Dienstag, 28. April 2015

Was ist Komplementärmedizin?

Komplementärmedizin





Der Gesundheitsbegriff



Komplementärmedizin und Schulmedizin haben das gleiche Ziel, nämlich die Genesung des Patienten. Allerdings schlagen sie zwei verschiedene Wege ein. Unter Schulmedizin versteht man die Gesamtheit der diagnostischen und therapeutischen Massnahmen, die auf wissenschaftlichen Erklärungsmodellen beruhen.

Die Komplementärmedizin sieht das anders. Man betrachtet die Gesundheit als einen Prozess, der auch Krankheiten beinhalten kann. Eine Erkrankung stellt eine Gleichgewichtsstörung innerhalb dieses komplexen biologischen Systems dar. 
Der Körper wird also als eine Einheit aus Körper, Geist und Seele angesehen.
Einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Naturheilmittel erhalten Sie auf dieser Seite.


Thearapiemethoden der Komplementärmedizin


Liste:


  • Akupressur
  • Akupunktur
  • Alexander-Technik
  • Aromatherapie
  • Atemtherapie 
  • Ayurveda
  • Bachblütentherapie
  • Baunscheidtieren
  • Bewegungstherapie 
  • Bindegewebsmassage
  • Biofeedback
  • Bioresonanz
  • Colon-Hydro-Therapie
  • Farbpunktur
  • Farbtherapie
  • Feldenkrais
  • Fussreflexzonen-Massage
  • Homöopathie
  • Hydrotherapie
  • Kinesiologie
  • Klassische Massage
  • Laser-Akupunktur
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Osteopathie
  • Phytotherapie
  • Reflexzonenmassage
  • Schröpfen
  • TCM
  • Wickel


Details:

Akupressur


Ähnlich wie Akupunktur behandelt auch die Akupressur bestimmte Energiepunkte – aber nicht mit Nadeln, sondern mit einer gezielten Massage. Akupressur setzen wir instinktiv immer dann ein, wenn uns etwas wehtut: Wir reiben die Schläfen oder die Stirn, wenn wir Kopfschmerzen haben. Und wenn es irgendwo am Körper zwickt, berühren wir die betreffende Stelle.


Akupunktur


Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist ein eigenständiges heilkundliches Konzept, das durch viele Gelehrte in China über einen Zeitraum von 2000 Jahren entwickelt worden ist. Akupunktur ist die gezielte therapeutische Beeinflussung von Körperfunktionen über spezifische Punkte der Körperoberfläche. Durch das Einstechen der Nadeln der Fluss des Qi (Lebensenergie) beeinflusst.

Alexander-Technik


Die Alexander-Technik dient der Schulung der Körperhaltung und der Bewegung. Sie wird zu den Körpertherapiemethoden gezählt. Sie soll den Schüler befähigen, seine Haltungs- und Bewegungsgewohnheiten zu beobachten, zu optimieren und körperlich dysfunktionale Gewohnheiten abzulegen.

Aromatherapie


Aromatherapie bezeichnet die kontrollierte Anwendung ätherischer Öle, um die eigene und die Gesundheit anderer zu erhalten und Körper, Geist und Seele auf eine positive Art zu beeinflussen.

Atemtherapie


Eine effektive Atemtherapie soll zum Abbau von atemhemmenden Widerständen von Fehlatembewegungsformen, zur Sekretlösung, zur Ventilationssteigerung, zur Kräftigung der Atemmuskulatur und zu einer allgemeinen Leistungssteigerung beitragen.

Ayurvedische Medizin


Ayurveda, das "Wissen vom langen Leben", ist die traditionelle Heilkunst Indiens. Krankheit wird als Ungleichgewicht verstanden. Mit vielen verschiedenen Methoden, unter anderem auch Ernährung, Körperübungen, Massage, Meditation, Kräuter usw. wird das Gleichgewicht wieder angestrebt.

Bachblütentherapie


Die Bachblütentherapie ist ein in den 1930er-Jahren vom britischen Arzt Edward Bach begründetes und nach ihm benanntes Verfahren. Laut Bachs zentraler These beruht jede körperliche Krankheit auf einer seelischen Gleichgewichtsstörung. Die Ursache dieser Störung sah er in einem Konflikt zwischen der unsterblichen Seele und der Persönlichkeit. Eine Heilung wird durch eine Harmonisierung auf dieser geistig-seelischen Ebene bewirkt.

