von Bakterien und Pilzen. 
Beide Kümmelarten sollen Kopf- und Zahnschmerzen sowie Menstruationsbeschwerden 
reduzieren. 
Und bei Erkältungskrankheiten machen Kümmel und Kreuzkümmel 
Husten und Atemwegsprobleme erträglicher. 
Weil die Wirkungsweise des Kümmels sehr sanft ist, eignet er sich auch hervorragend 
für Säuglinge und Kinder. 

Bekannt ist vor allem eine Teemischung aus Kümmel, Anis und Fenchel. 
Diese Heilpflanzen verstärken sich in ihrer Wirkung und bekämpfen bei Kindern 
und Erwachsenen gleichermaßen gut schmerzhafte Blähungen.




Quelle: Zare, Roghayeh et al.: Effect of cumin powder on body composition and lipid profile
 in overweight and obese women. Complementary Therapies in Clinical Practice , 
Volume 20 , Issue 4 , 297 - 301, DOI: 10.1016/j.ctcp.2014.10.001