Freitag, 6. Februar 2015

Kartoffel - bewährt bei Magen- und Damrverstimmungen


Kartoffeln, eine Knolle mit Überraschungen



Seit dem 19. Jahrhundert wird die Kartoffel bei uns nicht nur als Nahrungs-, sondern auch als Heilmittel geschätzt. Mit 400 mg pro 100 g ist sie sehr kaliumreich. Daher wirkt sie sanft entwässernd und entschlackend. Darüber hinaus ist sie in der Lage, Giftstoffe zu binden. Kartoffelpüree gehört daher zu den altbewährten Rezepten bei Magen- und Darmverstimmungen. 

Aus Kartoffeln können Sie ganz einfach wirkungsvolle Anwendungen gegen die unterschiedlichsten gesundheitlichen Probleme des Alltags herstellen. Bei diesen Beschwerden hilft Ihnen die Kartoffel:

  • Magenschleimhaut-Entzündung
  • akute und chronische Darmentzündungen
  • Sodbrennen
  • Ekzeme
  • Insektenstiche
  • Halsentzündungen
Wie Sie sich mit Kartoffel-Hausrezepten selbst helfen können, erfahren Sie im nächsten Beitrag.
Jede Kartoffelsorte verfügt über das zum Schutz vor freien Radikalen wirksame Vitamin C. Violette Sorten haben jedoch zusätzlich einen hohen Gehalt an Anthocyanen (Pflanzenfarbstoffe), die ihnen ihre außergewöhnliche Farbe verleihen und ein noch stärkeres Antioxidans sind als Vitamin C. Außerdem geht die antioxidative Wirkung der Anthocyane beim Kochen nicht verloren.
Forschern der Universität von Colorado in Fort Collins /USA ist es Ende des Jahres 2010 gelungen, aus einer alten Kartoffelart ohne den Einsatz von Gentechnologie eine besondere Variante der lilafarbenen Erdknollen zu entwickeln. Diese Kartoffel mit dem Namen Purple Majesty enthält zehnmal mehr Antioxidantien als gewöhnliche Kartoffeln. Wissenschaftler der Queen Margaret Universität in Edinburgh/Schottland untersuchten nun die neue Sorte auf ihren gesundheitlichen Nutzen. Sie fanden heraus, dass die Purple Majesty eine ähnliche Wirkung wie das Resveratrol im Rotwein hat, und damit vor Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems schützen kann.
Bis die Purple Majesty bei uns im Handel erhältlich sein wird, können Sie von den hiesigen violetten Kartoffelsorten profitieren, die Sie in Supermärkten finden.




Kartoffeln bei Alltagsbeschwerden


Kartoffel-Wickel bei Halsschmerzen: Kochen Sie vier mittelgroße, ungeschälte Kartoffeln sehr weich und gießen Sie das Wasser ab. Zerdrücken Sie die Pellkartoffeln mit einer Gabel und schlagen Sie die Masse in ein Küchenhandtuch ein. Wickeln Sie das mit den sehr warmen Kartoffeln gefüllte Handtuch um den Hals und fixieren Sie es mit einem Schal. Lassen Sie den Wickel eine Stunde lang einwirken.

Kartoffelsaft gegen Sodbrennen: Aus rohen Kartoffeln frisch gepresster Saft lindert rasch durch Magensäure verursachte brennende Schmerzen, wie eine aktuelle Studie (siehe #N & G# Nr. 12/10) belegen konnte. Trinken Sie davon morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Zubettgehen jeweils ein Glas.

Kartoffelwasser gegen Husten: Ein Glas heißes Kartoffelwasser mit einem Teelöffel Honig stoppt zuverlässig den Hustenreiz und löst Verschleimungen.

Kartoffelmehl bei juckenden Hautausschlägen: Juckende oder nässende Ekzeme heilen schneller ab, wenn Sie sie mit Kartoffelmehl behandeln. Sie erhalten es in jedem Supermarkt und können es wie einen Puder verwenden. Stäuben Sie das Mehl mit einem Wattepad einfach auf die betroffenen Stellen auf.

Kartoffelauflage nach Insektenstichen: Legen Sie nach einem Mücken- oder Wespenstich eine frisch abgeschnittene Scheibe einer rohen Kartoffel auf die Einstichstelle. Dadurch verhindern Sie, dass eine starke Schwellung entsteht.