Baunscheidtieren


Beim Baunscheidtieren werden kleine spitze Nadeln in das zu behandelnde Areal gestochen. Durch Erreichen der einzelnen Hautschichten werden Strukturen angesprochen, die einen Reiz weiterleiten. Diese Reizung kann sich sowohl auf das willkürliche Nervensystem (regelt die Motorik und die Reflexe der Muskeln) als auch auf das unwillkürliche Nervenystem (regelt Herzschlag, Verdauung, Blutdruck) auswirken.


Bewegungstherapie (integrativ/klinisch)


Die Bewegungstherapie ist eine ganzheitliche Methode, die vom Grundverständnis des Menschen als Körper-Seele-Geist-Einheit ausgeht. Sie nutzt Bewegung, Körperwahrnehmung und Tanz als Mittel, um die Patientinnen und Patienten darin zu unterstützen, mit sich und ihrem inneren Erleben in Kontakt zu kommen und sich im eigenen Körper wohl zu fühlen. Selbstheilungsprozesse können auf diese Weise angeregt und begleitet werden.


Bindegewebemassage


Die Bindegewebsmassage gehört zum Formenkreis der Reflexzonenmassagen und basiert wie diese auf der Theorie der Reflexzonen des englischen Neurologen Henry Head. Danach stehen die inneren Organe über Nervenbahnen mit bestimmten, klar umgrenzten Hautgebieten in Verbindung.

Biofeedback


Biofeedback kann helfen, sich selbst zu helfen – indem man den Körper mental beeinflusst. Beim Biofeedback wird mithilfe von Sensoren und elektronischen Geräten zum Beispiel die Muskelspannung sichtbar gemacht. Oder Körpertemperatur, Pulsfrequenz, Atmung, Hautwiderstand und vieles mehr.

Bioresonanz


Die Bioresonanztherapie wurde 1977 eingeführt. Es ist eine Methode zur Behandlung von Allergien, Migräne, Schlafstörungen, chronischen Schmerzen und weiteren Krankheiten. Im einfachsten Fall nimmt der Proband zwei bewegliche Elektroden in je eine Hand.

Colon-Hydro-Therapie


Die Colon-Hydro-Therapie (CHT) ist eine weiterentwickelte Form der Darmspülung (Einlauf).

Farbpunktur


Die Farbpunktur ist eine "Akupunktur" ausschliesslich mit farbigem Licht. Das Wissen um die unterschiedlichen Wirkungsweisen der verschiedenen Farben, der auf Goethes Farbenlehre und den Naturgesetzen basiert, können gezielt eingesetzt werden.

Farbtherapie


Als Farbtherapie werden Behandlungsformen bezeichnet, bei denen die Wirkung von Farben auf die menschliche Psyche und damit den menschlichen Organismus eine Rolle spielt.

Feldenkrais


Die Methode findet insbesondere Anwendung zum Wiedererlangen der vollen Mobilität nach Verletzungen in der Rehabilitation und beim Abbau von fehlhaltungsbedingten Schmerzen.

Fussreflexzonen-Massage/Reflexologie


Die Reflexzonen sind Nervenendpunkte am Fuss, die mit einem bestimmten Organ oder Organsystem verbunden sind. Das bedeutet: Der ganze Körper spiegelt sich in den Füssen wider. 
Durch eine spezielle Grifftechnik wird an den Druckpunkten der Fussreflexzonen eine spezifische Wirkung auf die entsprechenden Organe des Körpers erreicht. Grundsätzlich wird dabei zwischen einer beruhigenden und einer aktivierenden Wirkung unterschieden.

Durch die Arbeit an den Füssen können Energien wieder besser fliessen und Blockaden gelöst werden.

Homöopathie


Homöopathie weckt die Selbstheilungskräfte. Samuel Hahnemann entdeckte, dass eine Krankheit mit demjenigen Mittel geheilt werden kann, das bei einem Gesunden ähnliche Symptome hervorruft. Durch Potenzieren (Verschütteln) der Mittel wird deren Wirkung vergrössert.

Hydrotherapie


Hydrotherapie ist die Bezeichnung für alle therapeutischen Formen der Heilbehandlung durch Wasseranwendungen. Der Temperaturunterschied zwischen Körper und Wasser löst dabei die heilsamen Effekte aus.

Kinesiologie


Die Kinesiologie beruht auf der Annahme, dass sich gesundheitliche Störungen als Schwäche bestimmter Muskelgruppen manifestieren. Zentrales Werkzeug der Kinesiologie zur Diagnose solcher Störungen ist der sogenannte "kinesiologische Muskeltest".

Klassische Massage


Die Massage im weitesten Sinne ist eines der ältesten Heilmittel der Menschheit. Klassische Massage ist die äusserliche, manuelle Behandlung bei Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparats durch Druck, Zug, Schütteln, Streichen und Klopfen. Mithilfe der klassischen Massage können auch erkrankte innere Organe günstig beeinflusst werden.

Laser-Akupunktur


Die Laser-Akupunktur ist ein relativ neues Heilverfahren, mit dem eine Alternative zur üblichen Akupunktur angeboten werden kann. Angewendet wird die Laser-Akupunktur insbesondere in der Allergiebehandlung, der Raucherentwöhnung und im orthopädischen Bereich, insbesondere der Sportmedizin und der prothetischen Versorgung.

Manuelle Lymphdrainage


Die manuelle Lymphdrainage ist eine Therapieform, mit der das Lymphgefässsystem im ganzen Körper unterstützt und angeregt wird. Durch ihre Drainagewirkung kräftigt sie das Immunsystem und wirkt durch ihre feinen Bewegungen entstauend, wohltuend und entspannend. Mit dieser therapeutischen Massnahme werden primäre und sekundäre Lymphödeme behandelt.

Osteopathie


Die Osteopathie basiert auf dem Wissen, dass der menschliche Körper eine Einheit bildet, Selbstheilungskräfte besitzt und Struktur und Organe in einer dauernden Wechselwirkung zueinanderstehen.

Phytotherapie



Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Ihre Grundlage ist die Heilpflanzenkunde (Phytopharmakognosie), die das Wissen um die verschiedenen Heilpflanzen bereithält. Die Phytotherapie enthält aber auch Teile der Pharmakologie, der Pharmazeutik sowie der Toxikologie.


Reflexzonenmassage


Die Reflexzonenmassage ist eine Behandlungsform, die auch im Wellness-Sektor Einzug gefunden hat. Befürworter dieser Methode gehen davon aus, dass die Reflexzonenmassage in der Schmerztherapie und bei Durchblutungsstörungen übliche medizinische Verfahren und physiotherapeutische Anwendungen ergänzen sowie eine Verbesserung des Wohlgefühls unterstützen kann.

Schröpfen


Zuerst haben die Menschen mit Steinmessern Verhärtungen an der Körperoberfläche (z. B. Furunkel und Entzündungen) eingeritzt und mit dem Mund und später mithilfe von Kuhhörnern ausgesaugt. Schröpfen mit Schröpfköpfen wurde schon 3300 v. Chr. in Mesopotamien und durch griechische und ägyptische Ärzte im klassischen Altertum betrieben.

TCM


Als traditionelle chinesische Medizin, TCM, wird jene Heilkunde bezeichnet, die sich in China seit mehr als 2000 Jahren entwickelt hat. Sie beinhaltet die nachstehenden fünf Teildisziplinen:

  1. Arzneimitteltherapie
  2. Akupunktur, Moxibustion
  3. Ernährungslehre
  4. Qigong, Tai-Chi
  5. Beratung in der Lebensführung



Wickel/Umschläge



Bei leichten Erkrankungen, wie zum Beispiel grippalen Infekte oder Bauch-schmerzen, können Wickel und Umschläge Symptome lindern und die medizinische Behandlung unterstützen. Auch zur Fiebersenkung sind feuchte Wickel - hier insbesondere Wadenwickel - ein altbewährtes Hausmittel.
Bestimmte Zusätze, zum Beispiel Essig bei Wadenwickeln oder fingerdick auf ein Tuch gestrichener Quark bei kalten oder warmen Halswickeln, können die lindernde Wirkung verstärken.